[Fanty-Liebe] Prolog: The Awakening

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[Fanty-Liebe] Prolog: The Awakening

Beitragvon ToDoList » 30.10.2015, 23:51

Hi!
Kurz vorweg:
Warum breche ich jetzt noch etwas übers Knie, obwohl hier doch, für 1 1/2 Jahre Umbau, alles geschlossen wird?
Erstens möchte ich jetzt/bald mit nem Buch beginnen und es wäre nett wenn man ein paar bereitwillige Probeleser in der Hinterhand hätte. Also bei Interesse bitte melden!! Würd mich freuen!
Und zweitens soll es für mich ein Ansporn sein, hier noch etwas "in Sicht" gebracht zu haben.

Freu mich über Kommentare. Viel Spass... :D

Tessa schreckte aus dem Schlaf hoch. Abklingende Laute eines Signalhorns drangen ins Schlafzimmer. Ihr Blick huschte durchs Zimmer und blieb im unbeschienenen, hinteren Teil kleben. “Cale! - Cale, wach auf!“ rief sie nach ihrem Bruder. Zog sich auf die Bettkante, horchte ins Dunkle hinein aus der jedoch lediglich Stille antwortete.
Dann vibrierten die Fensterscheiben und das Signalhorn dröhnte abermals ins Zimmer. Alarm! Aus irgendeinem Grund gibt Jemand Alarm. schoss ihr durch den Kopf.
Ihr Herz klopfte. Sie sprang aus dem Bett, eilte in die Dunkelheit und ertastete Cals Bettdecke. Flach und unbenutzt! Cal war die Nacht nicht hier gewesen. Tess rieb sich mit beiden Händen durchs Gesicht und atmete tief durch. Sie blickte zurück, vor dem Bett stand all das was ihr von ihrem alten Leben geblieben war. Ein Rucksack der mit bunten Bändern, für all die Stätten die sie im Auftrag der Gottes “Basi“ besucht hatte, verziert war. Ein Leben das sie zu einer der zwölf Chachmest, zur zweithöchsten Instanz der Basi-Religion, werden ließ.
Draußen dröhnte erneut das Alarmhorn. Sicher gab es eine ganze Reihe harmloser Gründe für einen Alarm. Ein Feuer irgendwo in der Stadt erschien doch am wahrscheinlichsten. Und Cale? Vielleicht stände er in ein paar Stunden, mit Ms. Cale im Arm, in der Tür und sie würden zusammen über diese Situation lachen. Dies würde auch Cales zweites Bett erklären. Tess schmunzelte in sich hinein. Hatte das Klosterleben sie so weltfremd gemacht? Was Cale die letzten Jahre getrieben hatte, war für sie eine große Unbekannte, allerdings zwei Betten an gegenüberliegenden Enden des Raumes widersprachen all dem was sie über ihren Bruder zu wissen glaubte. Sichtlich gefasster begrub Tessa die Gedanken um ihren Bruder und ging zum Fenster um ihre Feuertheorie zu überprüfen.
Eine Rauchsäule konnte sie nicht entdecken, doch aus dem zweiten Stock bot New Haven ein Kleinstadtbild, wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Hier und Da ein paar qualmende Schornsteine die aus einheitlich reetgedeckten Hausdächern stachen, Kopfsteinpflasterstrassen auf denen, auch tagsüber, kaum Fahrzeuge unterwegs waren. Alles erschien ihr hier übersichtlicher, kleiner als all das was bis vor kurzem für ihr Leben vorgesehen war. Ein weiteres Mal dröhnte das Signalhorn los, doch statt loszustürzen, senkte sie lediglich ihren Blick auf die gegenüberliegende Häuserreihe. Nur in zwei Fenstern konnte sie Licht erkennen, der Alarm schreckte hier kaum Jemanden hoch. Das Horn klang aus und ihr fiel auf, dass es einem Schiffshorn ähnelte. Sie war schon des Öfteren auf einem Schiff gereist und es klang, als würde man sich hiermit vor der Hafeneinfahrt ankündigen wollen. Nur besaß New Haven, auch wenn es der Name vermuten ließ, keinen Hafen. Abermals schmunzelte sie, blickte weiter über die Dächer und ließ den Blick zum Himmel wandern in dessen Mitte der Mond strahlte.
Tess rieb sich die Augen. Der Himmel war klar, aber für einen Moment erschien ihr der Mond unscharf. Nicht nur unscharf, es war als bewegte er sich. Sie verengte ihre Augen und versuchte den Blick zu schärfen. Umsonst. Kurz entschlossen entriegelte sie beide Fensterhebel, zog das Fenster komplett auf und schaute erneut hinauf. Es half nichts. Es war als würde man den Nachthimmel nicht direkt, sondern sein unruhiges Spiegelbild in einem Bach betrachten.
“Komm schon. Bevor die dort alles absperren.“ Tess Gedanken wurden dem Himmel entrissen, Ein schwarzhaariger Mann, in einem schwarzgelb gestreiften Sweatshirt stand gegenüber auf der Strasse und appellierte in eine geöffnete Tür hinein.
“Ich sage dir doch, der bewegt sich sogar noch!“
Wovon redete er? Eine rothaarige Frau kam aus der Tür, warf sich eine Jacke über und zog die Tür zu.
Tessa lehnte sich durchs Fenster und stützte sich mit den Händen auf der Fensterbank ab. “Könnt ihr mir sagen aus welchem Grund es Alarm gab?“ rief sie dem Pärchen zu.
Der Mann drehte sich um, sah nach oben und fixierte sie verwundert. Kaum für Tess vernehmbar informierte ihn die Frau “Das ist Cales Schwester!“ und seine Verwunderung verschwand.
“Sag Cale er soll zur Stadtmauer kommen. Das darf er sich nicht entgehen lassen. Die haben so`nen Freak an die Stadtmauer genagelt. Er soll nur nicht zu dicht ran gehen, ist zu gefährlich. Nur unsere Strasse runter, dann sieht man’s schon.“ Dann winkte er die Frau ran, legte ihr eine Hand auf den Rücken und sie schritten zügig die Strasse runter Richtung Stadtrand.
“Wisst ihr was mit dem Himmel los ist?“ so schnell wollte Tess nicht aufgeben noch etwas zu erfahren. Doch der Mann sah nur kurz zum Himmel rauf, blickte wieder nach vorn und schritt mit der Frau im Arm weiter.
Tess drehte sich zurück ins Zimmer und betrachtete den Stuhl mit ihren Anziehsachen. Eventuell gab es hier die Strasse runter, Antworten auf die Geschehnisse der letzten Minuten. Nur die Strasse runter. Warum auf Cale warten? Cale war immer seinen eigenen Weg gegangen und mit einem Mal erschien es ihr recht wahrscheinlich, das sie ihn genau dort antreffen würde.
Den Entschluss gefasst schlüpfte sie in ihre Jeans, Boots und ihren Sweater. Warf sich ihre Jacke über, schwang die Tür auf und befand sich schon im “freien Fall“, die Treppe hinunter, als hinter ihr die Tür einschnappte. Auf der Strasse angekommen schlug sie den Weg Richtung Stadtrand ein und blickte nochmals zum Nachthimmel, aber der Mond versteckte sich hinter den Häusern.


Version Zweite : (Zum Lesen bitte scrollen)
{
Prolog: Awakening

Tessa schreckte aus dem Schlaf hoch. Abklingende Laute eines Signalhorns drangen ins Schlafzimmer. Ihr Blick huschte durchs Zimmer und blieb im unbeschienenen, hinteren Teil des Zimmers kleben. “Cale! - Cale, wach auf!“ rief sie nach ihrem Bruder. Zog sich auf die Bettkante, horchte ins Dunkle hinein, wartete, jedoch lediglich Stille antwortete.
Dann vibrierten die Fensterscheiben und das Signalhorn dröhnte abermals ins Zimmer. Alarm! Aus irgendeinem Grund gibt Jemand Alarm. schoss es ihr in den Kopf.
Ihr Herz klopfte. Sie sprang aus dem Bett, eilte in die Dunkelheit und ertastete Cals Bettdecke. Flach und unbenutzt! Cal war die Nacht nicht hier gewesen. Erst vor sieben Tagen war sie bei ihm untergekommen und beim Blick zum Fenster sah sie nichts Vertrautes. Tess rieb sich mit beiden Händen durchs Gesicht und atmete tief durch. Sicher gab es eine ganze Reihe harmloser Gründe für einen Alarm. Ein Feuer irgendwo in der Stadt erschien doch am wahrscheinlichsten. Und Cale? Vielleicht stände er in ein paar Stunden, mit Ms. Cale im Arm, in der Tür und sie würden zusammen über diese Situation lachen. Dies würde auch Cales zweites Bett erklären. Tess schmunzelte in sich hinein. Hatte das Klosterleben sie so weltfremd gemacht? Was Cale die letzten Jahre getrieben hatte, war für sie eine große Unbekannte, allerdings zwei Betten an gegenüberliegenden Enden des Raumes widersprachen all dem was sie über ihren Bruder zu wissen glaubte. Sichtlich gefasster begrub Tessa die Gedanken um ihren Bruder und ging zum Fenster um ihre Feuertheorie zu überprüfen.
Eine Rauchsäule konnte sie nicht entdecken, doch aus dem zweiten Stock bot New Haven ein Kleinstadtbild, wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Hier und Da ein paar qualmende Schornsteine die aus einheitlich reetgedeckten Hausdächern stachen, Kopfsteinpflasterstrassen auf denen, auch tagsüber, kaum Fahrzeuge unterwegs waren. Alles erschien ihr hier übersichtlicher, kleiner als all das was bis vor kurzem für ihr Leben vorgesehen war. Ein weiteres Mal dröhnte das Signalhorn los, doch statt loszustürzen, senkte sie lediglich ihren Blick auf die gegenüberliegende Häuserreihe. Nur in zwei Fenstern konnte sie Licht erkennen, der Alarm schreckte hier kaum Jemanden hoch. Das Horn klang aus und ihr fiel auf das es einem Schiffshorn ähnelte. Sie war schon des Öfteren auf einem Schiff gereist und es klang, als würde sich ein Schiff vor der Hafeneinfahrt ankündigen wollen. Nur besaß New Haven, bis auf seinem Namen, keinen Hafen. Abermals schmunzelte sie, blickte weiter über die Dächer und ließ den Blick zum Himmel wandern in dessen Mitte der Mond strahlte.
Tess rieb sich die Augen. Der Himmel war klar, aber für einen Moment erschien ihr der Mond unscharf. Nicht nur unscharf, es war als bewegte er sich. Sie verengte ihre Augen und versuchte den Blick zu schärfen. Umsonst. Kurz entschlossen entriegelte sie beide Fensterhebel, zog das Fenster komplett auf und schaute erneut hinauf. Es half nichts. Es war als würde man den Nachthimmel nicht direkt, sondern sein unruhiges Spiegelbild in einem Bach betrachten.
“Komm schon. Bevor die dort alles absperren.“ Tess Gedanken wurden dem Himmel entrissen, Ein schwarzhaariger Mann, in einem schwarzgelb gestreiften Sweatshirt stand gegenüber auf der Strasse und appellierte in eine geöffnete Tür hinein.
“Ich sage dir doch, der bewegt sich sogar noch!“
Wovon redete er? Eine rothaarige Frau kam aus der Tür, warf sich eine Jacke über und zog die Tür zu.
Tessa lehnte sich durchs Fenster und stützte sich mit den Händen auf der Fensterbank ab. “Könnt ihr mir sagen aus welchem Grund es Alarm gab?“ rief sie dem Pärchen zu.
Der Mann drehte sich um, sah nach oben und fixierte sie verwundert. Kaum für Tess vernehmbar informierte ihn die Frau “Das ist Cales Schwester!“ und seine Verwunderung verschwand.
“Sag Cale er soll zur Stadtmauer kommen. Das darf er sich nicht entgehen lassen. Die haben so`nen Freak an die Stadtmauer genagelt. Er soll nur nicht zu dicht ran gehen, ist zu gefährlich. Nur unsere Strasse runter, dann sieht man’s schon.“ Dann winkte er die Frau ran, legte ihr eine Hand auf den Rücken und sie schritten zügig die Strasse runter Richtung Stadtrand.
“Wisst ihr was mit dem Himmel los ist?“ so schnell wollte Tess nicht aufgeben noch etwas zu erfahren. Doch der Mann sah nur kurz zum Himmel rauf, blickte wieder nach vorn und schritt mit der Frau im Arm weiter.
Tess drehte sich zurück ins Zimmer und betrachtete den Stuhl mit ihren Anziehsachen. Eventuell gab es hier vorne Antworten auf die Geschehnisse der letzten Minuten. Nur die Strasse runter. Warum auf Cale warten? Cale war immer seinen eigenen Weg gegangen und mit einem Mal erschien es ihr recht wahrscheinlich, das sie ihn genau dort antreffen würde.
Den Entschluss gefasst schlüpfte sie in ihre Jeans, Boots und ihren Sweater. Ging Richtung Tür. Warf sich ihre Jacke über, schnappte sich den Schlüssel, schwang die Tür auf und befand sich schon im “freien Fall“, die Treppe hinunter, als hinter ihr die Tür einschnappte. Auf der Strasse angekommen schlug sie den Weg Richtung Stadtrand ein und blickte nochmals zum Nachthimmel, aber der Mond versteckte sich hinter den Häusern.
}




Version Erste : (Zum Lesen bitte scrollen)
{Prolog: Awakening

Tessa schreckte aus dem Schlaf hoch. Die letzten Laute eines Signalhorns drangen ins Zimmer. Sie sah sich um, Mondlicht erhellte ihren Teil des Schlafzimmers, doch den hinteren Teil des Zimmers, indem ihr Bruder schlief, erreichte es nicht . Sie zog sich auf die Bettkante. Horchte in das Dunkle hinein, wartete, doch lediglich Stille antwortete.
Dann vibrierten die Fensterscheiben und das Signalhorn dröhnte abermals ins Zimmer. Alarm! Aus irgendeinem Grund gibt Jemand Alarm. schoss es ihr in den Kopf.
“Cale! … Cale!“ rief sie nach ihren Bruder.
Tessas Herz klopfte. Sie stieg aus dem Bett, schritt in Richtung Dunkelheit und am Bett angekommen, ertastete sie Cals Bettdecke wie diese flach und unbenutzt da lag. Es war mitten in der Nacht, wo konnte er sein. Es war seine Wohnung, seine Freunde, seine Stadt hier und nach sieben Tagen Aufenthalt, wusste sie kaum etwas über seine Gewohnheiten und Vorlieben. Wenn er zumindest da sein würde, um ihr sagen zu können, um welche Art von Alarm es sich hier handelte. Tess atmete tief durch. Sicher gab es eine ganze Reihe harmloser Gründe für einen Alarm. Es war wahrscheinlich nur ein Feueralarm, der die Löschtrupps alarmieren sollte. Und Cale? Vielleicht würde er ihr Morgen den Grund vorstellen, warum schon, zu ihrer unangemeldeten Ankunft, in seinem Zimmer ein zweites Bett stand. Tess schmunzelte in sich hinein. Hatte sie das Klosterleben so weltfremd gemacht? Zwei Betten an gegenüberliegenden Enden eines Raumes, erzählten nicht diese Geschichte. Über sich selbst schmunzelnd verflogen Großteile ihrer Panikattacke und Tess ging zum Fenster um ihre Theorie zu überprüfen. Der Mond war hell genug, mit etwas Glück würde sie eine Rauchsäule erkennen können.
Sie blickte durchs Fenster, eine Rauchsäule war nicht zu sehen. Doch da ihr Bruder im zweiten Stock wohnte, konnte sich New Haven von hieraus bestens im Mondlicht präsentierten. Hier und Da ein paar qualmende Schornsteine, die aus einheitlich reetgedeckten Hausdächern stachen, Strassen aus Kopfsteinpflaster die, da hier kaum Fahrzeuge erlaubt waren, sich harmonisch ins idyllische Kleinstadtbild einfügten. Possierlich ging ihr durch den Kopf und schlich sich in ihr Herz. Ja, so sollte sich ihr Leben jetzt entwickeln! Possierlich, übersichtlicher, kleiner als all das was bisher für ihr Leben geplant war. Ein weiteres Mal dröhnte das Alarmhorn los, doch sie blickte weiter über die Stadt hinweg, der Klang erinnerte sie an ein Schiffshorn, nur besaß New Haven keinen Hafen. Den letzten Hafen den sie gesehen hatte, war an einem Terminmarathon gekoppelt gewesen. Genügsamkeit, wie sie es jetzt bei diesem Anblick verspürte, daran war zu der Zeit kein Gedanke frei gewesen und das obwohl dort niemand Alarm gegeben hatte. Abermals schmunzelte sie, blickte weiter über die Dächer und ließ den Blick zum Himmel wandern indem der Mond voll, milchig und unscharf stand…? Sie verengte ihre Augen und versuchte den Blick zu schärfen. Umsonst. Kurz entschlossen entriegelte sie beide Fensterhebel, zog das Fenster komplett auf und schaute erneut hinauf. Es half nichts. Es war als würde man den Nachthimmel nicht direkt betrachten, sondern sein Spiegelbild in einem Bach, indem kleine Wellen das Bild rhythmisch verzerrten, betrachten.
“Komm schon. Bevor die dort alles abriegeln oder er von der Stadt irgendwie abmontiert wird.“ Tess Gedanken wurde dem Himmel entrissen, Ein schwarzhaariger Mann, in einem schwarzgelb gestreiften Sweatshirt stand gegenüber auf der Strasse und appellierte in eine geöffnete Tür hinein.
“Ich sag dir doch, der bewegt sich sogar noch!“
Wovon redete der Mann? Tess sah wie eine Frau aus der Tür kam, sich eine Jacke überwarf und die Tür zuzog.
“Wisst ihr warum es diesen Alarm gab.“ rief sie dem Pärchen zu.
Der Mann drehte sie um, sah nach oben und sein Blick fixierte sie leicht verwundert.
“Sag Cale er soll unbedingt zur Stadtmauer kommen. Das darf er sich nicht entgehen lassen. Da hängt ein Kerl an der Mauer. den haben die aufgespießt. Einfach unsere Strasse runter.“ Dann winkte er die Frau ran und sie schritten zügig in Richtung Wall.
“Wisst ihr denn was mit dem Himmel ist?“ so schnell wollte Tess nicht aufgeben noch etwas zu erfahren. Doch der Mann sah nur kurz nach oben und dann ebenso kurz verwirrt zu ihr zum Fenster, ohne das die Beiden auch nur einen Hauch dabei langsamer wurden.
Tess drehte sich, fixierte den Stuhl mit ihren Anziehsachen und überlegte kurz. Sie hatte einen Schlüssel und es sollte gleich hier vorne sein…}

Zuletzt geändert von ToDoList am 15.11.2015, 21:31, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: [Fanty-Liebe] Prolog: The Awakening

Beitragvon Zwillingssterne » 01.11.2015, 11:56

Heyho^^

Mein Mauszeiger hat mich mal zu deinem Prolog geführt und meine Tastatur wünscht sich Aufmerksamkeit, weshalb das hier nun zustande kommt^^

Also, ersteinmal der Titel: "The Awakening" - "Das Erwachen" erinnert mich ein wenig an Zelda O.o nicht wegen dem gleichnamigen Spiel, sondern weil diese Reihe immer damit beginnt: Mit dem Erwachen des Heldes.
Beim zweiten Gedanken war ich bei dem Erwachen einer 'bösen, dunklen' 'Energie' - also bei dem Gegenspieler oder einem einschneidenden Erlebnis. Aber das erstmal nur vorab zum Titel, mal sehen was die Geschichte bietet.


ToDoList hat geschrieben:Tessa schreckte aus dem Schlaf hoch. Die letzten Laute eines Signalhorns drangen ins Zimmer. Sie sah sich um, Mondlicht erhellte ihren Teil des Schlafzimmers, doch den hinteren Teil des Zimmers, indem ihr Bruder schlief, erreichte es nicht.

Hier mischst du zwei Schreibstile. Du beginnst mit kurzen, prägnanten Sätzen. Vollkommen in Ordnung. Schöne Satzstellung. Dann dieser Monstersatz. 4 Kommatar. Nach kurzen Sätzen? Passt nicht und stört nur. Entscheide dich für einen Stil. Oder mach es wie im nächsten Absatz:
ToDoList hat geschrieben:Sie zog sich auf die Bettkante. Horchte in das Dunkle hinein, wartete, doch lediglich Stille antwortete.

Wieder ein längerer Anstrich, getrennt durch Kommatar, aber hier sind die Worte prägnant. Mit Ellipsen wird dein kurz-knackiger Schreibstil nicht unterbrochen.

ToDoList hat geschrieben:Sie stieg aus dem Bett, schritt in Richtung Dunkelheit und am Bett angekommen, ertastete sie Cals Bettdecke wie diese flach und unbenutzt da lag. Es war mitten in der Nacht, wo konnte er sein? Es war seine Wohnung, seine Freunde, seine Stadt hier und nach sieben Tagen Aufenthalt wusste sie kaum etwas über seine Gewohnheiten und Vorlieben.

Wieder Monstersätze für einen Anfang mit kurzen, prägnanten Sätzen. Das hier würde ich streichen. Das der Protagonist sich dort befindet, ist eindeutig.

Mit weiterem Lesen scheinen die längeren Sätze eher deinen Schreibstil zu entsprechen. Trotzalledem solltest du diese teilweise aufteilen. Zu viele Kommatar lassen den Leser den Anfang vergessen, bevor er beim Ende des Satzes angekommen ist.

ToDoList hat geschrieben:Hatte sie das Klosterleben so weltfremd gemacht? Zwei Betten an gegenüberliegenden Enden eines Raumes, erzählten nicht diese Geschichte.

Da gefällt mir die Satzstellung nicht. Meine Idee: Hatte das Klosterleben sie so weltfremd gemacht? Und beim zweiten Satz würde ich auch verbessern wollen: Zwei Betten an den gegenüberliegenden Enden des Raumes widersprachen dieser Geschichte. Dieses erzählten nicht irritiert und lässt den Leser 'stolpern' im Lesefluss.

ToDoList hat geschrieben:Possierlich ging ihr durch den Kopf und schlich sich in ihr Herz.

Das Ende des Satzes gefällt mir gut. Possierlich nicht. Gut, es ist im Internet zu finden, bedeutet aber niedlich anzusehen. Würde ich aber nicht im Kontext zu einer Stadt nehmen. Außerdem stört es den Lesefluss. Da bitte ein Synonym heraussuchen.

ToDoList hat geschrieben:Abermals schmunzelte sie, blickte weiter über die Dächer und ließ den Blick zum Himmel wandern indem der Mond voll, milchig und unscharf stand…?

Auch bei dem Absatz bleib ich hängen. Sie lässt träumerisch ihren Blick wandern, ist in Gedanken bei anderen Dingen (Zeilen davor) und bemerkt sofort, dass etwas nicht stimmt? Der Satz ist gut, aber er reißt den Leser mittendrin aus der friedvollen Atmosphäre. Teile das in 2 Sätze: ... indem der Mond voll und milchig herab schien. Gleichzeitig schien er aber auch ungewohnt unscharf. Oder so ähnlich.

ToDoList hat geschrieben: Es war als würde man den Nachthimmel nicht direkt betrachten, sondern sein Spiegelbild in einem Bach, indem kleine Wellen das Bild rhythmisch verzerrten, betrachten.

Das betrachten am Ende würde ich weglassen.

Ab und zu noch wegen Kommatar gucken und ein, zwei sätze aufteilen und dann hab ich keine Probleme mehr :D

Die Geschichte weckt definitiv Interesse, auch wenn mir die vorkommenden Aspekte teilweise sehr suspekt vorkommen. Doch ich weiß ja nicht was du geplant hast, also kann ich mir da kein Urteil bilden ;) Bin gespannt, was mit dem Mond los ist^^

LG Zwillingssterne
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Re: [Fanty-Liebe] Prolog: The Awakening

Beitragvon ToDoList » 01.11.2015, 19:54

Danke erstmal an die Zwillings-Geborene. :D

Das mit dem Schreibstil - erstmal Danke habs verbessert. Sehe deine Aussage aber kritisch. Weder lange noch kurze Sätze sollen meinen Stil prägen. Wenn in die Geschichte passt - Action - Hektik... eher kurze Sätze und umgekehrt halt mit den längeren. Meine Meinung. Habs oben aber eingesehen, das es nicht passte und geändert.

Satzstellung. Sehe ich identisch und halt- zack- habs übernommen.

Das Wort possierlich hat mich auch von Anfang an gestört. Aber es entsteht aus der Sicht des Protas. Wer immer in überfüllten Städten - prunkvollen Schlössern gelebt hat, kann eine Kleinstadt, die absichtlich auch noch ländlich gehalten wurde, wirklich auch als possierlich empfinden. ich lass es erstmal stehen. --hab jetzt geändert--

Dann die Mond-Szene. Hat mich auch von Anfang an gestört. Nur geht es der Prota ja genauso wie dem Leser beim Lesen... habs versucht zu ändern... :)

Zur Story... Wenn es die Zeit zulässt würde ich den Prolog vervollständigen und dann mich ins finale Plotten stürzen...
Und wie gesagt versuche ich noch Probelese zu finden. Meinetwegen über Face oder Ähnliches... 8)
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Re: [Fanty-Liebe] Prolog: The Awakening

Beitragvon KatieScarlett » 14.11.2015, 17:49

Hallo ToDoList :)

Ich werde mich mal an einer Kritik versuchen. Ich hoffe es hilft dir ein bisschen. Wenn nicht, ignoriers einfach ;)


Ihr Blick huschte durchs Zimmer und blieb im unbeschienenen, hinteren Teil des Zimmers kleben.


Eine Wiederholung. Ich würde hier das hintere "Zimmer" einfach streichen. Man weiß ja schließlich schon, dass es sich um das Schlafzimmer handelt.

Zog sich auf die Bettkante, horchte ins Dunkle hinein, wartete, jedoch lediglich Stille antwortete.


Das ist mir zu viel auf einmal. Ich würde nach wartete einen Punkt machen und einen neuen Satz beginnen à la Jedoch antwortete ihr lediglich Stille.


Alarm! Aus irgendeinem Grund gibt Jemand Alarm. schoss es ihr in den Kopf.


Den zweiten Satz würde ich streichen. Du hast ja im ersten Satz schon deutlich gemacht, dass Alarm ist.


und beim Blick zum Fenster sah sie nichts Vertrautes
.

Hier bin ich beim Lesen hängen geblieben. Mir war nicht ganz klar, was du damit sagen wolltest. Dass ihr das Zimmer noch unvertraut war? Oder ist etwas, dass sonst immer da ist, plötzlich verschwunden?

Was Cale die letzten Jahre getrieben hatte, war für sie eine große Unbekannte, allerdings zwei Betten an gegenüberliegenden Enden des Raumes widersprachen all dem was sie über ihren Bruder zu wissen glaubte.



Das Fettgedruckte gefällt mir gar nicht. Ich glaube man kann das so nicht sagen. "Die Unbekannte" wäre ja eine weibliche Person oder? Vielleicht könntest du so etwas sagen wie "war für sie ein großes Rätsel".
Das mit den Betten verstehe ich auch noch nicht ganz. Haben er und seine Frau zwei getrennte Betten und das verwundert Tessa?


Das Horn klang aus und ihr fiel auf das es einem Schiffshorn ähnelte.


Nur eine Kleinigkeit: Ihr fiel auf, dass...

Nur besaß New Haven, bis auf seinem Namen, keinen Hafen.


Das würde ich anders formulieren, denn bis auf seinen Namen impliziert für mich, dass es lediglich einen Hafen hat und ich würde den Namen jetzt nicht unbedingt dazuzählen.

Vielleicht könntest du etwas in der Art schreiben wie: Nur besaß New Haven, anders als sein Name vermuten ließ, keinen Hafen.


Tess rieb sich die Augen. Der Himmel war klar, aber für einen Moment erschien ihr der Mond unscharf. Nicht nur unscharf, es war als bewegte er sich. Sie verengte ihre Augen und versuchte den Blick zu schärfen. Umsonst. Kurz entschlossen entriegelte sie beide Fensterhebel, zog das Fenster komplett auf und schaute erneut hinauf. Es half nichts. Es war als würde man den Nachthimmel nicht direkt, sondern sein unruhiges Spiegelbild in einem Bach betrachten.


Das mit dem Mond finde ich spannend. Das ist ja schon wirklich etwas sehr Ungewöhnliches und ich musste spontan sofort an "Ich - einfach Unverbesserlich denken". Vielleicht versucht ja jemand den Mond zu stehlen :D



“Wisst ihr was mit dem Himmel los ist?“ so schnell wollte Tess nicht aufgeben noch etwas zu erfahren.


Das "noch etwas zu erfahren" würde ich auch weglassen oder es umformulieren. Vorschlag: So schnell wollte Tess es nicht aufgeben an Informationen zu kommen.


Tess drehte sich zurück ins Zimmer und betrachtete den Stuhl mit ihren Anziehsachen. Eventuell gab es hier vorne Antworten auf die Geschehnisse der letzten Minuten.


Auf was bezieht sich das "hier vorne"? Doch sicherlich nicht den Stuhl oder?


Warf sich ihre Jacke über, schnappte sich den Schlüssel, schwang die Tür auf und befand sich schon im “freien Fall“, die Treppe hinunter, als hinter ihr die Tür einschnappte.


Also erstens finde ich den Satz viel zu lang und zweitens gefällt mir das "im freien Fall" nicht. Ich kann mir zwar denken, was du damit sagen willst, aber ich würde das anders formulieren. Vielleicht: Sie flog förmlich die Treppe hinunter oder sie hetzte die Treppe hinab. Außerdem verstehe ich den Ablauf nicht so ganz. Sie fliegt die Treppe hinunter und dann schlägt schon die Tür hinter ihr zu? Denn so steht es meiner Meinung nach hier. Sie befindet sich im freien Fall, als hinter ihr die Tür einschnappt. Das passiert also gleichzeitig. Ich denke, du wolltest aber sagen, dass es danach passiert. Da musst du dir vielleicht noch etwas anderes überlegen.



Insgesamt fand ich die Anfangssituation spannend. Man fragt sich, was das für ein Alarm ist und was los ist. Vor allem der Teil mit dem Mond fand ich, wie schon erwähnt, gut.

Wünsche dir noch viel Erfolg und Spaß mit deinem Werk :)
" Oh there's more to life than books you know, but not much more, not much more..."
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Re: [Fanty-Liebe] Prolog: The Awakening

Beitragvon ToDoList » 15.11.2015, 21:24

Erstmal Danke Katie!
Schön das das Lesen Spass gemacht hat! :D


Zog sich auf die Bettkante, horchte ins Dunkle hinein, wartete, jedoch lediglich Stille antwortete.

Das ist mir zu viel auf einmal. Ich würde nach wartete einen Punkt machen und einen neuen Satz beginnen à la Jedoch antwortete ihr lediglich Stille.

Die Satzlänge störte mich auch. Dort trau ich dem Leser zu wenig zu! :( Das “wartet“ kann man durchaus streichen. Es steht dort nur um zu zeigen das zwischen den Alarmsignalen eine gewisse Zeit verstreicht.
und beim Blick zum Fenster sah sie nichts Vertrautes
.
Hier bin ich beim Lesen hängen geblieben. Mir war nicht ganz klar, was du damit sagen wolltest. Dass ihr das Zimmer noch unvertraut war? Oder ist etwas, dass sonst immer da ist, plötzlich verschwunden?

In der ersten Version stehen hier ganz viele Behauptungen. Dann hab ich es auf eine Behauptung gekürzt. Der ganze Satz ist eine Behauptung. Ich behaupte sie ist erst vor sieben Tagen angekommen.
Habs neu versucht…
Alarm! Aus irgendeinem Grund gibt Jemand Alarm. schoss es ihr in den Kopf.

Den zweiten Satz würde ich streichen. Du hast ja im ersten Satz schon deutlich gemacht, dass Alarm ist.


Diese Dopplung soll den plötzlichen Panikgedanken unterstreichen, weil es ihre Gedanken sind hab ich es auch kursiv geschrieben. Vielleicht Geschmackssache.


Was Cale die letzten Jahre getrieben hatte, war für sie eine große Unbekannte, allerdings zwei Betten an gegenüberliegenden Enden des Raumes widersprachen all dem was sie über ihren Bruder zu wissen glaubte.

Das Fettgedruckte gefällt mir gar nicht. Ich glaube man kann das so nicht sagen. "Die Unbekannte" wäre ja eine weibliche Person oder? Vielleicht könntest du so etwas sagen wie "war für sie ein großes Rätsel".
Das mit den Betten verstehe ich auch noch nicht ganz. Haben er und seine Frau zwei getrennte Betten und das verwundert Tessa?

Mir erscheint der Spruch mit der großen Unbekannten (in der Formel / zur Auflösung eines Unfalls…) recht geläufig.


Nur besaß New Haven, bis auf seinem Namen, keinen Hafen.


Das würde ich anders formulieren, denn bis auf seinen Namen impliziert für mich, dass es lediglich einen Hafen hat und ich würde den Namen jetzt nicht unbedingt dazuzählen.

Vielleicht könntest du etwas in der Art schreiben wie: Nur besaß New Haven, anders als sein Name vermuten ließ, keinen Hafen.


Geändert. Danke!



“Wisst ihr was mit dem Himmel los ist?“ so schnell wollte Tess nicht aufgeben noch etwas zu erfahren.

Das "noch etwas zu erfahren" würde ich auch weglassen oder es umformulieren. Vorschlag: So schnell wollte Tess es nicht aufgeben an Informationen zu kommen.

War mir hier auch nicht sicher… Also hab ich “dem dummen Leser“ wieder mehr Information an die Hand geben wollen, die er gar nicht braucht. :(

Tess drehte sich zurück ins Zimmer und betrachtete den Stuhl mit ihren Anziehsachen. Eventuell gab es hier vorne Antworten auf die Geschehnisse der letzten Minuten.


Auf was bezieht sich das "hier vorne"? Doch sicherlich nicht den Stuhl oder?


Ja. Richtig!
Geändert – schusselig!
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