Was mich wie inspiriert.
Ich war in meinem Leben schon in einigen Museen, obwohl ich kein Bilderfreak oder so bin. (Naja, kommt auch wieder darauf an, was es ist).
Dennoch hat mich hier und da ein Exponat gefangen genommen und bezaubert.
Allerdings ist das bei mir ganz komisch. Mich inspirieren eher Örtlichkeiten.
Einmal war ich in Meißen in einem ganz niedlichen Geschäftchen für Töpfewaren (hier hätte ich gleich über eine Frau schreiben mögen, die mit nassem Ton bekleckert an ihrer Drehscheibe sitzt und mit Hingabe einen Krug formt...wie ihr das Haar über die Schulter auf die Brust fällt...was sie dabei denkt...weshalb und für wen sie dieses Gefäß formt...usw.)
Weil der Raum so klein war und die Luft schwül, hatte jemand eine Seitentür geöffnet.
Dort trat ich in einen Flur mit einer Wendeltreppe und mit einem gotischen, vergitterten Fenster darin.
Durch das geschmiedete Gitter leuchtete Grün und Blau; helles Frühlingsgrün von einem Baum und frisches Blau von einem vom Regen reingewaschenen Himmel.
Im Geiste hörte ich zarte Töne und Klänge und spürte gleichzeitig unter meinen Füßen die quadratisch großen und abgelaufenen, buckligen Steinfließen.
Ich sah einfach Figuren, Gestalten in meinem Kopf, die das Haus belagerten und sah eine Szene...
Kennt ihr das Glücksgefühl, das einen da überfällt, wenn man in eine andere Welt eintaucht?...
Es ist wie ein...Musekuss...
Ich habe ein süßes kleines Zimmer, in dem ich schreiben kann und das mir mein Mann liebevoll renoviert hat.
Ich habe es schön dekoriert und immer steht die Tür ein wenig offen.
Am Abend höre ich verwaschene Töne durch die Tür, die vom Musik oder TV hören meines Mannes kommen.
Das ist schön und vermittelt Ruhe und Eingebettet sein und lässt mich aber konzentriert arbeiten.
Habe ich vor, eine emotionale Szene zu schreiben, höre ich diesbezgl. träumerische Musik; ich schwelge

regelrecht darin.
Aber auch -
und das vor allem - inspirieren mich Bücher.
(Ich habe so meine Lieblingsschriftsteller - meist skandinavische wie z.B. Kristín Marja Baldursdóttir [Hinter fremden Türen - supersupersuperschön!] Aber auch die Krimis von Gisa Klönne sind für mich ein absolutes Hightlight!)
Schreibarten und -weisen geben mir ganz viel.
Aber das gehört wohl jetzt nicht zum Thema Kunst oder Musik...oder doch? Zumindest ist es die Kunst des Denkens und Fabulierens.
Shalom
Isga