14 Quellen der Inspiration - Teil 1

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
14 Quellen der Inspiration - Teil 1: Brainstorming, Mindmaps und Cluster

Welche dieser Methoden verwendest du?
Was sind deine Lieblingstricks um dich zu inspirieren?

von © Jacky

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Also jetzt bitte nicht böse sein, aber so ganz habe ich das Prinzip von Mindmapping noch nicht verstanden, wozu GENAU soll es denn nun gut sein? Oder besser wie soll es die Arbeit erleichtern? (ich gehe mal davon aus, dass es das soll) :?: Deinem Beispiel zur Anwendung konnte ich nicht ganz 100% folgen, liegt vermutlich wieder nur an mir. Wäre aber schön wenn du es auch nochmnal für Blonde erklärst! :mrgreen:

von © Berluca

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Angenommen du hast eine Idee zu einer Geschichte (ich geh mal zurück zu meinem altbekannten Georg Sandman: Nonne verliebt sich in Geschäftsmann). Wenn du darüber nachdenkst, dann ist da ein Wust von Ideen und Ansätzen, die dir aber vielleicht gar nicht alle gefallen und du weißt nicht wo du anfangen sollst oder wo das alles hinführt. Um deine Gedanken zu strukturieren legst du eine Mindmap an.

Ich hab einfach für diese Idee mal eine Mindmap angelegt, als Beispiel. Sie ist natürlich noch lange nicht fertig. Zu beachte ist dabei, dass ich die Hauptknoten nicht nacheinander bearbeitet habe. Mal kam hier ein Punkt dazu, mal dort, dann wieder beim ersten. Es ist eben ein fließender Prozess, indem du einfach alle Ideen sammelst um sie im Nachhinein zu strukturieren.
sandman-mindmap.gif
Mindmap-Beispiel
(32.15 KiB) 295-mal heruntergeladen


Hilft dir das weiter?
Falls nicht, müsstest du deine Frage ein bisschen präzisieren :ugeek:
lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Hallo!
Welche dieser Methoden verwendest du?

Wenn es direkt ums Schreiben geht, (also wenn der Plot schon einigermaßen steht und nur eine gute Umsetzung vonnöten ist, wo ja auch inspirierte Szenendarstellungen/Atmosphäfenbeschreibungen vonnöten sind) ganz eindeutig die Musikmethode. Dabei habe ich einmal einen ziemlichen Fehler in der Auswahl gemacht: in der Geschichte ist gerade ein sehr liebenswerter Hauptcharakter gestorben, während ich fröhliche Mitgröhlmusik gehört habe. Irgendwie habe ich keinen Draht zur Geschichte bekommen, bis ich endlich mal auf die Idee gekommen bin, etwas emotionales anzumachen. Und dann, bei Evanescence Immortal in Dauerschleife, hats geklappt und der Charakter konnte gediegen von der Bühne treten - mit Emotionen und Tränen und was dazu gehört. Das hätte ich bei der anderen Musik nicht hingekriegt. Andersherum mache ich auch immer erst den Mediaplayer an und öffne dann meine Datei - um schon mal in Stimmung zu kommen. Ich glaube, ich könnte ohne Musik gar nicht schreiben...
Was sind deine Lieblingstricks um dich zu inspirieren?

Bei der Erstellung des Plots mache ich es mir ganz einfach: ich lasse mir Zeit und lebe mein Leben. Die Geschichte wächst in mir wie eine Pflanze. :wink: Wenn ich irgendwo nicht weiterkomme, nützt es gar nichts, Druck aufzubauen. Ich denke einfach an was anderes, und das nicht mal mit dem Ziel, trotzdem noch eine Idee zu bekommen, sondern ganz einfach: an was anderes, ohne Zielsetzung, ohne Intention. Ich denke automatisch immer mal wieder über die Geschichte nach, im Bus, unter der Dusche - oder eben nicht.Und wenn ich nicht weiterkomme, komme ich halt nicht weiter und fertig. Ohne mein Zutun wächst die Geschichte, neue Strukturen kommen. Irgendwann zwischendurch habe ich dann einen Geistesblitz, den ich aufschreibe. Dann geht das Zeit lassen weiter. Ich weiß nicht, ob das wirklich eine 'Methode' zur Inspiration ist...aber wenn ja, ist die Maxime dieser Methode: keinen Druck aufbauen und der Geschichte die Zeit geben, die sie braucht. Nichts machen - der Rest kommt von ganz allein.

von © Elia

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Ah ok, ich denke ich kann dir folgen, habs verstanden, es stellt einen möglichen Verlauf der Geschichte da, als grobe Skizze die man jederzeit noch ändern kann? Und mal abgesehen von de vielen Verbindungslinien, die anfangs noch recht verwirrend sind, soll es eine Art Übersicht verschaffen, an der man erkennen kann wie weit man schon ist und was man schon hat, damit man sich nicht ständig festfährt. Wenn mir also eine neue Idee in den Sinn kommt, die etwas mit der entwicklung der Geschichte zu tun haben könnte brauche ich sie nicht erst in meinem kleinen Block zu notieren (was ich trotzdem tun werde, da ich ja nicht überall meinen PC zur Hand habe und ich sonst alles wieder vergesse) sondern könnte es gleich in dieser Übersicht einfügen. Hab ich das so richtig verstanden? :?:

Ok, nun noch zum eigentlichen Thema:

Als Quelle der Inspiration, dienen bei mir mehrere Möglichkeiten, auf jeden Fall schonmal Musik so wie es auch bei Elia der Fall ist. Am liebsten höre ich dabei Evanescence, within Temptation oder Nightwish, aber das ist ganz unterschiedlich ich höre auch gerne Entspannungsmusik oder mittelalterliche Musik.
Ausserdem finde ich spazieren gehen oder Fahrradfahren (natürlich auch mit Musik) sehr inspierierend, im Allgemeinen habe ich die besten Einfälle, wenn ch gerde vollkommen beschäftigt bin, etwa bei der Hausarbeit oder beim Einkaufen, dann habe ich meist die Möglichkeit andere Menschen zu beobachten andere Situationen mitzuerleben und prompt entwickelt sich dann in meiner Fantasie eine Szene mit den Chrackteren meiner Geschichte daraus.

von © Berluca

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Steinigt mich, wenn ihr wollt, aber ich halte "Mindmaps" und "Brainstorming" nicht nur für echt grausige Wörter, sondern auch noch für Unfug.
Ich jedenfalls veranstalte kein "Brainstorming", ich bekomme meine Ideen so. Indem ich Musik höre, mich unterhalte, über Schrott im Fernsehn lache und durch Geschichten anderer, die andere Assoziationen hervorrufen. Oder einfach über Sachen nachdenke, die mir über den Weg laufen.
Ich bin also in der glücklichen Lage keine Tricks anwenden zu müssen, um Ideen zu bekommen, die Musen sind mir hold. :D

Musik ist allerdings besonders um mit Schreiben anzufangen natürlich seeeehr gut. Zum ordnen der Gedanken und Ideen eignet sich Burzum sehr gut.^^

von © HappyMephisto

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
@Berluca
Berluca hat geschrieben:es stellt einen möglichen Verlauf der Geschichte da, als grobe Skizze die man jederzeit noch ändern kann?

Genau, aber nicht nur das, es ist eine Ansammlung von Dutzenden und manchmal Hunderten von Stichpunkten, die deine Geschichte in alle möglichen Richtungen treiben können. So kannst du Ideen verwerfen, ohne sie zu verlieren und später eventuell doch einbauen. Es ist sozusagen ein Abbild all der Gedanken, die dir im Zug, beim Duschen, beim Putzen oder sonst wo gekommen sind, komprimiert auf ein Blatt Papier respektive in eine Datei.
Berluca hat geschrieben:Und mal abgesehen von de vielen Verbindungslinien, die anfangs noch recht verwirrend sind, soll es eine Art Übersicht verschaffen, an der man erkennen kann wie weit man schon ist und was man schon hat, damit man sich nicht ständig festfährt.

Völlig richtig, und die Verbindungslinien sind nur dann verwirrend, wenn man sie nicht selbst gezeichnet hat. Das auf dem Bild ist das, wie es bei mir im Kopf aussieht, nur mit dem Vorteil, dass ich es so auf einen Blick habe und mir bei Bedarf Dinge abpflücken kann.
Berluca hat geschrieben:Wenn mir also eine neue Idee in den Sinn kommt, die etwas mit der entwicklung der Geschichte zu tun haben könnte brauche ich sie nicht erst in meinem kleinen Block zu notieren (was ich trotzdem tun werde, da ich ja nicht überall meinen PC zur Hand habe und ich sonst alles wieder vergesse) sondern könnte es gleich in dieser Übersicht einfügen. Hab ich das so richtig verstanden? :?:

Jipp, du kannst es übrigens wohl in deinen Block schreiben. Mindmaps funktionieren nicht nur mit speziellen Programmen, sondern auch auf dem Papier :ugeek:

@HappyMephisto
Wieso steinigen? Mir passen deine Schuhe auch nicht, trotzdem laufe ich nicht barfuß. Manche Menschen kommen mit Mindmaps (oder Gedankenkarten? Das ist eins der wenigen Worte wo ich noch keine befriedigende Übersetzung gefunden habe, die auch jeder versteht) zurecht, andere eben nicht. Jeder hat seine eigenen Methoden. Ich sage nur, was bei mir funktioniert. Wenn es dir weiterhilft super, bau es so um, dass es genau auf dich passt und benutz es. Ansonsten vergiss, dass du je etwas darüber gelesen hast :D

Und damit wären wir bei meiner Neugier immer wieder etwas Neues auszuprobieren: Was ist ein Burzum?

lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
*g* Keine Steine!^^
*guckt grad Leben des Brian*
Ehm...also Burzum ist ein Black Metal Musikprojekt, dass einige -in meinen Augen- sehr sehr gute Lieder gemacht hat. Soll heißen ich ordne meine Gedanken eigentlich am liebsten im Kopf zu dieser Musik. Keine spezielle Verfahrensweise oder soetwas. :D

von © HappyMephisto

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Toll, danke für die Aufklärung. Hab mir das Programm gleich herunter geladen und getestet, ich finds wirklich toll, es macht vieles einfacher, denn jetzt hab ich endlich mal nen Anfang bzw. weiss wo ich anfangen soll. Vorher hatte ich nur viele Ideen in meinem Block wusste aber nicht so recht was mit anzufangen. Danke nochmal! 8)

von © Berluca

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Ich habe mal das Brainstorming ausprobiert - eigentlich eine leichte Methode, die man 'von Natur aus' beherrschen sollte, aber ich habe das tatsächlich noch nie gemacht.
Jeden Gedanken zugelassen und einfach alles aufgeschrieben.
Ich habe immer erst überlegt, hatte nur eine Idee im Kopf und wollte dann gleich eine 'perfekte' Geschichte schreiben. Das klappt natürlich nicht wirklich.
Jetzt habe ich heute Abend mal 'exzessiv' Brainstorming betrieben und dabei herausgekommen ist eine nagelneue, tolle Idee für eine Geschichte... ich bin selbst verwundert, wo das alles herkam. Wow. Wirklich klasse, diese Methode.

von © Kabuki_Snowy

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Ich weiß, es gäbe wahrscheinlich ein passenderes Thema für diesen Beitrag, aber da er sich eigentlich fast auf Jackys gesamte Seite bezieht, ist es widerum egal, wohin ich es schreibe. Also, vor ein paar Monaten war ich sehr dankbar für die ganzen Tipps auf der Seite. Ich habe vorallem die Schneeflocken-Methode und die Tipps zur Charakterentwicklung benutzt. Allerdings ist die Euphorie mehr und mehr verflogen und jetzt weiß ich auch warum: ich kann so einfach nicht arbeiten. Wenn ich meine Ideen aufschreibe, bedeutet das sowas wie einen Stillstand. Sie gehören dann nicht mehr zu mir. Ich habe vor ca. drei Wochen wieder angefangen ein buch zu schreiben, diesmal ohne jegliche Vorbereitung in dieser Art, und es läuft gut. Der erste Teil ist bereits abgeschlossen (grob natürlich, werde später alles noch ver-/ausbessern). Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass es das allerbeste ist, wenn die Ideen in meinem Kopf bleiben. Ich vergesse nichts davon, auch keine kleinen Einfälle (auch wenn die von Zeit zu Zeit mal verschwinden). Mein Gehirn (wenn ich das so sagen darf) kombiniert diese Ideen dann in allen möglichen Variationen und am Ende kommt einfach immer irgendwas total geniales raus (meiner Meinung nach). Oft kommt die Inspiration auch einfach beim Schreiben. Da fällt einem dauernd irgendwas tolles auf. Als Tipp für die, die noch nicht lange schreiben: Ich hatte bis jetzt vielleicht acht oder neun Anläufe und jetzt ist das erste Mal, dass ich dabei bin, sowas wie ein Buch zu schreiben. Aber der ganze Müll, den ich vorher produziert habe, hat mir unglaublich bei meinem aktuellen Projekt geholfen. Es gab in jedem dieser Anfängerversuche zwei oder drei witzige Passagen, vielleicht auch nur Sätze, aber manche davon waren auf unerklärlicherweise super mit dem neuen Text kompatibel. Manche Sätze übernahm ich einfach nur, aus manchen machte ich ganze Handlungsstränge.

Naja, viel Gerede um den Kern: Meine Hauptinspiration ist das Schreiben (und das Nachdenken selbst). Und beides wird unheimlich gestört durch die Methoden auf Jackys Seite.

Mein Tipp für die Leute, die so sind wie ich:
Schreibt NIE eure Ideen auf. Nichtmal eine Idee für einen kleinen Dialog oder sowas.
Sondern schreibt eifach eure Geschichte. Fürs Ordnen ist später Zeit.

Viele Grüße, Loom
PS: Jacky, ist echt nicht böse gemeint

von © Loom

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Hey ich bin auch mal wieder da, mittlerweile habe ich das Prinzip des Mindmapping bis zur Gänze verstanden, auch das Brainstorming, das ich eigentlich schon von Anfang an unbewusst anwende, ist mir nun klar. Ich finde beides gut! Mein Problem ist nur: sie nutzen mir nichts, da ich mich von Natur aus sehr schlecht entscheiden kann und dann immer von einer Idee zur anderen springe und trotzdem auf keinen grünen Zweig komme. :? Auch habe ich noch immer das Problem, bestehende Ideen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Und so tümpel ich von einer Idee zur nächsten, verwerf sie wieder, finde aber keine bessere Lösung und spiele dann doch wieder mit der alten Idee. Irgendwie zermürbend. :( Manche meiner Ideen finde ich brauchbar, passen aber nicht ins Konzept, oder sie sind im Nachhinein schrecklich. Schon klar, jetzt werden einige sicherlich sagen, dass das Minmapping genau dafür da sei, aber ich gelange immer wieder an einen Punkt an dem ich ins Stocken gerate. Bis zu einem Ende kam ich noch nicht!

von © Berluca

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
@Loom

Wie immer und überall in meinem Blog gilt:

     Nimm mit, was du für dich gebrauchen kannst und vergiss den Rest.

Ich veröffentliche niemals Dogmen, sondern ich schreibe nur auf, was für mich funktioniert und hoffe, dass es dem Einen oder Anderen vielleicht hilft (was es laut Feedback bei vielen tut ^^ )

Da ich nicht planlos kann, ich aber durchaus weiß, dass es plotlos geht, gibt es auch den Gastbeitrag von freakingmuse: plot- und planlos zum Roman

@Berluca

Also steckst du immer noch komplett in der Planungsphase?

Wenn meine Ideen sich einfach nicht weiter entwickeln wollen, springe ich kurzerhand in die Charakterentwicklung eines oder mehrerer Charaktere (vorzugsweise Protagonist oder Antagonist). Oder du kannst auch einfach schon mal ein bisschen in die Geschichte hineinschnuppern, indem du in der Vergangenheit anfängst. Das ist unverbindlich, kann aber schon viele Entscheidungen für dich treffen.

lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Jep, ich stecke noch mehr oder weniger mitten drin, habe auch bereits angefangen mit der Entwicklung der Protagonisten, hat mir auch schon weiter geholfen, einige Ideen stehen auch schon, nur diese festen, ich nenne sie jetzt mal.."Blöcke" lassen sich nicht mit den noch frei schwebenden Ideen verkuppeln, ähnlich wie ein Puzzle mit vielen Lücken, zu denen ich einfach nicht die passenden Teile finde!
Gibt es hier im Forum evtl. auch einen speziellen Link zum Thema Antagonisten, lange Zeit war ich der Meinung dies seien nur die Nebenfiguren, aber dann kam ich auf den Trichter es, könnte auch die böse Gegenseite zur Hauptfigur sein, ich weiss viel zu wenig über diesen Part, stelle ich gerade fest. :roll: :?:

von © Berluca

Re: 14 Quellen der Inspiration - Teil 1

 
Hier einfach mal ein paar Links zu Blogbeiträgen mit "Antagonisteneinschlag" vielleicht helfen die dir ja schon weiter:
Glossar
Protagonisten, Hauptcharaktere und Nebenrollen was ist das eigentlich?
Der Kampf "Gut gegen Böse"
Was will ich mit der Welt

Sonst hilft dir ja vielleicht auch die Suchfunktion in der Schreibwerkstatt weiter?

lg
Jacky ;)

von © Jacky

Nächste