Realistische, aber skurrile Foltermethoden

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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Cynric » 27.08.2013, 11:15

Was ich eine wirklich krasse Art der Folter finde, ist eine Erweiterung des Tropfens auf nackter Haut. Habe das mal in "The Expendables" gesehen und muss sagen: Respekt an die Schauspielerin, dass die das so durchgehalten hat ^^
Vorgehensweise ist die Folgende: Man nimmt ein nasses Handtuch und wickelt es dem Opfer um den Kopf, anschließend gießt man permanent kaltes Wasser drauf, nach einigen Momenten kriegt man das Gefühl, man würde ertrinken und ringt panisch nach Luft.

Was ich mir auch vorstellen könnte, wäre eine Methode wie in "A Clockwork Orange", wo man dem Opfer die Augen aufspreizt, gelegentlich mit einer Kochsalzlösung die Augen feucht hält und dann zwingt, irgendwas anzuschauen, das ist auf jeden Fall eine heftige Form der psychischen Folter. Ggf. kann dein Auftragsmörder ja in Erfahrung bringen, vor welchen Dingen sich sein Opfer fürchtet/ekelt und entsprechendes Bildmaterial beschaffen.
Fantasie bleibt ein Menschenrecht: Wir schaffen in unserem Maß und in unserer abgeleiteten Art, weil wir erschaffen wurden; und nicht nur erschaffen, sondern erschaffen im Abbild und in Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. - J. R. R. Tolkien
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Skrivo » 04.09.2013, 08:59

Hmm... ich bin mal so frei aus dem Nähkästchen zu plaudern...
Dieses Wassertropfenteil macht einen normal schon nach kürzester Zeit verrückt, allerdings nur wenn man nicht schon mehrere "Folterstationen" durchlaufen ist. ansonsten ist es einem manchmal wirklich egal.
Normal werden dabei die Arme und Beine des Opfers gefesselt, zum Teil wird man in die komplette Dunkelheit und Stille verfrachtet. Dann ist da nur dieses Tropfen, sonst nichts. Why is the silence so loud ...

Außerdem gibt es noch die liebreizende Version der Ratte: die Bambusfolter. Bambus ist eine sehr starke Pflanze. sie kann sogar Beton durchbrechen - also auch den menschlichen Körper. Bei Wikipedia findest du die Todbringenden Methoden. Naja, ich lebe auch noch. An den Unterarmen eingesetzt, kann es dazu kommen, dass Elle und Speiche außeinandergedrückt werden, und dann irgendwann splittern - sehr unangenehm. Außerdem eine sehr gute "Fesselungsmethode"

Naja, die Streckbank ist ziemlich böse, und dieses "zum stehen zwingen" ebenfalls. Wiederhaken (eingesetzt in allen möglichen Varianten) sind auch nicht gerade nett.

Jemanden in einen vollkommen dunklen Raum zu sperren klingt harmlos. Ist es aber nicht. Man verliert die Orientierung, das zeitgefühl, weiß zeitweise (oder bleibend!!) nicht mehr, wer man ist ...

Falls du noch was wissen willst schreib mir ne PN
lg
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Hurri » 05.09.2013, 15:17

Im Mittelalter waren die doch ziemlich kreativ, was Foltermethoden angeht. Wir waren mal in einem Foltermuseum, da wird einem schon ganz anders ... Als das Abartigste hab ich das Pfählen empfunden, weiß aber nicht, inwieweit man das überleben kann, wenn man das abbricht ...

Für mich wäre Schlafentzug eine extreme Folter (ich schlaf so gerne :D ). Das dauert aber natürlich viele Stunden bis einige Tage bis es wirkt. Weiß ja nicht, wie viel Zeit du hast.

Anonsten könnttest du die PErson glauben lassen, sie wird lebendig begraben. Gehört zu den ältesten und größten Ängsten des Menschen. Kannst sie ja ausbuddeln, bevor es zu spät ist.

Hoffentlich träume ich heute Nacht nicht schlecht ... :mrgreen:
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon BlinkyBill » 17.10.2013, 11:53

Gibt es noch mehr Ideen?
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Rutana » 17.10.2013, 13:29

Um nochmal auf die Wassertropfen-Folter und die Bambus-Folter zurück zu kommen...

Ich bin ein Fan der "Mythbusters", und die haben sich beides zur Brust genommen. Die Ergebnisse waren zum Teil recht interessant.
Bei der Wasser-Folter, zum Beispiel, macht das Fesseln den großen Unterschied zwischen wirksamer Folter und einem leichten Ärgernis.
Hier ist der komplette Versuch (auf englisch): http://www.youtube.com/watch?v=5vESKdr8uqE (musst du aber mit proxy-tube entsperren) und eine Zusammenfassung und ein paar weitere Versuche, die nicht in der Folge waren: http://www.youtube.com/watch?v=Dj4uWXxGxQk (auch auf englisch)

Kurz zusammen gefasst:
- Opfer sitzt gemütlich im Sessel und bekommt die Tropfen auf die Stirn - erreicht nichts außer einen Harndrang nach einigen Stunden.
- Opfer ist komplett gefesselt und bekommt Wasser auf die Stirn - sehr effektiv. Die Testperson wusste zwar, dass sie jederzeit aufhören kann und ein Ärzteteam bereit steht, aber es hat sie trotzdem in, ich glaube, 2 Stunden? gebrochen. Wenn man jetzt noch die ganzen Sicherheiten weg nimmt, kann man sich vorstellen, wie effektiv diese Folter ist.
- Nur der Kopf des Opfers ist gefoltert und das Wasser wird mit Eis gekühlt - effektiv, da das eiskalte Wasser extrem unangenehm ist ("Ich hab das Gefühl, mein Kopf schrumpft")
- Gefesselt, Eiswasser, nicht nur Tropfen sondern Strahl - auch sehr effektiv, soweit ich das grad verstanden habe, hat die Testperson nicht mal 90 Minuten durchgehalten.


Die Bambus-Methode ist übrigens auch bestätigt.
Bambus dringt bereits nach etwa 3 Tagen mehrere "inches" tief in den Körper ein. Der Körper ist gar kein Hindernis.
Wichtig für dich: Da du ja nicht möchtest, dass deine Charaktere bei der Folter sterben, musst du dir was einfallen lassen. Der Bambus darf quasi nicht unter Körperstellen gepflanzt werden, deren Durchstoßen tödlich wäre. Gleichzeitig könnte ich mir aber vorstellen, dass bei den Gliedmaßen dem Bambus ausgewichen werden kann, wenn die Fesseln nicht sehr eng sitzen, und wenn der Bambus die Venen oder Aterien durchsticht, könnte das schnell böse enden. Also vorsicht wie du's beschreibst ^^
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Nina » 17.10.2013, 19:31

Auch Schlafentzug kann eine ganz schlimme Folter sein. Wenn jemand immer wieder aufgeweckt wird, wenn er gerade am Einschlafen ist, kann das auch üble psychische Folgen haben. Man kann auch daran sterben, wenn das auf Dauer gemacht wird. Meist kommt dann noch was dazu, es werden Fragen gestellt und/oder der Gefangene in eine andere Zelle verfrachtet.

Sitzen oder knien auf unbequemen Gegenständen (und Schläge, wenn sich jemand bewegt), ist auch qualvoll. Oder in Kisten gesperrt werden, wo es an den Wänden Nägel gibt. Dazu gibt es auch noch Methoden, wo jemand mit Honig bestrichen und dann im Freien Insekten wie Ameisen ausgesetzt wird.
Manche foltern auch gezielt im Intimbereich. Da werden dann Substanzen, die ein brennendes Gefühl verursachen, eingeführt. Es soll auch eine Folter geben, wo der Anus mit einer Zahnbürste bearbeitet wird.
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon KleineLady1981 » 24.10.2013, 09:38

Vor kurzem hab ich auch noch in Wikipedia durch die Foltermethoden gestöbert. dabei hab ich Todesangst gefunden. Dem Opfer wird vorgemacht, dass es im nächsten Moment sterben wird. Dann darf es aber trotzdem weiter leben. Warte ich schau mal grad nach nem Link...

http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinhinrichtung

Gibt viele nette Spielerein da ^^
kannst auch bei wiki unter Foltermethoden schauen,d a sind etliche aufgeführt. Vielleicht wäre Weiße Folter ja auch eine Möglichkeit für dich?
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Cakitkath » 22.11.2013, 18:57

Halloooo!
So wie ich das mitbekommen habe spielt deine geschichte in der Moderne. Ich schicke dir trotzdem mal den Link der mir damals sehr bei einem referat in der Schule geholfen. Skurril ist da meiner Meinung nach alles, aber die im Mittelalter waren halt sehr einfallsreich. Und einiges ist bestimmt auch sehr einfach und aunaufällig anzuwenden.

http://www.deutschland-im-mittelalter.d ... thoden.php

Liebe Grüße und viel Glück beim suchen und finden.

PS: Ups ist ja ziemlich lange her. Naja ich poste es trotzdem. Vielleicht hilfts ja dem einen oder anderen.
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Contessa » 23.11.2013, 13:11

Hi,

ich hab noch was - gehört zwar in die Kategorie Mittelalter-Folter, aber vielleicht wurde es nicht erwähnt...

Hab hier auf jeden Fall nichts davon gefunden.

Und zwar die Kitzel-Folter. Ich weiß, klingt albern und vermutlich denken die meisten, ist nur lustig, keine Folter, aber stellt euch mal vor, ihr seid gefesselt und werde eine halbe Stunde am Stück gekitzelt (könnt es ja ungefesselt mal ausprobieren, wie lange ihr das aus haltet, meine Kinder schaffen nicht mal zwei Minuten! )

Im Mittelalter wurden die Leute gefesselt, dann wurden die Fußsohlen mit Salzpaste eingerieben und eine Ziege davor gestellt, die das Salz dann abgeleckt hat. Diese Leute haben sich buchstäblich zu Tode gelacht...
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon HadrianVI » 09.12.2013, 23:22

Mein Vorschlag ist zwar keine Foltermethode i.e.S., kann aber bestimmt auch als solche angewandt werden.
Ich habe kürzlich gelesen, dass britische Schiffe am Horn von Afrika Lautsprecher mit Britney Spears Musik verwenden, um somalische Piraten zu vertreiben ;-)
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Cynric » 10.12.2013, 00:09

Contessa hat geschrieben:Im Mittelalter wurden die Leute gefesselt, dann wurden die Fußsohlen mit Salzpaste eingerieben und eine Ziege davor gestellt, die das Salz dann abgeleckt hat. Diese Leute haben sich buchstäblich zu Tode gelacht...


Nicht nur das, irgendwann wurde diese Folter tatsächlich schmerzhaft. Nämlich dann, wenn die raue Zunge die Haut an den Füßen aufgerieben hat, bis alles wund war. Dann noch mehr Salz rein und das brannte wie die Sau.
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon canis-lupus-niger » 10.12.2013, 23:02

Contessa hat geschrieben:Im Mittelalter wurden die Leute gefesselt, dann wurden die Fußsohlen mit Salzpaste eingerieben und eine Ziege davor gestellt, die das Salz dann abgeleckt hat. Diese Leute haben sich buchstäblich zu Tode gelacht...


Das habe ich zum ersten Mal in Grimmelshausens "Simplizissimus" gelesen, einem historischen Roman über den dreißigjährigen Krieg.
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon CharlySemmel » 11.12.2013, 00:06

So was haben die Schweden gemacht; da war das Mittelalter längst vorbei!
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon JessB » 14.12.2013, 13:20

hmmmm...
für mich ein eher seltsames Verhalten für einen Auftragsmörder, normalerweise töten die schnell und sauber um möglichst wenig Hinweise zu hinterlassen - schließlich ist es im allgemeinen deren Beruf und kein Spaßvergnügen.
Gefoltert wird bei Profikillern höchstens dann, wenn sie mal an Informationen wollen.


Der Meinung bin ich allerdings auch. Um jetzt nicht wahllos alle Foltermöglichkeiten der Welt aufzulisten, könntest du vielleicht den Sinn dieser Folter kurz beschreiben? Was genau willst du damit erreichen? Sollen die Personen einfach nur leiden oder willst du bestimmte Informationen?
Zusätzlich solltest du wissen was für ein Typ dein Killer ist. Ist er ein Soziopath, ein Psychopath oder einfach nur ein Sadist? Dementsprechend wird auch die Foltermethode variieren.
Dann musst du dir überlegen, wie reagiert dein Prota darauf? Schließlich beinhaltet jegliche Folter Schäden. Kommt er/sie gerade davon, ohne die Folter ertragen zu müssen? Sind die Schäden gering, weil der Killer noch nicht die volle Dosis aufgefahren hat?
Hast du dir über all diese Fragen Gedanken gemacht? Wenn ja, dann könnte man dir gezielter Hilfe leisten.
Viel mehr, als unsere Fähigkeiten, sind es unsere Entscheidungen, die
zeigen, wer wir wirklich sind.
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Robert Brannon » 15.12.2013, 05:19

Fusssohlen mit Salz einreiben und Ziegen drauf loslassen. Soll sehr schlimm sein, was ich weiss...
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