Realistische, aber skurrile Foltermethoden

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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon sandpapergirl » 14.01.2014, 20:21

Also das ist jetzt zwar nicht unbedingt skurril, aber es gibt auch "Schmerzpunkte" am Körper, die höllisch weh tun wenn man nur leicht draufdrückt. Körperlichen Schaden verursachen sie meist nicht, weil ja "nur" mit Druck gearbeitet wird. Auftragsmörder kennen solche Punkte höchstwahrscheinlich auch
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon LucaElliott » 17.01.2014, 14:23

Hmm, mit Lötlampen, Kneifzangen und Autobatterien nebst Kabel kann man schon viele schlimme Dinge anstellen. Unschön ist auch, die Person nicht einfach an den Stuhl zu fesseln, sondern sie an Händen und Füßen festzunageln.
Und viele Menschen sind gaaanz empfindlich, wenn es um ihre Zähne und die Zahnnerven geht ... (ich denke da an den "Marathon Mann").
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon Zeltan » 17.01.2014, 19:15

Mir ist bewusst, dass der Thread uralt ist, aber wenn man wirklich grausame, realistische und skurile Foltermethoden finden will, braucht man sich nur die Todesstrafen aus früheren Zeiten anzusehen:
Nur um ein paar zu nennen:

- Rädern:
Dem Todeskandidaten wurden sämtliche Knochen im Leib gebrochen und durch ein Rad geflochten. Dann ließ man ihn solange in dieser Position, bis er entweder am Hungertod oder an Kreislaufversagen starb. Diese Methode, wäre auch in heutigen Zeiten realisierbar...

- Das Kreuzigen
Der Todeskandidat wird an ein Kreuz gehängt/genagelt und man wartet bis er stirbt. Klingt nicht so grausam? Überlegt mal: Man hängt da oben für mehrere Tage. Man steht die ganze Zeit über nur auf einem winzigen Podest oder man hängt. Gleichzeitig hungert und dürstet man.

- Das Häuten
Bei lebendigem Leib die Haut abziehen... Man stirbt dabei nicht so schnell, wie man gerne würde. Und man kann den Schmerz nachvollziehen, wenn man sich schon einmal eine frische Wunde aufgekratzt hat.

- Das Kochen
Bei lebendigem Leibe gekocht zu werden ist auch sehr hart... stellt euch vor, dass ihr dauerhaft heißem Wasser ausgesetzt seid. Es muss auch nicht für lange sein, schmerzen hat man danach sowieso genug...
Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Wenn du also wenig schreiben aber viel erzählen willst, dann schreibe bildhaft. ;)
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon BlinkyBill » 08.03.2014, 16:18

ich brauch noch ein paar Ideen
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon Bonaventura » 08.03.2014, 17:46

Mein derzeitiger "Favorit": Der altgriechische Bronzestier (http://www.youtube.com/watch?v=fBN_3YJKZrY). Richtig belüftet, wirds da drin zwar heiß, aber man überlebt sehr, sehr, sehr lange, während die Teile von einem, die Bodenkontakt haben (und das werden immer andere sein, weil der Mensch darin ständig seine Position wechselt) durchgaren.

Und da noch ein Röhrensystem zu installieren, das die Schreie der Gefolterten wie das Brüllen eines Stiers klingen lässt... weiß nicht, wie man das in puncto völlig überdrehter wahnwitziger poetischer Grausamkeit noch großartig überbieten soll.

Einziger Nachteil: Bissl aufwendig für jeden, der kein antiker König ist.
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon Janne » 08.03.2014, 18:35

Bonaventura hat geschrieben:Richtig belüftet, wirds da drin zwar heiß, aber man überlebt sehr, sehr, sehr lange, während die Teile von einem, die Bodenkontakt haben (und das werden immer andere sein, weil der Mensch darin ständig seine Position wechselt) durchgaren.
Ähm ... wenn ich mich jetzt nicht total verhört habe, heißt es in dem YouTube-Video: "... the survival window is under 10 minutes."
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon canis-lupus-niger » 08.03.2014, 18:57

Zeltan hat geschrieben:- Das Kreuzigen
Der Todeskandidat wird an ein Kreuz gehängt/genagelt und man wartet bis er stirbt. Klingt nicht so grausam? Überlegt mal: Man hängt da oben für mehrere Tage. Man steht die ganze Zeit über nur auf einem winzigen Podest oder man hängt. Gleichzeitig hungert und dürstet man.


Lange dauert das Kreuzigen nur, wenn derjenige sich mit den Füßen irgendwo abstützen kann. Hängt er an seinen Armen, wird der Brustkorb so stark verengt, dass das Opfer innerhalb relativ kurzer Zeit erstickt. Ich meine, von zwei Stunden gelesen zu haben. Obwohl, ... unter den gegebenen Umständen können zwei Stunden ganz schön lange dauern. Jedenfalls haben die Römer, die das Kreuzigen als Strafe für Aufruhr und Verrat einsetzten, es als 'Gnade' angesehen, wenn sie dem Delinquenten die Beine brachen, damit er sich eben nicht mehr hochstemmen konnte. Sonst hat nämlich das Sterben tatsächlich mehrere Tage gedauert. Übrigens war das Annageln eher unüblich, meist wurden die Verurteilten mit Seilen am Querholz festgebunden.
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon noone » 07.07.2014, 14:19

Auch wenn der Thread schon ein wenig älter ist...
Mich hat für meine Folterszenen der Roman "Der Spezialist" von Mark Allen Smith inspiriert.
Der Protagonist ist ein Spezialist im "Informationsabruf" und hat die ein oder andere heftige Foltermethode parat.
Dabei fand ich die psychichen Methoden weitaus schlimmer als die Verstümmelungen etc.

Beispiel:
Geiger (der Prota) erklärt seinem Folteropfer, dass er ihn jetzt mit einem Skalpell bearbeiten wird. Ihn aber vorher mit einem Vereisungsspray einsprühen wird. So wird er nicht mitbekommen, wie schlimm seine Verletzungen schon sind und so weiter. Er bindet ihm die Augen zu, eist seinen Arm ein und fährt immer wieder mit der stumpfen Seite der Klinge über Arme und Oberschenkel des Gefolterten. Bis dieser zusammenbricht und die Informationen preisgibt.
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Re: Realistische aber Skurrile Foltermethoden

Beitragvon Bonaventura » 07.07.2014, 15:16

CandyMcK hat geschrieben:hmmmm...
für mich ein eher seltsames Verhalten für einen Auftragsmörder, normalerweise töten die schnell und sauber um möglichst wenig Hinweise zu hinterlassen - schließlich ist es im allgemeinen deren Beruf und kein Spaßvergnügen.
Gefoltert wird bei Profikillern höchstens dann, wenn sie mal an Informationen wollen.
So ganz stimmt das nicht. Richard Kuklinsky ("Ice Man"), einer der bekannteren Auftragsmörder, der erst nach Jahrzehnten in dem Geschäft gefasst wurde, berichtete von einigen Morden, bei denen die Auftraggeber explizit eine ganz besonders grausame und langsame Todesart wünschten, natürlich gegen Aufpreis. Das kann sowohl als besonders abschreckende Strafmaßnahme sinnvoll sein, als auch schlicht aus persönlichem Rachewunsch kommen. Und auch wenn man bei dem, was Kuklinsky so erzählt, vorsichtig sein muss, scheint es solche "Spezialaufträge" immer mal wieder zu geben, für jemanden, der den falschen Leuten wirklich auf die Füße getreten ist.

Er hat übrigens Ratten verwendet. Laut ihm kann es lange, sehr lange dauern, bis die Leute nicht mehr zucken. Und selbst er hat sich hinterher beim Ansehen der Videobänder (er hat Kameras mitlaufen lassen) "uneasy" gefühlt.

Prostituierten werden teilweise auch sehr drastische Dinge angetan, um die anderen zu warnen, was passieren kann, wenn sie Widerspruch wagen. Sehr unschönes Geschäft.
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon sandpapergirl » 09.07.2014, 21:18

Auch noch nett: Insekten. Also stechende, brennende und anders Schaden zufügende Insekten. Also Bienen, Wespen, Hornissen, (Feuer)Ameisen...das ganze giftige Zeug, dass aber nicht tödlich ist.
Von Wespen verkraftet man Anfangs noch ein paar Stiche, aber wenn es immer mehr und mehr werden ist das wirklich unschön
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon Vicioussoul » 14.08.2014, 11:44

Es gibt (in den USA so viel ich weiß) einen Raum, der so schalldicht ist, dass 99,99% der Geräusche von außen nicht eindringen können.

Angeblich hält es dort drinnen niemand länger als 30 - 45 Minuten aus. Man hört seine eigenen Organe arbeiten, beginnt zu halluzinieren, das volle Programm eben.
Würde man jemanden gefesselt dort über längere Zeit einsperren, stelle ich mir das ganz schön unangenehm vor und skurril wäre es allemal.

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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon watercage » 29.08.2014, 23:46

hm mir würde noch einfallen. Die Opfer demütigen, Ihnen permanent sagen wie doof sie sind usw. (Wirkt erst nach ner gewissen Zeit, besonders gut in einem Arbeitsverhältnis).

Äpfel oder Pflaumen zusammenlesen lassen, geht auf die Knochen und gerade kleines Obst auflesen ist "Sträflingsarbeit".

Oder sie in der Güllegrube (Pisse von Schwein stinkt besonders) "schwimmen" lassen.

Die Sinne lähmen. Nichts sehen, hören, riechen fühlen oder schmecken ist ebenfalls grausam.

lg water
Liebe Grüße

watercage

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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon inmutanka » 30.08.2014, 06:40

Es gibt (in den USA so viel ich weiß) einen Raum, der so schalldicht ist, dass 99,99% der Geräusche von außen nicht eindringen können.

Angeblich hält es dort drinnen niemand länger als 30 - 45 Minuten aus. Man hört seine eigenen Organe arbeiten, beginnt zu halluzinieren, das volle Programm eben.
Würde man jemanden gefesselt dort über längere Zeit einsperren, stelle ich mir das ganz schön unangenehm vor und skurril wäre es allemal.


Die Methode wurde von den Deutschen *erfunden*. RAF Terroristen wurden in weißen (auch weiße Möbel), mit künstlichen Licht ausgestrahlten, schalldichten Zellen in Einzelhaft eingesperrt. Selbst das Personal hatte Sprechverbot mit den Häftlingen. Daher kam es auch zu den Hungerstreiks/Selbstmorden. Die Amis habe die Methode übernommen und - wahrscheinlich - *optimiert*.

Er hat übrigens Ratten verwendet. Laut ihm kann es lange, sehr lange dauern, bis die Leute nicht mehr zucken. Und selbst er hat sich hinterher beim Ansehen der Videobänder (er hat Kameras mitlaufen lassen) "uneasy" gefühlt.


Im MA wurden Gefangene auf eine Bank liegend gefesselt und dann setzte man ihnen unten offene Käfige it Ratten auf den Bauch. Wenn die Tierchen dann hungrig wurden fingen sie an, sich durch den Bauch zu fressen.

LG
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon Vicioussoul » 30.08.2014, 12:52

inmutanka hat geschrieben:
Es gibt (in den USA so viel ich weiß) einen Raum, der so schalldicht ist, dass 99,99% der Geräusche von außen nicht eindringen können.

Angeblich hält es dort drinnen niemand länger als 30 - 45 Minuten aus. Man hört seine eigenen Organe arbeiten, beginnt zu halluzinieren, das volle Programm eben.
Würde man jemanden gefesselt dort über längere Zeit einsperren, stelle ich mir das ganz schön unangenehm vor und skurril wäre es allemal.


Die Methode wurde von den Deutschen *erfunden*. RAF Terroristen wurden in weißen (auch weiße Möbel), mit künstlichen Licht ausgestrahlten, schalldichten Zellen in Einzelhaft eingesperrt. Selbst das Personal hatte Sprechverbot mit den Häftlingen. Daher kam es auch zu den Hungerstreiks/Selbstmorden. Die Amis habe die Methode übernommen und - wahrscheinlich - *optimiert*.


Inmutanka


OK ich gebe zu - das wusste ich nicht. Ich habe nur mal gelesen, dass es in den USA so einen Raum gibt, der einer wissenschaftlichen Organisation gehört und angeblich gerne von Firmen gemietet wird, um die Geräuschbelastung bzw. den Sound ihrer Produkte völlig ohne Störgeräusche zu testen.

Waterboarding finde ich übrigens - obwohl es so gerne genutzt wird - immer noch recht skurril. Beim Waterboarding passiert einem körperlich so gesehen eigentlich gar nichts, man denkt nur, dass man ertrinkt und wird panisch.
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Re: Realistische, aber skurrile Foltermethoden

Beitragvon LBelli » 04.09.2014, 17:01

Hi, eine autobatterie und stahlwolle, die mittels strom zum glühen gebracht werden soll. einfach, schnell und man kann das rote glühen nett dramaturgisch beschreiben.
und wenn das nicht hilft... die tschecho-slowaken haben während des kalten krieges panikauslösende medikamente erfunden. das vermischt mit ein wenig lsd, adrenalin und gbh und man verrät seine mutter.
MfG L.
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