Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Ratsherr » 19.03.2015, 16:33

Hallo,

kleine Frage zu einer Schreibweise: Wie kann man das "hin und her wälzen" in einem Bett als Nomen ausdrücken? :?:

Ich will (sinngemäß) schreiben: "Das hin und her wälzen ermüdete ihn." Da es sich um ein Nomen handelt, muss es großgeschrieben werden. "Hinundherwälzen" sieht aber blöd aus und wird von Word auch als Rechtschreibfehler betrachtet. "hin und her Wälzen" sieht erst recht falsch aus. "Hin- und Herwälzen" sieht am plausibelsten aus, wird aber auch von Word als Fehler markiert.
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon KleineLady1981 » 19.03.2015, 16:43

Rumgewälze?
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Ratsherr » 19.03.2015, 16:49

Stimmt, auf so etwas Einfaches kommt man beim Schreiben manchmal einfach nicht. :mrgreen:

Danke, KleineLady1981, schon habe ich eine Lösung für's Problem gefunden. :)
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Max S » 10.05.2015, 00:03

Wohl die dümmste Frage die hier je gestellt wurde:
In meinem aktuellen Projekt wird eine der Nebenfiguren "Chris" genannt (Spitzname für Christina).
Wenn jetzt eine Beziehung zu ihr dargestellt wird (z.B. die Rede von der Mutter ist), wie muss ich das schreiben?
"Chris Mum" oder "Chris' Mum"?
Bisher habe ich beide Antworten gehört, etwa gleichoft.
Und einmal wurde mir "Chris's angeraten, aber das ist (meine ich) falsch.

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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Arynah » 10.05.2015, 00:12

Es muss Chris' Mum heißen. Viele Deutsche kommen damit beim Sprechen nicht klar, weswegen man oft hört "Chris ihre Mutter" :D

http://www.duden.de/sprachwissen/sprach ... sonennamen
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Max S » 10.05.2015, 00:19

Danke für die schnelle Antwort.
Hatte es erstmal auch so geschrieben, hatte mich einfach an der englischen Sprache orientiert (kein wirklicher Zusammenhang, aber 'ne fixe Idee).

Max
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Badabumm » 10.05.2015, 05:03

Max S hat geschrieben:Danke für die schnelle Antwort.
Hatte es erstmal auch so geschrieben, hatte mich einfach an der englischen Sprache orientiert (kein wirklicher Zusammenhang, aber 'ne fixe Idee).

Max

Der Apostroph wird nicht wegen des Genitivs gesetzt (wie im Englischen üblich), sondern weil er das fehlende s ersetzt, das (wie oben beschrieben) "Chris" zu "Chriss" werden ließe. Die deutsche Sprache sieht dafür diese Schreibweise vor. "Torstens Buch" wird ja auch ohne Apostroph geschrieben, obwohl es Genitiv ist.

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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Sanjar » 10.07.2015, 16:50

Hallo ihr Lieben,

ich habe mir schon ein paar Beiträge angeschaut, aber nicht genau das gefunden, was ich brauche.
Darum gehts: Ich schreibe eine Kurzgeschichte im Präteritum. Es gibt einen Abschnitt, den ich in der Vorvergangenheit erzählen muss, da die Prota sich daran zurückerinnert. Jetzt habe ich das Problem, dass in fast jedem Satz ein "hatte" auftaucht. Nicht besonders schön. Mir wurde geraten, nur den ersten Satz in der Vorvergangenheit (wie hieß das nochmal auf schlau?) zu schreiben und dann wieder ins Präteritum zu wechseln. Da bin ich mir aber unsicher. Erkennt man dann den Übergang zwischen der Vergangenheit, an die die Prota sich erinnert, und dem eigentlichen Geschehen? Wie kann man das andauernde "hatte" vermeiden?

Danke im Vorraus

Edit: Das eigentlich Problem ergibt sich daraus, dass zuerst drei Sätze im Perfekt/Plusquamperfekt (ja, habs nachgeschaut :D) geschrieben sind, dann zwei Präteritumssätze folgen, die die "Gegenwart" der Geschichte darstellen und dann die Rückblende weitergeht. Und wie ich bei den ersten drei Sätzen der Rückblende, die dann unterbrochen wird, vorgehen soll, weiß ich nicht.
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Arynah » 10.07.2015, 17:04

Du meinst das Plusquamperfekt, das man durch hatte oder waren + dem Partizip Perfekt bildet. Das kann man rein grammatikalisch nicht umgehen.

Ich als Leser wäre sehr verwirrt, wenn du nur einen Satz im PQP schreibt und dann im Präteritum wieder, denn eben das ist der Indikator, in welcher Zeit man spielt. Wie will man denn da fest machen, wann man von dem weit zurück liegenden Ereignis wieder in die jetzige Zeit wechselt?

Man kann es aber stilistisch anders regeln. Als (verrufene) Rückblende, in einem Dialog oder als Zeitungsartikel. Wenn es nicht viel Text ist, wird mMn auch das viele hatte bzw waren/war nicht zu sehr stören.
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Sanjar » 10.07.2015, 17:11

Arynah hat geschrieben:Du meinst das Plusquamperfekt, das man durch hatte oder waren + dem Partizip Perfekt bildet. Das kann man rein grammatikalisch nicht umgehen.

Ich als Leser wäre sehr verwirrt, wenn du nur einen Satz im PQP schreibt und dann im Präteritum wieder, denn eben das ist der Indikator, in welcher Zeit man spielt. Wie will man denn da fest machen, wann man von dem weit zurück liegenden Ereignis wieder in die jetzige Zeit wechselt?

Man kann es aber stilistisch anders regeln. Als (verrufene) Rückblende, in einem Dialog oder als Zeitungsartikel. Wenn es nicht viel Text ist, wird mMn auch das viele hatte bzw waren/war nicht zu sehr stören.


Genau, das meine ich.

Ich hatte hier in dem Thread diesen Link gefunden: http://www.autorenforum.de/experten/his ... -roman/257
Dort steht auch, dass man den Anfang der Rückblende im Plusquamperfekt schreiben soll, dann ins Präteritum wechseln und das Ende wieder mit dem Plusquamperfekt markieren soll. Denkst du, das würde so klappen?

Die Option mit dem Dialog oder Zeitungsartikel habe ich nicht, es spielt sich rein in den Gedanken meiner Prota ab.
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Milch » 10.07.2015, 17:14

Libelle hat geschrieben:Hier eine Alternative:
»Du darfst dir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen! Wenn A. das wüsste, würde er ausrasten!«
Hier ist allerdings der Kontext sehr wichtig, damit man nicht versehentlich versteht, dass es die Absicht ist, A. ausrastend zu sehen.


"Lass dir das nicht entgehen. Das ist ein verdammt gutes Angebot. A. hätte sicherlich kein Verständnis für deine Zögerlichkeit."
"Meinst du?"
"Du kennst ihn selbst, er würde ausrasten."
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Arynah » 10.07.2015, 17:15

Sanjar hat geschrieben:Genau, das meine ich.

Ich hatte hier in dem Thread diesen Link gefunden: http://www.autorenforum.de/experten/his ... -roman/257
Dort steht auch, dass man den Anfang der Rückblende im Plusquamperfekt schreiben soll, dann ins Präteritum wechseln und das Ende wieder mit dem Plusquamperfekt markieren soll. Denkst du, das würde so klappen?

Die Option mit dem Dialog oder Zeitungsartikel habe ich nicht, es spielt sich rein in den Gedanken meiner Prota ab.



Ah okay.
Das könnte gehen. Man muss eben nur deutlich machen, wo die Rückblende endet, damit der Leser nicht verwirrt ist (Absatz oder deutliches Hinweisen durch Tageszeiten etc) . Aber das sieht nach einer guten Lösung aus ;D
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Vort3x » 05.08.2015, 22:24

Moin, eine kleine kurze frage:

Ich weiß, von wissen und die Farbe weiß...öhm? Wie wird denn nun was geschrieben? Danke
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon magico » 06.08.2015, 09:29

Hallo Vort3x,

ich verstehe die Frage nicht ganz. Es wird beides gleich geschrieben: ich weiß / die weiße Wand.
Die Farbe kann, je nach Verwendung, auch mal großgeschrieben werden: das Weiß.


Grüße - magico
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Re: Rechtschreibung & Grammatik / Ausdruck

Beitragvon Vort3x » 06.08.2015, 11:37

Achso, nee ich dachte, dass das nun unterschiedlich geschrieben wird, dachte das eine mit doppel-s, das andere mit ß. Danke für die kleine Hilfe :)
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