[SciFi] Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

[SciFi] Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

Beitragvon Flemeth » 11.01.2015, 20:33

[*]Wir anderen sahen uns an. "Dieser verdammte O’Hara", sagte irgendjemand. Genau das dachte ich auch, aber ich schwieg. Ich reiß nie mein Maul auf, nie, denn das hat noch nie irgendjemandem irgendwas Gutes gebracht, egal was die Demokraten und die Föderalisten und die ganzen schönfärbenden Idealisten behaupten. Nicht hier, nicht im Krieg. Noch eine Weile später kam O’Hara zurück. Ein Glück für ihn, dass die Meisten schon schliefen. Ich glaube Ackermann und Roxin, hätten gern Hackfleisch aus ihm gemacht. Naja, er bekam seine Abreibung heute Morgen. "Lasst das doch sein", sagte ich zu ihnen. Spart euch eure Kräfte, verschwendet sie nicht an diesem idiotischen Kerl, aber die beiden verstanden mich nicht. Sie sind eben jung und noch nicht so lange hier, irgendwann werden sie begreifen, dass eine Prügelei nur unnötiger Kraftaufwand ist, und obendrein gefährlich – die Picker sehen es nicht gerne, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen, das machen sie lieber selbst. Gott, mein verdammtes Halsband juckt höllisch.

31.09.
Eben hat mich O’Hara gefragt, ob ich Lorraines Bücher irgendwo gesehen hatte. Nein, hab ich gesagt, warum sollte ich. Dann fragte er, ob ich irgendetwas anderes in seinem Bett gefunden hätte, er habe gesehen, wie ich es durchsucht habe. Nichts, hab ich gesagt, und nun verzieh dich gefälligst. Er sei Lorraines bester Kumpel gewesen, behauptete er dann. Der einzige, mit dem Lorraine sich richtig unterhalten konnte, und er habe ihm für den Fall seines Todes seine Bücher versprochen, all sein dürftiges Hab und Gut. Was für ein respektloser Scheißer. Vielleicht hetze ich Ackerman und Roxin auf ihn, mal sehen.

33.09.
Oh Gott, Lorraine. Es ist so schrecklich, so verdammt schrecklich. Ich hab soeben deine Aufzeichnungen gefunden, in Steiners Bett, gemeinsam mit einem Bleistift (diese Ratte hatte einen Bleistift!). Ich wusste, dass er etwas vor mir verbarg, auch wenn es nicht deine Bücher waren. Doch diese wenigen Zeilen von dir sind noch viel wertvoller als jedes Buch der Welt. So lange ich dieses versiffte Stück Papier in Händen halte und sich deine Worte vor mir befinden, ist es, als seiest du auferstanden, vorübergehend ins Leben zurückgekehrt. Als würde ich wieder bei dir sitzen, im Schutze der Dunkelheit, immer mit einem Ohr draußen am Korridor bei den hin und her trottenden Pickern, mit dem anderen aber deinen Geschichten lauschend. Und deinen Warnungen. Du hattest Recht, Lorraine, so Recht. Es war Casey, dieser Hurensohn. Aber eigentlich war ich es. Ich mit meinen verfluchten Plänen. Ich weiß nicht was ich nun machen soll. Ich weiß es einfach nicht.

34.09.
Ich kann mir nicht vorstellen, wo du jetzt bist. Vielleicht stehst du neben mir. Vielleicht schwebst du in Wellenform über mich hinweg. Vielleicht aber, bist du an einem viel besseren Ort, ja, das wünsche ich mir für dich. Ich kann nun nicht mehr mit dir sprechen. Aber ich kann auf dieses Stück Papier schreiben – dieses hässliche Stück Papier, das leicht nach Exkrementen riecht und irgendwie nie richtig trocken wird – und mir vorstellen, ich würde mit dir sprechen. Es ist schwachköpfig, ich weiß. Aber ich bin einsam, ich habe seit drei Tagen kein Wort mehr gesprochen, mit niemandem. Sie meiden mich, sie hassen mich. Sie geben mir die Schuld an deinem Tod und ich finde, sie haben Recht. Dieser Affe hat dein Papier mit irgendwelchem sinnlosen Zeug beschmiert, mit seiner riesigen, umständlichen Handschrift, und in eine der Seiten hat er sich geschneuzt – ich kann sie nicht mal auffalten, sein Rotz ist wie Klebstoff. Das heißt, ich muss sparsam sein, obwohl ich dir so viel sagen will. Ich muss aufhören, die Picker kommen, sie sind verflucht früh dran.

36.09.
Du hast mir mal von einem deiner Vorfahren – einem Landsmann deiner Eltern - erzählt, einem Philosophen namens Descartes. Du hast dich immer in Rage geredet, wenn du über ihn gesprochen hast, wegen seiner Theorie zur Verschiedenheit von Körper und Geist. Du hast ihn einen Holzkopf genannt und ich habe dir immer zugestimmt. Aber ich habe nie verstanden, wovon du da gesprochen hast. Ich war nicht mal halb so klug, wie du das von mir dachtest.
Jetzt weißt du es, oder? Jetzt weißt du, ob Geist und Körper voneinander trennbar sind, oder nicht. Ich hoffe es sehr, denn ich will nicht daran denken, dass sich dein Geist jetzt dort befindet, wo dein Körper ist.

37.09.
Lorraine, ich wäre liebend gern dein Sohn gewesen. Ich wünschte, ich hätte dir das je gesagt.

40.09.
Es wird immer schlimmer. Alles wird immer schlimmer. Tagsüber geistert mir nur ein einziger, primitiver Wunsch im Kopf umher. Ich möchte mir die Ohren zuhalten, mit Dreck zustopfen, mir abschneiden. Ich ertrage die Schreie der Ausgepeitschten nicht mehr. Weißt du noch, wie ich mich bei dir immer über dieses ständige Brummen der Turbinen beschwert habe, dass es mich wahnsinnig macht? Nun wünsche ich, es wäre lauter und würde die Wehrufe und das schmerzerfüllte Jammern übertönen. Ich wünschte, es würde mir das Zwerchfell zerfetzen.

44.09
Sie töten so viele. Und immer wieder kommen neue. In mir regt sich der Verdacht, dass sie uns gar nicht wirklich brauchen, um ihre Rohstoffe abzubauen. Es ist nur ein Beschäftigungsprogramm, sie beseitigen uns schrittweise. Nach Kriegsende, werden sie es der Föderation als Missgeschick präsentieren und auf die harten Bedingungen von Rohstoffmond 16F schieben. Im Moment sind wir hundertzwanzig. Rice, ein nervöser, blonder Bursche ist der Neuzugang in unserer Brigade. Ich gab ihm die Hälfte meines Brotes, denn ihm wurde die Ration gestrichen, er ist ein Tollpatsch. Dabei warf ich einen Blick auf seinen Tatöwierungscode. Nummer 11920. Lorraine, das bedeutet 11.800 Menschen haben bereits ihr Grab auf diesem verdammten Rohstoffmond gefunden. Du warst ungefähr Nummer 11.760. Was glaubst du, der wievielte werde ich sein? Im Moment fühle ich mich, wie Leiche Nummer 11.801.

45.09
Heute starb Vogel, aber sie haben ihn nicht getötet, zumindest nicht direkt. Der Kerl blieb einfach in seinem Bett liegen. Es war für niemanden eine Überraschung, er galt schon eine Weile als Abkratzer. Dann werde ich eben Leiche 11.802.

46.09
Rice, der blonde Junge, er hat Platzangst. Er hat es mir gestanden, nachdem ich ihn auf seine ständige Nervosität angesprochen habe. Ich riet ihm, seine Angst zu bekämpfen – ein wirklich intelligenter, ausgefeilter Rat, ich weiß. Doch er bat die Stoßer darum, nicht mehr in den Minen arbeiten zu müssen. Alles würde er tun, hat er gesagt, nur nicht Minenarbeit. Sie schickten ihn in den tiefsten Stollen.

47.09
Sie haben mich heute in den Maschinenkern geschickt. Ich weiß nicht, warum sie mir diese Arbeit zutrauen. Reznikoff hat dort das sagen, und eine rothaarige Frau. Sie heißt Robinson. Ihr Blick ist lebhaft, Lorraine. Ich glaube, sie hätte dir gefallen. Du hättest eines deiner schmutzigen Gedichte über sie geschrieben, über ihre „herrlichen Zwillinge“ und ihre „saugende, gierige Zunge aus Feuer“ und den anderen vor dem Schlafengehen vorgelesen. Dabei sind ihre Zwillinge nicht herrlich, Lorraine. Sie ist mager und ihr Gesicht ist grau und abgespannt, das einzig schöne an ihr sind ihre aufmerksamen hellgrünen Augen. Aber ihre äußerlichen Unzulänglichkeiten hätten dich nicht davon abgehalten, einen deiner Fünfzeiler über sie zu schreiben, oder?
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Re: Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

Beitragvon Hark » 13.01.2015, 22:47

Hallo Flemeth,
obwohl ich die Geschichte hier nicht so wirklich durchsteige, hat mich Dein Schreibstil sofort angesprochen.
Er ist gleichermaßen flüssig, schnörkellos und direkt. Dazu lässige indirekte Rede ohne Plattitüden. Lediglich die zu langen Sätze stehen in ihrer Gemütlichkeit dem Ernst des Themas entgegen:

Flemeth hat geschrieben:Ich reiß nie mein Maul auf, nie, denn das hat noch nie irgendjemandem irgendwas Gutes gebracht, egal was die Demokraten und die Föderalisten und die ganzen schönfärbenden Idealisten behaupten, nicht hier, nicht im Krieg.


Beachtliche 34 Wörter in diesem Satz. Klar, es läuft runter wie gesprochen, aber geht es nicht eher um geheime Aufzeichungen?

Ich hätte es so getrennt:

Ich reiß' nie das Maul auf. Nie! Denn, das hat noch niemals jemandem irgendetwas Gutes eingebracht, egal was die Demokraten und Föderalisten und die ganzen schönfärbenden Idealisten behaupten. Nicht hier, und nicht im Krieg.

Flemeth hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, so lange ich dieses versiffte Stück Papier in Händen halte und sich deine Worte vor mir befinden, ist es, als seiest du auferstanden, vorübergehend ins Leben zurückgekehrt.


Kann man streichen.

Flemeth hat geschrieben:Du hast mir mal von einem deiner Vorfahren – einem Landsmann deiner Eltern - erzählt, einem Philosophen namens Descartes. Du hast dich immer in Rage geredet, wenn du über ihn gesprochen hast, wegen seiner Theorie zur Verschiedenheit von Körper und Geist. Du hast ihn einen Holzkopf genannt und ich habe dir immer zugestimmt. Aber ich habe nie verstanden, wovon du da gesprochen hast. Ich war nicht mal halb so klug, wie du das von mir dachtest.
Jetzt weißt du es, oder? Jetzt weißt du, ob Geist und Körper voneinander trennbar sind, oder nicht. Ich hoffe es sehr, denn ich will nicht daran denken, dass sich dein Geist jetzt dort befindet, wo dein Körper ist.


Stark, dieser Ausflug ins Philosophische.

Flemeth hat geschrieben:ihre Rohstoffe


Welche ? Jeder Planet enthält seiner Zusammensetzung gemäß irgendwelche Rohstoffe. Da es Minenarbeit ist, geht es wohl um Kohle oder Metalle.

Flemeth hat geschrieben:45.09
Heute starb Vogel, aber sie haben ihn nicht getötet, zumindest nicht direkt. Der Kerl blieb einfach in seinem Bett liegen. Es war für niemanden eine Überraschung, er galt schon eine Weile als Abkratzer. Dann werde ich eben Leiche 11.802.


Also eigentlich lag Vogel morgens tot im Bett - er starb nicht vor den Augen der Anderen. So würde ich es dann auch schreiben:

Vogel blieb heute einfach im Bett liegen - er war tot.

Flemeth hat geschrieben:Platzangst.


Er hat Raumangst. Platzangst ist umgangssprachlich und falsch in diesem Zusammenhang.

Flemeth hat geschrieben:über ihre „herrlichen Zwillinge“ und ihre „saugende, gierige Zunge aus Feuer“ und den anderen vor dem Schlafengehen vorgelesen.


Der Philosoph hatte es faustdick hinter den Ohren :oops: :lol:


Interessante Geschichte und ein sehr gefälliger Stil. Habe es gerne gelesen und bin gespannt wie es weiter geht.

Gruß,
Hark
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Re: Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

Beitragvon Zuraya » 15.01.2015, 21:19

Der Stil sitzt weiterhin - auch wenn der Stil zwischen dem "Bösen" Charakter und dem guten O'Hara etwas ähnelt. Die abfällige Sprache.
Beim ersten Teil konnte man den Wechsel des lyrischen Ichs noch deutlich am Schreibstil erkennen. Hier ist das nicht mehr der Fall.
Ich finde es persönlich Schade, dass der Charakter mit der meisten Sorgsamkeit gleich im ersten Teil sterben musste, denn so wirkt das Werk etwas, da es wohl nur drei Teile werden und nicht mehr (?), belanglos. Die deutliche Gesellschaftskritik wird hier etwas nivelliert und die Person, die vorher als "so gut" dargestellt wurde, urteilt ebenso schlimm über andere, wie die anderen auch. ("Casey, der Hurensohn") - Das hätte ein Lorraine nicht getan.
Und überhaupt wirkt es etwas unrealistisch, dass der bisher so ideenreiche O'Hara nach dem Tod von Lorraine alle Fluchtpläne aufgegeben hat. Es wirkt so, als hätte er bereits vorher nicht an eine mögliche Flucht geglaubt. Natürlich machst du diesen Wandel an seinen Schuldgedanken fest, indem du ihn die Taten bereuen lässt.

Alles in allem dennoch so leuchtend gut beschriebene Farben und so starke Charakterlinien, dass man einfach versinkt, ganz sanft schwimmt in deiner Geschichte.
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Re: Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

Beitragvon Flemeth » 17.01.2015, 19:00

Hallo Hark,

danke für deinen Kommentar, vor allem danke für das Lob bezüglich des Stils. :) :)

Flemeth hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, so lange ich dieses versiffte Stück Papier in Händen halte und sich deine Worte vor mir befinden, ist es, als seiest du auferstanden, vorübergehend ins Leben zurückgekehrt.


Kann man streichen.


Stimmt, klang auch komisch. Hab den ganzen Satz noch mal umgeschrieben. Danke!

Flemeth hat geschrieben:ihre Rohstoffe


Welche ? Jeder Planet enthält seiner Zusammensetzung gemäß irgendwelche Rohstoffe. Da es Minenarbeit ist, geht es wohl um Kohle oder Metalle.


Ja, es geht um Kohle und Metalle. Hatte da nicht das Gefühl, genauer zu sein müsse/der Erzählende weiß selbst nicht genau, was es ist.
Er hat Raumangst. Platzangst ist umgangssprachlich und falsch in diesem Zusammenhang.


Hast Recht! Hab das grad noch mal nachgeschlagen. Werde überlegen, ob ich das auf Klaustrophobie umändere. Hört sich aber so wissenschaftlich an. „Raumangst“ hab ich noch nie gehört...

Hallo, nochmal, Zuraya!

Der Stil sitzt weiterhin - auch wenn der Stil zwischen dem "Bösen" Charakter und dem guten O'Hara etwas ähnelt. Die abfällige Sprache.
Beim ersten Teil konnte man den Wechsel des lyrischen Ichs noch deutlich am Schreibstil erkennen. Hier ist das nicht mehr der Fall.


Jap, stimmt. Der Unterschied im Schreibstil zwischen Autor 2 und 3 ist nicht so dermaßen groß wie der zwischen Autor 1 und Autor 2 - und das sollte auch nicht so sein. Autor 1 ist eben Dichter/Geschichtenerzähler und 2 und 3 nicht.

Die deutliche Gesellschaftskritik wird hier etwas nivelliert und die Person, die vorher als "so gut" dargestellt wurde, urteilt ebenso schlimm über andere, wie die anderen auch. ("Casey, der Hurensohn") - Das hätte ein Lorraine nicht getan.


Stimmt. Lorraine hat ihn wahrscheinlich in einem besseren Licht gesehen, als er es vielleicht verdient hat.
Schade, dass die Gesellschaftskritik für dich abflaut. Ich wollte durch den Tod Lorraines zeigen, dass es Konseqeunzen hat (haben kann), wenn man sich in einer derartigen Situation nicht nur um sich selbst schert, sondern die Fehler anderer auf sich nimmt.
Er war zwar kein aktiver „Rebell“, aber auch nicht so duckmäuserisch und mutlos, dass er jeglichem Konflikt aus dem Weg geht, wie zB Autor Nr. 2.

Und überhaupt wirkt es etwas unrealistisch, dass der bisher so ideenreiche O'Hara nach dem Tod von Lorraine alle Fluchtpläne aufgegeben hat. Es wirkt so, als hätte er bereits vorher nicht an eine mögliche Flucht geglaubt.


... Damit hast du voll und ganz Recht, das ist mir echt irgendwie durch die Finger gerutscht. :blush:
Ich sollte wirklich erwähnen, dass O’Hara seine Fluchtpläne fürs Erste vollkommen fallen gelassen hat - nicht nur aufgrund der Schuldgefühle, auch wurden durch den Vorfall die Wachen verstärkt etc....

Dies ist auch ein Grund, warum ich Teil 3 nochmal überarbeiten muss. Da haben sich dann ein paar Logikfehler und Lücken eingeschlichen und das Ende gefällt mir nicht mehr – aber wie gesagt, der Text ist etwas älter und recht ungeschliffen – eine Generalüberholung würde wahrscheinlich nicht nur Teil 3 gut tun....
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Re: Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

Beitragvon DrJones » 22.02.2015, 14:43

Hallo Flemeth!

Mache mich nun an den zweiten Teil Deines Opus Magnum…


Flemeth hat geschrieben:Wir anderen sahen uns an. "Dieser verdammte O’Hara", sagte irgendjemand. Genau das dachte ich auch, aber ich schwieg. Ich reiß nie mein Maul auf, nie, denn das hat noch nie irgendjemandem irgendwas Gutes gebracht, egal was die Demokraten und die Föderalisten und die ganzen schönfärbenden Idealisten behaupten. Nicht hier, nicht im Krieg.

Hier spricht ein politisch Gefangener. Schöner Wechsel im Stil.
Auch inhaltlich sind die Gedanken gut "recherchiert".
Gehört dieser Eintrag noch zum 29.09?
Ich frage, da das Datum nicht darüber steht.



Noch eine Weile später kam O’Hara zurück. Ein Glück für ihn, dass die Meisten schon schliefen. Ich glaube Ackermann und Roxin, hätten gern Hackfleisch aus ihm gemacht.

Haha. Kann ich mir gut vorstellen in der Situation!

Naja, er bekam seine Abreibung heute Morgen. "Lasst das doch sein", sagte ich zu ihnen. Spart euch eure Kräfte, verschwendet sie nicht an diesem idiotischen Kerl, aber die beiden verstanden mich nicht.

Hat er das gesagt oder schreibt er es lediglich auf? Da fehlen ggf. die Anführungszeichen.


Sie sind eben jung und noch nicht so lange hier, irgendwann werden sie begreifen, dass eine Prügelei nur unnötiger Kraftaufwand ist, und obendrein gefährlich – die Picker sehen es nicht gerne, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen, das machen sie lieber selbst. Gott, mein verdammtes Halsband juckt höllisch.

Du schaffst eine sehr beklemmende Stimmung und ziehst das auch konsequent durch.
Sehr gut. :D


31.09.
Eben hat mich O’Hara gefragt, ob ich Lorraines Bücher irgendwo gesehen hatte. Nein, hab ich gesagt, warum sollte ich. Dann fragte er, ob ich irgendetwas anderes in seinem Bett gefunden hätte, er habe gesehen, wie ich es durchsucht habe. Nichts, hab ich gesagt, und nun verzieh dich gefälligst.

Gleiche Situation wie oben. Evtl. mit Anführungszeichen arbeiten.

Er sei Lorraines bester Kumpel gewesen, behauptete er dann. Der einzige, mit dem Lorraine sich richtig unterhalten konnte, und er habe ihm für den Fall seines Todes seine Bücher versprochen, all sein dürftiges Hab und Gut. Was für ein respektloser Scheißer. Vielleicht hetze ich Ackerman und Roxin auf ihn, mal sehen.

Die Darstellung dieser zwischenmenschlichen Abgründe in der Hölle des Rohstoffmondes sagen mir sehr zu. Ich glaube das, was ich hier lese.

33.09.
Oh Gott, Lorraine. Es ist so schrecklich, so verdammt schrecklich. Ich hab soeben deine Aufzeichnungen gefunden, in Steiners Bett, gemeinsam mit einem Bleistift (diese Ratte hatte einen Bleistift!). Ich wusste, dass er etwas vor mir verbarg, auch wenn es nicht deine Bücher waren. Doch diese wenigen Zeilen von dir sind noch viel wertvoller als jedes Buch der Welt.

Die Aufzeichnungen wechseln wieder ihren Besitzer. Der
Vorbesitzer ist auch weider tot, oder? *graus* :|


So lange ich dieses versiffte Stück Papier in Händen halte und sich deine Worte vor mir befinden, ist es, als seiest du auferstanden, vorübergehend ins Leben zurückgekehrt. Als würde ich wieder bei dir sitzen, im Schutze der Dunkelheit, immer mit einem Ohr draußen am Korridor bei den hin und her trottenden Pickern, mit dem anderen aber deinen Geschichten lauschend. Und deinen Warnungen. Du hattest Recht, Lorraine, so Recht. Es war Casey, dieser Hurensohn. Aber eigentlich war ich es. Ich mit meinen verfluchten Plänen. Ich weiß nicht was ich nun machen soll. Ich weiß es einfach nicht.

Du hattest, glaube ich, eingeführt, dass dieser Papierlappen mit enger und kleiner Schrift beschrieben
wurde. Es ist nur: Ich frage mich, ob das da alles raufpasst. Vielleicht würde es helfen, wenn Du andeutest, dass der Zettel schon fast vollgeschrieben ist. Wäre auch ggf. ein dramatisches Element.


34.09.
Ich kann mir nicht vorstellen, wo du jetzt bist. Vielleicht stehst du neben mir. Vielleicht schwebst du in Wellenform über mich hinweg. Vielleicht aber, bist du an einem viel besseren Ort, ja, das wünsche ich mir für dich. Ich kann nun nicht mehr mit dir sprechen. Aber ich kann auf dieses Stück Papier schreiben – dieses hässliche Stück Papier, das leicht nach Exkrementen riecht und irgendwie nie richtig trocken wird – und mir vorstellen, ich würde mit dir sprechen.

Jemand denkt an seinen - wahrscheinlich- ermordeten Freund. Geht unter die Haut.


Vielleicht stehst du neben mir. Vielleicht schwebst du in Wellenform über mich hinweg. Vielleicht aber, bist du an einem viel besseren Ort, ja, das wünsche ich mir für dich.


Das würde ich ggf. etwas abschwächen. Etwas understatement bei emotionalen Sachen.

Es ist schwachköpfig, ich weiß. Aber ich bin einsam, ichhabe seit drei Tagen kein Wort mehr gesprochen, mit niemandem. Sie meiden mich, sie hassen mich. Sie geben mir die Schuld an deinem Tod und ich finde, sie haben Recht.

Diese Parallelkonstruktionen sagen mir sehr zu.

Dieser Affe hat dein Papier mit irgendwelchem sinnlosen Zeug beschmiert, mit seiner riesigen, umständlichen Handschrift, und in eine der Seiten hat er sich geschneuzt – ich kann sie nicht mal auffalten, sein Rotz ist wie Klebstoff.

Jetzt bin ich verwirrt: War es doch mehr als eine Seite?! Mehrere
Blätter?
:shock:

Das heißt, ich muss sparsam sein, obwohl ich dir so viel sagen will. Ich muss aufhören, die Picker kommen, sie sind verflucht früh dran.

Vorschlag: Ich muss aufhören. Die Picker!

Er wird nicht mehr soviel Zeit gehabt haben, all das aufzuschreiben mit "sie sind verflucht früh dran."




36.09.
Du hast mir mal von einem deiner Vorfahren – einem Landsmann deiner Eltern - erzählt, einem Philosophen namens Descartes. Du hast dich immer in Rage geredet, wenn du über ihn gesprochen hast, wegen seiner Theorie zur Verschiedenheit von Körper und Geist. Du hast ihn einen Holzkopf genannt und ich habe dir immer zugestimmt. Aber ich habe nie verstanden, wovon du da gesprochen hast. Ich war nicht mal halb so klug, wie du das vielleicht von mir dachtest.
Jetzt weißt du es, oder? Jetzt weißt du, ob Geist und Körper voneinander trennbar sind, oder nicht. Ich hoffe es sehr, denn ich will nicht daran denken, dass sich dein Geist jetzt dort befindet, wo dein Körper ist.

Großartig, wie Du Descartes hier einsetzt! Ich entwickle gerade eine Geschichte zur Einheit von Körper und
Geist. Es ist für einen Menschen sehr verstörend, wenn diese Einheit gebrochen wird. Thema: Gehirnwäsche. Und das passt auch wieder zum Thema Gulag bzw. Rohstoffmond. Ich bin auf den
dritten Teil gespannt. Wird Lorraine zurückkehren als gebrochenener Mann? Wie der Typ in
"Einer flog über das Kuckucksnest"? Am Ende stirbt der wirklich. Aber der Indianer wacht auf.
Ich beginne abzuschweifen. Sorry. :oops:


37.09.
Lorraine, ich wäre liebend gern dein Sohn gewesen. Ich wünschte, ich hätte dir das je gesagt.

Das ist emotional und geht unter die Haut. Ich frage mich, warum er das genau am
37.09. sagt. Was ist passiert?


40.09.
Es wird immer schlimmer. Alles wird immer schlimmer. Tagsüber geistert mir nur ein einziger, primitiver Wunsch im Kopf umher. Ich möchte mir die Ohren zuhalten, mit Dreck zustopfen, sie mir abschneiden.

Boah! Du legst ja los! Man bekommt gut mit, wie er langsam dem Wahnsinn verfällt. Schöne
Andeutung an Vincent van Gogh!


Ich ertrage die Schreie der Ausgepeitschten nicht mehr. Weißt du noch, wie ich mich bei dir immer über dieses ständige Brummen der Turbinen beschwert habe, dass es mich wahnsinnig macht? Nun wünsche ich, es wäre lauter und würde die Wehrufe und das schmerzerfüllte Jammern übertönen. Ich wünschte, es würde mir das Zwerchfell zerfetzen.

Starke Bilder. :)

44.09
Sie töten so viele. Und immer wieder kommen neue. In mir regt sich der Verdacht, dass sie uns gar nicht wirklich brauchen, um ihre Rohstoffe abzubauen.

Die Formulierung ist mir zu gerade. Zu geschliffen. Vielleicht so?: Wozu brauchen die uns hier eigentlich?
Zum Rohstoffe abbauen? Eher zur Befriedigung ihrer Perversionen! Dieses Glanz in den Augen der Picker...
und dann dieses verstohlene Schielen zur Seite.


Es ist nur ein Beschäftigungsprogramm, sie beseitigen uns schrittweise. Nach Kriegsende, werden sie es der Föderation als Missgeschick präsentieren und auf die harten Bedingungen von Rohstoffmond 16F schieben. Im Moment sind wir hundertzwanzig.

Wähle besser eine krumme Zahl. Diese Zahl 120 ist zwar genauso gut möglich. Mit einer krummen Zahl
könnte ich mich aber irgendwie besser anfreunden.


Rice, ein nervöser, blonder Bursche ist der Neuzugang in unserer Brigade. Ich gab ihm die Hälfte meines Brotes, denn ihm wurde die Ration gestrichen, er ist ein Tollpatsch.

Hmm… Ich finde, "er" präsentiert sich hier zu sehr als Gutmensch. Vielleicht so:
Ich und Decker (sorry, ich konnte nicht anders :wink: ) gaben ihm was von unseren Broten ab,...

Dabei warf ich einen Blick auf seinen Tatöwierungscode. Nummer 11920. Lorraine, das bedeutet 11.800 Menschen haben bereits ihr Grab auf diesem verdammten Rohstoffmond gefunden. Du warst ungefähr Nummer 11.760. Was glaubst du, der wievielte werde ich sein? Im Moment fühle ich mich, wie Leiche Nummer 11.801.

Jetzt läufts mir eiskalt den Rücken runter. Ich sehe gerade so aus: :o dann so: :D :lol:
Woher hast Du bloß all diese verrückten Ideen?!


45.09
Heute starb Vogel, aber sie haben ihn nicht getötet, zumindest nicht direkt. Der Kerl blieb einfach in seinem Bett liegen. Es war für niemanden eine Überraschung, er galt schon eine Weile als Abkratzer. Dann werde ich eben Leiche 11.802.

So ein derber Sprachstil? Ist ja okay und auch gut gemacht; ich frage mich nur, ob es optimal zu
seiner sonstigen Sprache in Bezug auf Lorraine passt. Aber vielleicht trennt er da haarscharf in seinem
Kopf. Auf jeden Fall interessant…

Schreibe vielleicht noch, da der Typ schon Vogel heißt:
Der Kerl blieb einfach in seinem Bett liegen.
-> Die Beine - seltsam ausgestreckt. Seine Hände in die mottenzerfressende Decke gekrallt.

Das ließe mich an einen toten Vogel denken. :)


46.09
Rice, der blonde Junge, er hat Platzangst. Er hat es mir gestanden, nachdem ich ihn auf seine ständige Nervosität angesprochen habe. Ich riet ihm, seine Angst zu bekämpfen – ein wirklich intelligenter, ausgefeilter Rat, ich weiß.

Hier musste ich lachen. Da schimmert Humor durch. Ein schöner Kontrast zur Hölle.

Doch er bat die Stoßer darum, nicht mehr in den Minen arbeiten zu müssen. Alles würde er tun, hat er gesagt, nur nicht Minenarbeit. Sie schickten ihn in den tiefsten Stollen.

Ich möchte das als Roman lesen! Bitteee! :P :cry:


47.09
Sie haben mich heute in den Maschinenkern geschickt. Ich weiß nicht, warum sie mir diese Arbeit zutrauen. Reznikoff, die Blasse hat dort das sagen, und eine rothaarige Frau. Sie heißt eigentlich Robinson.

Du unterscheidest zwischen Vor- und Nachnamen. Vielleicht haben die Leute auch Aliasnamen dort unten.
Kannst Du Dir ja mal überlegen...

Was ich intelligent gemacht finde: Die Datumsangaben. Wr sind jetzt mittlerweile beim 47.09.!
Ds sagt mir: Hier steht die Zeit still. Eine immerwährende Hölle!


Ihr Blick ist lebhaft, Lorraine. Ich glaube, sie hätte dir gefallen. Du hättest eines deiner schmutzigen Gedichte über sie geschrieben, über ihre „herrlichen Zwillinge“ und ihre „saugende, gierige Zunge aus Feuer“ und den anderen vor dem Schlafengehen vorgelesen. Dabei sind ihre Zwillinge nicht herrlich, Lorraine. Sie ist mager und ihr Gesicht ist grau und abgespannt, das einzig schöne an ihr sind ihre aufmerksamen hellgrünen Augen.

Wie Du mit diesen Details umgehst. Wieder: :o Und dann wieder: :lol:


Aber ihre äußerlichen Unzulänglichkeiten hätten dich nicht davon abgehalten, einen deiner Fünfzeiler über sie zu schreiben, oder?

Ich mag es sehr, wie er Zwiesprache mit einem - womöglich - Toten hält. Echt grausig.



Fazit: Die klaustrophobische Stimmung des Settings aus Teil 1 wird hier weiter zugespitzt. Das Zwischen(")menschliche(") kommt gut zum Ausdruck und auch so mancher Abgrund, nicht nur
in den Minen des Rohstoffmondes 16…

Von diesem Werk, sowohl inhaltlich als auch von der sprachlichen Umsetzung her, bin ich absolut
begeistert. Du spitzt das alles so zu. Die dunkle Stimmung wird konsequent bearbeitet.
Ich beschäftige mich zur Zeit intensiv mit der Kurzgeschichte. E.A. Poe hat hierzu
verschiedene Aufsätze geschrieben: "Unity of effect" "Unity of impression". Das wird
hier teilweise angewendet und schafft eine sehr gute Einheit!
Für die verschiedenenen Schreiber könntest Du für Dich noch Mini-Figurensteckbriefe
machen (sind nicht Teil Deiner Geschichte). Darin so den Grundcharakter beschreiben, und das dann konsequent im
Sprachstil umsetzen. Du hast es gut gemacht, aber ich hatte jetzt nicht alles auf
Konsistenz geprüft.

Bitte lass mich nicht zu lange auf Teil drei warten! (*wie ein Baby plärrend* :cry: )


Herzlichen Gruß,

Dr. Jones
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Re: Rohstoffmond 16 (Teil 2/3)

Beitragvon Flemeth » 24.02.2015, 16:56

Hallo, DrJones!
Erst Mal dankeschön für deinen Kommentar.

Mache mich nun an den zweiten Teil Deines Opus Magnum

Lol. :lol:
Naja, er bekam seine Abreibung heute Morgen. "Lasst das doch sein", sagte ich zu ihnen. Spart euch eure Kräfte, verschwendet sie nicht an diesem idiotischen Kerl, aber die beiden verstanden mich nicht.

Hat er das gesagt oder schreibt er es lediglich auf? Da fehlen ggf. die Anführungszeichen.

Jap, das hat jemand anderes auch schon angemerkt. Ich bin bei der Zeichensetzung ziemlich inkonsequent, manchmal mit, manchmal ohne Anführungszeichen bei der direkten Rede. Muss ich noch anpassen.

Du hattest, glaube ich, eingeführt, dass dieser Papierlappen mit enger und kleiner Schrift beschrieben
wurde. Es ist nur: Ich frage mich, ob das da alles raufpasst. Vielleicht würde es helfen, wenn Du andeutest, dass der Zettel schon fast vollgeschrieben ist. Wäre auch ggf. ein dramatisches Element.

Ich hab jetzt nochmal nachgesehen: Im ersten Eintrag ist das Papier erst als "Stück Papier" (dabei handelte es sich auch absichtlich um Untertreibung), und kurz darauf als "einige Bögen Papier" beschrieben. Gemeint waren auf jeden Fall, mehr als nur eine Seite. Das sollte ich wohl noch mal deutlicher machen. Ja, stimme dir auch zu, dass das mit dem fast vollgeschriebenem Zettel ein gutes, dramatisches Element ist, das kommt vielleicht noch mal zum Tragen.

Das heißt, ich muss sparsam sein, obwohl ich dir so viel sagen will. Ich muss aufhören, die Picker kommen, sie sind verflucht früh dran.


Vorschlag: Ich muss aufhören. Die Picker!

Er wird nicht mehr soviel Zeit gehabt haben, all das aufzuschreiben mit "sie sind verflucht früh dran."

Berechtigter Einwand!

Hmm… Ich finde, "er" präsentiert sich hier zu sehr als Gutmensch. Vielleicht so:
Ich und Decker (sorry, ich konnte nicht anders :wink: ) gaben ihm was von unseren Broten ab,...

Haha. Ja, hast recht, es wirkt schon etwas plakativ und samaritermäßig.

Hier musste ich lachen. Da schimmert Humor durch. Ein schöner Kontrast zur Hölle.

Das freut mich! Eine Prise Humor kann nie schaden. “Make it dark, make it grim, make it tough, but then, for the love of God, tell a joke.”

Von diesem Werk, sowohl inhaltlich als auch von der sprachlichen Umsetzung her, bin ich absolut
begeistert. Du spitzt das alles so zu. Die dunkle Stimmung wird konsequent bearbeitet.
Ich beschäftige mich zur Zeit intensiv mit der Kurzgeschichte. E.A. Poe hat hierzu
verschiedene Aufsätze geschrieben: "Unity of effect" "Unity of impression". Das wird
hier teilweise angewendet und schafft eine sehr gute Einheit!
Für die verschiedenenen Schreiber könntest Du für Dich noch Mini-Figurensteckbriefe
machen (sind nicht Teil Deiner Geschichte). Darin so den Grundcharakter beschreiben, und das dann konsequent im
Sprachstil umsetzen. Du hast es gut gemacht, aber ich hatte jetzt nicht alles auf
Konsistenz geprüft.

Bitte lass mich nicht zu lange auf Teil drei warten! (*wie ein Baby plärrend* :cry: )


Wow, danke für den Tip - kannte ich noch gar nicht (shame on me)! Hätte ich mich nur mal an "Determine the ending" gehalten.... Ich hab viel darüber nachgedacht und mit verschiedenen Möglichkeiten herumgespielt und es dann doch wieder weiter rausgezögert, mich stattdessen in den Details und Formulierungen verloren... :2thumbs: (<--- Sarkasmus)
Hätte ich die Geschichte von Anfang an etwas durch komponiert, würde es mir vermutlich nicht so schwer fallen, einen zufriedenstellenden Abschluss für das Ganze zu finden. Das heißt, es gibt schon ein Ende, aber ich bin (noch) nicht davon überzeugt und drehe und schraube noch daran herum... Weißt du, was furchtbar schwer ist? Es einfach mal gut sein lassen, und eine geplanze KURZgeschichte auch kurz zu halten. :cry: :XD:
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Flemeth
 
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