Rotantino (Arbeitstitel) 1/X

Rotantino (Arbeitstitel) 1/X

 
Hallo

Ich möchte hier mal meine etwas sehr eigenwillige Geschichte einbringen. Mal sehen ob jemand Interesse dran hat. :wink:

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Sonntag, 7:30 Uhr

Rika wälzte sich in ihrem im Bett herum. Sie hatte schon die ganze Nacht unruhig geschlafen und war andauernd wach gewesen. „Warum kann ich nicht einfach wieder einschlafen?“, fragte sie sich. Sie stand auf, ging auf die Toilette und schaute auf dem Rückweg zu ihrem Zimmer bei Robin vorbei, in der Hoffnung, dass auch er wach läge. Aber Robin schlief tief und fest. Enttäuscht und todmüde legte sie sich wieder in ihr Bett. Umsonst, denn an Schlafen war nicht mehr zu denken. Sie entschied, sich den Sonnenaufgang durch ihre Glasfront im Zimmer anzuschauen. Das war immer noch besser, als um diese unmögliche Zeit durch das Haus zu geistern. Gerade als sie wieder am Einschlafen war, ertönte eine äußerst bekannte Stimme in ihrem Kopf: „Schwesterchen, ich muss mit dir reden.“ Rika saß vor Schreck kerzengerade im Bett. Linea hatte schon sehr lange nicht mehr mit ihr gesprochen, vor allem nicht auf diese Weise. Sie waren zwar Zwillingsschwestern, hatten aber fast nichts gemeinsam und vor allem hatten sie sich nichts zu sagen. „Mein Gott Linea, du lebst? Ich habe seit unserem Absturz nichts mehr von dir gehört. Wir dachten du wärest tot. Wo bist du? Wie geht es dir?“ Zögerlich schickte Rika diese Worte an ihre Schwester. Rika hielt sich ihren Kopf als prompt eine Antwort folgte: „Seit wann machst gerade du dir Sorgen um mich? Um mich muss sich keiner Sorgen machen. Mir geht es prächtig. Aber genug mit der Gefühlsduselei. Ich bin rein zufällig in der Nähe von deinem hübschen Haus. Ich werde dich besuchen kommen. Da ich ja scheinbar sehr vermisst wurde, wünsche ich mir einen würdigen Empfang. Deshalb füge deinem Haus ein Zimmer hinzu. Dort werde ich in einer Stunde auf dich warten. Du kannst ja sowieso nicht schlafen...“. Ein schallendes Lachen hallte durch Rika’s Kopf. Plötzlich war es ruhig. „Na toll. Sie steckt hinter meiner schlaflosen Nacht.“

Sie warf sich schnell etwas über und lief hinunter in die Küche. Im Erdgeschoss war komischerweise schon Licht. Leise öffnete sie die Tür zu Tobis Zimmer. Der aber schlief. Auch aus dem Zimmer von ihrem Bruder Robin hörte sie leise Schnarchgeräusche. Dann kam nur noch der dritte im Bunde in Frage. „Robby wird doch nicht etwa wach sein und trainieren?“, fragte sie sich. Und tatsächlich. Als sie ins Untergeschoss kam, sah sie dass im großen Trainingsraum Licht war. Leise öffnete sie die Tür und sah Robby, wie er sich auf dem Laufband abmühte. Er war schweißgebadet und es war unnormal warm in dem Trainingsraum. Vorsichtig schloss sie wieder die Tür und ging in das Überwachungszimmer des Fitnessraums und sah das Robby einen PC hochgefahren hatte und das Programm zum Regeln der Raumtemperatur war geöffnet. „40 °C, oh, Mann, ich glaube der hat verdammt schlechte Laune. So einen Schwachsinn macht der nur, wenn es ihm nicht gut geht“.

Rika schaltete das Programm aber nicht ab, sondern schaltete die Kameras und das Mikro ein, die um das Laufband postiert waren. Sie setzte sich gemütlich in ihren schwarzen Bürosessel, lehnte sich zurück und beobachtete ihn. Laut PC-Anzeige lief er schon über eine Stunde auf dem Laufband, was ihm auch schon anzusehen war. Sein graues Muskelshirt klebte ihm am Oberkörper und der Schweiß rann ihm über die Stirn, die Schläfen hinunter zum Hals. Rika liebte diesen Anblick. Dieser Mann war so unglaublich sexy. Trotz täglichem stundenlangen harten Trainings waren seine Muskeln wohl geformt, aber auf keinen Fall übertrieben ausgebildet. Unter dem schweißnassen Shirt zeichnete sich ein Muskelspiel ab, welches jede Frau schwach werden lassen könnte. Seine dunkelbraunen Haare standen ungebändigt in jede erdenkliche Richtung ab und seine strahlend grünen Augen blickten sie an. Besser gesagt schaute er auf die Anzeige des Laufbandes, in der sich auch eine kleine Kamera befand. Sie kannte Robby sein ganzes Leben lang, doch war sie täglich aufs Neue von ihm fasziniert. Und der Umstand, dass er sich gerade auf dem Laufband austobte löste ein erregendes Kribbeln in ihrem ganzen Körper aus. Hier zeigte sich die einzige Gemeinsamkeit, die sie mit ihrer Schwester teilte. Beide waren vernarrt, ja fast süchtig, nach diesem Anblick. Auch wenn Rika das niemals zugeben würde, weder vor ihrer Schwester, noch vor ihren Brüdern oder Tobi.

In solchen Augenblicken wurde ihr wieder bewusst dass sie froh sein konnte nicht von der Erde zu stammen. Auf der Erde war es ungehörig sexuelle Gefühle für seinen Bruder zu hegen. Auf ihrem Geburtsplaneten Rotantino galt zum Glück eine andere Moral.

Sie schreckte aus ihren Gedanken auf, weil der Computer einen kurzen Ton von sich gab. Sie schaute auf das Trainingsprogramm und sah, dass Robby die Geschwindigkeit des Laufbandes nochmal erhöht hatte. Bevor sie sich darüber Gedanken machen konnte, fiel ihr Blick auf die Uhr. „Ohje, schon so spät!“ Ihr fiel ein, dass sie ja noch ein Zimmer erschaffen sollte. Sie konzentrierte sich kurz und machte sich danach auf den Weg zu dem neuen Zimmer im Erdgeschoss. Noch immer waren die beiden Anderen am schlafen. Sie hätte jetzt gerne Robin zur Unterstützung an ihrer Seite gehabt, aber da musste sie wohl jetzt alleine durch. Das Gefühl der Erleichterung, dass ihre Schwester lebte, hatte nur kurz angehalten. Sie ahnte, dass Linea nicht nur wegen eines kleinen Schwätzchens unter Geschwistern gekommen war. Da steckte mehr dahinter und sie kannte ihre Schwester lange genug um zu wissen, dass es nichts Gutes sein würde.

von esiontour

Re: Rotantino (Arbeitstitel)

 
Hallo esiontour,
ich habe Deine "etwas sehr eigenwillige" Geschichte gelesen. Sie steht unter SF. Und um es vorweg zu sagen, ich meine nicht, dass sie sehr eigenwillig sei. Für dieses Genre kommt sie mir fast zu alltäglich daher und in den Sequenzen (ich gehe noch näher darauf ein) die Chance zum Ungewöhnlichen hätten, erscheint sie mir merkwürdig flach.

Verstanden habe ich folgendes:
Das Mädchen Rika(von Rotantio) kann schlecht schlafen. Da meldet sich (telepathisch?) ihre totgeglaubte Zwillings-Schwester und kündigt ihren Besuch an. Anschließend streunt Rika durchs Haus und findet ihren gut aussehenden Bruder Robbby im Trainingsraum auf dem Laufband schwitzen. Sie beobachtet ihn, genießt seinen Anblick und gesteht sich ein, sich zu ihm hingezogen zu fühlen. Dann erinnert sie sich, noch eine Aufgabe zu haben und kommt dieser nach.

Insgesammt scheint mir die Geschichte klar aufgebaut und logisch in der Abfolge, die meisten Sätze klingen für mich ordentlich, es gibt eine plausible Interpunktion und wenn es Rechtschreibfehler gibt, sind sie mir nicht direkt entgegen gesprungen. Dennoch habe ich einige Anmerkungen:

Du schreibst:
7:30 Uhr
Rika wälzte sich nun schon seit 6 Uhr im Bett herum. Sie hatte schon die ganze Nacht unruhig geschlafen und war andauernd wach gewesen

Du willst ausdrücken, dass Rika eine schlechte Nacht hinter sich hat. Es klingt für mich irgendwie doppeltgemoppelt und die zwei Zeitangaben sowie die zwei "schon" untermauern diesen Eindruck.
Ich hätte als Vorschlag etwas wie:
7:30 Uhr
Rika wälzte sich in ihrem im Bett herum. Sie hatte schon die ganze Nacht unruhig geschlafen und war andauernd wach gewesen.

...ging auf Toilette...

...ist umgangssprachlich ok. So wie im Fußballdeutsch: Er hat noch Vertrag. Als jemand der schreibt, könntest Du zu denen gehören, die Sprache als etwas Wertvolles erachten. Dann sollte es heißen:
...ging auf die Toilette...

Sie stand auf, ging ....bei Robin vorbei, in der Hoffnung, dass auch er wach lag.

Du schreibst von Hoffnung, sprich: in der Möglichkeitsform (Grammatik). Ich würde dann auch in dieser Form bleiben, dann würde das Satzende wie folgt lauten:
... in der Hoffnung, dass auch er wach läge.

Die nächsten drei von vier Sätzen beginnen mit:
Aber Robin... Auch wenn es... Aber sich den Sonnenaufgang...

Das kannst Du so machen. Obwohl es mir sprachlich nicht so zu sagt, da Sätze, die so beginnen von ihrer Art her Nebensätze sind. Das bedeutet, sie müssten Bezug zu einem Hauptsatz haben. Das trifft jedoch nur für den Ersten Aber Robin.. zu.
Du könntest es so versuchen:
Aber Robin schlief tief und fest. Enttäuscht und todmüde legte sie sich wieder in ihr Bett. Umsonst, denn an Schlafen war nicht mehr zu denken. Sie entschied, sich den Sonnemaufgang...das war immer noch besser...

Das Wort "Aber" am Satzanfang (das ja eine Einschränkung oder Umkehr zum Satz davor einleitet) läßt sich oft durch das verbindende "und" umgehen.

immer noch besser, als um diese unmögliche Zeit schon durch das leere Haus zu geistern

Du möchtes ausdrücken, dass es zu früh ist, um durchs Haus zu geistern. Wenn 7:30 auf
Rotantino eine unmögliche Zeit ist, dann ok. Das (Füll-)Wort "schon" würde ich wiederum weglassen, es stört den Lesefluss und ist die Doppelung von der "unmöglichen Zeit". Also:

...immer noch besser, als um diese unmögliche Zeit durch das leere Haus zu geistern.

Zusätzlich kommt es mir nicht ganz logisch vor, von einem leeren Haus zu schreiben, wenn doch zumindest Tobi und Robby im Hause sind.

Gerade als sie fast wieder am wegdämmern war,...

Das ist umgangssprachlich ok, obwohl es nicht zu Deiner sonst schönen Sprache passt. Und beinhaltet das "am wegdämmern sein" nicht schon die Wörter "gerade" und "fast"? Wie gefiele Dir:
Gerade als sie wieder am Einschlafen war....

„Schwesterchen, ich muss mit dir reden.“ Rika saß vor Schreck... Linea hatte schon sehr lange nicht mehr mit ihr gesprochen,
vor allem nicht auf diese Weise
.

Mir bleibt leider unklar, was Du mit "auf diese Weise" meinst. Meinst Du die Telepathie (das wäre schade, ich dachte, das sei eine der Standardfähigkeiten der Menschen auf Rotantio)
Wenn Du aber den Redetext von Linea meinst, was daran ist so ungewöhnlich?

„Wo bist du? Ich habe seit unserem Absturz nichts mehr von dir gehört. Wir dachten du wärest tot. Wie geht es dir?“

Das ist viel Info in einer winzigen Textpassage. Das gefällt mir. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die schwergewichtige Feststellung "Wir dachten, du wärest tot" nicht von der Alleweltsfrage "Wie geht es dir" gefolgt wird. Das signalisiert viel Gefühlsarmut (Außer, Du wolltest das genau so) In meinen Texten käme so etwas:
"Mein Gott Linea, du lebst?, Ich habe seit unserem Absturz nichts mehr von dir gehört. Wir dachten du wärest tot. Wie schön, dass du dich meldest, bist du in Ordnung, wo bist Du, wie geht es dir?"

...warf sich schnell in ihre Hausklamotten und lief die Treppe hinunter zur Küche

Du möchtest ausdrücken, dass Rika sich schnell und leger anzog, um dann in die Küche zu gehen. Hausklamotten ist eine Lösung für leger, Du könntest folgendes auch probieren:

Sie warf sich schnell etwas über und lief hinunter in die Küche.

Das mit der Treppe kannst Du Dir sparen, die meisten Menschen wissen, wenn man in einem Haus nach unten läuft, dann über eine Treppe.

...und ging in den Überwachungsraum des Fitnessraums

Der doppelte "Raum" klingt für mich nicht schön. Ich hätte erwartet, dass Du hier für den Fittnessraum die Muckibude wählst. Nein, Spaß :wink:
Es könnte
...und ging in das Überwachungszimmer des Fitnessraums
heißen

„40 °C, oh man,

...oh, Mann... Flüchtigkeitfehler..

Trotz täglichen stundenlangen harten Trainings

sollte:
Trotz täglichem stundenlangen harten Trainings
Wegen wem (oder was) tut er wen (oder was)? In dieser Reihenfolge. Grammatik :|
heißen.

...ein Muskelspiel ...welches wirklich jede Frau in die Knie zwingt

Du möchtest ausdrücken, dass Rika (und jede Frau) von Robbys Muskelspiel begeistert/angeturnt wäre. Das Bild, dass sie dadurch in die Knie gezwungen wird soll sicher heißen, sie würde dadurch schwach werden. Wie wäre es, das auch so auszudrücken?
...ein Muskelspiel ...welches jede Frau schwach werden lassen könnte.
Damit umsegelst Du auch das Problem mit dem Zeitenwechsel von Vergangenheit (zeichnete sich ab...) zur Gegenwart (in die Knie zwingt) und Du kannst das unwirkliche "wirklich" weglassen.

Das war die einzige Gemeinsamkeit die sie mit ihrer Schwester teilte.

Der Rückbezug auf ihre Schwester hat sicher einen guten Grund. Hier wirkt er auf mich allerdings sehr aprupt, da die Schwester viiiel weiter oben (im Text) steht, und von einem Kribbeln im ganzen Körper hatte ich bei der nichts mitbekommen. :?
Ich hätte es versucht mit:
Hier zeigte sich die einzige Gemeinsamkeit, die sie....

In solchen Augenblicken wurde ihr mal wieder bewusst dass sie sich glücklich schätzen konnte nicht von der Erde zu stammen. Auf der Erde war es ungehörig sexuelle Gefühle für seinen Bruder zu hegen. Das war auf ihrem Geburtsplaneten Rotantino ganz anders. Dort war es moralisch nicht verwerflich seinen Bruder angeziehend zu finden.

Du willst uns sagen, dass auf Rotantino andere Moralbegriffe gelten als auf der Erde.
Das könntest Du mit etwas weniger Text (in diesem Falle der Zusammenfassung dessen, was Du oben ausführlich beschrieben hast) noch beeindruckender schaffen.

In solchen Augenblicken wurde ihr wieder bewusst dass sie froh sein konnte nicht von der Erde zu stammen. Auf der Erde war es ungehörig sexuelle Gefühle für seinen Bruder zu hegen. Auf ihrem Geburtsplaneten Rotantino galt zum Glück eine andere Moral.

Noch immer waren die beiden anderem

...die beiden Anderen... Flüchtigkeit

Soweit zu meinen Vorschlägen.
Summa summarum eine schöne Erzählung, deren Eindruck für mich etwas unter Füllwortschwemme (wohl, wirklich, mal, aber...) einigen Verdopplungen und einigen sehr umgangssprachlichen Formulierungen leidet. Ansonsten. Wo bleibt die Fortsetzung

LG

von brehb

Re: Rotantino (Arbeitstitel)

 
Hallo esiontour,

ich muss mich dem Verfasser der vorherigen Antwort anschließen: "sehr eigenwillig" finde ich die Geschichte - oder besser gesagt: den Beginn dieser Geschichte nicht unbedingt. Er wirft nur viele Fragen auf: Was hat es mit Rika und ihrer - sehr gut dargestellten - etwas zynischen Schwester auf sich? Was ist abgesehen vom Absturz in der Vergangenheit noch passiert, dass es nun dieses gespannte Verhältnis zwischen den beiden gibt?
Auch sind die Eigenschaften und Fähigkeiten der Bewohner von Rotantino für den Leser bisher etwas verwirrend. Wie schon bemerkt wurde, gehört Telepathie wohl dazu. Spontanes
Zimmer erschaffen
scheinbar auch? - Und dann scheint da ja auch eine gewisse inzestiöse Zuneigung von Rika zu ihrem Bruder zu sein...
Auf der anderen Seite scheinen sie ja ganz menschlich zu sein und tragen ja auch ganz alltägliche Namen (von Linea einmal abgesehen): Sie kommen nach kurzer Nacht nicht aus dem Bett (wie Rika) oder sind Sportfreaks, die es gern einmal übertreiben (wie Robby) - dafür brauche ich prinzipiell keine Aliens, das kenne ich von mir selbst schon zu gut ;-)
Nein, im Ernst, ich denke, Du musst uns uns unbedingt die Fortsetzung schicken, damit man als Leser die Zusammenhänge besser durchblicken kann. :-)
Soweit von mir.
Liebe Grüße!

PS: Abschließend noch die Besserwisser-Rechtschreibfehler-Korrektur (was mir aufgefallen ist):
Tobi's
bitte durch Tobis ersetzen, Apostoph ist nur bei McDonald's & Co erlaubt ;-) (http://de.wikipedia.org/wiki/Apostrophitis)
angeziehend
-ge- zu viel

von aldebaran

Re: Rotantino (Arbeitstitel)

 
Danke aldebaran und brehb für eure Anregungen. Sie haben mir sehr geholfen und bevor ich die Fortsetzung reinsetze, werde ich schauen ob mir nicht bestimmte Sachen vorher auffallen und werde diese noch ändern. Ich möchte ja nicht nur meinen Text verbessern/kommentieren lassen, sondern selber besser werden im Schreiben und das geht wohl nur, wenn man selbst nachdenkt. ;)

Es gibt mehrere "Probleme" mit meiner Geschichte.

1. Alles fing an mit einem Traum als ich 14 Jahre alt war. Das ist jetzt etwa 11 Jahre her. Und ich bin eine Tagträumerin (S-Bahn-Fahrten sind ziemlich lang :wink: ) und habe zu diesem Traum immer etwas dazugesponnen. Es ist also keine Geschichte, die ich mir mal eben so ausgedacht habe, sondern die eben schon seit Haaren Nachts und Tags durch mein Hirn streift. Und deshalb habe ich auch irgendwie ein Problem damit die beiden Brüder Robby (eigentlich Robert) und Robin umzubenennen, auch wenn es ziemlich verwirrend ist für die Leser. Aber ich kann mir die Geschichte nicht mit anderen Namen vorstellen, dann wäre es irgendwie nicht mehr meine Geschichte. Ich könnte mir allerdings vorstellen Robert statt Robby zu schreiben und max. in der wörtlichen Rede von Rika noch diesen Spitznamen mit einfließen zu lassen. Was denkt ihr darüber?

2. Bis auf ein paar kleine Geschichten hab ich bis jetzt noch nichts geschrieben. Es ist also mein erstes Schriftstück. Ich taste mich da jetzt erstmal langsam ran. ;)

3. Ich kann die Geschichte nicht prinzipiell starr in eine Kategorie einordnen. Sie gehört schon zu SF, aber mit "Alien" hatts nicht wirklich was zu tun. Vieles ist völlig normal. Es fällt mir eben schwer es einzuordnen.

4. Vielleicht liegt diese "Flachheit" daran, das ich selbst viele flache Bücher lese. ^^ Viel zu viele Fachbücher und stinknormale 0815-Liebesromane. ;)

Verstanden habe ich folgendes:
Das Mädchen Rika(von Rotantio) kann schlecht schlafen. Da meldet sich (telepathisch?) ihre totgeglaubte Zwillings-Schwester und kündigt ihren Besuch an. Anschließend streunt Rika durchs Haus und findet ihren gut aussehenden Bruder Robbby im Trainingsraum auf dem Laufband schwitzen. Sie beobachtet ihn, genießt seinen Anblick und gesteht sich ein, sich zu ihm hingezogen zu fühlen. Dann erinnert sie sich, noch eine Aufgabe zu haben und kommt dieser nach.


Ja man kann es Telepathie nennen. Du gibst dem Ganzen einen Namen. Ich habe da nie drüber nachgedacht wie das nun heißt, es ist einfach so in meinem Traum vorgekommen.

Mir bleibt leider unklar, was Du mit "auf diese Weise" meinst. Meinst Du die Telepathie (das wäre schade, ich dachte, das sei eine der Standardfähigkeiten der Menschen auf Rotantio)
Wenn Du aber den Redetext von Linea meinst, was daran ist so ungewöhnlich?


Standartfähigkeit schon. Zumindest der Frauen von Rotantino. Bei Rika und Linea hat aber in den letzten Jahren kaum noch Kommunikation stattgefunden, und wenn dann war es ein kurzes "Hallo" wenn man sich auf der Straße getroffen hat. Oder wenn man sich zufällig bei einem Besuch bei der Mutter begegnet ist. Da sie sich aber nichts zu sagen haben, haben sie auch nicht per Telepathie kommuniziert, sondern wenn überhaupt dann Auge um Auge. ;) Das meine ich eigentlich mit "auf diese Weise", aber vielleicht kann ich das ja auch anders ausdrücken oder weglassen. Werde ich mir überlegen.

Das ist viel Info in einer winzigen Textpassage. Das gefällt mir. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die schwergewichtige Feststellung "Wir dachten, du wärest tot" nicht von der Alleweltsfrage "Wie geht es dir" gefolgt wird. Das signalisiert viel Gefühlsarmut (Außer, Du wolltest das genau so) In meinen Texten käme so etwas:
"Mein Gott Linea, du lebst?, Ich habe seit unserem Absturz nichts mehr von dir gehört. Wir dachten du wärest tot. Wie schön, dass du dich meldest, bist du in Ordnung, wo bist Du, wie geht es dir?"


Ja jetzt wo du es sagst passt mir die Frage "Wie geht es dir?" auch nicht mehr so ganz rein. Ist ein wenig schwierig, den einerseits herrscht ja schon Gefühlsarmut zwischen den Zwillingsschwestern. Andererseits wünscht man ja niemanden den Tod und wenn man dann das erste Mal wieder seine Schwester hört, die eigentlich nicht mehr leben sollte, dann wäre die Überraschung und Freude in diesem Moment wahrscheinlich erstmal größer, als man sich hinterher wünscht. Auch würde ein etwas besorgterer Ton, mehr zu dem folgenden Teil passen:

„Seit wann machst gerade du dir Sorgen um mich? Um mich muss sich keiner Sorgen machen. Mir geht es prächtig....

Heute Abend werde ich mich an die Verbesserung dieses Teiles machen und dann hoffentlich auch die Fortsetzung posten können. :)

von esiontour