Schreibblockade ...

Tipps, Ratschläge und Hilfen zum Schreiben. Wie machst du das? Hilfe bei Blockaden, Hemmungen und Anfangsschwierigkeiten

Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Samira-Jessica » 20.08.2015, 19:17

Sanjar hat geschrieben:Dann nimmst du dir halt vor eine halbe Stunde an deiner Welt oder deinen Charakteren zu arbeiten oder setzt dir das Ziel Charakter Xs Charakterbogen (denke mal, du arbeitest mit so was) fertig zu machen. Die Tipps lassen sich aber denke ich genau so gut auf die Entwicklung anwenden, man muss nur die Beispiele verändern.

Wie Julestrel bereits sagte: Wahrscheinlich fehlt es dir an Disziplin. Da hilft auch, das Schreiben in die tägliche Routine fest mit einzubauen. Mir zumindest hat es geholfen. Egal wie wenig Lust ich habe, ich schreibe wenigstens meine 1000 Pflichtworte. Wenn ich dann keine Lust mehr habe, schreibe ich auch nicht mehr. Aber auch mit 1000 Worten am Tag kommt man irgendwann ans Ziel. Deshalb: Setze dir ein Ziel, das du jeden Tag erreichen willst. In der Entwicklungsphase kannst du hierfür am besten einen Zeitraum auswählen, den du an deiner Geschichte arbeiten willst. Dann setzt du dich die halbe Stunde konzentriert hin und sorgst dafür, dass alle Ablenkung verbannt wird. Nach dieser halben Stunde kannst du wieder vor dem Fernseher gammeln. Dann hast du mit wenig Zeitaufwand trotzdem was geschafft und belohnst dich auch gleich dafür.


Hm, das klingt echt gut, eigentlich. Witzig find ich gerade, dass seit ein paar Tage mit genau dieser Idee spiele. Momentan schaue ich wieder Promi Big Brother ^^ und da das ja schon spät beginnt und lange dauert, ist das vielleicht eine gute Idee, in den Tage, wo davor nichts Interessantes kommt, mich davor hinzusetzen ... :thinking: Bisher lande ich aber immer in der SWS oder anderen Seiten xD

Sanjar hat geschrieben:Sobald das Planen dann zum Alltag gehört, wird es dir fehlen, wenn du es nicht machst. Du bekommst das Verlangen nach dieser halben Stunde Planen und ab dann sollte es laufen.


Das finde ich gruselig o.o

Beim führen meines Blogs ist meine Belohnung immer das Veröffentlichen eines oder mehrerer Beiträge ... Ich zeige gerne, was ich geschafft habe ... :thinking: Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, mich z.B. mit meinen Charakterbögen anzufangen. Wenn ich fertig bin möchte ich gerne darüber erzählen ..
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Sanjar » 20.08.2015, 19:21

Samira-Jessica hat geschrieben:
Sanjar hat geschrieben:Sobald das Planen dann zum Alltag gehört, wird es dir fehlen, wenn du es nicht machst. Du bekommst das Verlangen nach dieser halben Stunde Planen und ab dann sollte es laufen.


Das finde ich gruselig o.o


Mir geht es schlecht, wenn ich nicht Schreiben kann. Das war schon immer so, weil Schreiben meine Therapie ist. Seit es aber fest zu meinem Alltag gehört, kriege ich mit jedem Tag den ich nicht schreibe ein schlechteres Gewissen. Ich habe dann das Gefühl, dass etwas fehlt und ich etwas vergessen habe. Das ist das Schreiben. Ist genau so, als wenn du jeden Tag deine Katze fütterst und es einen Tag nicht tust. Du merkst, dass du etwas vergessen hast und bekommst ein schlechtes Gewissen. Genau so kann das mit dem Schreiben auch laufen.

Anonsten denke ich, dein Ansatz klingt vielversprechend. Versuch dich vor Promi Big Brother eine halbe Stunde hinzusetzen und an deiner Welt zu arbeiten. Nach dieser halben Stunde kannst du dich dann mit Promi Big Brother guten Gewissen beschäftigen :D

Edit: Was das Reden angeht. Du kannst dir zb hier jemanden suchen, mit dem du dich über deine Geschichte austauschst oder vielleicht jemanden aus deinem Freundeskreis. Ich gebe einer Freundin oft meine neuen Kapitel zu lesen um dann mit ihr drüber zu quatschen und auch gleich ein wenig Kritik zu kriegen. Das ist hilfreich und motivierend. Versuchs vielleicht mal :)
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon SCHWARZFEDER » 20.08.2015, 19:30

Mir geht's gerade wie Samira-Jessica.
Ich hatte letzte Woche den totalen Ansporn, loszulegen und hab Inspiration in Form von Bildern etc. gesucht / gesammelt ... hab grobe Charakterkonzepte (und dazu einen Charakterbogen), eine grobe Weltaufteilung und den Plot erstellt ... und nun, seit ein paar Tagen geht nichts mehr ... ein Charakter, der ursprünglich nur Nebenchara sein sollte, drängelt sich mehr und mehr in den Vordergrund, möchte anscheinend Hauptchara sein. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, denn noch ist ja alles offen ...

Ich hab jetzt die letzten Tage nichts erzwungen, kenne das ja schon mit den Blockaden. Hab alles liegen lassen, was mit dem Schreiben zu tun hat (hab hier Papier, ein Buch und so weiter, zum Sammeln von Ideen) und mich mit anderen Dingen abgelenkt. Ich hoffe, dass die nächsten Tage (also ab Samstag) vllt. zur Erholung meines Gehirns beitragen, da ich dann endlich mal etwas frei habe ...

Grundsätzlich hilft es mir aber, Samira-Jessica, wenn ich die Sachen wirklich mal ruhen lasse ... oder rumspinne ... einfach nur Blödsinn schreibe oder so. Oder eben in einem direkten Wettkampf (wordwar) was zu Papier zu bringen, was mit meiner Geschichte zu tun hat (ging mir beim NaNo letztes Jahr so.) Oder eben Enspannung betreiben. Baden, Musik hören, mit meiner Katze schmusen, spazieren gehen etc. Oder einen Film schauen, der mich irgendwie an das Setting erinnert, in dem meine Geschichte spielt.
Ich hoffe, deine Blockade löst sich bald wieder. :/ Ist echt nervig sowas, wenn man loslegen will, aber das Gehirn / die Muse streikt... -.-


Sanjar hat geschrieben:Mir geht es schlecht, wenn ich nicht Schreiben kann. Das war schon immer so, weil Schreiben meine Therapie ist. Seit es aber fest zu meinem Alltag gehört, kriege ich mit jedem Tag den ich nicht schreibe ein schlechteres Gewissen. Ich habe dann das Gefühl, dass etwas fehlt und ich etwas vergessen habe.


Hm. Und wenn du nur kleine Dinge schreibst? Damals in der Schule haben wir "Elfchen / 11chen" geschrieben. Die sehen so aus:

Sonne.
Kühler Schatten.
Duft von Sonnenmilch.
Eiscreme an der Nase.
Heiß.

Heißen so, weil sie aus 11 Wörtern bestehen. Den hab ich mir nun gerade in ner Minute ausgedacht, ist auch nicht sonderlich schwer. Nimm das erstbeste Wort, das dir einfällt ... Oder wenn du nur 20 Wörter pro Tag schreibst. Oder 50 ... einfach irgendwas. Das ist besser, als "gar nicht" zu schreiben. ^^
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Sanjar » 20.08.2015, 19:49

Ich habe keine Schreibblockade :D Wollte damit nur demonstrieren, wie wichtig das Schreiben für mich ist und dass ich es aus diesen Gründen eigentlich jeden Tag tue. Mindestens die Pflichtwortanzahl (1000 bzw 1200), die ja schnell geschrieben sind. Bei mir läufts im Moment echt super, hab heute auch schon 3 1/2k Worte geschrieben.

Aber trotzdem danke für den Tipp, auch wenn das nichts für mich ist :)
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon SCHWARZFEDER » 20.08.2015, 19:53

War auch mehr darauf bezogen, dass du meintest, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du mal nicht schreibst :)
Aber gern geschehen.
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Drachenschwinge » 20.08.2015, 20:44

Der einzig funktionierende Weg, den ich bislang erlebt habe (bei mir selbst und auch bei anderen), wurde bereits genannt und der heißt: Tu es.
Und Disziplin ist das richtige Stichwort dazu.
Jeden Tag, ohne Pause. Daraus ergibt sich die Routine. Und ohne die läuft das nicht auf Dauer.
Wählt ein Ziel aus, das immer schaffbar ist, egal, wie voll der Terminkalender des Tages ist, egal wie ihr euch fühlt. 15 Minuten gehen immer irgendwie. Ist der Tag vollgestopft, findet man trotzdem 15 Minuten und wenn es Gedanken auf dem Weg von A nach B sind, die man auf einen Fetzen Papier kritzelt. Oder eine kleine Wortzahl (das schwankt je nach Schreibtempo). Das, was einem am meisten liegt, sollte man dafür wählen.
Und ja, es kommt immer wieder vor, dass die Lust fehlt. Aber das ist im Alltag doch bei vielem so. Geschirr abwaschen? Ach, ich habe überhaupt keine Lust dazu, ich möchte einfach nur hier sitzen bleiben und gar nichts tun. Und dennoch rafft man sich aus und zieht das Programm durch. Genauso läuft es mit der Projektarbeit (ich nenne es so, um schreiben wie auch planen und überarbeiten mit einzubeziehen).
Irgendwann tritt der Zustand ein, den Sanjar genannt hat. Und selbst dann gibt es Tage, an denen man denkt, dass man gerade gar nicht mag. Und dennoch wird man es tun, weil es einfach dazu gehört.
Nicht ins Internet gehen und fragen, was man tun kann. Diese Zeit nutzen und am Projekt arbeiten. Danach kann man wenigstens auf ein Ergebnis schauen, selbst wenn es minimal sein sollte. Es ist mehr als man sonst geschafft hätte.
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Libelle » 20.08.2015, 20:47

Samira-Jessica hat geschrieben:Ich glaube für Sperren bin zu un-selbstdiszipliniert ... :roll: Ich kann mich schwer zu etwas zwingen.

Die Sperren erfordern nicht deine Disziplin, sondern sperren dir temporär das Internet oder bestimmte Internetseiten, ganz unabhängig davon, für wie (un)diszipliniert du dich hältst.

Was du auch machen könntest, ist dir eine Stoppuhr hinstellen (ich benutze gern Pomodairo) und dir sagen, dass du dich mal konsequent für x Minuten nur deiner Geschichte widmest. Ich stelle oft fest, dass wenn ich mich erstmal eine halbe Stunde gezwungen habe, ich mir danach gern die nächste halbe Stunde »freischalte«, weil ich irgendwie, ohne es zu merken, in den Arbeitsmodus hineingerutscht bin.

Zudem versuche ich neuerdings meinen Tag zu optimieren. Deshalb lese ich »Getting things done« von David Allen, weil ich in den letzten Jahren festgestellt habe, dass viel von meiner früheren Disziplin verloren gegangen ist. Momentan stecke ich aber zu sehr im Abgabestress, so dass ich noch keine Gelegenheit hatte, die Prinzipien/Methoden mal auszuprobieren.

Als faules Gewohnheitstier muss man aktiv an sich arbeiten, um das produktive Arbeiten als festen Bestandteil seines Alltags zu etablieren.
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Karl Kraus (1874 – 1936)
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon JimPhrasenlaus » 28.08.2015, 21:41

Nun melde ich mich doch auch mal wieder,

vielen Dank für die Antworten, die gaben mir echt zu denken. Auch wenn das soweit nicht meine Schreibblockade lösen konnte, hat es mich doch inspiriert, mal wieder mein Hirn einzuschalten.
Nach einiger Zeit kam dann eines zum anderen und nun habe ich zwar die alten Projekte nicht weiter geschrieben, sondern nur ein paar Mind-Maps erstellt, den Plot überarbeitet (was mich aber keinen Deut weiter gebracht hat), aber dafür habe ich ein ganz neues Projekt begonnen und bin doch überrascht, dass ich da tatsächlich mittlerweile 120 Seiten zu habe.

Schöne Grüße,
Jim
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"Ja..."
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon mareis » 19.09.2015, 13:51

Hallo! Was mir bei den sogenannten Schreibblockaden aufgefallen ist, ist dass viel von dem was da "blockiert" die Sorge ist, dass das was du schreiben wirst, dir vielleicht nicht gut genug sein könnte. Mir geht es immer wieder so, gerade wenn ich eine Passage geschrieben habe mit der ich zufrieden bin. Da hilfts dann nix als zu sagen: "Egal wie unzureichend das sein wird, was ich mache."
Ich knalle selbst die flachesten Kitsch-Plots hin, überarbeiten kann man ja immer noch.
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon mareis » 19.09.2015, 14:06

In meinem Fall war die Schreibblockade meistens ein Ausdruck dessen, dass ich zu große Anforderungen an mich selbst gestellt habe. Ich habe erwartet etwas Großartiges hinzubringen und mich so gewissermaßen verkrüppelt. Aber in dem Moment wo ich alle Erwartungen über Bord geworfen habe (das einzige Erfolgskriterium, dass ich etwas zu Papier bringe), da ging's dann plötzlich wesentlich besser.
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Mindelu » 19.09.2015, 14:59

Mein allerheilmittel gegen eine Schreibblockade?

Lese ein sau mieses Buch. Das hat bei mir bisher immer geholfen.
Weil dann ärgere ich mich während des lesens so sehr, das mein Gehirnkasten vor "Ideen wie man es hätte besser machen können" nur so raucht und bisher war da immer auch was brauchbares für mich dabei.

Es ist unglaublich beflügelnd. Seit ich das rausgefunden hab, hab ich immer einen miesen Roman als Vorat auf meinem Kindel. :mrgreen:
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon nurmir » 01.11.2015, 17:56

Mein erster Beitrag hier ... :)

Tja, Thema Schreibblockade.
Also ich bin gerade dabei der beste Schriftsteller der Welt zu werden. Deswegen schreibe ich auch nichts, beziehungsweise ich schreibe bis maximal drei Seiten, und lösche das ganze dann wieder.
Wenn man der beste Schriftsteller der Welt werden möchte, darf man natürlich keine Sch.... schreiben.
Meistens ist es so, das ich meine, das Leser das wohl mit entsetzen in die Ecke werfen werden.
Oder es ist nicht "mein" Stil. Oder nach drei Seiten gefällt mir die Geschichte selber nicht mehr.
Dabei fällt mir ein, ich war schon mal auf Seite 140. Meine "Probeleserin" war sehr angetan davon.
Allerdings ich nicht. Ab Seite 141 hab ich das ganze wieder gelöscht. Ich fand das ich die Geschichte zu infantil geschrieben habe, ein Kinderbuch sollte das nicht werden.
Also ihr seht, das es schwer ist der beste Schriftsteller der Welt zu werden, wenn man nur bis Seite drei kommt.
Ich könnte auch nur der zweitbeste Schriftsteller werden, dann würde ich bis Seite fünf kommen ... vermutlich :)
Vielleicht sollte ich der schlechteste Schriftsteller der Welt werden, dann könnte ich auch mal was zu Ende schreiben. Aber dann würde ich die Ansprüche die ich an mir selber habe aufgeben, was ich nicht kann.
Ich bin nicht gut darin über meinen eigenen Schatten zu springen.
Also es kann noch etwas dauern bis ich den Literatur Nobelpreis bekomme für den Roman den ich bisher noch nicht geschrieben habe.
Nun ja, wenigstens habe ich mein Humor noch nicht verloren, und kann über mich selber spotten.
Es ist wirklich ein Drama.
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Julestrel » 02.11.2015, 09:13

Hallo nurmir,

nur mal ein kleiner Tipp von mir: Einen Text, denn du geschrieben hast, kannst du solange verbessern, bis er für den weltbesten Schriftsteller passt. Bei einem gelöschten Text kannst du das nicht :)


Julestrel
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon Ankh » 02.11.2015, 10:45

Da kann ich Julestrel nur zustimmen: Niemals irgendwas löschen!

Ansprüche an sich selbst zu haben ist gut. Aber wenn du deine Fehler löschst, anstatt sie zu analysieren, wirst du niemals das Level erreichen, das du anstrebst. Schreibe. Lass es sruhen. Dann lies es wieder und stelle fest, wo das Geschriebene hakt. Und dann lösche es nicht einfach, sondern mach es besser. Wenn du der beste Schriftsteller der Welt sein willst, dann kannst du es besser. Diesen Satz. Und den nächsten. Den Aufbau der Szene kann man straffen. Der Dialog könnte knackiger. Der erste Satz greift noch nicht richtig. Feile daran! Das, was du in der ersten Fassung hinrotzt ist niemals gut genug. Wenn es dir auf anhieb gefallen würde, wärest du ein schlechter Schriftsteller, einer ohne Ansprüche an sich selbst, einer, der sein Werk nicht kritisch hinterfragen kann.

Ein Bildhauer schafft auch nicht mit einem Schlag aus einem Marmorblock ein Kunstwerk. Und wenn der Stein nach einem Schlag nicht nach Kunstwerk aussieht, dann wirft er ihn nicht weg. Ob bester Bildhauer der Welt oder nicht, er muss Pläne zeichnen, den Stein studieren, anfangen, vorsichtig hier und da etwas wegzumeißeln, bis sich die Form ergibt, und dann immer, immer weiter ins Detail gehen. Und genauso schreibt ein Meisterschriftsteller ein Buch.

Also hör auf zu löschen und fang an, an deinen Texten zu arbeiten! :alarmclock:
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Re: Schreibblockade ...

Beitragvon nurmir » 02.11.2015, 11:46

Das mit dem besten Schriftsteller der Welt war ja selbst ironisch gemeint. ;)
Ich stehe mich halt selbst im Wege. Ich arbeite ja mit Entwürfen, und mache hinterher was daraus, so wie die meisten Leute. Nur ich bringe es nicht fertig, schlecht zu schreiben. Ich denke über jeden Satz nach, schon während des Schreibens. Ich weiß das dies falsch ist, aber ich kann nun mal nicht anders ;)

Ein schönes Forum, gibt viel zu lesen hier. Schade das es in einen langen Schlaf geschickt wird. Aber ich werde hier viel lesen. Vielleicht komme ich durch diesen Anreiz weiter.
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