Schreibtipps

Die Normseite

Was ist eine Normseite?
Die Normseite ist so definiert, dass jede Seite höchstens 30 Zeilen hat und jede Zeile höchsten 60 Zeichen. Dazu zählen auch Leerzeilen und Leerzeichen. Das macht dann pro Seite höchsten 1800 Zeichen. Zeichen, nicht Buchstaben oder Worte. Durch die feste Größe, lässt sich der Umfang von Texten relativ gut miteinander vergleichen.

Eine Normseite wird beim Schreiben erst nötig, wenn du deine Texte an Verlage oder Wettbewerbe schicken möchtest, da die Lektoren und die Jury so eine ungefähre Vorstellung von der Länge deines Textes bekommen. Vorher kannst du in jedem beliebigen Format schreiben.

Anmerkung: Manche Wettbewerbe und Verlage stellen ihre eigenen Normseiten zur Verfügung. In diesem Fall ist anzuraten, die bereitgestellte Vorlage zu verwenden und keine eigene Normseite zu erstellen.
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Wie erstelle ich eine Normseite?
Ich habe eine Weile probiert eine herunterladbare Vorlage zu erstellen. Leider klappt das immer noch nicht so ganz. Bei mir zu Hause an meinem Rechner sieht alles wunderbar aus, so wie es eben laut Definition sein soll. Wenn ich die Vorlage aber an einem anderen Rechner mit einer anderen Wordversion öffne, ist alles anders. Was ich damit sagen will, es geht nichts über "deine Normseite selber zu machen" [oder eine - die für dich funktioniert - im Internet zu finden]. Im Folgenden erkläre ich dir wie das funktioniert und was du dazu brauchst.

Die Schriftart: nichtproportional

"Normale" Schriften sind proportional. Das heißt, sie geben jedem Buchstaben so viel Platz, wie er auch braucht. Das "i" ist schmaler als das "a", oder das "m". Diese Schriften können wir für unsere Normseite leider nicht gebrauchen. Die Zeilen hätten, durch die unterschiedliche Breite der Buchstaben, alle unterschiedlich viele Zeichen.

Proportionale Schriften sind zum Beispiel: Arial, Times New Roman und Verdana

Bei nichtproportionalen Schriften, ist jedes Zeichen gleich breit, sogar der Punkt. Sie werden oft auch als Monotype- oder Monospace-Schriftart bezeichnet.[Mehr über nichtproportionale Schriften bei Wikipedia]

Nichtporpotionale Schriften sind zum Beispiel: Courier, Courier New, Lucida Console und Letter Gothic.

Als erstes wählst du eine der Schriften aus. Die meisten Verlage bevorzugen Courier New, aber ich denke, solange sie monospaced ist, sollten auch "schickere" Schriften in Ordnung sein. Die Schriftgröße liegt meist zwischen 10 und 12 Punkt. Du solltest die Schrift auf keinen Fall größer oder kleiner wählen. Denk dabei auch immer an den Lektor, der müde Augen bekommt von winzigen Buchstaben oder ständig blättern muss, wegen der riesigen Lettern und dann dein Manuskript zur Seite legt, weil er einfach genervt ist. Alle zusätzlichen Hürden solltest du so gut es geht vermeiden.

Zeilenabstand

Die Zeilenabstände sollten auf jeden Fall größer sein, als bei einem normalen Dokument. Gewöhnlich nimmt man einen eineinhalb-fachen (1,5) Zeilenabstand. In dem Menu sollte es bei allen Programmen eine Option Absatz geben. Dort kannst du für das gesammte Dokument den Zeilenabstand einstellen. Stelle ihn auf 1,5 mindestens. Wenn du einen größeren nimmst, passen vielleicht nicht mehr alle 30 "Normzeilen" auf eine Seite. Aber das wäre absolut nicht schlimm, nur unüblich.

Seitenränder

Schreibe nun, in der gewählten Schriftart - die Zeichenfolge "1234567890" ohne die Anführungsstriche und ohne Leerzeichen, sechs mal hintereinander auf. Damit hast du genau 60 Zeichen auf's Papier gebracht. Nun gehst du in die Einstellungen deines Textverarbeitungsprogramms, wo du die Seitenränder festlegen kannst. Verändere den rechten und den linken Seitenrand so lange, bis diese 60 Zeichen ganz genau in eine Zeile passen. Wenn du am Ende der Zeile ein weiteres Zeichen eingeben willst, muss es in die nächste Zeile springen.

Nun machst du 30 Zeilen auf deine Seite. Du kannst entweder jede Zeile mit einer Nummer beginnen, oder du schlatest die Zeilennummern ein, um das Ganze etwas übersichtlicher zu gestalten. Jetzt veränderst du den unteren und oberen Seitenrand bis nur genau 30 Zeilen auf deine Seite passen. Wenn du ganz unten nochmal Enter drückst, muss eine neue Seite erscheinen.

Anmerkung: Damit alles genauso funktioniert und am Ende auch aussieht wie es soll, musst du unbedingt die automatische Silbentrennung abstellen.
Tipp: Wenn du nicht so genau weißt, wo du welche Funktion bei deinem Programm findest, dann drücke F1 und gib den entsprechenden Begriff in die Hilfe ein. Ich habe festgestellt, dass das in 90% der Fälle weiterhilft.

Das Feintuning

Deine Normseite ist jetzt eigentlich schon benutzbar. Zu den 1800 Zeichen zählt nur der Bereich, in dem du deinen Text schreibst. Die Kopf- und Fußzeilen werden nicht beachtet. Auf die Normseite sollten noch ein paar Infos, denn Manuskripte werden immer ungeheftet eingesendet, und wenn ein Windstoß mal alles vom Tisch fegt, soll dein Lektor ja noch wissen was in welcher Reihenfolge zusammengehört.

Was du auf jeden Fall draufschreiben solltest ist: Seitenzahl, Titel, Autor, Kontaktdaten. Diese Sachen lassen sich super in den Kopf- und Fußzeilen verstauen. Times New Roman Größe 10 reicht vollkommen aus.

In die Kopfzeile kommt bei mir der Titel und mein Name. Rechts in die Ecke kommt die aktuelle Seitenzahl. Die meisten Programme haben eine Funtkion, mit der sie die Seitenzahlen automatisch eintragen und aktualisieren. In die Fußzeile kommt Adresse, Telefon, Email und wenn du eine hast die Autorenhomepage. Eine Zeile darunter schreib ich immer Seite x von y.

Wenn du deine Seitenränder auch noch ausnutzen willst, kannst du versuchen diese günstig zu setzen. Verschiebe sie ohne die Breite des Textes zu ändern weiter nach links oder rechts. Günstigerweise sollte rechst am meisten Platz sein für Randnotizen zum Beispiel. Auch wenn Manuskripte nicht gelocht oder geheftet werden, solltest du links trotzdem nicht zu nah an den Rand kommen.

So, das wars, du hast gerde deine eigene Normseite erstellt. :D
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Normseitenerklärung von:
Die Erklärungen zur Normseite wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Liyah, überarbeitet von Jacky.
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Rechtschreibhilfen

Programme zur Rechtschreibprüfung
Da die Rechtschreibung in der Schreibwerkstatt wie in einem Werk bzw. Buch besonderes Augenmerk verdient, stellen wir dir hiermit eine Liste mit uns bekannten Rechtschreibhilfen und Prüfungsprogrammen zusammen.

Kategorie Name Homepage / bei Amazon Kommentar
Rechtschreibung Duden-Korrektor Version 5 Duden Homepage
Duden Korrektor 5 (Amazon) ~19-45€
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Rechtschreibung Duden-Korrektor Version 6 Duden-Korrektor Version 6
Duden Korrektor 6 (Amazon) ~14-50€
Rezension bei Schriftstellerwerden.de
Über den Browser WBuch Schreibprüfung WBuch Schreibprüfung Homepage  
Über den Browser Firefox Wörterbuch Firefox Wörterbücher Downloadseite  
Über den Browser WordWeb WordWeb Homepage Eigenständiges Browser-Programm, Nachschlagehilfe für Wörter in Deutsch und Englisch über WordWeb, Wiktionary, Wikipedia und LEO.
Schreibprogramm AbiWord AbiWord Homepage
AbiWord Download deutsch (Chip.de)
 
Schreibprogramm Openoffice Openoffice Homepage  
Schreibprogramm YWriter YWriter Homepage Dokumentation von Schriftsteller-werden.de
Rechtschreibung nur begrenzt nutzbar ( Englisch )
Schreibprogramm Microsoft Word Microsoft Homepage
Word (Amazon) ~50-260€
 
Schreibprogramm Papyrus Autor Papyrus Autor Homepage ~ 149€ + Zusatzlizenzen (wenn gewünscht) Programm inklusive Duden-Korrektor

Bitte beachte, dass die Preise sich ändern können.

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Programmzusammenstellung von:
Diese Liste wurde freundlicherweise zusammengestellt von Malemmy, überarbeitet von Liyah und Jacky.

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Schreibprogramme

Programme für Schriftsteller
Das unverzichtbare Werkzeug eines Schriftstellers ist der Stift. Da wir in einem Zeitalter moderner Techonlogie leben, können wir nun papiersparend ohne Stift auf dem PC schreiben. Hier stellen wir dir eine Übersicht uns bekannter Programme zusammen. ;)

Freeware / Donationware

Name Homepage Kommentar
OpenOffice OpenOffice Homepage Open Office Wikipedia Hilfe
Ist wie Microsoft Office nur als Freeware.
YWriter YWriter Homepage Dokumentation von Schriftsteller-werden.de
no-site.de "Die Anfänge"
Software zum Buchschreiben: mit Kapiteln, Szenen, Figuren/Charaktern, Plot entwickeln, Timeline, etc.
Storybook Storybook Homepage Tutorials Storybook (englisch)
Vergleichbar mit YWriter. Kapitel, Szenen, Figuren/Charakter, Plot entwickeln, deutsche Orthographie.
Installation benötigt: Java 6
Q10 Q10 Homepage Rezension bei Schriftsteller-werden.de
Einfaches Programm zum Schnell-/Vielschreiben, Textverarbeitung im Vollbildmodus
Dark Room Dark Room Homepage Rezension bei stiftundblog.de
Einfaches Programm zum Schnell-/Vielschreiben, Textverarbeitung im Vollbildmodus
Ähnlich wie Q10 nur in Orange
WriteMonkey WriteMonkey Homepage WriteMonkey Hilfe (englisch)
Rezension beo online-tech-tipps.de
Einfaches Programm zum Schnell-/Vielschreiben, Textverarbeitung im Vollbildmodus
Ähnlich wie Q10, mit einer Rechtschreibhilfe.
Rough Draft Rough Draft Homepage FAQ von Rough Draft (englisch)
Kleiner handlicher Textverarbeitungs/HTML Editor. Als Nachschlagewerk & Tool arbeitet er mit WordWeb zusammen
BookMe BookMe Homepage BookMe Beschreibung
Textverarbeitung in Baumstruktur. Exportieren als HTML-Dateien oder per Microsoft Help Workshop als Windows-Hilfe-Dateien. Das Programm benötigt Microsoft Framework ab der Version 2.0 und den Internet Explorer ab Version 5
Texmaker Texmaker Homepage Domkumentation von Texmaker (englisch)
Kochbuch für LaTeX
Was ist LaTeX?
Plattformunabhängiger LaTexeditor
Wikidpad Wikidpad Homepage Wikidpad Wikipedia Hilfe (englisch)
Wikidpad Wiki (deutsch)
Wiki- und HTML-Editor
Freemind Freemind Homepage Test von Schriftsteller-werden.de
FAQ von Freemind (englisch)
Mindmapping-Software
Quickplot Quickplot Homepage Quickplot Hilfe (englisch)
Programm zum Plot erstellen.
CeltX CeltX Homepage CeltX Wikipedia Hilfe
Großes "all in one" Media Produktions Studio, Bearbeitungswerkzeuge, Drehbuchwerkzeuge, Mediengliederungen, Kalender, Berichte und vieles mehr. In 20 Sprachen und für viele Betriebssysteme. CeltX Studios jedoch kostenpflichtig: ab 4,99$ pro Monat für 5 Benutzer
Tomboy Tomboy Homepage Tomboy Beschreibung (englisch)
Tomboy Wiki (deutsch)
Notizzettel-Anwendung für den Desktop
Evernote Evernote Evernote "Getting started" (englisch)
Evernote FAQ (englisch)
Evernote Informationen (deutsch)
Virtuelles Plattform übergreifendes Notizbuch. Benötigt .NET Framework 3.5 SP1


Demos / Shareware / Kostenpflichtige Programme

Name Homepage / bei Amazon Kommentar
Microsoft Office und Word Microsoft Office Homepage
Microsoft Word Homepage
Microsoft Office (Amazon) ~80-260€
Microsoft Word (Amazon) ~50-260€
Microsoft Word Hilfe
Standard Text-Programm.
MS OneNote MS OneNote
MS OneNote (Amazon) ~36-90€
Tipps und Anleitungen von beqiraj.com
Professionelles virtuelles Notizbuch.
Writer's Café inkl. Storylines Writer/s Café Homepage ~23-41€ Writer's Café "Getting started" (englisch)
Rezeinsion von Storylines auf no-site.de
Rezeinsion von Writer's Café auf no-site.de
Programmsammlung. Storylines zum schreiben und organisieren von Plots.
Papyrus Autor inkl. Duden Korrektor Papyrus Autor Homepage ~149€ Rezension von JenLi auf gedankenkonstrukte.de
Schreibprogramm mit Rechtschreib- und Grammatiklehrer. Gute Exportfunktion in gängigste Formate, unter anderem PDF und html.(inkl.Duden-Korrektor)
PageFour PageFour Homepage ~35$ PageFour Support Forum (englisch)
Kleines, handliches Programm für Autoren und kreative Schreiber, Wortanalyse, Wörterbuch.
Liquid Story Binder Liquid Story Binder Homepage ~35$ Liquid Story Binder Tutorialsliste (englisch)
Professionelles Schreibprogramm, Plotten&Planen, Organisieren.
Duden-Korrektor Version 5 Duden Homepage
Duden Korrektor 5 (Amazon) ~19-45€
Rezension bei Schriftsteller-werden.de
Duden-Korrektor Version 6 Duden-Korrektor Version 6
Duden Korrektor 6 (Amazon) ~14-50€
Rezension bei Schriftstellerwerden.de


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Programmzusammenstellung von:
Diese Liste wurde freundlicherweise zusammengestellt von Malemmy, überarbeitet von Liyah und Jacky.

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Rechtschreibung & Grammatik

Die Zeiten
Beim Schreiben die richtige Zeit zu benutzen ist essentziell. In den Einsteigertipps haben wir schon über die Zeiten gesprochen, die man beim Schreiben als Erzählzeit verwendet.

Hier bieten wir dir nun eine Liste mit allen Zeiten.

  • Präsens, Gegenwart
    Das Präsens ist die Form der Gegenwart:
    Er geht, sie schwimmt (jetzt gerade).

    Normalerweise sind Romane im Präteritum geschrieben, da man ja eigentlich nur etwas erzählen kann, was schon vorbei ist. Es gibt aber auch Bücher, die vollständig im Präsens geschrieben sind; als Autor hast du die freie Wahl.

    Das Präsens bietet sich an für Kommentatoren, da diese etwas erzählen, was sie gerade sehen:
    "Ballack stellt sich dem gegnerischen Verteidiger... er trickst ihn aus... schnappt sich den Ball... er schießt und - TOOOOOOOOOOOR!"
    Es bietet sich auch immer dann an, wenn etwas regelmäßig passiert, oder, wenn eine Person denkt, spricht, etc. Beispiel:
    Ihr Freund hatte sie verlassen. Ihre Eltern waren tot. Es regnete. "Das Leben ist echt scheiße," dachte sie.

  • Perfekt, vollendete Gegenwart
    Wie der Name schon sagt, wird das Perfekt für Ereignisse verwendet, die bereits abgeschlossen sind.
    "Hast du deine Hausaufgaben gemacht?" "Ja, ich habe sie gemacht."

    Dies ist die Vergangenheitsform, die im mündlichen Gebrauch am meisten verwendet wird. Wenn man schreibt, benutzt man aber das Präteritum oder aber wie erwähnt das Präsens.
    In der wörtlichen Rede kannst du gerne das Perfekt benutzen, da es ja darum geht, die Charaktere sprechen und lebendig wirken zu lassen oder wenn die Handlung schon abgeschlossen ist.

  • Präteritum, Vergangenheit
    Die normale Vergangenheitsform in Romanen ist das Präteritum (auch Imperfekt genannt):
    Er küsste sie, sie ging, wir standen, sie riefen.

    Das Präteritum ist außerdem eine Verlaufsform, während das Perfekt andeutet, dass die Handlung schon beendet ist. Vergleiche mal diese beiden Sätze:

    Präteritum: Ceragon schlich sich näher an den feindlichen Drachen, bis der Rauch aus den Nüstern des schlafenden Ungeheuers seine Hand streifte.

    Perfekt: Ceragon hat sich näher an den feindlichen Drachen angeschlichen, bis der Rauch aus den Nüstern des schlafenden Ungeheuers seine Hand gestreift hat.

    Der zweite Satz im Perfekt klingt, als hätte ihn jemand geschrieben, der schon weiß, was passieren wird. Der erste Satz im Präteritum klingt, als würde man direkt hinter Ceragon stehen. Man ist dichter an der Handlung dran.

  • Plusquamperfekt, Vorvergangenheit
    Dieses zeigt an, dass eine bestimmte Handlung vor einer anderen Handlung in der Vergangenheit passiert.
    Er hatte gesagt, sie hatte gemacht, er hatte geküsst.

    Du hast also eine Handlung im Perfekt oder Präteritum, und eine im Plusquamperfekt, die davor passiert. Zwei Beispiele für die verschiedenen Kombinationen:
    • Präteritum und Plusquamperfekt:
      Ceragon schlich sich näher und näher. Plötzlich hielt er inne. Sein Köcher war leer. Hatte er etwa seine Pfeile im Lager vergessen?
    • Perfekt und Plusquamperfekt:
      "Ceragon hat seine Pfeile wieder nicht dabei," sagte Karya, "er hatte sie schon beim letzten Mal im Lager liegen lassen!"

    Bevor du allerdings ganze Passagen im Plusquamperfekt schreibst, solltest du überlegen, ob eine Rückblende nicht besser wäre.

  • Futur I, Zukunft
    Das Futur I ist die Form, mit der man förmlich über die Zukunft spricht. In der Umgangssprache benutzt man häufig auch für zukünftige Ereignisse das Präsens:
    "Gehst du morgen ins Kino?"

    Das Futur kann man in der wörtlichen Rede benutzen, wenn diese besonders wichtig ist oder von einem mittelalterlichen Charakter gesprochen wird.
    So könnte ein Herrscher sagen:
    "Morgen wirst du sterben!"
    Oder ein Prophet:
    "Die Welt wird in sieben Tagen untergehen!"

    Ein normales Kind würde aber kaum sagen:
    "Ich werde morgen in die Schule gehen."
    sondern hier eher das Präsens benutzen:
    "Ich gehe morgen in die Schule."

  • Futur II, vollendete Zukunft
    Das Futur II wird heute nur noch selten gebraucht. Wenn jemand über die Zukunft spricht, und dabei eine Reihenfolge von Ereignissen erstellt, kann es sein, dass man das Futur II benutzt.
    "Sobald ich meine Hausaufgaben gemacht haben werde, werde ich mich entspannen."

    Gemacht haben werde ist das Futur II, ich werde mich enstpannen ist Futur I.

    Mein Tipp: Benutze diese Zeit nicht. Sie klingt künstlich, förmlich, und sie ist beinahe ausgestorben.
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Die Satzzeichen
Eine Liaison zwischen Rechtschreibung & Grammatik:

Die Satzzeichen sind noch nicht komplett und werden von Greta weiter ergänzt. Bis heute haben wir das Komma.


Die Familie der Satzzeichen

  "Nicht immer lassen sich die verschiedenen Zwecke der Zeichensetzung zugleich erreichen. Zuweilen erfordert die grammatische Gliederung ein Zeichen, wo der Redende keine Pause macht, und umgekehrt. Oft kann auch der Schreibende die Satzzeichen zur feineren Schattierung des Gedankens verwenden. Aus diesen Gründen lassen sich nicht für alle Fälle unbedingt gültige Regeln aufstellen; es muss vielmehr dem Schriftsteller eine gewisse Freiheit bewahrt bleiben. In der Hauptsache bestehen jedoch feste Regeln, die überall zu befolgen sind, wo der Schriftsteller nicht anders bestimmt." (Konrad Duden [1829 - 1911] in: "Rechtschreibung der Buchdruckereien deutscher Sprache", 1. Aufl. 1903. Leipzig ; Wien)

Reden und Schreiben ist nicht dasselbe. Wichtige Merkmale, die für ein persönliches Gespräch so typisch sind, wie z. B. Mimik, Gestik oder Ausdrucksweise, fallen beim Schreiben weg.
Damit stehen vor allem Autoren vor einer ungewohnten sprachlichen Herausforderung, weil sie eine höhere Forderung nach entsprechenden Rechtschreib- und Grammatikkenntnissen erfüllen müssen.


Das Komma

Übersicht: Das Komma


Dies betrifft auch die Zeichensetzung, denn obwohl sie eigentlich zur Rechtschreibung gehört, ist sie eng mit der Grammatik verbunden. Ein gut fundiertes Verständnis der Satzlehre (Syntax) ist also die unumgängliche Voraussetzung für einen geübten Umgang vor allem mit dem Komma, wie folgendes Beispiel zeigt:

Fehlende oder falsch gesetzte Kommas / Komata erschweren nicht nur das Lesen, sondern können auch die Aussage eines Satzes beeinflussen bzw. umkehren.

  1. Der Lehrer sagt der Schüler ist ein Esel.
  2. Der Lehrer sagt, der Schüler ist ein Esel.
  3. Der Lehrer, sagt der Schüler, ist ein Esel.


Das Komma in Aufzählungen

Das Komma steht bei der Aufzählung von Wörtern und Wortgruppen, wenn diese nicht durch Bindewörter miteinander verbunden sind:
  • Sie wirkte gelöst, heiter, überglücklich.
  • Zu den Hauptstädten Europas zählen: Wien, Berlin, London, Paris.

Die Bindewörter (Konjunktionen) "und, oder, sowie, wie, entweder ... oder, beziehungsweise (bzw.) / respektive (resp.), sowohl ... als auch, sowohl ... wie auch, nicht ... noch, weder ... noch" ersetzen das Komma:
  • Sie lebte in Sünde, Not und Elend.
  • Lisa philosophierte stundenlang über das Leben im Allgemeinen, über den Sinn des Lebens im Besonderen und über die Hausfreunde ihrer Schwester.
  • Möchten Sie als Beilage Reis, Kartoffeln, Gemüse oder Pasta dazu haben?
  • An dieser Konferenz nahmen Politiker, Wirtschaftsexperten sowie Vertreter karitativer Organisationen teil.
  • Die fortgesetzte Kontroverse um seine Herkunft, die permanenten Kränkungen haben einen innerlich wie äußerlich haltlosen jungen Mann aus ihm gemacht.
  • Entweder bist du mein Freund oder mein Feind!
  • Der Mann ist verheiratet beziehungsweise / respektive so gut wie.
  • Diese Vorschriften gelten sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene.
  • Das bist du sowohl deinem Land wie auch deiner Selbstachtung schuldig!
  • Nicht verzagen werde ich noch beugen den Nacken.
  • Ich kenne weder seine Nationalität noch seinen jetzigen Aufenthaltsort.

Aber vor einem zweiten "weder" muss ich ein Komma setzen:
  • Bin weder Fräulein, weder schön, kann ungeleitet nach Hause gehn.

Geht der Satz hingegen weiter, so steht nach der letzten Aufzählung kein Komma:
  • Sylvia, Bernd, Andrea, Jonas besuchen gemeinsam das humanistische Gymnasium.

Das gilt auch dann, wenn ich neu ansetze, um derselben Sache eine andere Bezeichnung zu geben oder um ihr Nachdruck zu verleihen:
  • Ich will diesen Heuchler, diesen Pharisäer, diesen Schleimer niemals wiedersehen!
  • Verzweiflung packte mich, bodenlose Verzweiflung.
  • Das soll er mir büßen, eines Tages wird er sein blaues Wunder erleben!
  • Dein Großvater, der war ein umgänglicher alter Herr.
  • An der übernächsten Kreuzung, da müsst ihr links abbiegen.
  • In der Pyjamahose, so holt mein Vater sich allmorgendlich seine Zeitung.

Vor den Konjunktionen "aber, zwar … aber, allein, allerdings, wenn auch, (je)doch, sondern, vielmehr, einerseits ... andererseits, nicht nur ... sondern auch, halb … halb, ob … ob, teils ... teils, je … desto (umso), zum einen … zum anderen" hingegen steht immer ein Komma:
  • Übergebt Leander diesen Brief, aber achtet darauf, dass Euch niemand belauscht!
  • Die junge Frau konnte zwar aus den Trümmern geborgen werden, starb aber zwanzig Minuten später.
  • Eugenie erkannte die Bedrohung, allein sie stand wie erstarrt.
  • Vicki hatte gestern Abend ihren ersten großen Auftritt, allerdings versagte ihr vor Aufregung die Stimme.
  • Der Minister ist eine beeindruckende, wenn auch eigenwillige Persönlichkeit.
  • Da hat jemand ein falsches Spiel mit dir getrieben, doch weshalb ist das mein Problem?
  • Das ist kein Ziergras, sondern eine Cannabispflanze!
  • Hier geht es nicht um persönliche Eitelkeiten, vielmehr um traditionelle Werte.
  • Einerseits freute sich Marion für ihre Schwester, andererseits neidete sie Marlene den Erfolg.
  • Wir verkaufen das Haus nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch, weil wir die Erinnerung scheuen.
  • Halb folgte sie ihm freiwillig, halb schleifte er sie hinter sich her.
  • Ob Mann, ob Frau, ob Kind, ob Greis, jetzt müssen alle mit anpacken!
  • Die Anklage stützte sich teils auf Indizien, teils auf Zeugenbeweise.
  • Je länger ich über die Alternative nachdenke, desto weniger gefällt sie mir.
  • Zum einen (ver)traue ich Lukas nicht, zum anderen halte ich die Aktion für zu riskant.


Das Komma in Satzreihen

Die obigen Regeln gelten auch in Satzreihen (Satzverbindungen). Dies sind aneinandergereihte gleichrangige Teilsätze ("Hauptsätze"), die zu einem komplexen Satz verknüpft sind:
  • Der Himmel strahlte, die Sonne lachte, die Mücken stachen.
  • Wo hört die Toleranz auf, wo beginnt die Gleichgültigkeit?
  • Bitte sei so lieb und reich' mir 'mal den Zucker.
  • Die Sonne verschwand hinter den Bergen und die Nacht senkte sich über das Tal.

Möchte ich aber die Gliederung des Satzes hervorheben, um einen Teilsatz besonders zu betonen oder um Missverständnisse zu vermeiden, dann setze ich ein Komma:
  • Die Mutter schimpfte auf den unbelehrbaren Klassenlehrer[,] und der Sohn grinste schadenfroh.
  • Entweder rufst du ihn sofort an[,] oder ich tue es morgen früh für dich.
  • Ihr resoluter Vormund hatte ein Machtwort gesprochen[,] und Edith packte weinend die Koffer.
  • Wir würden uns gerne eurer Gruppe anschließen[,] oder brächte das euren Zeitplan durcheinander?

Eingeschobene Hauptsätze ("Schaltsätze") trenne ich mit einem paarigen Komma vom restlichen Satz ab:
  • Hochmut, so heißt es, kommt vor dem Fall.
  • An einem Sonntagmorgen vor fünf Jahren, wir saßen gerade beim Frühstück, warfen zwei Männer einen Molotowcocktail auf unsere Terrasse, töteten meinen Bruder und verletzten meine Mutter lebensgefährlich.
  • Eines Tages, ich war schon spät dran und sprintete die letzten Meter zur Sporthalle, stellte sich mir mein schlimmster Albtraum in den Weg.

In formelhaften Schaltsätzen bleibt mir das paarige Komma freigestellt:
  • Ich habe Gerda[,] wer weiß wie lange[,] nicht mehr gesehen.
  • Daniel bereitet sich[,] so gut es geht[,] auf seine (zu)künftige Aufgabe vor.
  • Ich bin[,] weiß Gott[,] nicht nachtragend.
  • Hans ist[,] Gott sei Dank[,] nichts Schlimmes passiert.

Aber hier darf ich kein Komma setzen, weil die Satzergänzung (Objekt) "was" mit dem restlichen Satz untrennbar verbunden ist:
  • Ich hätte Gott weiß was dafür gegeben.


Das Komma im Satzgefüge

Das Satzgefüge verbindet immer einen übergeordneten Hauptsatz und mindestens einen untergeordneten Nebensatz bzw. mehrere untereinander gleichrangige (d. h. wenn sie vom selben Hauptsatz abhängen) und nicht gleichrangige Nebensätze zu einem komplexen Satz.

Ob Nebensätze untereinander gleichrangig sind, kann ich leicht herausfinden, wenn ich sie versuchsweise nacheinander weglasse:

Diese Nebensätze sind gleichrangig,
  1. Wenn unser Verdacht stimmt, wenn Sie tatsächlich maßgebliche Vorschriften umgangen haben, klagen wir Sie der fahrlässigen Tötung an.
  2. Wenn unser Verdacht stimmt, klagen wir Sie der fahrlässigen Tötung an.
  3. Wenn Sie tatsächlich maßgebliche Vorschriften umgangen haben, klagen wir Sie der fahrlässigen Tötung an.

während der nachfolgende Satz keinen Sinn ergebe:
  1. Wir klagen Sie der fahrlässigen Tötung an, wenn unser Verdacht stimmt, dass Sie tatsächlich maßgebliche Vorschriften umgangen haben.
  2. Wir klagen Sie der fahrlässigen Tötung an, dass Sie tatsächlich maßgebliche Vorschriften umgangen haben.

Alle Typen von Nebensätzen, ob vorangestellt, nachgestellt oder eingeschoben, muss ich immer durch ein einfaches bzw. paariges Komma vom Hauptsatz abtrennen:
  • Gerade als Marianne aus der Wanne steigen wollte, zertrümmerte ein Polizeikommando ihre Wohnungstür.
  • Ich kann Ihnen das Rezept nicht ausstellen, weil Sie es weiterverkaufen werden.
  • Du hast, wenn ich dich recht verstanden habe, gegen mein ausdrückliches Verbot gehandelt?
  • Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihre gebuchte Reise storniert haben, weil der Zielflughafen vorübergehend geschlossen werden musste.

Formelhaft verwendete Nebensätze darf ich nicht durch Komma abtrennen, vor allem wenn sie durch "wie" oder "wenn" eingeleitet sind:
  • Unsere Chefin möchte wenn möglich schon morgen die Verträge abschließen.
  • Mischen Sie wenn nötig / falls erforderlich mehr Wasser unter den Teig.
  • Das Treffen findet wie angekündigt morgen statt.
  • Wie bereits gesagt verhält sich die Sache anders.
  • Wir möchten uns dazu wie folgt äußern.
  • Die Firma Wilkers hat uns wie vereinbart die Unterlagen gefaxt.

Mehrteilige Nebensatzeinleitungen wie "als dass, als ob, aber wenn, erst als, gerade weil, [kurz] bevor, außer natürlich wo, ganz einfach weil u. ä." trenne ich nicht mit Komma voneinander:
  • Du hast mich ein Mal zu oft betrogen, als dass ich dir noch vertrauen könnte.
  • Mirjam rannte, als ob der Leibhaftige hinter ihr her sei, auf die Kate der Dorfältesten zu.
  • Felicitas wäre eine vielversprechende Kandidatin gewesen, aber wenn sie dir partout nicht gefällt, muss ich mich eben nach einer anderen Schwiegertochter umsehen.
  • Erst als sie ihre verfahrene Lage einsahen, gaben die Geiselnehmer auf.
  • Gerade weil ich mich hier so wohl fühle, fahre ich jetzt lieber nach Hause.
  • Ein Passagier hatte bereits beim Einsteigen Risse in der Außenhaut des Flugzeugs bemerkt, vierzig Minuten bevor der Kabinendruck abrupt abfiel.
  • Die Kinder dürfen hier jederzeit spielen, außer natürlich [dort] wo unmittelbar vorher gesprengt wurde.
  • Eine wohlerzogene junge Dame hat ungefragt den Mund nicht aufzumachen, ganz einfach weil das von ungehörigem Benehmen zeugt.

Mit Ausnahme von "abgesehen davon / dadurch / dafür / dagegen / damit / daran / daraus / darüber / davon / davon abgesehen / zugegeben / zugestanden … dass u. ä.":
  • Dagegen, dass du nach dem Studium für drei Jahre in die USA gehen willst, habe ich natürlich etwas einzuwenden!
  • Hoffentlich hat Ella eine Lehre daraus gezogen, dass sie noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen ist!
  • Abgesehen davon bezweifle ich, dass Frank der Denunziant war.

Aber wenn in zweiteiligen Einleitungen das erste Wort im Dialog betont ist und ich dadurch vor dem eigentlichen Bindewort eine deutliche Sprechpause einlege, bleibt mir das zusätzliche Komma freigestellt:
  • "angenommen[,] dass/wenn
  • ausgenommen[,] wenn
  • beispielsweise / zum Beispiel[,] dass/nachdem/weil/wenn
  • besonders[,] dass/nachdem/weil/wenn
  • egal[,] ob/wer/wie
  • geschweige [denn][,] dass
  • gleichviel[,] ob
  • im Falle[,] dass
  • insofern / insoweit[,] als
  • je nachdem[,] ob/wie
  • kaum[,] dass
  • namentlich[,] dass/weil/wenn
  • nämlich[,] als/damit/dass/weil/wenn
  • so[,] als
  • umso eher/mehr/weniger[,] als
  • und zwar[,] dass/nachdem/weil/wenn
  • vor allem[,] dass/nachdem/weil/wenn
  • vorausgesetzt[,] dass
  • zumindest[,] bis u. ä."

Beispiele:
  • Angenommen[,] dass morgen der Einsatzbefehl kommt, werden wir uns bis dahin auf eine gemeinsame Strategie einigen?
  • Lili ist ein niedliches kleines Mädchen, ausgenommen[,] wenn sie das Trotzköpfchen spielt.
  • Egal[,] wie sehr mein Schwesterherz sich auftakelt, sie sieht immer wie eine Vogelscheuche aus.
  • Ich werde mich für weitere Gespräche aufgeschlossen oder unzugänglich zeigen, je nachdem[,] ob sich heute diverse kleine Bedenken ausräumen lassen oder nicht.
  • Ich bitte dich, Philipp nicht leichtfertig zu verurteilen, sondern ruhig abzuwarten, zumindest[,] bis er nach Hause kommt, und sich womöglich alles aufklärt.

Mehrteilige Nebensatzeinleitungen wie "es sei denn / für den Fall / gesetzt den Fall / in der Annahme/Erwartung/Hoffnung, dass u. ä." stellen hingegen keine Einheit mehr dar, und hier sollte ich ein Komma setzen:
  • Für den Fall, dass der Herzog mit seiner Familie unter unserem Schutz verbleibt, müssen wir beratschlagen, was mit ihnen ferner geschehen soll.
  • Ihr habt mich mithin kalten Blutes all die Jahre in der trügerischen Hoffnung belassen, dass ich nach des alten Patriarchen Tod als freies Weib zurückkehren darf in meines Vaters Haus!

Gelegentlich werden aus Nebensatzeinleitungen normale Satzglieder, weshalb derselbe Satz bei gleicher Wortstellung eine sich verändernde Bedeutung bekommt. In solchen Fällen setze ich das Komma dort, wo ich beim Sprechen eine wahrnehmbare Pause mache:
  1. Ich freue mich über deinen Besuch, auch wenn du nur kurz Hallo sagst.
  2. Ich freue mich über deinen Besuch auch, wenn du nur kurz Hallo sagst.

  1. Der Streit mit seiner Frau quälte Claus, so dass (sodass) er blindlings auf die Straße lief.
  2. Der Streit mit seiner Frau quälte Claus so, dass er blindlings auf die Straße lief.

  1. Ein schriller Alarm ertönte, gleich nachdem der verängstigte kleine Kater auf das Autodach gesprungen war.
  2. Ein schriller Alarm ertönte gleich, nachdem der verängstigte kleine Kater auf das Autodach gesprungen war.


Das Komma in Beifügungen

Als Beifügungen (Attribute) werden unterschiedliche Wortarten oder Satzteile bezeichnet, die ihre jeweiligen Bezugswörter näher umschreiben.

In einem komplexen Satz gibt es nicht nur gleichrangige und nicht gleichrangige Teilsätze, sondern auch gleichrangige und nicht gleichrangige Beifügungen.

Eine einfache Faustregel kann helfen, zwischen diesen beiden Graden zu unterscheiden: Gleichrangige Teilsätze wie gleichrangige Beifügungen bilden eine Aufzählung und lassen sich daher entweder durch Kommas abtrennen oder durch "und" verbinden.
  • Wir haben ein anstrengendes (Beifügung) Wochenende (Bezugswort) hinter uns.

Gleichrangige Attribute haben dasselbe Bezugswort:
  1. Ein schmaler, steiler, ungemütlicher Pfad (Bezugswort) schlängelte sich den Berg hinunter.
  2. Ein schmaler und steiler und ungemütlicher Pfad schlängelte sich den Berg hinunter.

Attribute sind nicht gleichrangig, wenn sie verschiedene Bezugswörter haben und daher keine Aufzählung bilden:
  • Das war ein unvorstellbar grausamer (Bezugswort für unvorstellbar) Streich (Bezugswort für grausamer).

Gleichrangige und nicht gleichrangige Attribute können auch zusammen auftreten:
  • Harrys ganzer Stolz (Bezugswort für ganzer) war ein altersschwacher, ziemlich angerosteter (Bezugswort für ziemlich), spritfressender VW-Bus (Bezugswort für altersschwacher, angerosteter, spritfressender).

Das Komma trennt ein substantivisches Attribut vom restlichen Satz ab, das als nachgestellter Beisatz (Apposition) ein vorangehendes Substantiv erläutert.
Lässt man die Apposition weg, bleibt der Satz trotzdem noch verständlich:

  • Anna, meine Tante, ist die ältere Schwester meiner Mutter.
  • Das ist Oliver, mein Cousin.

Weil eingeschobene Appositionen einen Satz aufspalten, werden sie mit paarigen Kommas eingeschlossen. Das Hervorheben der Appositionen hilft auch dabei, Missverständnissen vorzubeugen:
  • Im oberen Italien ließ die verwitwete Marquise von O..., eine Dame von vortrefflichem Ruf, durch die Zeitungen bekannt machen, dass sie, ohne ihr Wissen, in andere Umstände gekommen sei, und dass der Vater des Kindes, das sie gebären würde, sich melden solle.

Zweier- oder Dreierbeziehung?
  1. Vincent, mein Mann, und ich feiern am Samstag unseren 10. Jahrestag.
  2. Vincent, mein Mann und ich feiern am Samstag unseren 10. Jahrestag.


ACHTUNG! Ein Satz, der durch angehängte Attribute länger und ausführlicher wird, verleitet häufig dazu, überflüssige Kommas zu setzen:
  1. Falsch: Beim Transport einer zwei Meter langen Drahtglasscheibe, (was?) in einem Bürokomplex am Stadtplatz, (wo?) ließ ein 41-jähriger Glasermeister, (wer?) die Scheibe fallen.
  2. Richtig: Beim Transport einer zwei Meter langen Drahtglasscheibe in einem Bürokomplex am Stadtplatz ließ ein 41-jähriger Glasermeister die Scheibe fallen.

  1. Falsch: Auch im Winter mache ich, (wer?) bei geöffnetem Fenster, (wo?) jeden Morgen, (wann?) meine Gymnastik.
  2. Richtig: Auch im Winter mache ich bei geöffnetem Fenster jeden Morgen meine Gymnastik.

  1. Falsch: Der PKW des Beschuldigten, (was und/oder wer?) befand sich im Augenblick des Zusammenstoßes, (wann?) auf der Gegenfahrbahn.
  2. Richtig: Der PKW des Beschuldigten befand sich im Augenblick des Zusammenstoßes auf der Gegenfahrbahn.

  1. Falsch: Diese, den Betrieb stark belastenden, Abgaben wären vermeidbar gewesen.
  2. (Satzklammer: Diese - Abgaben)
  3. Richtig: Diese den Betrieb stark belastenden Abgaben wären vermeidbar gewesen.

  1. Falsch: Jeden Montagvormittag gegen 11 Uhr, (wann?) besprechen der Chef und seine Sekretärin, (wer?) anhand der bereits fixierten Termine, (womit?) die noch anstehenden Vorbereitungen.
  2. Richtig: Jeden Montagvormittag gegen 11 Uhr besprechen der Chef und seine Sekretärin anhand der bereits fixierten Termine die noch anstehenden Vorbereitungen.


Das Komma bei Infinitivgruppen

Infinitive sind Grundformen des Verbs. Infinitivgruppen nennt man jene Infinitive, die mindestens ein "zu" bei sich haben: "zu trainieren, geschwommen zu sein, versäumt zu haben, missachtet zu werden, anstatt zu trödeln, um nicht gestehen zu müssen (usw.)".

Kommas muss ich setzen

bei Infinitivgruppen, die mit "als, (an)statt, außer, ohne, um" eingeleitet werden:
  • Mir blieb keine Wahl, als tatenlos zuzusehen.
  • Und Sonja ist nichts Besseres eingefallen, als ihm alles zu erzählen?
  • Ines telefonierte stundenlang mit ihrer besten Freundin, (an)statt zu lernen.
  • Statt an der nächsten Kreuzung abzubiegen, fuhr Marius weiter geradeaus.
  • Was machst du den ganzen Tag, außer faul in der Sonne zu liegen?
  • Wie soll ich das Angie beibringen, ohne ihre kindliche Seele zu erschüttern?
  • Max öffnete demonstrativ die Tür, um seinem ungebetenen Gast den Weg zu weisen.

bei Infinitivgruppen, die an ein Substantiv gebunden sind:
  • Der Plan der Gruppe, im Bahnhof einen Sprengsatz zu zünden, scheiterte.
  • Tobias unterdrückte nur mühsam das Verlangen, seine aufgestaute Wut einfach auszutoben.

bei Infinitivgruppen, die von einem hinweisenden Wort (Korrelat) wie "es, das, dies, daran, dafür, darin, davon, damit, darum (usw.)" begleitet werden:
  • Jetzt gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren!
  • Mir ein eigenes Unternehmen aufzubauen, das habe ich im Sinn.
  • Seine Familie in Sicherheit zu wissen, dies beruhigte ihn.
  • Ich denke nicht im Traum daran, Sie zu heiraten!
  • Und das ist nun der Dank dafür, dich aus der Gosse gezogen zu haben!
  • Mona gefällt sich darin, überall aufzufallen.
  • Das hast du nun davon, dich gütlich mit Walter einigen zu wollen!

Aber wenn ein Korrelat der Infinitivgruppe vorausgeht, schließe ich die Gruppe mit einem paarigen Komma ein:
  • Damit, die Bombe zu entschärfen, verbrachten die beiden Männer die nächsten Minuten.
  • Darum, immer der Beste zu sein, geht es nicht, sondern darum, Teamgeist zu beweisen.

Auch gleichrangige bzw. nicht gleichrangige Teilsätze können die Kommasetzung vor oder nach der Infinitivgruppe beeinflussen:
  • Der wahre Grund von Bettinas Verschwinden ist, dass sie Abstand braucht, um über ihren schweren Verlust hinwegzukommen.
  • Nils kam deshalb auf diese irrwitzige Idee, die Stadtsparkasse zu überfallen, weil er seine neue Freundin beeindrucken wollte.
  • Haben Sie wirklich geglaubt, dass ich eine feindliche Übernahme meines Unternehmens hinnehme, ohne mich zu wehren?

Kommas darf ich setzen

um die Gliederung des Satzes deutlich zu machen oder um Missverständnisse auszuschließen:
  • Adrians Angst[,] versagt zu haben[,] war unbegründet.
  • Über seinen eigenen Schatten zu springen[,] ist der größte Sieg!

  1. Unsere Freunde beabsichtigten heute Abend nicht entführt zu werden.
  2. Unsere Freunde beabsichtigten, heute Abend nicht entführt zu werden.
  3. Unsere Freunde beabsichtigten heute Abend nicht, entführt zu werden.

Das Komma entfällt allerdings

bei Infinitivgruppen, welche durch eine Satzklammer in die mehrteilige Aussage (Satzkern/Prädikat) ihres Begleitsatzes eingebunden sind. Dadurch verschmelzen sie mit dem restlichen Satz zu einer Einheit:
  • Alex musste seinem Bewacher zu entschlüpfen versuchen.
    (Satzklammer: musste - versuchen)
  • Die Bevölkerung hat sich den neuen Sicherheitsbestimmungen nicht zu widersetzen gewagt.
    (Satzklammer: hat - gewagt)
  • Wir hatten unsere Schuld zu begleichen beschlossen.
    (Satzklammer: hatten - beschlossen)

wenn Infinitivgruppen von den (Hilfs)Verben "sein, haben, brauchen, pflegen, scheinen, vermögen, verstehen, wissen" oder den Wendungen "es gibt bzw. drohen im Sinne von Gefahr laufen oder versprechen im Sinne von den Anschein haben/erwecken" abhängen:
  • Die Seuche ist nicht unter Kontrolle zu bekommen!
  • Du hast ab jetzt zu schweigen!
  • Sie brauchen sich nicht augenblicklich zu entscheiden.
  • Peter pflegt an seinen freien Wochenenden ausgiebig zu schlafen.
  • Tom scheint aus dem schweren Unglück keine Konsequenzen ziehen zu wollen.
  • Diesen Verdacht vermag ich nicht zu bestätigen.
  • Martin verstand die Gunst der Stunde zu nutzen.
  • Lea weiß sich bestimmt zu helfen.
  • Hier gibt es gewiss viel zu gewinnen.
  • Der Mann drohte ein Bein zu verlieren.
  • Fred verspricht ein zuverlässiger Partner zu werden.

Abhängig von der Satzstellung bleibt mir aber bei Verben wie "anfangen, aufhören, bitten, denken, (be)fürchten, gedenken, glauben, helfen, hoffen, verdienen, verlangen, (ver)suchen, wagen, wünschen (usw.)" das Komma freigestellt:
  • Leonie hat endlich angefangen[,] selbstständig zu handeln.
  • Du solltest aufhören[,] mich überzeugen zu wollen.
  • Wir bitten[,] die Unterlagen fristgerecht zurückzusenden.
  • Marcel dachte[,] loyale Mitstreiter gefunden zu haben.
  • Nadine (be)fürchtete[,] den Verstand zu verlieren.
  • Felix gedachte[,] seinen Standpunkt unmissverständlich klarzumachen.
  • Julian glaubte[,] Simone mit seinem schwülstigen Charme betören zu können.
  • Pia half ihrem Freund[,] die Spuren zu verwischen.
  • Ich hoffte[,] dir dadurch viel Kummer zu ersparen.
  • Dieser abgefeimte Rattenfänger verdient[,] sich in seiner eigenen Schlinge zu verfangen.
  • Niklas verlangte[,] vor den Richter geführt zu werden.
  • ]Gunter (ver)suchte verzweifelt[,] glaubwürdig zu (er)scheinen.
  • David wagte[,] seinem Vormund die Stirn zu bieten.
  • Emma wünschte sich sehnlichst[,] geschickter vorgegangen zu sein.


Das Komma bei Partizipgruppen

Es gibt zwei Arten von Partizipien, die sich abhängig von ihrer Bestimmung im Satz entweder allein als Beifügung oder innerhalb einer Partizipgruppe als Verb ihrem jeweiligen Bezugswort anschließen.

Das Partizip I (Partizip Präsens, "Mittelwort der Gegenwart") beschreibt das zeitliche Nebeneinander eines Geschehens. Es wird gebildet, indem ich an das betreffende Infinitiv ein "-(e)nd" anfüge: "brennend, flackernd, gebend, schreiend, stechend, tanzend, weinend (usw.)".

Das Partizip II (Partizip Perfekt, "Mittelwort der Vergangenheit") brauche ich, um die Zeiten Perfekt und Plusquamperfekt zu bilden. Es weist je nach Wandlungsfähigkeit (Flexion) des Infinitivs zumeist die Vorsilbe "ge-" sowie die Endungen "-t / -en" auf: "befohlen, begonnen, gebrannt, geflackert, gegeben, geschrien, empfunden, erschreckt / erschrocken (usw.)".

Kommas muss ich setzen

bei Partizipgruppen, denen ein hinweisendes Wort nachfolgt oder vorangeht:
  • Frech grinsend, so saß Gert dem Schuldirektor gegenüber.
  • Lediglich dagegen, ich hätte Firmengelder veruntreut, werde ich eine Gegenklage einreichen.
  • Und damit der wahre Täter unerkannt entkommen kann*, haben Sie bewusst die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt?
    * (Auch möglich, weil der Nebensatz durch "damit" die Absicht der im Hauptsatz beschriebenen Handlung bekräftigt:) Und damit der wahre Täter unerkannt entkommen konnte, haben Sie bewusst die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt?

bei eingeschobenen Partizipgruppen, wenn diese ihrem Bezugswort direkt nachgestellt sind sowie bei vorangestellten bzw. angehängten Partizipgruppen:
  • Gisela, erniedrigt und ausgestoßen, wartete geduldig auf den Tag ihres Triumphes.
  • Paul, beim Aufprall aus dem Wagen geschleudert, starb noch am Unfallort.
  • Den Kopf gegen das Fenster gelehnt, blickte Martha gedankenverloren in die Abenddämmerung.
  • Meine Kusine erwartete mich im Wintergarten, ganz die glückstrahlende Braut.

Kommas darf ich setzen

um eine Äußerung hervorzuheben. Aber eingeschobene Wortgruppen sollte ich, um Missverständnisse zu vermeiden, immer mit einem paarigen Komma einschließen:
  • Du hast mir[,] leider[,] nicht alles gesagt.
  • Die aufgebrachte Menge zog[,] randalierend und Parolen brüllend[,] zum Rathaus.
  • Die Geschäftsführung erklärte[,] von den Investoren gezwungen[,] geschlossen ihren Rücktritt.
  • Entsprechend dem Testament ihres Großonkels[,] hatte Serena dessen geheimnisumwobene Privatsammlung geerbt.
  • Nach seiner skandalträchtigen Scheidung finanziell wie gesellschaftlich ruiniert[,] ist Michael bei Verwandten untergetaucht.

  1. Georg hat letzte Woche noch von seinen Freunden milde belächelt den Mount Everest bestiegen.
  2. Georg hat, letzte Woche noch von seinen Freunden milde belächelt, den Mount Everest bestiegen.
  3. Georg hat letzte Woche noch, von seinen Freunden milde belächelt, den Mount Everest bestiegen.

Das Komma entfällt allerdings

bei Partizipgruppen in formelhaften und sprichwörtlichen Wendungen:
  • Anita hat genau betrachtet / genau genommen / streng genommen / im Grunde genommen den Nagel auf den Kopf getroffen.
  • Unzweifelhaft hat Andreas richtig gehandelt.
  • Ich habe wie gesagt / offen gesagt keine Lust dazu.
  • Abgesehen davon / davon abgesehen bin ich mit meiner Kondition zufrieden.
  • Doppelt genäht hält besser.
  • Allen Menschen recht getan ist eine Kunst die niemand kann.
  • Gut gekaut ist halb verdaut.
  • Besser schlecht gefahren als gut gelaufen. / Schlecht gefahren ist besser als gut gelaufen.
  • Dreimal umgezogen ist [so gut wie] einmal abgebrannt.


Das Komma in Zusätzen

Einen nachgestellten Zusatz muss ich mit einem Komma vom Rest des Satzes abtrennen. Aber wenn ich den Satz weiter ausführen möchte, muss ich einen eingeschobenen Zusatz mit einem paarigen Komma einschließen.

Nachgestellte Zusätze werden häufig durch "also, besonders / insbesondere, darunter, großteils, nämlich, und das, und zwar, vor allem u. ä." eingeleitet:
  • Das werden wir in der nächsten Redaktionssitzung, also um 14 Uhr, noch ausführlicher besprechen.
  • Ich liebe Pralinen, besonders / insbesondere Champagnertrüffel.
  • Meine Kindheit und Jugend habe ich mit diversen Größen der Weltliteratur, darunter Erich Kästner, Jules Verne, Charles Dickens, Victor Hugo und Charlotte Brontë, verbracht.
  • Außerdem wird gegen vier weitere Personen, großteils Geschäftspartner des Verdächtigen, ermittelt.
  • Man sagt, neben den bekannten fünf Kontinenten gebe es einen sechsten, nämlich die Antarktis.
  • Gegen diese Massenflucht müssen wir Maßnahmen ergreifen, und das umgehend.
  • Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, und zwar japanische Aquarellholzschnitte.
  • Heidi liest viel, vor allem Heimatromane.

Folgt einer Einleitung wie "das heißt (d. h.), das ist (d. i.) und will heißen" nur eine kurze Erklärung, setze ich nach dieser kein zusätzliches Komma. Wird die Einleitung hingegen von einem nachfolgenden Satz begleitet, muss ich sie mit einem paarigen Komma einschließen:
  1. Arne wurde merklich ruhiger, nachdem er sich alles von der Seele geredet, d. h. gebeichtet hatte.
  2. Arne wurde merklich ruhiger, nachdem er sich alles von der Seele geredet, d. h., gebeichtet und die Transportkette der Schmuggler verraten hatte.

  1. Zu jeder Zeit im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stehen, das ist die Kehrseite des Erfolgs.
  2. Zu jeder Zeit im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stehen, das ist, weil ich nie allein, sondern ständig von fremden Leuten umgeben bin, die Kehrseite des Erfolgs.

  1. In acht Tagen feiere ich meinen 18. Geburtstag, will heißen ich bin erwachsen!
  2. In acht Tagen feiere ich meinen 18. Geburtstag, will heißen, dann bin ich erwachsen und meine Eltern haben definitiv nichts mehr zu melden!

Wenn die Konjunktionen "als" oder "wie" nicht zur Einleitung eines Nebensatzes dienen, sondern zum bildlichen Vergleich von Wörtern oder Wortgruppen in eine Satzklammer einbezogen werden, darf ich vorher kein Komma setzen:
  • Das ist doch Jacke wie Hose!
  • Der Bruch heilt glatter als angenommen.
    (Als Nebensatz: Der Bruch heilt glatter, als ich angenommen habe.)
  • Der andalusische Gaul ist eigensinniger als sein Herr.
    (Als Nebensatz: Der andalusische Gaul ist eigensinniger, als sein ebenso eigensinniger Herr.)
  • Die Stirn wie in physischem Schmerz zusammengezogen, starrte Dina unverwandt ins Leere.
  • Wie schon bei den ersten Gesprächen konnten wir auch heute keinen akzeptablen Kompromiss finden.
    (Hier bezieht sich der erste Teil des Satzes auf den gesamten zweiten Teil, daher steht im Satz kein Komma.)

Bei Zusätzen, die lediglich zur Erläuterung oder als Anmerkung eingeschoben werden, aber für das Satzverständnis nicht entscheidend sind, bleibt mir das paarige Komma freigestellt:
  • Sie können mich jederzeit[,] außer donnerstags[,] in der Praxis aufsuchen.
  • Alle[,] bis auf Roberts Großeltern[,] wollen uns tatkräftig unterstützen.
  • Die Rechnung beträgt 1996,20 Euro[,] zuzüglich Luxussteuer.
  • Meine Geschäftsspesen[,] einschließlich Postgebühren und Telefon, Kilometergeld, Fotoabzüge und ähnliche Sachen[,] laufen selbstredend extra.
  • Hanna hat[,] trotz ärztlichem Gebot[,] bald nach der Transplantation wieder zu rauchen angefangen.

... Bitte versucht die Kommas nicht erst bei der Überarbeitung eurer Texte zu setzen, sondern bereits während des ersten Entwurfs. So bekommt ihr mit ein bisschen Übung allmählich ein Gespür für einen kreativen Umgang mit der Kommasetzung.

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Grammatikleitfaden von:
Der Grammatikleitfaden wurde freundlicherweise ausgearbeitet von Angioletta (die Zeiten) und Greta (die Satzzeichen). Überarbeitet von Liyah und Jacky.

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Eine Liste von immer wiederkehrenden Themen in der Schreibwerkstatt findest du in diesem Beitrag: FAQ über Kreatives Schreiben

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Mit der Zeit werden wir unsere Sammlung hier in den Schreibtipps beständig erweitern. Es lohnt sich also, gelegentlich hier vorbei zu schauen. Wenn du Vorschläge hast, was wir hier als Thema aufnehmen sollen, oder selbst einen Schreibtipp verfassen möchtest, wende dich doch bitte einfach per PN an Jacky

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