Die Normseite
- Was ist eine Normseite?
- Die Normseite ist so definiert, dass jede Seite höchstens 30 Zeilen hat und jede Zeile höchsten 60 Zeichen. Dazu zählen auch Leerzeilen und
Leerzeichen. Das macht dann pro Seite höchsten 1800 Zeichen. Zeichen, nicht Buchstaben oder Worte. Durch die feste Größe, lässt sich der Umfang
von Texten relativ gut miteinander vergleichen.
Eine Normseite wird beim Schreiben erst nötig, wenn du deine Texte an Verlage oder Wettbewerbe schicken möchtest, da die Lektoren und die Jury so eine ungefähre Vorstellung von der Länge deines Textes bekommen. Vorher kannst du in jedem beliebigen Format schreiben.
Anmerkung: Manche Wettbewerbe und Verlage stellen ihre eigenen Normseiten zur Verfügung. In diesem Fall ist anzuraten, die bereitgestellte Vorlage zu verwenden und keine eigene Normseite zu erstellen. - Nach oben
- Wie erstelle ich eine Normseite?
- Ich habe eine Weile probiert eine herunterladbare Vorlage zu erstellen. Leider klappt das immer noch nicht so ganz.
Bei mir zu Hause an meinem Rechner sieht alles wunderbar aus, so wie es eben laut Definition sein soll. Wenn ich die Vorlage aber
an einem anderen Rechner mit einer anderen Wordversion öffne, ist alles anders. Was ich damit sagen will, es geht nichts über
"deine Normseite selber zu machen" [oder eine - die für dich funktioniert - im Internet zu finden].
Im Folgenden erkläre ich dir wie das funktioniert und was du dazu brauchst.
Die Schriftart: nichtproportional
"Normale" Schriften sind proportional. Das heißt, sie geben jedem Buchstaben so viel Platz, wie er auch braucht. Das "i" ist schmaler als das "a", oder das "m". Diese Schriften können wir für unsere Normseite leider nicht gebrauchen. Die Zeilen hätten, durch die unterschiedliche Breite der Buchstaben, alle unterschiedlich viele Zeichen.
Proportionale Schriften sind zum Beispiel: Arial, Times New Roman und Verdana
Bei nichtproportionalen Schriften, ist jedes Zeichen gleich breit, sogar der Punkt. Sie werden oft auch als Monotype- oder Monospace-Schriftart bezeichnet.[Mehr über nichtproportionale Schriften bei Wikipedia]
Nichtporpotionale Schriften sind zum Beispiel: Courier, Courier New, Lucida Console und Letter Gothic.
Als erstes wählst du eine der Schriften aus. Die meisten Verlage bevorzugen Courier New, aber ich denke, solange sie monospaced ist, sollten auch "schickere" Schriften in Ordnung sein. Die Schriftgröße liegt meist zwischen 10 und 12 Punkt. Du solltest die Schrift auf keinen Fall größer oder kleiner wählen. Denk dabei auch immer an den Lektor, der müde Augen bekommt von winzigen Buchstaben oder ständig blättern muss, wegen der riesigen Lettern und dann dein Manuskript zur Seite legt, weil er einfach genervt ist. Alle zusätzlichen Hürden solltest du so gut es geht vermeiden.
Zeilenabstand
Die Zeilenabstände sollten auf jeden Fall größer sein, als bei einem normalen Dokument. Gewöhnlich nimmt man einen eineinhalb-fachen (1,5) Zeilenabstand. In dem Menu sollte es bei allen Programmen eine Option Absatz geben. Dort kannst du für das gesammte Dokument den Zeilenabstand einstellen. Stelle ihn auf 1,5 mindestens. Wenn du einen größeren nimmst, passen vielleicht nicht mehr alle 30 "Normzeilen" auf eine Seite. Aber das wäre absolut nicht schlimm, nur unüblich.
Seitenränder
Schreibe nun, in der gewählten Schriftart - die Zeichenfolge "1234567890" ohne die Anführungsstriche und ohne Leerzeichen, sechs mal hintereinander auf. Damit hast du genau 60 Zeichen auf's Papier gebracht. Nun gehst du in die Einstellungen deines Textverarbeitungsprogramms, wo du die Seitenränder festlegen kannst. Verändere den rechten und den linken Seitenrand so lange, bis diese 60 Zeichen ganz genau in eine Zeile passen. Wenn du am Ende der Zeile ein weiteres Zeichen eingeben willst, muss es in die nächste Zeile springen.
Nun machst du 30 Zeilen auf deine Seite. Du kannst entweder jede Zeile mit einer Nummer beginnen, oder du schlatest die Zeilennummern ein, um das Ganze etwas übersichtlicher zu gestalten. Jetzt veränderst du den unteren und oberen Seitenrand bis nur genau 30 Zeilen auf deine Seite passen. Wenn du ganz unten nochmal Enter drückst, muss eine neue Seite erscheinen.
Anmerkung: Damit alles genauso funktioniert und am Ende auch aussieht wie es soll, musst du unbedingt die automatische Silbentrennung abstellen.
Tipp: Wenn du nicht so genau weißt, wo du welche Funktion bei deinem Programm findest, dann drücke F1 und gib den entsprechenden Begriff in die Hilfe ein. Ich habe festgestellt, dass das in 90% der Fälle weiterhilft.
Das Feintuning
Deine Normseite ist jetzt eigentlich schon benutzbar. Zu den 1800 Zeichen zählt nur der Bereich, in dem du deinen Text schreibst. Die Kopf- und Fußzeilen werden nicht beachtet. Auf die Normseite sollten noch ein paar Infos, denn Manuskripte werden immer ungeheftet eingesendet, und wenn ein Windstoß mal alles vom Tisch fegt, soll dein Lektor ja noch wissen was in welcher Reihenfolge zusammengehört.
Was du auf jeden Fall draufschreiben solltest ist: Seitenzahl, Titel, Autor, Kontaktdaten. Diese Sachen lassen sich super in den Kopf- und Fußzeilen verstauen. Times New Roman Größe 10 reicht vollkommen aus.
In die Kopfzeile kommt bei mir der Titel und mein Name. Rechts in die Ecke kommt die aktuelle Seitenzahl. Die meisten Programme haben eine Funtkion, mit der sie die Seitenzahlen automatisch eintragen und aktualisieren. In die Fußzeile kommt Adresse, Telefon, Email und wenn du eine hast die Autorenhomepage. Eine Zeile darunter schreib ich immer Seite x von y.
Wenn du deine Seitenränder auch noch ausnutzen willst, kannst du versuchen diese günstig zu setzen. Verschiebe sie ohne die Breite des Textes zu ändern weiter nach links oder rechts. Günstigerweise sollte rechst am meisten Platz sein für Randnotizen zum Beispiel. Auch wenn Manuskripte nicht gelocht oder geheftet werden, solltest du links trotzdem nicht zu nah an den Rand kommen.
So, das wars, du hast gerde deine eigene Normseite erstellt. :D - Nach oben
