Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Small Talk, Spaß, Fragen, hier könnt ihr plaudern, quasseln und tratschen über was ihr wollt

Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon Jacky » 05.01.2014, 09:20

In kurz:
Du hast in der Schreibwerkstatt einen Freund für's Leben gefunden?
Dann erzähl uns deine Geschichte hier!
Bitte nur Geschichten und keine Kommentare hier posten (siehe unten P.S.)

In lang:
In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie viele Schreibwerkstatt-Mitglieder ich persönlich kenne. Das sind wirklich eine Menge. Dazu kenne ich etliche Geschichten von Mitgliedern, die sich über die Schreibwerkstatt kennengelernt haben und sich nun in echten Schreibgruppen treffen, einfach nur dicke Freunde geworden sind oder sich sogar ein Paar nennen dürfen.

Weil ich solche Geschichten unglaublich gerne mag und es einfach toll finde, dass die Schreibwerkstatt Menschen auf diese Weise zusammenführt, möchte ich hiermit einen kleinen Ort schaffen, um solche Geschichten zu sammeln.

Dabei ist es egal, ob du deinen "echten Freund" schon mal im wirklichen Leben getroffen hast, oder ob ihr euch "nur" online trefft. Hauptsache, ihr glaubt beide, dass ihr euch über die Schreibwerkstatt richtig kennengelernt habt und mindestens Freunde für's Leben seid.

Es gibt keine Mindestanforderungen und keine Vorgaben (außer was sich an Rechtschreibung etc. in einem Forum für Schreiber eben so schickt 8) ). Schreib(t) einfach frisch von der Leber weg (z.B.) wie ihr euch kennen gelernt habt, wie euer erstes echtes Treffen war, was ihr am liebsten zusammen macht oder das was euch eben an eurer Schreibwerkstatt-Beziehung ganz besonders wichtig ist :D

Viel Spaß beim Schreiben und bei-anderen-Mitlesen
Jacky
;)

PS: Eine kleine "Regel" gibt es doch:
Hier in diesem Thread bitte nur die Geschichten posten.
Wenn ihr eine Diskussion zu euren Geschichten wollt, dann postet eine Kopie in euren Vorstellungssthread (du hast noch keinen? Du darfst gerne einen erstellen - auch ohne Vorstellung, nur mit Geschichte).
Wenn ihr eure Geschichte verbessern wollt, postet eine Kopie in den Eigenen Werken

In beiden Fällen dann bitte einfach einen Link über/unter der Geschichte posten, die ihr hier in diesem Thread als Antwort einstellt.
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!
Benutzeravatar
Jacky
 
Beiträge: 9354
Registriert: 28.02.2007, 13:20
Wohnort: jacky@schreibwerkstatt.de (PNs deaktiviert - noch einen Posteingang schaffe ich nicht ^^;)
Blog: Blog ansehen (50)

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon bumblebeee » 05.01.2014, 20:04

Eine echt tolle Idee. :* Hier ist meine Geschichte, sie ist nicht gut aber man kanns ruhig mal wissen :*
Die Erste SW-Familie

Unsere Familie hat keinen Nachnamen, besteht aber aus 4 liebenswürdigen Personen. Zum einen ist da die älteste, nogusvelo. Sie ist die russische Oma und dazu noch die beste Freundin der fiktiven Gestalt "Frau Sinn zu Schwach". Gerne macht sie mal russischen Eintopf, das heißt Bär in Whiskey ertränkt. Außerdem entstand für sie der Hashtag #OmmasBauch, der bestimmt sehr bezaubernd ist. In echt hat sie einen furchtbar lustigen Namen. Sie isst kein Fleisch und keine Sachen, die von fleischigen Wesen kommen ... oder so. Nebst ihrem Talent für die Malerei ist sie im Aufschieben Weltmeisterin.
Dann ist da die mittlere Stufe. Herr im Haus ist König PaganPunk. Seine größte Regel: Man darf ihn nicht ohne Bart malen, denn er hat einen Bart - länger als der von Rumpelstilzchen. Er ist sehr zweideutig und färbt viel auf die Jüngste ab, aber dazu später. Zu seiner Seite steht Tinka Beere, holde Fee in Nöten und die Mutti im Haus. Sie liebt es zu kuscheln und ist ein großer Organisierfreak.
Zuguter Letzt wäre dann noch ich da. In den 4 Monaten, die unsere Familie nun besteht, merken wir immer mehr, das ich meinem Herrn Papa ähnele. Zumindest in gewissen Dingen. Lustigerweise bin ich nicht die unschuldigste in dieser Familie, denn so manches was ich weiß, hat die Tinker Beere noch nie gehört. Die Alten dürfen ihre Späße darüber machen, das ich noch kaum Erfahrung in gewissen Dingen habe. Außerdem profitieren sie (so glaube ich) von meiner Spontanität und Kreativität.
Wir haben viele Haustiere, das muss man sagen. Zum einen hüten wir manchmal die 15 Katzen der Frau Sinn zu Schwach. Tinka hat ihren persönlichen Wordcount Drachen, den sie Toffie nannte und ich habe meine Echse, Paulizilla (oder Pullizilla?). Bens "Kuscheltier" ist die Allzweckkrake, deren Namen und Nutzen ich hier nicht benennen werde, da es ein wenig ... pervers ist :D
Wir alle sind Knubbelisten. Wir ehren den großen Knubbel und feiern die Knubbeltage :D Zwar ist dieser Glaube selbst erfunden, doch wir haben unseren Spaß daran, Feiertage und Speisen ihm gewidmet zu erfinden. Keep Calm and Knubbel it.
Zu unseren Leibgerichten gehört Liebeshackfleisch und Ommas weltberühmter Russischer Eintopf.

Na? Wer denkt, diese Familie wäre verrückt?
Zuletzt geändert von bumblebeee am 26.02.2014, 01:24, insgesamt 1-mal geändert.
bumblebeee
 
Beiträge: 714
Registriert: 11.11.2012, 14:36
Wohnort: in einem Dörchen in NRW
Blog: Blog ansehen (27)

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon Tikita » 08.01.2014, 11:16

Du denkst du hältst nur ein Blatt mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen in Händen.
In Wahrheit ist es jedoch meine Leidenschaft, mein Herz und meine tiefste Sehnsucht nach Anerkennung.


...........

Es war ein kühler verregneter Tag im Spätsommer, als diese Geschichte ihren Anfang nahm.

Ich hatte an diesem Tag eine grandiose Idee.
Ich, ja, genau ich, würde einen Roman schreiben.
Den neuen Harry Potter. Ich würde einen Bestseller schreiben und es würde so fantastisch, bereichernd, erfolgreich und alle würden mich bewundern.
Ha, was ein toller Plan.

Welt, sieh mich an, ich bin aussergewöhnlich.
Ich habe mehr Fantasie als jeder andere, den ich kenne.

Ich hatte so viele Ideen im Kopf und sah Figuren vor meinem inneren Auge durch die Welt wandeln und ganz fantastische Abenteuer erleben und bei Gott, die Welt sollte unbedingt von ihnen erfahren.

Also setzte ich mich an den Laptop, öffnete Word und starrte stundenlang zwischen dem leeren Dokument und dem Regen vor meinem Fenster hin und her.

Alle grandiosen Ideen und Figuren hatten einfach galant einen Abgang gemacht.
Wo waren sie bloss?
All diese grossartigen Geschichten, die ich mir auf dem Weg zur Arbeit immer ausdachte?
All die spannenden und einzigartigen Figuren, die sich sonst an meiner Seite bewegten.
Sie waren verschwunden wie der Nebel im Wind.

Sobald ich einen Gedanken greifen wollte, wurde er zu einer grauen undefinierbaren Masse an Sinnlosigkeiten.

Es war furchtbar, wirklich äusserst deprimierend.
Ich schrieb Sätze und löschte sie sogleich wieder. Schrieb 100 erste Anfänge. Aber wovon genau eigentlich?
Mir wurde innert weniger Tagen bewusst, ich hatte keine Ahnung von dem, was ich da tat.

So schrieben King, Rowling, Tolkien und Co ihre Bücher ganz bestimmt nicht.
So konnte überhaupt niemand irgendeinen Roman schreiben.

Also suchte ich im world wide web eine wunderbare Suchmaschine auf und tippte einige Wörter ein.
Ich glaube es war in etwa so was wie: Wie schreibe ich einen Roman.

Ich fand viele tolle Seiten. Kaufte einige Bücher, verschlang jeden Text zum kreativen Schreiben und stiess auf ein ganz tolles Forum.

Dort waren unglaublich viele Menschen, denen es genauso ging wie mir.
Offensichtlich war ich mit meinem Problem nicht allein.

Allmählich bekam ich eine Vorstellung davon, was ich alles falsch gemacht hatte.
Und so begann ich damit, einen Plott zu entwerfen.
Biographien zu schreiben und mir wurde klar, es würde vermutlich Jahre dauern, bis ich überhaupt in der Lage wäre, etwas halbwegs Vernünftiges zu produzieren.

Von einem neuen Potter träumte ich nur noch selten.
Es wäre ganz fantastisch, wenn ich überhaupt eine Geschichte von Anfang bis Ende aufschreiben könnte. Nur so, um wenigstens mir selbst zu beweisen, dass ich es kann.

Ich weiss nicht mehr genau wie oder wann, aber eines Tages war er da.

So ein Typ mit seltsamem Nicknamen.
Das Spannende war, der Kerl wohnte in derselben Stadt wie ich und surfte in demselben Forum und noch besser, er wollte ebenfalls einen Roman schreiben.

Wir begannen uns Nachrichten zu schreiben, über die Probleme die wir als angehende Autoren so hatten. Erzählten von unseren Figuren, die einfach nicht so wollten wie wir und von der Lust und dem Unvermögen zu schreiben.

Irgendwann kamen wir auf die Idee, dass es doch fantastisch wäre, all diese Themen bei einem netten Kaffee zu besprechen.
Geteiltes Leid ist doch immerhin halbes Leid, nicht wahr?

Also taten wir es.
Wir trafen uns im November vor etwa 5 Jahren in unserer gemeinsamen Heimatstatt.

Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen aber ich fand es toll.
Endlich gab es da jemanden der mich verstand. Der dieselbe überbordende Fantasie hatte und seine Umgebung genauso intensiv studierte wie ich. Der den innigen und drängenden Wunsch besass, einen Roman zu schreiben.
Ich mein, seien wir mal ehrlich.
Wenn ich normalen Menschen davon erzähle, sehen die mich an als hätte ich sie nicht mehr alle.

Hier war das anders.
Er verstand meine Probleme mit der Figurenentwicklung. Die Familiendramen, die sich vor meinem geistigen Auge abspielten und die Schwierigkeit, all dies sinnvoll zu Papier zu bringen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne diesen Menschen die Kraft gefunden hätte, bis heute durchzuhalten. Niemals aufzugeben.
Wann immer ich kurz vor dem verzweifeln war, er wusste weiter.
Wann immer mir die zündende Idee fehlte, er hatte sie.
Und keine einzige Sekunde musste ich fürchten, dass er mein Vertrauen in irgendeiner Form missbrauchen würde.

Inzwischen sind besagte 5 Jahre vergangen.
Obwohl wir beide an neuen Roman-Projekten arbeiten.
Nicht mehr in derselben Stadt leben und sich zumindest mein Leben wirklich komplett verändert hat. Ist diese Freundschaft noch da und hat nichts an Wert verloren.
Im Gegenteil.

Wir begleiten uns auf dem steinigen Weg, sind füreinander da.
Selbst dann, wenn es längst nicht mehr ums Schreiben geht. Wir hören einander zu, geben Rat und haben Verständnis.
Natürlich lesen wir auch, was der andere produziert und bemühen uns um ehrliche, konstruktive Kritik.

Unsere Treffen beschränken sich auf wenige male im Jahr, aber wir nutzen einfach jede sich bietende Gelegenheit dazu und haben unsere festen Rituale.
Für mich ist diese Beziehung längst mehr als nur eine Schreibgruppe.

Sie ist eine Freundschaft fürs Leben.
Wer meine Figuren kennt, kennt meine tiefsten Ängste, Hoffnungen und Träume.
Denn, wer meine Arbeit des Schreibens kennt, kennt mein Herz.
Jeden Morgen entscheide ich, wer ich den Rest meines Lebens sein möchte.
Benutzeravatar
Tikita
 
Beiträge: 140
Registriert: 04.08.2009, 20:29
Wohnort: Bonn

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon Tinki » 11.01.2014, 23:43

Moieeen,

Die Geschichte der Kühlschrank Zwillinge*

Alles begann ganz harmlos, wie so oft bei denkwürdigen Geschichten. Im September 2010 überkam mich der Wunsch nach einem "Austausch Partner". Ein Schreiberling, der sich im selben Genre wie ich bewegte & mit dem ich diverse Kleinigkeiten belatschern konnte. Eben Genretypische Dinge.
Gesagt, getan. Ich verfasste ein Inserat im Gesuche & Angebote Bereich der SWS. Wider erwartend meldeten sich tatsächlich Leute - darunter auch mein heutiger "Kühlschrank Zwilling" - Rapunzel_Klara. ♥
Wir tauschten einige PN's aus, die Chemie stimmte. Schnell wechselten wir von PN's auf E-Mails und aus ein paar anfänglichen hundert Wörtern, wurden schnell ganze Romane & Lebensgeschichten.
Oktober 2010 und diverse E-Mails später, meinte sie einmal, dass sie noch nicht geschafft habe, einen Roman zuende zu führen. Spaßigshalber schlug ich ihr vor, dass wir eine kleine KG zusammen schreiben sollten, wo sie ENDE drunter schreiben solle. (Das erste ist ja bekanntlich das schwerste...^^) Gesagt, getan!
Es begann ganz harmlos mit einer jungen Frau, die mit ihrem Kassenbuch am Küchenfenster sitzt und einem dynamischen Anzugträger, der im Nebenjob Pizza fährt! (Fragt mich nicht, wie wir auf diese Konstellation gekommen sind.) Die Geschichte war damals noch keine 5 Seiten alt, als sie nebenher erwähnte, ihre Mutter würde ja gerne mal etwas von ihr lesen. Nur liest die ausschließlich History. Keeein Problem! Umgeschwenkt. Aus dem Kassenbuch wurde ne Leinwand & aus dem Pizzaboten nen stattlicher Ire, mit der Geduld einer Dynamitstange. Letzteres existiert heute noch. :mrgreen:
Was als kleine Kurzgeschichte geplant war, verwandelte sich in rasender schnelle in ein gewaltiges Romanprojekt. Ehe wir uns versahen, waren wir bei zich tausend Wörtern & kein Ende in Sicht. Die Geschichte und ihre Charaktere (alles Plotlos, ohne absprachen etcpp.) nahmen uns derart gefangen, dass wir schon bald jeder E-Mail sehnsüchtig entgegenfieberten, nur um zu wissen, wie es weiter ginge. Doch wie so vieles im Leben, hatte auch unsere kleine Geschichte ein Verfallsdatum & war irgendwann fertig. Sie schrieb das aller erste Mal Ende unter einen Roman. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir jedoch noch nicht, dass das erst der Anfang eines Gigantischen seien würde! Der Anfang von etwas so epischem, dass ichs selbst kaum in Worte fassen mag.
Auf Teil 1 folgte das 2. Romanprojekt und nur wenige Monate später das 3. Mittlerweile verstanden wir uns so gut, dass wir beschlossen, uns mal zu treffen. Das war im September 2011, fast genau 1 Jahr, nachdem wir uns kennenlernten. Sozusagen unser 1. Jähriges. *hihi* Ich holte sie damals aus dem Hotel ab. Während ihr Mann & Töchterchen durch die einzelnden Spieleparadise in Berlin zogen, schlenderten wir über viele kleine und große Berliner Flohmärkte. Rundum nen amüsanter Tag. Viel gesehen, viel gelacht, viel geschwatzt und natürlich auch ein bisschen vor uns hin geplottet.
Ich kann mich noch gut an eine bestimmte Szene erinnern. Da sind wir in Treptow durch so'n Hallenflohmarkt geschlendert. (Übrigens nicht zu empfehlen. Nur Schrott.) Ihr war anzusehen, dass sie möglichst schnell wieder raus wollte, überall standen unheimlich aussehende Gestalten! Wir sind dann an sonem Teppich Fuzzi vorbei, der Omas Auslegware versuchte zu vertickern & ich hab spaßigshalber laut gedacht: »Wieviele Teppiche bekomm ich wohl für dich?«
Den Blick werd ich mein Lebtag nicht vergessen! :XD:
Auf dieses Treffen folgten viele weitere & unsere Romanprojekte schreiten ebenfalls weiter voran.

Mittlerweile gehen wir ins 4. Jahr & ich wüsste heute nicht mehr, was ich ohne sie machen würde. Ein Leben ohne sie? Unvorstellbar! Für mich ist "Rapunzel_Klara" mehr als nur ne Bekannte, oder eine einfache Freundin. Sie ist die Schwester, die ich nie hatte und zugleich einer der großartigsten Menschen, die mir bisher über den Weg gelaufen sind. Sie gehört zur Familie! ♥
Ich freue mich jedesmal, wie ein kleines Kind, wenn eine neue E-Mail von ihr eintrifft. Genauso, wie ich Jubelschreie ausstoße, wenn wir einen neuen Termin für nen Treffen ansetzen.
Schatzi, ich drück dich! :hug:

* = Die Bezeichnung "Kühlschrank Zwilling rührt daher, dass wir irgendwann festgestellt haben, dass unsere Kühlschränke "gleich ticken". Unzwar haben sie die abnormale Angewohnheit, innerhalb kürzester Zeit die Eierverpackung zu fressen. Egal, wo man sie hinpackt, am Ende steht die Verpackung im mittleren Fach und drumherum hat sich ne Centimeter dicke Eisschicht gebildet! (Selbst mit Abtau Automatik Funktion. Witzigerweise nur bei der Eierpackung.)
Irgendwann bemerkten wir, dass (dadurch?) zwischen uns ne Art Telephatische Verbindung besteht. Sie hatte 'ne Idee zu unserem Projekt und als sie sie mir erzählte, wusst ich bereits davon - obwohl wir nie darüber gesprochen haben. Irgendwann haben wir uns dann nen Spaß daraus gemacht & imaginäre Schmier - und Ideen Zettel in die Dioxinbox (Eierpackung) gelegt, mit dem Vermerk: »Rate was ich gerade denke.« Ich kanns mir bis heute nicht erklären, aber sie hat es immer gewusst. Andersrum natürlich genauso. Seitdem sind wir Kühlschrank Zwillinge. :D
Ich bin ein Kühlschrank-Zwilling!

Mich zu verstehen ist so, als würde man versuchen Wackelpudding an die Wand zu nageln.
Benutzeravatar
Tinki
 
Beiträge: 8294
Registriert: 28.12.2007, 18:37
Blog: Blog ansehen (1)

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon Einsiedler » 21.01.2014, 21:55

Da will ich doch der Schreibwerkstatt danken, für Freunde die ich sonst nicht gefunden hätte.

Freundesfinder

Ja, wie das Leben so spielt, genau heute vor sechs Jahren lernte ich in einem anderen Forum, welches es schon drei Jahre nicht mehr gibt, meinen jetzt immer noch besten Freund kennen. Er ist mehr als ein Freund, es ist mein spätgeborener Zwilling. Wir stellten sehr schnell fest, dass wir nicht nur am gleichen Tag Geburtstag haben, sondern sogar dieselbe Blutgruppe. Einen Monat, nachdem ich zur Schreibwerkstatt kam, lud ich ihn ein. Er, ReaLi.T. ist da, leider fehlt im die Zeit aktiv zu sein.

Doch das ist nicht alles, denn ich lernte hier noch einige kennen, die zu Freunden geworden sind wie Ibelieve, Keiji-Chan, XeroXlee, Micka und Sandor. Leider sind sie alle nicht mehr aktiv, vielleicht kann ich sie irgendwann doch wieder aktivieren. Aber egal wie es gelaufen ist, die Freundschaft ist geblieben und dass wir uns kennenlernten ist der Schreibwerkstatt zu verdanken. Wir telefonieren, schreiben und halten uns über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden, meist in Facebook, aber auch mit Skype. Persönliche Begegnungen gab es schon und es kommen welche dazu, das ist gewiss.
Sandor in Graz höre ich regelmäßig auf Welle1Graz, da moderiert er Montag bis Freitag, täglich von 6 bis 12 Uhr die Sendung.

Mit den Gedichten von ReaLi.T., XeroXlee, Keiji-Chan habe ich Bücher gefüllt und sie auch gedruckt, sind zwar kleine Auflagen, aber immerhin haben sie ein Buch mit ihren Gedichten.

Und ganz ehrlich, als ich mich angemeldet habe bin ich gar nicht auf den Gedanken gekommen, Freunde zu finden und auch nicht, dass ich vom Rollfinke-Verlag gefunden werde, weil der Verlag Gedichte von mir in eine Anthologie bringen wollte, was dann auch geschehen ist.

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!

habe Einfälle wie ein altes Haus, nur nicht so schnell.
Benutzeravatar
Einsiedler
 
Beiträge: 4939
Registriert: 24.11.2008, 16:37
Wohnort: im grünen Winkel (Rudersberg)

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon KleineLady1981 » 08.02.2014, 15:33

Mal sehen...

Vor einigen Jahren begann ich ohne Hand und Fuß zwei Projekte. Wenige Monate danach hab ich sie zusammengelegt, weil ich es für eine gute Idee hielt. Doch irgendetwas stimmte nicht. Also googelte ich alles mögliche und fiel dann über Jackys Blog, der mir unglaublich geholfen hat. Darüber bin ich dann auch in die Schreibwerkstatt gekommen und ich weiß jetzt noch, wie groß die Freude darüber war, dass es tatsächlich ein ganzes Forum für Schreiblehrlinge und -professoren gibt. Einen Ort, wo man sich nicht für seine Träume schämen muss, wo man wegen seiner Fragen nicht ausgelacht oder verhöhnt wird, wo man nicht ignoriert wird. Wo man immer Zuhause sein kann, wo man immer willkommen ist.

Ich war immer schon ein einsamer Mensch und bin es noch.
Doch mit der Schreibwerkstatt, wo ich zu jeder Tages- und Nachtzeit jemanden finden kann, der mir zuhört, mir hilft oder mich in den Hintern tritt, ist die Einsamkeit um sovieles leichter zu ertragen.

Durch das, was ich hier gelernt habe, habe ich viele Freunde gefunden: meine Charaktere. Ludo, Georg, Melanie, Maggie, Nero, Tim, Lisa, Martin, Simon, Eron, Ares, Kim,... Und ich muss überhaupt keine Angst haben, von ihnen belogen zu werden, oder verraten, ausgelacht, es gibt keine Vertrauensbrüche, keine emotionalen Verletzungen, kein Abgeschobenwerden.
Kurz: Bei ihnen kann ich einfach ich sein.

Und das verdanke ich nur der Schreibwerkstatt, diese Momente, in denen ich ich sein kann.

Danke. Aus vollem Herzen Danke.
"You only cry for help if you believe there’s help to cry for." - Wentworth Miller
Was du als Autor von Film und Fernsehen lernen kannst
Benutzeravatar
KleineLady1981
NaNoWriMo 2015
NaNoWriMo 2015
 
Beiträge: 2121
Registriert: 11.05.2011, 13:08

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon Ballater » 20.02.2014, 01:17

Lemmy & Betty

Eigentlich wollte ich nur einmal mit ihm kochen ... 8)
... und dann ist da ein bisschen mehr draus geworden :girl:
Und eigentlich wollte ich eine richtig tolle Geschichte daraus erzählen ...
... doch dann lief mir wieder die Zeit davon und nun bin ich wieder auf den letzten Drücker :oops:
Also gibts keine großartige Geschichte, weil ich nur noch vierundzwanzig Stunden Zeit habe und ich erzähl nur mal "kurz" (wer mich etwas kennt weiß, dass ich mich nie kurz fassen kann :mrgreen:), wie das so mit Lemmy und mir gekommen ist.

Wie wohl fast jeder hier, habe ich von Malemmy zum ersten Mal gehört, als ich seine Begrüßungs-PN bekam. Ich glaube, ich habe ihm nicht mal geantwortet :oops:
Ein halbes Jahr später hat er mich drüber aufgeklärt, worum es beim Nano geht und dazu animiert, an diesem Wahnsinn zum ersten Mal teilzunehmen. Am Ende musste ich ihm sogar noch kräftig mit in den Hintern treten, damit er selbst in allerletzter Minute auch noch zum Ziel kam.

Irgendwann hieß es im Team der Moderatoren und SuperUser, wäre schön, wenn wir uns alle ein bisschen näher kennenlernen würden. Gesagt, getan. Wir erzählten untereinander etwas aus unseren Leben, ein Schwank, eine Alltagsanekdote. Lemmy erzählte irgendwann, dass er sich so schlecht Namen behalten konnte und "Ballater" ging schon mal gar nicht, über eine Eselbrücke kam er zu "Betty", so hieß ich fortan und inzwischen ist der Name mir so geläufig, dass ich sogar im Alltag darauf höre :D

Privat war nicht gerade meine beste Zeit, als wir intern etwas näher rückten. Vom Leben war ich überfordert, emotional so ziemlich am Boden, ohne Selbstvertrauen und ohne Liebe noch zu spüren, hatte ich mich vom Leben in die Ecke drängen lassen, ertrug es mehr schlecht als recht, war darin gefangen, ohne auch nur je den Mut zu finden, mit irgendjemanden drüber zu reden.
Dank der Schreibwerkstatt änderte sich das, mir schreibend und halbwegs anonym mein Herz auszuschütten, ging auch viel leichter und Lemmy war einer meiner treuen Zuhörer und Ratgeber.

Zum ersten Mal in Natura gesehen habe ich Lemmy im September letzten Jahres beim Forentreffen des Teams. Trotz all der lieben Menschen um mich herum, muss ich ja zugeben, war ich dort dennoch nicht gerade in einer guten seelischen Verfassung und Lemmy bot sich ritterlich an, mich zwischenzeitlich mal aus dem Trubel zu entführen. Wann immer mir es zu viel wurde, gingen wir spazieren, ob tagsüber oder als die Nacht schon längst reingebrochen war. Uns wurden schon irgendwelche Aufenthalte auf dem Heuboden angedichtet, aber... liebe Leute, nein, während des Forentreffens waren wir noch sittsam und keusch, haben nichts anderes gemacht, als geredet und uns beim spazieren bei der Hand gehalten, mal umarmt, alles ganz freundschaftlich (auch wenns bei mir schon mal kurz gekribbelt hat, habs zu der Zeit aber noch als Programmierfehler abgetan ^^).
Also wirklich! Pfui! Ihr mit euren dreckigen Phantasien! :twisted: Das kam alles erst viel später ... 8)

Einmal eine freundschaftliche Bande geknüpft, ließen wir diese auch nach dem Forentreffen nicht wieder los, wir chatteten per WhatsApp, Skype, telefonierten, standen uns in manch düsterer Stunde bei, philosophierten über Gott und die Welt, ich hörte mir seine Gitarrenklänge an, ertrug sein Geigenspiel :wink: und er dafür mein ständiges Wehklagen über die erschreckenden Erkenntnisse einer Depression.
Es verging eigentlich kein Tag, ohne dass wir miteinander in irgendeiner Form kommunizierten und als ich ihn einst von meinen Plänen fürs Abendmenü erzählte, hatte er die glorreiche Idee simultan mitzukochen, er müsste nur noch schnell einkaufen. :shock:
So ganz verstand ich noch nicht, was er von mir wollte, bis ich später mit meinen Kopfhörer auf den Ohren in meiner Küche stand, mit Lemmy über Skype verbunden und ihn erzählte, was ich gerade mit der Hähnchenbrust veranstaltete und er dann auch begann seine Hähnchenbrust zu schnibbeln und in einer Soja-Honig-Sesam-Soße zu ertränken.
Bettys Kochstudio war fortan regelmäßig geöffnet, von Kürbissuppe bis Christstollen kam alles Erdenkliche auf den Tisch und ich wünschte mir irgendwann, nur einmal wirklich mit ihm zu kochen, Seite an Seite und nicht über 350 km voneinander getrennt.

Zu dem gemeinsamen Kochen kam im November noch der Nano. Alleine hätte ich kein Wort geschrieben und konnte mich nur dazu aufraffen, wenn ich Lemmy am anderen Ende der Skypeleitung wusste und ich mir vorgaukeln konnte, ich wäre nicht allein dabei, er säße neben mir. Es hat was unheimlich Beruhigendes nur das Atmen eines anderen Menschen zu lauschen und sich von seinem Tippeln animieren zu lassen :D

Anfangs mochte ich ja nicht zugeben, dass da dieses Kribbeln in meinem Bauch gab, dieses wohlig warme Gefühl, was ein wenig Licht in meine düstere Welt brachte. Ich tat lieber alles, um es geheim zu halten und kam mir affig vor, wie ein verliebter Teenager, mal ganz abgesehen davon, dass ich doch noch eigentlich jemand anderen gehörte, jemand, der dieses Gefühl schon lange nicht mehr in mir auslöste.
Aber als Lemmy irgendwann dahin sagte "Ist ja nicht so, als ob wir ineinander verliebt wären ..." gabs kein Weg mehr an die Wahrheit vorbei, denn Vertrauen und Ehrlichkeit waren die Grundprinzipien, auf die unsere Freundschaft gründete. Er fand es eine Ehre, als er das erste Mal davon hörte und ich war erleichtert, ihm nichts mehr vormachen zu müssen. ^^

Und weil es so Dinge wie Jugendschutz gibt, der in diesem Forum zu berücksichtigen gilt, darf ich an dieser Stelle nicht weiter im Detail erzählen. ;)
Mit Lemmy habe ich mein Leben auf jeden Fall gehörig auf den Kopf gestellt, mich von meinem alten Leben getrennt und das neue tut mir wahrlich gut. :D
Seit etwa zwei Monaten pendele ich regelmäßig zwischen dem Münsterland und der Pfalz und wir erleben nun jedes Wochenende, wie es ist, Seite an Seite in der Küche zu stehen und zu kochen und sich Tisch und andere Möbelstücke zu teilen ;)

Und wie er das so findet, müsst ihr ihn selber fragen :mrgreen:

Allerliebste Grüße
Eure Betty
"Was zu uns gehört, können wir nicht verlieren. Alles andere können wir nicht festhalten." - unbekannt

Bettys Weg der Erkenntnis - Mein Blog
Benutzeravatar
Ballater
 
Beiträge: 3191
Registriert: 06.05.2012, 15:46
Wohnort: Münsterland

Re: Schreibwerkstatt - Freunde für's Leben

Beitragvon Malemmy » 20.02.2014, 08:52

Ich habe heute Morgen mein erster Entwurf beendet. Schlagt mich, gebt mir Tiernamen, dass ich so spät erst dazu kam. Womöglich brauche diesen diesen Druck. :oops:

Wenn ich nicht zu müde heute Abend bin und noch dazu komme, bearbeite ich sie heute Abend noch. Hier also mein erster Entwurf:
Über Angst und Freunde

Viel Spaß damit
Lieben Gruß
Lemmy
Schreiben, gleicht freihändig Fahrrad fahren: drauf setzen, treten, loslassen.
Das Leben ist natürlich grün; ich passe auf den Rasen auf. (Malemmy)


Monatliche Word-Wars für deine Schreibmotivation - hier
Benutzeravatar
Malemmy
 
Beiträge: 9903
Registriert: 21.04.2009, 02:21
Wohnort: Aus der gude Pfalz, Gott erhalts


Zurück zu Schreibwerkstatt-Café

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste