[Welt] SciFi und Vampire

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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon unkompliziert » 14.02.2015, 11:09

Hallo,

ich bin nicht aus dem Fantasylager, auch wenn ich den Hobbit gelesen und die Verfilmung von Herrn der Ringe gesehen habe.

Ich glaube, man muss für sich einfach bewusst zwischen Begriff und Bezeichnung unterscheiden.
zB Etwas, das man "Einhorn" nennt, kann sicher jede beliebe Farbe haben.
Muss es einen Schwanz oder einen Pferdeschweif haben? Auch egal.
Aber ist ein "Einhorn" OHNE Horn noch ein Einhorn?

Jetzt die Frage:
Was unterscheidet einen Zwerg in der Fantasyliteratur von einem etwas kleingeratenen Menschen?
Ist es einfach ein kleiner, magiekundiger Mensch -- oder steckt da noch mehr dahinter?

Eine freche Behauptung:
In Star Trek gibt es auch Zwerge, Elfen, Orks und Magie.
Aber man nennt sie Ferengis, Vulkanier, Klingonen und fortschrittliche Technik.
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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon Allvater » 14.02.2015, 11:31

unkompliziert hat geschrieben:... und fortschrittliche Technik.

Da hätte ich eher Q genannt, oder die telephatischen/emphatischen Fähigkeiten mancher Völker ;)
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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon unkompliziert » 14.02.2015, 12:23

Die Betazoiden die Telepathie auf Distanz betreiben können, sind nicht mein Ding. Die sind wirklich zu abgehoben.

Bei den Vulkaniern setzt eine telepathische Verbindung Hautkontakt voraus und wird vage biologisch erklärt. Das wäre mehr eine Sache der Evolution in anderen Galaxien.

Q ist wohl eher Gott. Aber sorry, die Idee haut einfach nicht hin!
Q ist zwar allmächtig -- aber doch nicht, denn er muss den anderen Qs gehorchen.
Q ist allwissend -- aber von menschlichen Gedanken und Gefühlen hat er keine Ahnung? Was weiß er dann eigentlich?
Das ist eben bei ihm alles so, wie es grad bequem fürs Drehbuch ist, und das macht ihn langweilig.
"Da drängt sich der Verdacht auf, dass man dem Publikum Honig ums Maul schmieren will. "Es ist eben selbst ein Halbgott nicht toller, als die Gedanken- und Gefühlswelt des kleinen Mannes von der Straße." soll dami gesagt werden."

Aber bei Sheldon ist es das selbe Thema: Das Publikum nicht zuzumuten, dass jemand (und sei es eine rein fiktive Figur) tatsächlich intelligenter ist als sie. Das noch nicht einmal theoretische soziale Kompetenzen hat und eine Tendenz zu Asperger ist in Ordnung.
Aber bei normalen Fakten muss er auch öfter mal "versagen", damit sich der Zuschauer überlegen fühlen kann.
:girl: Aber was soll's. Alles andere ist sehr originell und liebenswert.

Q ist wohl eher ein Halbgott oder so.

Denn die Magie an sich hat ja keine Persönlichkeit oder Grenzen. Sie ist ein Abstraktum.
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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon Ignotus » 14.02.2015, 13:04

Bernd hat geschrieben:
Ignotus hat geschrieben:wesentliche Teile der Teilchenphysik sind nicht mehr "Teil der sinnlich wahrnehmbaren Welt der Dinge sind, sondern [liegen] dieser zugrunde", sind ergo "übernatürlich".
Das halte ich, mit Verlaub, für ziemlichen Humbug! Demnach wären Mikrowellengeräte, Radios, Wärmebildkameras und Fledermäuse magische Dinge bzw. Lebewesen, denn keine der Wellenarten, mit denen diese arbeiten, kann der Mensch selbst sinnlich wahrnehmen. Du müsstest diese Idee durch Messbares oder theoretisch Erklärbares erweitern.

Ignotus hat geschrieben:Das Benutzen von Fernsprechern ist dieser Definition nach keine Magie, wenn ich aber ein bestimmtes Ritual durchführen (etwa Tasten auf dem Fernsprecher in einer bestimmten Reihenfolge drücken muss) ist das strenggenommen Magie XD
Aha. Also das Wählen der Nummer ist ein magisches Ritual, aber das Sprechen danach nicht, oder wie??? Verstehe ich nicht...


Was ich meite, war eher, dass je nach Definition technische Dinge durchaus als Magie verstanden werden können. Die Definitionen entstammen, wie dargestellt nicht von mir, sondern von Wikipedia.

Der Teil mit den Telefon war eher ironisch gemeint, sein Ausdruck war, dass das Sprechen mit einem Telefon keine Magie, wenn man zuvor keine Nummer hätte wählen müssen, keine Magie gewesen wäre, das Sprechen mit einem Telefon, nachdem amn vorher die Nummer gewählt hat, hingegen schon Magie ist, weil man das Wählen as Ritual beschreiben könnte.

Im übrigen sieht das Ganze anders aus, wenn ich "mit übernatürlichen Kräften" aus der Wikipedia-Definition als "ohne technische Hilfsmittel, sondern nur durch meine Gene/Übung" definiere. Dann wäre die Magie auch noch erklärbar (z.B. welche genetische Mutation ist für die Fähigkeit der magischen Kräfte verantwortlich, die es ermöglicht, aus eigener Kraft gezielt Atomstrukturen und Atomkernstrukturen umzuformen und so ermöglicht, unterschiedliche Gegenstände in einander zu verwandeln).
Dann wären Mikrowellen und Telephone, deren unmittelbare Wirkweise ebenfalls nicht sinnlich wahrnehmbar ist (sondern nur die Folge dieser) keine Magie mehr, da hier ja technische Hilfsmittel arbeiten. Auch Golems würden dann entfallen; und man könnte jetzt diskutieren, ob Zauberstäbe zulässig wären. ;)
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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon Bernd » 14.02.2015, 13:07

Ah, ok. Jetzt denke ich, verstehe ich, was Du meinst. Danke.

(Aber wir wissen beide: Wikipedia als Quelle heranzuziehen, ist so 'ne Sache...)
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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon unkompliziert » 14.02.2015, 14:55

Bernd hat geschrieben:Ah, ok. Jetzt denke ich, verstehe ich, was Du meinst. Danke.

(Aber wir wissen beide: Wikipedia als Quelle heranzuziehen, ist so 'ne Sache...)


:lol: Generelle Vorurteile gegenüber Wikipedia-Artikeln aber auch!
Abgesehen von den Lifestyle-Themen, haben die meisten inzwischen sehr fundierte Quellangaben.

Der Wikipedia-Naivling von gestern, ist der Wikipedia-Skeptiker von heute. :twisted:
Der Königsweg ist natürlich gleich die Quellangaben aus dem Wikipedia-Artikel anzugeben. Copy-Paste sei Dank!
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Re: [Welt] SciFi und Vampire

Beitragvon Sofian » 19.02.2015, 19:17

unkompliziert hat geschrieben:In Star Trek gibt es auch Zwerge, Elfen, Orks und Magie.
Aber man nennt sie Ferengis, Vulkanier, Klingonen und fortschrittliche Technik.


Es gibt bestimmte Rollen- Stereotype, die sowohl die Fantasy als auch die SciFi bedient. Die SciFi (in dem Fall StarTrek) hat allerdings den Vorteil, das gewissen Stereotype noch nicht mit einem Namen verbunden sind. Ferengis zeigen zum Beispiel eher Ähnlichkeit mit Kobolden als mit Zwergen, erst in DS9 (vorallem im Ingenieur- Fachidioten Rom) gibt es deutliche Parallelen zu Zwergen. :wink: Ebenso die Klingonen- statt Orks (oder Sowjets... man darf es sich aussuchen) sind sie später Verbündete und nehmen ebenso Charakterzüge von Zwergen an, wie dieses ganze Clansystem und die Sache mit der Ehre. Vulkanier sind den Elben ähnlich, nicht nur durch ihre Spitzohren, sondern vor allem durch ihre Abgehobenheit/Arroganz, Romulaner... die wiederum sind den heutigen Menschen recht ähnlich und stellen wohl einfach den Gegenpol zu den Menschen da. Aber nicht nur Fantasy- Völker werden als Quelle genommen, auch andere Strömungen wie Cardassianer als autoritäre Unterdrücker oder Bajoraner als unterdrücktes Opfervolk fallen in gewisse Stereotype. Aber eine genaue Analyse der Völker in StarTrek würde hier zu weit führen :wink:

Was ich damit sagen will: Der große Vorteil der SciFi ist, das man diese Stereotype mischen kann, was in der Fantasy nur noch begrenzt möglich ist, weil der Leser dort ein gewisses Bild einer Rasse/Spezies erwartet :wink:

Die Rasse der Q sind die Personifizierung von Clarkes Gesetz "Jede hinreichend fortschrittliche Technik ist von Magie nicht zu unterscheiden" :wink: Sie setzen fortschrittlichste Technik ein, die selbst den Menschen des 24. Jahrhunderts wie Magie vorkommen. :wink:

LG Sofian :wink:
Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.

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