Show, don't tell!

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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Maeb » 17.01.2015, 17:44

Tell: genervt schlug er mit der Faust auf den Tisch

Show: Die Wucht des Aufpralls lies das Besteck auf dem Tisch hüpfen. Jäh brach das Stimmmengewirr ab und alle Augen richteten sich auf ihn. Er rieb sich die schmerzende Hand und blickte in die Runde während er darauf wartete, dass das Rauschen in seinen Ohren nachliess.

Tell: Das Weinen des Kindes machte sie wahnsinnig.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Nagori Sora » 26.01.2015, 15:31

Tell: Das Weinen des Kindes machte sie wahnsinnig.

Sabine schielt mit halb geöffneten Augen zur Uhr im Wohnzimmer. Ehe sie die Zeiger scharf sehen kann, vergehen Minuten. Eine Viertel Stunde lang hat sie sich in den Schlaf flüchten können. Aber jetzt wird der Raum erneut von der hohen, Sirenen-artigen Stimme ihres Kindes ausgefüllt. Sabine versucht, ihre ruhige Atmung beizubehalten. Aber je mehr sie sich darauf konzentriert, umso hastiger und unkontrollierter muss sie nach Luft schnappen. Das Kind verschluckt sich und die Lautstärke scheint sich in jeder Ecke des Raumes zu vervielfachen. Beide Hände presst Sabine gegen ihre Schläfen, das Pulsieren unter ihrer erhitzten Haut hört nicht auf, schwillt an und vermischt sich mit dem Schreien. Eine Hand umklammert ihren Hals und rutscht dann hinunter zu ihrer Brust, wo ihr Herz wie wild geworden pocht und hämmert. Als ihr linkes Auge zu zucken beginnt, springt sie vom Stuhl auf und hastet aus der Wohnung.

Tell: Ich habe Angst vor der Nacht.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Rhagrim » 26.01.2015, 21:21

Tell: Ich habe Angst vor der Nacht.

"Es ist ein wunderschöner, warmer Sommerabend! Und sieh' dir nur mal den sternklaren Himmel an!", rief Sarah entzückt und auf ihrem Gesicht breitete sich ein verträumtes Lächeln aus. Erwartungsvoll drehte sie sich zu mir um. "Wollen wir nicht in den Wald und noch einen kurzen Nachtspaziergang machen?"
Misstrauisch steckte ich meinen Kopf durch den Türspalt und linste in die Nacht hinaus, beäugte die zackigen, schwarzen Silhouetten der Bäume, die entfernt aus der totalen Finsternis in den dunkelblauen Nachthimmel aufragten.
In der Tat, eine sternklare Nacht. Bei meinem Glück würden Wolken aufziehen, sobald ich auch nur einen Schritt vor die Tür setzte. Dicke, schwarze Regenwolken, die das letzte bisschen Licht auch noch auslöschen würden.
Und dann wären wir gefangen, umhüllt von erdrückender Finsternis. Hoffnungslos verirrt im Wald, verheddert im Dickicht, die Haut von Ästen und Dornen zerkratzt. Hilflos würden unsere verzweifelten Schreie die Stille durchbrechen. Und irgendwann würde ein Jäger zufällig über unsere bleichen, von den Tieren blank genagten Knochen stolpern. Ich schauderte.
"Nee...", sagte ich dann. "Lieber nicht. Komm rein, sonst erkältest du dich bestimmt noch."

Tell: Ich war im Büro während der Arbeit eingeschlafen, als plötzlich der Chef hereinkam...
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon magico » 26.01.2015, 22:21

Tell: Ich war im Büro während der Arbeit eingeschlafen, als plötzlich der Chef hereinkam...

Show: "Aufwachen, sie stinkend faule Karikatur von einem Faultier!", brüllte mein Chef und schmetterte die Bürotür zu.


Neues Tell: Er/sie balancierte auf der Balkonbrüstung.
Neuester Artikel (30.11.): Das Gutmensch-Experiment: Ngana & Klaus

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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Vicioussoul » 07.02.2015, 14:56

Neues Tell: Er/sie balancierte auf der Balkonbrüstung.

Show:
"Was hat dieses Leben denn noch für einen Sinn?", Chiara wischte sich bei dem Gedanken eine Träne aus dem Auge. Alles war schwarz. Rund um sie samtene Dunkelheit. Eric hatte sie verlassen, das war der einzige klare Gedanke, den sie noch fassen konnte. Sie hatte niemanden, war völlig allein. Ihre Freunde hatte sie während der intensiven Beziehung mit Eric hängenlassen, sie waren ihren eigenen Weg weitergegangen - ohne sie. Jetzt war Eric weg und alles was blieb, waren die Scherben der einst großen Liebe, die jetzt zerbrochen war wie der gläserne Bilderrahmen mit dem Foto aus dem letzten Urlaub, den sie in ihrer Verzweiflung zerschmettert hatte.

Chiara trank noch einen Schluck Chardonnay - direkt aus der Flasche. Sie hatte weder Kraft noch Energie, sich ein Glas zu holen. Was machte es denn schon für einen Unterschied? Wenn Eric sie jetzt so sehen könnte, würde er zu ihr zurückkehren? Wahrscheinlich interessierte es ihn nicht einmal. Es gab Chiara einen Stich mitten ins Herz, wenn sie nur daran dachte, dass er jetzt wahrscheinlich mit seiner neuen Freundin auf dem Sofa lag und sich einen Film ansah, glücklich und verliebt. Seit einem halben Jahr ging nun schon die Affäre mit seiner Arbeitskollegin. Aus einem Techtelmechtel war Liebe geworden und er hatte sich für Anita entschieden, anstatt für Chiara. Sie wusste, dass all die Gedanken keinen Sinn hatten, alles war ein Nebel. Doch plötzlich senkte sie die Weinflasche und schritt wie auf Schienen gezogen nach draußen auf den Balkon. Sie setzte sich wie mechanisch auf die Brüstung und ließ ihre Beine in den Abgrund baumeln. Würde sie jetzt springen, wäre der ganze Schmerz vorbei. Sie lehnte sich nach vor, verlor immer mehr den Halt. Doch plötzlich hörte sie hinter sich ein Geräusch in der Balkontür.
"Eric?", hauchte sie, während sie sich umwandte. Erst war sie enttäuscht, denn es war nicht Eric, der da vor ihr stand. Aus großen, braunen Augen blickte Artus sie an. Artus, ihr lieber, braver, pelziger Schäferhund. Er fiepte, kam schwanzwedelnd auf sie zu, leckte ihre Hand und sie begriff. Selbst wenn alle sie verließen und sie niemand mehr hätte, auf einen Freund konnte sie immer zählen. Voller Rührung stieg sie von der Balustrade, setzte sich auf den Boden und genoss Artus' feuchte Hundeküsse, die ihr die Tränen von den Wangen leckten.


Neues Tell: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Islandschaf » 27.02.2015, 14:17

Okay, ich bin noch Anfängerin, aber ich probiers mal...

Tell: Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Show:
Ein zartes Rascheln drang durch die Blätter, als der kleine Vogel sein Federkleid aufschüttelte. Er reckte den Schnabel und ließ ein vieltöniges Zwitschern verlauten. Seine Müdigkeit schmolz wie der Raureif, den die ersten blassorangenen Sonnenstrahlen gemeinsam mit der Nacht vertrieben.
Alles war still. Die Rehe hatten die Lichtung verlassen und bereits den Schutz der Bäume gesucht, die anderen Vögel ihre Schäbel noch tief in den wärmenden Daunen unter den Flügeln vergraben.
Er flatterte auf, bedacht darauf, wenig Luft aufzuwirbeln und ließ sich auf einem Grashalm nieder, das ich arglos windende Tier auf der Erde fest mit dem Blick fixiert, bereit zum Zuschlagen.
Er stieß herab, bohrte den spitzen Schnabel in das saftige Fleisch, kämpfte, schlang, schluckte. Ein wohliges Gefühl breitete sich in ihm aus, als die anderen Vögel über ihm im Baum zaghaft zu zwitschern begannen um den jungen Tag zu begrüßen.

Neues Tell:
Auf der Weide grasten einige Schafe.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon magico » 27.02.2015, 16:12

Tell: Auf der Weide grasten einige Schafe.

Eine grüne Leinwand, gesprenkelt mit unregelmäßig verteilten, wollig weißen Wölkchen. Ab und an war ein Blöken oder Meckern zu vernehmen, doch schon kurz darauf senkten sich die teils gehörnten Köpfe wieder, um das frische grüne Gras abzuweiden.

Neues Tell: Er/sie bekam in den neuen Schuhen Blasen.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon sandelholz » 09.03.2015, 14:27

Er/sie bekam in den neuen Schuhen Blasen.

Rot, leuchtend Signalrot waren die Sohlen ihrer neuen Higfh-Heels, wie bei einem Werkstück von Christian Loubouth.
Rot, leider Feuerrot entwickelten sich auch die Druckstellen an ihren Füssen zu ausgewachsenen Blasen.



Show: Es war ein langweiliger Sonntagnachmittag.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon TallyLC » 09.03.2015, 19:58

Tell: Es war ein langweiliger Sonntagnachmittag.

Show: Der Regen prasselte gegen die milchigen Fensterscheiben während sie dalag, und die Decke anstarrte. Warum musste es auch ausgerechnet am Wochenende regnen?
Frustriert setzte sie sich auf, und trat mit ihren Füßen die Bettdecke weg. Ein so schöner Tag hätte es werden können! Und jetzt das! Ihr Blick streifte lustlos durch das Zimmer. Nichts fesselte ihre Aufmerksamkeit, nichts konnte diese Langeweile vertreiben.

Neuer Tell: Die Schlacht war grausam. (Wow bin ich postiv...)
Man erkennt den Autor aus der Schrift vielleicht deutlicher als aus dem Leben. -Johann Wolfgang von Goethe
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Becca » 16.03.2015, 13:09

Tell: Die Schlacht war grausam.

Show:
Seine Klinge bohrte sich Stück für Stück in die lederne Rüstung, im nächsten Moment ragte sie dem Scheusal aus dem Rücken. Als er sie wieder hinaus zog, ergossen sich die Eingeweide über den, vom Blut bereits durchweichten, Boden.
Immer mehr Gliedmaßen der Krieger bedeckten die Erde, bis sie beinahe nur noch zu erahnen war.
Die Luft war erfüllt vom Klirren der Waffen. Gedämpft drangen die letzten Wortfetzen der Sterbenden an sein Ohr. Resigniert wandte er sich ab. Zu so viel sinnloser Brutalität hätte es nicht kommen müssen.

Neues Tell: Die Einkaufspassage war überfüllt.
Der Grund, warum Vögel fliegen können und wir nicht, ist der, dass sie voller Zuversicht sind und wer zuversichtlich ist, dem wachsen Flügel.

Sir James Matthew Barrie
(1860 - 1937)
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon DatCheEta » 16.03.2015, 16:51

Tell: Die Einkaufspassage war überfüllt.

Show: Sie umklammerte ihre Handtasche, hielt sie nah vor ihrem Körper. Von hinten wurde sie an gerempelt und stieß unwillkürlich in die Person vor ihr. Die Entschuldigung, die sie murmelte, ging in dem Rauschen der Stimmen um sie herum und dem Prasseln des Regens auf das gläserne Dach über ihr verloren, aber die Person hatte sie eh ignoriert. Maria versuchte sich zu strecken und über die Menge aus Köpfen, Haaren und Hüten hinweg ihren Weg zu dem kleinen Laden zu finden, der sich zwischen den großen Modegeschäften und Coffeeshops versteckte. Dort! Sie zwängte sich zwischen dem Strom der Menschen hindurch, nur um in den nächsten zu geraten, der sie in die richtige Richtung trieb. Jetzt musste sie sich nur noch mitziehen lassen.

New Tell: Ich wartete drei Tage auf ihn.
Error 404 - No signature found
"A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory." - Leonard Nimoy
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Islandschaf » 20.03.2015, 13:47

Tell:
Ich wartete drei Tage auf ihn.

Show:
Traurig blicke ich zu dem Abreißkalender über meinem Schreibtisch hinüber. Di, 21. Mai steht darauf. Ich wende den Blick ab, denn ich ertrage nicht, was mir das sagt. Gestern war es genauso. Und am Tag davor ebenfalls. Es war der Sonntag, als ich damit begonnen hatte, sinnlos am Fenster zu sitzen und stumm den Gehweg vor meinem Haus zu fixieren als könnte ich Jack damit heraufbeschwören. Doch die Straße bleibt leer.

Neues Tell:
Er drehte sich einen Joint.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon Aridia » 30.03.2015, 02:27

Tell: Er drehte sich einen Joint.

Show:
Soll ich? Soll ich nicht?
Mit halb zusammengekniffenen Augen riss ich einem Gänseblümchen die Blütenblätter aus, wobei ich mir wie ein Idiot vorkam. Ich, ein gestandener Mann, benutzte das alte Spiel, mit dem die Mädchen damals in der Schule versucht hatten herauszufinden, ob ihr Schwarm auf sie stand? Albern. Doch ich konnte nicht aufhören. Wie unter Zwang machte ich weiter.
Soll ich? Soll ich nicht?
Nach fünfjähriger Abstinenz hätte es kein Zweifeln geben dürfen. Wenn da nicht dieses verlockende Häufchen Cannabis vor mir liegen würde ... Einem Kumpel war es aus der Hosentasche gefallen. Wider besseren Wissens hob ich das kleine Päckchen auf. Kurz hatte ich mit mir gerungen, ihm den Stoff zurückzugeben. Das Cannabis trug den Sieg davon. Jetzt saß ich da, hin- und hergerissen.
Soll ich? Soll ich nicht?
Das letzte Blütenblatt war meinem Angriff zum Opfer gefallen. Lange saß ich da, betrachtete das zerrupfte Blümchen. Schlaff hing es zwischen meinen Fingern. Du sollst, war seine letzte Botschaft an mich, bevor es sein Leben aushauchte. Leben kam dafür in mich. Schuhe an, ab ins Auto, Papers an der Tankstelle geholt. Fast war ich erstaunt, wie mühelos es mir nach all den Jahren gelang, einen Joint zu bauen.

Neues Tell: Während er mit seiner neuen Freundin am Strand spazieren geht, scheißt ihm eine Möwe auf den Kopf.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon HERZallerliebst » 04.04.2015, 16:04

Tell: Während er mit seiner neuen Freundin am Strand spazieren geht, scheißt ihm eine Möwe auf den Kopf.

Show:
Ihre Worte gingen unter im Rauschen der Wellen.
"Anni, du musst lauter reden", belehrte er sie liebevoll und drückte beinahe unmerklich ihre zarte Hand. Er konnte die Augen nicht von ihr lassen. Nicht von ihren blonden Haaren, die ihr Gesicht wie eine perfekte Theaterkulisse umrahmten. Nicht von ihrer feinen Nase, nicht von ihren unergründlichen Augen. Sie lachte ihr sonnigstes Lachen und machte damit der Landschaft Konkurrenz. Ihre süßen Zehen gruben sich in den Sand und seine Füße hinterließen grobe Spuren, an denen das Salzwasser gierig leckte.
"Ich sagte nur, es ist schön mit dir", wiederholte sie, nur für ihn, und ihm ging das Herz auf.
Er hielt sie fest, ganz fest, schmiegte seinen Arm um ihre schlanke Taille und zog sie an sich. Es war wie in einem Liebesfilm und nun wusste er, was Perfektion war. Gleich würden sich ihre Lippen treffen und er war so gespannt, wie sie schmecken würde, weil er sich immer noch nicht daran erinnern konnte, weil die Zeit, die sie miteinander verbracht hatten bisher, nicht ausreichte dafür. Und gerade, als sie sich nahe genug waren, um den warmen Atem des anderen spüren zu können, traf es ihn, direkt auf den Kopf. Es tat nicht weh, aber es war unangenehm. Er ahnte es, bevor er es wirklich wusste.
"Oh nein", lachte sie und lachte und lachte und wollte sich nicht mehr beruhigen. Seine Finger ertasteten die klebrigen Überreste, die sich in seinen Haaren verfingen. Er konnte nur grinsen, weil sie sich so herzlich amüsieren konnte darüber. Es war nicht schlimm. Sie zog ihn zum Wasser, wollte ihn hineinschubsen, war aber nicht stark genug. Er tat ihr den Gefallen und spielte mit. Weil er sie liebte.

Neues Tell: Er/Sie verschluckt sich beim romantischen Dinner.
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Re: Show, don't tell!

Beitragvon magico » 07.04.2015, 09:05

Tell: Er/Sie verschluckt sich beim romantischen Dinner.

Sanftes Kerzenlicht grenzte ihre Gesichter vom Halbdunkel ab. Ihre Schatten tanzten eifrig über die gestreifte Tapete. Es roch verführerisch nach Sommerftrüffeln und fruchtigen Weißwein.
"Ach Schatz, dieses Essen ist wirklich das aller... lskdh sahs hskajdhas"
Sofort sprang sie auf, um den kurz zuvor erlenrten Heimlich-Griff anzuwenden.


Neues Tell: Auf seinem Hemd konnte man die Speisekarte des Vortages ablesen.
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