[Spannung/Roman]Sommeralptraum 9 von X

Krimi, Thriller, Horror, Geistergeschichten, Abenteuer und alles andere, was die Nackenhaare zu Berge stehen lässt.

[Spannung/Roman]Sommeralptraum 9 von X

Beitragvon Samis » 17.10.2015, 13:01

Montag, 31. Juli, früher Nachmittag

Ein Schaukeln weckte mich, es war stockdunkel. Neben mir schlief Natalie, eingewickelt in eine dunkelbeige Decke. Ich gähnte und versuchte mich im Sitzen zu strecken, mein linkes Bein war eingeschlafen. Warum war es so dunkel? Ich schaute nach draußen, der Anblick verwirrte mich vollends. Absolute Finsternis wurde jäh von grellen Lichtblitzen zerrissen, dann sackte das Flugzeug plötzlich nach unten weg.
Was zum Teufel war hier los? Ein ohrenbetäubender Knall erschreckte mich schier zu Tode, dann schrieen rundum die Menschen, auf einmal lag Rauch in der Luft.
»Oh Gott, wir werden alle sterben!«, brüllte Natalie und in der nächsten Sekunde baumelten tatsächlich Atemmasken von der Decke. Verstört beobachtete ich, wie kaum jemand nach den Masken griff und auch ich blieb vollkommen tatenlos. Dann schien es, als hätte der Pilot die Maschine wieder im Griff, als ginge es wieder nach oben. Die Deckenbeleuchtung flackerte und ein Knackengeräusch unterbrach den Beginn einer Lautsprecherdurchsage. Meine Augen tränten wie verrückt und meine Lungen begannen zu brennen. Plötzlich wurde mir schwindelig. Irgendwer packte mich von hinten, hantierte verschwommen vor meinen Augen, zog an meinen Haaren. Ich versuchte mich zu wehren, dann kippte das Flugzeug zur Seite und mein Kopf knallte hart gegen das unnachgiebige Glas der Fensterluke.

»Beth!«
»Lass sie schlafen, das ist besser.«
»Aber sie muss doch –«
»Lass sie, vertrau mir.«

Das nächste Mal erwachte ich unter freiem Himmel. Über mir funkelten unbekannte Sterne, ein lauer Wind strich mir übers Gesicht und die Luft schmeckte salzig. Hinter meiner Stirn pulsierte ein dumpfer Schmerz, mir war leicht übel. Links neben mir schlief Natalie, sie hielt meine Hand. Zu meiner Rechten lag ein Junge, er wandte mir den Rücken zu und schnarchte leise. Obwohl ich sein Gesicht nicht sehen konnte, wusste ich sofort, dass es Liam war. So nüchtern und gelassen ich feststellte, dass er hier an meiner Seite schlief, akzeptierte ich, dass wir abgestürzt sein mussten. Das Pochen in meinem Kopf nahm zu, schubweise hatte ich das Gefühl, mich übergeben zu müssen. Ansonsten fühlte ich mich unverletzt. Eigentlich hatte ich Tausend Fragen: Wo sind wir? Wie geht es den beiden? Sind sie verletzt? Wo sind all die anderen? Was ist passiert? Aber kleinste Bewegungen befeuerten meine Kopfschmerzen, selbst das Denken tat weh. Ich fühlte mich kraftlos und war unendlich müde. Wenig später schlief ich wieder ein.


Dienstag, 01. August, vormittags

»Beth, na endlich! Wie fühlst du dich?«
»Ich habe durst.«
»Das habe ich auch. Wie geht es deinem Kopf? Lass mal sehen.«
»Besser. Wo sind wir hier? Wo ist Liam?«
»Woher weißt du –, er wollte sich umschauen, wir haben keine Ahnung, wo wir hier sind.«
Ich legte meinen Kopf auf Natalies Schoß und sie betrachtete mich mit sorgenvoller Miene. »Beth, wir sind abgestürzt«, sagte sie vorsichtig, als wäre das nicht offensichtlich.
»Ich weiß, Natalie. Wo sind die anderen? Wie sind wir hier her gekommen?«
»Wir wissen es nicht, wir haben bisher niemanden sonst gesehen.«
»Aber wie kann das sein? Warum sind wir dann hier?« Allmählich verlor ich meine Beherrschtheit und wurde leicht panisch.
»Beth, beruhige dich! Liam hat uns das Leben gerettet!«
»Liam?«
»Ja. Ich glaube, er war der Einzige, der da oben die Übersicht bewahrt hat. Liam hat uns mit den Masken geholfen und die Schwimmwesten geholt. Plötzlich hat es gebrannt und überall war Rauch.«
»Ja, daran kann ich mich erinnern, ich konnte kaum atmen!«
»Ich konnte überhaupt nichts sehen und dann sind wir wohl aufs Wasser aufgeschlagen. Was danach passiert ist, weiß ich auch nicht genau. Liam meinte, ich habe das Bewusstsein verloren, genau wie du. Er sagte, es hat ein furchtbarer Sturm gewütet, und wir uns zunächst mit anderen auf einer der Notfallrutschen, die zugleich als Rettungsboot gedacht sind, befunden. Eine riesige Welle hat das Schlauchboot schließlich umgekippt und uns ins Meer gespühlt. Im Wasser hat er uns mit aller Kraft zusammengehalten und gehofft, dass wir nicht ertrinken würden.«
»Und dann sind wir hier gestrandet?«
»Wir hatten verdammt viel Glück, Beth, dass wir ausgerechnet hier an den Strand geworfen wurden!«
»Wieso das denn?«
»Als ich gestern wieder zu mir gekommen bin, hat es bis spät in die Nacht gestürmt und ununterbrochen geregnet. Wir konnten überhaupt nichts sehen! Und jetzt, schau dich doch mal um. Abgesehen von den paar Metern Sand hier, scheint es nur messerscharfe Felsenküste zu geben.«
Ich stand auf und ging ein paar Schritte von Natalie weg. Sie hatte recht, zu beiden Seiten und auch zum Landesinneren hin türmten sich bereits nach wenigen Metern schroffe, abweisende Felsen. »In welche Richtung ist Liam gegangen? Wie lange ist er schon weg?«
Natalie zeigt mit ausgestrecktem Arm aufs Meer hinaus: »Er hat es zunächst überall hin zu Fuß versucht, musste jedoch jedesmal nach wenigen Metern umkehren. Er meinte, an Land wäre es absolut aussichtslos, dann ist er hinausgeschwommen. Vielleicht kann er von weiter draußen etwas erkennen, Beth.«
»Wie lange ist er schon weg?«
Natalie zögerte, schaute unschlüssig aufs Wasser hinaus und dann zum Himmel hoch. »Keine Ahnung. Ich bin nicht gut in solchen Dingen – eine halbe Stunde, vielleicht aber auch schon länger.«
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Re: [Spannung/Roman]Sommeralptraum 9 von X

Beitragvon Asieral » 17.10.2015, 19:12

Hallo Samis,

ich habe mir jetzt mal deine ganzen Werke durchgelesen und möchte dann auch mal einen Kommentar da lassen.
Ach ja.. eine Frage, was ist deine Zielgruppe?
Ein paar Anmerkungen im Voraus:

Meine Kritik resultiert aus den von mir präferierten Schreibstilen/Handlungen und Charakteren bzw deren Aufbau --> subjektive Kritik.
Es kann sein, dass ich mich teilweise vll auch auf andere Teile beziehe (wenn es um die Persönlichkeiten der Charaktere geht).

Wenn ich nichts Positives anmerke, bedeutet das nicht, dass ich nichts Gutes sehe, sondern nur, dass mein Hauptaugenmerk auf dem liegt, was ich nicht so gut finde, da das meistens mehr hilft.

Formulierungen, die mich stören, werde ich mal rot markieren (hauptsächlich Füllwörter), blau sind Vorschläge:

Samis hat geschrieben:Montag, 31. Juli, früher Nachmittag

Ein ohrenbetäubender Knall erschreckte mich schier zu Tode, dann schrieen rundum die Menschen, auf einmal lag Rauch in der Luft.
»Oh Gott, wir werden alle sterben!«, brüllte Natalie und in der nächsten Sekunde baumelten tatsächlich Atemmasken von der Decke. Verstört beobachtete ich, wie kaum jemand nach den Masken griff und auch ich blieb vollkommen tatenlos. Dann schien es, als hätte der Pilot die Maschine wieder im Griff, als ginge es wieder nach oben. Die Deckenbeleuchtung flackerte und ein Knackengeräusch unterbrach den Beginn einer Lautsprecherdurchsage. Meine Augen tränten wie verrückt und meine Lungen begannen zu brennen brannten. Plötzlich wurde mir schwindelig. Irgendwer packte mich von hinten, hantierte verschwommen vor meinen Augen, zog an meinen Haaren. Ich versuchte mich zu wehren, dann kippte das Flugzeug zur Seite und mein Kopf knallte hart gegen das unnachgiebige Glas der Fensterluke.


»Beth!«
»Lass sie schlafen, das ist besser.«
»Aber sie muss doch –«
»Lass sie, vertrau mir.«


Würde da jemand wirklich "schlafen" benutzen? Sie wird ja eher aufgrund des Schlages gegen die Scheibe bewusstlos. Ich würde so jemanden eher nicht als "schlafend" bezeichnen, schon gar nicht in so einer Situation.

Das nächste Mal erwachte ich unter freiem Himmel. Über mir funkelten unbekannte Sterne, ein lauer Wind strich mir übers Gesicht und die Luft schmeckte salzig.

Hm... unbekannte Sterne? Ist sie jetzt in einem anderen Teil der Galaxis?^^ Dass sie unbekannt sind, ist denke ich nicht wichtig, und kann gestrichen werden. Oder ist es wichtig zu wissen, dass Beth keine Ahnung von Sternen hat?

Ich fühlte mich kraftlos und war unendlich müde. Wenig später schlief ich wieder ein.


Dienstag, 01. August, vormittags

»Beth, na endlich! Wie fühlst du dich?«
»Ich habe Durst.«
»Das habe ich auch. Wie geht es deinem Kopf? Lass mal sehen.«
»Besser. Wo sind wir hier? Wo ist Liam?«
»Woher weißt du –, er wollte sich umschauen, wir haben keine Ahnung, wo wir hier sind.«
Ich legte meinen Kopf auf Natalies Schoß und sie betrachtete mich mit sorgenvoller Miene. »Beth, wir sind abgestürzt«, sagte sie vorsichtig, als wäre das nicht offensichtlich.
»Ich weiß, Natalie. Wo sind die anderen? Wie sind wir hier her gekommen?«
»Wir wissen es nicht, wir haben bisher niemanden sonst gesehen.«


Ich würde den gelbmarkierten Satz umformulieren. Eigentlich stört mich hauptsächlich das "und"... der Satz bekommt damit einen... hm.. "langweilige", aufzählenden Charakter. Vll findest du eine besser Verbindung, anstatt des "und"s
»Liam meinte, ich habe das Bewusstsein verloren, genau wie du. Er sagte, es hat ein furchtbarer Sturm gewütet, und wir uns zunächst mit anderen auf einer der Notfallrutschen, die zugleich als Rettungsboot gedacht sind, befunden. <-- (Mit dem Satz stimmt was nicht, ein Prädikat wäre ganz gut, glaube ich, also nach dem wir ein "hätte" oder Ähnliches.)

Eine riesige Welle hat das Schlauchboot schließlich umgekippt und uns ins Meer gespühlt. Im Wasser hat er uns mit aller Kraft zusammengehalten und gehofft, dass wir nicht ertrinken würden.«


Irgendwie kann ich mich um ehrlich zu sein nicht mit deinen Charakteren anfreunden.. Beth, die sich irgendwie in Marc "verliebt", nachdem sie ihm in die Augen geschaut hat. Liam, der seine Heldentat rühmt... Mir erscheinen doch eigentlich alle eher oberflächlich. Bei der Beschreibung Natalies frage ich mich, wieso sie so etwas sagt wie "eine riesige Welle". Ist das wichtig? Und wichtiger, würde das jemand sagen, der irgendwo gestrandet ist? Also würde er sich die Mühe machen, das Ganze möglichst dramatisch mit viel Pathos zu erzählen?

»Und dann sind wir hier gestrandet?«

Nein, dann kam ein geflügeltes Monster, hat die drei gepackt, in ihr Nest geflogen und dann hat Liam, der mutige Held, sie befreit, nachdem er das Monster besiegt hatte, natürlich mit bloßen Händen, und an den Strand gebracht. Tut mir Leid.. aber diese Frage.. wieso stellt sie diese?
Deine Erzählerin sagt etwas weiter davor so etwas:
"»Beth, wir sind abgestürzt«, sagte sie vorsichtig, als wäre das nicht offensichtlich."
Daraus schließe ich, dass Beth Natalies Aussage für redundant hält, jetzt aber stellt sie selbst so eine Frage, mit einer offensichtlichen Antwort? Passt für mich nicht zusammen.

Ich stand auf und ging ein paar Schritte von Natalie weg. Sie hatte recht, zu beiden Seiten und auch zum Landesinneren hin türmten sich bereits nach wenigen Metern schroffe, abweisende Felsen. »In welche Richtung ist Liam gegangen? Wie lange ist er schon weg?«
Natalie zeigt mit ausgestrecktem Arm aufs Meer hinaus: »Er hat es zunächst überall hin zu Fuß versucht, musste jedoch jedesmal nach wenigen Metern umkehren. Er meinte, an Land wäre es absolut aussichtslos, dann ist er hinausgeschwommen. Vielleicht kann er von weiter draußen etwas erkennen, Beth.«

Hm... also in einer unbekannten Umgebung rausschwimmen ist ja nicht besonders klug.. wenn man nicht weiß, was für Tiere da alles leben.^^


Ich hoffe, die Charaktere erhalten im weiteren Verlauf etwas mehr Tiefe... um ehrlich zu sein, hätte ich nach dem ersten Teil eigentlich nicht weitergelesen, weil die Beschreibungen für mich zu oberflächlich und klischeehaft wirken. Manchmal finde ich Polarisierungen nicht einmal schlecht, aber so etwas ist eigentlich eine Technik, die in Märchen besser aufgehoben ist, da sie dort auch eine ganz bestimmte Funktion erfüllt, die von der Thematik dieser Geschichte nicht erfasst wird.

Ich hoffe, meine Kritik klang jetzt nicht allzu "nörglerisch", sondern enthält auch ein paar nützliche Aspekte.

Liebe Grüße
Asieral
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Re: [Spannung/Roman]Sommeralptraum 9 von X

Beitragvon Samis » 17.10.2015, 21:03

Hallo Asieral,

herzlichen Dank für deine Kritik!


Zielgruppe? Im Grunde soll es ein Jugendroman werden, ein „softer“ Thriller, der mir mit zunehmender Länge jedoch mehr und mehr aus dem Rahmen des Angebrachte gerät.

Formulierungen, die mich stören, werde ich mal rot markieren (hauptsächlich Füllwörter)

Ich bin weiß Gott kein Freund von Füllwörtern und tilge diese, wo immer ich sie überflüssig finde, aber keines von den dir beanstandeten möchte ich missen. Geschmacksache.


»Beth!«
»Lass sie schlafen, das ist besser.«
»Aber sie muss doch –«
»Lass sie, vertrau mir.«


Würde da jemand wirklich "schlafen" benutzen? Sie wird ja eher aufgrund des Schlages gegen die Scheibe bewusstlos. Ich würde so jemanden eher nicht als "schlafend" bezeichnen, schon gar nicht in so einer Situation.


Das ist (zugegeben) nicht leicht zu erkennen. Der kurze Dialog spielt bereits auf der Insel, somit finde ich schlafen passend. (Ich mag kleine und große Zeithopster (vor oder zurück) ohne diese groß anzukündigen oder zu erklären. Ein Fehler? Vielleicht.)



Das nächste Mal erwachte ich unter freiem Himmel. Über mir funkelten unbekannte Sterne, ein lauer Wind strich mir übers Gesicht und die Luft schmeckte salzig.

Hm... unbekannte Sterne? Ist sie jetzt in einem anderen Teil der Galaxis?^^ Dass sie unbekannt sind, ist denke ich nicht wichtig, und kann gestrichen werden. Oder ist es wichtig zu wissen, dass Beth keine Ahnung von Sternen hat?


Warst du schon einmal in Australien? Dort würde dir der Nachthimmel fremd erscheinen, dazu bedarf es keiner anderen Galaxie. Du hast aber dennoch recht, sie “verreist“ nicht weit genug, als dass es für sie zutreffen würde. Aber es klingt so schön.



Ich legte meinen Kopf auf Natalies Schoß und sie betrachtete mich mit sorgenvoller Miene.

Ich würde den gelbmarkierten Satz umformulieren. Eigentlich stört mich hauptsächlich das "und"... der Satz bekommt damit einen... hm.. "langweilige", aufzählenden Charakter. Vll findest du eine besser Verbindung, anstatt des "und"s


Stimme ich dir zu. Da lasse ich mir etwas einfallen.



Er sagte, es hat ein furchtbarer Sturm gewütet, und wir uns zunächst mit anderen auf einer der Notfallrutschen, die zugleich als Rettungsboot gedacht sind, befunden. <-- (Mit dem Satz stimmt was nicht, ein Prädikat wäre ganz gut, glaube ich, also nach dem wir ein "hätte" oder Ähnliches.)

Auch richtig. Er sagte, es hätte ... würde funktionieren Er sagte, es hat ... hingegen nicht. Hm. Der ist ohnehin nicht sonders gelungen ...



Eine riesige Welle hat das Schlauchboot schließlich umgekippt und uns ins Meer gespühlt. Im Wasser hat er uns mit aller Kraft zusammengehalten und gehofft, dass wir nicht ertrinken würden.«

Irgendwie kann ich mich um ehrlich zu sein nicht mit deinen Charakteren anfreunden.. Beth, die sich irgendwie in Marc "verliebt", nachdem sie ihm in die Augen geschaut hat. Liam, der seine Heldentat rühmt... Mir erscheinen doch eigentlich alle eher oberflächlich. Bei der Beschreibung Natalies frage ich mich, wieso sie so etwas sagt wie "eine riesige Welle". Ist das wichtig? Und wichtiger, würde das jemand sagen, der irgendwo gestrandet ist? Also würde er sich die Mühe machen, das Ganze möglichst dramatisch mit viel Pathos zu erzählen?


Schade, dass dir meine Figuren nicht gefallen mögen – da habe ich deinen Geschmack wohl verfehlt.
Der Dialog ist nicht sehr gelungen, da gebe ich dir recht – da wollte ich einfach nur schnell ein paar Infos unterbringen. Mist! Aufgeflogen.



»Und dann sind wir hier gestrandet?«

Nein, dann kam ein geflügeltes Monster, hat die drei gepackt, in ihr Nest geflogen und dann hat Liam, der mutige Held, sie befreit, nachdem er das Monster besiegt hatte, natürlich mit bloßen Händen, und an den Strand gebracht. Tut mir Leid.. aber diese Frage.. wieso stellt sie diese?
Deine Erzählerin sagt etwas weiter davor so etwas:
"»Beth, wir sind abgestürzt«, sagte sie vorsichtig, als wäre das nicht offensichtlich."
Daraus schließe ich, dass Beth Natalies Aussage für redundant hält, jetzt aber stellt sie selbst so eine Frage, mit einer offensichtlichen Antwort? Passt für mich nicht zusammen.


Herrlich, ich habe gelacht. Den finde ich allerdings stimmig. Sie wacht auf, ist verwirrt und noch nicht vollends im Bilde – da sagt man so etwas schon mal.


Hm... also in einer unbekannten Umgebung rausschwimmen ist ja nicht besonders klug.. wenn man nicht weiß, was für Tiere da alles leben.^^

Welche Tiere? Es ist der Pazifik, nichts weiter. Und was bleibt ihnen weiter übrig?



Ich hoffe, die Charaktere erhalten im weiteren Verlauf etwas mehr Tiefe... um ehrlich zu sein, hätte ich nach dem ersten Teil eigentlich nicht weitergelesen, weil die Beschreibungen für mich zu oberflächlich und klischeehaft wirken. Manchmal finde ich Polarisierungen nicht einmal schlecht, aber so etwas ist eigentlich eine Technik, die in Märchen besser aufgehoben ist, da sie dort auch eine ganz bestimmte Funktion erfüllt, die von der Thematik dieser Geschichte nicht erfasst wird.

Nochmals, schade, dass dich meine Geschichte nicht begeistert. Dann werde ich dich als Leser und Kritiker wohl verlieren. Vielleicht magst du später noch einmal vorbeischauen, da wird es zumindest etwas blutig.

Beste Grüße,
Samis
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Re: [Spannung/Roman]Sommeralptraum 9 von X

Beitragvon Asieral » 17.10.2015, 21:27

Samis hat geschrieben:
Zielgruppe? Im Grunde soll es ein Jugendroman werden, ein „softer“ Thriller, der mir mit zunehmender Länge jedoch mehr und mehr aus dem Rahmen des Angebrachte gerät.
Ich bin weiß Gott kein Freund von Füllwörtern und tilge diese, wo immer ich sie überflüssig finde, aber keines von den dir beanstandeten möchte ich missen. Geschmacksache.


Gut, Jugendromane sind nicht so das was ich lese..^^ Bei Kritiken ist es ja immer so.. man schlägt was vor, der Autor bestimmt aber am Ende, was er davon benutzen möchte und was nicht, zumal jeder so seinen eigenen Schreibstil hat. Jeder Roman hat ja so seine Zielgruppe und muss nicht auch noch bei all den anderen ankommen. Ich denke, dass das meiste von dem, was ich schreibe, eine eher geringe Zielgruppe hat, aber so ist das halt, man kann es nicht jedem recht machen, noch sollte man es unbedingt versuchen.


Schade, dass dir meine Figuren nicht gefallen mögen – da habe ich deinen Geschmack wohl verfehlt.
[...]


Herrlich, ich habe gelacht. Den finde ich allerdings stimmig. Sie wacht auf, ist verwirrt und noch nicht vollends im Bilde – da sagt man so etwas schon mal.


Ich fand diese Verwirrtheit deshalb nicht so passend, da du Beth davor eher so geschildert hattest, als sei sie relativ ruhig/gelassen. Zumindest nimmt sie es ja hin, dass sie abgestürzt sind etc. Vll ist sie aber auch derart verwirrt, dass sie wiederum ruhig wird.. aber da sie selbst ja die Geschichte erzählt, würde sich das beißen, finde ich.



Welche Tiere? Es ist der Pazifik, nichts weiter. Und was bleibt ihnen weiter übrig?

Ich dachte so an die kleinen Fische, die man auch Haie nennt :lol:


Nochmals, schade, dass dich meine Geschichte nicht begeistert. Dann werde ich dich als Leser und Kritiker wohl verlieren. Vielleicht magst du später noch einmal vorbeischauen, da wird es zumindest etwas blutig.


Das würde ich nicht einmal sagen... ich kritisiere/lese nicht nur die Sachen, die mir jetzt auf Anhieb gefallen^^. Wenn man immer nur das kritisiert, was einem gefällt, würde das ja nur noch in Lob enden, aber gerade die eher kritischen Blicke können Autoren meist besser helfen. So bekommt man als Autor zumindest den Eindruck, wie die Meinungen so verteilt sind.
Ich denke, ich werde bestimmt später wieder einmal reinschauen, vll ist ja auch was für mich dann dabei^^.


Liebe Grüße
Asieral
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Re: [Spannung/Roman]Sommeralptraum 9 von X

Beitragvon Samis » 18.10.2015, 17:07

Hallo Jonas,

richtig, Oh Gott, wir werden alle sterben! kommt schon sehr platt daher. Und brüllen passt nicht wirklich. Ich sollte sie schlicht schreien lassen.

Dankeschön.


Beste Grüße,
Samis
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