[SciFi] Sonne, Mond und Erde (Arbeitstitel) PROLOG

Re: [SciFi] Sonne, Mond und Erde (Arbeitstitel) PROLOG

Beitragvon Rebirz » 14.10.2015, 14:11

Das Logikloch bezog sich auf eine friedfertige Rasse, die aber dennoch Kriegswaffen besitzt, sich aber weigert diese anzuwenden. Warum werden dann Waffen benötigt, wenn Schilde/Abwehr so hoch entwickelt ist, dass dies ohnehin nicht notwendig ist? Gut und zugegeben habe ich unterstellt, dass sie nicht bereit sind zu kämpfen, weil das nicht ihrer Mentalität entspricht (das war eine Schlussfolgerung meinerseits, die zutreffen kann, oder auch nicht) = wenn dem konsequent so wäre, würden sie aus Überzeugung keine Waffen bauen.


Ok, ich habe das Problem wohl gefunden. Die Rakete stammt nicht von den Sonnenläufern, sondern von den Menschen. In der jetzigen, korrigierten Version kommt das nicht mehr so klar raus wie davor. Da muss ich noch mal drüber. Die Sonneläufer haben nicht selbst angegriffen.
Auch bist du mit deiner Unterstellung ganz richtig unterwegs. Die Sonnenläufer greifen in der Tat nicht an. Aber ich will nicht mehr vorwegnehmen. :)
Ich habe keine schlauen Sprüche, aber ich pfelge immer zu sagen: "Wenn's nicht rockt, isses fürn A..."
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Re: [SciFi] Sonne, Mond und Erde (Arbeitstitel) PROLOG

Beitragvon AuroraBorealis » 14.10.2015, 14:28

Ojinaa hat geschrieben:Ist mir klar, ich will auch nicht so zickig klingen, wie ich klinge. *hüstel* Manchmal finde ich es jedoch hilfreich, wenn um bestimmte Dinge echt diskutiert wird und nicht nur jeder eine „Liste“ an den Autor liefert.

:XD:

Ich muss ja auch zugeben, dass es mir manchmal schwer fällt das rüber zu bringen, was ich meine. Das macht die Sache dann auch nicht einfacher. :wink:

Ojinaa hat geschrieben:Natürlich kann er das, gerade in der Rückblende! Anfangen bei "sie hat es erzählt" bis zum extrem Naheliegenden: Er erinnert sich an ihr Verhalten und erkennt daran, dass sie Angst hatte. Okay, er könnte sich falsch erinnern oder/und die Mutter hat ewas Falsches erzählt. Aber er erzählt ja nicht, was wirklich und ganz echt war (als etwas objektiv Abgefilmtes), sondern er erzählt ja seine Erinnerung – das ist der wesentliche Unterschied beim Ich-Erzähler zu einem "objektiven" Erzähler, zur "Kamera".

Theoretisch ja. Für mich bleibt der Absatz aber einfach unstimmig. Ich habe den Prolog angefangen zu lesen und sofort kommentiert. Hier noch mal der Absatz:
Rebirz hat geschrieben:Als die Sonne sich verdunkelte, fragte ich meine Mutter, ob wir denn jetzt sterben müssten. Ich erinnere mich noch gut an sie. Ihre warme, schützende Umarmung, während sich der unnatürliche Schatten auf unsere Haut legte und die Angst in ihr heranwuchs. Sie schmiegte mich so fest an sich, als wollte sie mich am liebsten wieder zurück in den Mutterleib pressen, um so die drohende Gefahr von mir abwenden zu können. Mit meinen damals sechs Jahren verstand ich all das noch nicht, aber ich spürte die kommende Veränderung. Ich wusste, dass etwas Großes passieren würde.

Wir haben eine Rückblende aus Sicht des Sohnes. Seine Wahrnehmungen und Erinnerungen an damals und im gleichen Satz kommt die wachsende Angst seiner Mutter zur Sprache. Es ist hier nicht ersichtlich, dass sie ihm das möglicherweise irgendwann erzählt hat und selbst dann dürfte die eigene Wahrnehmung an ein solches Ereignis überwiegen. Heißt die Erzählung der Mutter wie sie das erlebt hat stünde im Hintergrund. Nehmen wir den Ansatz, dass er aufgrund ihres Verhaltens den Rückschluss zieht, fehlt mir dieses Verhalten hier. Nur weil sie ihn schützend in den Arm nimmt, heißt das noch nicht, dass ihre Angst wächst (subjektiv und kann nur sie in dem Augenblick beurteilen).

Nehmen wir mal an ich hatte vor Jahren einen Autounfall. Meine Mutter ist gefahren. Winter, glatte Straße (ich kann ins Detail gehen^^). Selbst wenn sie mir dann erzählen würde (was sie getan hat), wie sie sich dabei gefühlt hat, ist meine Erinnerungen daran präsenter (weil von mir unmittelbar erlebt) und das was sie mir erzählt(!) rückt in den Hintergrund. Den Unfall gab es übrigens wirklich und ich kann dir beim besten Willen nicht mehr genau sagen was meine Mutter gefühlt hat (und sie hat es mir definitv erzählt). :XD:
So Bruchstückchenhaft erinnere ich mich daran (also die Erzählung), aber das war es auch schon.

Ojinaa hat geschrieben: – Ich ahne aber, was du meinst: Bei "zahllose Völker" lesen manche gern "fast alle Völker" und da klingt "viele gerettet" plötzlich merkwürdig.

Ja, danke, das meinte ich! :D

Ojinaa hat geschrieben:Warum muss eines überwiegen? (Ich gehe mal davon aus, dass du nicht wirklich „zutreffender“ meinst.)

Nene, war schon zutreffender gemeint. Die sind im gleichem Raum unterwegs (ja -ich weiß, das Weltall ist unendlich ...), aber nicht jede Galaxie beherbergt Lebewesen und die Völker sind sich schon begegnet. Die müssen, wenn du es so willst, in meinen Augen den gleichen Wirkungskreis haben (oder zumindest eine größere Schnittstelle) und in diesem Falle ist eine der Aussagen nicht ganz korrekt. Daher das Relativieren. Das ist wirklich Geschmackssache. Für mich gehört nur eins von beiden erwähnt. Übrigens würde ich mich dann für das Zerstören entscheiden. :)

Ojinaa hat geschrieben:Zum Logikbruch: Ich sehe den nicht zwischen "verteidigen" und "Waffen", aber bei "Schild" und "Waffen" könnte man einen vermuten. Weitergedacht gibt es den auch zwischen "Schild" (also "nicht abschießen") und dass die Sonnenläufer anscheinend mit dem Abschuss durch die Menschen kein Problem gehabt haben. Vielleicht hatten sie es und der Ich-Erzähler führt uns im Prolog mit der anscheinend positiven Reaktion der Sonnenläufer (es steht nicht da, ich weiß, das ist wieder so ein "man liest es schnell mal so"-Ding) gezielt in die Irre. Vielleicht haben sich aber auch die SL damals nicht eindeutig positioniert …

Bin ich voll bei dir.
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Re: [SciFi] Sonne, Mond und Erde (Arbeitstitel) PROLOG

Beitragvon Ojinaa » 14.10.2015, 14:34

Dass die in verschiedenen Gebieten operieren könnten, ist mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Klar: Eine Zivilisation, die ausgelöscht wird, ist nicht gerettet worden, aber gleich nebenan gibt es dafür eine, die gerettet wurde. Das macht weder das Auslöschen relativ noch das Gerettet-Werden. Selbst wenn man die Mengenangaben einbezieht: Dann kommen eben auf 10 ausgelöscht nur eine gerettete – macht bei „jede Menge * 10“ (= zahllose) ausgelöschte immer noch "jede Menge" (= viele) gerettete.

… mein je, wenn wir schon so über den Prolog diskutieren, wie soll es da erst beim Buch zugehen :XD:
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt. (Klaus Klages)
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