Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

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Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

Wie weit bist du mit deinem Projekt?
Sträubst du dich manchmal auch gegen das Korrigieren?
Wie fühlt sich das an? Warum denkst du ist das so?
Was hilft bei dir am ehesten, um diesen Widerstand loszuwerden?

von © Jacky

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Ich sträube mich oft und gern, häufig auch einfach aus schlechtem Gewissen gegenüber eigentlich dringenderen Sachen (Hausarbeit...), die ich dann aber auch nicht mache...

Häufiger allerdings vor einer unangenehmen Szene, bei der ich weiß, dass ich sie extrem kürzen muss, und die ich mittlerweile so schlimm finde, dass ich sie gar nicht erst ansehen will...

Die allerbeste Hilfe gegen solche inneren Widerstände ist mein zuverlässiger Probeleser, der die Szenen in dem Tempo bekommt, indem ich sie (nach Rechtschreibfehlern und eben schlechten Abschnitten suchend) vorher bearbeiten konnte - nach einem positiven Feedback korrigiere ich locker auch mal zwei Kapitel auf einmal :mrgreen:

Es geht nichts über Probeleser, insbesondere wenn es um Kommas geht, die man gerne mal vergisst! :wink:

von © Angioletta

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Ich hatte in den letzten Tagen das gleiche Problem. Es ging zwar nicht um ein ganzes Buch, sondern eher um eine FanFiction Geschichte, aber auch da habe ich mich sehr gesträubt, das Ganze zu korrigieren.

Das Problem war, dass ich einen ganzen Dialog neu schreiben musste, weil er irgendwie nicht richtig zu den Charakteren der Personen passen wollte. Mir war klar, dass es eine Menge Arbeit werden würde. Also habe ich es immer weiter hinausgezögert oder nur einzelne Sätze verbessert.

Letztendlich habe ich mir selbst einen Tritt in den Allerwertesten verpasst. Die größte Motivation es endlich richtig zu machen war, dass ich es dann fertig hätte und dass es mir endlich gefallen würde. Ich könnte mit mir zufrieden sein und müsste mir keine Sorgen mehr um die Geschichte machen.

Ich warf also den Schweinehund vor die mentale Tür und setzte mich an die Arbeit. Es hat zum Glück alles geklappt. Die Geschichte ist nun stimmig und ich bin absolut glücklich damit.

In Zukunft werde ich es wahrscheinlich genauso machen :wink:

von © Raven

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Ich sträube mich auch oft vor dem korrigieren, aber auch einfach, weil ich die Geschichte an sich schon so oft geändert habe. Dummerweise habe ich vollkommen ohne Plot oder sonstige Planung angefangen, weshalb ich mich später ziemlich verzettelt habe.

Es ist natürlich nicht das schönste Unterfangen, wenn man eine Geschichte schreibt, aber wiederum mache ich DAS lieber, als irgendetwas anderes im Haushalt oder so~ *hust*

Meine ersten zwei Probeleser (von denen einer nur als "Leser" gelesen hat) sind schon fertig. Es fehlen noch zwei. Dann mache ich mich an die letzte Feinkorrektur und na ja dann geht's sprichwörtlich um die Wurst.

Wenn ich daran denke, dass ich hier an etwas Großem arbeite, weil es ja nicht einfach nur eine Kurzgeschichte sondern später ein richtiger Roman, ein Wälzer werden soll und das so Etwas immer auch viel Arbeit mit sich bringt, werde ich richtig fleißig. Wenn ich mir denke, was ich bis jetzt schon alles geschafft habe, dann hilft mir das.

Liebe Grüße, Asena

von © Asena

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Hi Jacky

Wenn ich an irgend einer Stelle zweifle - diese Passage ist garantiert schlecht. Zumindest gehört sie nicht an diese Stelle. Also fliegt sie raus oder, wenn ich mit ihr viel Arbeit hatte, in eine Zwischenablage.

Was immer funktioniert ist laut lesen - besser noch - Diktiergerät - und noch besser - laut vorlesen. Dann stolpere ich über alles, was nicht glatt und rund ist. Und das ist viel. Andere lesen lassen finde ich dafür nicht so gut geeignet, weil sie auch still lesen und einiges nicht auffällt.

Keine Deadline von einem Verlag oder Agentur. Ist doch super. Wenn etwas hakt und mir keine Lösung einfällt, gehe ich auf Abstand, lege das Problem zur Seite und mache etwas ganz anderes, um den Kopf frei zu bekommen. Dauert keine Woche. Normalerweise kommt die Lösung wie von selbst angeschlichen. Ist tatsächlich so.

liebe Grüße, Miko

von © Miko

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Moieeen,

Bin zwar bei weitem noch nicht so weit, wie du mit deinem Projekt, aber Korrektur ist Korrektur, oder? xD

Wie weit bist du mit deinem Projekt?
1. Korrektur, Kapitel 7 (1. Akt, von 3en :roll: ) - ca. 15 % vom gesamten. *immer wieder drüber ärger, und doch keine (Innere) Ruhe für find* Bild

Sträubst du dich manchmal auch gegen das Korrigieren?
Öfter als mir lieb ist. Nehm mir unter der Woche immer vor, am Wochenende endlich was zu schaffen. Echt jeeedes. Aber... *hmpf* Seit balde 3 Wochen nichts passiert. :roll: Gut, für letzte Woche hab ich ne Ausrede, da waren wir bei alten Freunden zu besuch, aber sonst...? *dringenst neue brauch* XD

Wie fühlt sich das an?
Es ist nen komisches Gefühl. Einerseits sone "Leck mich am Arsch" - Stimmung, andererseits kann man schon sagen, das ich fastn schlechtes Gewissen hab, weil ich nichts tue. (Les es ja nichtmal. .__.) Um ehrlich zu sein, ist es schon nen scheiß Gefühl. Immer wieder sag ich mir, "Diesmal tu ich was", und trotzdem passiert nichts. :| Als würde man sich selbst veräppeln, ums mal ganz drastisch auszudrücken.

Warum denkst du ist das so?
Einerseits die Zeit, klar. *Lieblingsausrede* Der Tag hat leider nur 24 Std. (Das leider bezieht sich hier nur aufs Wochenende. xD Unter der Woche könnts auch kürzer sein. *hihi)
Andererseits ists bei mir so, das ich (so blöd es klingen mag) irgendwie "Angst" hab, das Teil zu beenden. Es richtig zu beenden, so das es wirklich fertig ist. Ich häng ungemein an dem Werk, an den Figürchen, an den Bildern, die sich vor langer Zeit mit sich brachten. Es ist einfach... wenn das Werk irgendwann "komplett" ist, ists, als würden die Figuren sich in Luft auflösen. Bild Ich weiß, das der Gedanke völlig schwachsinnig ist, aber er existiert halt und setzt sich immer in solchen Momenten fest, wo ich mich gerade ans Werk machen möchte. Das demotiviert ungemein. Das ist inzwischen son ewig dauernster Welten / Gedanken Kampf. Bild

Was hilft bei dir am ehesten, um diesen Widerstand loszuwerden?
Ruhe, vieeel Ruhe. Und die passende Musik. (Ich brauch dann son bissl was dramatisches. ^^) Am ehesten was in die Richtung Tarja Turunen Damit die Gedanken wieder in die richtigen Bahnen gelangen können, und sich das "Kapitel Bild" wieder neu formen kann. (Meist naggt der lustige Gedanke daran, und klaut mir wichtige Details. >.>) Oder Hazü lenkt mir ab. xD

von © Tinki

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Hmmm, woran ich die ganze Zeit denken musste, während ich das gelesen habe (außer "kenn ich" :P), würde es dir vielleicht helfen, eine Fortsetzung einzuplanen?

Also ich meine nicht, dass du da jetzt schon aktiv dran arbeiten sollst. Aber vielleicht, wenn du dir vornimmst eine zu schreiben, dann weißt du ja, dass die Figuren in jedem Fall weiterleben und die Geschichte selbst dann nicht für dich zu Ende ist, wenn sie "fertig" ist.

Theoretisch muss das auch keine "offizielle" Fortsetzung sein. D.h. es könnte auch etwas sein, was du wirklich nur für dich schreibst, eventuell sogar schon mit dem Vorsatz, es niemals zu korrigieren (was du dann in Wirklichkeit damit machst, wird sich dann ergeben ^^ )

lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: Statusbericht # 4 und innerer Widerstand

 
Moieeen,

Das wäre in der Tat ne Idee. O.< *mir mal durchn Kopf gehen lass* *sie vllt. mit der "neuen" Idee verbinden könnt* O.< *grübel* *tüftel* *rumexperimentier* Klingt jut. :D
*heute mal wieder versuch* *fest vornehm* *dir zum Dank paar von den Haribo Colorados rüberschieb, die ich gerade futter* :mrgreen: *mampf* ^^
Danköööööööööööööööööö =DD

von © Tinki