[SciFi]Sternenhändler [Arbeitstitel]

[SciFi]Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon tkunze » 19.09.2013, 11:53

Anbei möchte ich eine Szene aus einer SciFi Geschichte einstellen, an der ich schreibe.

Es ist eine der "Action"-Sequenzen, mit denen ich mir besonders schwer tue. Würde mich interessieren, wie es ankommt und wo ihr Schwächen seht.

Vielen Dank schon mal im voraus, für eure Mühe.

Die Szene spielt, als der Protagonist mit seinen Freunden und abtrünnigen Militäreinheiten den Regierungsplaneten angreift um den Kanzler zu stürzen, der mit Hilfe von Roboterschiffen die Macht übernommen hat.




Trent rollte seinen Jäger zur Seite und tauchte unter dem Strahl ab. Die Drohne sauste an ihm vorbei und ging vor seinen Augen in Flammen auf.
»Du darfst das Schießen nicht vergessen, Jungchen« hörte er Wally über den Funk.
Trent wackelte zum Dank mit den Flügeln, dann flog er Richtung Parlamentsgebäude.
Der große Aussichtsturm stand in Flammen und erleuchtete die Dunkelheit. Zusammen mit den unzähligen kleinen Bränden, die durch den Drohnenangriff in der Stadt ausgebrochen waren.
»Francis?«
»Wir kommen nicht an diesem Wachturm vorbei.« hörte er die knisternde Antwort im Lautsprecher.
»Ihr müsst euch beeilen, wir verlieren die Abraham Lincoln«, schaltete sich Walker ein.
Trent sah auf die Karte und änderte den Kurs. Sein Schiff stieß durch die Atmosphäre und öffnete den Blick auf die gespenstisch wirkende Szenerie der Raumschlacht. Wie die Choreographie einer Lasershow erleuchteten unzählige Strahlen das All. Blitzten auf und verschwanden.
In der Mitte der Aufführung standen die Kreuzer von Walkers Einsatzgruppe und die Drohnenmutterschiffe von Hans Urian.
Woher hast du es gewusst? Trent fand keine Erklärung, warum der Kanzler sie erwartet hatte.
Auf dem Display lief der Countdown. In weniger als einer Minute erreichte er den Wachturm.
Über den Funk vernahm er Jubelschreie. »April und Vicky haben es geschafft. Wir kontrollieren L.A.« verkündete Walker.
Plötzlich drehte sich der Jäger. Trent spürte eine tonnenschwere Last auf den Schultern. Nur mit Mühe stabilisiert er den Flug.
»Nicht träumen, Jungchen«, sagte Wally. »Da schwirren Raketen herum.«
»Die Abraham Lincoln explodiert. Wenn ihr den Störsender nicht bald platziert, müssen wir uns zurückziehen.« gab Walker über den Funk durch.
Trent sah den Wachturm vor sich und schoss. Die Geschütze drehten in seine Richtung. Trent folgte mit den Augen dem weißen Nebel, den seine Raketen hinter sich herzogen. Kurz darauf verglühte der Turm in mehreren Explosionen.
»Gut gemacht, Jungchen.«
»Francis?«
»Wir sind drin.«
Der Alarm schreckte Trent auf. Er schaute auf den Radar und sah mehrere Punkte, die sich schnell näherten.
»Ich brauche Hilfe, die Drohnen sind sauer.«
Er beschleunigte und drehte den Jäger zur Seite, aber diesmal hatte er Zweifel, ob er entkommen könnte. Die Drohnen ließen sich nicht abhängen.
Trent verlor die Orientierung und der Jäger taumelte Richtung Boden. Er riss am Steuer aber keine Reaktion. Sie mussten seine Triebwerke erwischt haben.
Verdammte Drohnen.
»In einer Minute geht es los«, hörte er Gerrit durch den Lautsprecher.
»So lang schaff ich es nicht mehr«, keuchte Trent, während er sich am Steuer festkrallte. Am Schirm sah er eine Drohne, die direkt auf ihn zuraste.
Warum hatte er nicht auf Vicky gehört und sie nach L.A. begleitet?
Der Himmel schien zu explodieren, aber Trent tauchte unter dem Feuerball der zerstörten Drohne durch. Die Triebwerke reagierten wieder.
Der Jäger hob die Nase und raste Richtung Weltall, was zwei der Drohnen auf Kollisionskurs zum Verhängnis wurde.
»Gut gemacht, Jungchen«
Trent rollte die Augen. Wie hielt es April nur mit diesem Sprücheklopfer aus?
»Der Störsender steht. Wir haben Urians Signal neutralisiert«, verkündete Gerrit. Trent konnte den Jubel im Hintergrund deutlich hören.
Durch das Fenster sah er, wie Drohnen vom Himmel stürzten. Die Roboterschiffe waren jetzt führerlos.
Er setzte Kurs auf das Flagschiff von Walker, vorbei an der düsteren Kulisse brennender Gebäude.
Trotz ihres Sieges fühlte sich Trent elend. Vor dem Gemini Mond schwebte die Abraham Lincoln. Unzählige Rettungskapseln trieben im All. Wie bei einer Feuerwerksbatterie wanderten die Explosionen durch das riesige Schiff.
Sie hatten einen hohen Preis für den Sieg gezahlt.
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon leseli » 20.09.2013, 12:41

Hallo tkunze,

dann will ich mal den Anfang machen: Ich finde Deine Szene im großen und Ganzen sehr gut verständlich und in meinem Kopf entsteht dazu auch das nötige "Kopfkino". Das ist meiner Meinung nach eine wichtige Voraussetzung für einen guten Text. RS- und Grammatikfehler sind nicht Dein Problem - Glückwunsch.

Kommen wir jetzt zu einigen kleineren Kritikpunkten:

Trent rollte seinen Jäger zur Seite und tauchte unter dem Strahl ab. Die Drohne sauste an ihm vorbei und ging vor seinen Augen in Flammen auf.
»Du darfst das Schießen nicht vergessen, Jungchen« hörte er Wally über den Funk. Gefällt mir!


Der große Aussichtsturm stand in Flammen und erleuchtete die Dunkelheit. Zusammen mit den unzähligen kleinen Bränden, die durch den Drohnenangriff in der Stadt ausgebrochen waren.


Statt "erleuchtete" vielleicht lieber "erhellte". Den zweiten Satz würde ich noch versuchen, etwas bildhafter zu gestalten, vielleicht so in der Art
"Die Flammen des großen Aussichtsturms und die vielen kleinen Feuer, die die Drohnen in der Stadt angezündet hatten, erhellten das Dunkel."

(Ist nur ein Vorschlag ... :pc: )

Sein Schiff stieß durch die Atmosphäre
Hier war mir zuerst nicht klar, in welche Richtung es durch die Atmosphäre stößt. Vielleicht zum besseren Verständnis lieber "... verließ die Atmosphäre .."

und öffnete den Blick auf die gespenstisch wirkende Szenerie der Raumschlacht
Der zweite Teil des Satzes ist dann ein wenig - na ja, missverständlich: Das Schiff öffnet den Blick? Bielleicht besser: Es öffnete sich der Blick oder Trents Blick fiel auf die ....

die Drohnenmutterschiffe von Hans Urian.Wer ist Hans Urian? (Verständnisfrage) Der Kanzler?
Woher hast du es gewusst? Was bedeutet dieser Satz? Trent fand keine Erklärung, warum der Kanzler sie erwartet hatte.


Der letzte Satz ist auch ein bisschen missverständlich. Vielleicht besser und temporeicher:
"Woher wusste der Kanzler, dass sie hier waren? Trent hatte keine Zeit, sich den Kopf darüber zu zerbrechen."

Trent spürte eine tonnenschwere Last auf den Schultern. Nur mit Mühe stabilisierte er den Flug.
Wieso hat er eine Last auf den Schultern? Er sitzt doch sicher in einem Raumschiff?

Er beschleunigte und drehte den Jäger zur Seite, aber diesmal hatte er Zweifel, ob er entkommen könnte. Würde ich umformulieren. z. B. "aber es wurde langsam eng" oder so. Die Drohnen ließen sich nicht abhängen.


Er riss am Steuer, aber keine Reaktion.


»Gut gemacht, Jungchen.«
Passt hübsch hier rein, aber Satzzeichen nicht vergessen ... :2thumbs:

Trotz ihres Sieges fühlte sich Trent elend. Warum? Vor dem Gemini Mond schwebte die Abraham Lincoln. Unzählige Rettungskapseln trieben im All. Wie bei einer Feuerwerksbatterie wanderten die Explosionen durch das riesige Schiff.
Sie hatten einen hohen Preis für den Sieg gezahlt. Selbe Frage wie eben: Warum? Wegen der Abraham Lincoln? Gehört das zu der Vorgeschichte? Ist sie zerstört?


So, wie Du siehst, sind es nur ein paar Kleinigkeiten, die ich angemerkt habe. Ich hoffe, es hilft Dir weiter, Deine spannende Geschichte besser zu machen!

LG Leseli
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon Zaesh » 04.11.2013, 09:40

Hi tkunze,

ich werde keine Kritik an Syntax, Grammatik oder Rechtschreibung üben, das überlasse ich Lektoren und Korrektoren. Ich beschränke mich auf inhaltliches.

...Trent wackelte zum Dank mit den Flügeln, dann flog er Richtung Parlamentsgebäude...


Ich denke nicht das in einer Luft-/Raumkampf-Situation dies ein angemessenes Manöver ist. Ich denke es rührt von dem Überholen von LKWs auf der Autobahn und anschließendem Blinken als Dank her. In einer hochkonzentrierten Kampfsituation würde man so etwas eher vermeiden und sich auf die Missionsparameter fokussieren.
Davon abgeshen kann so eine Bewegung bei hohen Geschwindigkeiten nur minimal sein und wäre wahrscheinlich kaum sichtbar in einer Entfernung über 50m.

...Sein Schiff stieß durch die Atmosphäre und öffnete den Blick auf die gespenstisch wirkende Szenerie der Raumschlacht. Wie die Choreographie einer Lasershow erleuchteten unzählige Strahlen das All...


Im All sieht man keine Strahlen. Laser sind nur sichtbar wenn sie durch Partikel reflektiert werden (Rauch etc.), aber das kann man natürlich als kreative Freiheit so stehen lassen.


Weiter finde ich es manchmal schwer, die Position des Protagonisten genau festzumachen. Vielleicht würden da eingestreute, relative Ortsangaben helfen. Zum Beispiel 300 klicks über der Oberfläche oder 1500m von dem Kommandoschiff o.Ä.


Ansonsten ist es eine kurze, knackige Actionsequenz, die du solide beschreibst. Für meinen Geschmack (ohne den Rest der Geschichte zu kennen) ist dieser Abschnitt zu "erfolgreich". Soll heißen, die Situation mit den getroffenen Triebwerken könnte dramatischer sein, warum fallen sie aus abe springen von alleine wieder an? Oder ein Wingman könnte abgeschossen werden oder oder oder.

Aber das ist nur meine Meinung dazu, ich empfinde Verluste auf beiden Seiten eines Konfliktes realistischer.

Grüße,
Sascha
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon IotaOrionis » 07.11.2013, 12:28

Hallo tkunze
Dein Text ist spannend und ich habe richtig mitgefiebert. Nur ein paar kleine Anmerkungen:


»Du darfst das Schießen nicht vergessen, Jungchen« hörte er Wally über den Funk.
Trent wackelte zum Dank habe erst beim zweiten Mal Lesen verstanden, dass er sich nicht für die Ermahnung, sondern für die Rettung bedankt, vielleicht könntest Du das klarer machen mit den Flügeln, dann flog er Richtung Parlamentsgebäude.

Wie die Choreographie einer Lasershow erleuchteten unzählige Strahlen das All. Blitzten auf und verschwanden.die beiden Sätze kann man glaube ich getrost miteinander verbinden.
In der Mitte der Aufführung das ist doch keine Aufführung, das ist bitterer Ernst! Du könntest statt dessen etwas schreiben, wie: Mitten in den hin und her zuckenden Blitzen standen die Kreuzer von Walkers Einsatzgruppe und die Drohnenmutterschiffe von Hans Urian.
Woher hast du es gewusst? Wer hat was gewusst? Redet er mit sich selber oder adressiert er in seinem Kopf jemand anderes? Wenn er den Kanzler meint könntest Du der Klarheit halber schreiben: Woher hatte er es gewusst?Trent fand keine Erklärung, warum der Kanzler sie erwartet hatte.

Trent spürte eine tonnenschwere Last auf den Schultern. Zuerst hat mich dieser Satz verwirrt, dann wurde mir klar, dass du damit das Gefühl ausdrücken willst, welches jemand hat, wenn das Flugzeug abstürzt, oder der Aufzug zu schnell abwärts geht. Vielleicht kannst du hier Bezug auf das Leben des Lesers nehmen, in welchen Situation er dieses Gefühl schon einmal erlebt haben könnte, damit er es nachvollziehen kann. Eine 'tonnenschwere Last auf den Schultern' steht nämlich genauso gut für schreckliche, drückende Sorgen :D

»Gut gemacht, Jungchen«
Trent rollte die Augen. 'War das alles, was ihm dazu einfiel?' - fände ich besser als:Wie hielt es April nur mit diesem Sprücheklopfer aus?

Nun, nachdem ich meinen Beitrag geschrieben habe, habe ich auch die Beiträge der anderen gelesen. Deshalb noch eine Anmerkung zum Schluss: In Bezug auf die Abraham Lincoln war mir sofort klar, dass dieses Schiff zu Trent gehört, explodiert ist und dass in den Rettungskapseln, die überall herum fliegen, die Überlebenden sind. Die Abraham Lincoln ist der hohe Preis, den sie für ihren Sieg zahlten.
Dies nur als Gegengewicht zur Darstellung von leseli. Vielleicht können sich noch weitere Leser zu diesem Punkt äußern.
Viel Spaß beim Weiterschreiben. Mir hat Deine Weltraumschlacht Spaß gemacht!
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon Wickedz » 24.11.2013, 17:14

Tach.

Das ist eier der besten Texte die ich bisher hier gelesen habe, zumindest was die sprachliche Qulität angeht.
Da macht es doch gleich viel mehr Spaß Ratschläge zu geben.

Wie die Choreographie einer Lasershow erleuchteten unzählige Strahlen das All. Blitzten auf und verschwanden.


An sich ein schöner Vergleich, jedoch solltest du bedenken, dass die Wahl von Metaphern und Vergleichen sich immer auf die Atmosphäre der Geschichte auswirkt und damit die Art und Weise wie der Leser die Situation wahrnimmt. Wenn du also eine Weltraumschlacht als Lasershow bezeichnest, dann mag das rein optisch ein guter Vergleich sein, aber assoziativ bringt das einige Probleme mit sich. Eine Lasershow ist ja eher etwas fröhliches, buntes, vielleicht denkt man an Las Vegas und Show Business. Das in Verbindung mit Krieg und Tod, erzeugt eine surreale Atmosphäre statt einer gespenstischen.

Warum hatte er nicht auf Vicky gehört und sie nach L.A. begleitet?


So einen Gedanken fasst man vielleicht in einer ruhigen Minute vor dem Kampf oder nachdem man eine brenzlige Situation überstanden hat, aber nicht wenn gerade eine Drohne auf Kollisionskurs mit dem eigenen Schiff geht, dann wird das Denken nur vom Adrenalin gelenkt.

Sonst liest sich der Text sehr angenehm und schlüssig. Das einzige was ich mich noch Frage und mir nicht ganz aus dem Kontext erschließen konnte: Spielt sich die Schlacht jetzt im Weltraum ab oder in einer Stadt oder über einer Stadt?
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon AC » 26.11.2013, 21:57

Hallo,

ich habe deinen Text gelesen und im Gegensatz zu anderen Kommentaren sind im Text schon erhebliche Fehler, was Interpunktion angeht drin, vor allem bei wörtlicher Rede.

"Ich bin André", sagte er.
"Ich bin André!", rief er.
"Wo bist du?", rief er.
"Ich", sagte er, "bin André."

Sonst fällt mir eines vor allem auf: Du spricht von einer Raumschlacht im All, bist aber auf der Erde. Du sprichst von Gebäuden, LA (oder eine andere Stadt). Aber All ist nun All und nicht die Erde. Entweder das eine oder das andere. Ich weiß nicht, ob das schon jemand angemerkt hat.

Aber, und das stört mich am meisten, du verschenkst die Spannung, weil der Hauptcharakter nicht wirklich in Bedrängnis kommt. Du musst ihn an den Abgrund führen (wird beschossen, stirbt fast) und genau an diesem Abgrund muss er zappeln. Gleichzeitig darf ruhig noch die Spannung hinzukommen, was auch immer er zu erreichen sucht, ob er es schafft oder nicht.

Auf Einzelstellen will ich nicht eingehen.
Gruß
AC
AC
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon CraX » 30.01.2014, 01:42

Hallo tkunze

Noch ein wenig Senf von meiner Seite:

Die Drohne sauste an ihm vorbei und ging vor seinen Augen in Flammen auf.

Choreografie: Wenn er zuvor dem Strahl ausweicht, muss die Drohne doch vor ihm sein? Dann saust sie vorbei ... und müsste eigentlich hinter ihm explodieren? (nicht vor seien Augen).

Trent wackelte zum Dank mit den Flügeln,

haben die bewegliche Flügel oder wie muss ich mir das vorstellen?

Trent sah auf die Karte

Haben die da Landkarten im Cockpit?

Wir kommen nicht an diesem Wachturm vorbei

Dieser Wachturm kommt öfters vor, macht aber nur Sinn, wenn er Bestandteil der feindlichen Flotte im All ist, vermutlich eine Rauminstallation. Bei Wachturm dachte ich zuerst an ein Gebäude am Boden. Das solltest du klarstellen.

Zur Kanzler-Sache haben sich ja schon andere geäußert.

Plötzlich drehte sich der Jäger.

Nach den anschließenden Bemerkungen wurde er vermutlich von einer Rakete erwischt / gestreift, da wurde der Jäger eher durchgeschüttelt.

Nicht träumen, Jungchen

Dieses ständige „Jungchen“ nervt. Klingt, wie wenn ein Profi einen Grünschnabel aufziehen will. Aber das ist wohl Absicht.

»Die Abraham Lincoln explodiert.

Sie explodiert ja etwas später (immer noch). Klingt auch etwas plump. Vielleicht so:
»Die Abraham Lincoln ist verloren, sie bricht gleich auseinander ...«

Der Alarm schreckte Trent auf.

Klingt so, als hätte er gerade gepennt.

und der Jäger taumelte Richtung Boden.

Das hat schon jemand anderes angemerkt, dass hier Weltraum und Boden sehr nah beieinander liegen.

Am Schirm sah er eine Drohne, die direkt auf ihn zuraste.

Verwirrung: Oben heißt es, die Drohnen lassen sich nicht abhängen, d.h. sie sind hinter ihm. Wo kommt die jetzt her?

Warum hatte er nicht auf Vicky gehört und sie nach L.A. begleitet?

Im Gegensatz zu Wickedz fand ich diesen eingeschobenen Gedanken an dieser Stelle richtig klasse. Ein letzter Gedanke, bevor es zu Ende geht. Aber die Todesbedrohung müsste hier noch bedrohlicher dargestellt werden (hat auch schon jemand angemerkt)

aber Trent tauchte unter dem Feuerball der zerstörten Drohne durch

Wer hat die dann zerstört?

Ich hatte ein wenig Probleme, der Choreographie der Schlacht zu folgen. Aber ich glaube, dass Actionszenen dieser Art grundsätzlich sehr schwer zu beschreiben sind. Selbst bei renommierten Schriftstellern weiß ich da oft nicht mehr, wo oben und unten ist.
Also nicht klein kriegen lassen und auf in die nächste (Text)-Schlacht!
Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo.
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon schreibgeist » 30.01.2014, 02:51

Wow! So viele Clicks in so kurzer Zeit hätte ich auch gerne 8)

Achtung: Diese Kritik ist sehr kritisch. Ich bitte dies im vorhinein zu entschuldigen...


sausen? im Ernst?... Die Drohne raste an ihm vorbei...

Trent wackelte mit den Flügeln... Ist er eine Ente? Wackeln klingt Kindergartenmäßig. Trent schaukelte mit den Flügeln seines Jägers... Schaukeln ist besser als Wackeln!

"Wir kommen nich... diesem Wachturm ...bei". Die Antwort war von starken athmosphärischen Störungen überlagert. (Das schafft Spannung!)

Sein Schiff öffnete nicht den Blick! Sein Schiff stieß durch die oberen Schichten der Atmosphäre, und der Blick öffnete sich auf die Schlacht....

"Blitzten auf und verschwanden." ist kein vollständiger Satz.

Hans Urian? Willst du diesen Namen wirklich weiter verwenden?? (Du könntest urheberrechtliche Probleme bekommen)

Die Drohnen sind sauer???

Er riss am Steuer aber es erfolgte keine Reaktion. Sie mussten seine Triebwerke GETROFFEN haben.

Wie hielt es April nur mit diesem Sprücheklopfer aus?
-Ohne Worte-

Davon abgesehen ist die Kampfszene gar nicht mal so schlecht! Sie braucht nur noch etwa drei Überarbeitungen.
Gruß aus dem Weltraum :mrgreen:
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Re: Sternenhändler [Arbeitstitel]

Beitragvon HerrGesangsverein » 13.03.2014, 19:23

Gruß tkunze,

dafür dass du mit Actionszenen Schwierigkeiten haben willst ist das schon mal gar nicht so schlecht. Du hältst das ganze schön knackig kurz, zu lange Actionszenen werden gerne mal langweilig.
Aber es gelingt mir als Leser nicht wirklich mir einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen.

Erst ist er in de Atmosphäre und greift das Parlamentsgebäude und irgendeinen Geschützturm der am Boden steht und an dem irgendjemand nicht vorbei kommt. Und über dem ganzen im All ist irgendwie auch eine Schlacht.
Und irgendwelche Leute wollen wo eindringen um irgendetwas zu tun.
Und was zur Hölle ist das mit L.A., ist das unser echtes Los Angeles L.A.?
Dieser Gemini Mond will mir auch nicht in den Kopf. Was ist das? Hat das was mit dem Sternzeichen zu tun? (Gemini ist der englischsprachige Begriff für das Sternzeichen Zwillinge) oder was mit dem Nachfolger des Mercury Raumprogramm der NASA?
Was ist da los?
Aber da es nur ein Ausschnitt ist und offensichtlich nicht gerade vom Anfang kann ich darüber hinweg sehen das ich nicht weiß wer hier wer ist und was die eigentlich vor haben.

Was mich aber persönlich wirklich gestört hat ist der Jäger den dein Protagonist fliegt.
Es scheint mir ein ziemlich konventionelles Flugzeug für den atmosphärischen Einsatz zu sein, aber es kann auch ins All?
Es ist technisch unheimlich schwierig einen Jäger zu bauen der sowohl in der Atmosphäre als auch außerhalb eingesetzt werden kann und dann auch noch in beiden Situationen eine einigermaßen brauchbare Leistung bringt. Gute aerodynamische Eigenschaften und eine sinnvolle Verteilung von Schubdüsen zum manövrieren im All haben Anforderungen die sich widersprechen.
Mal ganz davon abgesehen das ein Jäger der schnell genug ist um von jetzt auf gleich von einem Bodenangriff direkt in die Atmosphäre zu fliegen mit Geschwindigkeiten unterwegs sein muss bei denen ein menschlicher Pilot nicht mal eben irgendwelchen Angriffen ausweicht. Um so schneller du bist um so schwerer wird es den Kurs zu verändern, von den notwendigen Reaktionszeiten mal ganz zu schweigen.
Auch hier wieder, es ist nur ein Ausschnitt und du könntest es an anderer Stelle bereits erklärt haben.

Und ich habe ein bisschen vermisst das deine Charaktere auf den Verlust der Abraham Lincoln reagieren. (warum heißt der Kahn eigentlich so?) Ja, der Hauptfigur ist deswegen ein bisschen Flau im Magen, aber da sind gerade dutzende, hunderte, vielleicht tausende von Leuten gestorben, je nachdem wie groß das Schiff ist.

Mein Fazit:
Die Action ist gut und knackig, es kommt ein schönes Gefühl von Geschwindigkeit und Chaos auf.
Aber ohne die Hintergründe, ob jetzt zur Technologie, zu den Protagonisten, der Vorgeschichte fehlt mir einfach die Tiefe. Es liest sich ein bisschen wie ein Michael Bay Film, Action um der Action willen.
"Mein Junge, du riechst wie ein frischer Schinken an einem Sommermorgen!"
Henry Kissingers Kopf
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