[Humor]Stressfreie Weihnachtszeit - Weihnachtswettbewerb

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Stressfreie Weihnachtszeit - Weihnachtswettbewerb

Beitragvon yggdrasil » 08.12.2014, 15:38

Stressfreie Weihnachtszeit
© Marten Petersen

Es beginnt bereits im September. Dann kommt meine Frau vom Einkaufen nach Hause und stöhnt: „Unmöglich, bei Aldi sind die Regale schon voll mit Weihnachts-Süßigkeiten. Und dabei hat der Herbst noch nicht einmal begonnen“.
„Na ja, du musst ja noch nichts kaufen“ lautet meine offensichtlich etwas dümmlich erscheinende Antwort. Denn sie wird mit einem schrägen Blick von der Seite quittiert.
„Und wenn dann das Beste weg ist, wenn du dich mal bequemst?“ Was soll man dagegen sagen?

Ein paar Tage später bringe ich so unauffällig wie möglich ein Argument ins Gespräch:
„Letztes Jahr haben wir doch beschlossen, nicht so viele Geschenke zu kaufen. Das sollten wir dieses Jahr umsetzen“.
„Nicht so viel auf einmal“ lautet prompt die Korrektur. „Daher habe ich auch schon einen Teil meiner Liste abgearbeitet!“.
„Eine Liste? Welche Liste denn?“
„Ach weißt du, ich mache mir ab Neujahr einen Zettel und schreibe Geschenkideen auf. Im Laufe der Zeit kommen weitere dazu, andere werden wieder gestrichen. Auf diese Art habe ich dann rechtzeitig zum Fest einen Geschenkeplan“.
„Aha, und diesen Plan hast du schon abgearbeitet?“
„Bei Weitem nicht alles, aber doch schon einen Teil. Ich habe schon die alte Truhe ausgeräumt und die gekauften Sachen reingepackt“. Ich erwiderte nichts, denn Anfang Oktober schon eine heiße Diskussion über Sinn und Unsinn von Weihnachtsgeschenken zu führen, das will ich nicht.

Anfang November traue ich meinen Augen nicht. In unserer Stadt ist eine ganze Horde von Elektrikern und Arbeitern dabei, Lichterketten quer über die Einkaufsstraßen und rund um den Marktplatz zu installieren. Wegen der vielen Leitern und herumliegenden und -hängenden Leitungen und Kabeln ist der Straßenverkehr ziemlich eingeschränkt. Fußgänger müssen die Fahrbahn benutzen, an anderen Stellen werden die Autos über den Bürgersteig umgeleitet. Mit einer guten Stunde Verspätung komme ich zu Hause an. Ich berichte meiner Frau davon. Sie beschwichtigt mich mit den Worten:
„Aber eingeschaltet wird die Weihnachtsbeleuchtung erst am Montag nach Totensonntag“.
Wie beruhigend, also erst ab Monatsende.
„Muss man denn schon so früh an Weihnachten denken?“ zweifle ich.
„Na klar, und dann beginnt auch die schöne ruhige Vorweihnachtszeit. Denk nur an all die schönen Gerüche vom Backen, die durch die Wohnung ziehen.“

Na, so weit ist es ja noch nicht, denke ich, und erinnere mich an voriges Jahr. Gebacken wurde bis spät in die Nacht. Mindestens zwölf Sorten Kekse mussten es schon sein, zwei Tabletts von jeder Sorte:
„Sonst sieht der bunte Teller ja nicht bunt aus!“ ist die Logik meiner Frau. Eine gute Woche Nachtarbeit steht uns also bevor. Ich sage uns, denn ein bisschen helfe ich immer mit. Will ja auch kein Spielverderber sein. Und ist immer noch besser als ein Streit. Als erstes krame ich zwölf unterschiedlich große, aber allesamt mit Weihnachtsmotiven versehene Blechdosen hervor. Der darin befindliche Restbestand vom Vorjahres-Weihnachtsfest wird einmal durch die Getreidemühle gejagt. So haben wir genügend Vogelfutter für einen durchschnittlichen mitteleuropäischen Winter.

Es ist Anfang Dezember, meine Liebste kommt von der Arbeit nach Hause. Sie hat einen Plan: Die Wohnung soll nicht so stark auf Weihnachten dekoriert werden, eher dezent, überwiegend in rot gehalten. Es soll nichts an Dekomaterial hinzu gekauft werden, die Schränke sind ja voll davon, man könnte damit drei Wohnungen ausstatten. Erst verblüfft, dann erfreut stimme ich ihr zu. Das hört sich gut an.

„Ich werde eine Holzwand bauen, und beim Ofen montieren. Dann werde ich eine zweieinhalb Meter lange Girlande winden und an der Wand befestigen. Dazu kommen einige kleine Regale. So kann ich eine ganz individuelle Weihnachtsdekoration anbringen!“
Mir schwant schon, dass ich das Tannengrün besorgen soll. Die Holzkonstruktion macht meine Liebste selber. Sie ist handwerklich sehr begabt und vor allem: so wird das Werk so, wie sie es haben will. Ich hole Handkreissäge, Hobel, Werkzeugkiste und die Kiste mit Schrauben, Dübeln und Nägel hervor. Vor dem Haus wird die Herbstdekoration durch Tannengrün, durchsetzt mit einer Lichterkette ausgetauscht. Ein paar Laternen, ein Weihnachtsmann, einige rot-gelb angemalte Holzkerzen vervollständigen die sparsame Dekoration außen.
Zeitgleich und pünktlich vor dem ersten Advent wird die Wohnung dezent umdekoriert: rot-weiße Tischdecken, Geschirrtücher aus eben denselben Farben, sogar eine rote Klobürste wird angeschafft (die alte muss vorübergehend ihr Dasein im Hinterflur fristen). Sie passt ausgezeichnet zum Dekor auf der Papierrolle. Auf dem Rand des Waschbeckens zwei frische Seifestückchen mit Goldstaub, ein silberner Engel und ein roter Weihnachtsmann. Dann viele gläserne Tannenzapfen, bunte Farben aussendende Prismen, langgezogene Glastropfen, pausbäckige himmlische Wesen, Weihnachtsmänner und Rentiere aus verschiedenen Materialien, klitzekleine Lichterketten, Weihnachtssterne aus Stroh und als rot-grüne Blumen werden in der Wohnung unauffällig und zurück haltend verteilt. Die bisherigen Sofa- und Stuhlkissen werden gegen andere, überwiegend in rot und grün gehaltene Weihnachtskissen ausgewechselt. Die alten Fotos der Großeltern müssen Stickbildern mit Weihnachtsmotive weichen, wenn auch nur vorüber gehend. Die Katze fühlt sich in ihrem rot-grünen Strickpullover nicht wohl. Am meisten Zeit nimmt aber das umwickeln sämtlicher zweiundvierzig Blumentöpfe mit dünnem Weihnachtspapier in Anspruch.
Mittlerweile haben wir den Ton der Haustürglocke vom wohlbekannten „Avon-Ding-Dong“ auf das weihnachtliche „Jingle bells“ umgestellt. Unter dieser gravierenden Veränderung hat unsere Katze sehr zu leiden.

Zum zweiten Advent ist die Wohnung trotz dieser nur dezent und sehr gefühlvoll vorgenommenen Dekorationen nicht sofort wieder zu erkennen. Aber ich will auch etwas zur perfekten Weihnachtsstimmung beitragen und entwickele eine Schneeberieselungsanlage für das Wohnzimmer. Ähnlich einer Sprinkleranlage, kombiniert mit einer Gefrier-Zerstäubungstechnik werden wir somit in den Genuss frischen Schnees vor dem Kaminofen kommen. Da werden sich dann auch die beiden Stroh-Elche ganz wohl fühlen.
Kurz vor dem Fest kam mir dann noch eine kleine Idee, unserer weihnachtlichen Wohnung ein authentisches Aussehen zu verleihen: Der Freund des Schwagers eines Kollegen aus dem Fußballverein lebte auf einem Bauernhof auf dem Lande. Neben vielen anderen Tieren hatte er auf seinem Hof auch ein Eselspaar, das vor Monaten Nachwuchs bekommen hatte. Dieses kleine Eselchen konnte ich ausleihen und bereitete ihm in der Nähe des Christbaumes ein Heulager. Das permanente I-aaa, I-aaa störte und nicht allzu sehr in unserer Nachtruhe.

Ich weiß nicht, wie andere Familien mit ihrem überzogenen Weihnachtstohuwabohu zu Recht kommen. Da lobe ich mir das Minimalprinzip meiner Frau.
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Re: Stressfreie Weihnachtszeit - Weihnachtswettbewerb

Beitragvon Verena » 09.12.2014, 18:00

Hallo,

mache ich mal den Anfang.

yggdrasil hat geschrieben:Es beginnt bereits im September. Dann (Böses Füllwort, wenn es nicht absolut notwendig ist. Du kannst es weg lassen, wenn du den Satz leicht umstellsst.)kommt meine Frau vom Einkaufen nach Hause und stöhnt: „Unmöglich, bei Aldi sind die Regale schon voll mit Weihnachts-Süßigkeiten. UndDabei hat der Herbst noch nicht einmal begonnen." (Schau dir die Regeln der wörtlichen Rede nochmal an.)
„Na ja, du musst ja noch nichts kaufen“, (Siehe oben) lautet meine offensichtlich etwas dümmlich erscheinende Antwort. Denn sie wird mit einem schrägen Blick von der Seite quittiert. (Das klingt unglücklich mit dem Füllwort denn und den Füllwörtern offensichtlich etwas dümmlich erscheinende. Wenn du die Frau den Blick werfen oder er mit dem Blick "belohnt" werden würde könntest du den ersten Satz vermutlich flüssiger formulieren. Davor würde ich einen extra Satz einschieben, der seine Vermutung zur Qualität seiner Antwort ausdrückt, aber ohne die vier Füllwörter hintereinander. Er könnte merken, dass sie z. B. aufgrund des Blickes anderer Meinung ist.)
„Und wenn dann das Beste weg ist, wenn du dich mal bequemst?“ Was soll man dagegen (Dazu wäre ein besseres Wort. Kein Mann bei vollem Verstand widerspricht seiner Frau, was dagegen aber impliziert. :) ) sagen?

Ein paar Tage später bringe ich so unauffällig wie möglich ein Argument ins Gespräch:
„Letztes Jahr haben wir doch beschlossen, nicht so viele Geschenke zu kaufen. Das sollten wir dieses Jahr umsetzen“.
„Nicht so viel auf einmal“, (Siehe oben) lautet prompt die Korrektur. „Daher habe ich auch schon einen Teil meiner Liste abgearbeitet!“. (Siehe oben)
„Eine Liste? Welche Liste denn?“
„Ach weißt du, ich mache mir ab Neujahr einen Zettel und schreibe Geschenkideen auf. Im Laufe der Zeit kommen weitere dazu, andere werden wieder (Unnötiges Füllwort)gestrichen. Auf diese Art habe ich dann rechtzeitig zum Fest einen Geschenkeplan." (Siehe oben)
„Aha, und diesen Plan hast du schon abgearbeitet?“
„Bei Weitem nicht alles, aber doch schon (Unnötige Füllwörter) einen Teil. Ich habe schon die alte Truhe ausgeräumt und die gekauften Sachen reingepackt." (Siehe oben) Ich erwiderte (Du schreibst im Präsenz) nichts,. (Der Satz wird sonst zu lang und liest sich unnötig kompliziert.) denn (Unnötiges Füllwort) Ich willAnfang Oktober schon (Unnötiges Füllwort) keine heiße Diskussion über Sinn und Unsinn von Weihnachtsgeschenken zuführen, das will ich nicht. (So wird der Satz einfacher.)

Anfang November traue ich meinen Augen nicht. In unserer Stadt ist eine ganze Horde von Elektrikern und Arbeitern dabei, Lichterketten quer über die Einkaufsstraßen und rund um den Marktplatz zu installieren. (Wieso? Das ist doch schon ein alter Hut. Wird seit Jahren so gehandhabt.) Wegen der vielen Leitern und herumliegenden und -hängenden Leitungen und Kabeln ist der Straßenverkehr ziemlich eingeschränkt. Fußgänger müssen die Fahrbahn benutzen, an anderen Stellen werden die Autos über den Bürgersteig umgeleitet. Mit einer guten Stunde Verspätung komme ich zu Hause an. Ich berichte meiner Frau davon. Sie beschwichtigt mich mit den Worten:
„Aber eingeschaltet wird die Weihnachtsbeleuchtung erst am Montag nach Totensonntag." (Siehe oben)
Wie beruhigend, also erst ab Monatsende (Ist nicht notwendig, um den Sarkasmus rüber zu bringen und klingt komisch.).
„Muss man denn schon so früh an Weihnachten denken?“, (Siehe oben) zweifle ich.
„Na klar, und dann beginnt auch die schöne ruhige Vorweihnachtszeit. Denk nur an all die schönen Gerüche vom Backen, die durch die Wohnung ziehen.“
(Der Absatz kann weg. Er impliziert, dass ein Zeitsprung oder Ortswechsel kommt.)
Na, so weit ist es ja noch nicht, denke ich, und erinnere mich an voriges Jahr. Gebacken wurde bis spät in die Nacht. Mindestens zwölf Sorten Kekse mussten es schon (Unnötiges Füllwort) sein, zwei Tabletts (Meinst du nicht eher Backbleche? Plätzchen haben auf Tabletts wegen der Haltbarkeit nichts zu suchen bzw. nur in kleinen Mengen.) von jeder Sorte:.
„Sonst sieht der bunte Teller ja nicht bunt aus!“ ist (Das ist ein faules Verb, das du hier echt gut gegen ein aussagekräftigeres wie z. B. lautet ersetzen kannst.) die Logik meiner Frau. Eine gute Woche Nachtarbeit steht uns also bevor. Ich sage uns, denn ein bisschen helfe ich immer mit. Will ja auch kein Spielverderber sein. Und ist immer noch besser als ein Streit. (Du erklärst etwas, das irgendwie logisch ist durch den vorangegangenen Satz.) Als erstes(Benutz keine Aufzählung oder Reihenfolgenbeschreibung, wo du sie nicht brauchst.) Ich krame ich zwölf unterschiedlich große, aber allesamt (Unnötige Füllwörter) mit Weihnachtsmotiven versehene Blechdosen hervor. Der darin befindliche Restbestand vom Vorjahres-Weihnachtsfest wird einmal (Öfter würde auch keinen Sinn machen, wobei ich das Zuckerzeug erstens nicht so lange herum liegen lassen würde, weil es schlecht werden kann, und zweitens nicht an die Vögel verfüttern würde. Das kann nicht gesund sein.) durch die Getreidemühle gejagt. So haben wir genügend Vogelfutter für einen durchschnittlichen mitteleuropäischen Winter.

Es ist Anfang Dezember,. mMeine Liebste kommt von der Arbeit nach Hause. Sie hat einen Plan: Die Wohnung soll nicht so stark auf Weihnachten dekoriert werden., e Eher dezent, überwiegend in rot gehalten. Es soll nichts an kein (Ist viel einfacher.) Dekomaterial hinzu gekauft werden., d Die Schränke sind ja voll.davon, m Man könnte damit drei Wohnungen ausstatten. Erst verblüfft, dann erfreut stimme ich ihr zu. Das hört sich gut an.

„Ich werde eine Holzwand bauen, und beim Ofen montieren. Dann werde i Ich werde eine zweieinhalb Meter lange Girlande winden und an der Wand befestigen. (Welche Frau spricht in Metern? Da kommt eine Girlande ran, fertig.) Dazu kommen einige kleine Regale. So kann ich eine ganz individuelle Weihnachtsdekoration anbringen!“
Mir schwant schon, dass ich das Tannengrün besorgen soll. Die Holzkonstruktion macht meine Liebste selber. Sie ist handwerklich sehr (Unnötiges Füllwort) begabt und vor allem: so wird das Werk so, wie sie es haben will. Ich hole Handkreissäge, Hobel, Werkzeugkiste und die Kiste mit Schrauben, Dübeln und Nägeln hervor. Vor dem Haus wird die Herbstdekoration durch Tannengrün, durchsetzt mit einer Lichterkette, ausgetauscht. Ein paar Laternen, ein Weihnachtsmann, einige rot-gelb angemalte Holzkerzen vervollständigen die sparsame Dekoration außen.
Zeitgleich und pünktlich vor dem ersten Advent wird die Wohnung dezent umdekoriert: rot-weiße Tischdecken, Geschirrtücher aus eben (Unnötiges Füllwort) denselben Farben, sogar eine rote Klobürste wird angeschafft (die alte muss vorübergehend ihr Dasein im Hinterflur (Sowas gehört in den Keller, wo niemand es sehen kann. Keine Frau duldet sowas außerhalb der Feuchtzonen in der Wohnung.)fristen). Sie passt ausgezeichnet zum Dekor auf der Papierrolle. Auf dem Rand des Waschbeckens liegen zwei frische Seifestückchen mit Goldstaub, ein silberner Engel und ein roter Weihnachtsmann. Dann v Viele gläserne Tannenzapfen, bunte Farben aussendende Prismen (Ist das eine kompliziert beschriebene Deko.), langgezogene Glastropfen, pausbäckige himmlische Wesen, Weihnachtsmänner und Rentiere aus verschiedenen Materialien, klitzekleine Lichterketten, Weihnachtssterne aus Stroh und als rot-grüne Blumen werden in der Wohnung unauffällig und zurück haltend verteilt. (Die Aufzählung ist zu lang. Da schaltet das Gehirn nach der zweiten Sache ab.) Die bisherigen Sofa- und Stuhlkissen werden gegen andere, überwiegend in rot und grün gehaltene Weihnachtskissen ausgewechselt. Die alten Fotos der Großeltern müssen vorübergehend Stickbildern mit Weihnachtsmotiven weichen, wenn auch nur vorüber gehend (Durch das eine eingeschobene Wort kannst du dir den Nebensatz, der den Satz nur unnötig kompliziert und lang macht, deutlich verbessern.). Die Katze fühlt sich in ihrem rot-grünen Strickpullover nicht wohl (Wieso? Zeig es uns. Das würde die Geschichte auflockern und lebendig machen.). Am meisten Zeit nimmt aber das uUmwickeln sämtlicher zweiundvierzig Blumentöpfe mit dünnem Weihnachtspapier in Anspruch.
Mittlerweile haben wir den Ton der Haustürglocke vom wohlbekannten „Avon-Ding-Dong“ auf das weihnachtliche „Jingle bells“ umgestellt. Unter dieser gravierenden Veränderung hat unsere Katze sehr zu leiden. (Wieder eine Möglichkeit vertan, der Geschichte Leben einzuhauchen. Zeig uns ihr Leiden. Wieso leidet sie? Ist die Klingel so laut oder hasst sie die Melodie? Wie äußert sich das?)

Zum zweiten Advent ist die Wohnung trotz dieser nur dezent und sehr gefühlvoll vorgenommenen Dekorationen nicht sofort (Unnötiges Füllwort) wieder zu erkennen. Aber ich will auch etwas zur perfekten Weihnachtsstimmung beitragen und entwickele eine Schneeberieselungsanlage für das Wohnzimmer. Ähnlich einer Sprinkleranlage, kombiniert mit einer Gefrier-Zerstäubungstechnik werden wir somit in den Genuss frischen Schnees vor dem Kaminofen kommen. (Na, das wird Frau gefallen, wenn sie das geschmolzene Eis vom Boden wischen und die nassen Sachen vermutlich weg werfen kann.) Da werden sich dann auch die beiden Stroh-Elche ganz wohl fühlen.
Kurz vor dem Fest kam mir dann noch eine kleine Idee, unserer weihnachtlichen Wohnung ein authentisches Aussehen zu verleihen: Der Freund des Schwagers eines Kollegen aus dem Fußballverein lebte auf einem Bauernhof auf dem Lande. Neben vielen anderen Tieren hatte (Ich denke mal, dass er die Esel immer noch hat. Daher Präsenz.) er auf seinem Hof auch (Unnötiges Füllwort) ein Eselspaar, das vor Monaten Nachwuchs bekommen hatte. Dieses kleine Eselchen konnte ich ausleihen und bereitete habe ihm in der Nähe des Christbaumes ein Heulager bereitet. Das permanente I-aaa, I-aaa störte (Präsenz) uns d nicht allzu sehr in unserer Nachtruhe.

Ich weiß nicht, wie andere Familien mit ihrem überzogenen Weihnachtstohuwabohu zuRrecht kommen. Da lobe ich mir das Minimalprinzip meiner Frau.


Du magst Füllwörter. Die blähen den Text gerne auf und sind häufig nicht notwendig. Dass du dir die Regeln der wörtlichen Rede nochmal ansehen musst, habe ich schon zu Anfang gesagt. Insgesamt muss ich als Frau aber sagen, dass ich diesen Mann noch vorm Dezember für seine "grandiosen" Ideen erschossen hätte. Viel zu viele Sachen machen unnötig Dreck oder sind einfach unlogisch.
LG Verena
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Re: Stressfreie Weihnachtszeit - Weihnachtswettbewerb

Beitragvon yggdrasil » 10.12.2014, 17:03

Danke für Deine ausführliche Textkritik, die ich in weiten Teilen akzeptiere. Die Fehler bei der wörtlichen Rede habe ich selbstverständlich ausgemerzt. Ebenfalls die offensichtliche Tipp- und Grammatikfehler.
Deine Hinweise zu den "Füllwörter" (scheint Dein Lieblingsgebiet zu sein), habe ich dagegen großenteils ignoriert, denn ich habe in der Ichform geschrieben, und die Benutzung der Ausdrucksweise des Protas sei ihm überlassen. Er sprich (und denkt) halt so, wie er es im Alltagsleben macht und nicht im Goethe-Deutsch.

Die persönlichen Anmerkungen (welche Frau spricht in Metern u. a.) habe ich zur Kenntnis genommen.

Nochmals meinen Dank.
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