[Fanty]Stunden [Kapitel 1/Teil 2]

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[Fanty]Stunden [Kapitel 1/Teil 2]

Beitragvon HannahBoll » 30.07.2015, 15:36

Hier geht es weiter, natürlich unter Beachtung der Hinweise von Teil eins, der hier ist: http://www.schreibwerkstatt.de/stunden-uberarbeitet-t54896.html


Wie die Tage so vergingen, fasste Trocji einen Beschluss. Er packte seinen Rucksack voll und schlich nach dem Mittagessen hinaus aus dem Haus seiner Eltern und niemandem fiel es auf, dass er ging. Er suchte nicht lange, da fand er Sellit in den Gärten von Yllada, wie sie im Gras saß und Pflanzen aus dem Boden rupfte. Rufend kam Trocji auf Sellit zugelaufen und stellte sein Gepäck vor ihr ab.
„Ich habe nachgedacht“, fing Trocji an, „und ich möchte meinen Namen zurecht tragen können. Wenn ich groß bin, dann will ich Ehrenmann heißen, weil ich ein Mann von Ehren bin, aber das kann ich nur mit Taten werden.“
Er schob ihr den Rucksack hin und warf den Deckel zurück.
„Ich will dir helfen, deine Familie wiederzufinden.“ Damit nahm er ein in Tuch gewickeltes Brot und Obst heraus. Sellit nahm es mit einem freudigen Funkeln in den Augen an. Er hatte auch einen Becher dabei, den niemand daheim missen würde und gab ihn ihr.
„So wird das Trinken aus den schönen Bächen und Quellen leichter. Ich hab auch noch ein paar Stunden dabei.“
Er hielt seiner Freundin einen Beutel hin, in dem es klimperte und klingelte. Vorsichtig öffnete Sellit ihn und lugte hinein. Staunend nahm sie eine der kleinen Münzen heraus und musterte das glatte, goldene Metall, die meiste Aufmerksamkeit galt jedoch dem leuchtenden Edelstein in der Mitte. Hell strahlte er über ihre Finger und niemand in ganz Bandarien wusste, aus welchem Material die seltsamen Steine waren.
Mit einer Umarmung bedankte sie sich bei Trocji, der nur etwas jünger war als sie selbst, dann fragte sie: „Hast du denn jemals Stunden aufgeladen?“
Und Trocji schüttelte den Kopf. „Nein. Meine Mutter hat es mir verboten. Sie meinte, es ist schlecht und wir verdienen genug, dass es nie nötig war.“
„Weißt du denn überhaupt, wie das geht?“
Trocji schüttelte unwissend den Kopf. „Nicht wirklich.“
Sellit verstand sich dazu aufgefordert, ihm nachzuhelfen.
„Das ist ganz einfach. Du hängst dir einfach so viele leere Münzen um den Hals, wie du willst. Dass sie leer sind, erkennt man daran, dass der Edelstein in der Mitte matt, grau und dunkel ist. Dann legst du dich damit schlafen und wenn du aufwachst, dann ist jede Münze aufgeladen und man kann Dinge damit kaufen, aber eine Stunde deines Lebens wurde dir für jede geladene Münze genommen. Dasselbe geht umgekehrt genauso. Wer sich mit vollen Münzen schlafen legt, der hat danach eine Stunde länger zu leben, aber eine wertlose Münze.
Es ist gut, Trocji, dass du sowas noch nie gemacht hast. Mein Vater hat mir immer geraten, es nie zu machen.“
Nachdrücklich sah sie ihn an, wie eine Mutter, die ihr Kind von einer Dummheit bewahren wollte.
„Hast du denn schon einmal Stunden aufgeladen?“
Mit leerem Kopf nickte Sellit. „Ja, auf meiner Reise hier her gab es viel zu bezahlen und anders wäre ich nie so weit gekommen.“
Dann wechselte sie das Thema: „Deine Absichten sind sehr ehrenwert. Alleine für deine aufrichtigen Gedanken, hast du dir den Namen Ehrenmann schon verdient. Wenn du aber dein Versprechen halten willst, wie möchtest du mir helfen?“
Trocji grinste geheimnisvoll und erwiderte: „Das habe ich mir noch nicht so genau überlegt, aber mein Vater arbeitet für den Senat der Stadt und da soll ich wohl irgendwie an Listen oder all sowas ran kommen und vielleicht finde ich was über Berichte von entführten Kindern, denn die kann ich lesen. Wieso aber glaubst du überhaupt, dass dein Bruder in Yllada so weit weg von Zuhause ist?“
„Weil er von Söldnern aus Yllada entführt wurde. Nagut, ob sie wirklich aus Yllada waren, weiß ich nicht, aber sie trugen das Zeichen von Tirinen, die Goldene Ähre, und mein Vater ist dann nach Yllada aufgebrochen, weil er meint, dass mein Bruder hier sein muss.
Die Söldner haben ja nicht nur ihn mitgenommen, sondern alle anderen Kinder auch, die sich nicht schnell genug verstecken konnten und sofort ist mein Vater aufgebrochen. Einen so auffälligen Trupp konnte er ja leicht nachstellen. Ich hab‘ sie aber verloren.“
Sellits Schultern sackten mutlos zusammen. Trocji wusste nichts gegen ihre Trauer zu unternehmen und blickte verlegen drein. Eine Weile sagte niemand mehr etwas und der nahe, künstlich angelegter Bach plätscherte über seine Steine. Ab und an traf sie ein fehlgeleiteter Tropfen. Trocji bot ihr etwas zu essen an und lehrte seinen Rucksack komplett, dann verabschiedete er sich und musste auch schon zurück, bevor man sich um seinen Verbleib sorgte. Sellit ließ er alleine zurück, aber das war nicht weiter schlimm, denn er kam am nächsten Tag wieder und stellte fest, dass Sellit seinen ganzen Vorrat zur Hälfte aufgegessen hatte, die Münzen hatte sie jedoch noch alle. Stolz führte Sellit ihn in einen der Gärten und sprang über einen leisen Bach hinweg. Sie liefen das regelmäßig geschnittene Gras den Hang hinauf und verschwanden in einem angelegten Wäldchen, das schon lange bestehen musste, denn einige große Bäume zierten es mit ihren grauen Stämmen. Sellit wand sich zwischen ihnen hindurch und Trocji fiel es schwer, ihr zu folgen, aber er verlor sie nicht aus den Augen. Irgendwann blieb sie stehen und deutete in einige Ranken und Büsche hinein. Dort fand sich eine Mulde im Boden, die Sellit mit einem selbstgebastelten Geflecht aus Moos, Gräsern und Flechten ausgelegt hatte.
Verwundert blickte Trocji drein. Er kannte so etwas gar nicht und wusste nicht, wie Sellit über eine solch karge Behausung froh sein konnte.
„Das genügt dir?“
„Ja“, sagte Sellit, „es ist ja nicht für immer. Irgendwann da werde ich wieder ein richtiges Haus haben. Da wird sich mein Papa darum kümmern.“
Überzeugt sah sie in Trocjis schwarze Augen, die genauso häufig in Bandarien vorkamen wie ihre braunen.
„Was machst du denn, wenn es einmal regnet oder kalt wird?“
„Die Blätter schützen mich vor dem Regen und kalt wird es höchstens im Winter.“
„Aber du darfst nicht hier sein“, warnte Trocji, der von ihrem Vorhaben nicht begeistert war, „es ist verboten in den Gärten zu leben. Die Stadtwache lässt das nicht zu.“
Sellit zuckte nur unbekümmert mit den Schultern. „Solange mich keiner findet, geht das schon in Ordnung und wenn mich jemand hier nicht haben will, dann geh ich halt woanders hin. Aber was soll ich denn sonst machen?“
Trocji nahm es so hin und gab ihr sogar Recht. Er musste ihr einfach nur helfen, so schnell wie möglich zu ihrer Familie zu finden. Dann würde sie aus diesem Garten weg kommen, bevor sie Ärger bekäme.
Da fragte Sellit auch schon nach: „Hast du schon etwas über meinen Bruder herausfinden können?“
Trocji schüttelte den Kopf. „So einfach geht das nicht. Ich brauche schon Zeit.
Heute habe ich dich gesucht, weil ich mir dachte, dass ich dir die Stadt zeige. Es tut dir gut, wenn du dich auskennst.“
Dann war es Trocji der voraus lief und im Laufen noch rief: „Fang mich doch!“ er lachte, aber Sellit war schneller, als er dachte und er konnte ihr noch um Haaresbreite entkommen, weil er einen Haken schlug wie ein fliehendes Kaninchen.
Es war das erste Mal, dass er Sellit völlig unbeschwert und ohne ihre geheimnisvolle Art sah, die so kindlich und weise zugleich war. Jetzt war sie einfach ein normales Kind, das lachte und spielte und auch die Strapazen seiner Reise vergessen konnte, als es seinem neuen Freund hinterher jagte.
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Re: Stunden [Kapitel 1/Teil 2]

Beitragvon Tulipina » 30.07.2015, 16:23

Hallo,
schön, dass es weiter geht.
Auf geht´s!

Wie die Tage so vergingen,
Das würde ich umschreiben in „ Die Tage vergingen“
fasste Trocji einen Beschluss.
Er packte seinen Rucksack voll und schlich nach dem Mittagessen hinaus aus dem Haus seiner Eltern und ( Komma oder Punkt, das und weg)niemandem fiel es auf, dass er ging. Er suchte nicht lange, da fand er Sellit in den Gärten von Yllada, wie sie im Gras saß und Pflanzen aus dem Boden rupfte. Rufend kam Trocji auf Sellit zugelaufen und stellte sein Gepäck vor ihr ab.
„Ich habe nachgedacht“, fing Trocji an, „und ich möchte meinen Namen zurecht tragen können. Wenn ich groß bin, dann will ich Ehrenmann heißen, weil ich ein Mann von Ehren bin, aber das kann ich nur mit Taten werden.“ (Da die Beiden noch sehr jung sind, würde er so nicht reden, finde ich. Und er geht, ohne zuhause wenigstens einen Hinweis zu hinterlassen oder etwas wie „Sorgt euch nicht, ich komme wieder?“ )
Er schob ihr den Rucksack hin und warf den Deckel zurück.
„Ich will dir helfen, deine Familie wiederzufinden.“ Damit nahm er ein in Tuch gewickeltes Brot und Obst heraus. Sellit nahm es mit einem freudigen Funkeln in den Augen an. Er hatte auch einen Becher dabei, den niemand daheim missen würde und gab ihn ihr.
„So wird das Trinken aus den schönen Bächen und Quellen leichter. Ich hab auch noch ein paar Stunden dabei.“
Er hielt seiner Freundin einen Beutel hin, in dem es klimperte und klingelte. Vorsichtig öffnete Sellit ihn und lugte hinein. Staunend nahm sie eine der kleinen Münzen heraus und musterte das glatte, goldene Metall, die meiste Aufmerksamkeit galt jedoch dem leuchtenden Edelstein in der Mitte. Hell strahlte er über ihre Finger und niemand in ganz Bandarien wusste, aus welchem Material die seltsamen Steine waren. (Da rätsle ich gerade. Sind das die Stunden? Das würde ich verdeutlichen.)
Mit einer Umarmung bedankte sie sich bei Trocji, der nur etwas jünger war als sie selbst, dann fragte sie: „Hast du denn jemals Stunden aufgeladen?“
Und Trocji schüttelte den Kopf. „Nein. Meine Mutter hat es mir verboten. Sie meinte, es ist schlecht und wir verdienen genug, dass es nie nötig war.“ (Den Satz würde ich umstellen. Oder zwei draus machen. ...genug. Das hatten wir nie nötig. Z.B.)
„Weißt du denn überhaupt, wie das geht?“
Trocji schüttelte unwissend den Kopf. „Nicht wirklich.“
Sellit verstand sich dazu aufgefordert, ihm nachzuhelfen. (Hier eher: Sellit erklärte es ihm)
„Das ist ganz einfach. Du hängst dir einfach so viele leere Münzen um den Hals, wie du willst. Dass sie leer sind, erkennt man daran, dass der Edelstein in der Mitte matt, grau und dunkel ist. Dann legst du dich damit schlafen und wenn du aufwachst, dann ist jede Münze aufgeladen und man kann Dinge damit kaufen, aber eine Stunde deines Lebens wurde dir für jede geladene Münze genommen. Dasselbe geht umgekehrt genauso. Wer sich mit vollen Münzen schlafen legt, der hat danach eine Stunde länger zu leben, aber eine wertlose Münze.
Es ist gut, Trocji, dass du sowas noch nie gemacht hast. Mein Vater hat mir (auch) immer geraten, es nie zu machen.“ (Vorher hat er erzählt, dass seine Mutter nicht möchte, das er das nicht macht. Darauf kann sich Sillet beziehen)
Nachdrücklich sah sie ihn an, wie eine Mutter, die ihr Kind von einer Dummheit bewahren wollte.
„Hast du denn schon einmal Stunden aufgeladen?“
Mit leerem Kopf nickte Sellit. „Ja, auf meiner Reise hier her gab es viel zu bezahlen und anders wäre ich nie so weit gekommen.“( Beschreibe doch mal:Wie fühlt er sich jetzt, da er weiß, dass ihm Lebenszeit abgezogen wird? Mich würde das beschäftigen. Sillet würde ich hier nachdenklich nicken lassen. Sie nimmt es zur Kenntnis, sie hat ihm vorher die Nachteile erklärt. Es ist halt, wie es ist.)
Dann wechselte sie das Thema: „Deine Absichten sind sehr ehrenwert. Alleine für deine aufrichtigen Gedanken, hast du dir den Namen Ehrenmann schon verdient. Wenn du aber dein Versprechen halten willst, wie möchtest du mir helfen?“
Trocji grinste geheimnisvoll (wenn er so schaut, dann erwarte ich ein Rätsel oder das er nichts sagt. Lass ihn anders gucken. Vielleicht triumphierend, oder stolz, oder nachdenklich ...) und erwiderte: „Das habe ich mir noch nicht so genau überlegt, aber mein Vater arbeitet für den Senat der Stadt und da soll ich wohl irgendwie an Listen oder all sowas ran kommen und vielleicht finde ich was über Berichte von entführten Kindern, denn die kann ich lesen. ( Wann will er das machen?)Wieso aber glaubst du überhaupt, dass dein Bruder in Yllada so weit weg von Zuhause ist?“
„Weil er von Söldnern aus Yllada entführt wurde. Nagut, ob sie wirklich aus Yllada waren, weiß ich nicht, aber sie trugen das Zeichen von Tirinen, die Goldene Ähre, und mein Vater ist dann nach Yllada aufgebrochen, weil er meint, dass mein Bruder hier sein muss.
Die Söldner haben ja nicht nur ihn mitgenommen, sondern alle anderen Kinder auch, die sich nicht schnell genug verstecken konnten und sofort ist mein Vater aufgebrochen. Einen so auffälligen Trupp konnte er ja leicht nachstellen. Ich hab‘ sie aber verloren.“ ( Tapferer Vater. Was ist mit den anderen Vätern?)
Sellits Schultern sackten mutlos zusammen. (Da würde ich entweder die Schultern sacken lassen oder Sillet zusammensacken lassen.)Trocji wusste nichts gegen ihre Trauer zu unternehmen und blickte verlegen drein. Eine Weile sagte niemand mehr etwas und der nahe, künstlich angelegter Bach plätscherte über seine Steine. (Schön beschrieben)Ab und an traf sie ein fehlgeleiteter Tropfen. Trocji bot ihr etwas zu essen an und lehrte seinen Rucksack komplett, dann verabschiedete er sich und musste auch schon zurück, bevor man sich um seinen Verbleib sorgte. (Jetzt bin ich verwirrt. Weshalb ist er ihr denn hinterher gegangen? Was hat das nun mit Ehrenmann sein zu tun?)Sellit ließ er alleine zurück, aber das war nicht weiter schlimm, denn er kam am nächsten Tag wieder und stellte fest, dass Sellit seinen ganzen Vorrat zur Hälfte aufgegessen hatte, die Münzen hatte sie jedoch noch alle. ( Da er diesen Weg zu ihr mehrmals geht, und beim ersten mal „Stunden“ aufgebraucht hat, wie macht er das jetzt?)Stolz führte Sellit ihn in einen der Gärten und sprang über einen leisen Bach hinweg. Sie liefen das regelmäßig geschnittene Gras den Hang hinauf und verschwanden in einem angelegten Wäldchen, das schon lange bestehen musste, denn einige große Bäume zierten es mit ihren grauen Stämmen. Sellit wand sich zwischen ihnen hindurch und Trocji fiel es schwer, ihr zu folgen, aber er verlor sie nicht aus den Augen. Irgendwann blieb sie stehen und deutete in einige Ranken und Büsche hinein. Dort fand sich eine Mulde im Boden, die Sellit mit einem selbstgebastelten Geflecht aus Moos, Gräsern und Flechten ausgelegt hatte.
Verwundert blickte Trocji drein. Er kannte so etwas gar nicht und wusste nicht, wie Sellit über eine solch karge Behausung froh sein konnte.
„Das genügt dir?“
„Ja“, sagte Sellit, „es ist ja nicht für immer. Irgendwann da werde ich wieder ein richtiges Haus haben. Da wird sich mein Papa darum kümmern.“ (Da und da, weg damit)
Überzeugt sah sie in Trocjis schwarze Augen, die genauso häufig in Bandarien vorkamen wie ihre braunen.
„Was machst du denn, wenn es einmal regnet oder kalt wird?“
„Die Blätter ( Der Bäume)schützen mich vor dem Regen und kalt wird es höchstens im Winter.“
„Aber du darfst nicht hier sein“, warnte Trocji, der von ihrem Vorhaben nicht begeistert war, „es ist verboten in den Gärten zu leben. Die Stadtwache lässt das nicht zu.“
Sellit zuckte nur unbekümmert mit den Schultern. „Solange mich keiner findet, geht das schon in Ordnung und wenn mich jemand hier nicht haben will, dann geh ich halt woanders hin. Aber was soll ich denn sonst machen?“ ( Das Aber würde ich streichen)
Trocji nahm es so hin und gab ihr sogar Recht. Er musste ihr einfach nur helfen, so schnell wie möglich zu ihrer Familie zu finden. Dann würde sie aus diesem Garten weg kommen, bevor sie Ärger bekäme.
Da fragte Sellit auch schon nach: „Hast du schon etwas über meinen Bruder herausfinden können?“
Trocji schüttelte den Kopf. „So einfach geht das nicht. Ich brauche schon Zeit.
Heute habe ich dich gesucht, weil ich mir dachte, dass ich dir die Stadt zeige. Es tut dir gut, wenn du dich auskennst.“
Dann war es Trocji der voraus lief und im Laufen noch rief: „Fang mich doch!“ er lachte, aber Sellit war schneller, als er dachte und er konnte ihr noch um Haaresbreite entkommen, weil er einen Haken schlug wie ein fliehendes Kaninchen. (Huch, ich bin überrumpelt. Wollte er ihr nicht die Stadt zeigen? Warum tut er das?)
Es war das erste Mal, dass er Sellit völlig unbeschwert und ohne ihre geheimnisvolle Art sah, die so kindlich und weise zugleich war. Jetzt war sie einfach ein normales Kind, das lachte und spielte und auch die Strapazen seiner Reise vergessen konnte, als es seinem neuen Freund hinterher jagte.

Orientierst du dich an Märchen? Da ziehen junge Menschen reihenweise von zuhause fort ohne vermisst zu werden. Und die Sprache der Märchen ist uns zum Teil fremd.
Manchmal hat etwas meinen Lesefluss gestört. Ich habe dir meine Fragen dazu geschrieben, und hoffe, das sie dir weiterhelfen.
Ich finde, es entwickelt sich und ich kann mir vieles gut vorstellen. Sellit bekommt für mich ein Gesicht, er aber noch nicht. Das kann aber auch mein Problem sein.

LG
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Re: Stunden [Kapitel 1/Teil 2]

Beitragvon after eight » 30.07.2015, 22:07

Hey noch mal!

Ich bin grade so im Flow, da mache ich gleich den zweiten Part!

Wie die Tage so vergingen, fasste Trocji einen Beschluss Entschluss. Beschluss hört sich so nach einer Parlamentssitzung an :wink: . Er packte seinen Rucksack voll und schlich nach dem Mittagessen hinaus aus dem Haus seiner Eltern und niemandem fiel es auf, dass er ging.
Also es war auch schon im ersten Teil so, dass niemand seine Abwesenheit bemerkt. Wie kann das sein? Er ist doch aus einer edlen Familie, hat er da kein Kindermädchen oder Aufpasser? Und wenn nicht, wieso ist er seiner Familie so gleichgültig? Er suchte nicht lange, da fand er Sellit in den Gärten von Yllada, wie sie im Gras saß und Pflanzen aus dem Boden rupfte Sind da im Gras noch andere Pflanzen? Vorschlag: Wo sie im Gras saß und an den Halmen zupfte.. Rufend kam Trocji auf Sellit zugelaufen und stellte sein Gepäck vor ihr ab.
„Ich habe nachgedacht“, fing Trocji an, „und ich möchte meinen Namen zurecht tragen können. Wenn ich groß bin, dann will ich Ehrenmann heißen, weil ich ein Mann von Ehren bin, aber das kann ich nur mit Taten werden.“
Er schob ihr den Rucksack hin und warf den Deckel zurück.
„Ich will dir helfen, deine Familie wiederzufinden.“ Damit nahm er ein in Tuch gewickeltes Brot und Obst heraus. Sellit nahm es mit einem freudigen Funkeln in den Augen an. Er hatte auch einen Becher dabei, den niemand daheim missen würde und gab ihn ihr.
„So wird das Trinken aus den schönen Bächen und Quellen leichter. Ich hab auch noch ein paar Stunden dabei.“ Stunden? Heißt so die Währung in Deiner Welt?
Er hielt seiner Freundin einen Beutel hin, in dem es klimperte und klingelte. Vorsichtig öffnete Sellit ihn und lugte hinein. Staunend nahm sie eine der kleinen Münzen heraus und musterte das glatte, goldene Metall, die meiste Aufmerksamkeit galt jedoch dem leuchtenden Edelstein in der Mitte. Hell strahlte er über ihre Finger und Hier würde ich wieder einen neuen Satz beginnen lassen. niemand in ganz Bandarien wusste, aus welchem Material die seltsamen Steine waren.
Mit einer Umarmung bedankte sie sich bei Trocji, der nur etwas jünger war als sie selbst, dann fragte sie: „Hast du denn jemals Stunden aufgeladen?“
Und Kein "und" am Anfang, wenn man es nicht weglassen kann :wink: Trocji schüttelte den Kopf. „Nein. Meine Mutter hat es mir verboten. Sie meinte, es ist schlecht und wir verdienen genug, dass es nie nötig war.“
„Weißt du denn überhaupt, wie das geht?“
Trocji schüttelte unwissend den Kopf kann man auch wissend den Kopf schütteln? Könntest Du weglassen, ergibt sich im Kontext.. „Nicht wirklich.“
Sellit verstand sich dazu aufgefordert, ihm nachzuhelfen. Ergibt sich auch daraus, dass sie es ihm dann erklärt.
„Das ist ganz einfach. Du hängst dir einfach so viele leere Münzen um den Hals, wie du willst. Dass sie leer sind, erkennt man daran, dass der Edelstein in der Mitte matt, grau und dunkel ist. Dann legst du dich damit schlafen und wenn du aufwachst, dann ist jede Münze aufgeladen und man kann Dinge damit kaufen, aber eine Stunde deines Lebens wurde dir für jede geladene Münze genommen. Ah, okay! Interessantes Konzept! Nur eine Frage: Wie ist es mit dem Altern? Und hat jeder ein vorherbestimmtes Datum, an dem er stirbt? Dasselbe geht umgekehrt genauso. Wer sich mit vollen Münzen schlafen legt, der hat danach eine Stunde länger zu leben, aber eine wertlose Münze.
Es ist gut, Trocji, dass du sowas noch nie gemacht hast. Mein Vater hat mir immer geraten, es nie zu machen.“
Nachdrücklich sah sie ihn an, wie eine Mutter, die ihr Kind von einer Dummheit bewahren wollte.
„Hast du denn schon einmal Stunden aufgeladen?“ Wer sagt das? Ich dachte zuerst Trocji und wollte schon sagen, er wiederholt sich.
Mit leerem Kopf das liest sich komisch. Kann ihr Gesicht nicht leer, bzw. ausdruckslos sein, wenn sie nickt? Im Allgemeinen nicken die Charaktere auch recht viel!nickte Sellit. „Ja, auf meiner Reise hier her gab es viel zu bezahlen und anders wäre ich nie so weit gekommen.“
Dann wechselte sie das Thema: Ergibt sich auch hier wieder im folgenden Dialog. würde ich weglassen. „Deine Absichten sind sehr ehrenwert. Alleine für deine aufrichtigen Gedanken, hast du dir den Namen Ehrenmann schon verdient. Wenn du aber dein Versprechen halten willst, wie möchtest du mir helfen?“
Trocji grinste geheimnisvoll und erwiderte: „Das habe ich mir noch nicht so genau überlegt, aber mein Vater arbeitet für den Senat der Stadt und da soll ich wohl irgendwie an Listen oder all sowas ran kommen und vielleicht finde ich was über Berichte von entführten Kindern, denn die kann ich lesen. Wieso aber glaubst du überhaupt, dass dein Bruder in Yllada so weit weg von Zuhause ist?“ Dafür, dass er sich das noch nicht so genau überlegt hat, hat er aber schon eine recht deutliche Vorstellung. Vielleicht kann er einfach sagen, dass er so seltsame Berichte auf dem Schreibtisch seines Vaters gesehen hat, wo "vermisste Kinder" draufstand oder so.
„Weil er von Söldnern aus Yllada entführt wurde. Nagut, ob sie wirklich aus Yllada waren, weiß ich nicht, aber sie trugen das Zeichen von Tirinen, die Goldene Ähre, und mein Vater ist dann nach Yllada aufgebrochen, weil er meint, dass mein Bruder hier sein muss.
Die Söldner haben ja nicht nur ihn mitgenommen, sondern alle anderen Kinder auch, die sich nicht schnell genug verstecken konnten und sofort ist mein Vater aufgebrochen. Einen so auffälligen Trupp konnte er ja leicht nachstellen. Ich hab‘ sie aber verloren.“
Sellits Schultern sackten mutlos zusammen auch hier wieder: Schultern, die zusammen sacken, signalisieren (unter anderem) Mutlosigkeit. Show don't tell, nicht show and tell :dasheye: . Trocji wusste nichts gegen ihre Trauer zu unternehmen und blickte verlegen drein. Eine Weile sagte niemand mehr etwas und der nahe, künstlich angelegter angelegte Bach plätscherte über seine Steine die Steine?. Ab und an traf sie ein fehlgeleiteter Tropfen. Trocji bot ihr etwas zu essen an und lehrte seinen Rucksack komplett, dann verabschiedete er sich und musste auch schon zurück, bevor man sich um seinen Verbleib sorgte Ich dachte niemand bemerkt es, wenn er weggeht?. Sellit ließ er alleine zurück, aber das war nicht weiter schlimm, Hier ist ein zweitsprung zum nächsten Tag. Würde ich trennen und einen neuen Absatz machen.denn er kam am nächsten Tag wieder und stellte fest, dass Sellit seinen ganzen Vorrat zur Hälfte aufgegessen hatte, die Münzen hatte sie jedoch noch alle. Stolz führte Sellit ihn in einen der Gärten und sprang über einen leisen Bach hinweg einen anderen Bach oder wieder den gleichen von vorhin?. Sie liefen das regelmäßig geschnittene Gras den Hang hinauf und verschwanden in einem angelegten Wäldchen, das schon lange bestehen musste, denn einige große Bäume zierten es mit ihren grauen Stämmen. Sellit wand sich zwischen ihnen hindurch und Trocji fiel es schwer, ihr zu folgen, aber er verlor sie nicht aus den Augen. Irgendwann blieb sie stehen und deutete in einige Ranken und Büsche hinein. Dort fand sich eine Mulde im Boden, die Sellit mit einem selbstgebastelten Geflecht aus Moos, Gräsern und Flechten ausgelegt hatte.
Verwundert blickte Trocji drein. Er kannte so etwas gar nicht und wusste nicht, wie Sellit über eine solch karge Behausung froh sein konnte.
„Das genügt dir?“
„Ja“, sagte Sellit, „es ist ja nicht für immer. Irgendwann Komma da werde ich wieder ein richtiges Haus haben. Da wird sich mein Papa darum kümmern.“
Überzeugt sah sie in Trocjis schwarze Augen im ersten Teil hatten wir schon mal eine sehr ähnlich verpackte Information über ihre Augenfarben, ist das wirklich so wichtig? Wenn ja, könntest Du vorschlagsweise im ersten Teil schon schreiben: "Er blickte in ihre braunen Augen, die in Bandarien genauso häufig vorkamen wie seine Schwarzen.
Außerdem ist fraglich, ob er in ihre Augen schaut / sie in seine und bemerkt, ach die sind ja total normal hier. Es wäre logischer, dass er nur sie explizit bemerkt, wenn die besonders sind.
, die genauso häufig in Bandarien vorkamen wie ihre braunen.
„Was machst du denn, wenn es einmal regnet oder kalt wird?“
„Die Blätter schützen mich vor dem Regen und kalt wird es höchstens im Winter.“
„Aber du darfst nicht hier sein“, warnte Trocji, der von ihrem Vorhaben nicht begeistert war, „es ist verboten in den Gärten zu leben. Die Stadtwache lässt das nicht zu.“
Sellit zuckte nur unbekümmert mit den Schultern. „Solange mich keiner findet, geht das schon in Ordnung und wenn mich jemand hier nicht haben will, dann geh ich halt woanders hin. Aber was soll ich denn sonst machen?“
Trocji nahm es so hin und gab ihr sogar Recht. Er musste ihr einfach nur helfen, so schnell wie möglich zu ihrer Familie zu finden. Dann würde sie aus diesem Garten weg kommen, bevor sie Ärger bekäme.
Da fragte Sellit auch schon nach: „Hast du schon etwas über meinen Bruder herausfinden können?“
Trocji schüttelte den Kopf. „So einfach geht das nicht. Ich brauche schon Zeit.
Heute habe ich dich gesucht, weil ich mir dachte, dass ich dir die Stadt zeige. Es tut dir gut, wenn du dich auskennst.“
Dann war es Trocji der voraus lief und im Laufen noch rief: „Fang mich doch!“Punkt und neuer Satz Er lachte, aber Sellit war schneller,kein Komma als er dachte und er konnte ihr noch um Haaresbreite entkommen, weil er einen Haken schlug wie ein fliehendes Kaninchen.
Es war das erste Mal, dass er Sellit völlig unbeschwert und ohne ihre geheimnisvolle Art sah, die so kindlich und weise zugleich war. Jetzt war sie einfach ein normales Kind, das lachte und spielte und auch die Strapazen seiner Reise vergessen konnte, als es seinem neuen Freund hinterher jagte.


Bis auf ein paar Unstimmigkeiten gefällt mir dieser Part gut. Für mich kommen die Kinder jetzt besser rüber, auch wenn sich mir die Frage stellt, was Sellits Plan war, bevor sie den Jungen getroffen hat. Immer, wenn Trocji sie gefunden hat, saß sie irgendwo rum :XD:
Nein, Spaß beiseite, ich frage mich echt, was es mit den entführten Kindern auf sich hat. Ich hoffe auf eine Verschwörung, in die auch das Haus Ehrenmann verstrickt ist!

Wann kommen die nächsten Teile?
LG
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Re: Stunden [Kapitel 1/Teil 2]

Beitragvon HannahBoll » 31.07.2015, 10:14

Hallo ihr zwei :girl:

Okay, die kleinen Fehler werden also ausgebessert und das mit den Stunden genauer erklärt. Ich geh nochmal drüber.

after eight:
Ja, die Stunden sind die Währung da. Es kommt später noch auf, warum das so ist und dieses System stellt das Problem in dieser Welt da, obwohl es eigentlich als Lösung gedacht war.
Jeder hat ein "natürliches Sterbedatum" so wie in unserer Welt, das weiß man halt nicht. Wenn man aber ganz fleißig Stunden auflädt, weil man sich keine verdient, aber trotzdem Waren kaufen muss, dann stirbt man halt merklich früher. Man altert zwar nicht wirklich schneller und es kommt meistens überraschend, aber man merkt zB schon den körperlichen Verfall (wird später thematisiert).
Ich weiß nur nicht, wie ich rüber bringen soll, dass es kein Todesdatum gibt und niemand weiß, wann er stirbt, denn das ist so ähnlich wie mit den braunen und schwarzen Augen, was du schon angesprochen hast. Wenn es in dieser Welt ganz normal ist, dann wirkt es irgendwie gestellt, wenn man es extra thematisiert? Ich habe mich auch schon gefragt, wie man das besser schreiben kann, jetzt einfach mal rein gestellt. Ich überleg mir noch was :dasheye:

PS: Verrat nicht gleich alles, mensch xD
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