Es fällt ihr schwer,
den Schlaf zu wagen
wenn der Wind Klagen pfeift
und Äste an das Fenster schlagen.
Eine dieser Nächte,
die zum Denken zwingen,
und alle Geräuschen
wie Schreie klingen.
Er war zornig, laut geworden, gegangen.
hinterlässt sie ruhelos und verwirrt.
Sie weiß,
was kommen wird.
Er in ihr.
Betrunken.
Er ist schon da.
Und sie versunken.
Sie nimmt ihn kaum wahr,
ist in den Sturm der Nacht,
in die Unendlichkeit geflohen,
hat dort eine Ewigkeit verbracht.
Gefangen und befreit zugleich,
hat zitternd im Nirgendwo verharrt,
hinter verschlossenen Türen
das Gesicht gewahrt.
Sie spürt Nässe, schmeckt salzig,
der Schmerz verbietet ihr, zu weinen,
sie fühlt sich schuldig,
denn die Tränen sind die Seinen.
Sie hört sein Schluchzen,
will ihm glauben – kann es nicht,
nie wieder wird er sie verletzen,
so schwört, beteuert er und verspricht.
Als das Dunkel dem Morgen weicht,
verschwimmt die Nacht
zum niemals Gewesenen;
der Tag hat neue Hoffnung gebracht.
Sie sitzt alleine an der Klassenwand,
kopfversunken und schreibt;
sie mag Mathe –
weil’s immer logisch bleibt.
