Jaa.. ich war heute wieder fleissig am Kommentare abgeben.. xD
und deshalb kann ich euch heute auch schon das 3. Kapitel von Sweet Innocence vorstellen!!
Trommelwirbel bitte
Na gut, dann viel Spaß euch allen
Kapitel 3:
Der nächste Morgen weckte mich mit dem Geruch frisch aufgebackener Brötchen. Lächelnd zog ich mich an, bis mir Sky und seine Stimmung gestern wieder einfielen. Verdammt! Ich hatte vergessen die Tür zu schließen und Sky lief immer noch sichtbar herum. Konnte er sich nach belieben materialisieren oder funktionierte das nur in bestimmten Situationen? Ich wollte lieber kein Risiko eingehen. Hastig riss ich die Tür auf und sprintete die schmale Treppe hoch. Der Dachboden war verschlossen. Ich schob mich ins Zimmer und sah mich schnell um. Ich konnte Sky nicht entdecken. Erleichtert ging ich wieder in mein Zimmer und zog mich an.
"Melody? Das Frühstück ist fertig, kommst du bitte?" Das war meine Mutter.
"Jahaa." ,rief ich zurück, warf einen letzten besorgten Blick die Treppe hoch und machte mich auf den Weg in die Küche. Mein Vater saß gemütlich auf einem der Stühle, las in der Zeitung und schlürfte einen extra starken, schwarzen Kaffee. Meine Mutter war gerade dabei, die Brötchen aus dem Ofen zu holen. Ich half ihr beim Aufdecken und fühlte mich ziemlich wohl dabei, ausnahmsweise eine ganz normale Vorstadtfamilie zu sein. Ich hatte viel Spaß dabei, mir mit meiner Mutter die neue Schule auszumalen. Mein Vater hingegen brummelte etwas von "Stacheldrahtzaun" und "Selbstschussanlage", als meine Mutter von Jungs anfing, mümmelte aber weiter an seinem Brötchen. Ich wurde ein bisschen rot, sagte aber nichts. Nachdem mein Vater die Zeitung zur Seite gelegt und sich die Brötchenkrümel aus dem Mundwinkel gewischt hatte, sah er mich mit seinen braunen Augen ernst an. "Schokoladenbraun" ,sagte meine Mutter dazu und ich fand, dass es wohl Zartbitter sein musste, so dunkel, wie sie waren.
"Deine Mutter und ich,",setzte er an und setzte eine wichtige Miene auf, wie immer, wenn er etwas zu bereden hatte.
"müssen ab morgen für ein paar Tage verreisen."
Hä? Was sollte das denn? Waren wir nicht gerade erst angekommen? Ich äußerte meine Fragen, aber mein Vater sagte bloß, es sei "sehr wichtig" und "nicht aufzuschieben". Ich schmollte ein bisschen und war überrascht, plötzlich Sky im Raum zu spüren. Genauer gesagt, ich spürte seine Emotionen. Und irgendwie konnte ich auch sagen, dass er sich gerade durch die Tür schob und an die Küchenzeile lehnte. Er war immer noch ein wenig nachdenklich. Was machte er denn hier? Meine Gedankenn wanderten wieder zu meinen Eltern. Mir fiel der Grund ein, weswegen wir hierher gezogen waren.
„Paps? Ist es wegen deinem Job?“ mein Vater sah mich einen Moment lang verschreckt an, dann schüttelte er eifrig den Kopf und sah hilfesuchend zu meiner Mutter.
"Sag mal, Schätzchen. Willst du nicht diesen Namen auf deiner Tür überstreichen?", wechselte sie schnell das Thema.
"Welchen Namen?",antwortete ich verständnislos und ging damit auf ihre Ausweichtaktik ein, vor allem, da ich von Sky abgelenkt war.
"Sky.", erwiderte sie.
"Sky?!" Ich kreischte es fast und ließ dabei mein Messer versehentlich auf den Teller krachen. Mehr erschrocken darüber, dass ich seinen Namen ausgesprochen hatte, als über meinen Lärm, presste ich mir die Hand auf den Mund. Aber natürlich konnte ich die Worte nicht wieder zurücknehmen. Sky materialisierte sich und sah mich erschrocken an. Ich schaute nicht minder erschrocken zurück und hätte beinahe gequiekt. Meine Mutter schüttelte nur verwundert den Kopf und stand auf. Sie drehte sich zu Sky um, hielt inne - und griff mitten durch ihn durch nach der Butter. Seelenruhig kam sie wieder zum Tisch zurück, setzte sich und begann, ihr Brötchen damit zu bestreichen. Sky starrte auf die Stelle, wo ihre Hand durch seinen Brustkorb gefahren war und betastete die Stelle, als wolle er sich vergewissern, dass er kein Loch in der Brust hatte. Er sah in diesem Moment wirklich wie ein Gespenst aus, so verschreckt wirkte er.
"Das du immer so aufbrausend sein musst.", murmelte sie und schüttelte wieder den Kopf. "'Tschuldige.",murmelte ich zurück und sah immer noch Sky an.
>>Sie kann mich nicht sehen.<< Er schaute mich wieder an. Er sprach telepathisch mit mir. Ich konnte ihm schlecht antworten und so sah ich ihm dabei zu, wie er zerknirscht das Gesicht verzog und es sich beinahe im selben Moment wieder erhellte. Er stellte sich direkt vor meine Mutter und sagte laut:
"Hallo." Keine Reaktion.
"Hören kann sie mich anscheinend auch nicht.",sagte Sky erheitert und grinste.
"Soll ich irgendwas machen?",fragte er und versuchte, mit den Pfannen und Töpfen zu klirren, die an der Wand hingen. Ich kicherte. Verwirrte Blicke von meinen Eltern waren die Antwort.
"Vielleicht sollten wir sie doch nicht alleine lassen.",sagte mein Vater und wandte sich meiner Mutter zu, als wäre ich Luft. Aber er grinste.
"Dad!" Ich tat empört. "Ich habe nur darüber nachgedacht, ob ich mein Zimmer pink streiche.",log ich. "Ach so.",erwiderte mein Vater.
"Hey, das ist ein Jungszimmer! Das wird nicht pink!",kam es von Sky. Ich kicherte noch einmal.
"Wo wollt ihr denn hin?",fragte ich.
"Streng geheim.", erwiderte mein Vater verschwörerisch und hatte sofort wieder eine wichtige Miene aufgesetzt.
"Aha.", sagte ich gedehnt. In diesem Moment klirrten tatsächlich die Pfannen aneinander. Sky grinste von einem Ohr zum Anderen und verschwand aus der Küche. Ich fluchte und rannte ihm hinterher.
"Wo willst du hin?", fragten meine Eltern im Chor, und meine Mutter wandte sich mit verwundertem Gesichtsausdruck den Pfannen zu.
"Ich muss ganz dringend telefonieren.",log ich erneut. "Sky.",rief ich ihm so leise ich konnte hinterher. "Sky, warte. Sky!" Endlich blieb er stehen und drehte sich um.
"Was?" Er zog eine Augenbraue hoch. Ich schnappte kurz nach Luft.
"Du.. Du hast doch jetzt nicht irgendwas vor, oder?" Er wirkte leicht verlegen.
"Naja. Ich wollte in Nickos Zimmer eine Schublade aufmachen. Da sind ein paar Sachen von mir drin." "Nickos Zimmer?",fragte ich verständnislos. Skys Stimme bekam einen schmerzerfüllten Unterton.
"Er ist, oder besser gesagt, war mein Bruder. Er ist vor vielen Jahren gestorben." Mitfühlend sah ich ihn an und strich sanft über seinen Handrücken. Das heißt, ich berührte ihn nicht wirklich, aber ihr wisst schon, was ich meine.
"Soll ich dir helfen? Bei der Schublade, meine ich." Sky schüttelte leicht den Kopf.
"Ich probiere es lieber allein. Die Pfannen konnte ich ja auch bewegen." Er sah mir in die Augen und es kam mir so vor, als suche sein Blick nach meinem Einverständnis. Ich schluckte, denn eigentlich wollte ich lieber bei ihm bleiben und ihn unterstützen.
"Okay." ,sagte ich und zuckte betont lässig mit den Schultern. Doch dann sah ich ihm fest in die Augen. Damit drehte ich mich um und verschwand aus dem Haus.
