Testlese - Partner/innen gesucht

Hier können Gesuche und Angebote zum Probelesen eingestellt werden.

Testlese - Partner/innen gesucht

Beitragvon GereonSand » 30.06.2015, 22:09

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin ... *schaut vorsichtig in die Runde*

Aaaalso: ich suche einen, zwei oder ggf. auch drei Testleser für mein aktuelles Projekt "Marie". Details und eine erste Leseprobe siehe www.gereonsand.com . Derjenige / diejenige sollte vor z.T. technischem Vokabular wie "Mockup", "Klickdummy", "Beta-Test" u.ä. nicht zurückschrecken (der Roman spielt in einer Medienagentur, acht Jahre in der Zukunft) und ein klein wenig Faible für schwarzen Humor haben.

Im Gegenzug biete ich an, Deine / Eure Texte probezulesen und auf Stil, Rechtschreibung etc. zu überprüfen. Ich bin kein professioneller Lektor, aber habe - hoffe ich zumindest - mittlerweile ein halbwegs erträgliches Gefühl für "gute" und "schlechte" Texte entwickelt. Science-Fiction oder Fantasy wäre optimal, ich bin aber auch für ein anderes Genre offen.

Ich bin an einem längerfristigen und regelmäßigen Austausch interessiert; nicht unter Zeitdruck (wir haben vermutlich alle noch ein Leben "neben" der Schreiberei, und das sollte im Zweifelsfall immer vorgehen), aber immer mal wieder zwischendurch, wenn Zeit da ist.

Falls jemand Interesse an sowas hat, freue ich mich über eine Rückmeldung!

Danke und Grüße,

Gereon
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Re: Testlese - Partner/innen gesucht

Beitragvon Libelle » 30.06.2015, 23:46

Hej,

theoretisch hätte ich Interesse. Jedenfalls klingt deine Beschreibung hier in der SWS interessant für mich. Allerdings fühle ich mich von deiner Internetseite total überfordert. »tl;dr«, wie es so schön heißt. Oder hat »Marie« nichts mit dem Rest der Seite zu tun? In dem Falle wäre es wohl pfiffiger, direkt auf die Leseprobe zu verlinken.

Ich selbst schreibe SciFi, bin aber momentan anderweitig beschäftigt, so dass ich nur probelesen würde, aber nicht probelesen lasse.

LG
Libelle

P.S.: Hab aber trotzdem schon zu deiner Leseprobe gefunden, aber keine Inhaltsangabe. Habe deshalb nach der Hälfte aufgehört zu lesen, weil ich immer noch nicht wusste, worauf die Geschichte hinauslaufen sollte.
Kennst du »Das Wunder von Grauenfels« von Viktoria Benjamin?
»Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.«
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Re: Testlese - Partner/innen gesucht

Beitragvon GereonSand » 01.07.2015, 22:56

Hey Libelle,

Danke für Deine Antwort. "Das Wunder von Grauenfels" kenne ich bislang noch nicht, hab aber mal danach gegooglet. Klingt witzig. Kann gut sein, dass ich mir das mal downloade.

Und Inhaltsangaben gibts natürlich nicht auf der Homepage; das wär ja gespoilert :)

Mit der Bewertung der Leseprobe hast Du im Prinzip recht ... man erfährt eigentlich erst in der zweiten Hälfte des Kapitels, worauf das ganze hinausläuft. Die erste Hälfte des Kapitels führt lediglich diverse Charaktere ein, mit denen sich der Protagonist später noch herumärgern darf.

Ich interpretiere Deine Antwort mal als "hätte prinzipiell Lust, ist aber irgendwie nicht so mein Geschmack", d.h. als "eher nicht". Falls diese Interpretation falsch ist, bist Du herzlich eingeladen, weiterzulesen - meld' Dich in diesem Fall einfach nochmal, ok?

Danke und Grüße,

Gereon
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Re: Testlese - Partner/innen gesucht

Beitragvon Libelle » 02.07.2015, 00:25

Mit Inhaltsangabe meinte ich eine Kurzbeschreibung, den »Klappentext«.

Ich interpretiere Deine Antwort mal als "hätte prinzipiell Lust, ist aber irgendwie nicht so mein Geschmack", d.h. als "eher nicht".

Momentan kann ich keine Zusagen machen, da ich, wie gesagt, den »Klappentext« nicht kenne und keine Lust habe, seitenweise irgendwas zu lesen, bei dem ich mich fragen muss, ob die Geschichte schon angefangen hat. Du erwartest von einem potentiellen Testleser ja auch sinnvolle Rückmeldung, nehme ich an. Jedenfalls bin ich ein Freund produktiven Arbeitens.

Das Thema spricht mich übrigens an, da ich selbst Grafikdesigner bin. Nix gegen Ironie, aber auf 200 Seiten aneinandergereihte Anspielungen habe ich jetzt nicht die Lust. Daher würde ich schon gern wissen, ob eine Geschichte vorhanden ist.
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Re: Testlese - Partner/innen gesucht

Beitragvon RoterKlotz » 19.10.2015, 05:49

Grüß dir Gereon,

ich bin vor einiger Zeit mal durch deinen Text durch und hab mir einen Stapel Dinge notiert, wo du vielleicht nochmal mit der Kettensäge bei müsstest.
Auch ich bin mehrere Lichtjahre von einem Kritiker oder Lektor entfernt, also ist es nicht mehr als meine eijene janz rejulär suppenperspektivische Ansicht. Vielleicht kannst du ja was damit anfangen. Wenn nicht, dann nix für Jungblut:

- „dumpfes Inferno“ ? Ist das nicht ein...*nachschlag*...Oxymoron?) Das Inferno ist die Hölle. Es ist der schlimmste vorstellbare Zustand. Und brennen soll es da auch ganz doll. „Dumpf“ mildert diesen Superlativ ab und das ist etwas seltsam.

- Am Anfang: Zu schnell in die Details. Noch interessieren mich keine Infos zu erfundenen Werbefirmen. Jo ist an diesem Punkt noch keine Figur über die ich irgendetwas nennenswertes weiß, wie kann ich mich da für seine Arbeit interessieren? Klar, die Berufung charakterisiert, aber das wirkt wie eine Vita in Stichworten. Ich will Jo nicht anstellen, ich will mich für ihn interessieren.

- „Im Vorbeigehen markierte Jo die spärlichen Buden, bei denen es thematisch nicht um Fressen und Saufen ging, durch einen Klick mit dem rechten Zeigefinger auf dem linken Handrücken.“
Unverständlich weil überladen mit Informationen. Mach mehrere Sätze draus.

- „Wie Hühner auf der Stange drängten seine Kollegen sich auf den schmalen Brauereibänken. „ müsste es nicht: drängten [sich] seine Kollegen... heißen?

- Ankunft in der Hütte: Ein großer Satz Figuren, die offenbar alle wichtig sind, sonst hätten die wohl nicht alle Namen. Ich kann mir aber nicht in 6 Zeilen 8 Leute merken.

- Informationen doppelt: Wir lernen zweimal dass er ein iEye 5 Plus hat.

- Blöde Gags mit „Mösil“, „Pete Brett“. Also, ne.

- Wieso „Landsmänner“? Kommen die nur für den Weihnachtsmarkt nach Deutschland? Ich denk doch, die leben da. Der eine oder andere hat sicher auch die Staatsbürgerschaft. Ich weiß, „political correctness“ nervt, aber in diesem Fall halte ich es für die falsche Vokabel.

- Jede menge Technikgeschwafel. OK, OK, du hast vorgewarnt, aber dennoch: Ich kann mir ungefähr vorstellen, was das alles heißen soll, aber ich glaub, du hängst damit ne ganze Menge Leser einfach ab. Dabei ließe sich das leicht verhindern. Ab und zu 'ne vereinfachende, vergegenständlichte Beschreibung (wie bei der Sendung mit der Maus) was da welche Software mit welchem Gerät macht und Zack, Opa Frederick weiß was Sache ist.

- „Die Wahl würde ihm nicht schwer fallen.“ kommt zweimal.

- Dafür, dass wir Einsicht in die inneren Prozesse Jos bekommen, ist der Wandel von Begeisterung über das neue, ihm offenbar wohl bekannte, „Buddy“-Feature, bis hin zum drohenden Realitätsverlust angesichts der manifestierten Virtuellen Intelligenz, ausgesprochen unangetastet geblieben. Was ist denn sein Problem mit der Simulation? Was empfindet er?

- Die Dialoge haben ihre starken Momente.

- Mir gefällt die Idee, wie Marie zu ihm kommt.
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