The first five pages - Noah Lukeman

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The first five pages - Noah Lukeman

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
The first five pages - Noah Lukeman

Besitzt du das Buch?
Hast du es schon gelesen?
Wie hat es dir gefallen?
Was fandest du gut/schlecht und warum?
Würdest du es weiterempfehlen und wenn ja, wem?
Würdest du es dir (wieder) kaufen?

von © Jacky

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Hallo Jacky,

ah, wieder eine Buchvorstellung, die mag ich ja besonders! Da weiß ich hinterher immer, ob ich ein Buch von meiner Liste streichen kann oder draufsetzen sollte.^^
Dieses hier kenne ich noch nicht und hatte es auch nicht auf meiner Liste (schonmal über den Titel gestolpert, aber nicht mehr). Ich schreib Dir trotzdem einen Kommentar :p - auch, weil ich noch ein paar Fragen habe.

Ich muss gestehen, dass ich ingesamt mit englischsprachigen Büchern über das Schreiben nicht sehr gut zurecht komme. Das liegt nicht unbedingt an meinem Englisch - ich verstehe schon das meiste, gerade, wenn es theoretische Abhandlungen sind. Allerdings entgehen mir (in Beispielen) eben doch oft die kleinen Nuancen - was ich ein bissl schade finde, da es ja um Sprache geht. Hm, leider gibt es auf dem englischsprachigen Markt aber eben doch einiges mehr, als bei uns. Ein Dilemma...

Bei zwei Punkte aus Deinem Artikel möchte ich noch einmal nachfragen:

    Schwer zu folgen: keine Hollywood-Dialoge.
Äh, heißt das, Hollywood-Dialoge sind schwer zu verfolgen? Oder sollen die Dialoge, die ich schreibe, nicht allzu eindeutig sein (das kann ich mir jetzt nicht vorstellen). Hier bin ich ein bissl verwirrt. Gerade Filmdialoge sind doch oft ein bissl ... platt. Oder meinst Du andere?

    ein anderer Schauplatz verändert eine Szene vollständig
Klingt nach einem interessanten Punkt. Ich muss sagen, so deutlich habe ich das bisher noch nicht gelesen - und höchstens unterbewusst in mein Manuskript eingearbeitet. Ich versuche schon immer, mich in die jeweilige Situation und an den Ort, an dem eine Szene spielt, hineinzuversetzen. Schreibt er zu diesem Punkt mehr? Das würde mich ja interessieren.

Auch die Sache mit der Sichtweise ist mir ein bissl unklar. Okay, dass man nicht ständig hin- und herswitchen sollte ist klar. Und dass in einen Text nur einfließen sollte, was derjenige, dessen Sichtweise man gerade einnimmt, mitbekommt, auch. Aber grundsätzlich sind Perspektivenwechsel doch okay - ich selbst lese gern Bücher, bei denen ich mal in dem einen, mal in dem anderen Kopf bin (sofern ich damit nicht ständig ganz aus der Geschichte gerissen und an einen völlig anderen Ort katapultiert werde; das kann auf Dauer anstrengen).

Liebe Grüße, Nion

von © Nion

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Es gibt ja gerde in Amerika unendlich viele Bücher, wie man Schreiben lernen kann. Allerdings frage ich mich manchmal, wenn die es so gut wissen, "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt", warum sie dann nicht einfach einen schreiben und damit erfolgreich sind???
Vielleicht sollte ich umschwenken und Ratgeber schreiben. Der Ratgebermarkt ist noch nicht gesättigt!

von © Kehrtraud

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Hallo Jacky,

Mich würde auch interessieren, wieso man nur eine Sichtweise benutzen sollte. Denn oft finde ich es interessanter, wenn in einem Buch die Sichtweise manchmal wechselt.

Dass man es nicht übertreiben sollte mit der Anzahl der Charaktere, verstehe ich auch. Und ich kann auch bis zu einem Teil nachvollziehen, wieso man nur wenige benutzen sollten. Trotzdem fände ich es noch spannend, zu erfahren, was Lukemans Gründe dafür sind.

Naja, mein bisschen Englisch wäre wohl klar zu schlecht für das Buch.

von © Aiedail

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Tja, das ist das Problem, wenn man versucht ein ganzes Kapitel in drei Wörtern zusammenzufassen. Zugegebener Maßen sollte es aber auch ein bisschen neugierig machen, schließlich will ich ja nicht alles verraten, sondern es muss ja noch einen Grund geben, das Buch zu lesen :D
Nion hat geschrieben:Bei zwei Punkte aus Deinem Artikel möchte ich noch einmal nachfragen:

    Schwer zu folgen: keine Hollywood-Dialoge.
Äh, heißt das, Hollywood-Dialoge sind schwer zu verfolgen? Oder sollen die Dialoge, die ich schreibe, nicht allzu eindeutig sein (das kann ich mir jetzt nicht vorstellen). Hier bin ich ein bissl verwirrt. Gerade Filmdialoge sind doch oft ein bissl ... platt. Oder meinst Du andere?

Da fragst du mich was, ich weiß nicht ob ich da irgendwie in der Zeile verrutscht bin oder was passiert ist. Mit Hollywood-Dialogen kommt in dem Kapitel nämlich glaub ich gar nichts vor ... Es ging mehr um fehlende "Identifier" also, dass unklar ist, wer gerade spricht, bzw. misslungene Versuche Sprachfehler, Slang oder Dialekte rüberzubringen ...

Also: Gut aufgepasst, das geh ich gleich mal korrigieren ^^

Nion hat geschrieben:
    ein anderer Schauplatz verändert eine Szene vollständig
Klingt nach einem interessanten Punkt. Ich muss sagen, so deutlich habe ich das bisher noch nicht gelesen - und höchstens unterbewusst in mein Manuskript eingearbeitet. Ich versuche schon immer, mich in die jeweilige Situation und an den Ort, an dem eine Szene spielt, hineinzuversetzen. Schreibt er zu diesem Punkt mehr? Das würde mich ja interessieren.

Hab ich auch noch nirgends so deutlich gelesen. Leider weiß ich nicht mehr genau, auf welcher Seite das stand. Ich weiß noch, es gab ein Beispiel, ein Vater sitzt mit seinem Sohn am Frühstückstisch und spricht mit seinem Sohn über ... hmmm ... die Vergangenheit? Fehler die er gemacht hat? Etwas in der Richtung.

Und jetzt stell dir vor dieselbe Unterhaltung findet in einem Gefängnis statt, während die Beiden durch eine Glasscheibe voneinander getrennt sind.

Zwei völlig verschiedene Szenen. Für mehr musst du dir dann wohl das Buch kaufen :P Aber ich glaube, das war auch nur ein kleiner Teil eines Kapitels. Wie ich gesagt habe, die Tipps im Buch sind generell alle gut, auch wenn man Einige schon mal gehört hat.

Nion hat geschrieben:Auch die Sache mit der Sichtweise ist mir ein bissl unklar. Okay, dass man nicht ständig hin- und herswitchen sollte ist klar. Und dass in einen Text nur einfließen sollte, was derjenige, dessen Sichtweise man gerade einnimmt, mitbekommt, auch. Aber grundsätzlich sind Perspektivenwechsel doch okay - ich selbst lese gern Bücher, bei denen ich mal in dem einen, mal in dem anderen Kopf bin (sofern ich damit nicht ständig ganz aus der Geschichte gerissen und an einen völlig anderen Ort katapultiert werde; das kann auf Dauer anstrengen).

Dabei ging es mehr darum, wenn du gerade in einer Perspektive drin bist, dann solltest du auch drin bleiben. D.h. nicht plötzlich von "er sagte, er tat, er ging" springen in "ich sagte, ich tat, ich ging" oder in einer Szene zwischen Sarah, Paul und Franz hin- und herspringen. Oder so Dinge wie, du schreibst zwar aus Petras Sichtweise, aber trotzdem erklärst du plötzlich was Gerrit denkt (obwohl sie kein Gedankenleser ist) ...

lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Hallo,

da ich ein glühender Fan von Lukeman bin, nachdem ich das Buch bereits zum zweiten Mal gelesen habe, ist mir dieses Thema natürlich ins Auge gesprungen :shock:

Besitzt du das Buch:

Ja.

Hast du es schon gelesen?

Zweimal.

Wie hat dir das Buch gefallen?

Sehr gut wäre ein Untertreibung! Der Korrekturplan für meine erste Fassung basiert quasi auf "The first five pages"... :meditation:

Was fandest du gut/schlecht und warum?

Wenn das Buch eine negative Komponente hat, dann sind es höchstens die über-überdeutlichen Beispiele und die Schonungslosigkeit mit der Lukeman den Alltag eines Lektors und in den Lektoraten beschreibt :twisted: Wobei mich beides nicht wirklich gestört hat. Es ist immer gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat & worauf es ankommt.
Besonders gut und hilfreich ist meiner Meinung nach, dass er nicht nur auf die grammatischen und formalen Schwachstellen und möglichen Fehler eingeht, sondern auch auf die komplexen Dinge, wie z.B. Tempo und Sprachrhythmus.

Würdest du es weiter empfehlen und wenn ja, wem?

Auf jeden Fall - JEDEM Schriftsteller! Meiner Meinung nach sind die Tipps und Regeln, die Lukeman beschreibt, unumgänglich und perfekt zusammengefasst. Sie beinhalten die Grundlagen eines guten Buches, die von jedem Autor registriert und respektiert werden sollten. Mit Sicherheit gibt es auch Lektoren, die von Lukeman noch Einiges lernen können...

Würdest du es wieder kaufen?

Mit Sicherheit, auch für den drei- oder vierfachen Preis!

Ende des Plädoyers!


Es ist wirklich tragisch, dass es das Buch nur in Englisch gibt - vielleicht stelle ich meine Korrektur-Checkliste mal in Deutsch ein, wenn ich die Zeit finde und herausgefunden habe in welches Forum :blinklight:

Beste Grüße

von © Dawn of the world

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Also da ich mich bisher um die englische Sprache in Fachbüchern drücke bin ich dem Buch wohl noch nicht begegnet. Die Frage ist. Schreibt man, sich selber treu bleibend, oder schreibt man für den Lektor, den Verlag?
Das wüsste ich gerne. Auf jeden Fall löse ich gerne Übungen, weshalb ich es vielleicht kaufen würde wenn es auf Deutsch erscheinen würde.

Aber da vorallem der letzte Beitrag das Buch sehr warm empfiehlt, wärmer als Jacky könnte ich mich vielleicht dazu überreden lassen es zu kaufen.

Nützts nix so schadets nix oder? =)

von © Inelinja

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Mmmh...

natürlich muss man sich irgendwann entscheiden, ob man sein Buch veröffentlichen will - was wiederum bedeutet, dass man sich und sein Werk gewissen "Regeln und Ansprüchen" unterwerfen muss, sofern man es nicht per BoD herausgeben will...

Ich für meinen Teil wollte mein Buch von Anfang an veröffentlicht sehen. Geld ist hier nicht der Hauptgrund, aber natürlich hofft man auch, irgendwann in der Lage zu sein, mit dem Geld zu verdienen, was einem am meisten Spaß macht - in meinem Fall das Schreiben - und in das man soviel Zeit und Mühe investiert hat.

Für Jeden werden beim Schreiben eines Buches wohl andere Dinge im Vordergrund stehen: der Eine schreibt als Therapie, der Andere für Anerkennung und wieder Andere aus Spaß, oder aus Interesse am Schreiben selbst... Ich schreibe um die Menschen zu bewegen und sie zum Nachdenken anzuregen - und dementsprechend hoffe ich natürlich auch, irgendwann soviele Menschen wir möglich zu erreichen :hug:

Das ist es nämlich auch, was ich in einem guten Buch suche - weshalb ich überhaupt lese :reading:

Über dieses Ziel kann man sicher geteilter Meinung sein - vielleicht zu idealistisch :meditation: zu hoch gesetzt - aber Lukeman's Buch und seine Ratschläge haben meine Szenen bisher immer besser gemacht. Deshalb sind sie für mich eine "wahre" Offenbarung :o

Ich denke es gibt einen Mindeststandard beim "guten" Schreiben, so etwas wie einen allgemein anerkannten Konsens - und das ist es was Lukeman zu vermitteln sucht. Er führt allerdings auch immer wieder berühmte Ausnahmen von der Regel auf, auch wenn er nie vergisst zu betonen, dass man als Anfänger mit diesen Ausnahmen vorsichtig sein sollte :!:

Liebe Grüße

von © Dawn of the world

Re: The first five pages - Noah Lukeman

 
Da hast du natürlich recht, ansonsten sucht man ewig nach einem Verlag (wobei ich z.B. bei Rowling denke dass es sich gelohnt hat, dass sie ihren Stil beibehalten hat und hartnäckig weitergesucht hat).

Manchmal braucht ein Verlag auch Mut zum Veröffentlichen eines Buches, mit ihrem Namen bürgen sie ja dafür. Also find ich so ein Buch keine schlechte Idee. Wollte nicht ein Buch kritisieren, dass ich nicht gelesen habe!

von © Inelinja