Tja, das ist das Problem, wenn man versucht ein ganzes Kapitel in drei Wörtern zusammenzufassen. Zugegebener Maßen sollte es aber auch ein bisschen neugierig machen, schließlich will ich ja nicht alles verraten, sondern es muss ja noch einen Grund geben, das Buch zu lesen

Nion hat geschrieben:Bei zwei Punkte aus Deinem Artikel möchte ich noch einmal nachfragen:
Schwer zu folgen: keine Hollywood-Dialoge.
Äh, heißt das, Hollywood-Dialoge sind schwer zu verfolgen? Oder sollen die Dialoge, die ich schreibe, nicht allzu eindeutig sein (das kann ich mir jetzt nicht vorstellen). Hier bin ich ein bissl verwirrt. Gerade Filmdialoge sind doch oft ein bissl ... platt. Oder meinst Du andere?
Da fragst du mich was, ich weiß nicht ob ich da irgendwie in der Zeile verrutscht bin oder was passiert ist. Mit Hollywood-Dialogen kommt in dem Kapitel nämlich glaub ich gar nichts vor ... Es ging mehr um fehlende "Identifier" also, dass unklar ist, wer gerade spricht, bzw. misslungene Versuche Sprachfehler, Slang oder Dialekte rüberzubringen ...
Also: Gut aufgepasst, das geh ich gleich mal korrigieren ^^
Nion hat geschrieben:ein anderer Schauplatz verändert eine Szene vollständig
Klingt nach einem interessanten Punkt. Ich muss sagen, so deutlich habe ich das bisher noch nicht gelesen - und höchstens unterbewusst in mein Manuskript eingearbeitet. Ich versuche schon immer, mich in die jeweilige Situation und an den Ort, an dem eine Szene spielt, hineinzuversetzen. Schreibt er zu diesem Punkt mehr? Das würde mich ja interessieren.
Hab ich auch noch nirgends so deutlich gelesen. Leider weiß ich nicht mehr genau, auf welcher Seite das stand. Ich weiß noch, es gab ein Beispiel, ein Vater sitzt mit seinem Sohn am Frühstückstisch und spricht mit seinem Sohn über ... hmmm ... die Vergangenheit? Fehler die er gemacht hat? Etwas in der Richtung.
Und jetzt stell dir vor dieselbe Unterhaltung findet in einem Gefängnis statt, während die Beiden durch eine Glasscheibe voneinander getrennt sind.
Zwei völlig verschiedene Szenen. Für mehr musst du dir dann wohl das Buch kaufen

Aber ich glaube, das war auch nur ein kleiner Teil eines Kapitels. Wie ich gesagt habe, die Tipps im Buch sind generell alle gut, auch wenn man Einige schon mal gehört hat.
Nion hat geschrieben:Auch die Sache mit der Sichtweise ist mir ein bissl unklar. Okay, dass man nicht ständig hin- und herswitchen sollte ist klar. Und dass in einen Text nur einfließen sollte, was derjenige, dessen Sichtweise man gerade einnimmt, mitbekommt, auch. Aber grundsätzlich sind Perspektivenwechsel doch okay - ich selbst lese gern Bücher, bei denen ich mal in dem einen, mal in dem anderen Kopf bin (sofern ich damit nicht ständig ganz aus der Geschichte gerissen und an einen völlig anderen Ort katapultiert werde; das kann auf Dauer anstrengen).
Dabei ging es mehr darum, wenn du gerade in einer Perspektive drin bist, dann solltest du auch drin bleiben. D.h. nicht plötzlich von "
er sagte, er tat, er ging" springen in "
ich sagte, ich tat, ich ging" oder in einer Szene zwischen Sarah, Paul und Franz hin- und herspringen. Oder so Dinge wie, du schreibst zwar aus Petras Sichtweise, aber trotzdem erklärst du plötzlich was Gerrit denkt (
obwohl sie kein Gedankenleser ist) ...
lg
Jacky
