Hi!
Jaah, so etwas habe ich schon immer gesucht.

Ein Trainingsplan um sich stetig zu verbessern, an jeder Geschichte zu wachsen. Habe dein Thema begierig gelesen und bei Gelegenheit werd ich es auch in angriff nehmen - Schritt für Schritt vorzugehen.
Aber erst wenn ich meine Story an der ich gerade schreibe beendet habe.
Auf welcher Stufe befindest du dich?
Gute Frage. Nach den äußerlichen Kriterien wohl auf Stufe 6(bezogen auf die Länge), aber von Inhalt her, also vom Können wohl eher auf Stufe 2, denke ich. Weil meine erste geschriebene Geschichte ein Mammut-Projekt wurde. Ich hatte den Plot schon lange im Kopf, so wie Charaktere, einige sind ja geliehen(da Fanfiktion) und wusste auch wohin ich will. Habe dann direkt drauf los geschrieben und kam dann auf ca. 1250 Seiten.
Wie sieht dein eigener ganz persönlicher Trainingsplan aus?
Hmm...hatte ich shcon einen?
Ich habe einfach drauf los geschrieben und in laufe der Zeit einiges dabei gelernt. Nun schreibe ich meine zweite Story und es sieht mal wieder so aus, als würde es erneut ein dicker Brocken werden. Irgendwie bring ich es nicht zur einer Kurzgeschichte oder paar Seiten. Bei mir wird es immer gleich ein langer "Roman".
Dabei habe ich oft eine recht genaue Vorstellung von Charakteren und Ziel. Also Ende steht meistens schon fest.
Ob das sinnvoll und gut ist? Ich weiß es nicht,

aber ich hoff zumindest, dass man auch so etwas dazu lernt kann und besser wird. Wobei ich immer ein unterschied sehe zwischen Theorie und Praxis. Es fällt mir schwer einige Tipps praktisch in meiner Geschichte umzusetzen. Vor allem was Gefühle und Stimmung betrifft. Also zeigen und nicht beschreiben.
Wie tastest du dich an deinen ersten eigenen Roman heran?
Den fasse ich nicht an - nicht solange ich mich als "Anfänger" sehe. Deshalb heißt es für mich erst einmal üben und noch mal üben. Erst wenn ich die meisten Punkte "wie lerne ich Schreiben" beherrsche und praktisch umsetzen kann, widme ich mich meiner eigenen, ganz persönlichen Story.
@Rezna
Meine ersten Romane schrieb ich ohne zu wissen, dass man schreiben lernen kann.
Hey, genauso ging es mir auch.

Mittlerweile bin ich schlauer.
Je kleiner und unfähiger du dich fühlst, umso besser wirst du, denn umso mehr erkennst du, worauf es ankommt und was gut ist und wie schwer es ist das zu erreichen und das deine Ansprüche einfach überirdisch sind. Du hast erkannt, dass alles was du schreibst nie den Ansprüchen genügen wird, die du an dich stellst und entdeckst den Grad der Selbstzerstörung, den Schreiben auf dich hat. Die einzige Therapie die dir einfällt ist: Schreiben.
Wie wahr.

Die einzige Hoffnung die bleibt und einen vorantreibt ist die, dass man glaubt irgendwann kompetent genug zu sein um eine anspruchsvolle Geschichte aufs Papier zu bringen. Die nicht mehr all die Fehler beinhaltet, die man sich am Anfang geleistet hatte.
Ich bretterte quasi mit dem Schrottreifen Autos meines Onkels über seine Felder noch lange bevor ein Führerschein Thema war - einfach weil ich das Gefühl liebte, die Karre durch die Gegend zu jagen und jedes mal mit einem regelrechten Rausch auszusteigen und die ganze Nacht noch davon zu träumen.
Ja, so war es bei meinen ersten Schreibversuchen. Ich tat es weil es einfach spaß machte - ein berauschendes Gefühl. Ich finde gerade das war es was einem das Gefühl von Freiheit gab. Träume war werden ließ ohne Zwänge und Regeln. Später wird alles anders...hat man z.B. den Führerschein, ist das Gefühl zwar immer noch toll, aber nicht mehr die reine vollkommene Freude. Weil man sich nun in gewissen Bahnen bewegt.
So geht es mir zu Zeit mit dem Schreiben. Es macht zwar spaß aber auf der anderen Seite frustriert es auch, weil es nicht so gelingt, wie man es sich angelesen hat - wie es sein sollte. All die Regeln die ich im Kopf habe, wollen jetzt ein Wörtchen mitreden.
Gruß
Saphir