Tücken der Sprache

Small Talk, Spaß, Fragen, hier könnt ihr plaudern, quasseln und tratschen über was ihr wollt

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon HFillyen » 04.12.2014, 15:21

Hallo,

was mich ein wenig stört und teils auch irritiert, sind deutsche Wortschöpfungen in vermeintlich englischer Sprache, mit denen allerdings kein Engländer/Amerikaner/etc. etwas anfangen kann - oder gar ganz andere Bedeutungen damit verknüpft.

Handy, dürfte das vielleicht bekannteste Beispiel sein. Man vermutet ein englisches Wort, es ist aber keines.

Auch der Nightliner ist ein rein deutsches Wort.

Größere Missverständnisse können bei dem Wort Streetworker auftreten, da es diesen Begriff im Englischen durchaus gibt - als Bezeichnung für eine Prostituierte. :wink:

Wenn man englische Begriffe verwenden möchte, dann doch bitte gleich die Richtigen. Das ist zwar nicht direkt als Fehler anzusehen, als Tücke kann man es aber sicherlich bezeichnen.

MfG
HFillyen
 
Beiträge: 389
Registriert: 09.04.2014, 17:38

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Heribertpolta » 06.01.2015, 14:11

Hallo Magico,

ich habe da ein Beispiel für dich, wenn es um ein zweckentfremdetes Wort geht:

realisieren - bedeutet zum Beispiel nicht, dass etwas praktisch umgesetzt wird, sondern ursprünglich bedeutet das Wort, dass etwas zu Geld gemacht wird. - Ich habe meine Idee realisiert, habe sie zu Geld gemacht und verdiene mit ihr.

Da gibt es mehrere Beispiele, die mir alle gerade nicht einfallen.

Aber ich darf erwähnen, was mir zur Zeit in Sachen Sprache schwer auf die Nüsse geht:

Gehe ich letztens in den Supermarkt und frage die Verkäuferin (bewusst), dass ich Rauke suche... Die deutsche Verkäuferin hat tatsächlich nicht gewusst, was das ist.

Einige Wochen zuvor bin ich in die Metzgerei gegangen und habe Schäl-Rippchen bestellt... Die deutsche Verkäuferin kannte den Begriff nicht. Sie kannte nur mehr den englischen Begriff Spareribs.

Ein anderes Mal (ich lasse Verkäuferinnen gern auflaufen, wenn es um Sprache geht) bin ich in den Laden gegangen und habe nach Gelbwurz gesucht... Die Verkäuferin kannte jedoch, darauf ist sie nach einer ganzen Weile gekommen, nur Curcuma. Neuerdings scheint auch das Wort Kreuzkümmel gegen Cumin ausgetauscht zu werden. Ist das nicht absolut traurig? Möchte nur wissen, welche Hohlköpfe diese FRechheiten so vorantreiben?

Willst du einem Volk die Identität nehmen, dann nimm ihm die Sprache.
Grüße,

Heribert Polta
Benutzeravatar
Heribertpolta
 
Beiträge: 367
Registriert: 23.02.2012, 16:44
Wohnort: Landshut

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Badabumm » 06.01.2015, 14:38

Wie wär's z.B. mit "public viewing".... öffentliche Leichenschau?

Badabumm
.
"Und sowieso wird man Dichter nur durch das Mädchen, das man nicht bekommt."
(Søren Kierkegaard)
Benutzeravatar
Badabumm
 
Beiträge: 1073
Registriert: 06.04.2011, 00:53
Wohnort: oben
Blog: Blog ansehen (13)

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon magico » 06.01.2015, 14:51

Heribertpolta hat geschrieben:Ist das nicht absolut traurig? Möchte nur wissen, welche Hohlköpfe diese FRechheiten so vorantreiben?


Ich denke man kann nicht auf DIE Hohlköpfe zeigen. Globalisierung und Internet machen es möglich. Es wird versucht internationale Standards durchzusetzen.

Ich muss nicht einkaufen gehen, um das festzustellen. Auch hier im Forum ist alles damit zugepflastert. Plot, statt Handlung, show don't tell, statt zeigen nicht erzählen usw.

Badabumm hat geschrieben:Wie wär's z.B. mit "public viewing".... öffentliche Leichenschau?


Ja, darüber musste ich auch sehr lachen. :mrgreen:
Neuester Artikel (30.11.): Das Gutmensch-Experiment: Ngana & Klaus

“Don’t go where the path may lead, go instead where there is no path … and leave a trail” - Ralph Waldo Emerson
Benutzeravatar
magico
 
Beiträge: 2094
Registriert: 01.05.2008, 22:23
Wohnort: habe ich

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon anby77 » 06.01.2015, 21:21

realisieren - bedeutet zum Beispiel nicht, dass etwas praktisch umgesetzt wird, sondern ursprünglich bedeutet das Wort, dass etwas zu Geld gemacht wird. - Ich habe meine Idee realisiert, habe sie zu Geld gemacht und verdiene mit ihr.

Naja, das ist doch noch harmlos. Ich habe auch schon gehört, dass "etwas realisieren" wie das englische "to realize" im Sinne von etwas erkennen/begreifen verwendet wird.

Der Abkürzungsfimmel treibt zum Teil auch merkwürdige bis geschmacklose Blüten. Wenn zum Beispiel aus dem Laptop der Läppi wird, kann ich nur ein "sch" anhängen und die Kurzform albern finden. Und dass aus dem Kugelschreiber ein Kuli (also ein übelst ausgebeuteter asiatischer Tagelöhner) wurde, finde ich ziemlich zum Kopfschütteln. Die deutsche Sprache braucht keine Anglizismen um schräg zu werden...
Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.
(Karlheinz Deschner)
anby77
 
Beiträge: 4293
Registriert: 19.12.2007, 19:55
Wohnort: Das schöne Badnerland

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Jacky » 06.01.2015, 22:12

Mein Lieblingsfalschversteherunddeshalbwortdraußmacher ist übrigens schon ziemlich alt, meine Oma hat gerne gesagt:

Mach mir hier keine Fissematentchen (im Sinne von "Hör auf mit dem Blödsinn").

Das stammte aber ursprünglich (ihre eigene Erklärung) aus der Besatzungszeit. Wo die Belagernden Truppen eben in Zelten untergebracht waren und dann zu den Damen sagten "Visite ma tente" (besuch mich in meinem Zelt). Und wenn die Mütter ihren Töchtern das verbieten wollten, dann sollten die eben keine "Fissematentchen" machen :P
"Leckomakolia" hat sie auch öfter gesagt (anstatt "Sche***"), auch hier vermute ich einen "anzüglichen" Hintergrund aus dem Französischen, den wollte sie mir aber nicht erklären :P :oops:

Ich weiß nicht, ob ich das wirklich schlimm finde. Sprache entwickelt sich eben. Die Amerikaner beschweren sich genau wie wir über neu-englische Begriffe (journaling) die es eigentlich gar nicht gibt oder geben sollte. Aber im Endeffekt kann man da doch nichts gegen machen. Also dagegen, dass sich die Sprache eben verändert.
Und darauf wie sie sich verändert Einfluss zu nehmen ... das dürfte ganz schön kompliziert bzw. anstrengend werden. Ich meine, wenn irgendjemand wirklich wüsste, wie das ginge, dann hätte der sicher den Schlüssel zum menschlichen Geist und vor allen Dingen zur (Groß-)Gruppendynamik gefunden.

:2cents:
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!
Benutzeravatar
Jacky
 
Beiträge: 9353
Registriert: 28.02.2007, 13:20
Wohnort: jacky@schreibwerkstatt.de (PNs deaktiviert - noch einen Posteingang schaffe ich nicht ^^;)
Blog: Blog ansehen (50)

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Ketzer » 06.01.2015, 23:09

anby77 hat geschrieben:Naja, das ist doch noch harmlos. Ich habe auch schon gehört, dass "etwas realisieren" wie das englische "to realize" im Sinne von etwas erkennen/begreifen verwendet wird.

Darin sehe ich ehrlich gesagt kein Problem. Ich habe zwar keinen Duden zur Hand, aber einigen Internetseiten zur Folge ist "sich einer Sache bewusst zu werden" durchaus eine Bedeutung von "realisieren".
http://de.wiktionary.org/wiki/realisieren hat geschrieben:Bedeutungen:

[1] einen Plan verwirklichen, in die Tat umsetzen
[2] Wirtschaft: in echten Wert umsetzen
[3] sich einer Sache bewusst werden

http://www.duden.de/rechtschreibung/realisieren hat geschrieben:(in einem Prozess der Bewusstmachung) erkennen, einsehen, begreifen
Ketzer
 
Beiträge: 426
Registriert: 19.09.2010, 20:06

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Sofian » 07.01.2015, 10:21

Realisieren ist ein Paradebeispiel aus der heutigen Zeit, wie sich die Bedeutung von Worten durch äußere Einflüsse verändert. Viele Worte, die wir heute benutzen, haben vor hundert, zweihundert Jahren noch eine gänzlich andere Bedeutung gehabt als wir sie heute kennen, teilweise sogar noch vor 50 Jahren. Das ist nun einmal der Lauf der Dinge, Sprache verändert sich. Und gerade in solchen Fällen, wo noch kein eigenes Wort existiert ("sich einer Sache bewusst werden"), wo man also auf Umschreibungen zurückgreifen muss, da haben solche Neuverwendungen leichtes Spiel und setzen sich eben durch :wink:

Im Übrigen: Bei uns hier in der Gegend ist die ursprüngliche Bedeutung von "realisieren" schon lange abhanden gekommen, vermutlich kennt es außerhalb von wirtschaftlichen Unternehmen keiner mehr und tut es so als Fachterminus ab. Ich kenne es im Grunde nur als "einen Plan verwirklichen" und "sich einer Sache bewusst werden", und dass schon mein Leben lang, das scheint also schon länger so zu gehen :wink:
Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.

Kreativschreibstube.de- Das Forum
Benutzeravatar
Sofian
 
Beiträge: 6972
Registriert: 05.08.2009, 02:10
Wohnort: Herne
Blog: Blog ansehen (27)

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon magico » 07.01.2015, 10:22

Jacky hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob ich das wirklich schlimm finde. Sprache entwickelt sich eben. Die Amerikaner beschweren sich genau wie wir über neu-englische Begriffe (journaling) die es eigentlich gar nicht gibt oder geben sollte.


Logischerweise entwickelt sich die Sprache. Im Mittelalter sprach sicher auch niemand von Glühbirne, Faxgerät oder Thermonuklearsprengkopf.
Mit neuen Erfindungen werden oftmals neue Wörter benötigt. Wer hat vor 30 Jahren das Wort "Browser" benötigt?
Allerdings gibt es viele Wortkreationen, die ebenso vermeidbar gewesen wären. Hier muss ich mal wieder das Wort "Plot" bemühen. Ich finde, dass es mit dem Wort "Handlung" ebenso funktioniert, aber das ist natürlich subjektiv.

Die falsche Interpretation von fremdsprachigen Wörtern, welche eingedeutscht werden, kann auch von einem "falschen Freund" herrühren.
Bspw. das englische "gift" (Geschenk). Ich kann meiner Oma ja mal sagen: Hier, ich habe dir ein gift mitgebracht. (Wenn man an die Mitgift denkt, erschließt es sich aber wieder)
Diese Sache mit dem "falschen Freund" ist wirklich interessant: Falscher Freund

Da fällt mir gerade noch "Wichse" ein, was ursprünglich einfach nur eine Politur (hauptsächlich für Schuhe) war. Somit war Wichsen "Schuheputzen" und ein Wichser der Schuhputzer.
Neuester Artikel (30.11.): Das Gutmensch-Experiment: Ngana & Klaus

“Don’t go where the path may lead, go instead where there is no path … and leave a trail” - Ralph Waldo Emerson
Benutzeravatar
magico
 
Beiträge: 2094
Registriert: 01.05.2008, 22:23
Wohnort: habe ich

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Badabumm » 08.01.2015, 12:58

Allerdings gibt es viele Wortkreationen, die ebenso vermeidbar gewesen wären. Hier muss ich mal wieder das Wort "Plot" bemühen. Ich finde, dass es mit dem Wort "Handlung" ebenso funktioniert, aber das ist natürlich subjektiv.

Meistens lassen sich die Begriffe nicht 1:1 übersetzen, sondern benötigen mehrere deutsche Wörter, um den fremdsprachlichen zu ersetzen. Bei Plot würde ich z.B. nicht zuerst an Handlung denken, weil es einen Plot auch ohne Handlung geben kann. Man kann auch jede Menge Handlung ohne jeglichen Plot schreiben. So ist für mich ein Plot immer eher noch als die Auflösung einer Idee in eine Geschichte zu verstehen.
Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass die angelsächsischen Begriffe kurz und prägnant rüberkommen, in jedem Zusammenhang aber etwas anderes bedeuten und eine Summe von ganz bestimmten Eigenschaften beinhalten. Wenig Worte, aber viele Bedeutungen. Außerdem werden dieselben Begriffe in jeder Branche anders verwendet, man muss also vorher wissen, in welchem Zusammenhang man das Wort verwendet. Es ist also einfacher, einen englischen Begriff zu wählen, weil man damit "alles und nichts" aussagen kann, darf sich allerdings nicht in der Zielgruppe irren.

Badabumm

PS: zu falscher Freund gabs in der Schule dieses Beispiel: Gast zum Ober: "When I become my beafsteak?" und der Ober antwortet: "I hope never, Sir."
.
"Und sowieso wird man Dichter nur durch das Mädchen, das man nicht bekommt."
(Søren Kierkegaard)
Benutzeravatar
Badabumm
 
Beiträge: 1073
Registriert: 06.04.2011, 00:53
Wohnort: oben
Blog: Blog ansehen (13)

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon magico » 08.01.2015, 13:39

Badabumm hat geschrieben:"When I become my beafsteak?" und der Ober antwortet: "I hope never, Sir."


"Become" ist wohl der Klassiker unter den falsch übersetzen Vokabeln. (vielleicht noch "Who" mit "Wo" und "Where" mit "Wer")
Hab' ich sogar mal selbst erlebt, als unser damaliger Toningeneur in einem Club in Rom sagte: "I like to become a compressor."
Neuester Artikel (30.11.): Das Gutmensch-Experiment: Ngana & Klaus

“Don’t go where the path may lead, go instead where there is no path … and leave a trail” - Ralph Waldo Emerson
Benutzeravatar
magico
 
Beiträge: 2094
Registriert: 01.05.2008, 22:23
Wohnort: habe ich

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Jacky » 09.01.2015, 14:29

magico hat geschrieben:Die falsche Interpretation von fremdsprachigen Wörtern, welche eingedeutscht werden, kann auch von einem "falschen Freund" herrühren.
Bspw. das englische "gift" (Geschenk). Ich kann meiner Oma ja mal sagen: Hier, ich habe dir ein gift mitgebracht. (Wenn man an die Mitgift denkt, erschließt es sich aber wieder)
Diese Sache mit dem "falschen Freund" ist wirklich interessant: Falscher Freund

Mein Lieblingsbeispiel: Irgendeine Folge von Enterprise. Sie fliegt auf einen Nebel zu.

Im Orignal
Captain Kirk: What's that mist out there?

In der deutschen übersetzung
Captain Kirk: Was ist das für ein Mist da draußen?

:rofl:

@"vermeidbare" Wortänderungen
Es ist ja nicht so, als ob sich irgendwo ein Sprachwissenschaftler an einen Tisch hockt und isch* überlegt "och da bräuchten wir jetzt mal ein Wort". Es ist ja viel mehr so, dass das einfach so passiert. jemand hat sich verhört, vertan oder etwas klingt einfach nur gut, ist verboten oder macht Spaß *schulterzuck*
    EDIT: Ich denke hier insbesondere an das Wort "Scheiße". Wenn ich das in Gegenwart meiner Oma gesagt hätte, hätte die mir wahrscheinlich den Hintern versohlt. Heute dagegen sagt das jeder Hinz und Kunz zu jeder Gelegenheit und auch ohne Gelegenheit ...

* Hier zum Beispiel hab ich "sich" gemeint, meine Finger waren nur zu schnell und ich hab mich vertippt. Hätte ich es nicht gemerkt und einfach stehen lassen, hätte ein unbedarfter Leser vielleicht geglaubt, das kann man tatsächlich schreiben. Dann hätte er es in der nächsten Unterhaltung übernommen und schwwwupps wäre aus einem bloßen Tippfehler ein "neuer Teil" Sprache entstanden, ohne, dass es irgendwer vor hatte oder rückgängig machen könnte.

@Plot
Da möchte ich mich Badabumm anschließen.

lg
Jacky ;)
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!
Benutzeravatar
Jacky
 
Beiträge: 9353
Registriert: 28.02.2007, 13:20
Wohnort: jacky@schreibwerkstatt.de (PNs deaktiviert - noch einen Posteingang schaffe ich nicht ^^;)
Blog: Blog ansehen (50)

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon magico » 09.01.2015, 14:49

Jacky hat geschrieben:@Plot Da möchte ich mich Badabumm anschließen.


Gut, überzeugt.

Aber nehmen wir mal die tolle Wortkreation "Facility Management" bzw. "Facility Manager", für Gebäudereinigung/-verwaltung bzw. Putzpersonal/Hausverwalter/Hausmeister.
Weil die eigentliche Berufsbezeichnung nicht nobel genug klingt, wird mal schnell ein Manager draus.

Hier gibt's noch ein paar weitere, aber weniger gebräuchliche Fälle: Skurrile Berufsbezeichnungen

Jacky hat geschrieben:Mein Lieblingsbeispiel: Irgendeine Folge von Enterprise. Sie fliegt auf einen Nebel zu.

Im Orignal
Captain Kirk: What's that mist out there?

In der deutschen übersetzung
Captain Kirk: Was ist das für ein Mist da draußen?


:lol: :2thumbs:
Neuester Artikel (30.11.): Das Gutmensch-Experiment: Ngana & Klaus

“Don’t go where the path may lead, go instead where there is no path … and leave a trail” - Ralph Waldo Emerson
Benutzeravatar
magico
 
Beiträge: 2094
Registriert: 01.05.2008, 22:23
Wohnort: habe ich

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon 1337Thunder » 10.01.2015, 15:35

Jacky hat geschrieben:Mein Lieblingsbeispiel: Irgendeine Folge von Enterprise. Sie fliegt auf einen Nebel zu.

Im Orignal
Captain Kirk: What's that mist out there?

In der deutschen übersetzung
Captain Kirk: Was ist das für ein Mist da draußen?

:rofl:

Schlechte Synchronisationen erlebt man leider viel zu oft :( The Big Bang Theory z.B. Sheldon erklärt Schere, Stein, Papier, Exe, Spock...

Original: "Stone crushes scissors"
Deutsch: "Stein schleift Schere"

... :roll: da sprich allein schon die Logik des Spiels dagegen ...
Allergikerhinweis: Beitrag ist laktose- und glutenfrei. Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Spam enthalten.
1337Thunder
 
Beiträge: 24
Registriert: 05.01.2015, 01:03
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Tücken der Sprache

Beitragvon Sofian » 10.01.2015, 15:45

"etwas schleifen" bedeutet aber nicht nur, etwas zu schärfen, sondern vor allem und eigentlich, etwas bis auf das Fundament gewaltsam niederzureißen. So schlecht ist die Übersetzung dann doch nicht :wink: Unglücklich ob des Zusammenhangs von "schleifen" und "Scheren", aber nicht unkorrekt. :wink:
Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.

Kreativschreibstube.de- Das Forum
Benutzeravatar
Sofian
 
Beiträge: 6972
Registriert: 05.08.2009, 02:10
Wohnort: Herne
Blog: Blog ansehen (27)

VorherigeNächste

Zurück zu Schreibwerkstatt-Café

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste