Verlag Torsten Low: Bookboy [01.10.2015]

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Verlag Torsten Low: Bookboy [01.10.2015]

Beitragvon treogen » 22.05.2015, 06:37

Zur Ausschreibung im Verlag: Ausschreibungen im Verlag Torsten Low

Eine kleine Stadt, umgeben von sanften Bergen, denen ein Fluss entspringt und sich durch den Ort schlängelt. Drumherum Wälder und verborgene Seen, einige einsame Hütten. Wanderwege und Trampelpfade.
Der Kern der Stadt ist alt. Historische Gebäude mit aufwendig restaurierten Fassaden werden von Straßen und engen, verwinkelten Gassen aus Kopfsteinpflaster umsponnen. Efeu und Wein rankt an alten Ziegeln. Putzige Erkerfenster blicken dem aufziehenden Herbst im Jahr 2017 entgegen. Rote und gelbe Blätter wehen umher, erheben sich getragen vom Wind und fliegen durch die Stadt. Weg vom ihrem ehrwürdigen, alten Teil, hin zu den glänzenden Einkaufsstraßen, mit exklusiven Klamottenläden, gemütlichen Cafés und teuren Restaurants. Zwischen ersten, dunklen Herbstwolken strahlt die Sonne mit letzter Kraft. Sie beleuchtet die Sozialwohnungen am Rand der Stadt, wo graue Wege an grauen Mauern entlangführen. Armut, Dreck, Drogen. Jene, die hier wohnen, sieht man nur selten auf dem Marktplatz, mit dem schönen sprudelnden Brunnen oder bei den glänzenden Bürogebäuden, die sich stolz erheben.

Kleine Häuser, große schäbige Wohnblöcke, hübsche Schrebergärten, urige Kneipen, Pappkartonburgen auf schmuddeligen Hinterhöfen, Kellerlöcher, elegante Villen, … der Bookboy kennt sie alle.

In einer winzigen Gasse im alten Teil der Stadt liegt die Buchhandlung „Leseratte“.
Betrieben wird sie von Berthold Flieder, einem siebzigjährigen, gutmütigem Bücherliebhaber. Er ist ein liebenswerter Zeitgenosse, auch wenn ihn das Alter und die zahllosen Geschichten, die ihn umgeben und die er gelesen hat, etwas wunderlich haben werden lassen. Und dann erst die zahllosen kleinen Gebrechen – das Zwicken und Zwacken, die Augen und Ohren, die nicht mehr recht wollen. Der Rücken, die Hüfte, … Er kann nicht mehr wie früher, erzählt Berthold, doch sobald man den kleinen Laden verlassen hat, erscheint ein amüsiertes Schmunzeln auf seinem Gesicht, wie man es von Kindern kennt, die aufgebracht ihre verklebten Hände präsentieren und darauf bestehen, dass sie ganz sicher nicht vom Kuchenteig genascht haben.
Sein Enkel Fabius Flieder – der Bookboy – hat sich, nach dem spurlosen Verschwinden seiner Eltern vor vielen Jahren, mit den kauzigen Marotten des Alten arrangiert und hilft so gut er kann in der „Leseratte“. Während sein Großvater sich allen Belangen innerhalb des Ladengeschäfts verschrieben hat, von Bestellungen neuer Auslegeware, über die Schaufenstergestaltung, bis zur leidigen Buchhaltung, ist Fabius bei vielen Bürgern der Stadt als der „Bookboy“ bekannt – der radelnde Bücherbote der „Leseratte“.
Er ist ein freundlicher, zurückhaltender, junger Mann. Etwas schüchtern, besonders im Umgang mit Frauen. Ein Träumer, den es immer wieder in Abenteuer und phantastische Welten zieht, die zwischen so vielen Buchseiten verborgen ruhen.
Doch an diesem einen Tag im Herbst 2017 ist ihm keine Zeit zum Lesen vergönnt. Buchbestellungen häufen sich, ständig klingelt das altmodische Ladentelefon - auf den unterschiedlichsten, und teilweise recht merkwürdigen, Wegen erreicht die „Leseratte“ ein Buchwunsch nach dem anderen. Und es endet nicht, als die Sonne versinkt und nur noch kaltes Mondlicht durch die Straßen sickert ...
Märchen sind gefragt, Liebesgeschichten, dubiose Ratgeber, Thriller, deren Titel bereits eine Gänsehaut erzeugen, Gedichtbände, Kochbücher, edle Hardcover-Ausgaben und Groschenheftromane. Bekannte Bücher und Titel, von denen er noch nie etwas gehört hat.
Der Bookboy macht sich auf den Weg – ein 24-Stunden-Arbeitstag – und er ahnt nicht, welch wundersame, grauenvolle und gänzlich überraschende Momente ihn erwarten.

Zusammen mit dem Verlag Torsten Low suchen Ann-Kathrin Karschnick und Torsten Exter Geschichten, die besagten einen Tag im Leben des Bookboys erzählen.

Schreiben Sie die Geschichte einer (!) Bücherauslieferung, gleich ob sie am Tag oder in der Nacht spielt. Um einen 24-stündigen Arbeitstag zu gewährleisten, sollten die Ereignisse jeder Auslieferung einen Zeitraum von einer Stunde nicht überschreiten.
Dem Bookboy dürfen hierbei alle erdenklichen und unmöglichen Dinge widerfahren, aber lassen Sie ihn am Leben.

Die Bookboy-Anthologie soll keine Publikation sein, in der die Kurzgeschichten abgeschlossen nebeneinanderstehen. Wir wünschen uns eine Anthologie, deren Geschichten ineinandergreifen. Ein Tag im Leben des Bookboys, der aus vielen Kurzgeschichten besteht und zu einem Gesamtwerk wird.
Um dieses umsetzen zu können, ist es unbedingt nötig, dass Sie als Autor bereit sind, an einem intensiven Lektorat mitzuwirken.
Was dem Bookboy in Geschichten widerfährt, die vor Ihrer angesiedelt sein werden, wird Auswirkungen auf Ihre Geschichten haben! Nicht in inhaltlicher Form, aber höchstwahrscheinlich in Bezug auf das Gefühlsleben von Fabius Flieder. Stellen Sie sich darauf ein, dass er depressiv, fröhlich, überschwänglich, am Boden zerstört sein wird. Dass ihm ein Auge fehlt, er keinen Schatten mehr hat, oder Großmütter eine panische Angst in ihm auslösen.
Dennoch möchten wir auch Ihren Fabian Flieder kennenlernen! Verleihen Sie dem schüchternen, verträumten, jungen Mann Charakter. Scheuen Sie sich nicht vor Ecken, Kanten und Tiefe.
Tauchen Sie ein in die „Stadt“, ihre Winkel und Gassen. Schweifen Sie über Plätze und Hinterhöfe, durchforsten Sie schimmelige Keller und staubige Dachböden. Denn dort warten sie. Die Buchbesteller, mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Träumen, seien sie grotesk oder wundervoll.

Allgemeine Bedingungen:
Die Geschichten müssen hauptsächlich dem Genre Phantastik zugehören.
Jeder Autor darf zwei Geschichten einreichen.
Pornografische oder Gewalt verherrlichende Texte werden von der Teilnahme ausgeschlossen.
Die Einsendungen dürfen bisher weder als Print, noch online veröffentlicht worden sein.
Der eingesandte Beitrag muss selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen.

Formale Bedingungen:
Die Geschichten dürfen eine maximale Länge von 25.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen laut Word-Zählung) aufweisen.
Die Einsendungen müssen in einheitlicher Rechtschreibung verfasst sein (alte oder neue) und als .doc (MS Word) oder .rtf (Rich Text Format) gespeichert sein.
Verwendung von nur einer Schriftart und Schriftgröße innerhalb des Textes. Kursive Formatierung innerhalb des Textes ist jedoch zulässig.
Sendet uns bitte ebenfalls eine Kurzbiographie sowie eure Kontaktdaten (Realname, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail).

Einsendung bis zum 01.10.2015 an: leseratte.storyservice@gmail.com
Anfragen und Rückfragen zum Ausschreibungstext beantworten wir ebenfalls unter dieser E-Mail-Adresse.

Honorar:
Sowohl die Teilnahme an der Ausschreibung als auch die Veröffentlichung in der Anthologie sind kostenlos. Auch sonst entstehen keinerlei Verpflichtungen. Es wird für jedes verkaufte Buch ein Gesamthonorar von 5 % vom Verkaufspreis ausgezahlt. Dieses Honorar wird nach einem Seitenschlüssel auf alle veröffentlichten Autoren aufgeteilt.
Des Weiteren erhält jeder angenommene Autor ein Freiexemplar und kann weitere Exemplare der Anthologie zum Autorenrabatt erwerben (30% Rabatt auf den Einkaufspreis).
Der Autor ist weder zur Abnahme von Büchern noch zur Vermarktung verpflichtet.

Rechtliches:
Mit Einreichung seiner Geschichte erklärt sich der Teilnehmer mit den Bedingungen dieser Ausschreibung in allen Punkten einverstanden. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Kriterium für eine Veröffentlichung ist die Qualität des Textes. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Einmalig in der Phantastik-Szene - Der Verlag wurde 7 Mal in Folge für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.
1. Platz: 2015 / 2011
2. Platz: 2014 / 2012 / 2010
4. Platz: 2013 / 2009

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Re: Verlag Torsten Low: Bookboy [01.10.2015]

Beitragvon Alys » 27.05.2015, 09:26

Ich finde dieses Gesamtkunstwerk eine ganz tolle Idee! Gerade, dass man später im Zuge des Lektorats seine eigene Geschichte nochmal gründlich überarbeiten muss, um sie an vorangegangene Geschichten anzupassen... das klingt sehr spannend.

Und dazu gleich mal eine praktische Frage: sollten die Geschichten in einer einheitlichen Zeitform geschrieben sein? Und wenn ja - welche?

Die meisten schreiben ja im Imperfekt, manche bevorzugen gerade für Kurzgeschichten aber auch Präsens, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Diese ginge dann u.U. verloren, wenn man die Geschichte im Zuge des Angleichens an das Gesamtwerk ins Imperfekt umschreiben würde.
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Re: Verlag Torsten Low: Bookboy [01.10.2015]

Beitragvon treogen » 27.05.2015, 21:39

Alys hat geschrieben:Und dazu gleich mal eine praktische Frage: sollten die Geschichten in einer einheitlichen Zeitform geschrieben sein? Und wenn ja - welche?


Keine Vorgabe bezüglich Zeitform oder Perspektive.
Gerade Anthos leben durch die unterschiedlichen Stile und Vorlieben.-

Ich wünsche Dir viel Erfolg.
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Re: Verlag Torsten Low: Bookboy [01.10.2015]

Beitragvon Alys » 28.05.2015, 15:23

Danke, sowohl für die guten Wünsche als auch die schnelle Antwort.
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