verschiedene Klimazonen

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verschiedene Klimazonen

Beitragvon Lirael » 17.06.2015, 13:06

Hallo :)

Ich hätte da nochmal eine Logikfrage an euch.

Und zwar soll es in meinem Roman verschiedene Klimazonen geben. Aber nicht von Eiskalt bis super heiß sondern eher so eine Mischung aus Wüste, Steppe und dem Klima was man in Länder wie zB der Türkei vorfinden kann.

Auch wenn es sich um einen Fantasy Roman handelt möchte ich dennoch, dass das Ganze Sinn ergibt.

Da ich selbst aber überhaupt keine Ahnung von Erdkunde habe. Wüsste ich jetzt gerne ob das überhaupt alles überhaupt stimmig sein kann...

Während verschiedener Dokumentationen wurde immer am Rand angeschnitten, dass es im australischen Outback eben so ein Klima geben würde.
Mal trockene Steppe, dann Grasland mit vielen Bäumen usw. Leider konnte ich keine Dokumentation finden (Netflix/Amazon) die sich genau mit diesem Thema befasst... :sigh:

Also könnte ein Kontinent Sinn machen auf dem es im Norden ungefähr so wäre wie in der Türkei, und dann zum Süden hin immer mehr Steppe, bis irgendwann die Wüste kommt.

Achja, wenn ich schreibe so wie in der Türkei, dann denke ich dabei nicht an Istanbul, sondern eher einige kleinere Städte in der Nähe von Tourihochburgen. In denen es super warm ist, Katzen rumlaufen und es nicht überall Straßen gibt, stattdessen staubigen Boden. Und immer wieder grüne Flächen die das Land durchziehen.
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon magico » 17.06.2015, 15:49

Hallo Lirael,

Auch wenn es sich um einen Fantasy Roman handelt möchte ich dennoch, dass das Ganze Sinn ergibt.


Sehr löblich. :wink:

Also könnte ein Kontinent Sinn machen auf dem es im Norden ungefähr so wäre wie in der Türkei, und dann zum Süden hin immer mehr Steppe, bis irgendwann die Wüste kommt.


Natürlich. Wenn es sich nur um einen Kontinent handelt, wieso sollte das nicht möglich sein? Siehe Afrika ...

Achja, wenn ich schreibe so wie in der Türkei, dann denke ich dabei nicht an Istanbul, sondern eher einige kleinere Städte in der Nähe von Tourihochburgen. In denen es super warm ist, Katzen rumlaufen und es nicht überall Straßen gibt, stattdessen staubigen Boden. Und immer wieder grüne Flächen die das Land durchziehen.


Ich würde mal sagen, du meinst subtropisches (oder wie wir bei der Türkei sagen würden, mediterranes) Klima.


Ich kenne den Aufbau deiner Welt nicht, aber wenn es sich durch Lage und Zentralgestirn (Sonne) nicht plausibel erklären ließe, könntest du immer noch spezielle Landschaftsformen oder Geotermale Gebiete einbauen.
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon Lirael » 17.06.2015, 16:13

Danke für deine schnelle Antwort :)

magico hat geschrieben:Natürlich. Wenn es sich nur um einen Kontinent handelt, wieso sollte das nicht möglich sein? Siehe Afrika ...


Das war auch mein erstes Vorbild.
ich weiß nur nicht ob es dann überhaupt im Norden so grün sein kann bzw wie die Übergänge zur Wüste aussehen.
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon Lirael » 17.06.2015, 17:24

Vielleicht macht die Karte ja auch auf dem Kopf mehr Sinn...

Also erst Wüste, dann trockene Steppe, gefolgt von immer grüneren Steppe und anschließend die mediterrane Gegend?
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon paratoxic » 17.06.2015, 17:34

Vielleicht würde es dir helfen, wenn du dich zunächst einmal damit beschäftigst, wie solche Klimazonen überhaupt entstehen. Für die Entstehung von Wüsten gibt es zum Beispiel relativ charakteristische Bedingungen - zum Beispiel könnte das Gebiet in einem Regenschatten liegen, der wiederum durch ein Gebirge bedingt ist, das für gewöhnlich an den Rändern der tektonischen Platten entsteht. Das ist aber auch nur eine Möglichkeit.
Generell wüsste ich auch nicht, was gegen dein Konzept spräche, ich kenne mich mit Geographie aber auch mehr schlecht als recht aus - mein Wissen habe ich auch nur aus meinen eigenen Recherchen zu dem Thema.
Wenn du geographisch möglichst korrekt sein möchtest, würde ich dir also raten, dich über Wikipedia oder so erst einmal zur Entstehung von Wüsten, Steppen, Flüssen usw. zu informieren. Damit würdest du vermutlich die gröbsten Schnitzer schon mal vermeiden.
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon Badabumm » 17.06.2015, 17:58

Klima und Vegetationszonen hängen von irrsinnig vielen Faktoren ab. Es dürfte in Europa auch nicht dieses Klima geben, wenn wir den Golfstrom nicht hätten. Es ist wichtig, ob Gebirge in Ost-West- oder in Nord-Süd-Richtung verlaufen, z.B. ist der Ostharz viel trockener, weil der Regen schon im Westharz abgeregnet ist. Usw. usw. Du kannst in Deinem Roman durchaus eine solche Landschaft beschreiben. Grundsätzlich gilt: je weiter Du ins Landesinnere vorstößt, desto trockener und extremer sind die Wetter- und Klimaverhältnisse. Die Feuchtigkeit, die aus den Ozeanen aufsteigt, kommt einfach nicht bis hierher. Die Gestaltung der Jahreszeiten hängt von der Erdrotationsachse und vom Lichteinfall der Sonne ab. Gäbe es diese "Eierbewegung" nicht, hätten wir weder Jahreszeiten noch Klimazonen. Dein Planet muss also ein bisschen erdähnlich pendeln. Sonst hättest Du auf einer Seite konstant 300° und auf der anderen -170°. Wenn Du einen verhältnismäßig großen Kontinent wählst, hast Du im Inneren durchaus trockene und halbtrockene Zonen, wie Du sie wünschst. Viele kleinere Inseln, verstreut in einem warmen Ozean, haben wieder ein anderes Klima. Aber auch hier gilt: es gibt eine vorherrschende Windrichtung - abhängig vom Breitengrad, von der Corioliskraft, von Ozeanströmungen - und damit eine vorherrschende Regenrichtung. Steht ein Berg im Weg, regnet es dort ab und dahinter ist es trocken. Fließt ein Fluss nun ausgrechnet in das Trockengebiet ab, kann es dort auch tropischen Urwald geben, weil reichlich Süßwasser vorhanden ist. Dieser Fluss kann auch auf halbem Wege versickern (weil dort Kalkgestein ist) und plötzlich ist Wüste angesagt. Wie Du siehst, ist alles von geografischen Situationen abhängig. Pauschal kann man also nicht sagen, ob "was geht" oder nicht. Möglich ist (fast) alles.

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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon Lirael » 17.06.2015, 18:09

paratoxic hat geschrieben:Vielleicht würde es dir helfen, wenn du dich zunächst einmal damit beschäftigst, wie solche Klimazonen überhaupt entstehen. Für die Entstehung von Wüsten gibt es zum Beispiel relativ charakteristische Bedingungen - zum Beispiel könnte das Gebiet in einem Regenschatten liegen, der wiederum durch ein Gebirge bedingt ist, das für gewöhnlich an den Rändern der tektonischen Platten entsteht. Das ist aber auch nur eine Möglichkeit.
Generell wüsste ich auch nicht, was gegen dein Konzept spräche, ich kenne mich mit Geographie aber auch mehr schlecht als recht aus - mein Wissen habe ich auch nur aus meinen eigenen Recherchen zu dem Thema.
Wenn du geographisch möglichst korrekt sein möchtest, würde ich dir also raten, dich über Wikipedia oder so erst einmal zur Entstehung von Wüsten, Steppen, Flüssen usw. zu informieren. Damit würdest du vermutlich die gröbsten Schnitzer schon mal vermeiden.


Leider wird in solchen Dokumentationen nicht viel über die Entstehung erzählt :(

Badabumm hat geschrieben: Wenn Du einen verhältnismäßig großen Kontinent wählst, hast Du im Inneren durchaus trockene und halbtrockene Zonen, wie Du sie wünschst. Viele kleinere Inseln, verstreut in einem warmen Ozean, haben wieder ein anderes Klima. Aber auch hier gilt: es gibt eine vorherrschende Windrichtung - abhängig vom Breitengrad, von der Corioliskraft, von Ozeanströmungen - und damit eine vorherrschende Regenrichtung. Steht ein Berg im Weg, regnet es dort ab und dahinter ist es trocken. Fließt ein Fluss nun ausgrechnet in das Trockengebiet ab, kann es dort auch tropischen Urwald geben, weil reichlich Süßwasser vorhanden ist. Dieser Fluss kann auch auf halbem Wege versickern (weil dort Kalkgestein ist) und plötzlich ist Wüste angesagt. Wie Du siehst, ist alles von geografischen Situationen abhängig. Pauschal kann man also nicht sagen, ob "was geht" oder nicht. Möglich ist (fast) alles.


Danke :D
Damit kann ich schon mal grob planen^^

Nachtrag:

Ich hab jetzt noch eine Doku gefunden (Unbekanntes Afrika)
Dort wurde gesagt, dass sich die Erdachse nur ein wenig gekrümmt / die Bahn nur ein wenig verändert hat und aus der fruchtbaren Savanne wurde die Sahara oO


Ich bin mir zwar immer noch nicht ganz sicher. Aber ich denke mal dass im Norden jetzt die Wüste ist mit einem kleinen Stück Savanne. Südlich davon Steppe und ganz im Süden der mediterrane Teil.


Falls das jedoch jemanden aufstoßen lassen sollte :lol: weil es doch keinen Sinn machen sollte, bitte bescheid sagen :D
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon Padrion » 24.06.2015, 12:30

Lirael hat geschrieben:Also könnte ein Kontinent Sinn machen auf dem es im Norden ungefähr so wäre wie in der Türkei, und dann zum Süden hin immer mehr Steppe, bis irgendwann die Wüste kommt.


So ein Kontinent würde schon Sinn machen, man bräuchte ja nur das Mittelmeer zwischen Türkei und Afrika trocken legen, dann hätte man einen solchen Kontinent :wink:

Solange die Klimazonen in einer logischen Reihenfolge von Nord- nach Süd aufeinanderfolgen, kann man wenig falsch machen. Oft sind sie in Fantasy-Welten dichter zusammen, als in Wirklichkeit, damit die Protagonisten nicht monatelang reisen müssen, daran stören sich aber nur die wenigsten.

Etwas schwieriger wird es, wenn Klimazonen unmittelbar, also ohne Zwischenstufen oder auch in Ost-Westrichtung aufeinanderfolgen sollen. Hier bieten sich Bergketten als Trennlinien an. Beispielsweise ist die australische Ostküste sehr fruchtbar, weil sich die feuchte Pazifikluft an der Great Dividing Range abregnet (die mit ca. 1500 m gar nicht mal so hoch ist), während das Landesinnere eine ziemlich trockene Wüste ist. Höhenunterschiede können ebenfalls große Temperaturunterschiede mit sich bringen. Die Region um Cairns in Nordaustralien ist von tropischen Regenwäldern bedeckt, aber gerade mal 50 km weiter südwestlich liegen die Atherton Tablelands, die von Klima und Landschaft eher den deutschen Mittelgebirgen entsprechen und das nur, weil sie 500-1000 Meter höher liegen. Nochmal 50 km weiter und man steht in der Savanne. Man hat also einiges an Möglichkeiten.

Zum Thema Erde und Klima gibt es auch eine Menge Sachbücher, falls größeres Interesse besteht. Habe aber selbst kein aktuelles und kann daher auch keins empfehlen, das noch lieferbar wäre.
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Re: verschiedene Klimazonen

Beitragvon Winterherz » 03.07.2015, 19:20

Hi,

klasse! =)

Auch wenn es sich um einen Fantasy Roman handelt möchte ich dennoch, dass das Ganze Sinn ergibt.


Dieser Art bin ich auch sehr bestrebt. =) Super finde ich auch wenn man sich informiert, und das bevor man Fragen stellt. ;) An dieser Stelle muss ich mal eben loswerden, was mich hier schon viele Male gestört hat...

Wenn man ein Buch schreibt, und ganz besonders wenn man es auf wissenschaftliche Richtigkeit anlegt, dann kommt man niemals darum herum, sich selbst zu informieren, zu belesen, den Gegenstand des Schreibens auch ein Stück weit zu erlernen. Man muss sich die Materie aneignen.

Ich habe hier schon viele Beiträge verfassen wollen, aber sie nach 3-5 Seiten weggelegt - ganz einfach weil es kaum machbar ist, komplexes Wissen auf wenige Seite zu bannen, um sie dann abzugeben an User, die vllt. gar keine Lust haben sich selbst mit der Dingen vertraut zu machen.

Recherche benötigt zuweilen viele viele Stunden, dazu muss man einfach den Willen besitzen. Als Beispiel: Frank Schätzing hat für seinen Roman LIMIT viele offizielle und fachliche Quellen bzw. Ansprechparter gehabt, in Forschungsinstituten, Raumfahrtinsitutionen, Kanzleien (auch Raumfahrt unterliegt Gesetzbüchern), usw.
Aber das ist Recherche der Superlative.

In vielen Fällen reichen Wikipedia oder ähnliche Seiten.

Wichtig: Ich denke nicht, das sich TV-Dokus oder ähnliches Filmmaterial als Recherche eignen.! Das Beste liegt am nächsten: Lesen. Nur fachlich fundierte Texte vermitteln auch ein fachliches Wissen.
Videos/Filme sind zu kurz gefasst, um mehr als schlichte Grundlagen zu vermitteln. Oft auch ohne Erklärung.


Viele haben das Wichtigste bereits genannt. Ich will das auch nochmal etwas aufarbeiten.

> Absolut wichtig für die Jahreszeiten ist die Erdneigung! Klimazonen entstehen durch die Erdkrümmung! und die darum zu den Polen hin verminderte Sonneneinstrahlung.
> Kontientales und regionales Klima entsteht dann durch geographische Gegebenheiten, wie bspw. Gebirge und Meere sowie deren Lage, aber auch durch die Größe und Form der Kontinente.
> Im Zusammenspiel mit der Erdneigung/Jahreszeiten entsteht dann ein sehr kompliziertes und vielfältiges Klima, mit vielen verschiedenen Landschaften, mit eigener Fauna & Flora. (Gilt auch fürs Meer.)

>> Daraus resultiert, das ein erdähnlicher Planet auch gleiche Klimazonen und ggf ähnliche Jahrezeiten aufweist.
- Ein weisteres Schema wäre ein Planet, dessen Achse nicht senkrecht-schräg steht, sondern waagrecht-schräg. Die Polkappen wären dann seitlich in der Umlaufbahn, also gewissermaßen am Äquator.
Da sich Plantendrehung und Sonnenumlauf damit anders zueinander verhalten, entstünde auch ein anderes, vllt extremeres Klima. (Art und Richtung der Windgürtel und damit des Wetters)
- ein weiterer Faktor sind Meeresströmungen (bspw. Golfstrom), die sich in ähnlicher Weise bilden/verhalten.
- Aus dieser Kombination ergeben sich auch verschiedene Vegetationszonen (für ein Buch ggf interessanter).

>> Ein verwandter Thread, in den ich (noch) nicht geschrieben habe, stellt die Frage nach dem Mond und den Gezeiten. Auch das ist ein höchst komplexes Thema. Der Mondumlauf (der ebenfalls waagrecht wie senkrecht sein kann, sowie die Richtung des Umlaufs (mit/gegen die Drehung) haben großen Einfluss auf den Planten und auch auf sein Klima und sein Wetter.


Noch ein paar Ansätze / Beipiel Amazonas:

>> Staub/Sand, der aus der extrem trockenen Sahara aufsteigt, wird durch die Atmosphäre getragen (Windgürtel) und regenet über dem Amazonas-Regenwad ab. Dieser Staub/Sand düngt den Regelwald seit Jahrtausenden und ist ein erheblicher Faktor, kontinentalüberreifend, global.
Regenwaldboden ist, da der Wald i.d.R. immergrün ist, sehr dünn und sehr nährstoffarm. (daher erodiert Regelwaldkrume nach dem Abholzen sehr schnell. Nur Brandrohdung ermöglich eine zeitlich begrenzte Düngung und damit landwirtschaftliche Nutzung.

Als weiterer Faktor kommt der Amazonas bzw. das Flüssenetz hinzu, das sehr viel Sediment und damit Mineralien aus den Anden in die Ebene spült.(Es gibt auch nährstoffreiche Regenwaldböden, in Asien vor allem)
(einfach google auf, Stichwort rein, ein paar Ergebnisse durchforsten, Zeit muss man sich nehmen dazu. Dieses z.B. http://www.faszination-regenwald.de/info-center/oekosystem/humus.htm)

Vmtl. entsteht der Regenwald am Amazonas nur, weil die Anden eine Austrockung des Kontinents (ähnlich der Sahara) verhindern.
Das klingt paradox, liegt aber an den Richtungen von Wind- und Druckgürteln. Zudem entsteht viel Amazonas-Niederschlag durch Verdunstung, die Gebirgskette verhindert ein Abtrieb der feuchten Luftmasse und führt das Wasser in den Flüssen zurück.

Würde man die Sahara vollständig bewässern und begrünen, so würde der "Faktor Staub" wegfallen - vmtl. stark zu Lasten des südamerikanischen Regenwaldes und seiner Nährstoffzufuhr. Klima ist ein sehr komplexes System, das wir erst langsam verstehen.


Beispiele Wüsten

> Wüsten entstehen im Kern der Kontinente, weil die die Wolken vom Meer dort nicht mehr hingelangen (gilt auch nur bedingt). Beispiel wären die Wüste Gobi.
> Wüsten können aber auch recht nah am Meer, aber im "Windgürtel-Schatten" von Gebirgen liegen. Diese halten den Luftstom (gegenläufiger Windgürtel) und damit auch die Feuchtigkeit/Wolken ab. Beispiel wäre Death-Valley in den USA.
> Wüsten können aber auch vom Meer umschlossen sein, wie die Sahara oder Australische Wüsten.
Wenn ich es noch recht weis, ist die Ursache hier, das es zu keiner Abkühlung des Kontinentalplatte und dessen Atmosphäre kommt, und damit auch nicht zum Niederschlag. Die feuchte Lust (... lol, Luft natürlich, was mach ich den ^^) zieht einfach "vorbei".
> Zu den Wüsten zählen auch die Eiswüsten. Im weiteren Sinne entsteht eine Wüste nicht durch Abwesenheit von Wasser, nur indirekt. Eine Wüste ist auch kein "totes" Land, eher selten.
> Ggf. kann eine Verwüstung künstlich entstehen, etwas durch Abholzung von Wäldern.

> Auch die Entstehung von (Ur-)Wäldern unterliegen verschiedenen Faktoren, wie alle Vegetations- und Klimazonen. Eine große Rolle spielen auch Flüsse, große Seen, Binnenmeere.
> Gebirge besitzen soweit ich weis ein eigenes Klima, und beeinflussen das Klima um sich maßgeblich.


Ich habe mich auch schon oft damit beschäftigt, eine klimatisch korrekte Fantasykarte zu entwerfen. Ich denke das ist nur im groben möglich, wenn es keine Doktorarbeit werden soll. Wenn man eine Karte entwirft, gibt es zu viele Faktoren um sicher zu sagen, wie das Klima und die Landschaft im Detail wären.

Letztlich wären sie den bekannten Verhältnissen so gut wie gleich, nur eben an die Formen der Kontinente und Meere angepasst. Ich glaube zu viel Realismus ist hier kontraproduktiv.

Eine Lösung die sich vllt anbietet: Der Fantasy(Welt-)Karte realer Karten zu Klima, Wind, Wetter und Vegatation überstülpen (werde ich selbst versuchen), und dann den erdachten Meeren und Gebirgen nach anpassen. Vllt ist das Ergebnis gut genug. Ein gutes Grundwissen ist dazu aber dennoch nötig.

Viel meines Wissens habe ich mir aber über Jahre hinweg angeeignet, weil mich Naturwissenschaften und Umwelt sehr interessieren, für Beiträge wie diese prüfe ich mein Wissen dann aber auch mal nach - oder lerne was dazu.


Mediteranes Klima
...ist ein Fall für sich. Ich habe dazu etwas recherchiert...

Erklärung der klimatischen Erscheinungen: Im Sommer liegt der Mittelmeerraum im Einflussbereich eines umfangreichen Hochdruckgebietes, das nur wenige Niederschläge zur Folge hat. Dieses Hoch verschiebt sich im Laufe des Frühjahrs von Nordafrika bis ins Mittelmeergebiet, da sich mit der ITC auch die Windgürtel nach Norden verschieben. Mit der Südwanderung der ITC verschieben sich die Windgürtel wieder nach Süden, so dass das Mittelmeergebiet am Ende des Sommers wieder unter den Einfluss des Westwindgürtels gerät, in dem Westwinde überwiegen, die feuchte Meeresluft vom Atlantik in diesen Raum tragen. Erst im Verlauf des nächsten Frühjahrs verlagert sich der Westwindgürtel wieder so weit nach Norden, dass er den Mittelmeerraum nicht mehr beeinflusst.

Quelle: http://www.hh.schule.de/abg-stgeorg/BS_AG/Erdkunde/Klima/Mittelmeerklima.htm
ITC = Innertropische Konvergenzzone: https://de.wikipedia.org/wiki/Innertropische_Konvergenzzone
(10 min. google + lesen) Suche: "Windgürtel Mittelmeer" und "ITC".

Weitere Vermutung: Durch das Fehlen von ausgeprägten Nord-Süd-Gebirgen im Mittelmeerraum zieht die feuchte Luft während des sommerlichen Hochs einfach vorbei, ohne das Mittelmeer gäbe es wohl "Saharawetter".
Faktoren des mediteranen Klimas:

- Erdneigung (veränderte Sonneneinstrahlung) bzw. Jahreszeiten (Wind- und Druckgürtelverlagerung)
- Isolierung/Abspaltung vom nördlichen Klima durch die Alpen und die Pyrenäen, ostlich davon trockenes Kontientalklima
- großer Einfluss vom Subtropischen Klima/Hochdruck-Windgürtel (trockene Hitze)
- Dämpfung der Hitze durch das Mittelmehr (feuchte Luft)?
- Atlantik-Einfluss im Winter, feuchte kalte Luft.
- fehlen von Nord-Süd-Gebirgen erlaubt Abzug der feuchten Luft ohne Niederschläge (sommerlich Richtung Atlantik?)
- usw. (Feinheiten der Windgürtel und besonders der Druckgürtel muss ich selbst nachsehen.)

Sollten mir fachliche Fehler unterlaufen sein, bitte korrigieren. ^^


Ich selbst knabbere gerade daran, herauszufinden ob nördlich des Polarkreises überhaupt Gewitterstürme im Sinne von Superzellen entstehen (können), und wenn, aus welcher Windrichtung sie kämen und welcher Art sie wären. Mglw. geht das allein der Temperaturen wegen nicht - zu kalt.

Wenn alles nichts nützt, muss man sich ein Klima/Wetter erfinden, ich glaube das Unstimmigkeiten im Zusammenhang des Buches nicht wirklich auffallen, und wenn, auch kaum widerlegt werden können.

Ich hoffe das hilft dem einen oder anderen weiter.

Winterherz


EDIT: Zitat von Badabumm:
Die Gestaltung der Jahreszeiten hängt von der Erdrotationsachse und vom Lichteinfall der Sonne ab. Gäbe es diese "Eierbewegung" nicht, hätten wir weder Jahreszeiten noch Klimazonen. Dein Planet muss also ein bisschen erdähnlich pendeln. Sonst hättest Du auf einer Seite konstant 300° und auf der anderen -170°.

Der letzte Teil stimmt nicht, muss ich m.W.n. korrigieren. Klimazonen haben nur im Zusammenhang mit der Erdneigung zu tun. Ohne Neigung fehlen lediglich Jahreszeiten und Kleinklimata wie eben z.B. am Mittelmeer. Die Klimazonen (Tropen, Subtropen, warme/kalte Breiten, Subpolar, Polar) als solche bestehen trotzdem.
+ 300 °C auf der einen, und - 170° C auf der anderen Seite kämen zustande, wenn ein Planet nicht rotiert! Das die vordere Seite nicht verbrennt, und die rückwärtige nicht erfriert, verhindert die Rotation.

Vllt noch etwas - Die Richtung der Rotation kann links- oder rechtsherum sein, der Umlauf eines/mehrerer Monde und dessen (geringe) Rotation ebenfalls, die Umlaufbahn um die Sonne auch.
In welche Richtungen die Bewegungen stattfinden, hängt an der Art und Weise der Entstehung einer Sonne und ihrer Planeten+Monde. Die Sonne kann also auch umgekehrt umlaufen. ^^

Rotationsrichtungen (!) kehren dann auch jeweils die Windgürtel um, und damit auch die Regeln wo sich Wüsten an Gebirgen anlagern, Wälder bilden, usw.

Vllt kann man dann die Verhältnsisse an eine vorhandene Karte anpassen.
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