[Fanty] Virus A 1/2

Die ganze Bandbreite phantastischer Literatur: High Fantasy, Low Fantasy, Urban Fantasy, Dark Fantasy

[Fanty] Virus A 1/2

Beitragvon Winchest » 01.10.2015, 21:24

Hey,

Das ist einer meiner ersten Texte, ich bin noch blutiger Anfänger :D Also fresst mich bitte nicht!


Virus A

Die Welt geht unter und mit ihr die Menschheit. Das ist ein Fakt, so wahr ich Balthasar Curt heiße. Leider werde ich nicht mit einer Roland-Emmerich-filmreifen Kulisse abtreten, nein, der Untergang der Menschheit lauert in unseren eigenen Reihen.
Es sind Aliens.
Scheiße, ja! Aliens! Aber keine freundlichen E.T.s, die nur mal kurz nach Hause telefonieren wollen, oder süße Monster wie bei Lilo und Stitch – schön wärs – sondern irgendwelche schleimigen Monster, die Besitz von fast jedem Menschen auf dem Planeten ergreifen können.
Unser Staatsoberhaupt, dass sich wohlgemerkt als mächtigster Mann der Welt schimpfen lässt, haben sie schon drangekriegt.
Rudolph Leeroy, Präsident der Vereinigten Staaten Amerikas, ist von einem verdammten Alien besessen!
Und damit hat die ganze Party auch eigentlich erst angefangen. Sollten – wohlbemerkt 'sollten' – wir Menschen den ganze Schlamassel wegen unserem unerklärlichem Dusel überleben, werden wir uns in ein paar Jahrzehnten gegenseitig fragen: „Hey! Wo bist eigentlich du gewesen, als Rudolph Leeroy alias Alienboss zu uns gesprochen hat?“
Ich kann die Frage überraschend präzise beantworten: Ich habe geschlafen. In meinem Bett. Jawohl, ich habe den wohl wichtigsten Moment in der Historie des Homo sapiens einfach verpennt. Keine Glanzleistung meinerseits, ich weiß, aber schließlich gibt es das Internet, um sich im Nachhinein ein Video seiner Ansprache anzuschauen.
Außerdem sind die virtuellen Medien keine fünf Minuten nach der Rede praktisch explodiert. Facebook und Instagram haben sich aufgehängt, WhatsApp ist total abgestürzt und Google hat sich ebenfalls mit einem Salut verabschiedet.

„Wir sind hier, um das zurückzuholen, was wir euch gegeben haben. Jahrtausende haben wir eure Entwicklung beobachtet und sind schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass eure Körper und eure Seelen – euer ganzer Planet – reif zur Ernte ist. Wir haben viel in euch investiert. Geduldig haben wir euch verschiedene Sprachen und Kulturen gegeben, Religionen in euren Köpfen geformt, euch vor scheinbar unlösliche Aufgaben gestellt und beobachtet, wie ihr entweder daran gewachsen oder gescheitert seid. Es tut mir beinahe ein wenig Leid, so seid ihr doch das liebste unserer Experimente gewesen, verkünden zu müssen, dass das Projekt Mensch nun vorbei ist.“

Ich erinnere mich an die Worte von Leeroys legendärer Rede, als hätte ich sie erst gestern gehört. Mittlerweile sind seitdem knapp zwei Monate vergangen und die Welt sieht ganz schön beschissen aus. Zumindest soweit ich das beurteilen kann. New Mexico ist schon im Allgemeinen nicht unbedingt dafür bekannt, die höchste Bevölkerungsdichte oder die meisten Shoppingmalls zu haben, aber seit Leeroys Ansprache ist hier noch mehr tote Hose als sonst.
Auf den Straßen lässt sich praktisch niemand mehr blicken, Frauen oder Kinder schon gar nicht. Männer gehen mit ihren Pistolen auf die Highways und versuchen verzweifelt in die nächstgrößeren Städte zu kommen, um Vorräte zu besorgen.
Die meisten kommen nicht zurück und wenn sie es tun, dann sind sie nur noch Wirte für Aliens. Keiner weiß, wie die Aliens aussehen, weil sie noch niemand in ihrer natürlichen Form gesehen hat. Aus dem Grund ist es wahrscheinlich auch so schwer sich vor ihnen zu schützen.
Die Gefahr lauert überall und Kanonen richten bei ihnen ganz offensichtlich keinerlei Schäden an. Die weltweite Waffenindustrie ist ratlos und unsere Politiker sowieso. In den meisten Ländern wurde der Ausnahmezustand verhängt, aber ich frage mich, was das bringen soll. Es wirkt nicht unbedingt so, als würden sich Aliens darum scheren.
Das Ein- sowie Ausreisen wurde verboten, jedes Land kämpft für sich. Halleluja, ich hoffe bloß, dass wir die Ersten sind, die eine wirksame Waffe gegen die Aliens finden, denn ansonsten sind wir, gelinde gesagt, am Arsch.
Allerdings tippe ich eher auf Russland, die haben einfach weniger Skrupel als wir Amerikaner. Ich hoffe allerdings, dass es bald geschieht, denn ehrlich gesagt ist dieser 'aliengeprägte' Alltag extrem öde. Niemand geht mehr in die Schule oder zur Arbeit, alle hocken daheim aufeinander herum und langweilen sich dabei gegenseitig zu Tode.
Ich habe zwei jüngere Schwestern, Maria und Hazel. Sie sind Zwillinge und haben Diabetes Typ 1. Mein Vater ist ausgerückt um ihnen ihr Insulin zu besorgen, das ist jetzt beinahe einen Monat her.
Scherzhaft hat er gemeint, dass diese verdammten Aliens wenigstens zu etwas zu gebrauchen sind: Kostenlose Medikamente, schließlich sitzen auch die ganzen Ärzte machtlos in ihren pompösen Villen fest. Bis jetzt kommen wir noch ganz gut mit unseren Vorräten hin, aber wenn Dad nicht bald zurückkommt weiß ich nicht wie lange es dauern wird bis die beiden dran glauben müssen.
Bis jetzt ist er nicht zurückgekehrt und wenn ich ganz ehrlich bin, dann glaube ich auch nicht mehr daran, dass er irgendwann zurückkommen wird.
Zwei Wochen, sagt das inzwischen tote Internet, danach besteht praktisch keinerlei Hoffnung mehr. Erfahrungsberichte sagen, dass die Menschen danach entweder tot oder besessen sind.
Meine Mutter hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, im Gegenteil, sie betet jeden Tag stundenlang.
Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, wegen ihrem 'Ave Maria' bluten mir schon die Ohren. Warum, und vorallem zu wem, sie überhaupt noch betet, übersteigt meinen Horizont ehrlicherweise, ich meine, hey – die Fronten sind klar gesteckt, alle Karten liegen auf dem Tisch. Wir Menschen sind kein Produkt Gottes grenzenloser Liebe, nein, wir sind in irgendeinem Alienlabor zusammengepanscht worden. Es gibt keinen Gott, der seine Engelssheriffe aussendet um uns zu helfen. Auf der einen Seite ist dieses Wissen fast ein wenig angsteinflößend, aber auf der anderen Seite auch beruhigend, weil nach dem eigenen Abtreten kein Mann mit weißem Bart an der Himmelspforte steht und entscheidet ob man ins Paradies kommt oder doch eher die Höllenfahrt auf einen wartet.

An unserer Haustüre klopft es und ich reagiere nicht. Es ist keine Seltenheit das Leute anklopfen, meistens wollen sie etwas zu essen oder einen Platz zum Schlafen. Ich mache nie auf. Jeder kämpft für sich alleine und für die eigene Familie, die Zeiten sind hart genug.
Doch dieses Mal ist etwas anders.
„Balthasar! Bitte, mach die Tür' auf! Bitte!!“
Ich kenne die Stimme seitdem ich ein kleiner Junge bin und sie nun so angstvoll zu hören, schickt mir jetzt eine eiskalte Gänsehaut über den Rücken.
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Re: Virus A 1/2

Beitragvon Ikna » 02.10.2015, 13:38

Also ich mache mal den Anfang. Was du nun hörst ist auch nicht die Meinung eines Pro's, da ich selber neu bin auf dieser Seite! ;)

Es ist allerdings die ehrliche Meinung, eines passionierten Schreibers und Lesers, der langweilige Texte schnell beginnt zu überfliegen und bei deinem recht gut am Ball geblieben ist...

Ich denke ausschlaggebend ist dieser Anfang:

Die Welt geht unter und mit ihr die Menschheit. Das ist ein Fakt, so wahr ich Balthasar Curt heiße. Leider werde ich nicht mit einer Roland-Emmerich-filmreifen Kulisse abtreten, nein, der Untergang der Menschheit lauert in unseren eigenen Reihen.
Es sind Aliens.
Scheiße, ja! Aliens! Aber keine freundlichen E.T.s, die nur mal kurz nach Hause telefonieren wollen, oder süße Monster wie bei Lilo und Stitch


Schreib lieber etwas wie: "Lilo's kleiner Alienkumpel Stitch"... Oder lass dir ein anderes Wort einfallen.
"wie bei Lilo und Stitch" ist schon eine harte Ansage als Erzähler... Wenn du in diesem Satz als authentischer Ich-Erzähler in der Umgangssprache bleiben willst ist das völlig okay, dennoch solltest du bedenken, dass du immer noch eine Erzähler bist. Dein Leser wird gekonnte stilistische Anwendung von Umgangssprache schätzen jedoch keine sprachlichen Mangel!

Ich mag allerdings sehr deine Art, die Spannung zu nehmen und gleich mal ein paar Dinge vorweg klar zu stellen. Auch, dass dein Held sich in einem Nebensatz vorstellt erscheint mir authentisch.
Warum es jedoch Fantasy ist, muss dem Fantasy-Leser noch im Verlauf der Geschichte deutlicher gemacht werden, im Moment klingt es mehr nach Science-Fiction, was nicht schlecht ist: Sollte es dir gelingen eine authentische moderne Fantasywelt zu beschreiben, dann könnte aus dem ganzen etwas gutes werden.

Ich stelle mir den Charakter bei diesen ersten Sätzen auch gleich wie einen Menschen vor, der eben kein Blatt vor den Mund nimmt, was ihn zu einen sehr ironischen oder sogar zynischen Charakter machen könnte und somit auf seine schonungslos ehrliche Weise zu einem sehr Sympathischen Rebellen. Generell ist die der Charakter des ich-erzählers gut gelungen auch das folgende Zitat gefällt mir da sehr. Du solltest darin allerdings einige Fehler korrigieren:

Sollten – wohlbemerkt 'sollten' – wir Menschen den ganze Schlamassel wegen unserem unerklärlichem Dusel überleben, werden wir uns in ein paar Jahrzehnten gegenseitig fragen: „Hey! Wo bist eigentlich du gewesen, als Rudolph Leeroy alias Alienboss zu uns gesprochen hat?“
Ich kann die Frage überraschend präzise beantworten: Ich habe geschlafen. In meinem Bett. Jawohl, ich habe den wohl wichtigsten Moment in der Historie des Homo sapiens einfach verpennt. Keine Glanzleistung meinerseits, ich weiß, aber schließlich gibt es das Internet, um sich im Nachhinein ein Video seiner Ansprache anzuschauen.


-"(...) aufgrund unseres (...)", statt wegen unserem... es klingt besser. Ich vermute, du willst deinem Poratagonisten und Ich-Erzähler einfache Worte in den Mund legen. Es sollte dennoch flüssig zu lesen sein.

-Homo Sapiens Sapiens, nicht "Homo sapiens"

Das dein Charakter sich selbst nicht ernst nimmt, macht ihn sympathisch. Er kennt seine Schwächen er ist nicht perfekt und er weiß es!

Rudolph Leeroy, Präsident der Vereinigten Staaten Amerikas, ist von einem verdammten Alien besessen!
Und damit hat die ganze Party auch eigentlich erst angefangen.


Hier solltest du dich fragen, ob du nicht zu viel beschreibst. Klar man könnte sich fragen, welche Party, aber der Leser ist nicht dumm und wenn er bis zu diesen Abschnitt gelesen hat und deine Idee gut fand, kann er sich bereits denken, dass der Präsident von einem Alien besessen ist.
Du könntest doch zB. besser beschreiben, wie geschockt alle waren, als es sich im Nachhinein herausstellte, dass er von einem Alien besessen ist, wenn du von der Rede sprichst.

Der Schluss der Rede ist in den Sätzen ein wenig verschachtelt. Ich möchte dir einen Vorschlag machen, der etwas lesefreundlicher und emotionaler ist:

(...) Geduldig haben wir euch verschiedene Sprachen und Kulturen gegeben, Religionen in euren Köpfen geformt, euch vor scheinbar unlösliche Aufgaben gestellt und beobachtet: Wie ihr entweder daran gewachsen oder gescheitert seid... Es tut mir beinahe schon ein wenig Leid, verkünden zu müssen, dass das Projekt Mensch nun vorbei ist. Ihr seid schließlich unser liebstes Experiment gewesen!

In der Beschreibung der Welt wiederholst du dich sehr oft nicht nur in Worten, wie "beschissen" "verdammt"... Ich würde dir empfehlen einige dieser vulgären Ausdrücke durch Synonyme zu ersetzen, die deinen fluchenden Ich-Erzähler charismatischer. Wenn du jedoch ein Wort wiederholen willst, einen Aufhänger quasi, sollte es etwas origineller sein als diese zwei sehr gebräuchlichen Schimpfwörter.

Vielleicht hat dein Held ja eigene Wortkreationen oder es gibt in deiner Welt neue Schimpfwörter, in Zusammenhang mit den Aliens... Nur eine kleine Anregung.

Allgemein möchte ich dir also folgendes u n b e d i n g t klar stellen:

1. Du scheinst gerne vieles Vorwegnehmen zu wollen, was ein sehr schönes stilistisches Mittel ist, allerdings nur, wenn du auch wichtige Wendepunkte in deiner Geschichte für dich behalten kannst. Eine Frage die du dir unbedingt Stellen musst, wenn du eine Idee für deine Welt hast, ist folgende: Wie viel möchte ich dem Leser von vorne herein auf meine bevorzugte direkte weise klar stellen und wie viel möchte ich für mich behalten um Spannung zu erzeugen.

2. Achte auf deine Sprache. Ich möchte diesen Teil der konstruktiven Kritik gerne den Profis auf dieser seit überlassen. Aber wie gesagt: Du darfst nicht vergessen, dass du ein Schriftsteller bist, wenn du einen Text verfasst! Der Leser wird, wie gesagt, gekonnte Anwendung einer vulgären Umgangssprache lieben aber er wird sprachliche Mangel gering schätzen. Behalte das im Hinterkopf, während du schreibst.

3. Deine Idee trifft den Zeitgeist und wenn es dir gelingt daraus echtes Fantasy zu machen, spricht deine Idee ein sehr breites vielseitiges Publikum. Filme wie John Carpenters "they live" und eine Menge Science Fiction hat dir da eine gute Vorarbeit geleistet. Mit diesen Punkt möchte ich dich motivieren, an deinem Werk enthusiastisch weiter zu arbeiten, da du schreibst, dass dies eines deiner ersten Texte ist!
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Re: Virus A 1/2

Beitragvon brehb » 02.10.2015, 13:44

Hallo Winchest,

erstmal herzlich willkommen in der SWS.

ich stolpere über diesen Hinweis
Das ist einer meiner ersten Texte, ich bin noch blutiger Anfänger
und schaue in dein Profil: weiblich.
Müsste das dann nicht heißen:
Das ist einer meiner ersten Texte, ich bin noch blutige Anfängerin?

Na ja, ich komme darauf, weil mir der Text sehr gelungen vorkommt und mir das mit dem "einer meiner ersten Texte" folglich nicht so leicht runter geht. Aber "einer meiner ersten..." ist ja relativ.

Ok, vielleicht bin ich altmodisch, also zu deinem Text:

Formales:
Du schreibst ordentliches Deutsch, ohne Kampf gegen RS, Interpunktion, Grammatik oder Satzbau. Prima. Die Optik stimmt, auch prima.

Ausführung:
Nach deinem Postulat über die untergehende Welt schreibst du
Leider werde ich nicht mit einer Roland-Emmerich-filmreifen Kulisse abtreten, nein, der Untergang der Menschheit lauert in unseren eigenen Reihen.

Das liest sich flott... aber... man würde (wenn Roland Emmerich überhaupt erwähnt werden sollte) nicht "mit" einer filmreichen Kullisse abtreten sondern "in" einer solchen. Und dass der Untergang der Menschheit "in unseren eigenen Reihen lauert" wirkt auf mich sprachlich unsauber. "In unseren eigenen Reihen" lauern vllt. Infizierte, der Untergang "lauert" nirgends, er ist eine Wirkung. Und der Nebensatz (wo trete ich ab) hat kaum inhaltliche Beziehung zur Aussage des Hauptsatzes (der Untergang lauert in unseren Reihen)

Leider werde ich nicht in einer filmreifen Kulisse abtreten, nein, der Untergang der Menschheit spielt sich mitten unter uns ab, im realen Leben, mit realen Toten - oder besser Untoten?

Scheiße, ja! Aliens! Aber keine freundlichen E.T.s, die nur mal kurz nach Hause telefonieren wollen, oder süße Monster wie bei Lilo und Stitch – schön wärs – sondern irgendwelche schleimigen Monster, die Besitz von fast jedem Menschen auf dem Planeten ergreifen können.

Ich nehme diese Sequenz, um etwas über Flapsigkeit zu sagen. Dein Text liest sich gut. Er wirkt zeitnah, umgangsaprachlich, humorig und mitunter flapsig. "Scheiße, ja!" ist ungangssprachlich, der Bezug zu ET ist zeitnah/humorig dann kommen "süße Monster" und ein Bezug zu Lilo und Stitch ebenfalls zeitnah/realitätsnah, dann der etwas hausbacken Einschub -schön wär's - und dann "irgendwelche schleimigen Monster"
Merkst du etwas? In dieser "Volksnähe" wirkt der Text "zwar nett - aber auch unseriös". Das kann man mögen, als Leser, aber man muss nicht. Da es ähnlich weitergeht, mit...
Unser Staatsoberhaupt, dass sich wohlgemerkt als mächtigster Mann der Welt schimpfen lässt, haben sie schon drangekriegt.

...entscheide ich mich für "muss nicht". Das wirkt auf mich als "zu sehr gewollt" mit der Flapsigkeit, auch wenn vieles am Text sehr gut gelungen ist.

Besonders gut gelungen wirkt auf mich
„Wir sind hier, um das zurückzuholen, was wir euch gegeben haben. Jahrtausende haben wir eure Entwicklung beobachtet und sind schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass eure Körper und eure Seelen – euer ganzer Planet – reif zur Ernte ist. Wir haben viel in euch investiert. Geduldig haben wir euch verschiedene Sprachen und Kulturen gegeben, Religionen in euren Köpfen geformt, euch vor scheinbar unlösliche Aufgaben gestellt und beobachtet, wie ihr entweder daran gewachsen oder gescheitert seid. Es tut mir beinahe ein wenig Leid, so seid ihr doch das liebste unserer Experimente gewesen, verkünden zu müssen, dass das Projekt Mensch nun vorbei ist.“

besonders wegen (der Bedeutung) des letzten Satzes. Jetzt lese ich gerne weiter.

Mittlerweile sind seitdem knapp zwei Monate vergangen und die Welt sieht ganz schön beschissen aus.

Aber hier galopiert es schon wieder. Es ginge, bei gleicher Aussage, schlichter. Erzählökonomie ist eine Grundregel

Seitdem sind knapp zwei Monate vergangen und die Welt sieht ganz schön beschissen aus.

und weiter blumenreich
New Mexico ist schon im Allgemeinen nicht unbedingt dafür bekannt, die höchste Bevölkerungsdichte oder die meisten Shoppingmalls zu haben...


New Mexico protzte noch nie mit höchter Bevölkerungsdichte oder den meisten Shoppingmalls...

Als gelungene Mischung aus erzählen und ätzen empfinde ich z.B. das hier
Die Gefahr lauert überall und Kanonen richten bei ihnen ganz offensichtlich keinerlei Schäden an. Die weltweite Waffenindustrie ist ratlos und unsere Politiker sowieso. In den meisten Ländern wurde der Ausnahmezustand verhängt, aber ich frage mich, was das bringen soll. Es wirkt nicht unbedingt so, als würden sich Aliens darum scheren.


Weiter:
Mein Vater ist ausgerückt um ihnen ihr Insulin zu besorgen, das ist jetzt beinahe einen Monat her.

Wer volksnah schreibt, benutzt zu Recht viele "Weichmacher" im Text, so wie du auch (Du "tippst" nicht auf Russland sondern du "tipst eher" auf Russland. Bei dir sind wir nicht "am Arsch" sondern nur "gelind gesagt am Arsch")
In diesem Satz mit dem Vater, der Insulin sucht, und "jetzt beinahe einen Monat" weg ist, wirkt das dann aufgestzt (oder eben unseriös). Hier wäre ich präziese. ...das ist jetzt 24 Tage her.

Gut ist dann wieder die Endsequenz, sie gefällt mir.

Fazit:
Das ist besser geschrieben, als wie ich es von Anfängern kenne. Prima. Wenn es dir gelingt, etwas mehr Ballance zwischen Dramatik und Gedudel zu bringen, wirst du erfolgreich.

LG brehb
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Re: Virus A 1/2

Beitragvon DerNachfrager » 02.10.2015, 14:22

Guten Abend!

Ich hab jetzt mal dein Beitrag gelesen und habe da direkt mal ein zwei Anmerkungen, ich hoffe du kannst jeden Zweifel ausräumen.

Du beschreibst das Aliens Menschliche Körper besetzen. Niemand weiß wie die Aliens aussehen, defaqto trifft man sie nur wenn sie einen Wirt besetzt haben und auch das Waffen gegen sie nichts ausrichten.

1- Jetzt stellt sich die Frage, wie genau machen die Aliens ihre Wirte unbesiegbar?
Wenn sie schwer zu töten wären, wie zum Beispiel: Von Kugeln durchsiebt und doch noch am Leben, würde es zwar noch mehr wie Zombie Apokalypse wirken, doch bezweifele ich, dass wenn so ein Ding von einer 120mm Rheinmetall Glattrohrkanone eine Leopard 2 getroffen wird, es einfach sich den Staub abwischt und weitergeht.
Das muss für die Geschichte keine Abbruch sein, den selbst im waffenliebenden Amerikanien ist der Durchschnitt von Kampfpanzer zu Einwohner ehr gering, doch unsterblich geht nur wenn man das gut begründen kann.

2-Wenn keine je sein Alien gesehen hat, warum sind sich alle so sicher dass es so is wie es ist?
Wenn irgendjemand sagt:
"Hey ich bin von Aliens besessen! Die Menschheit ist ein seltsames Wissenschaftsprojekt, dass ein Alien Overlord für die Space Highschool macht, und das Universum ist in Wahrheit ein Hologramm, geschaffen von den Chinesen um Merchandise nach Amerika zu verkaufen! Bye!"
Würde jeder einfach nur sagen, dass der Typ Wahnsinnig ist. Sicher wäre das ein anderer Fall wenn der Typ zufällig auch noch Präsident der Vereinigten Staaten wäre. Doch liegt die Schlussfolgerung dass der Präsi einfach den Verstand verloren hat, doch näher, als dass alles was er sagt, wahr ist.

3-Was zur Hölle ist der Plan der Aliens?
Ok wir sind irgendein Soziologieprojekt, soweit so gut. Doch warum jetzt aufhören? Heizkosten zu hoch?
Selbst die! sollten irgendwelche Gründe haben, denkende, fühlende Wesen zu Milliarden umzubringen.
Sind wir ne Gefahr? Ist das eine Rasse an Arschlöchern? Oder wie oder was? und warum jetzt? Haben wir was falsch gemacht? Was wollen die von uns Ernten, was die nicht auch künstlich im Reagenzglas schaffe können?

4-Warum einzeln? und Krieg and shit?
Wenn ich ein Alienoverlord wäre würde ich meine ungeliebten Space Untertanen, einfach aus dem All "Atombomisieren" ... sicher dann könnte ich sie nicht mehr einzeln ernten, doch die Reste davon :mrgreen:
Und selbst wenn ich sie einzeln haben wollte, würde ich das ehr geheim machen, indem ich wichtige Personen "übernehme" und oder einfach 100.000.000 Kubikmeter Schlafgas im Herzen Amerikas loslasse und die dann mit entsprechenden Personal einsammle.
Warum sollte ich mit denen kämpfen? Ich bin eh total überlegen! Was soll das beweisen?
Zudem verlier ich dabei wichtiges Ernte gut, weil das im Krieg draufgeht.



Du beschreibst sehr korrekt, dass das Internet mit wehenden Fahnen den Untergang entgegen ging, als die Neuigkeiten die Runde machten, wo wahrscheinlich viel Wahrheit drin steckt, doch:

1- Wie genau hat der Hauptcharakter Rudolph Leeroy dann die Rede angesehen?
Seine Glanzleistung war es ja die auch so wichtige Übertragung zu verpassen als er schlief. Wenn das Internet also schon 5min. später in Rauch aufging, muss er aber verdammt schnell aus dem Bett gesprungen sein um sich die neusten YouTube Videos anzusehen, bevor alles den Bach runterging.

2-Der nette Arzt von neben an! ... In der Terror Villa ... mit angeschlossen Pharmazeut unternehmen
Ich verstehe, dass Medizin ein Problem darstellt, doch bin ich mir von deiner Idee von den Medizinischen Warlords, nicht ganz überzeugt.
Sicher Ärzte sind in der Apokalypse verdammt cool, doch können die dir auch nur sagen, was du hast, die Medizin und andere nützliche Sachen, der modernen Welt, werden in Fabriken geschaffen. Also wenn der nicht grad nen riesen Chemievorrat zuhause lagert, was zufällig auch noch eine uneinnehmbare Festung ist.(Wir alle kennen die Vorliebe von Ärzten zu schweren MGs) Sind die auch nur Opfer.



Und jetzt einfach mal nur so ne Anmerkung.
Zwar ist dein Schreibstiel echt nicht schlecht, wirklich!
Doch hab ich das gefühlt, dass du irgendwie natürlicher mit dem lockeren schreiben, wie in der Anschrift rüberkommst. Als das getreten, melodramatische Gefasel über Leben und Sinn des selbigen, den man in jedem Apokalypse Roman findet. (Is quasi Pflicht)


Ich hoffe jetzt einfach mal das war nich Zuviel für den Anfang und belasse das nun dabei.
Das Risiko war kalkuliert! ... Doch verdammt bin ich schlecht in Mathe!
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Re: Virus A 1/2

Beitragvon Bella98 » 02.10.2015, 15:15

Hallo Winchest :)
Dann revanchiere ich mich doch gerade mal für den Kommentar! :) Ich habe die Antworten der Vorgänger nicht gelesen und daher tut es mir leid, falls sich etwas inhaltlich wiederholen sollte. Außerdem gilt: Übernimm, was dir gefällt. Wenn du denkst, ich erzähle Quatsch, dann ignoriere meine Vorschläge einfach :D

Winchest hat geschrieben:Aber keine freundlichen E.T.s, die nur mal kurz nach Hause telefonieren wollen, oder süße Monster wie bei Lilo und Stitch – schön wärs – sondern irgendwelche schleimigen Monster, die Besitz von fast jedem Menschen auf dem Planeten ergreifen können.

Den Satz würde ich teilen. Vorschlag: "Aber keine freundlichen E.T.s, die nur mal kurz nach Hause telefonieren wollen, oder süße Monster wie bei Lilo und Stitch - schön wär's! Nein, es sind irgendwelche schleimigen Monster, die Besitz von fast jedem Menschen auf dem Planeten ergreifen können.

Winchest hat geschrieben:Unser Staatsoberhaupt, dass sich wohlgemerkt als mächtigster Mann der Welt schimpfen lässt, haben sie schon drangekriegt.

Unser Staatsoberhaupt, das...

Winchest hat geschrieben:Und damit hat die ganze Party auch eigentlich erst angefangen.

Ich störe mich total an dem "Party". Ich kann auch nicht ganz genau sagen, weshalb, ich finde lediglich, es passt hier nicht rein. Vielleicht eher "Katastrophe"? Oder wolltest du bewusst einen eher positiven Begriff einsetzen?

Winchest hat geschrieben:Die Gefahr lauert überall und Kanonen richten bei ihnen ganz offensichtlich keinerlei Schäden an.

Würde auch diesen Satz wieder trennen. Und weshalb ausgerechnet "Kanonen"? Wenn deine Geschichte nicht vor ein paar Jahrhunderten spielt, dann würde ich stattdessen lieber "Waffen" oder vielleicht sogar "Waffen, egal welcher Art,..." schreiben.

Winchest hat geschrieben:Es wirkt nicht unbedingt so, als würden sich Aliens darum scheren.

Na ja, es hat ja niemand jemals einen Alien gesehen, und anscheinend ist ja auch nichts Genaueres über deren Aufenthaltsort bekannt. Deshalb würde ich den Satz anders schreiben, z.B.: "Ich glaube ohnehin nicht, dass sich die Aliens um so etwas scheren."

Winchest hat geschrieben:Halleluja, ich hoffe bloß, dass wir die Ersten sind, die eine wirksame Waffe gegen die Aliens finden, denn ansonsten sind wir, gelinde gesagt, am Arsch.
Allerdings tippe ich eher auf Russland, die haben einfach weniger Skrupel als wir Amerikaner. Ich hoffe allerdings, dass es bald geschieht, denn ehrlich gesagt ist dieser 'aliengeprägte' Alltag extrem öde.

Die Wortwiederholung stört etwas. Vielleicht: "Ich wünsche mir bloß..."

Winchest hat geschrieben:Niemand geht mehr in die Schule oder zur Arbeit, alle hocken daheim aufeinander herum und langweilen sich dabei gegenseitig zu Tode.

Auch wenn der Satz perfekt zum restlichen flapsigen Ton deines Textes passt, so würde ich ihn an deiner Stelle doch etwas anders formulieren - schließlich sind nicht alle anderen Menschen so wie der Ich-Erzähler gesinnt (ich gehe mal davon aus :D), und daher müssen auch nicht alle so cool, fast desinteressiert drauf sein. Wie wäre es damit: "Niemand geht mehr in die Schule oder zur Arbeit, alle hocken daheim aufeinander herum, langweilen sich dabei gegenseitig zu Tode oder brechen wahlweise in Hysterie aus, weil sie ihren Untergang fürchten."

Winchest hat geschrieben:Bis jetzt kommen wir noch ganz gut mit unseren Vorräten hin, aber wenn Dad nicht bald zurückkommt weiß ich nicht wie lange es dauern wird bis die beiden dran glauben müssen.
Bis jetzt ist er nicht zurückgekehrt und wenn ich ganz ehrlich bin, dann glaube ich auch nicht mehr daran, dass er irgendwann zurückkommen wird.

Hier bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Wiederholung gewollt ist, ich würde sie dennoch umschreiben. Evtl. "Noch kommen wir..."

Winchest hat geschrieben:Zwei Wochen, sagt das inzwischen tote Internet, danach besteht praktisch keinerlei Hoffnung mehr.

Wenn das Internet mittlerweile tot ist, dann wäre es vielleicht besser, "sagte" zu schreiben.

Winchest hat geschrieben:Warum, und vorallem zu wem, sie überhaupt noch betet, übersteigt meinen Horizont ehrlicherweise, ich meine, hey – die Fronten sind klar gesteckt, alle Karten liegen auf dem Tisch.

Die Formulierung finde ich etwas unschön. Wie wäre es mit: "Warum und vor allem zu wem sie überhaupt noch betet, übersteigt meinen Horizont, um ehrlich zu sein. Ich meine, hey - es gibt schließlich keine Geheimnisse mehr, alle Karten liegen auf dem Tisch."

Winchest hat geschrieben:Es ist keine Seltenheit das Leute anklopfen, meistens wollen sie etwas zu essen oder einen Platz zum Schlafen.

Es ist keine Seltenheit, dass...

Winchest hat geschrieben:Ich mache nie auf.

Da das wenig später noch mal kommt, wäre vielleicht hier ein "Ich öffne nie" angemessener :)

Alsoooo. :) Das ist dann schon alles, was ich zu "bemängeln" habe, aber wie du sicher gemerkt hast, ist das alles nur Jammern auf hohem Niveau :D Ein paar Kommafehler sind noch drin, aber die habe ich jetzt nicht alle zitiert, vielleicht schaust du selbst noch mal drüber.
Von der Story her ist deine Geschichte auf jeden Fall schon mal sehr interessant, und das kommt von jemandem, der normalerweise nicht nach einer Geschichte mit Aliens greifen würde. Du kreierst ein Setting, in dem man Lust bekommt, weiterzulesen.
Der Schreibstil ist flapsig, leichtherzig für diese nahezu apokalyptische Situation - ich mag so was, ich find's gut, vor allem, da es dir gelingt, den Leser (oder zumindest mich) oft zum Schmunzeln zu bringen. Wenn du den Schreibstil konsequent durchhältst, dann kann das echt gut wirken. Außerdem, das muss ich unbedingt noch mal betonen, fand ich die Stelle, in der der Präsident zitiert wird, absolut GENIAL. Das ist wirklich das Highlight deines Textes :D
Es sind ja außerdem noch einige Fragen offen - allen voran für mich, woher Balthasar so umfangreiches Wissen hat, und wie er es schaffte, innerhalb von fünf Minuten aus dem Tiefschlag gerissen zu werden und Youtube aufzurufen, oder wo auch immer er dieses ominöse Video gefunden hat :) Das ist aber eine Kleinigkeit.
Mach ruhig weiter so, man kriegt auf jeden Fall Lust, weiterzulesen!

Alles Liebe, Bella

P.S.: Ich wünschte, ich hätte so als Anfängerin geschrieben. Ich schreib jetzt schon seit über fünf Jahren, und meine Texte damals waren grauenvoll. Einfach... grauenvoll :oops:
If I cannot move heaven, I will raise hell.
NaNoWriMo Vol. 5! :mrgreen:
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Re: Virus A 1/2

Beitragvon Asieral » 02.10.2015, 22:05

Hallo Winchest,

da ich gerade ein bisschen Hunger habe dachte ich, ist es doch passend, deinen Text zu kommentieren:P
Es wirkt nicht unbedingt so, als würden sich die Aliens darum scheren.


Das Ein- sowie Ausreisen wurde verboten, jedes Land kämpft für sich. Halleluja, ich hoffe bloß, dass wir die Ersten sind, die eine wirksame Waffe gegen die Aliens finden, denn ansonsten sind wir, gelinde gesagt, am Arsch.

Wenn jedes Land für sich alleine kämpft.. wäre es für die einzelnen Länder dann nicht vll sogar gut, wenn sie eine Ausreise erlauben würden? Umso weniger potenzielle Wirte/Menschen, die man untersuchen müsste, desto besser oder? Oder soll vermieden werden, dass potenzielle "Soldaten" sich absetzen?

Mein Vater ist ausgerückt, um ihnen ihr Insulin zu besorgen, das ist jetzt beinahe einen Monat her.

Würde aus dem zweiten einen neuen Satz machen.

Warum, und vorallem zu wem, sie überhaupt noch betet, übersteigt meinen Horizont ehrlicherweise, ich meine, hey – die Fronten sind klar gesteckt, alle Karten liegen auf dem Tisch.

Das Komma da ist zu viel^^.
Wir Menschen sind kein Produkt Gottes grenzenloser Liebe, nein, wir sind in irgendeinem Alienlabor zusammengepanscht worden. Es gibt keinen Gott, der seine Engelssheriffe aussendet, um uns zu helfen.


Auf der einen Seite ist dieses Wissen fast ein wenig angsteinflößend, aber auf der anderen Seite auch beruhigend, weil nach dem eigenen Abtreten kein Mann mit weißem Bart an der Himmelspforte steht und entscheidet, ob man ins Paradies kommt oder doch eher die Höllenfahrt auf einen wartet.

Vll anstatt "Auf der einen Seite" Einerseits/andererseits (würde meiner Meinung nach eher zum Schreibstil passen)

An unserer Haustüre klopft es und ich reagiere nicht. Es ist keine Seltenheit, dass Leute anklopfen, meistens wollen sie etwas zu essen oder einen Platz zum Schlafen. Ich mache nie auf. Niemand macht auf irgendwem auf(oder so etwas in der Art würde ich vll noch hinzufügen)Jeder kämpft für sich alleine und für die eigene Familie, die Zeiten sind hart genug.
Doch dieses Mal ist etwas anders.
„Balthasar! Bitte, mach die Tür' auf! Bitte!!“
Ich kenne die Stimme seitdem ich ein kleiner Junge bin und sie nun so angstvoll zu hören, schickt mir jetzt eine eiskalte Gänsehaut über den Rücken.


Wieso nennt die Person, die klopft den Namen? Es gibt ja noch andere, die dort wohnen(Familie) oder? Dann hätte ich eher erwartet, dass mehrere Namen genannt werden, oder weiß die Person, dass genau diese Person dort jetzt ist oder...

Liebe Grüße
Asieral
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Re: Virus A 1/2

Beitragvon Winchest » 04.10.2015, 14:57

Hey!:)

Wow, danke für die zahlreichen Kommentare. Damit habe ich jetzt wirklich nicht gerechnet! Ich versuche jetzt einfach mal auf alle Fragen einzugehen. :)

@Ikna:

<<Es ist allerdings die ehrliche Meinung, eines passionierten Schreibers und Lesers, der langweilige Texte schnell beginnt zu überfliegen und bei deinem recht gut am Ball geblieben ist...<<

- Erstmal Dankeschön! Freut mich wirklich das zu hören. :)


<<Warum es jedoch Fantasy ist, muss dem Fantasy-Leser noch im Verlauf der Geschichte deutlicher gemacht werden, im Moment klingt es mehr nach Science-Fiction, was nicht schlecht ist: Sollte es dir gelingen eine authentische moderne Fantasywelt zu beschreiben, dann könnte aus dem ganzen etwas gutes werden.<<

- Oh große Güte, ehrlich gesagt kann ich Fantasy und SciFi nicht wirklich unterscheiden, bzw. ist es mir schon klar, aber ich bin/war eigentlich der Meinung das diese Story hier am ehesten im Urban Fantasy anzusiedeln ist. Wenn ich da falsch liege....ouch....:/


<<Ich stelle mir den Charakter bei diesen ersten Sätzen auch gleich wie einen Menschen vor, der eben kein Blatt vor den Mund nimmt, was ihn zu einen sehr ironischen oder sogar zynischen Charakter machen könnte und somit auf seine schonungslos ehrliche Weise zu einem sehr Sympathischen Rebellen.<<

- Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich du mich mit dieser Aussage machst :D Genauso wollte ich das er rüberkommt! Schön zu hören das es anscheinend gelungen ist. :)


<<Vielleicht hat dein Held ja eigene Wortkreationen oder es gibt in deiner Welt neue Schimpfwörter, in Zusammenhang mit den Aliens... Nur eine kleine Anregung.<<

- Das ist in der Tat eine ziemlich gute Idee, danke dafür! Praktisch als sein kleines 'Markenzeichen', ein Wort an dem man ihn sofort erkennt.

Ich versuche deine Kritik und deine Verbesserungsvorschläge zu beherzigen und natürlich soviel wie möglich umzusetzen. Danke!:)


@brehb:

<<...und schaue in dein Profil: weiblich.
Müsste das dann nicht heißen:
Das ist einer meiner ersten Texte, ich bin noch blutige Anfängerin?

Na ja, ich komme darauf, weil mir der Text sehr gelungen vorkommt und mir das mit dem "einer meiner ersten Texte" folglich nicht so leicht runter geht. Aber "einer meiner ersten..." ist ja relativ.<<
- Entschuldige, mein Laptop schluck ab und an Buchstaben, dass liegt an der veralteten Tastatur. Ich wollte dich nicht verwirren:/
Ich bin gerade erst 16 geworden, habe also bis auf Aufsätze in der Schule und ein paar Fanfictions noch nichts eigenes, schon gar nicht im phantastischen Bereich, geschrieben. Ob mein Text jetzt gelungener ist als der von anderen Anfängern will und kann ich nicht beurteilen. :)


Auch dir danke ich für die vielen Verbesserungsvorschläge, ganz besonders gut gefällt mir:

<<Leider werde ich nicht in einer filmreifen Kulisse abtreten, nein, der Untergang der Menschheit spielt sich mitten unter uns ab, im realen Leben, mit realen Toten - oder besser Untoten?<<

- Da werde ich versuchen so etwas zu übernehmen und auch ansonsten deine Vor- und Ratschläge zu beherzigen. :) Danke dir!


@DerNachfrager:

Wow, ganz schön viele Fragen...
Ich hoffe ich habe auf alles eine Antwort :'D

<<1- Jetzt stellt sich die Frage, wie genau machen die Aliens ihre Wirte unbesiegbar?
Wenn sie schwer zu töten wären, wie zum Beispiel: Von Kugeln durchsiebt und doch noch am Leben, würde es zwar noch mehr wie Zombie Apokalypse wirken, doch bezweifele ich, dass wenn so ein Ding von einer 120mm Rheinmetall Glattrohrkanone eine Leopard 2 getroffen wird, es einfach sich den Staub abwischt und weitergeht.
Das muss für die Geschichte keine Abbruch sein, den selbst im waffenliebenden Amerikanien ist der Durchschnitt von Kampfpanzer zu Einwohner ehr gering, doch unsterblich geht nur wenn man das gut begründen kann.<<

- Ich habe mir vorgestellt das Aliens eine Art 'Lichtgestalten' sind. Über ihre Genetik muss ich mir ehrlich gesagt noch einige Gedanken machen und auch noch recherchieren.
Auf jeden Fall besetzen Aliens die Körper von Menschen, wie wir es von Dämonen 'kennen', längerfristig verdrängen sie die Seele des Wirtes, am Anfang herrscht jedoch ähnlich wie bei Seelen eine Art Koexistenz zwischen dem Alien und der Wirtsseele. Ich weiß nicht ob du Supernatural kennst, aber so ähnlich wie dort bei den Dämonen stelle ich es mir vor.
Da die Aliens selbst – zumindest am Anfang der Geschichte noch – unverwundbar sind, machen ihnen Schusswunden und der darauffolgende Blutverlust nichts aus. Sie sind ebenfalls in der Lage tote Körper zu besetzen und ihre Wirtskörper zu heilen.
Das sie unsterblich sind ist übrigens nicht der Fall. Bloß weiß das mein Hauptcharakter eben noch nicht – die Waffe wird erst im Laufe der Story gefunden – und weil ich ja aus seiner Sicht berichte kann der Leser es natürlich auch noch nicht wissen. Würde ich mit dem Allwissenden Erzähler erzählen, müsste da natürlich die Information sofort kommen. Da dass aber nicht der Fall ist will ich einfach noch nicht die ganze Spannung nehmen.


<<2-Wenn keine je sein Alien gesehen hat, warum sind sich alle so sicher dass es so is wie es ist?
Wenn irgendjemand sagt:
"Hey ich bin von Aliens besessen! Die Menschheit ist ein seltsames Wissenschaftsprojekt, dass ein Alien Overlord für die Space Highschool macht, und das Universum ist in Wahrheit ein Hologramm, geschaffen von den Chinesen um Merchandise nach Amerika zu verkaufen! Bye!"
Würde jeder einfach nur sagen, dass der Typ Wahnsinnig ist. Sicher wäre das ein anderer Fall wenn der Typ zufällig auch noch Präsident der Vereinigten Staaten wäre. Doch liegt die Schlussfolgerung dass der Präsi einfach den Verstand verloren hat, doch näher, als dass alles was er sagt, wahr ist.<<

- Also erstmal: Alien Overlord! :D Das muss ich mir merken!
Natürlich kann man sich da nicht sicher sein, vorallem nicht zu Beginn...aber besessene Menschen verhalten sich eben komplett anders und Familienmitgliedern merken das, zumindest würde ich es merken, doch garantiert. Allerdings ist das eine Gute Frage über die ich mir auch noch mal Gedanken machen muss und die ich jetzt nicht direkt beantworten kann...sorry:/


<<3-Was zur Hölle ist der Plan der Aliens?
Ok wir sind irgendein Soziologieprojekt, soweit so gut. Doch warum jetzt aufhören? Heizkosten zu hoch?
Selbst die! sollten irgendwelche Gründe haben, denkende, fühlende Wesen zu Milliarden umzubringen.
Sind wir ne Gefahr? Ist das eine Rasse an Arschlöchern? Oder wie oder was? und warum jetzt? Haben wir was falsch gemacht? Was wollen die von uns Ernten, was die nicht auch künstlich im Reagenzglas schaffe können?<<

- Also ich weiß ja nicht wie andere Autoren ihre Geschichten aufbauen aber das ist ja gerade die Kernfrage: Wieso das alles?
Ich persönlich kenne kein Buch oder keine Story in der diese Frage während dem 'Prolog' schon geklärt wird, mir würde das auch gar nicht gefallen, weil sonst alle Spannung draußen ist.
Natürlich habe ich da eine Idee bzw. einen Grund, aber wenn ich den jetzt verrate ist doch die ganze Spannung draußen :P


<<4-Warum einzeln? und Krieg and shit?
Wenn ich ein Alienoverlord wäre würde ich meine ungeliebten Space Untertanen, einfach aus dem All "Atombomisieren" ... sicher dann könnte ich sie nicht mehr einzeln ernten, doch die Reste davon
Und selbst wenn ich sie einzeln haben wollte, würde ich das ehr geheim machen, indem ich wichtige Personen "übernehme" und oder einfach 100.000.000 Kubikmeter Schlafgas im Herzen Amerikas loslasse und die dann mit entsprechenden Personal einsammle.
Warum sollte ich mit denen kämpfen? Ich bin eh total überlegen! Was soll das beweisen?
Zudem verlier ich dabei wichtiges Ernte gut, weil das im Krieg draufgeht.<<

- Weiß mein Hauptcharakter denn ob es wirklich nur um Krieg geht? Vielleicht wollen die Aliens auch etwas ganz anderes und die Rede war lediglich bewusste Manipulation?:) Ich will einfach das der Leser gemeinsam mit Balthasar lernt und praktisch immer weiter in diese Alienwelt eintaucht. Das heißt: Was Balthasar nicht weiß, weiß auch der Leser nicht.


<<1- Wie genau hat der Hauptcharakter Rudolph Leeroy dann die Rede angesehen?
Seine Glanzleistung war es ja die auch so wichtige Übertragung zu verpassen als er schlief. Wenn das Internet also schon 5min. später in Rauch aufging, muss er aber verdammt schnell aus dem Bett gesprungen sein um sich die neusten YouTube Videos anzusehen, bevor alles den Bach runterging.<<

- Ich glaube du meinst '...Hauptcharakter Balthasar Curt...' :D Rudolph Leeroy hat die Rede gesprochen, bzw. sein Alien.
Oh, ich meinte ich hätte <<Zwei Wochen, sagt das inzwischen tote Internet, danach besteht praktisch keinerlei Hoffnung mehr.<< geschrieben.

„Inzwischen“

Ich bin davon ausgegangen das der Leser merkt, dass das Internet zwar JETZT nicht mehr existiert aber danach trotzdem noch eine ganze Weile am 'leben war'.
Der Absturz nach der Rede bezieht sich nur auf den Tag, da muss ich noch präziser werden, danke für die Anmerkung.


<<
2-Der nette Arzt von neben an! ... In der Terror Villa ... mit angeschlossen Pharmazeut unternehmen
Ich verstehe, dass Medizin ein Problem darstellt, doch bin ich mir von deiner Idee von den Medizinischen Warlords, nicht ganz überzeugt.
Sicher Ärzte sind in der Apokalypse verdammt cool, doch können die dir auch nur sagen, was du hast, die Medizin und andere nützliche Sachen, der modernen Welt, werden in Fabriken geschaffen. Also wenn der nicht grad nen riesen Chemievorrat zuhause lagert, was zufällig auch noch eine uneinnehmbare Festung ist.(Wir alle kennen die Vorliebe von Ärzten zu schweren MGs) Sind die auch nur Opfer.<<

- Ich glaube da haben entweder du oder ich etwas falsch verstanden :D
Medikamente in den USA sind teuer oder zumindest nicht sonderlich preiswert, dass weiß vermutlich jeder.
Allerdings wollte ich gar nicht behaupten das die Ärzte selbst die Medizin herstellen. Balthasars Dad hat sich aufgemacht um ein Krankenhaus/Arztpraxis zu plündern, da dort keine Ärzte mehr sind, die Geld für Medikamente verlangen können, da sie selbst machtlos gegenüber den Aliens daheim sitzen.

Dankeschön für deine Verbesserungsvorschläge und deine Denkanstöße! :)


@Bella98:

Bei dir mache ich es kurz. :)
Danke für deinen ausführlichen Kommentar, ich habe wahnsinnig viele deiner Ideen, die mir super gut gefallen und die ich garantiert übernehmen werde!:)
Ich hoffe bloß das ich gut hinbekomme und danke dir ganz doll dafür. :)


@Asieral:

<<Wenn jedes Land für sich alleine kämpft.. wäre es für die einzelnen Länder dann nicht vll sogar gut, wenn sie eine Ausreise erlauben würden? Umso weniger potenzielle Wirte/Menschen, die man untersuchen müsste, desto besser oder? Oder soll vermieden werden, dass potenzielle "Soldaten" sich absetzen <<

- Ich denke die politischen Anspannungen weltweit sind momentan jedem Bewusst. Ich persönlich kann mir z.B. nicht vorstellen das Russland und Amerika plötzlich gemeinsame Sache machen. Die Geschichte spielt nicht allzu weit in der Zukunft, allerhöchstens 2020 – 2025, daher denke ich, dass sich die meisten Länder wahrscheinlich noch mehr zerstritten haben.
Das Verbot soll zudem verhindern das sich potenzielle Terrororganisationen zusammenschließen und das Chaos gegebenenfalls noch mehr ausnützen.


<<Wieso nennt die Person, die klopft den Namen? Es gibt ja noch andere, die dort wohnen(Familie) oder? Dann hätte ich eher erwartet, dass mehrere Namen genannt werden, oder weiß die Person, dass genau diese Person dort jetzt ist oder...<<

- Da hast du richtig vermutet! :)
Die Person, die anklopft, weiß genau das Balthasar dort ist.

Auch dir ein riesiges Dankeschön für deinen Kommentar und deine Verbesserungsvorschläge!:)

LG :)
Winchest
 
Beiträge: 11
Registriert: 30.09.2015, 20:49

Re: Virus A 1/2

Beitragvon Samis » 08.10.2015, 14:56

Hallo Winchest,

im Folgenden findest du meine Gedanken zu deiner Geschichte.
Ich finde sie gut erzählt, mit vielen tollen Ideen, lediglich an der Ausführung hapert es hier und da ein wenig. Das macht jedoch nichts. Du verstehst es zu erzählen, das ist zu Beginn wesentlich wichtiger. Der Rest kommt irgendwann von ganz allein.
Weiter so!

Beste Grüße,
Samis




Die Welt geht unter und mit ihr die Menschheit.

Das ist eine gute Eröffnung. Kurz und knapp, damit ist alles gesagt und jeder fühlt sich sogleich angesprochen, der auf solche Geschichten steht. Klasse!



Das ist ein Fakt, so wahr ich Balthasar Curt heiße.

Das `ein´ vor Fakt würde ich streichen, das macht es noch deutlicher.



Leider werde ich nicht mit einer Roland-Emmerich-filmreifen Kulisse abtreten, nein, der Untergang der Menschheit lauert in unseren eigenen Reihen.


Der Satz ist nicht ganz so gut gelungen, du wurdest ja bereits auf Unstimmigkeiten hingewiesen, vielleicht liegt es mit an der Länge.

Leider werden wir jedoch nicht in einer Roland-Emmerich-Filmkulisse abtreten, nein, das Ende ist weit banaler und entspringt unseren eigenen Reihen.



Aber keine freundlichen E.T.s, die nur mal kurz nach Hause telefonieren wollen, oder süße Monster wie bei Lilo und Stitch – schön wärs – sondern irgendwelche schleimigen Monster, die Besitz von fast jedem Menschen auf dem Planeten ergreifen können.

Den Vergleich mit E.T. finde ich gut, da E.T. eine allgemein bekannte Figur ist. Lilo und Stitch hingen haben nicht annähernd diesen Bekanntheitsgrad, somit würde ich darauf verzichten. Und da du im weiteren Verlauf schreibst, dass niemand weiß, wie die Aliens aussehen, passt es hier nicht, sie als schleimige Monster zu beschreiben.

Aber keine freundlichen E.T.s, die nur eben mal kurz nach Hause telefonieren wollen. Nein, nein, schön wär's. Tatsächlich handelt es sich um irgendwelche, wahrscheinlich schleimigen Monster, die Besitz von jedem Menschen ergreifen können, wenn ihnen der Sinn danach steht.



Sollten – wohlbemerkt 'sollten' – wir Menschen den ganze Schlamassel wegen unserem unerklärlichem Dusel überleben, werden wir uns in ein paar Jahrzehnten gegenseitig fragen: „Hey! Wo bist eigentlich du gewesen, als Rudolph Leeroy alias Alienboss zu uns gesprochen hat?“


Hier ruderst du deutlich zurück. Plötzlich besteht die Möglichkeit auf Rettung, obgleich der Untergang Fakt ist. Schade.



Keine Glanzleistung meinerseits, ich weiß, aber schließlich gibt es das Internet, um sich im Nachhinein ein Video seiner Ansprache anzuschauen.
Außerdem sind die virtuellen Medien keine fünf Minuten nach der Rede praktisch explodiert. Facebook und Instagram haben sich aufgehängt, WhatsApp ist total abgestürzt und Google hat sich ebenfalls mit einem Salut verabschiedet.


Da hattest du aber großes Glück. Zwischen Rede und vollkommenem Versagen der Medien lagen gerade einmal 5 Minuten. Du hattest geschlafen, wachtest zur rechten Zeit auf und hast dir sogleich eine Aufzeichnung davon angesehen ...



„Wir sind hier, um das zurückzuholen, was wir euch gegeben haben. Jahrtausende haben wir eure Entwicklung beobachtet und sind schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass eure Körper und eure Seelen – euer ganzer Planet – reif zur Ernte ist. Wir haben viel in euch investiert. Geduldig haben wir euch verschiedene Sprachen und Kulturen gegeben, Religionen in euren Köpfen geformt, euch vor scheinbar unlösliche Aufgaben gestellt und beobachtet, wie ihr entweder daran gewachsen oder gescheitert seid. Es tut mir beinahe ein wenig Leid, so seid ihr doch das liebste unserer Experimente gewesen, verkünden zu müssen, dass das Projekt Mensch nun vorbei ist.“


Diesen Abschnitt finde ich klasse! Gute, klare Ansage, ein wenig Hintergrund und Wehmut und unterm Strich bleibt festzuhalten, ihr seid am Arsch! Sehr gut, passt wieder hervorragend zum Beginn deiner Erzählung.



Ich erinnere mich an die Worte von Leeroys legendärer Rede, als hätte ich sie erst gestern gehört.

Zwei Monate und das bisher Geschilderte sind meines Erachtens nach ein wenig zu dünn für legendär.



New Mexico ist schon im Allgemeinen nicht unbedingt dafür bekannt, die höchste Bevölkerungsdichte oder die meisten Shoppingmalls zu haben, aber seit Leeroys Ansprache ist hier noch mehr tote Hose als sonst.

Hier anzumerken, dass, wo auch immer, tote Hose, also nichts los sei, erscheint mir angesichts der Tatsache, dass die Welt im Begriff steht unterzugehen, vollkommen belanglos.



Männer gehen mit ihren Pistolen auf die Highways und versuchen verzweifelt in die nächstgrößeren Städte zu kommen, um Vorräte zu besorgen.


Auf den Highway zu `gehen´ um in eine andere Stadt zu gelangen, erscheint mir nicht eben sinnvoll. Zudem können sie sich die Pistolen sparen, da du im Folgenden schreibst, dass sie nutzlos seien. Es sei denn, du merkst hier an, dass sie sich zum Schutz vor anderen (kriminellen) Menschen getragen werden – was in solch einer Situation nicht ungewöhnlich wäre.



In den meisten Ländern wurde der Ausnahmezustand verhängt, aber ich frage mich, was das bringen soll. Es wirkt nicht unbedingt so, als würden sich Aliens darum scheren.


Das gefällt mir wieder sehr! Nicht ganz rund formuliert, aber sehr gut Aussage. Schöner, schwarzer Humor.

In den meisten Ländern ist längst der Ausnahmezustand verhängt worden, dabei frage ich mich, was das bringen soll – als würden die Aliens sich darum scheren.



Allerdings tippe ich eher auf Russland, die haben einfach weniger Skrupel als wir Amerikaner.


Die geringere Skrupellosigkeit der Amerikaner im Vergleich zu den Russen möchte ich in Frage stellen. Zudem ist es ein zu oft gebrauchtes Klischee ...



Ich hoffe allerdings, dass es bald geschieht, denn ehrlich gesagt ist dieser 'aliengeprägte' Alltag extrem öde. Niemand geht mehr in die Schule oder zur Arbeit, alle hocken daheim aufeinander herum und langweilen sich dabei gegenseitig zu Tode.


Hier wird es erneut viel zu banal. Die Welt geht unter und den Menschen ist langweilig?



Zwei Wochen, sagt das inzwischen tote Internet, danach besteht praktisch keinerlei Hoffnung mehr. Erfahrungsberichte sagen, dass die Menschen danach entweder tot oder besessen sind.

Wann sagte das Internet das? Während jener 5 Minuten, ehe es komplett abschmierte? Zu dieser Zeit konnte das noch niemand wissen ...
Vielleicht solltest du einfügen, dass es sich zwischenzeitlich erholte.
Zudem würde es allmählich Zeit, zu erklären, was die Besessenheit mit der angekündigten Ernte zu tun hat.



Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, wegen ihrem 'Ave Maria' bluten mir schon die Ohren. Warum, und vorallem zu wem, sie überhaupt noch betet, übersteigt meinen Horizont ehrlicherweise, ich meine, hey – die Fronten sind klar gesteckt, alle Karten liegen auf dem Tisch. Wir Menschen sind kein Produkt Gottes grenzenloser Liebe, nein, wir sind in irgendeinem Alienlabor zusammengepanscht worden.

Und wieder ein Absatz, der mir gut gefällt und wesentlich besser zum Beginn passt.
Bam! Ihr seid nicht Gottes Kinder, nix da, hier entspringt Reagenzgläsern! Klasse!



Ich kenne die Stimme seitdem ich ein kleiner Junge bin und sie nun so angstvoll zu hören, schickt mir jetzt eine eiskalte Gänsehaut über den Rücken.


Auch der obligate Cliffhanger am Ende ist gelungen. Du verstehst es wirklich zu erzählen, lediglich das Handwerk braucht noch einiges an Übung. Aber lass dich dadurch nicht entmutigen, dass lässt sich lernen. Gut und spannend erzählen zu können, ist viel wichtiger! Alles andere kommt mit der Zeit von ganz allein. Dran bleiben!
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