Von der Idee zum Plot

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Von der Idee zum Plot

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Von der Idee zum Plot

Es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten zu Plotten. Z.B. über ein Storyboard oder du kannst mit einer Mindmap anfangen. Wie plottest du?

von © Jacky

 
Hi!

Irgendwie finde ich es lustig. Ich kenne auch meistens, den Anfang und den Schluss und muss mir für das Dazwischen etwas ausdenken.

Jetzt habe ich die Schneeflockenmethode gefunden und endlich klappt es dann auch mal mit dem Plot!

Anfangs:
Ich schreib erst alles auf, was ich über die Geschichte schon weiß, quasi einen lückenhaften ersten Entwurf. Danach hab ich los geschrieben und bin zu 99 % stecken geblieben. Es ging nicht weiter.

Danach:
Hab ich das Buch, wie man einen verdammt guten Roman schreibt gelesen und wusste etwas über eine Prämisse und das es einen sogenannten Plot gibt. Tja, das wars aber auch. Ich hatte nicht den blassesten Schimmer, wie ich das nu ausarbeiten soll. Meine Fantasie gab es einfach nicht her. Meine Prämisse war meistens ein "Das ist eine Heldengeschichte" oder sowas und ich arbeitete immer noch mit meinem lückenhaften 1. Entwurf, der meist aus einem Traum entstanden war.

Und dann:
Hab ich die Charakterkurse entdeckt! Juchu, meine Charaktere waren lebendig und erzählten mir alles, wie ihr Leben bis her war, bis ins kleinste Detail. Dann ließ ich sie auf den Anfang der Geschichte los und sie wussten nichts damit anzufangen und standen in der Gegend rum.

Endlich:
Hatte ich eine Idee in der ich es schaffte mal auch etwas plotartiges hin zu schreiben. Ich kannte den Anfangspunkt und das Ende. Das kam auf einen großen Zettel oben und unten hin und ich hab überlegt, was kann ich dazwischen machen, damit sie da ankommen. Ich hab also über der Endkatastrophe angefangen mich nach oben zu arbeiten.

Und es wurde vollkommen:
Das war immerhin schon mal etwas! Aber so richtig ausgearbeitet, ne....
Ich glaube jeder Schriftsteller, der mal über einen Plot geschrieben hat, musste das auch erst auf diesem langen Weg raus finden.
Ich hab jetzt die Schneeflockenmethode und die ist total toll für mich. Ich arbeite seit nun 2 Wochen an meinem Plot und er wächst und wächst und macht Sinn!
Meine anderen angefangenen Geschichten werde ich auch nochmal so aufrollen, wenn ich mit meiner jetzigen Idee durch bin. :D

LG Liyah

von © Liyah

 
Tjaa, weil mein aktuelles Projekt das erste größere ist, mit dem ich mich wirklich eingehend befasse, kann ich nicht direkt aus Erfahrung sprechen. Außerdem bin ich ziemlich blöd an die Sache herangegange. Ich schreibe grundsätzlich immer häckselweise, hier ein Stück, da ein Stück, sodass sich - hoffentlich- am Schluss alles nach dem Puzzle-Prinzip ineinander fügt. Jetzt habe ich schon ziemlich viele dieser Bruchstücke, aber keinen Plot auf dem Papier. Aber ich habe mir für die Herbstferien vorgenommen, mich auf den Hosenboden zu setzten und einen ebensolchen zu erstellen, weil er mir die Arbeit (es ist ja eigentlich keine Arbeit, aber mir fällt nichts besseres ein) bestimmt erleichtert.
Ich will folgendermaßen an die Sache herangehen: Ich schreibe jede Szene als kurzes Stickwort auf und ordne dann alle Szenen. Einmal als Gliederung, wie sie später im Buch sein wird (vielleicht auch schon Kapitel unterteilen), und dann noch in der Abfolge, in der sie tatsäclich geschehen sind, also zeitlich. Hoffe das haut so hin wie ich mir das überlegt habe :-)
LG,
Biene

von © Biene

Re: Von der Idee zum Plot

 
Hey,

endlich habe ich mich einmal getraut, das Thema "Plot" anzuschauen. Für mich war plotten immer etwas, dass man, wenn man es einmal aufschreibt, immer so sein musste. Jedes Mal, wenn ich wieder versucht habe, einen Plot (was auch immer es war...) zu schreiben, wurde die Geschichte langweiliger und schlussendlich ist sie mir verleidet.

Ich habe angefangen (für mein jetziges Projekt) die Charakteren zu gestalten, habe den Anfang, und dann dachte ich mir, vielleicht ist dieses Thema doch noch gut. Ich war immer skeptisch, bis es am Schluss hiess, dass man sich nicht unbedingt an den Plot halten muss.
Jetzt bin ich davon begeistert :mrgreen:.

Früher schrieb ich einfach drauf los, aber das Problem ist dann immer: Wo ist das Ende?

Lg Joleen

von © Joleen

Re: Von der Idee zum Plot

 
Also:

Am Anfang stand eine Idee:
Ich dachte immer um ein Buch zu schreiben braucht man nur eine einzige tolle Idee und die Seiten fliegen einem nur so zu. Das dem nicht so ist, wurde immer wieder unter Beweis gestellt an den vielen Geschichten die nach Seite 10 keine Handlung mehr hatten.

Aber ich wollte nicht aufgeben:
Also hab ich weitergeübt und hab es tatsächlich geschaft unter einen ersten groben Entwurf ein Ende zu setzen. Später habe ich dann festgestellt das die Handlung total dröge ist. Es gab keinen Höhepunkt. Keine Charakterentwicklung, nichts.

Plotten:
Ich dachte immer: Talent reicht. Du musst nur genug Phantasie haben. Der Rest würde schon einfach so passieren. Aber da lag ich falsch. Die Phantasie gibt dir die Idee, den Rest musst du dir hart erarbeiten.
Ich dachte immer: Ja ja, den Plot das kannst du auch noch später machen. Wer braucht das schon. Aber das stimmt nicht. Ein Plot ist ein Gerüst auf dem du deinen Roman baust.
Ich hatte immer nur das Fundament, aber bis zum Giebel bin ich nie gekommen und hab mich halber schwarz geärgert weil ich immer im Hauptteil versauert bin.

Die Schneeflockenmethode:
Kaum zu glauben wie lange ich mich dagegen gesperrt habe. Ich dachte immer: Pfff. Zu lang, zu aufwendig ICH KANN ALLES. ICH WEI? ALLES BESSER!!!
Dann hab ich es ausprobiert und schwubdiwupp hatte ich einen Plot. Einen richtigen echten Plot. Kaum zu fassen. Ich hatte einen Anfang, eine Mitte, ein Ende. Ein Problem das den Char antrieb ich hatte um es kurz zu machen alles.

der SuWriMo:
Total motiviert fing ich anfang Juli an zu schreiben. Hey was sollte schiefgehen. Die Story stand. Auf Seite drei (Plotpunkt 1 in der schönen farbigen Tabelle die ich mir gebastelt hatte) stellte ich fest: Hm...ist dumm...improvisier mal. Hm...das wäre jetzt toll. Und ich habs gemacht. Jetzt stehe ich kurz vor Schluss.
Ich hatte ja immer meinen fertigen Sicherheitsplott zur Hand. Aber während ich den ersten Entwurf geschrieben habe, fiel mir auf wie unperfekt der war und ich hab ihn jetzt schon etwas optimiert. Das heißt nicht das er so bleibt. Nein auf gar keinen Fall oh Gott nein. Aber ich hatte immer meinen WEgweißer wenn ich mal festgesteckt habe. Alles wichtige ist abgearbeitet und das Ende kann kommen.

lg
Anell

von © anell

Re: Von der Idee zum Plot

 
Ich habe anfangs immer mehr oder weniger drauflosgeschrieben. Ich hatte eine Idee, setzte sie um und las sie mir danach durch. Dadurch hatte ich das Problem, das ich sie mehrmals überarbeitet habe.
Mittlerweile gehe ich etwas anders an die Sache ran.. Wenn ich Ideen habe, wie ungefähr die Geschichte laufen soll, schreibe ich mir Stichpunkte dazu auf. Die werden dann nach und nach "abgearbeitet" Dadurch komme ich mit meinen Geschichten ein wenig besser voran.
Sie wirken nicht mehr ganz so ich muss schon fast sagen "Anfängermöässig" Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll.
Aber ihr kennt sicherlich das Gefühl beim durchlesen. Oh Gott, das habe ich geschrieben? Und dann noch so? Das geht schon mal gar nicht. Das klingt ja total bescheuert!
So geht es mir bei meinen Geschichten oft.

von © MiaFey

Re: Von der Idee zum Plot

 
Hallo,

also ich muss mich hier gleich einmal outen und mich als totalen Neuling in der Schreibszene deklarieren. Ich bin jetzt wie ich sehe nämlich genau in der Phase, wo ich erst anfange zu schreiben (hauptsächlich darum, weil ich total gerne lese und oft einfach nicht verstehe was manche Autoren da schreiben und dann genervt das Buch weg lege; besonders bei den Enden von Büchern bin ich immer verärgert und nicht zufrieden damit- deshalb wollte ich einfach eine Geschichte für mich selber schreiben, wo alles mal so ist, wie ich es mir denke *g*) Tja, soviel am Rande.
Wollte eigentlich nur sagen, dass ich jetzt bei dem Status bin, so wie ihr eure 'alten Fehler' beschrieben habe - tja, genau DA bin ich jetzt gerade. :roll:
Ich bin/ bzw. jetzt langsam schon war der Meinung, dass ich eh alles besser weiß und es ja so schreiben kann, wie ICH es will und habe einfach auf Teufel komm raus los geschrieben. Seite um Seite gefüllt und obwohl ich das Ende weiß, also die letzte Szene u wie es ausgehen soll, hänge ich genau jetzt in der Mitte - einfach weil ich selber Logikfehler im Auge habe und nicht weiß, wie ich um die rum schreiben kann. Deshalb ruht mein Werk jetzt auch schon mehr als ein Monat in der Versenkung und bin nun wieder dabei ihm wieder Leben einzuhauchen. :wink:
Tja, also wollte sagen - danke für eure interessanten und anregenden Kommentare und ich bin mir sicher, dass mir so ein Plot sicher helfen wird die Geschichte aufzuarbeiten. DANKE

von © MartinaRiemer