[Humor]Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Beitragvon eilandei » 03.07.2014, 12:39

Hallo,
ich weiß, überhaupt nicht saisongerecht, aber ich kann nicht warten und bitte jetzt um Rückmeldung.
Es sollte nicht nur lustig, sondern zugleich nachdenklich sein (= satirisch).
Funzt das, ist meine Frage? Es ist nur der Anfang, es kommen noch 2 Szenen.
Danke!
eilandei

„Bist du von allen guten Geistern verlassen?“ hört man oft.
Doch wenn es gute Geister gibt, muss es auch schlechte geben
Es gibt eine Zeit im Jahr, da ist die (christliche)Welt gerade von allen schlechten Geistern verlassen: Weihnachten.
Die Zeit des Friedens und der Harmonie.

Und so sprach Gott vor Weihnachten zu seinem Gesinde: „Leute, dies ist jetzt eine Zeit der Liebe und der Freude. Böse Geister haben da nichts zu suchen. Schickt sie so lange in den Urlaub oder gebt ihnen ein Sedativum, was auch immer. Haben das alle verstanden? Freie Fahrt den guten Geistern, und nur denen.“
Somit entließ er seine Untergebenen aus der monatlichen Planungskonferenz.
„Der hat gut reden“, maulte der Weihnachtsmann in seinen Bart. „Was mache ich dann mit meinen Wichteln? Die lieben doch die boshaften Schelmenstreiche.“
Zwerg Bröselbart mit den langen, roten Ohren hatte das vernommen.
“Soll das heißen, wir sind böse?“ zischelte er lauernd.
„Deine Ohren sind zu groß“, konterte der Weihnachtsmann und fügte dann laut für alle Zwerge hinzu:
„Ihr habt Urlaub. Mischt euch ab sofort unter die Gartenzwerge und haltet dort so lange still, wie ich es sage.“
Bröselbart rümpfte die Knubbelnase und flüsterte zu Zwerg Stinkestiefel: „Jedes Jahr der gleiche Relax-Stress. Der Weihnachtsmann denkt, das sei Urlaub, doch wir müssen uns mobben lassen von den echten Gartenzwergen, weil die um ihre angestammten Plätze fürchten. Diese degenerierten Kreaturen sind zu blöde, um zu kapieren, dass das nur für einige Wochen ist.“
Stinkestiefel wackelte zustimmend mit dem Kopf und fügte hinzu:
„Und diese Kälte, wenn man immer stillstehen und sich einschneien lassen muss.“
Er bibberte schon mal auf Vorschuss.
„Ihr auch?“ wisperte da ein zartes Stimmchen in Bröselbarts langes rechtes Ohr.
Lilakind von den Weihnachtsengeln gesellte sich zu ihnen und berichtete:
„Das Christkind, unsere Chefin, hat befohlen, dass wir uns in die Weihnachtsbäume und Schaufenster setzen und stille halten sollen.“
Das Engelchen schlug aufgeregt die Flügel.
„Was?“ fragte Bröselbart verdutzt. „Ihr seid doch gute Geister, keine bösen. Warum müsst ihr in Zwangsurlaub?“
Lilakind legte kokett den Kopf zur Seite und spielte mit den goldblonden Locken, ehe es erwiderte:“ Bröselchen, die Zeiten, da Sein und Schein zusammen fielen, sind längst vorbei. Kann es sein, dass du etwas verschlafen hast? Im Klartext: Auch unter den Engeln gibt es solche und andere. Und die anderen müssen an Weihnachten in den Zwangsurlaub.“ Unschuldsvoll lächelte es ihn an und klimperte mit den Wimpern über große, blaue Augen.
Bröselbart lachte laut auf und zwinkerte verschwörerisch zurück.“ O o o. Ja, da habe ich wohl eine Entwicklung verpasst. Danke für die Korrektur.“
„Ich habe eine Idee“, sagte er dann, „Wir verdünnisieren uns und machen unser eigenes Ding und weiterhin unsere - wie sagte der Chef? - boshaften Schelmenstreiche. Bei der Masse von Zwergen und von Engeln fällt das gar nicht weiter auf, wenn wir uns ausklinken.“
„Brösel, du bist so cool“, schmachtete Lilakind und schenkte ihm ihr strahlendstes Lächeln, so dass Bröselbart rote Segelohren und weiche Knie bekam und Stinkestiefel eifersüchtig mit den Zähnen knirschte.
„Und … was für ein Ding …?“ wollte Stinkestiefel wissen. „Was machen wir mit der gewonnenen Freiheit?“
Die drei senkten die Köpfe und dachten nach.
„Auf die Autobahnen“, meinte Bröselbart.
“In die Kaufhäuser“, sagte Lilakind gleichzeitig:
Stinkestiefel, dem nichts eingefallen war, rümpfte die Nase und monierte: “Euer Klischeeverhalten stinkt zum Himmel, Männer und Autos, Weiber und Shoppen …“
„Hast du „Weiber“ gesagt?“ fragte Lilakind gedehnt und legte die zarte Stirn in bedrohliche Falten.
„Frauen … Damen …“, korrigierte sich Stinkestiefel schnell.
Bröselbart beachtete den Nebenschauplatz gar nicht: „Wir machen beides: Am letzten Samstag vor Weihnachten in die Kaufhäuser; da müssen alle auf den letzten Drücker die restlichen Geschenke kaufen und sind besonders anfällig für unsere Streiche. Dann, am Sonntag, den vierten Advent auf die Autobahnen, denn da sind diese besonders voll wegen der vielen Verwandtschaftsbesuche. Am Vierundzwanzigsten in die Supermärkte und – krönender Höhepunkt - tatatam: – Heiligabend Abend besuchen wir die Familien zu Hause.“
Lilakinds Gesichtchen wurde wieder weich. „O Brösel, du hast Recht. Das hat Logik.“

Vorweihnachtssamstag in der Einkaufsstraße. Die Kaufhäuser waren rappelvoll.
Unauffällig standen die drei hinter einem Werbeschild am Ein-, Ausgang und beobachteten die Käufer, die sich in Pelzen und Winterkleidung ihre Wege bahnten.
„Die!“ sagte Brösel entschlossen, deutete auf zwei beleibte Damen, die neben einander in dem eh schon schmalen Gang zwischen zwei Warentischen standen und – von einander abgewandt – in Reich der Dinge verweilten. Breitbeinig stellte er sich in Positur, warf die Zwergenbrust heraus und marschierte los. Als er zwischen ihnen war, sein Kopf reichte gerade bis zur Papiertasche der einen Dame, ließ er sich zur Seite fallen ins Bein der älteren der beiden und zog dabei zwei ihrer Einkaufstüten mit sich nach unten. Die Griffe rissen, die Tüten und Inhalt purzelten auf den Boden.
Die betroffene Dame schrie auf und kreischte ihre Nachbarin an: “Können Sie denn nicht aufpassen? Schauen Sie, was Sie angerichtet haben“ und starrte auf den Tütenberg auf dem Boden.
Die zweite Dame keifte, einige Tonlagen höher, zurück: “Iiiich? Gar nichts habe ich gemacht.“
Und während die Geschädigte, jetzt erst recht erbost, schrie: “Wer dann? Sonst war keiner da?“, holte Bröselchen aus und trat der zweiten Dame mit dem Zwergenfüßchen an den Knöchel, so dass sie fast das Gleichgewicht verlor und um einige Oktaven höher kreischte
„O, das ist dich nicht zu fassen. Zuerst beschuldigt die mich, dass ich sie anremple und jetzt tritt sie mich obendrein an den Fuß.“ Sie setzte sich auf den nächst gelegenen Verkaufstisch und rieb sich den Knöchel.
Lilakind, die sich genähert hatte, flüsterte ihr von hinten zu: „Weihnachten, das Fest der Liebe.“ Die Dame nahm das Stichwort auf: “Richtig, und das nennt sich Zeit der Liebe. Dabei rüpeln und rempeln die Leute und werden auch noch frech.“
Die anderen Kunden und auch das Verkaufspersonal hielten respektvoll Abstand, um nicht in die Kampfzone zu geraten. Eine Verkäuferin murmelte halblaut zur anderen
„Jedes Jahr an Weihnachten das gleiche Theater: genervte Kunden, die sich fast prügeln. Und wir müssen lächeln, lächeln, lächeln bis zum späten Feierabend um 20Uhr und dann raus auf die Straße, wo die Passanten und Autofahrer nicht weniger genervt sind.
„Los, weg“, winkte Brösel den anderen zu und die drei rannten liefen in die Spielwarenabteilung.
„Die hier!“, lachte Lilakind und flatterte über einem Ehepaar, das versuchte, zwei kleinere Jungen von der neuesten Generation fernsteuerbarer Autos weg zu ziehen.
„Tommy, Jens, kommt ihr jetzt endlich, wir müssen noch Geschenke für Oma und Opa besorgen
„Mami, Papi, guckt doch mal das Auto da!“
„Tommy, du hast schon so viele Autos. Jetzt lass dich halt überraschen, was das Christkind für dich hat.“
„Jens kriegt immer, was er will“, flüsterte Lilakind und fletschte breit die Zähne.
„Ja genau.“ Tommy nahm das Stichwort auf. „ Das ist ungerecht. Jens kriegt immer viel mehr als ich.“
„Red keinen Unsinn.“
„Und länger aufbleiben darf er als ich. Und mehr fernsehen.“
Tommys Stimme wurde immer lauter und schriller.
„Jens ist ein Jahr älter und mehr fernsehen durfte er ein einziges Mal.“
Tommy hörte die Worte seines Vaters gar nicht mehr, weil eine Stimme ihm ins Ohr zu tuscheln schien: Ungerecht.
Ungerecht. Ungerecht.
„Das ist so ungerecht! Ich will das Auto.“
Jetzt ging nichts mehr. Laut heulend warf er sich auf den Kaufhausfußboden und vergrub das Gesicht in den Armen.
Eine Gruppe von Zuschauern hatte sich um das Getöse versammelt, sah zu und spaltete sich in die Kinderfreunde und die Elternversteher:
„Der arme Kleine, Weihnachten sollte doch ein Fest für die Kinder sein und sie nicht unglücklich machen.“
„Terrorisiert seine Eltern, dieser Bengel. An Weihnachten werden sie noch fordernder, diese verzogenen Gören heutzutage.“
...
Zuletzt geändert von eilandei am 24.07.2014, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Beitragvon LoriPecuretho » 06.07.2014, 00:30

Hallo eilandei,

na gut, im Juli eine Weihnachtsgeschichte. Wieso nicht... ;)

Also, um deine Eingangsfrage zu beantworten: Satirisch ist es, das hast du geschafft ;)
Dein Text ist durchaus lustig und macht auch die Kritik an der zwanghaft-friedvollen Weihnachtszeit inkl. Konsumzwang und lauter gestresster Menschen (die eigentlich entspannt sein sollten) deutlich.
Ich konnte den Text gut und flüssig lesen und besonders gefallen haben mir auch die Namen von Zwergen und Engel. Sehr passend. :)

Mal sehen, ob ich doch noch etwas auszusetzen finde. Wäre doch gelacht. ;)

„Bist du von allen guten Geistern verlassen?“ hört man oft.
Doch wenn es gute Geister gibt, muss es auch schlechte geben
Es gibt eine Zeit im Jahr, da ist die (christliche)Welt gerade von allen schlechten Geistern verlassen: Weihnachten.
Die Zeit des Friedens und der Harmonie.

Guter Gedanke ganz zu Anfang! Schöne Idee, dass man auch von allen schlechten Geistern verlassen sein kann. :) Ich würde das christliche in Klammern aber weg lassen. Stört den Lesefluss finde ich. Und dass es um die christliche Welt geht ist ja durch das Thema Weihnachten vorgegeben.

doch wir müssen uns mobben lassen von den echten Gartenzwergen, weil die um ihre angestammten Plätze fürchten. Diese degenerierten Kreaturen sind zu blöde, um zu kapieren, dass das nur für einige Wochen ist.“

Eine süße Vorstellung, wie die Zwerge die Gartenzwerge aufmischen :lol:

Unschuldsvoll lächelte es ihn an und klimperte mit den Wimpern über große, blaue Augen.

"Unschuldsvoll" hört sich für mich etwas komisch an. "Unschuldig" wäre besser :)

Bröselbart lachte laut auf und zwinkerte verschwörerisch zurück.“ O o o.

Ist das am Ende ein Ausruf? Dann würde ich Oh oh oh schreiben. So sieht es irgendwie aus wie ein missglückter Smiley ;)

Bei der Masse von Zwergen und von Engeln fällt das gar nicht weiter auf, wenn wir uns ausklinken.“
„Brösel, du bist so cool“, schmachtete Lilakind und schenkte ihm ihr strahlendstes Lächeln, so dass Bröselbart rote Segelohren und weiche Knie bekam und Stinkestiefel eifersüchtig mit den Zähnen knirschte.

Das "von" vor "Engeln" kannst du weg lassen. Den letzten Part finde ich sehr schön. :) "eifersüchtig mit den Zähnen knirschen" kann ich mir richtig gut vorstellen.

“In die Kaufhäuser“, sagte Lilakind gleichzeitig:

Hier sollte bestimmt ein einfacher Punkt hin ;)
Übrigens war mir bei der Planerei erstmal nicht klar, dass sie grundsätzlich vorhaben, Streiche zu spielen. Das habe ich erst bei Brösels Zeitplan nachher gecheckt. Könntest du vielleicht vorher schon klar stellen.

„Tommy, Jens, kommt ihr jetzt endlich, wir müssen noch Geschenke für Oma und Opa besorgen

Hmmm.. Tommy und Jens passen für mich als Geschwisternamen so gar nicht zusammen... Selbst wenn Tommy eigentlich Thomas heißt. ;) Jens klingt zu alt für einen Jungen heutzutage.

Fazit: sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Text. Hat mir gut gefallen :)
Im Dezember würde er bestimmt mehr Kommentare bekommen ;)

VG
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Re: Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Beitragvon eilandei » 13.07.2014, 18:39

Hallo Lori,

vielen Dank für das Lesen und Kommentieren. Freut mich sehr, dass Du es kurzweilig fandest und die Satire rüberkam.
Deine Hinweise sind durchgängig alle überzeugend, nur beim o o o ohohoh :D bin ich ganz unsicher, wann man wie schreibt, werde wohl rcherchieren müssen.
Mit den Namen ist es ja immer etwas schwierig, es gibt wohl entsprechende Namenslexika für bestimmte Jahrgänge, im Ernstfall, d.h. bei Veröffentlichungen müsste man die tatsächlich konsultieren - oder Euch als Testleser, danke!
Schönen Abend,
eilandei

Eine Frage muss ich doch noch anhängen:
Du sagst, es war Dir nicht klar, dass die drei Streiche machen wollten.
Bröselbart erwähnt das bei seiner Planung der Aktionen "Leute besonders anfällig für unsere Streiche" . Meinst Du, ich sollte schon früher darauf hinweisen oder es insgesamt deutlicher sagen?
LG
eilandei
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Re: Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Beitragvon LoriPecuretho » 15.07.2014, 21:38

Hallo eilandei,

klar, mit den Namen bist du natürlich eigentlich vollkommen frei. Es gibt bestimmt auch heute noch ein paar zehnjährige Jungs, die Jens heißen. Nur nicht ganz so viele ;) Ich bin zumindest beim Lesen drüber gestolpert, aber kann auch sein, dass das nur mir so geht. :wink:

Zu deiner Frage: Stimmt, Brösel erwähnt das an der genannten Stelle.
Ich war aber ein paar Satze vorher, schon etwas verwirrt, nämlich hier:
Die drei senkten die Köpfe und dachten nach.
„Auf die Autobahnen“, meinte Bröselbart.
“In die Kaufhäuser“, sagte Lilakind gleichzeitig:


Da habe ich mich gefragt, wieso sie denn jetzt auf die Autobahnen und in die Kaufhäuser wollen. Vielleicht könntest du das etwas weiter oben schon erwähnen.

Vielleicht hier:
„Und … was für ein Ding …?“ wollte Stinkestiefel wissen. „Was machen wir mit der gewonnenen Freiheit?“
Die drei senkten die Köpfe und dachten nach.


Nachdem Stinkstiefel fragt, könnten die anderen beiden wie aus einem Mund sagen: "Streiche spielen natürlich" oder so etwas in der Art. Und dann überlegen sie weiter, wo sie damit anfangen.

Dann drück ich mal die Daumen, dass es mit der Veröffentlichung klappt :)

LG
Lori
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Re: Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Beitragvon RayhamGreen » 16.07.2014, 17:41

Servus eilandei,

deine satirische Weihnachtsgeschichte lies sich doch recht angenehm lesen, auch wenn ich hier in meinem Büro sitze und mir eigentlich viel zu warm ist.

Gestolpert bin ich jedoch über:
„Das Christkind, unsere Chefin,


Ich möchte ja kein Besserwisser sein, doch als Christkind wird in DER Weihnachtsgeschichte Jesus Christus bezeichnet. Auch wenn ich kein Glaubensfanatiker bin habe ich mich doch beim lesen etwas daran gestört, dass das Christkind weiblich ist. Man könnte es aber auch als künstlerische Freiheit durchgehen lassen.

diese verzogenen Gören heutzutage.“


Kann sein, dass ich falsch liege, aber unter einer Göre verstehe ich ein freches/ungezogen/... Mädchen, einen Jungen hätte ich jetzt eher als Bengel oder Flegel bezeichnet. Wäre aber auch möglich, dass man das da wo ich herkomme auch einfach nur so sagt und das anderswo anders ist.


Du fängst an mit:

„Bist du von allen guten Geistern verlassen?“ hört man oft.


Vielleicht besteht die Möglichkeit am Ende nochmal mit ein oder zwei Sätzen auf die Geister, oder auf Gott (bei dem ich übrigens richtig gut finde, dass du ihn nicht ganz so ernst genommen und ihn etwas salopp dargestellt hast) zurückkommst. Bin gespannt wie du das Ende gestaltest.

[geändert am 17.07.2014]


keifte, einige Tonlagen höher ...
... und um einige Oktaven höher kreischte


Hier würde ich vielleicht noch ein "noch" einfügen, also: und um (noch) einige Oktaven kreischte
Das klingt meiner Meinung nach einfach noch ein bisschen Ausdrucksstärker.

Aber deine Kritik und Satire kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen. Persönlich finde ich es auch immer wieder schrecklich wie stressig der doch als "so besinnlich" verkündete Advent immer ist. :D


MfG Rayham Green
Ich könnte dir deine Überlebenschancen ausrechnen, aber du wärst nicht begeistert.
-Marvin
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Re: Von Zwergen und Engeln und Weihnachten

Beitragvon eilandei » 24.07.2014, 23:08

Hallo Lori,

danke fürs nochmalige Antworten.
Ich habe jetzt den Hinweis auf die Streiche früher eingefügt. Gar nicht so einfach, weil es ja in den vorhandenen Dialog passen muss, wenn ich ihn nicht ganz umschreiben will. An der von Dir vorgeschlagenen Stelle würde das kollidieren mit Stinkestiefels Bemerkung über das Klischeeverhalten, und die wollte ich nicht rausnehmen.
Wenn es so immer noch nicht passt - bitte melden :)

Hallo Rayham Green (Ich muss immer an Graham Greene denken - Zufall oder gewollt?

deine satirische Weihnachtsgeschichte lies sich doch recht angenehm lesen, auch wenn ich hier in meinem Büro sitze und mir eigentlich viel zu warm ist.

Danke! Ja, der Zeitpunkt zum Posten hätte nicht unpassender gewählt werden können :lol:

Ich möchte ja kein Besserwisser sein, doch als Christkind wird in DER Weihnachtsgeschichte Jesus Christus bezeichnet.

Stimmt, eigentlich ja.
Nur: die verflachte, die verkitschte Variante ist ja, das Christkind als eine Art Engel darzustellen. Beispielsweise wenn es zu den Kindern zur Bescherung kommt. Na mal nachdenken, vielleicht wird es einfach der Chef.
Eigentlich hatte ich erwartet, dass diese Kritik wegen des Geschlechts beim Engelchen Lilakind kommt, das ich zum Mädel gemacht habe, obwohl Engel bekanntlich geschlechtslos sind. :D
Kann sein, dass ich falsch liege, aber unter einer Göre verstehe ich ein freches/ungezogen/... Mädchen,

Das habe ich früher schon mal in anderem Zusammenhang im Duden kontrolliert: die Göre = Mädchen; das Gör = Junge oder Mädchen.
Vielleicht besteht die Möglichkeit am Ende nochmal mit ein oder zwei Sätzen auf die Geister, oder auf Gott (bei dem ich übrigens richtig gut finde, dass du ihn nicht ganz so ernst genommen und ihn etwas salopp dargestellt hast) zurückkommst.

Ja, mal sehen; freut mich, dass Dir das gefällt. Manche finden das vielleicht pietätlos, aber ich denke, wenn es einen Gott gibt, dann hat er Humor. :D
Bin gespannt wie du das Ende gestaltest.
Ich auch ... ähem, will sagen, dass das Ende noch unfertig ist :oops:
Aber deine Kritik und Satire kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen. Persönlich finde ich es auch immer wieder schrecklich wie stressig der doch als "so besinnlich" verkündete Advent immer ist. :D

Sehr gut, denn genau darum ging es mir.
Danke fürs Lesen und Kommentieren.
LG
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