Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon Zwielicht » 09.04.2015, 22:59

Ich denke, der entscheidende Punkt ist hier, dass Vincent Raven keine Romanfigur o.ä. ist, sondern ein "echter" Magier ;) ... the next Uri Geller, mit Rabe statt Gabel.

Wäre er fiktiv, würde ich unkompliziert Recht geben: die Ähnlichkeit lieber gar nicht erst thematisieren. Innerhalb deiner Geschichte ist der Charakter ja real - also NICHT literarisch - und da fänd ich es ziemlich schräg, über seine Ähnlichkeit mit einem fiktiven Charakter zu witzeln. Da kommt dann schnell das Dilemma des Autors durch, dass er sich mit Ironie über seinen offensichtlich abgekupferten Prota hinweg retten will, und das kann nach hinten losgehen.

Aber bei ner realen Vorlage wie Vince ist das imho völlig in Ordnung.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 09.04.2015, 23:19

Zwielicht hat geschrieben:Wäre er fiktiv, würde ich unkompliziert uneingeschränkt Recht geben: die Ähnlichkeit lieber gar nicht erst thematisieren. Innerhalb deiner Geschichte ist der Charakter ja real - also NICHT literarisch - und da fänd ich es ziemlich schräg, über seine Ähnlichkeit mit einem fiktiven Charakter zu witzeln. Da kommt dann schnell das Dilemma des Autors durch, dass er sich mit Ironie über seinen offensichtlich abgekupferten Prota hinweg retten will, und das geht schnell nach hinten los.

Aber bei ner realen Vorlage wie Vince ist das imho völlig in Ordnung.


Den Gedanken habe ich mir an anderer Stelle gemacht, da ich hier durch eine Anspielung einen Helden meiner Kindheit gewürdigt,aber auch etwas vage beschrieben habe (ob diese Passage es in die Geschichte schafft weiß ich noch nicht). Kann ich dir nur Recht geben- das mit dem hinwegtäuschen über einen abgekupferten Prota muss bei solchen Witzen aufkommen, wenn die Ähnlichkeit zu stark ist.Da frickelt man sich dann wohl nicht so schnell raus.^^ Ich gehe in einem solchen Fall eigentlich immer wie folgt vor um, zumindest für mich selbst zu prüfen ob zu viele Ähnlichkeiten vorhanden sind: Ich stelle mir recht einfache Fragen und ändere oder überdenke den Char wenn ich zu oft bejahe. Z.B. : Könnte man sie optisch aufgrund herausragender Merkmale verwechseln? Werden die verschiedenen Merkmale gleich inszeniert ?Würden sie in der ein und derselben Situation gleich reagieren? Daran kann ich immer recht gut festmachen,ob mein Charakter eine zu starke Ähnlichkeit zu bereits bestehenden Char hat. Im Falle eines anderen Char musste ich, nachdem ich ihn fast 2 Jahre geschrieben habe,feststellen,dass er die Narbe über einem Auge wohl zum Teil auch hat, weil ein bestimmter Charakter mit diesem Merkmal mich in meiner Jugend geprägt hat. Problematisch finde ich solche Dinge erst,wenn es darin endet,dass der entsprechende Charakter dann regelrecht zu einem Abziehbild wird. Aber vielleicht gibt es dazu ja gegensätzliche Meinungen-immer her damit;-)
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon SmilingSeth » 10.04.2015, 01:57

Also wenn ich bedenke, oder hier dann mal etwas einwerfen darf: auch die Rowling hat defacto abgekupfert und sich bei so allerhand Dingen mehr oder weniger offensichtlich bei tatsächlichen Dingen bedient. Oder Tolkien hat sich teilweise sogar beim Christentum, in dem Fall bei der Bibel bedient, ohne, dass je jemand das kritisiert hat, auch weil es seinem Stil entspricht. Und von George R.R. Martin will ich gar nicht sprechen, bei ihm könne man glatt vom Guttenberg der Fantasie-Autoren sprechen. (anm: ich hab die Bücher noch nicht gelesen, aber ich kritisiere, Asche auf mein Haupt)

Und bei Corax(dem Raben), also deinem Protagonisten habe ich ja eher die Befürchtung, dass er zu sehr in die Rolle des Pete Doherty geht. Denn ein Vincent Raven mit der Persönlichkeit eines Pete Doherty, wäre eine Kombination, die ich um jeden Preis aus dem Gedächtnis löschen würde.

Oder noch schlimmer, Corvo ist the Crow und dann fehlt nur noch die Stimme von Aiman Abdallah, der aus dem Off die berühmte Worte spricht.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 10.04.2015, 09:49

SmilingSeth hat geschrieben:Und bei Corax(dem Raben), also deinem Protagonisten habe ich ja eher die Befürchtung, dass er zu sehr in die Rolle des Pete Doherty geht. Denn ein Vincent Raven mit der Persönlichkeit eines Pete Doherty, wäre eine Kombination, die ich um jeden Preis aus dem Gedächtnis löschen würde.

Oder noch schlimmer, Corvo ist the Crow und dann fehlt nur noch die Stimme von Aiman Abdallah, der aus dem Off die berühmte Worte spricht.


Glaube,dass ich die Befürchtung entkräften kann. Pete Doherty ist wenn ich mich recht erinner ein etwas extrovertierter Rocker mit Hang zur Randale. Und da sehe ich keine Ähnlichkeiten zu Corvus. Dieser kann zwar auch schon mal zuschlagen,ist aber nicht besonders extrovertiert noch hat er irgendetwas von einem Rockstar. Über die Ähnlichkeiten zu the Crow habe ich mir auch schonmal Gedanken gemacht. Aber mir da Sorgen zu machen habe ich schnell verworfen^^
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon Zwielicht » 10.04.2015, 10:24

Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, irgendwo was abzukupfern. Im Gegenteil, ohne Anleihen hier und da geht's ja gar nicht. Wichtig ist doch nur, dass man einen möglichst "neuen", ungewöhnlichen Kontext erfindet ... sowohl für die Handlung als auch für die Charaktere.

Und ich kann zwar Vincent Raven nicht ab, aber mit der Persönlichkeit eines Pete Doherty fänd ich ihn spannend :mrgreen:
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 10.04.2015, 15:47

Zwielicht hat geschrieben:Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, irgendwo was abzukupfern. Im Gegenteil, ohne Anleihen hier und da geht's ja gar nicht. Wichtig ist doch nur, dass man einen möglichst "neuen", ungewöhnlichen Kontext erfindet ... sowohl für die Handlung als auch für die Charaktere.

Und ich kann zwar Vincent Raven nicht ab, aber mit der Persönlichkeit eines Pete Doherty fänd ich ihn spannend :mrgreen:


Denke auch,dass die Sache mit den Anleihen nicht zu vermeiden ist. Ich schätze übertrieben gesagt kann man es so sehen: Wenn viele Charaktere in Büchern Hundehalter sind geht man ja auch nicht automatisch davon aus, dass alle Charaktere gleich oder abgekupert sind.
Grob vereinfacht gesagt und ohne Bezug auf die Vincent Raven Kiste;-)

Ich schätze Vincent könnte in dem Wischmopp den er da aus seinem Kopf kultiviert super Drogen verstecken.Insofern schreit das ja fast nach so einer Charakterkombi :XD: Wenn ich mir so einen Charakter vorstelle denk ich mir, das seine Geschichte nur etwas Lustiges sein kann. Wobei...richtig angestellt...Wer weiß,ob sich da sogar etwas ernsthaftes schreiben ließe.
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