Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

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Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 06.04.2015, 00:11

Ja die Seras lebt noch;-)
Und da ich seit meinem letzten Auftauchen hier im Forum einige Zeit hatte zu Schreiben und über meine Charaktere nach zu denken stellt sich mir momentan vor allem eine Frage: Sollte ich bei den Schicksalsschlägen meiner Charaktere eventuell abspecken?
Als Beispiel bringe ich am besten meinen Charakter Corvus ein, da er (wie einer der anderen Charaktere gern anmerkt) das "Abziehbild eines kleinen irren vom Schicksal verwöhnten Psychopathen mit Stil" ist XD.

Hier also eine Kurzfassung seines Lebenslaufes(etwas abgespeckt-vor allem die besonders heftige Zeit):
- Nach der Geburt aufgrund seines Aussehens und eines Mals am Handgelenk ausgesetzt.Zu dem Mal gibt es eine Legende ,die seine Eltern vermuten lässt,das er zur "Bösen " Seite gehört.
-Gefunden von einem Mann, der ihn bis zu seinem 8. Lebensjahr wie seinen eigenen Sohn aufzog (versuche ja das Schlechte etwas aus zu gleichen;-) ).
- Verlor seinen Ziehvater im Alter von 8 Jahren und landete auf der Straße.
- Wurde dort von einer Gruppe Straßenkinder aufgenommen und fand dort auch seinen besten Freund und "Bruder".
- Nachdem der Großteil der Gruppe durch die Justiz oder Todesfälle (was sonst;-) ) aus seinem Leben verschwand und sein bester Freund für einige Zeit verschwinden musste war er gezwungen sich allein auf der Straße durch zu schlagen und geriet dort (auch dadurch,das er sich gelegentlich selbst verkaufen musste) in eine Drogenabhängigkeit die er aber einige Jahre später überwinden konnte.
- Generell starken Hang zu selbstzerstörerischem / verletzenden Verhalten .
- Sadistisch vor allem bei Menschen,bei denen er der Meinung ist sie verdienen es nicht besser.

So viel erst einmal zum negativen Part. Da ich keine "Der arme Junge hatte eine schwere Kindheit und ist deswegen so" - Geschichte schreiben möchte habe ich versucht das Ganze etwas aus zu gleichen. All diese Dinge kommen erst nach und nach ans Licht und zu Beginn der Geschichte flackern diese Dinge zwar gelegentlich auf,dominieren aber nicht. Ich habe versucht für jedes negative Ereigniss auch etwas positives einzubringen, um für ein Gleichgewicht zu sorgen. Corvus als Charakter ist auch von seinen Eigenschaften sehr vielseitig und hat nicht nur ein negatives Gesicht,sondern auch sehr liebenwürdige und teils (unfreiwillig) witzige Eigenschaften. Ganz problemlos soll sein Leben natürlich nicht ablaufen. Aber darüber, ob ich es nicht gelegentlich etwas "harmloser" gestalten sollte bin ich mir nicht ganz sicher.

Ich hoffe,dass ich einen halbwegs anständigen Eindruck von meinem kleinen Quotenpsycho vermitteln konnte und bedanke mich im vorn hinein schonmal für Kritik und ehrliche Meinungen :girl:
Zuletzt geändert von Julestrel am 08.04.2015, 08:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Von "Kreatives Schreiben" nach "Plot-Hilfe" verschoben.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon Bella98 » 06.04.2015, 08:38

Guten Morgen :)
Gleich zu Beginn: ich finde, es gibt immer Leute, bei denen ich mir denke "Na, die haben auch alles Schlechte der Welt abgekriegt" oder im Gegenzug "Denen passiert auch nur was Gutes" (mal ganz verallgemeinert). Das ist halt so, und das macht uns aus.
Grundsätzlich würde ich sagen, dass die Vergangenheit ja nicht nur die Vergangenheit ist, sondern den Charakter auch prägt und formt. Das, was dein Prota also in seiner Vergangenheit durchmachen musste, macht ihn also zu der Person, die er heute ist, und das ist gut so. Ich glaube nicht, dass du zwanghaft probieren solltest, ihn irgendwie zu formen. Selbst wenn er immer noch Probleme mit Drogen hätte und in depressiven und nervigen Phasen enden würde, dann wäre das okay, weil es ist eben dein Charakter, und niemand würde es ihm verübeln.
Ein weiterer Aspekt ist auch noch, wie der Charakter mit der Vergangenheit umgeht. Ich habe zum Beispiel eine junge Frau in meinem Projekt, die sich an sämtliche Details erinnert, und das ist natürlich auch oft mehr Fluch als Segen. Die Frau entscheidet sich jedoch, trotz all dem eine besonders positive Haltung an den Tag zu legen. Hätte meine Protagonistin diese Eigenschaft, dann würde sie sich verhalten, als hätte das Leben sie persönlich gestraft und vermutlich im Selbstmitleid versinken.
Was ich damit also sagen will: 1. es ist dein Protagonist, du kannst ihn formen, wie du möchtest; 2. stell ihn dir einfach als lebendige Person vor und überlege, wie er sich verhalten würde, nicht, wie DU möchtest, dass er sich verhält.
Vielleicht konnte ich dir ja etwas helfen :)
Alles Liebe, Bella
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon Maggi1417 » 06.04.2015, 09:49

Da ich keine "Der arme Junge hatte eine schwere Kindheit und ist deswegen so" - Geschichte schreiben möchte

Ich weiß nicht, warum das neuerdings so in Verruf ist. Menschen existieren nicht in einem Vakuum und niemand kommt "böse" zur Welt. Bestimmte Prädispostionen bekommen wir von der Natur mit, aber was aus diesen Veranlagungen wird, hängt davon ab, was uns im Leben, besonders in der (frühen) Kindheit zustößt.
Von einem Autoren erwarte ich schon, dass er mir einen Grund dafür liefert, warum eine Figur so handelt wie sie handelt und die "schlechte Kindheit" ist kein Klischee sondern schlicht und ergreifend die Realität.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon 4Tom4lepus4 » 06.04.2015, 13:46

Ich finde, das Problem bei "Der arme Junge hatte eine schwere Kindheit" ist nicht, die Vorgeschichte an sich, sondern wie damit umgegangen wird. Klischee wäre es für mich, wenn er trotz seiner ach so tragischen Kindheit ein perfekter Held wäre oder wenn man die Kindheit als Rechtfertigung für eventuelle schlimme Taten benutzen würde.
Generell ist an einer tragischen Kindheit/Vergangenheit ja nichts auszusetzen (... für eine Geschichte natürlich^^), solche Dinge passieren auch in der Wirklichkeit. Meiner Meinung nach ist es nur wichtig, dass dein Charakter dann von seiner Vergangenheit auch wirklich geprägt wird ohne sie ständig als Rechtfertigung zu benutzen.
So wie du deinen Charakter beschrieben hast, denke ich, dass du da keine Probleme haben solltest. :)
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon IPatricia » 06.04.2015, 14:53

Hey!

Also zunächst mal: Klischeehaft muss nicht immer schlecht sein. Ich weiß gar nicht, warum Klischees immer wieder so sehr in Verruf geraten, denn wenn niemand sie lesen wollen würde, gäbe es sie ganz sicher nicht. Rosamunde Pilcher Filme funktionieren noch heute. Seifenopern funktionieren. Twilight und Shades of Grey hat blendend funktioniert. Beides in meinen Augen keine literarischen Meisterwerke, aber erfolgreich, obwohl sie mit Klischees beladen waren. Viele Leute lesen so etwas sehr gerne, auch wenn sogenannte Kritiker das gerne in der Luft zerreißen. Ein klischeehafter Charakter muss nicht immer ein schlechter Charakter sein, wenn alles denn gut erzählt wird. Der Geschmack der Leserschaft ist vielfältig. Manche meiden Klischees in Büchern, weil es ihnen zu unglaubwürdig, zu kitschig ist. Andere lieben solche Klischees. Du wirst es nie allen recht machen können. Der eine verteufelt es, der andere lobt es in den Himmel. Daher würde ich sagen: Gestalte deinen Charakter so, wie er dir gefällt und du seine Person am besten darstellen kannst. Wenn er so geprägt von der Vergangenheit sein soll, dann stelle ihn so dar. Vielleicht ist es in deinen Augen das, was seine Persönlichkeit ausmacht. Wenn der Charakter für dich glaubhaft und authentisch ist, wird es das vermutlich auch für andere sein, Vorraussetzung ist eine gesunde Selbstreflexion. Du musst dir überlegen: Ist mein Charakter wirklich authentisch - oder will ich nur, dass er es ist? In erster Linie muss er dir zusagen, sonst lässt sich eine Geschichte schlecht auf ihm aufbauen.

Nun zu seiner Vorgeschichte:
Zu klischeehaft ist daran erst einmal gar nichts. Das ganze Leben kann ein Klischee sein. Wie hier jemand schon sagte: Es gibt Menschen, die sind wirklich vom Pech verfolgt und mussten sich im Leben schon oft durchboxen. Dann gibt es Leute, die sind mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und müssen sich für nichts anstrengen, weil ihnen alles vor die Füße fällt. Die Frage ist, über wen würden wir lieber lesen? Natürlich über den, der es schwer hatte, weil sich viele Leute mit jemandem wie ihm identifizieren können. In Geschichten ist der Pechvogel immer authentischer als der Glückspilz, finde ich. Wir wollen lesen, wie er Hindernisse überwindet und trotzdem irgendwie ein guter Mensch bleibt. Wie er hinfällt, aber es immer wieder schafft, aufzustehen. Wir wollen eine echte Person, einen echten Menschen, der strauchelt, aber trotzdem stark ist, weil es uns daran erinnert, niemals aufzugeben.

Natürlich muss ihn diese Vorgeschichte zweifeln lassen. Er wird sich zwangsläufig fragen: Warum immer ich? Dann wird ihm aber bewusst, dass Selbstmitleid ihn nicht weiterbringen wird. Unglaubwürdig wäre, wenn ihn diese ganzen Schicksalsschläge überhaupt nicht aus der Bahn werfen und er trotz allem immer fröhlich und optimistisch wäre. Jemand, der so viel schlechtes erlebt, wird automatisch ein kleiner Pessimist. Klar kann man trotzdem optimistisch bleiben, aber unterbewusst fragt man sich, ob das wirklich so hinhauen wird, nach allem, was passiert ist. Zweifeln macht die Figur menschlich.

Ich finde die Vorgeschichte deines Charakters völlig okay. Du darfst nur nicht vergessen, ihn authentisch darzustellen. Gestalte ihn echt.
IPatricia
 
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon Libelle » 06.04.2015, 15:53

Ich reagiere normalerweise auf diese »Tragische Vergangenheiten« allergisch, weil sie oft nur eingesetzt werden, um die Figur »interessant« zu machen. Die tragische Vergangenheit ist die bequemste Lösung, Drama zu erzeugen und über wenig Tiefgründigkeit hinwegzutäuschen.

In deinem Fall jedoch finde ich sie durchaus sinnvoll, wenn es dir gelinkt, die tragische Vergangenheit glaubwürdig in Bezug zum heutigen Handeln zu setzen. Im realen Leben mag der Mensch oft irrational handeln, aber in einer Geschichte sollte es »rund« sein. Zudem klingt die tragische Vergangenheit, die dir da vorschwebt, nicht übertrieben, sondern an sich durchaus glaubwürdig.

Ob deine Figur öde ist, hängt davon ab, wie lebendig du sie in Situationen schilderst, nicht davon, ob die Kindheit schrecklich genug war oder der Psychokram eine neue Stufe von Abgedrehtheit erreicht hat.
Zuletzt geändert von Libelle am 06.04.2015, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 06.04.2015, 15:59

moinmoin^^

Grundsätzlich würde ich sagen, dass die Vergangenheit ja nicht nur die Vergangenheit ist, sondern den Charakter auch prägt und formt. Das, was dein Prota also in seiner Vergangenheit durchmachen musste, macht ihn also zu der Person, die er heute ist, und das ist gut so.

Genau das isses^^ Formen kann ich ihne ohnehin nicht immer problemlos - er macht gern was er will (und das ist auch gut so;-) ).

Was ich damit also sagen will: 1. es ist dein Protagonist, du kannst ihn formen, wie du möchtest; 2. stell ihn dir einfach als lebendige Person vor und überlege, wie er sich verhalten würde, nicht, wie DU möchtest, dass er sich verhält.

Kürzer und passender kann man es wohl nicht sagen^^ Letzteres versuche ich auch zu vermeiden, da es den Charakter ja auch einschränkt.

Ich weiß nicht, warum das neuerdings so in Verruf ist.

Es wäre mir etwas zu einfach,alles ausschließlich mit seiner Kindheit zu erklären. Und ob das ganze nicht etwas zu abgedroschen wäre,da war ich mir auch nicht ganz sicher;-) Aber ja- es erklärt eindeutig auch,warum er geworden ist, wie er eben ist. Insofern wäre das mit dem Grund auch abgedeckt.^^

Meiner Meinung nach ist es nur wichtig, dass dein Charakter dann von seiner Vergangenheit auch wirklich geprägt wird ohne sie ständig als Rechtfertigung zu benutzen.

Vielleicht hat er auch so seine selbstmitleidigen Phasen. Geprägt wird er in jedem Fall von ihr. Und manchmal benutzt er die Vergangenheit sicher auch als Rechtfertigung. Aber im Ausgleich dazu versuche ich aus der Erzählerposition bzw. durch seinen besten Freund etwas gegen zu steuern wenn ich das Gefühl habe es wäre zu schlimm.

Ich weiß gar nicht, warum Klischees immer wieder so sehr in Verruf geraten, denn wenn niemand sie lesen wollen würde, gäbe es sie ganz sicher nicht. Rosamunde Pilcher Filme funktionieren noch heute. Seifenopern funktionieren. Twilight und Shades of Grey hat blendend funktioniert. Beides in meinen Augen keine literarischen Meisterwerke, aber erfolgreich, obwohl sie mit Klischees beladen waren.

Das im Zusammenhang mit Corvus mal solche Werke erwähnt werden hätte ich mir auch nie zu träumen gewagt ;-). Der Erfolg ist für mich zunächst einmal eher zweitrangig. Was ich vor allem möchte ist, dass der Charakter glaubwürdig ist und für mich vertretbar bleibt. Bei Klischees muss man aber wohl,wie hier schon erwähnt, auf die Umsetzung achten. Dann können auch so gestaltete Char funktionieren denke ich.

Wir wollen lesen, wie er Hindernisse überwindet und trotzdem irgendwie ein guter Mensch bleibt. Wie er hinfällt, aber es immer wieder schafft, aufzustehen. Wir wollen eine echte Person, einen echten Menschen, der strauchelt, aber trotzdem stark ist, weil es uns daran erinnert, niemals aufzugeben.

Das kann ich wohl erfüllen. Denke ,dass das auch eine gute Richtlinie ist,die man sich beim Schreiben vor Augen halten kann^^

Bedanke mich für die schnellen Antworten und hilfreichen Tipps,die mir auch einen neuen Blickwinkel zum Thema "Klischees" aufgetan haben
Lg Seras :girl:
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon SmilingSeth » 06.04.2015, 23:36

Es spricht rein gar nichts gegen einen Charakter der sich klischeehaft verhält, genau genommen entsprechen sehr viele Charaktere einem Klischee, denn ein Klischee wurde nicht einfach aus einem Hut gezaubert.
Auch wenn ich Klischees so gar nicht leiden kann.

Jedenfalls das Problem wäre für mich nicht der Protagonist, sondern der Name eben dessen.
Ehrlich Corvus? Heißt sein Nachname dann auch Corax? Ganz böse ist Azazel.
Ich fürchte mich hier als Leser vor einem sehr starken Vincent Raven-Trash-Flair.

Und ich, wenn ich als Leser die Geschichte lesen würde: wäre schon nach dem 3 Schicksalsschlag ausgestiegen, vielleicht wäre eine chronische Erkrankung, oder eine Anomalie, etc. manchmal ist ein understatement das bessere overstatement.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 07.04.2015, 00:30

Jedenfalls das Problem wäre für mich nicht der Protagonist, sondern der Name eben dessen.
Ehrlich Corvus? Heißt sein Nachname dann auch Corax? Ganz böse ist Azazel.
Ich fürchte mich hier als Leser vor einem sehr starken Vincent Raven-Trash-Flair.


Ja ganz ehrlich Corvus^^. Wie er selbst auch häufig bemerkt "Verdammt kreativ, aber immerhin besser als Detlev oder Kevin.".Der Nachname steht bei ihm noch gar nicht fest.Ich tu mich in Sachen Namensfindung immer besonders schwer.;-)Aber ja der Name Corax hängt tatsächlich auch mit dem Guten zusammen-zumindest hat er einen Raben so getauftXDJa in dieser Hinsicht bin ich mir darüber bewusst,das es sehr einfach und wenig originell ist. Aber ich muss das Ganze ja nich bierernst behandeln, wenn es einmal Thema ist. Ok mit Vincent Raven hat Corvus ansonsten keine Ähnlichkeit-aber es ist klar,dass diese Sache eine riskante Kiste ist.

Und ich, wenn ich als Leser die Geschichte lesen würde: wäre schon nach dem 3 Schicksalsschlag ausgestiegen, vielleicht wäre eine chronische Erkrankung, oder eine Anomalie, etc. manchmal ist ein understatement das bessere overstatement.


Da könnte ich dich eventuell beruhigen-die Schicksalsschläge gehören zur Vorgeschichte. Ich setze zu einem Zeitpunkt an, zu dem diese nur noch passiv Einfluss auf das Geschehen haben. Die Geschichte wird ab einem Zeitpunkt erzählt ,an dem Corvus bereits 17 ist und die letzen Ereignisse des Lebenslaufes etwa 2-3 Jahre zurückliegen.Dadurch hoffe ich auch die Sache mit den Schicksalsschlägen etwas weniger übertrieben rüber zu bringen. Besser über die Geschichte verteilt gewissermaßen. Vielleicht wäre es mit diesem Wissen ja interessanter für dich zu lesen. Würde mich mal interessieren^^

Was ich aber nicht ganz versteh ist was du mit " vielleicht wäre eine chronische Erkrankung, oder eine Anomalie, etc. " meinst...

Ansonsten thx für deine Meinung und das Bild von Mr. Raven - ich muss schon die ganze Zeit,seit du mich wieder an die Ähnlichkeiten zwischen den beiden erinnert hast, schmunzeln. Noch breiter ziehen sich meine Mundwinkel nur auseinander wenn ich an die Unterschiede denk;-)
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon SmilingSeth » 07.04.2015, 00:42

Da könnte ich dich eventuell beruhigen-die Schicksalsschläge gehören zur Vorgeschichte. Ich setze zu einem Zeitpunkt an, zu dem diese nur noch passiv Einfluss auf das Geschehen haben. Die Geschichte wird ab einem Zeitpunkt erzählt ,an dem Corvus bereits 17 ist und die letzen Ereignisse des Lebenslaufes etwa 2-3 Jahre zurückliegen.Dadurch hoffe ich auch die Sache mit den Schicksalsschlägen etwas weniger übertrieben rüber zu bringen. Besser über die Geschichte verteilt gewissermaßen. Vielleicht wäre es mit diesem Wissen ja interessanter für dich zu lesen. Würde mich mal interessieren^^

Was ich aber nicht ganz versteh ist was du mit " vielleicht wäre eine chronische Erkrankung, oder eine Anomalie, etc. " meinst...

Ansonsten thx für deine Meinung und das Bild von Mr. Raven - ich muss schon die ganze Zeit,seit du mich wieder an die Ähnlichkeiten zwischen den beiden erinnert hast, schmunzeln. Noch breiter ziehen sich meine Mundwinkel nur auseinander wenn ich an die Unterschiede denk;-)

Achso, ich meine damit, du könntest ihn, den Corvus durch seine Krankheitsgeschichte, sei es eine Depression in Kombination mit einer chronischen Erkrankung(ergo, alle(lol,) oder viele die eine chronische Krankheit haben, sind irgendwo auch depressiv) von der Menge abheben. Ich weiß nur nicht, wie weit deine Geschichte schon geschrieben ist, ansonsten ist mein Hinweis hier höchstwahrscheinlich unwichtig.
Aber mir persönlich gefällt eine Geschichte mehr, wenn sie einerseits ironisch ist, aber anderseits nicht zu dick aufdrückt.

Und zusätzlich, ich muss auch noch an Corvo Attano denken, den Protagonisten aus dem Videospiel "Dishonored", der ja mal, den Namen völlig zu Recht verdient.

Ja ganz ehrlich Corvus^^. Wie er selbst auch häufig bemerkt "Verdammt kreativ, aber immerhin besser als Detlev oder Kevin.".Der Nachname steht bei ihm noch gar nicht fest.Ich tu mich in Sachen Namensfindung immer besonders schwer.;-)Aber ja der Name Corax hängt tatsächlich auch mit dem Guten zusammen-zumindest hat er einen Raben so getauftXDJa in dieser Hinsicht bin ich mir darüber bewusst,das es sehr einfach und wenig originell ist. Aber ich muss das Ganze ja nich bierernst behandeln, wenn es einmal Thema ist. Ok mit Vincent Raven hat Corvus ansonsten keine Ähnlichkeit-aber es ist klar,dass diese Sache eine riskante Kiste ist.
Du meinst dieses Thema wird mit Selbstironie heruntergespielt. :wink:
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 07.04.2015, 01:07

Achso, ich meine damit, du könntest ihn, den Corvus durch seine Krankheitsgeschichte, sei es eine Depression in Kombination mit einer chronischen Erkrankung(ergo, alle(lol,) oder viele die eine chronische Krankheit haben, sind irgendwo auch depressiv) von der Menge abheben. Ich weiß nur nicht, wie weit deine Geschichte schon geschrieben ist, ansonsten ist mein Hinweis hier höchstwahrscheinlich unwichtig.


Die Vorgeschichte ist schon zu großen Teilen geschrieben.Aber ich muss zugeben,dass das meine Herangehenweise eher chaotisch ist.So bin ich einfach produktiver wie`s scheint.Die Vorgeschichte ist kaum in wesentlichen Punkten zu ändern. Sie ist halt für vieles wichtig: So lernt er seinen besten Freund, der auch ein sehr starker positiver (und chaotischerXD)Faktor ist,durch die Zeit auf der Straße kennen. Ich belasse es der Menge wegen erstmal bei einem Beispiel. Aber jeder der Schicksalsschläge trägt auch etwas positives mit sich. Mein Raven- Duplikat (verdammt, dank dir krieg ich dieses Raven Bild nicht mehr aus dem KopfXD) wird durch diese Schicksalsschläge also sowohl positiv als auch negativ geprägt. Es ist also etwas zu weit fortgeschritten.Aber unwichtig find ich den Tipp nicht-kann ja an anderer Stelle weiterhelfen;-)


Ich glaube Corvo Attano würde meinem Corvus besser gefallen. Aber ich weiß mindestens 2 Charaktere die einen Heidenspaß daran hätten ihn mit Vincent Raven vergleichen zur Weißglut zu treibenXD

Du meinst dieses Thema wird mit Selbstironie heruntergespielt. :wink:


Ich weiß nicht,ob man es herunterspielen nennen kann. Aber ein anderer Char macht über diese Sache gern Witze und zieht ihn damit auf.Ansonsten sorge ich in meiner Position als Erzählerin einfach dafür,dass es nichts (in meinen Augen) übertrieben und aufgesetzt mystisches hat.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon SmilingSeth » 07.04.2015, 12:11

Das Vincent Raven Duplikat, das mit Vincent Raven Vergleichen wegen der Namensgleichheit zum Wahnsinn getrieben wird.
Ich glaube Corvo Attano würde meinem Corvus besser gefallen. Aber ich weiß mindestens 2 Charaktere die einen Heidenspaß daran hätten ihn mit Vincent Raven vergleichen zur Weißglut zu treibenXD
Wo Du gerade von Vincent Raven sprichst, diese Folge ist mir noch immer im Gedächtnis. Bild

Und etwas weiter. https://youtu.be/pYy5IqxZjTc?t=12m20s
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 09.04.2015, 20:52

SmilingSeth hat geschrieben:Das Vincent Raven Duplikat, das mit Vincent Raven Vergleichen wegen der Namensgleichheit zum Wahnsinn getrieben wird.

So in etwa. Aber da kann ich auch nur sagen unter anderem;-).
Zu den Vincent Raven Sachen Thx- ich hab jetzt ein Wochenende gebraucht um bei dem Gedanken an Corvus nicht mehr diesen Kerl nicht mehr mit Corvus in Verbindung zu bringen.Aber So ganz ist es mir noch nicht gelungen :XD:
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon unkompliziert » 09.04.2015, 21:10

Sollte es Ähnlichkeiten zwischen deinem Prota und einer recht aktuellen erfolgreichen Film/Romanfigur geben, würde ich nicht auch noch einen anderen Char darauf anspielen lassen.

Entweder den Lesern geht es so wie mir: Sie kennen Vincent Raven gar nicht, dann können sie mit den Insidern nichts anfangen. Oder eben schon. Dann werden sie durch die Anspielungen mit der Nase darauf gestoßen und statt dass sie sich unbefangen auf deinen Geschichte einlassen, werden sie dadurch abgelenkt, dass sie ständig überlegen: "Ist er so wie Vincent?" "Ist sie kreativ genug?" "Ist Vincent besser?"

Es ist deine Geschichte und du sollst Spaß dabei haben sie zu schreiben.
Aber diese Anspielungen müssten schon brüllend komisch sein, um so ein Risiko zu rechtfertigen.

Etwas anderes ist, wenn dein Zielpublikum eine Fanfiction Lesergemeinschaft ist oder du extra für Vincent Raven Fans schreibst. Da könnte das genau den Nerv treffen.

Shades of Grey ist eine erwachsenere, sexualisierte Variante von Twilight und war ursprünglich "nur" Fanfiction. Die Fans fanden diese Variation so toll, dass es dass Buch bis in einen großen Verlag geschafft hat.
Es kann so oder so laufen.
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Re: Vorgeschichte meiner Charaktere zu klischeehaft?

Beitragvon seras » 09.04.2015, 21:26

unkompliziert hat geschrieben:Sollte es Ähnlichkeiten zwischen deinem Prota und einer recht aktuellen erfolgreichen Film/Romanfigur geben, würde ich nicht auch noch einen anderen Char darauf anspielen lassen.

Entweder den Lesern geht es so wie mir: Sie kennen Vincent Raven gar nicht, dann können sie mit den Insidern nichts anfangen. Oder eben schon. Dann werden sie durch die Anspielungen mit der Nase darauf gestoßen und statt dass sie sich unbefangen auf deinen Geschichte einlassen, werden sie dadurch abgelenkt, dass sie ständig überlegen: "Ist er so wie Vincent?" "Ist sie kreativ genug?" "Ist Vincent besser?"

Es ist deine Geschichte und du sollst Spaß dabei haben sie zu schreiben.
Aber diese Anspielungen müssten schon brüllend komisch sein, um so ein Risiko zu rechtfertigen.

Etwas anderes ist, wenn dein Zielpublikum eine Fanfiction Lesergemeinschaft ist oder du extra für Vincent Raven Fans schreibst. Da könnte das genau den Nerv treffen.

Shades of Grey ist eine erwachsenere, sexualisierte Variante von Twilight und war ursprünglich "nur" Fanfiction. Die Fans fanden diese Variation so toll, dass es dass Buch bis in einen großen Verlag geschafft hat.
Es kann so oder so laufen.


Hm vielleicht kommt das mit den Ähnlichkeiten zu diesem Mr. Raven ja gravierender rüber als es tatsächlich der Fall ist. Corvus hat als einziges den Bezug zu Raben mit Vincent Raven gemeinsam. Der Rest ist aus eigener Feder und hat mit diesem "Magier" weder geschichtlich noch charakterlich eine Ähnlichkeit. Denke, dass es immer wieder solche Überschneidungen wie z.B. den Bezug zu einer Tierart gibt ohne,dass sich die Charaktere komplett ähneln müssen^^ Nur mache ich gerade deswegen so unbesorgt Witze über diese Corvus/Vincent Raven Sache,weil beide wirklich kaum unterschiedlicher sein könnten;-)Und gerade deswegen kann es vorkommen,dass er damit aufgezogen wird-weils ihn eben trotz allem nervt;-)Ich schätze,dass es so wies momentan aussieht erst zu einem Zeitpunkt kommen wird an dem der Leser schon gemerkt haben sollte in welchen Punkten er sich unterscheidet.Ein Fanfiction ist es nicht.Und besonders wichtig sind diese Anspielungen auch nicht. Zur Not könnte man sie auch weglassen.Ich habe ehe einen etwas ungeordneteren Schreibstil und habe meine Geschichte vor einigen Monaten komplett auf den Kopf gestellt.Da ist so eine Änderung immer drin.;-) Hoffe meine Antwort kommt nicht all zu barsch rüber oder ich hab hinterher sogar dich falsch verstandenXD
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