[Humor]Warum musste Hugo sterben

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon Petriso » 14.06.2015, 17:23

Hugo ist tot.

Meine Familie konnte es gar nicht glauben, denn als meine Frau mit den Kindern nach Mallorca aufbrach, war Hugo noch mopsfidel. Damals knabberte er genüsslich eine frisch gekochte Kartoffel während er sich an seiner Lieblingsstelle scheuerte. Mit schwarzen Kulleraugen beobachtete Hugo stumm das turbulente Aufbruchsgeschehen. Als Liebling der ganzen Familie war er offenbar vollständig abgemeldet.
Die Haustür fiel mit einem lauten Bums ins Schloss und keiner warf ihm auch nur einen freundlichen Abschiedsgruß zu. Augenblicklich herrsche Totenstille im Haus. Was für ein Abschied von Hugo - und das für immer!

Ich holte mir erst mal eine Flasche Saft aus dem Kühlschrank. Dann saßen wir uns beide gegenüber, schauten uns in die Augen und ich fragte ihn mit spitzem Mund:
„Freund Hugo, was wohl fangen wir an mit unserer Freiheit auf Zeit?“
Er starrte mit seinen Kulleraugen auf die Pflanzen in der Ecke. Dann öffnete er die wulstigen Lippen und spuckte einen Rest Kartoffelstückchen direkt in die Grünpflanzen hinein.
Das Telefon riss uns in die Wirklichkeit zurück.
„Hallo, was is nu? Deine Leute sind gerade weg. Auf geht´s, in die Forelle zum Skaten!“,
meldete sich mein Grundstücksnachbar Rudi.
Ach ja, Rudi - mein Nachbar und der Cousin meiner Frau. Leichfertig hatte ich ihm etwas versprochen, wozu ich eigentlich überhaupt noch nie richtig Bock hatte.
Nicht, dass ich meine eingerosteten Skatkenntnisse ausgerechnet in der Schmuddelkneipe „Forellengrund“ am Schwarzwasser auffrischen sollte, störte mich. Nein! Kannte ich doch das rechthaberisch aufbrausende Wesen meines angeheirateten Cousins nur zu gut, besonders dann, wenn er wieder mal unrecht hatte. Und das kam vermutlich in letzter Zeit nicht selten vor, wie man oft als Nachbar miterleben durfte. Und mit diesem streitsüchtigen Zeitgenossen in der „Forelle“ Karten spielen?
Vorsichtshalber griff ich mir den niedlichen Elektroschocker vom Küchentisch, den meine Frau vergessen hatte einzupacken, und machte mich missgelaunt auf den Weg zur Skatrunde.

Der „Forellengrund“ war proppenvoll. Rudis wuchtigweisser Kahlschädel leuchtete wie eine Ampelleuchte unübersehbar vom Stammtisch aus zu mir herüber.
„Hast du ein Glück“, empfing er mich am runden, zerkratzten Eichentisch lautstark, „Heute hat mein Kumpel Siggi den bekannten Promi-Koch Roderich in seine verräucherte Küchenhöhle zu Besuch. Wie hat der den wohl hergelockt? Jedenfalls gibts nachher Karpfen vom Feinsten, a la Fernsehkoch. Da hinten im Vereinszimmer sitzen ein paar feine Pinkel, angeblich Typen von einer Fernseh-Jury. Irgendwie geht´s um Sterne. Für uns vier Skatbrüder hab‘ ich bei Siggi`n auch was feines bestellt.“

„Ich wes ja nich“,nuschelte mir gegenüber der Skatbruder und Polizeiobermeister Henry Klauke. Grinsend zeigte er seine nikotinbraunen Zähne. „Ihr kennt doch den dicken Selbsttor-Eckehard und seine Verlobte, die aschblonde Maria. Die machen ab heute mit in der Küche, als Aushilfen. Unsere Titten-Mary kann sicherlich vieles perfekt,“ ,dabei zwinkerte er mir vertraulich zu und zeigte nochmals sein pflegebedürftiges Nikotingold. „Aber von Hausarbeit, geschweige Küchenarbeit, versteht die gar nüscht und Eckehard noch viel weniger - na dann, guten Hunger, Freunde!“

Hinter Rudi stand plötzlich der Kneipenwirt Siggi und nuschelte seinem Jugendfreund Rudi eine feuchte Nachricht ins rechte Segelohr.
„Kein Problem, das klären wir unter uns, Siggi. Wozu haben wir unseren Kumpel Henry von den Bullen bei uns sitzen. Stimmt`s Polizeiobermeister Klauke?“
Im Nu verschwanden die Drei durch die Hintertür in den Küchentrakt.

„Was ist denn da passiert?, fragte ich den langen Sascha, der mit mir am Stammtisch übrig blieb und der unter uns als extrem maulfaul aber dafür als schlagkräftig und trinkfreudig galt.
„Lass man, was wir nicht wissen, macht uns nicht zu Mitwissern,“ meinte Sascha salomonisch, grinste schief und schnippte mit Daumen und Zeigefinger an seinen Hals. Für die Bedienung bedeutete das Zeichen so viel wie: Noch ein Runde Gerstensaft mit Kompott, mein Täubchen. Und das Täubchen stellte prompt vier halbe Hasseröder und vier doppelte Wodka-Gorbatschow auf den Tisch.
Eigentlich war ich seit meiner Heirat vor sieben Jahren gezwungenermaßen überzeugter Vegetarier und Antialkoholiker. Doch Sascha schob lässig zwei Bier und zwei Doppelte vor meine Nase, stierte mir fest in die Augen und sagte lauernd mit drohendem Unterton:
„Prost, Raini, alter Junge!“.
In diesem besonderen Fall hielt ich es aus gesundheitlichen und sonstigen Gründen für angebracht, schleunigst in mein altes Genussmuster von vor sieben Jahren zu schlüpfen und sagte resigniert:
„Prost, Sascha, mein Freund ...“.
Sascha und ich, wir schwiegen ausdauernd eine Weile vor uns hin. Nur sein Schnipsen störte ab und zu die traute Zweisamkeit.
Nach dem fünften „ am Hals schnipsen“ tauchte endlich mein angeheirateter Rudi vollkommen durchgeschwitzt und rotgesichtig schemenhaft vor mir auf. Wie aus weiter Ferne hörte ich ihn sagen:
„Komm, Raini, du musst uns aus der Patsche helfen. Gib mir deinen Hausschlüssel, wir brauchen dringen euren Hugo.“
Sascha stand schwankend auf in voller Größe. „Und wer braucht mich. Wohl keiner, wie immer!,“ trompetete er in den Raum, sodass die anderen Gäste aufmerksam wurden.
„Hals Maul, Sascha, mach dich in die Küche, dein Typ wird gebraucht“, zischte Rudi ihn an. „Was is nu, Raini, her mit dem Schlüssel. In der Küche spielt sich eine Mega-Katastrophe ab. Hier kann am Ende nur Hugo helfen. Mach schon!“
"Erst wi-will , ich wi-wissen, was hier los ist, Ru-Rudi, sonst gebe ich den Schlü-Schlüssel nicht her!“
„Mensch, der Aushilfs-Eckehard hatte angeblich über den Spiegelkarpfen Rattengift geträufelt. Jetzt mussten wir, der Wirt, Henry und ich, dem Promi-Koch mit vereinten Kräften prophylaktisch vier Mal zum Kotzen bringen, weil der als einziger das vergiftete Essen abgeschmeckt hat. Und jetzt schlägt der dämliche Eckehard auf den Promi und auf den Wirt mit einem Besenstiel ein, dass es nur so kracht. Dabei brüllt er andauern, dass er nur Backpulver in den Fischsud gerührt hätte und immer wieder was über Begrapschen, Abknutschen und Unzucht mit Maria, wozu die beiden nacheinander seine geliebte Mary heimlich in den Weinkeller gelockt hätten. Verstehst du mich, Raini“.
„Nee, Rudi, k-kein Wort. A-aber, mein lieber guter Cousin, hier ha-hast du meine Hausschlüssel.
Wozu brauchst du denn unseren Hugo so dringend?"
Zuletzt geändert von Petriso am 18.06.2015, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum musste Hugo sterben - 1.Teil

Beitragvon Waldrapp » 17.06.2015, 20:45

So, allmählich bekomme ich den Dreh mit dem Feedback raus.

Petriso hat geschrieben:Hugo ist tot.

Meine Familie konnte es gar nicht glauben, denn als meine Frau mit den Kindern nach Mallorca aufbrach, war Hugo noch mopsfidel. Damals knabberte er genüsslich eine frisch gekochte Kartoffel während er sich an seiner Lieblingsstelle scheuerte. Mit schwarzen Kulleraugen beobachtete Hugo stumm das turbulente Aufbruchsgeschehen. Als Liebling der ganzen Familie war er offenbar vollständig abgemeldet.
Die Haustür fiel mit einem lauten Bums ins Schloss und keiner warf ihm auch nur einen freundlichen Abschiedsgruß zu. Augenblicklich herrsche Totenstille im Haus. Was für ein Abschied von Hugo - und das für immer!


Gefällt mir. Man weiß nichts von Hugo, außer dass er ein Haustier ist. Ansonsten kennt man nur sein trauriges Schicksal; Das erzeugt Suspense und gibt der Geschichte von Anfang an einen makaberen Unterton.

Petriso hat geschrieben:Das Telefon riss uns in die Wirklichkeit zurück.
„Hallo, was is nu? Deine Leute sind gerade weg. Auf geht´s, in die Forelle zum Skaten!“, meldete sich mein Grundstücksnachbar Rudi.


Ich dachte zuerst, sie wollten Skateboarden.:wink: Anstelle von "Skaten" lieber "zum Skat spielen" o.Ä. schreiben - das ist weniger missverständlich.

Petriso hat geschrieben:Nein! Kannte ich doch das rechthaberisch aufbrausende Wesen meines angeheirateten Cousins nur zu gut, besonders dann, wenn er wieder mal unrecht hatte. Und das kam vermutlich in letzter Zeit nicht selten vor, wie man oft als Nachbar miterleben durfte. Und mit diesem streitsüchtigen Zeitgenossen in der „Forelle“ Karten spielen?


Statt "wenn er wieder mal Unrecht hatte." vielleicht lieber etwas wie "wenn er sich wieder mal im Recht sah." schreiben. Einen zänkischen Menschen interessiert es meist nicht, ob er im Unrecht ist, solange man ihn nur gewähren lässt.

Petriso hat geschrieben:Der „Forellengrund“ war proppenvoll. Rudis wuchtigweisser Kahlschädel leuchtete wie eine Ampelleuchte unübersehbar vom Stammtisch aus zu mir herüber.


Hm, wenn Rudis Schädel "wuchtigweiß" ist, scheint mir der Vergleich zur Ampelleuchte nicht so ganz zu passen. Entweder müsste der Schädel glühend rot sein, oder die Ampelleuchte z.B. durch eine Straßenlaterne ersetzt werden.

Petriso hat geschrieben:Hinter Rudi stand plötzlich der Kneipenwirt Siggi und nuschelte seinem Jugendfreund Rudi eine feuchte Nachricht ins rechte Segelohr.


Nette Formulierung. Kompakte, bildliche Aktionsbeschreibung, die gleichzeitig den persönlichen Hintergrund und Schönheitsfehler der Beiden aufzeigt. Merk' ich mir. :) Das zweite "Rudi" kannst du aber weglassen.

Petriso hat geschrieben:„Mensch, der Aushilfs-Eckehard hatte angeblich über den Spiegelkarpfen Rattengift geträufelt. Jetzt mussten wir, der Wirt, Henry und ich, dem Promi-Koch mit vereinten Kräften prophylaktisch vier Mal zum Kotzen bringen, weil der als einziger das vergiftete Essen abgeschmeckt hat. Und jetzt schlägt der dämliche Eckehard auf den Promi und auf den Wirt mit einem Besenstiel ein, dass es nur so kracht. Dabei brüllt er andauern, dass er nur Backpulver in den Fischsud gerührt hätte und immer wieder was über Begrapschen, Abknutschen und Unzucht mit Maria, wozu die beiden nacheinander seine geliebte Mary heimlich in den Weinkeller gelockt hätten. Verstehst du mich, Raini“.


Ist mehr eine Frage: Ist es so laut im Kneipenraum, dass Sascha und Raini weder das Gebrüll, noch die Stockschläge hören können? Immerhin schweigen sie ja die meiste Zeit.

So, ich hoffe bei den angeführten Punkten ist etwas Nützliches für dich dabei. Bin schon gespannt, wie der arme Hugo diese Prügelei schlichten soll, und welches Schicksal ihn dann ereilen wird.
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Re: Warum musste Hugo sterben - 1.Teil

Beitragvon Petriso » 18.06.2015, 11:09

Hallo Waldtrapp,

zuerst möchte ich dich recht herzlich begrüßen in der Runde der Schreibwerkstatt. Vermutlich bist du hier im Schreibforum als Hobbyschreiber nicht ganz blauäugig und unbefleckt gelandet, wenn ich deinen Kommentar zu meiner KG betrachte. Also, viel Erfolg beim Posten deiner Geschichten und recht viele und konstruktive Kommentare von den Mitschreibern wünsche ich dir!

Deine Bemerkungen zu meinem „Hugo“ werde ich ganz sicher während der Überarbeitung berücksichtigen. Besonders der Hinweis zu `wenn er wieder mal Unrecht hatte ` oder eben dein Vorschlag `ob er im Unrecht ist` empfinde ich als sehr berechtigt, weil hier `Unrecht` auf jeden Fall das stärkere Wort ist.

Das Wort „Skaten“ habe ich eigentlich bewusst gewählt, weil ich diese Verwechslung ahnte: Im Grunde favorisiere ich beim Schreiben meine deutsche Muttersprache, doch das Englische ist mitunter so fest verwurzelt, dass man so denkt, wie du hier. Ist das nicht traurig?
Die Bezeichnung „Ampelleuchte“ ist irritierend für den Leser -da hast du recht! Eigentlich meinte ich „Ampellampe“, also eine Deckenlampe, was allerdings auch nicht gerade das Gelbe von Ei ist.
Du schreibst:
So, ich hoffe bei den angeführten Punkten ist etwas Nützliches für dich dabei. Bin schon gespannt, wie der arme Hugo diese Prügelei schlichten soll, und welches Schicksal ihn dann ereilen wird.


Welches Schicksal den lieben Hugo erwartet? Das ist eigentlich bereits in der Story versteckt: Das Fischgericht wurde versaut mit Backpulver. Wo nun ganz schnell einen frischen Karpfen hernehmen, um die komische Jury im Hinterzimmer zu beindrucken - da muss eben Hugo dran glauben...

Lieber Waldtrapp, vielen Dank für deine Hinweise, allerdings werde ich wohl keine Fortsetzung posten, obwohl die Sache sicher noch einiges Witzige mit Wirrwarr vermengt hergeben könnte.

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Re: Warum musste Hugo sterben

Beitragvon caykoch » 22.07.2015, 10:55

Hallo Petriso,
an Rechtschreib- und Grammatikfehler konnte ich nur finden:

»Für uns vier Skatbrüder hab‘ ich bei Siggi`n auch was feines bestellt.«

Es müsste heißen: »was Feines«
Ob ich nun alle Schnitzer erkannt habe, weiß ich leider nicht genau.

Einige Verbesserungen im Text möchte ich dir anbieten und beginne mal gleich mit

»Hugo ist tot«


Diesen Satzwürde ich ersatzlos streichen, weil er sich meiner Meinung nach mit der Überschrift beißt, also erstens eigentlich eine Dopplung ist und zweitens irgendwie die Spannung herausnimmt.

» Damals knabberte er genüsslich eine frisch gekochte Kartoffel während er sich an seiner Lieblingsstelle scheuerte«

Hier würde ich anbieten: » Damals knabberte er genüsslich an eine frisch gekochte Kartoffel«, weil man ja an etwas knabbert.

»Mit schwarzen Kulleraugen beobachtete Hugo stumm das turbulente...«


Hier möchte ich vorschlagen: »Mit seinen schwarzen Kulleraugen beobachtete Hugo stumm das turbulente...«, weil, womit sollte er sonst beobachten, wenn nicht mit den Augen.

»Er starrte mit seinen Kulleraugen auf die Pflanzen in der Ecke. Dann öffnete er die wulstigen Lippen und spuckte einen Rest Kartoffelstückchen direkt in die Grünpflanzen hinein.
Das Telefon riss uns in die Wirklichkeit zurück. «


»...einen Rest Kartoffelstückchen...«, klingt irgendwie komisch. Ich würde das Wort „Rest“ streichen und in „ein Kartoffelstückchen“ ändern.
Das Telefon kann die beiden wohl kaum in die Wirklichkeit zurück reißen, es sei denn, sie bekommen es auf den Kopf. Besser wäre sicherlich „Telefonklingeln...“ o.ä.
»
Kannte ich doch das rechthaberisch aufbrausende Wesen meines angeheirateten Cousins nur zu gut, besonders dann, wenn er wieder mal unrecht hatte. Und das kam vermutlich in letzter Zeit nicht selten vor, wie man oft als Nachbar miterleben durfte. Und mit diesem streitsüchtigen Zeitgenossen in der „Forelle“ Karten spielen?«

Meine Vorschläge:
-„ eingeheiratet“ statt „angeheirateten Cousins“
- „im Unrecht“ ist statt „Unrecht hatte“
- „fast täglich vor“ statt „nicht selten vor“

»Der „Forellengrund“ war proppenvoll. Rudis wuchtigweisser Kahlschädel leuchtete wie eine Ampelleuchte unübersehbar vom Stammtisch aus zu mir herüber.«


Mein Vorschlag: „Rudis wuchtigweisser Kahlschädel leuchtete unübersehbar vom Stammtisch aus zu mir herüber.“ Auf „eine Ampelleuchte“ würde ich verzichten.

»„Ihr kennt doch den dicken Selbsttor-Eckehard und seine Verlobte, die aschblonde Maria. Die machen ab heute mit in der Küche, als Aushilfen. Unsere Titten-Mary kann sicherlich vieles perfekt,“«
„Selbsttor- Eckehard“ klingt hier irgendwie komisch. Deswegen würde ich „Selbsttor“ ersatzlos streichen.

»...und zeigte nochmals sein pflegebedürftiges Nikotingold.« ,

finde ich spitze!

»...schleunigst in mein altes Genussmuster von vor sieben Jahren (zurück) zu schlüpfen und sagte resigniert:
„Prost, Sascha, mein Freund ...“.»


Hier schlage ich vor, das Wörtchen „zurück zu fallen“ einzufügen, also:
»...schleunigst in mein altes Genussmuster von vor sieben Jahren zurück zu fallen und sagte resigniert:
„Prost, Sascha, mein Freund ...“.»

»„Mensch, der Aushilfs-Eckehard hatte angeblich über den Spiegelkarpfen Rattengift geträufelt. Jetzt mussten wir, der Wirt, Henry und ich, dem Promi-Koch mit vereinten Kräften prophylaktisch vier Mal zum Kotzen bringen, weil der als einziger das vergiftete Essen abgeschmeckt hat. Und jetzt schlägt der dämliche Eckehard...«


„Rattengift geträufelt“ auf den Spiegelkarpfen? Besser wäre bestimmt „...eine Briese Rattengift in den Karpfensud geschüttet...“
Das Wort „prophylaktisch“ würde ich streichen, weil irgendwie der Satzfluss unterbrochen wird.

Insgesamt liest sich die Geschichte für mich flüssig. Du hast einige gute Ideen verarbeitet, wo man schmunzeln muss.
Wenn du nicht verraten hättest, dass der Hugo ein Karpfen ist, wäre ich vermutlich nicht gleich darauf gekommen. Eine Auflösung in einem zweiten Teil wäre nicht schlecht gewesen.
Bei deiner nächsten Überschrift, die eine Frage enthält, mußt du nicht auf das Fragezeichen verzichten.

Auf deine nächsten Geschichten bin ich schon gespannt!
Gruß
caykoch
„Wenn der deutsche Literat in einen Satz eintaucht, verliert man ihn aus den Augen, bis er auf der anderen Seite des Atlantiks mit dem Wort auf den Lippen auftaucht.“
Mark Twain
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Re: [Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon vic24 » 18.08.2015, 11:01

Mit schwarzen Kulleraugen beobachtete Hugo stumm das turbulente Aufbruchsgeschehen. Als Liebling der ganzen Familie war er offenbar vollständig abgemeldet.
Die Haustür fiel mit einem lauten Bums ins Schloss und keiner warf ihm auch nur einen freundlichen Abschiedsgruß zu. Augenblicklich herrsche Totenstille im Haus. Was für ein Abschied von Hugo - und das für immer!


Erinnert mich irgendwie an Blettenbergs Fidschitown. Der Stil gefällt mir. Trotzdem gibt es sicherlich einiges, was man verbessern könnte, meine ich. Zuerst die berechtigte Frage, warum musste Hugo nun wirklich sterben? War er wirklich gestorben? Und wenn ja, war der Fisch daran schuld oder der Rest Rattengift? Ich schätze eher, die Überdosis Alkoholika hat ihm den Rest gegeben, wobei ich nicht so genau weiß. was Hugo ist.

Ich holte mir erst mal eine Flasche Saft aus dem Kühlschrank. Dann saßen wir uns beide gegenüber, schauten uns in die Augen und ich fragte ihn mit spitzem Mund:
„Freund Hugo, was wohl fangen wir an mit unserer Freiheit auf Zeit?“
Er starrte mit seinen Kulleraugen auf die Pflanzen in der Ecke. Dann öffnete er die wulstigen Lippen und spuckte einen Rest Kartoffelstückchen direkt in die Grünpflanzen hinein.
Das Telefon riss uns in die Wirklichkeit zurück.


Den ersten Satz würde ich umformulieren. Und dann würde ich gegen schließlich austauschen und beide Sätze zu einem zusammenfassen.

„Hallo, was is nu? Deine Leute sind gerade weg. Auf geht´s, in die Forelle zum Skaten!“,
meldete sich mein Grundstücksnachbar Rudi.
Ach ja, Rudi - mein Nachbar und der Cousin meiner Frau. Leichfertig hatte ich ihm etwas versprochen, wozu ich eigentlich überhaupt noch nie richtig Bock hatte.


Ähm.. etwas unglücklich, der Satzbau. Wie wäre es mit einem

Ich hob ab und noch bevor ich ein »Hallo?« in den Hörer sprechen konnte, vernahm ich ein vertrautes Räuspern. Rudi war am anderen Ende.
»Hallo, was is nu? Deine Leute sind gerade weg. Auf geht´s, in die Forelle zum Skaten!«
Leichtfertig hatte ich dem Cousin meiner Fraue etwas versprochen, wozu ich im Grunde keine Lust hatte, aber aus dieser Nummer kam ich nicht mehr heraus, jetzt nicht mehr. Mir fiel spontan kein Grund ein, mit dem ich das Skaten ausschlagen könnte


Das hier auch:

Der „Forellengrund“ war proppenvoll.


Die Kneipenszene ist genial geschrieben, wobei ich die Namen diverser Alkoholika weglassen und "Bier- und Rauchgeschwängerte Luft",die im Hals kratzte und einen Geschmack von Drehtabak und Zigarren auf der Zunge hinterließ, einbauen würde.

„Mensch, der Aushilfs-Eckehard hatte angeblich über den Spiegelkarpfen Rattengift geträufelt. Jetzt mussten wir, der Wirt, Henry und ich, dem Promi-Koch mit vereinten Kräften prophylaktisch vier Mal zum Kotzen bringen, weil der als einziger das vergiftete Essen abgeschmeckt hat. Und jetzt schlägt der dämliche Eckehard auf den Promi und auf den Wirt mit einem Besenstiel ein, dass es nur so kracht. Dabei brüllt er andauern, dass er nur Backpulver in den Fischsud gerührt hätte und immer wieder was über Begrapschen, Abknutschen und Unzucht mit Maria, wozu die beiden nacheinander seine geliebte Mary heimlich in den Weinkeller gelockt hätten. Verstehst du mich, Raini“

Warum hat da keiner einen Notarzt gerufen? (War mein erster Gedanke.) Mit prophylaktischem Kotzen ist es da sicherlich nicht getan. Von der Dramatik her wäre es sicherlich gut, diesen Moment der (angeblichen) Vergiftung noch ein wenig zu steigern. Wer hat denn gesagt, dass Eckehard Rattengift ins Essen gemischt hat? Jemand muss ihn dabei beobachtet haben. Sicherlich wäre es auch von Vorteil, die Dramatik so zu steigern, dass jemand dem Promikoch den Löffel aus der Hand geschlagen hat, ihm ins Gesicht gebrüllt hätte, dass das Essen vergiftet ist und sein Leben in Gefahr sei. Der Promikoch muss blass werden, schwanken, um sein Leben fürchten.
Und Eckehard. Eckehard hat (angeblich) Rattengift ins Essen gemixt weil er dachte, dass die beiden seine geliebte Mary in den Weinkeller gelockt hatten. Aber dann auf Wirt und Koch einprügeln, ohne dass es jemand bemerkt? Den Lärm hört sicherlich jeder und unbemerkt bleibt dann auch der Fakt des Rattengiftes nicht. Ich würde diese Prügelszene nach draußen, hinter die Kneipe verlegen, wo es wirklich niemand bemerkt, vielleicht in die Nähe des Weinkellers. Ausserrdem, wo ist Mary? Und wann hat die Knutscherei stattgefunden und wie hat Eckehard es herausgefunden? War das Backpulver Rache? Dann hat er den Backpulveranschlag geplant und ist nicht gleich auf die beiden losgegangen sondern hat den günstigsten Augenblick ausgesucht. Wobei die Sache im Grunde unlogisch ist denn Giftmord ob gefakt oder nicht, ist eigentlich der Liebling der Frauen. Männer gehen in der Regel etwas martialischer vor, vor allem, wenn eine Frau im Spiel ist. Dann dürfte die Fischpfanne schon mal quer durch die Küche fliegen oder die Messer im Hals stecken bleiben. In diesem Fall muss Eckehard schon sehr hinterlistig und risikofreudig sein, wenn noch mehr zu Schaden kommen. Da kommt die Frage der Geschichte wieder auf: Warum musste Hugo sterben? Ich vermute, weil anstatt Backpulver wirklich Rattengift im Essen war und Hugos Tod mit Sicherheit ein bedauernswerter Unfall ist. Oder sein könnte.
Soweit ein paar Gedanken von mir.



Zum Schluß, frei nach Columbo:

Eine Frage noch. Wer oder was ist Hugo?
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Re: [Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon Petriso » 01.09.2015, 09:41

Hallo kaykoch,

vielen Dank für deine lobenden Worte auf meinen »Hugo«. :) Inzwischen bin ich nicht mehr so sehr zufrieden mit der KG, nicht nur, weil du mir einige notwendige wertvolle Änderungen angeboten hast. Irgendwie sind mir meine lustigen Gedanken nicht, wie gedacht und gewünscht, aufs Papier oder aus dem PC gerutscht und haben dann doch nicht so sehr das Zwerchfell des Lesers ramponiert. :roll:
Na, ja - vielleicht klappt`s beim nächsten Mal »besser«. :idea:

Gruß
und in alter Frische
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Re: [Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon Petriso » 01.09.2015, 10:42

Hallo vic24,

Zuerst zu deiner letzte Bemerkung: »Wer oder was ist Hugo?«
Eigentlich hatte ich beabsichtigt, den Leser bis zum Schluss im Unklaren zu lassen über die Identität von Hugo - sozusagen mir die Auflösung aufgespart als letzten Spannungspunkt im zweiten Teil der KG , denn mehr als 1000 Worte in einer KG sind hier nicht erlaubt(was ich als richtig empfinde). Heute denke ich, dass man die Story durchaus so beginnen könnte:

» Wie ein verwundetes Unterseeboot taumelt unser einziges Haustier Hugo mit einigen trägen Flossenschlägen im milchig-trüben Aquarium hin und her, glotzt mich mit traurigen Augen an, als wolle es sagen: „Lasst mich bitte frei, oder macht meinem tristen Dasein hier endlich ein Ende“. Doch Hugo bleibt! Da sind sich alle einig in der Familie. Schließlich ist Hugo kein schlichtes, banales Haustier. Nein. Hugo ist unser Prestigeobjekt. Wer in der Siedlung hat denn einen solchen gewaltigen Spiegelkarpfen als Hausgenossen? Niemand!«
...Oder so ähnlich.

Inzwischen aber werde ich die Geschichte völlig neu schreiben und vermutlich demnächst auf der Plattform „Wortkrieger“ posten. :wink:

Du hast mich auf einige entscheidende Unklarheiten hingewiesen. Vielen Dank. :D
Ganz sicher werde ich deine Vorschläge auf die eine oder andere Weise einarbeiten. :)
In alter Frische

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Re: [Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon Petriso » 02.09.2015, 09:50

Nachtrag an »vic24«

Hallo vic24,
noch ein paar klärende Worte. Du schreibst u. a.:

» Und Eckehard. Eckehard hat (angeblich) Rattengift ins Essen gemixt weil er dachte, dass die beiden seine geliebte Mary in den Weinkeller gelockt hatten. Aber dann auf Wirt und Koch einprügeln, ohne dass es jemand bemerkt? Den Lärm hört sicherlich jeder und unbemerkt bleibt dann auch der Fakt des Rattengiftes nicht. Ich würde diese Prügelszene nach draußen, hinter die Kneipe verlegen, wo es wirklich niemand bemerkt, vielleicht in die Nähe des Weinkellers. Ausserrdem, wo ist Mary? Und wann hat die Knutscherei stattgefunden und wie hat Eckehard es herausgefunden? War das Backpulver Rache? Dann hat er den Backpulveranschlag geplant und ist nicht gleich auf die beiden losgegangen sondern hat den günstigsten Augenblick ausgesucht. Wobei die Sache im Grunde unlogisch ist denn Giftmord ob gefakt oder nicht, ist eigentlich der Liebling der Frauen. Männer gehen in der Regel etwas martialischer vor, vor allem, wenn eine Frau im Spiel ist. Dann dürfte die Fischpfanne schon mal quer durch die Küche fliegen oder die Messer im Hals stecken bleiben. In diesem Fall muss Eckehard schon sehr hinterlistig und risikofreudig sein, wenn noch mehr zu Schaden kommen. Da kommt die Frage der Geschichte wieder auf: Warum musste Hugo sterben? Ich vermute, weil anstatt Backpulver wirklich Rattengift im Essen war und Hugos Tod mit Sicherheit ein bedauernswerter Unfall ist. Oder sein könnte. «


Nun ist es eigentlich so, dass in einer KG ( mit ca. 1000 Wörtern sowieso) in erster Linie die Fantasie des Lesers angesprochen werden sollte, vieles bleibt offen, gibt dem Leser Raum zum spekulieren, fabulieren, mutmaßen usw. In diese Richtung hatte ich beabsichtigt, die Geschichte zu schreiben. Wobei ich sicherlich mitunter ein wenig zu weit gegangen bin. Besonders beim »Hugo« hätte ich vielleicht gleich anfangs die Katze aus dem Sack lassen sollen.
Mir kam es darauf an, nur wesentliche Situationen aufzugreifen, aufzuschreiben, welche die Story vorantreibt und möglichst viel zwischen den Zeilen anzudeuten. Also, ein Experiment - mein Experiment. Möglich, dass dieses Experiment in die Hose ging, weil nur sehr wenig Kommentare kamen. Allerdings hast » du« genau das an vielen Stellen in deinem Kommentar gemacht, was ich beabsichtigte, nämlich: selber etwas in die Geschichte hinein interpretiert, was zwischen den Zeilen schamhaft hervorlugt.
Nun ja, dass Eckehard als männliche Person nun mit Gift hantierte, sehe ich nicht unbedingt als Fehler an, denn man nimmt meist, was man kann und hat, um das Ziel zu erreichen. Außerdem wollte er ja die beiden „ Saubermänner“ nur zu Tode erschrecken - mit Backpulver - und nicht abmurksen, was ihm ja tatsächlich sehr gut gelungen ist...

Danke!
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Re: [Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon rupp » 04.10.2015, 12:04

ob du den senf eines legastheniker noch lesen wilst weiß ich nicht, aber ich muß kritiken los werden um auch mal zu probieren eine KG.zu schreiben,

wir schauten uns in die Augen und ich fragte ihn mit spitzem Mund:
„Freund Hugo, was wohl fangen wir an mit unserer Freiheit auf Zeit?“
Er starrte mit seinen Kulleraugen auf die Pflanzen in der Ecke. Dann öffnete er die wulstigen Lippen und spuckte einen Rest Kartoffelstückchen direkt in die Grünpflanzen hinein.
Das Telefon riss uns in die Wirklichkeit zurück.

Wenn ich ahnen soll müsste Hugo ein Tier sein, geflügelt oder befellt, bleibt die frage. Da das tier wulstige lippben hat tip ich auf Affe, der soll uns menschsein am nächsten kommen auch wenn der in deinen augen zurück schaut, findet keine einverständliches Feedback statt. des Tieres Erwartungshaltung ist jetzt gibt es eine gekochte Kartoffel,.also fragste nicht das Tier „mit spitzen mund sondern dich selber. Jetzt versuch ich mal den satz mit spitzen mund zu formulieren, flöten ginge gerade noch, aber akustisch sprechen hört sich an als sei ich behindert.
Das Telefon riss uns in die Wirklichkeit zurück.
Welche wirklichkeit.die real mit kühlschrang elecktroschocker grünflanzen sesssel und tisch existiert, oder aus der zurück wo du mit dem imaginären affen in einer imaginären welt,imaginäre zweisamkeit pflegt? Und wo hat so ein tier eine lieblingsstelle zum trann scheuern extern an einer wand an enem Tischbein,oderwo? zwischen den Beinen am geschlecht. Ornaniert das hogo gerne?
Und zum schluss des 1, teils zwei dramen auf einen moment sanitäterennen um einem vergiftungsfall,zu retten was noch zu retten ist, und einem handgreiflichen eifersuchts drama in cene zu bringen, zuviel stakato.

rupp
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Re: [Humor]Warum musste Hugo sterben

Beitragvon Petriso » 22.11.2015, 15:06

Hallo rupp,
deinen Mut als Legastheniker möchte ich hoch anerkennen, wenn du hier in der Schreibwerkstatt künftig mitmischen möchtest. Immerhin stehen auf den Fahnen der Hobby- Autoren nicht nur Kreativität und Fantasie, sondern auch die deutsche Rechtschreibung nimmt einen nicht unbedeutenden Raum ein.

Du schreibst:

»Wenn ich ahnen soll müsste Hugo ein Tier sein, geflügelt oder befellt, bleibt die frage. Da das tier wulstige lippben hat tip ich auf Affe, der soll uns menschsein am nächsten kommen auch wenn der in deinen augen zurück schaut, findet keine einverständliches Feedback statt. des Tieres Erwartungshaltung ist jetzt gibt es eine gekochte Kartoffel,.also fragste nicht das Tier „mit spitzen mund sondern dich selber. Jetzt versuch ich mal den satz mit spitzen mund zu formulieren, flöten ginge gerade noch, aber akustisch sprechen hört sich an als sei ich behindert.«

Den Sinn deines Kommentars erkenne ich beim besten Willen nicht, vermute aber, dass du diesen Teil der Story missverstanden hast. Bitte schau dir doch mal die anderen Kommentare weiter oben an. Vielleicht hilft dir das etwas zum Verständnis.

Weiter schreibst du als Zusammenfassung:
» Und zum schluss des 1, teils zwei dramen auf einen moment sanitäterennen um einem vergiftungsfall,zu retten was noch zu retten ist, und einem handgreiflichen eifersuchts drama in cene zu bringen, zuviel stakato.«


Also: Zu viel Stakkato, deiner Meinung nach in der KG.
(staccato laut Duden-Auszug: von Tönen so hervorgebracht, dass jeder Ton vom andern deutlich abgesetzt ist)

Vermutlich meinst du salopp gesagt: Viel zu viele unterschiedliche Gedankengänge, zu viel angerissen, zu wenig zum Ende geführt.
Nur: Das hat nun mal eine Kurzgeschichte so an sich.
Vieles bleibt offen und der Autor versucht auf diese Weise, die Fantasie des Lesers zu motivieren - sozusagen.
Natürlich möchte auch der Hobby-Autor einen möglichst großen Leserkreis ansprechen, was leider selten gelingt, wie dein Kommentar mir beweist.
Daran muss ich also noch arbeiten.

Vielen Dank

In alter Frische

Petriso
Wer im Orkan gehört werden will, muss sich kurz fassen

von W. Muschg
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