Was will ich mit der Welt?

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Was will ich mit der Welt?

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Was will ich mit der Welt?

Fehlt mir einfach die kriminelle Energie?
Hab ich ein Brett vorm Kopf und ich seh’s einfach nicht?
Was würdest du mit der ganzen Welt anfangen?

von © Jacky

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Es kommt in meinen Augen stark darauf an, ob die Geschichte wirklich nur auf einer Welt spielt, oder ob der Planet als Teil eines Ganzen betrachtet werden muss.
Namen wir beispielsweise mal "Der Wüstenplanet (inzwischen eher bekannt unter dem Namen "Dune")". Das "Spice", das auf diesem Planeten abgebaut wird, gibt es auch nur dort, ist schwer abzubauen und wird für einen Haufen Zaster auf andere Planeten exportiert. Arrakis (der Name des Wüstenplaneten) komplett zu besitzen, ist also durchaus lohnenswert.

Ansonsten gibt es natürlich Leute, die die Erde unter ihre Kontrolle bringen wollen, einfach weil sie machtgeil oder hasserfüllt sind. Ersteres muss ich wohl nicht näher erläutern - kann ich auch garnicht, weil ich mich in solche Menschen nicht hineinversetzen kann.
Aber vielleicht kennt ihr ja dieses Gefühl, wenn man jemanden wirklich aus tiefstem Herzen verabscheut. Ein Wunsch, der sich dabei gelegentlich herauskristalisiert ist, die Menschen zu unterdrücken, die man verabscheut. Man möchte, dass sie vor einem im Staub kriechen, möchte gegebenenfalls allerlei sadistische Fantasien an ihnen ausleben. Das ist sicherlich nicht besonders produktiv, aber das ist Hass wohl nie.

von © Foxy

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Ich würde die Welt in meinem Sinne verändern. Ich persönlich, die ich meines Wissens keine Symptome von krankhafter Machtgier o.Ä. zeige - jedesfalls nicht in diesem Ausmaß :twisted: -, würde die uneingeschränkte Macht über den Planeten dazu verwenden, ihn zu retten. Ihn lebenswert für jede Kreatur zu machen, Kriege verhindern, die hygienischen Bedingungen in der Dritten Welt verbessern, den Raubbau mit der Natur unterbinden... Ob diese Ziele jetzt erreichbar sind oder nicht (wobei eindeutig letzteres zutrifft...), spielt bei der Frage ja keine Rolle.
Sagen wir mal, ein Adolf Hitler würde die Weltherrschaft erlangen, oder ein George Bush oder Scientology. Deren Ziele würden sich in den wesentlichen Punkten wohl deutlich von meinen unterscheiden, aber im Grundprinzip wollen wir doch dasselbe: Die Welt verändern. Ideologien durchsetzen, mit welchen Mitteln, sei dem Machthaber überlassen. Eigentlich würden sie so weitermachen wie vorher, nur eben auf globaler Ebene.

LG,
Biene

von © Biene

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Ich würde wahrscheinlich das Gleiche machen wie Biene, aber meine "Bösen" nicht.
Einer möchte sich für seine eigene Unterdrückung in der Kindheit rächen, dh er will die ganze Menschheit unterdrücken.
Eine möchte die Welt für ihren Sohn perfekt machen und schlägt dabei die falschen Wege ein und geht über Leichen.
Eine möchte die Welt verbessern und sieht keinen anderen Weg, als erst die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Alle möchten die Welt irgendwie verändern, nehmen aber den falschen Weg. Oder sie wollen ein höheres Ziel erreichen, wie Foxy schon sagte. Oder sie tun es nur um es zu tun. Der Weg ist das Ziel.

von © cassie

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Mein "Problem" bei diesen Antworten ist, das "wie". Selbst wenn man die Welt beherrschen würde, wäre man ja kein anderer Mensch, man wäre so schlau wie jetzt und so "gut" wie jetzt. Ich will also die Welt "besser" machen. Dass die Weltherrschaft mir bei diesem Ziel helfen sollte, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Zum einen ist "Weltherrschaft" ein unglaublicher organisatorischer Aufwand. Entweder muss so gut wie alles mit dir abgesprochen werden, dann hast du nicht mal mehr Zeit um auf's Klo zu gehen oder alle dürfen doch machen was sie wollen und dann ist es keine Weltherrschaft mehr.

Sagen wir du findest ein Mittelmaß, selbst ich mit diesem - im Vergleich zur Weltbevölkerung - kleinen Forum könnte mich theoretisch den ganzen Tag damit auseinander setzen nur organisatorische Dinge zu tun (sieht man gut daran, dass dieser Blogbeitrag so lange hat auf sich warten lassen).

Nehmen wir an, ich schaffe es sogar das in schaffbare Bahnen zu lenken (obwohl ich glaube, dass das fast unmöglich wäre), dann wäre immer noch die Frage, wer findet denn all diese Lösungen für die Umwelttechnischen Fragen? Dieselben Wissenschaftler, die es jetzt auch tun. Können sie das besser, nur weil ich jetzt der Weltherrscher bin? Eher nicht.

Und die Welt wirklich verbessern, das ginge nur, wenn die Menschen als einzelne "bessere Menschen" würden. Aber als Weltherrscher stehst du so unglaublich weit über den Anderen, von Vorbild kann da kaum noch die Rede sein, ... und du hast trotzdem keine Macht über den Einzelnen, ...

Ich glaube das mit der Weltherrschaft, das klingt nur im ersten Augenblick gut, aber je genauer ich darüber nachdenke, desto komplizierter wird es, da was sinnvolles mit anzustellen. Stell dir das mal vor: 6 Milliarden = 6.000.000.000 Menschen alle unter einen Hut bekommen wollen, unter einer Herrschaft von einer Person, die sie nicht mal wollen. Wie soll das gehen? Und wie soll man damit irgendwas anfangen können?

Ich schnall's immer noch nicht. :|

PS: Dasselbe gilt im Übrigen auch, wenn ich keine so ehrbaren Ziele verfolge.

von © Jacky

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Es gibt für mich nur einen realistischen Grund, warum ich die Weltherrschaft an mich reißen wollen würde: Ich würde einen Wikipedia-Eintrag als einziger Weltbeherrscher aller Zeiten bekommen. :D :D :wink:

Klingt vielleicht auf den ersten Blick seltsam und natürlich symbolisiert Wikipedia gerade für mich alle Geschichtsbücher, Lexika ect. pp.

Aber mal ehrlich: Man sagt

* jeder Mensch sei einzigartig - unter allen einzigartigen geht man unter.
* jeder Mensch kann es schaffen Geschichte zu schreiben, wenn er die richtigen Dinge tut - aber was sind die richtigen Dinge? Und was davon ist so einzigartig, dass man nicht auch unter z.B. 1000 Schriftstellern, Malern, Bildhauern ect. pp untergeht? Klar kennt jeder Picasso und doch reiht er sich ein eine Zahl vieler anderer großartiger Künstler ein.

Man könnte versuchen, irgendetwas zu tun, in dem man der erste ist (Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltall!!), aber was gibts denn noch, was man heutzutage als erster schafft (im Rahmen aktueller Technik)? Eine handvoll von Sachen nur. Da erscheint einem eine vorübergehende Weltherrschaft doch beinahe leicht zu erringen. ;)

Ok, in meinem Posting war etwas Ironie drin, aber der Wunsch, in den Geschichtsbüchern verewigt zu sein, ist kein neues Motiv. Die Weltherrschaft ist nur ein skurriler Weg dahin. Was und Wie ist da beinahe nebensächlich. ;)

So long

LG

Zytra *singt: Der Pinky, der Pinky und der Brain, Brain, Brain, Brain...* :D

P.S. Ich mach jetzt noch ein sinnvolles Posting.

von © Zytra

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Sinnvolles Posting.

1. Man kann realistisch nicht die Weltherrschaft an sich reißen und damit Gutes tun.
* Absolute Macht heißt immer Unterdrückung von Minderheiten oder anderen Ansichten. Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Menschen keine dummen Schafe sind (obwohl ich manchmal selber zweifle), dann zwingt ihre Individualität und ihr freier Wille sie dazu, anders denken zu KÖNNEN als der Absolutist. Und in den meisten Fällen heißt das auch Protest.
* Gutes kann man nicht allen gleich antun. Was dem einen gut, schadet den andern. Z.B. schenkst du allen Medikamente, machst du die Pharmaindustrie kaputt und eine nachfolgende Kettenreaktion beginnt (ich spreche von keiner Fantasy-Welt).
Vergleiche auch 3-Welt-Hilfe und die daraus folgenden Konsequenzen. Auch hier hat man erst später dazu gelernt.

2. Reißt man die Weltherrschaft an sich, dann gibt es nur einen einzigen Weg sie zu erhalten. Man muss den Menschen manipulativ so viel Übel zufügen (prädestiniert ist dafür der Hass gegen eine andere Bevölkerungsgruppe), dass man selber als Weltherrscher als das geringere Übel gilt und man sich vornimmt, ihn NACH dem anderen Problem zu beseitigen. An Position 2 in der Hassliste lebt es sich leichter.

Ich glaube Punkt Nr. 2 versucht der Beantwortung deiner Frage näher zu kommen. ;)

LG
Zytra

von © Zytra

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Ich habe dazu nicht viel hinzuzufügen. In der Praxis dürfte es unmöglich sein, die absolute Herrschaft über die gesamte Welt an sich zu reißen.
Ein "kleines" Schlupfloch wäre aber beispielsweise die Globalisierung. Gerade die Weltwirtschaft ist ein äußerst sensibeles Gefüge, wie wir aktuell feststellen müssen. Mit Hilfe der Börse kann man sich Unternehmen "einfach so" einverleiben. Sicher, es gibt überwachende Kräfte wie die Kartellbehörde hier in Deutschland, die Frage ist nur, wie sicher sind die?
Okay, das klingt scharf nach einer Verschwörungstheorie :mrgreen: , aber es ist ja auch nur so ein Gedanke.

Alternativ oder ergänzend könnte man auch die Menschen manipulieren. Bekanntlich ist der Großteil der Menschheit zufrieden, wenn ihre Grundbedürfnisse erfüllt sind und ihnen ein wenig Luxus geboten wird. Das ist schon etwas, das sie nicht auf's Spiel setzen wollen, also halten sie lieber den Mund. Ob das nun vernünftiger ist, als sich zu wehren, benötigt schon einen eigenen Thread *g*

von © Foxy

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Soweit ich es richtig verstanden habe, würde Jacky doch nur gerne wissen, wie man einen Superschurken glaubwürdig in seinen Absichten begründen könnte? Oder auch keinen Superschurken - nur irgendjemanden, der die Welt an sich reißen will und im besten Falle auch kann.
Ich hab da gar keine innerliche Blockade - ich bin eher von Ideen und Erinnerungen durchströmt. Sofern wir jetzt auch von Fantasygeschichten reden... (oder ist genau DAS der Punkt?!)
Da wäre mein erstes Beispiel (zugegeben ein peinliches Geständnis) aus einem Anime den ich früher (und noch heute) geliebt habe. Dort ging es darum, dass Außerirdische (nein, keine schleimigen, giftgrünen Alien, beinahe ganz normale Leute) mächtig genug waren, einen gesamten Planeten auszulöschen. Sie haben einen Handel betrieben, mit einer noch mächtigeren Company, die Planeten "sammelt" um sie neu zu bevölkern, zu regieren oder einfach neu zu entdecken. Es war also kein Einzelner sondern eine ganze Truppe, die nicht genug vom Weltall haben konnte, alles unter ihre Kontrolle bringen wollte - das finde ich nachvollziehbar, zwar nicht für mich persönlich, aber es wird sicher nie langweilig, immer wieder andere Völker und Welten zu beherrschen, zu sehen oder zu vernichten... Nun ja und in diesem ganzen Weltall hatten sich viele verschiedene Truppen gebildet, die unterschiedlich um Planeten gekämpft und verhandelt haben... das war dann der Grund, warum zwei Unabhängige auf die Erde kamen um sie unter ihre Kontrolle zu bringen - sie wollten sie "verkaufen".
Das zweite Beispiel wäre aus "Seelen": wieder Außerirdische, die die Weltherrschaft an sich reißen, um die Welt zu verbessern - was sie letztendlch auch schaffen, die Menschen werden unterdrückt und die Welt wird aus ihrer Sicht besser. Wieder ist es nie ein Einzelner und ich denke auch, dass es als Gemenschaft immer sinnvoller und wirkungsvoller ist.
Ich weiß jetzt echt nicht inwiefern ich das Thema total verfehlt hab, aber ich wollte einfach mal einbringen, dass ich nicht eine einzige Geschichte gelesen habe, wo ich dachte: "Das ist doch aber echt sinnlos." Die "Bösen" hatten immer genug Beweggründe, eben diese zu erklären macht wohl das Talent eines Schriftstellers aus.
Was hatte Hitler für Ziele? Klar kann man sagen, sein Bestreben war sinnlos, da er nie über unsere Welt hätte herrschen können - aber wie du siehst war es sein enziges Bestreben; Macht, Macht, Macht! Und dafür gibt es eben mehr normal Denkende wie du und ich, weil wir wissen dass es für uns keinen Sinn hätte, aber eben deswegen sind wir ja nicht die "Bösen", oder? ;)

Ich hoffe, du kannst meinem Beitrag etwas sinnvolles entnehmen...
Viele liebe Grüße,
Julay

von © Julay

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Julay hat geschrieben:Da wäre mein erstes Beispiel (zugegeben ein peinliches Geständnis) aus einem Anime den ich früher (und noch heute) geliebt habe.


Keine Sorge, muss dir nicht peinlich sein. Es gibt viele Erwachsene, die noch immer Trickfilme und Animes schauen; ich gehöre im übrigen dazu. Einige davon schauen auch noch immer Serien und Filme, die garnicht auf Erwachsene zugeschnitten sind, aber das macht eigentlich kaum einen Unterschied, solange die Autoren viel Liebe investiert haben.
Lass dich also nicht von Vorurteilen verunsichern, sondern genieße die Möglichkeit, immerwieder Kind zu sein :)

So, nun aber nochmal eine kurze Anmerkung zum Thema:
Beschäftige dich mal ein wenig mit Psychologie, Jackie. Ich gehe zwar davon aus, dass du das schon hast, du bist ja auch schon eine recht erfahrene Schreiberin, aber ich meine mehr, wie sich Menschen im Alltag verhalten. Versuchsobjekte findest du überall :mrgreen:
Nach einer Zeit der Sensibilisierung wirst du merken, dass es auch dort immerwieder Verhaltensweisen gibt, die du nicht nachempfinden kannst, solange du sie nicht selbst erlebt hast. Das fängt schon beim Fanatismus in der Unterhaltungsindustrie an.
Ich kann immernoch nicht nachvollziehen, was die Leute so geil auf Tokio Hotel macht... Das klingt wie ein üblicher Anti-TH-Spruch, soll es aber nicht sein.
Auch diese Habgier ist mir vollkommen fremd. Ich persönlich betrachte Freiheit als das höchste Gut und wenn ich die Geldbeträge höre, die an Firmenvorstände ausgezahlt werden, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln.

Was ich damit sagen will, ist, dass man solche Dinge als gegeben hinnehmen muss, wenn man sie nicht nachempfinden kann. Natürlich ist es dann schwer, darüber zu schreiben, aber deshalb gibt es auch so unzählig viele mieserable Welteroberungspläne im Fernsehen. Die haben es einfach vergeigt.
Fakt ist aber, dass es solche Menschen gibt. Ihr Verhalten ist nur nicht mit Rationalität zu erfassen. Man kann es auf diese Art und Weise nur abstrahieren und versuchen, den Rest mit Empathie zu ergänzen.

Ich hoffe, man versteht meinen Text. Ich merke, dass ich heute Probleme habe, zum Punkt zu kommen...

von © Foxy

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Hallo!
Also, ich finde die Herangehensweise gut, direkt mal bei der eigenen Geschichte anzufangen und dann daraus zu schließen, warum jene Machthaber die Macht erlangen wollten bzw, wie. Das warum wurde ja schon zur Genüge besprochen, also stürze ich mich mal auf die Frage nach dem Wie.
Ich weiß, das dürfte jetzt nicht hundertpro ins Thema passen, aber ich muss trotzdem als allererstes heftig widersprechen:
Wenn man sich das Römische Reich ansieht, das zu manchen Zeiten einer Weltherrschaft wohl näher gekommen sein dürfte, als die meisten anderen Staatsgebilde, fällt auf, dass es ständig von der Zersetzung bedroht wurde. Die Feinde saßen auf allen Seiten und egal wie sehr sich die Herrscher bemühten, heute ist nicht viel mehr davon übrig als eine tote Sprache und ein paar Trümmer.

Öhm. Wir haben also keine romanischen Sprachen, die alle irgendwie aufs römische zurückgehen? Wir haben keine ewige Stadt (Rom) und unzählige Legenden, Mythen und einfach ein gigantisches Kulturerbe? Schonmal in Trier gewesen? Mir würde auch noch mehr einfallen...ich seh da mehr, tausendmal mehr als eine "tote" Sprache (ich nenne sie mal eine 'Ursprungssprache') und "ein paar Trümmer".
Sorry, wenn der Ton etwas...daneben ist, aber das liegt daran, dass ich solche Aussagen nur mit schlimmen Bauchschmerzen lesen kann und noch unter jenen Schmerzen leide...sorry also schon mal im Vorraus.

Dann fällt mir an dem Beispiel nochwas auf: Rom war ein Staatsgebilde und hatte, zumindest am Anfang, keinen einzigen Mann an der Spitze sondern einen "Beamtenapparat" (also Senat und die gesamte Politikerkarriereleiter, die man absolvieren konnte). Trotzdem haben die Kumpels schon erobert, was das Zeug hielt (ich bin nicht sicher, aber ein Großteil der Eroberungen war doch vor dem ersten Kaiser?) Jedenfalls ist auch das eine Herrschaft von vielen gewesen. Außerdem kann man schon sagen, dass Rom damals gewissermaßen die Weltherrschaft hatte, da sie (fast) alle ihnen bekannte und zivilisierte Kulturen beherrscht haben. Erst, als Einzelne (siehe Scipio/Cäsar und Octavian, der erste Kaiser) die damaligen Verhältnisse so für sich ausgenutzt hatten, dass sie selbst an der Spitze standen, erst dann war es die Herrschaft eines Einzelnen...allerdings war da wie gesagt schon ein Großteil erobert. Es ging also 'nur' um das Verwalten von Strukturen. Dann würde mir noch etwas einfallen: diese Strukturen sind mit der Eroberung der "Welt" mitgewachsen. Es war ja nicht so, dass Rom die Welt von heute auf morgen erbaut hat (Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut...haha. sorry, der musste jetzt kommen :mrgreen: )
Also konnten jene Verwaltungsstrukturen wachsen. Außerdem haben die Römer die anderen Völker auch nur zum Teil wirklich "beherrscht". In vielen Fällen konnten diese Völker, nunmehr römische Provinzen, ihre Verwaltung behalten, sodass Rom nur bedingt zentralistisch regiert wurde. (Also die Außenpolitik jener Provinzen haben die Römer schon bestimmt, ich rede jetzt hauptsächlich von Innenpolitik und Verwaltung).
Rom scheiterte ja meines Wissens wirklich vor allem auch an der schieren Größe, aber auch, dass sie ihre "nette" Politik geändert hatten und dann wirklich anfingen, die Völker im wahrsten Sinne des Wortes zu unterdrücken. Vielleicht kann man ganz poetisch sagen, dass Rom an der Machtgier und der Eitelkeit gescheitert ist... :roll:

Also, was ich mit diesem kleinen Geschichtsexkurs sagen wollte:
o das mit der Verwaltung funktioniert, wenn man sich als Herrscher nur aufs "Wesentliche" beschränkt (=Außenpolitik/Ölpolitik oder was auch immer) und die Leutchen in vielen Fällen der Innenpolitik einfach mal machen lässt. Dann würden die sich auch nicht unterdrückt fühlen sondern im Gegenteil vielleicht sogar das Gefühl haben, unter einem Schutzherren zu stehen, sodass ihnen nichts geschehen kann...einige Länder haben sich damals sogar freiwillig den Römern angeschlossen
o Klar ist das mit der Verwaltung ein Riesenteil, aber auch hier gilt: 1. Die Strukturen wachsen mit der Größe des Reiches und 2. der Herrscher muss jene Verwaltung auf viele fähige Hände umverteilen

wer findet denn all diese Lösungen für die Umwelttechnischen Fragen? Dieselben Wissenschaftler, die es jetzt auch tun. Können sie das besser, nur weil ich jetzt der Weltherrscher bin? Eher nicht.

Naja...man könnte aber die Gelder dorthin lenken, sodass die Wissenschaftler zumindest alle Möglichkeiten haben, zu forschen. Heutzutage scheitert doch vieles am Budget? Mit einer Weltherrschaft gibt es ja auch keine Kriege mehr zwischen den Völkern, da ja alles ein ganzes, großes Reich ist. Stell dir mal vor, wie viele Millionen an Geldern von der Waffenindustrie in die Krebsforschung/Umweltforschung fließen könnte? Und die Waffentwickler (ihres Zeichen die wohl klügsten Männer der Welt) könnten sich ihr hübsches Köpfchen über andere Sachen zerbrechen, Bsp. Nutzung nachhaltiger Rohstoffe etc. Also, da würde schon was gehen, denke ich. Da ist noch Luft nach oben.

Ich glaube das mit der Weltherrschaft, das klingt nur im ersten Augenblick gut, aber je genauer ich darüber nachdenke, desto komplizierter wird es, da was sinnvolles mit anzustellen. Stell dir das mal vor: 6 Milliarden = 6.000.000.000 Menschen alle unter einen Hut bekommen wollen, unter einer Herrschaft von einer Person, die sie nicht mal wollen. Wie soll das gehen? Und wie soll man damit irgendwas anfangen können?

Hihi, ich wüsste gar nicht, ob ich das überhaupt nur im ersten Augenblick gut finden würde? Irgendeine russische Zarin (mist, vergessen) hatte doch den Thron durch einen Verrat erobert und wurde danach völlig neurotisch...ne, so möchte ich nicht leben. Niemals zu wissen, wer mein Freund ist und wer nicht.
Kompliziert ist es tatsächlich, aber auch hier würde ich sagen: Macht in viele, durch den Weltherrscher ausgesuchte Hände legen und gewachsene Strukturen nutzen. Gehen würde es, glaube ich, schon. (Gruselige Vorstellung.)
Aber wie man das mit dem Erobern hinkriegen sollte, wüsste ich auch nicht...wegen der Atombombe...damals, als alle noch brav mit dem Schwert gekämpft haben, war das alles irgendwie noch einfacher. :mrgreen:
Aber mal ehrlich, da ist nichts dabei was ich durch einen haufen Kohle nicht einfacher haben könnte, viel einfacher zumindest, als sämtliche Länder der Erde zu unterwerfen.

Jup, immer her mit der Kohle, damit könnte ich schon eher was anfangen. :mrgreen:

von © Elia

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Jacky hat geschrieben:Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Was will ich mit der Welt?

Fehlt mir einfach die kriminelle Energie?
Hab ich ein Brett vorm Kopf und ich seh’s einfach nicht?
Was würdest du mit der ganzen Welt anfangen?


Ich glaube, auch das ist eine Frage, die ein Mann eher beantworten kann.
Ich denke, diese Art von Machtstreben ist uns Frauen einfach fremd.
Aber es ist wirklich eine gute Frage.
Was würde ich mit der Welt machen?
Könnte man die Weltherrschaft anstreben, um Gutes zu tun?
Zum Beispiel um den Umweltschutz durchzusetzen?
Oder um alle Atomwaffen aus dem Verkehr zu ziehen?

von © AmidalaSkywalker

Re: Was will ich mit der Welt?

 
AmidalaSkywalker hat geschrieben:Ich glaube, auch das ist eine Frage, die ein Mann eher beantworten kann.
Ich denke, diese Art von Machtstreben ist uns Frauen einfach fremd.


Also mit der Aussage wär ich sehr vorsichtig. Nicht, weil sich Männer davon persönlich angegriffen fühlen können; die meisten hier dürften zum Glück verstehen, dass es kein Urteil über sie persönlich ist. Aber in Jedem, egal ob Mann oder Frau, steckt das Potential zu einem gierigen Biest oder einem Sozipathen. Die Frage ist nur, ob es auch geweckt wird und wie.
SO unterschiedlich, wie immer behauptet wird, sind Männlein und Weiblein nämlich garnicht.

von © Foxy

Re: Was will ich mit der Welt?

 
Natürlich habe ich damit niemanden persönlich gemeint. Ich glaube aber schon, dass die Geschlechter sich sehr deutlich unterscheiden. Weniger in dem was sie leisten können, was ja hinreichend bewiesen ist, sondern mehr in dem, was sie leisten bzw. opfern wollen. Frauen sind oft viel weniger bereit, die Zeit mit der Familie für die Karriere zu opfern, als Männer. Ich meine das jetzt gar nicht irgendwie abschätzig, ich bin ja selbst eine Frau und wenn eine andere Frau absolut gern Karriere machen will, dann finde ich das toll und ich glaube, dass es vom Potential her keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Von daher stimmt deine Aussage sicher, dass man das Machtverlangen in beiderlei Geschlechtern triggern kann, das bestreite ich auch gar nicht.
Aber ich glaube eben, dass Männer den reinen Machtgedanken eher nachvollziehen können wohingegen Frauen einfach einen Grund dafür brauchen, der es wert ist.
Versteht ihr, was ich meine?
Das soll jetzt keins von beiden Geschlechtern beleidigen.
Ich verstehe auch nicht, warum die Geschlechter gleich sein müssen (rechtlich natürlich aber in den Gedanken, Gefühlen etc. nicht). Ich finde den Gedanken sogar schrecklich.

von © AmidalaSkywalker

Re: Was will ich mit der Welt?

 
So. Dann versuch ich das mal auch zu beantworten.
Ich glaube das Foxys Erster Beitrag (zweiter Abschnitt) sehr gut zu dem passt, was ich denke.
So ist es auch in meiner Geschichte (vielleicht hilft es wenn ichs ein bisschen erzähle).
Also es gibt einen Elf, der ist von allen ausgeschlossen und wird ausgelacht. Er ist nämlich das Kind einer Elfe und eines Dämons. Als er seine Mutter Tod auffindet, denkt er, dass es die anderen Elfen (oder die "Elfenpolizei" war). Also geht er zu seinem Vater (der auf der Dämoneninsel lebt) und will sich an die Elfen rächen. Der Vater ist ein Dämonenkönig und schlägt seinem Sohn vor sich mit ihm zu verbünden. (Die Dämonen können die Insel und ihr Gebiet nicht verlassen, da sie von den Einwohner der Oberwelt immer wieder zurückgestoßen werden). Der Sohn akzeptiert. Als der Dämonenkönig schließlich in seinen Sohn eindringt, zerstört er ihn. Nun ist der Dämonenkönig einfach in dem Körper des Sohnes, den er "umgebracht" hat. Der Dämonenkönig verfolgt jedoch auch andere Ziele. Sein "Volk" (die anderen Dämonen") haben nicht viel Platzt auf der Dämoneninsel. Sie wollen auch die Oberwelt besitzen und somit mehr Fläche haben. Ausserdem sind die Wesen auf der Oberwelt Nahrung für sie. So verfolgt der Dämonenkönig beide Ziele. Er fängt an, sich an die anderen Elfen zu rächen indem er zur Oberwelt kommt und sie vernichtet. Die Dämonen haben genug Nahrung, aber bald ist sie auch verschwunden. Er dringt weiter vor. Er weiß zwar, dass es nicht ewig Land gibt wo die Nahrung vorhanden ist, aber diese ist nicht Lebensnotwendig. Die Wesen sind einfach... "Schokolade" für Dämonen ^^
Ok. Ich glaub ich bin ein wenig vom Thema abgekommen ^^

Lg

von © Pfirsichringe

Nächste