Was willst du eigentlich erreichen?

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Beitragvon Coma Divine » 22.02.2009, 17:06

Was möchte ich mit meinen Geschichten erreichen?
Nun, diese Frage sollte ich mir tatsächlich mal stellen.
Freakingmuse, deine Aussage ist völlig richtig. Nur jemanden zum Nachdenken zu bringen, weil ... "einfach so" ... kann kein Grund sein.

Ich las in einer Literaturzeitschrift einmal von einem Schriftsteller, der von sich selber sagte, er schriebe, weil er besessen sei.
So etwas ist schon wesentlich origineller und hat auch mein Interesse für diesen Schriftsteller geweckt (wer möchte nicht mal einen Roman eines Besessenen Autors lesen?).

Ich für meinen Teil schreibe deshalb, weil ich den Leuten einerseits ein Gefühl des Ekels injizieren möchte, sie sollen sich bewusst vom geschriebenen distanzieren und es nur mit einer Zange anfassen, als würden die Seiten sie vergiften. Aber genau dies hat einen katarthischen Effekt. Dadurch dass der Leser leidet und praktisch mit dem Protagonisten durch die Hölle geht (wobei diese Protagonisten selber alles andere als Gut sind), wird etwas im Leser bewegt. Abschaum wird zu Nachdenklichkeit, die Distanz zum Gelesenem wird zum bewussteren Leben.

Andererseits möchte ich auch das Gefühl der Sehnsucht - Fernweh, Liebe und auch Todessehnsucht - im Leser wecken. Hier möchte ich den Leser aber nicht groß "zum nachdenken anregen", sondern schlicht nur ein Teil meiner persönlichen Gefühle mitgeben.

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Beitragvon naemi » 22.02.2009, 21:03

Ich liebe Geschichten, und ich liebe Worte. Ich will meine Fantasie nützen, ausschöpfen, erleben, und wie sollte das besser gehen, als indem ich sie aufschreibe? Ich liebe es, was man mit der Sprache alles anfangen kann, und ich finde es aufregend, Wörter aneinander zu reihen und ihnen einen Sinn zu geben. Und außerdem will ich es zu meinem Beruf machen.
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Beitragvon Ly-Chan » 22.02.2009, 21:58

Hi,
ich weiß nicht wer von euch Bartimäus gelesen hat oder die Trilogie des goldenen Kompass, aber die Beiden Geschichten haben die wunderschönste Enden, die ich bisher gelesenen habe. Beides Mal habe ich geweint und in mir ein Gefühl gehabt, das sich nicht einig werden konnte ob es heulen oder sich freuen soll. Der Schluss war schön und traurig zugleich :cry: .
Ich liebe es wenn Bücher einen aufwühlen und empfinden lassen, was man eher selten fühlt. Ich mag es zu weinen wenn ich lese, denn dann fühle ich mit. Ich will am Ende der Geschichte die Figuren vermissen, auch wenn es schwer ist.

Wenn ich schreibe möchte ich genau das erreichen. Ich will dass man um meine Charaktere bangt, nicht weil sie in Lebensgefahr sind, sondern weil man mit ihnen fühlt. Ich will das der Leser sich freut, weil der Protragonist etwas kleines erreicht hat und dass der Leser lacht, weil er den Humor der Figuren verstanden hat. Ich möchhte den Leser bewegen und ihn aufwühlen, damit er danach die Welt ein wenig anders sieht.
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Beitragvon Holly » 22.02.2009, 22:41

Ihr habt alle schon so einiges zu dem Thema geschrieben, deswegen versuch ich mich mal kurz zu fassen.

Ich will drei Dinge erreichen:
1. Dem Leser ein Kopfkino übermitteln
(welches ruhig von dem abweichen kann/soll, was sich in meinem Kopf abspielt).
2. Ihn sich freuen und ängstigen lassen, vor Spannung die Fingernägel ankauen und auch mal ein paar Tränchen verdrücken lassen,
aber vor allem soll er beim Lesen schmunzeln und ganz aus seinem Alltag in eine andere Welt abtauchen. (Fantasy)
3. Ihn am Ende mit einem Gefühl zurücklassen, dass er am liebsten schon zur Fortsetzung greifen würde.

Ich habe nicht den Anspruch, Menschen umzukrempeln oder ihre Sicht der Dinge zu verändern (höchstens ein klitzekleines bisschen :wink: ), ich will sie einfach unterhalten. Nicht mehr, nicht weniger.
Ich liebe es einfach zu schreiben. Um des Schreibens willen, um der Geschichten willen, die von mir erzählt werden wollen.
Wenn der Leser etwas von dieser Liebe spürt, dann habe ich mein Ziel erreicht. *schmacht*
8) 8) 8)

LG Holly
Die traurige Nachricht zuerst: Ich bin tot.
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon HappyMephisto » 04.05.2009, 00:02

Irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass die "Warum"s dieser Welt so einfach so stellen und doch so schwer zu beantworten sind...*Pathethikknopf ausschalt*
Warum schreibt jemand? Ich denke Freakingmuse hat da schon ziemlich den Kern getroffen. Die Leute sollen nachdenken. Über den Inhalt, nicht unbedingt über die Form des Inhalts. (Ich steh auf diese Cornflakes in diesen ultratrashigen Verpackungen, die so bunt sind, dass sie Augenkrebs verursachen...aber weil ich die Cornflakes so verdammt lecker finde!^^)
Aber warum jemand wirklich schreibt...warum man vielleicht so weit geht, wie Lord Byron und seinen Stil nicht nur schreibt, sondern auch noch lebt? Warum man so weit geht, wie John Milton, der trotz all dem Übel, dass er erlitten hat, noch seinen großen Traum zu verwirklichen und einen Epos zu verfassen, der die Jahrhunderte überdauert? (Ich glaube übrigens Milton war blind, als er Paradise Lost schuf, und diktierte es seiner Tochter, aber ich müsste da nochmal nachgucken^^)
Ich bin mir nicht ganz sicher, warum diese Leute es getan haben, oder warum alle anderen hier schreiben ;) Aber ich denke ich möchte es aus dem Grund machen, der auch Milton unterstellt wird. Ich will keine weltlichen Pläne oder Ehre oder sonstirgendetwas, ich will mich dem Allerhöchsten verpflichten. Ob man es wie Milton Gott nennt oder wie Rockefeller Geld...mir ziemlich egal, ich will mit dem, was ich tue Menschen erreichen, ihnen einen Spiegel vorhalten, sie fragen, ob es das ist, was sie wollen, und in die -meiner Meinung nach- richtige Richtung zum nachdenken deuten. Einen anderen Sinn zu schreiben gibt es für mich nicht und ich hoffe den wird es für mich auch nie geben.

Und @Holly: Ich hasse zwar Shakespeare, aber ich denke er trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er sagt "Kunst um der bloßen Kunst willen ist eine Farce". :p Unterhaltung ist schön und gut, aber für mich kein erstrebenswertes Ziel. =)

Ich hoffe ich stoße niemandem sauer auf^^
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon AlexZ11 » 05.05.2009, 19:55

Ich denke nicht, dass ich schreibe um Geschichten der Geschichte willen zu schreiben. Ich denke genau wie Brecht, dass Kunst eine Botschaft haben muss um eine Existenzberechtigung zu haben (auch wenn ich sein restliches Weltbild nicht so gut finde).
Die Zeiten in denen sich Menschen mit Kunst rein unterhalten wollen sind vorbei. Auch wenn es immer noch Leser gibt, die gerne Trivialliteratur und anderes Unterhaltungszeugs gerne lesen, denke ich trotzdem, dass das geschriebene Wort längst die Rolle des intellektuellen "Weltbildmediums" eingenommen hat.

Das Spannende an guter Literatur ist aber die Sprache an sich. Ein Charaktere kann noch so verabscheuungswürdig sein, ich als Leser kann den Handlungsverlauf noch so unglaublich finden, aber wenn der Autor es beherrscht seinem Werk stilistische Feinheiten zu geben, die das Schöne am geschriebenen Wort erst bewusst macht (zum Beispiel gute Metaphern), dann lese ich das Buch gerne.

Schreiben ist eine Kunst. Wie in jeder Kunst zählt vor allem die Ästhetik.

mfg
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon Tilsk » 28.05.2009, 10:48

Ich habe das hier gelesen und die Frage machte mir zunächst Angst. Aus einem einfachen Grund: Hab einfach nie darüber nachgedacht.

Also holte ich das gestern nach und jetzt schreibe ich hier meine Antwort.

(Sollte vorher vielleicht in etwa sagen was ich vorhab. Möchte ein Buch schreiben, welches auf einige Erlebnisse aus meinem Leben basiert.)

Mein Ziel ist es alle Emotionen, die ich in diversen Situationen meines Lebens erlebt habe so wiederzugeben, dass der Leser das Gefühl hat er hätte es selbst erlebt.
Es soll nicht wirklich eine Lehre oder eine Moralgeschichte werden. Nein ich möchte viel lieber zeigen, was im Leben alles möglich ist.
Der Leser soll Spaß haben und sich gut fühlen wenn etwas verrücktes passiert. Ja vielleicht sogar den Wunsch hegen, dies auch mal auszuprobieren.

Einfach stell ich mir das nicht vor. Ich habe viel Phantasie aber es fällt mir wesentlich leichter ein Bild zu malen, als meine Gefühle in Worte auszudrücken. Dennoch will ich es schaffen einmal mein fertiges werk in den Händen zu halten, mit dem Gefühl ich habe es geschafft.

liebe Grüße :wink:
Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon Ngoci » 04.11.2010, 15:27

Diese Frage stelle ich mir immer sofort am Anfang bevor ich überhaupt mit dem Entwurf anfange.
Ich möchte dem Leser genauso fühlen lassen als sei er selber die Hauptfigur in der Geschichte.

Was fasziniert mich nun so daran? Meine Geschichten und Charaktere sind erst nur in meinem Kopf. Wie ein Kino spielen sie sich vor meinem inneren Auge ab, zusammen mit sämtlichen Gefühlen, die man sich nur denken kann. Dieses zu Papier zu bringen mit der Absicht im Leser ebenfalls so ein Kino zu erzeugen, ist eine Herausforderung. Und die macht mir Spaß! Außerdem erfüllt es mich mit Zufriedenheit, meine Gefühle oder meine Einstellungen zu einer Sache in Worte zu fassen. Dadurch wird mir selbst manches klarer.
Geschriebene Worte haben etwas Magisches, sofern sie einen Menschen berühren. Sie lassen die Phantasie lebendig werden und nehmen den Leser mit auf eine Reise in andere Welten, lassen ihn Abenteuer erleben oder eine rührende Liebesgeschichte. Er wird dort Freunden begegnen - und Feinden. Und wenn ich es durch meine Worte schaffe, ihn zum lachen zu bringen, zum weinen oder vor Angst zu zittern, dann habe ich wohl ein gutes Buch geschrieben!


Ich sehe es genauso wie Sternenglitzer :wink:
Besser kann ich es nie formulieren :XD:

Lg Ngoci
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon Der Zyniker » 05.11.2010, 21:44

Schön wäre es wenn jemand darüber nachdenken würde, was ich schriebe. Noch schöner wäre es, wenn jemand versuchen würde zu verstehen, warum ich es geschrieben habe – und genau das will ich.
Es soll um einen Teil des Lebens gehen, um einen Teil jedes Lebens, um die Konfrontation mit dem Problem und die oft so stark begrenzte Perspektive durch die subjektive Empirie, Mentalität und die Illusion der Vorstellung über das eigene Daseins. Ein Stück weit entfernt vom „Ich“ möchte ich gerne zeigen, wie es in einem Menschen aussehen kann, der anders denkt, anders handelt und vielleicht sogar „Falsches“ tut. Wenn der Leser sich wirklich in die Person hineinversetzten, ihren Gedankensträngen folgen und anschließen ein Stück weit sich selbst oder vielleicht einfach nur einen noch unbekanntes Stück Land am eigenen Horizont entdecken kann, wäre ich so ziemlich genau bei dem Grund, warum ich schreibe.

Sekundär möchte ich aber auch, um einfach mal ehrlich zu sein, Bestätigung erhalten, ob das was ich tue, tatsächlich gut ist, ob es sinnig ist oder ob ich einfach untalentiert bin und es sein lassen sollte. Unteranderem deswegen bin ich äußerst feedback-geil. Einhergehend damit, wünsche ich mir natürlich, dass mehr als vielleicht zehn Menschen mal etwas von mir lesen.
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon HappyMephisto » 07.11.2010, 00:51

Hm, interessante, geradezu moralistische Ansätze in den anderen Posts. Ich ziele nicht ganz so hoch, fürchte ich. :) Vor einigen Jahren hätte ich wohl noch das übliche von mir gegeben. Ich möchte die Welt verändern, Leute zum nachdenken bewegen, jemanden erziehen.
Das hat sich aber geändert. Eigentlich will ich nur das Spiel gewinnen. Oder auch einfach nur Godotsehen.
Ich verweigere mich einfach der letzten Realität in meinem absurden Bestreben, noch den Tod zu überlisten und wie große Geister noch Jahrhunderte in den Köpfen der Menschen zu spuken. Oder sowas in der Art, schätze ich.
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon Ninchen » 14.11.2010, 13:47

Also, für mich ist das eine schwierige Frage. Das liegt daran, dass ich bisher mit dem Schreiben nie etwas anderes erreichen wollte, als mir selbst Freude zu machen. Mein Kopf sprudelt einfach manchmal über vor Ideen, in meinen Fingern juckt es und dann muss ich einfach schreiben.

Jetzt schreibe ich zum ersten Mal mit dem Gedanken im Hinterkopf: "Das wäre es wert veröffentlicht zu werden."

Wenn ich mir vorstelle, dass ein Leser mein Buch in den Händen hält und in meine ganz persönliche Gedankenwelt eintaucht, dann finde ich das beinahe ein bisschen erschreckend. Ich würde mir aber wünschen, dass es ihm so geht, wie mir, wenn ich eines meiner Lieblingsbücher zu Ende gelesen habe. Er soll das Buch zuschlagen und traurig sein, dass es zu Ende ist, weil es sich anfühlt, als habe ihn ein Freund verlassen.

Wenn ich das bei jemandem erreichen könnte - wow, das wäre toll.

Achso, Ruhm, Geld, Romanverfilmungen und jede Menge Preise hätte ich natürlich auch gerne. :XD:

Gruß

Ninchen
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon tamira » 14.11.2010, 14:50

Hallöchen!!! :D

Also bei mir ist das so: Ich schreib, weil's mir Spaß macht. Ich hatte aber noch nie den Ehrgeiz, irgendein langes Projekt wirklich durchzuziehen, und das ist diesmal wirklich ganz ganz anders. Ich bin viel motivierter, seit ich hier konstruktive Kritik bekomme. Ich merk, dass sich jemand mit meinem Text beschäftigt und meine Charas auf ihrem Weg begleitet. Ich werd drauf hingewiesen, wenn irgendwas toll ist und auch, wenn irgendwas Käse ist. Und das trebt mich total an, das Gefühl, dass da jemand ist, der meine Geschichte mitverfolgt.

Früher hat meine Mum meine Sachen gelesen, aber da waren die auch irgendwie noch viel harmloser. Es ist komisch, jetzt würd ich ihr meine Texte nicht mehr zeigen, oder zumindest nicht alles, weil es da ein paar Szenen gibt, die mir vor ihr irgendwie unangenehm sind. :oops:
Also liest jetzt eigtl. nur noch meine beste Freundin meine Sachen und die findet alles gut, was ich schreib. :mrgreen: Das freut mich auch, nur konstruktiv is das eben nicht wirklich.

Und darum bin ich total froh, dass ich hier Leute hab, die mich wirklich weiterbringen und mich total motivieren. So viel experimentiert wie an dieser Geschichte, ha ich noch nie. Ich probier Stilmittel aus, kümmer mich darum, dass alles logisch aufeinander aufbaut und ich beschäftige mich viel mit meinen Charakteren, damit jeder einzigartig wird und sich von den anderen unterscheidet.

Ich glaub nicht, dass ich dieses Projekt, wenn ichs tatsächlich fertig kriege, bei nem Verlag veröffentlichen kann, weil ich ja hier ganz öffentlich an den Teile arbeite. Aber das ist auch gar nicht das, was ich wichtig find.

Ich merk, dass ich mich beim Schreiben weiterentwickle, und dass sich meine Charas weiterentwickeln. Das bringt mir irgendwie total Fun, kann das gar nicht beschreiben. :D
Vielleicht kann ich das ja irgendwann, wenns fertig ist, als E-Book zum Lesen zur Verfügung stellen. (ohne, dass ich daran was verdienen will :XD: ) Denn ich würd mich riesig darüber freuen, wenn meine Geschichte auch gelesen wird und anderen Leuten genauso viel Spaß macht wie mir selbst. :D

Achja, was ich damit beim Leser erreichen will ist eigentlich, dass er abschalten kann und sich in meiner Welt wiederfindet und mit meinen Charas Freud, Leid und Abenteuer erlebt. Irgendwie steht die Unterhaltung dabei an erster Stelle. Ich bin aber auch nicht zimperlich und mute meinen Charas manchmal auch ganz schön viel zu. (Ich glaub, wenn ich meinen derzeitigen Lieblingschara Sarasan mal wirklich treffen würd, der würd mich hassen für das, was ich ihm alles so zumute :XD: Und nicht nur er...... :XD: )
Zum Nachdenken will ich aber auch anregen, denn eine Botschaft in meinem Buchprojekt ist auch die, dass es nur schlecht und nur gut nicht gibt. Und das Umstände Menschen oft zu dem machen, was sie sind.

Mannmannmann.....ich hab mir ganz schön viel vorgenommen! :shock: In meinem Prolog ist meine Prota über vierzig und ihr Sohn Mitte zwanzig und sie kündigt an, dass sie ihre geschichte erzählt. Jetzt ist sie ungefähr 20 und ihr Sohn so 3. :lol: Ich hab schon 14 Kapitel mit ungefähr 50.000 Wörtern und hab grad mal ein paar Monate Zeit erzählt! :shock: Wenn ich da hinkommen will......da hab ich noch um die zwanzig jahre erzählzeit vor mir!!! :shock: Na da kann ich ja noch viiiiieeel schreiben!!! :XD:


glg


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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon Irrlicht » 14.11.2010, 15:10

Wieso ich schreibe? Eine sehr schwierige Frage, weil sie nicht mit einem einzigen Satz zu beantworten ist. Ich kann nicht einfach sagen, weil es mir Spaß macht. Es gab schließlich auch Tage, an denen ich mein Hobby verflucht habe. Ich kann nicht sagen, weil ich Leute begeistern oder belehren möchte. Ich habe mit dem Schreiben angefangen wie wahrscheinlich viele andere hier auch, für mich selbst, weil ich es wollte und nicht damit Menschen irgendwann in weiter Zukunft einmal meine Geschichten lesen.
Nein, ich glaube die ehrlichste Antwort, die ich dazu geben kann ist, weil ich nicht anders kann. Geschichten drängen sich mir geradezu auf, nagen sich an mir fest und lassen mich nicht mehr los bis ich mich ihnen zuwende. Das kann nun in Form einer Zeichnung oder ein paar Seiten geschriebener Wörte geschehen. Fakt ist, dass wenn ich über einen längeren Zeitraum hianus weder male oder schreibe, ich immer unruhiger werde, unkonzentrierte, bis ich irgendwann an gar nichts anderes mehr denken an.
"Verräter der Magie", Ravensburger Buchverlag, August 2012
"Gefangene der Magie", Ravensburger Buchverlag, März 2013
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon CharlySemmel » 14.11.2010, 17:32

Erreichen? Dass man mich wahrnimmt:
"Hey, guck mal, so fühle und denke ich!" :XD: 8)
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Re: Was willst du eigentlich erreichen?

Beitragvon Kristina » 14.11.2010, 18:09

Was will ich erreichen?
Ich will berühren.
Ich will Leute zum Lachen und zum Weinen bringen.
Ich will Leute erreichen,
will sie unterhalten,
will sie in meinen Bann ziehen,
sie für ein paar Sekunden aus der Wirklichkeit ziehen.
Ich will meinen ausgedachten Figuren einen Platz in den Herzen anderer Leute geben,
ich will das andere Leute das sehen, was ich sehe.
Ich will, dass meine Geschichte bei anderen dasselbe Gefühl hinterlässt, wie gute Bücher bei mir.
Ich will, dass andere Leute sich in meinen Wörtern verlieren und sich gleichzeitig wiederfinden,
ich will Leid und Schmerz teilen,
Freude und Hoffnung wecken und zerstören.
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