Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Ratsherr » 02.09.2015, 20:41

Paisley hat geschrieben:Zum einen schrecken so dicke Schinken sicherlich auch den einen oder anderen potentiellen Leser ab. Zum anderen ist es ja auch für die Verlage bzw Agenturen von Vorteil, wenn sie eine lange Geschichte in mehrere Bücher aufspalten, weil sie mehr daran verdienen.


Ja, das stimmt. Mir persönlich ist ein einzelnes Buch lieber, aber das entspricht ja leider nicht der Allgemeinmeinung.
Ich erwische mich eben immer öfter dabei, dass ich nur den ersten Teil einer Trilogie lese und die anderen Bände links liegen lasse, was mir nicht passieren würde, wenn die Teile auf einen Band zusammengekürzt wären. Als Beispiel nenne ich einfach mal "Divergent" von Veronica Roth, wobei ich da nach dem ersten Teil auch keine große Lust gehabt hätte, weiterzulesen, wenn es nur ein einziger Band gewesen wäre. Aber das lag an der Autorin, nicht an der Dreiteilung der Geschichte. :mrgreen:


Ganz einfach weil ich das Gefühl habe, das man bei einem einzelnen Band niemals so tief in die Welt vordringen kann, sie niemals so lebendig werden lassen kann, wie bei einem Mehrteiler. Vieles kann man nur oberflächlich ankratzen, kurz betrachten und muß schon wieder weiter, weil nicht genug Seiten vorhanden sind um es zu entfalten. Das finde ich, zumindest bei guten Geschichten schade. Wenn einem gefällt was man liest, will man mehr. Mehr erfahren, mehr "sehen", mehr erleben. Und das möchte ich erreichen.


Damit hast du auch Recht, wobei die Welt schon sehr interessant sein muss, um mich davon zu überzeugen, mehr über sie wissen zu wollen. Typische Dark Fantasy-Geschichten können das normalerweise nicht; ich brauche da schon etwas Ungewöhnliches, im Gedächtnis Bleibendes. :) Um bei meinem Beispiel zu bleiben, dazu zähle ich zum Beispiel "Die Bücher von Umber". Wo findet man schon ein U-Boot, das an einen handzahmen Wal gekettet wurde und auf diese Weise fortbewegt wird? :XD: Da war ich dann auch motiviert, weiterzulesen, weil mich das Setting und die Atmosphäre überzeugt haben.



Ich muss gestehen, den Herr der Ringe (noch) gar nicht gelesen zu haben. Er steht auf meiner to-read-Liste, irgendwann in den kommenden Jahren, aber ... hm. Die Filme will ich eigentlich auch endlich mal sehen, aber es gibt so vieles anderes, das mich auch interessieren würde. :mrgreen: (Wobei ich mir den Hobbit definitiv sehr bald ansehen werde, weil ich mich auf Martin Freeman freue, den ich schon in "Sherlock" genial fand. 8))
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon schreiberling » 02.09.2015, 20:55

IPatricia hat geschrieben:Ich liebe Trilogien ehrlich gesagt, wenn sie denn gut geschrieben sind. Da das häufig nicht der Fall ist, kann ich Ratsherr ein bisschen verstehen. In der Fantasy finde ich Mehrteiler passend, weil die Charakterentwicklung über mehrere Bände besser zur Geltung kommt und man mehr von der Welt an sich erfährt. .



Das hat doch nichts damit zu tun, ob man einen Dreiteiler schreibt. Wenn die drei Teile nur mit unnützem Füllstoff aufgebläht sind, dann kommt da auch nicht mehr Charakterentwicklung oder Flair der Welt rüber.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Paisley » 02.09.2015, 21:10

Paisley hat geschrieben:Vieles kann man nur oberflächlich ankratzen, kurz betrachten und muß schon wieder weiter, weil nicht genug Seiten vorhanden sind um es zu entfalten.


Das erinnerte mich gerade an diese furchtbaren Sightseeing Gruppenfahrten im Urlaub, wo man wie die Schafe von einem Punkt zum nächsten getrieben wird. :mrgreen:

Ratsherr hat geschrieben:Ich muss gestehen, den Herr der Ringe (noch) gar nicht gelesen zu haben. Er steht auf meiner to-read-Liste, irgendwann in den kommenden Jahren, aber ... hm. Die Filme will ich eigentlich auch endlich mal sehen, aber es gibt so vieles anderes, das mich auch interessieren würde. :mrgreen: (Wobei ich mir den Hobbit definitiv sehr bald ansehen werde, weil ich mich auf Martin Freeman freue, den ich schon in "Sherlock" genial fand. 8))


Dann wirds aber Zeit. Sowohl für die Bücher als auch die Filme. (Sherlock ... ich warte sehnsüchtig auf die neuen Folgen [kommen wohl erst Ende nächstes Jahr].) Beim Herrn der Ringe, muß ich im Gegensatz zum Hobbit (der in einer einfacheren Sprache geschrieben wurde und weniger langatmig ist) sagen, das es zeitweise eine zähe Angelegenheit ist, ihn zu lesen. Aber die Geschichte, die Historie Mittelerdes, die Völker und Sprachen fesseln einen dermaßen, das man nicht aufgibt und weiterliest. Sofern es einen anspricht.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon IPatricia » 02.09.2015, 21:59

schreiberling hat geschrieben:Das hat doch nichts damit zu tun, ob man einen Dreiteiler schreibt. Wenn die drei Teile nur mit unnützem Füllstoff aufgebläht sind, dann kommt da auch nicht mehr Charakterentwicklung oder Flair der Welt rüber.


Natürlich nicht, aber die Möglichkeiten sind durchaus andere. Dass drei Teile mit unnützem Füllstoff aufgebläht sind, ist wie gesagt der Fall, wie er nicht sein sollte. Aber wenn es mehr Inhalt gibt (eine wirkliche Story, keine Pseudo-Story, die über mehr Seiten gestreckt wurde als ihr gut tut, weil dem Autor nichts Neues mehr einfällt), dann haben Charaktere auch mehr Potential sich zu entwickeln. Ebenso wie eine gut ausgearbeitete Welt mehr Flair versprühen kann. Hierfür bedarf es aber einer spannenden Geschichte. Wir wollen ja nicht immer vom Schlimmsten ausgehen. :wink:
Was ich damit sagen wollte: Wenn es gut gemacht wurde, sind die Möglichkeiten bei einem Mehrteiler vielfältiger. Ob es jetzt drei Teile oder vier oder sogar fünf sind, ist da nebensächlich, solange die Story wirklich gut ist.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Ankh » 02.09.2015, 22:32

Dann würde ich aber dazu raten, die Story erstmal zuende zu schreiben, zu überarbeiten, und wenn dann mehr als ein Band übrigbleibt, dann soll's so sein. Sich hinzusetzen und zu sagen "Ich schreibe eine Trilogie" hingegen köann schnell darauf hinauslaufen, dass einem Mitte des zweiten Bandes die Ideen ausgehen und eben dieser unsägliche Füllstoff reingequetscht wird.

Was spricht eigentlich dagegen, eine abgeschlossene Geschichte zu schreiben, und wenn es mehr zu erzählen gibt, eine neue Geschichte mit denselben Charakteren/in derselben Welt zu schreiben, die andere Personen, Orte, Ereignisse näher beleuchtet? Man muss ja nicht den ganzen Hintergrund in die eine Geschichte quetschen. Vielleicht erwecken die Protagonisten oder die Welt ja gerade dadurch Interesse an weiteren Geschichten, wenn man nicht schon in der ersten jeden Fitzel über sie serviert bekommt?
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Neee » 03.09.2015, 08:27

Figuren von denen ich genug hab:

Die atemberaubend schöne Physikerin. Mal als Protagonisten, mal als Sidekick, aber doch: hauptsächlich Deko. Ihre Hauptfunktion ist vom vernarbten Haupt- oder Nebendarsteller optisch abzulenken und wenn der Autor/die Autorin gnädig war, darf sie auch mal einen witzigen Spruch ablassen. Begründet wird ihr Auftreten mit ihrem unentbehrlichen Fachwissen und ihrer Intelligenz, von der zwischenzeitig aber wenig zu sehen ist. "Oh, eine Steckdose. Ich sollte mal mit der Schere reinpieksen."
Am Ende, wenn das verschlagene Narbengesicht sie an den Zielpunkt verfrachtet hat, erinnert sie sich wieder daran, dass sie eigentlich doch noch an ihre Fähigkeit zu logischem Denken und an ihr Fachwissen und bewahrt dann doch noch den Reaktor vor der Kernschmelze oder das CERN vor dem Zeitparadoxon/der fiesen Parallelwelt oder nimmt doch einfach nur die Supermega-Anti-Alien-Waffe in Betrieb. Zum krönenden Abschluss darf sie wieder hübsch sein und den vernarbten Draufgänger, der sie überhaupt erst zum großen roten Knopf gebracht hat, küssen. Und wenn sie nicht gestorben sind...
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon schreiberling » 03.09.2015, 13:24

Neee hat geschrieben:Figuren von denen ich genug hab:

Die atemberaubend schöne Physikerin. Mal als Protagonisten, mal als Sidekick, aber doch: hauptsächlich Deko. Ihre Hauptfunktion ist vom vernarbten Haupt- oder Nebendarsteller optisch abzulenken und wenn der Autor/die Autorin gnädig war, darf sie auch mal einen witzigen Spruch ablassen. Begründet wird ihr Auftreten mit ihrem unentbehrlichen Fachwissen und ihrer Intelligenz, von der zwischenzeitig aber wenig zu sehen ist. "Oh, eine Steckdose. Ich sollte mal mit der Schere reinpieksen."
Am Ende, wenn das verschlagene Narbengesicht sie an den Zielpunkt verfrachtet hat, erinnert sie sich wieder daran, dass sie eigentlich doch noch an ihre Fähigkeit zu logischem Denken und an ihr Fachwissen und bewahrt dann doch noch den Reaktor vor der Kernschmelze oder das CERN vor dem Zeitparadoxon/der fiesen Parallelwelt oder nimmt doch einfach nur die Supermega-Anti-Alien-Waffe in Betrieb. Zum krönenden Abschluss darf sie wieder hübsch sein und den vernarbten Draufgänger, der sie überhaupt erst zum großen roten Knopf gebracht hat, küssen. Und wenn sie nicht gestorben sind...




Hm, die gibt es aber eher im Hollywood Katastrophen- oder Superheldenfilm, jedenfalls im Action Genre mit männlichem Held, nicht so sehr in Romanen.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Neee » 03.09.2015, 16:11

Hm, die gibt es aber eher im Hollywood Katastrophen- oder Superheldenfilm, jedenfalls im Action Genre mit männlichem Held, nicht so sehr in Romanen.


Da treten sie besonders häufig auf und daher kommt vor allem mein Deko-Gedanke, ja. In Schriftform sind sie mir bisher meist in kurzen Geschichten begegnet.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon SmilingSeth » 03.09.2015, 16:31

Neee hat geschrieben:
Hm, die gibt es aber eher im Hollywood Katastrophen- oder Superheldenfilm, jedenfalls im Action Genre mit männlichem Held, nicht so sehr in Romanen.


Da treten sie besonders häufig auf und daher kommt vor allem mein Deko-Gedanke, ja. In Schriftform sind sie mir bisher meist in kurzen Geschichten begegnet.

Das ist ja auch ein "ur"-klassisches TV-Trope, das so ziemlich überall vorkommt, solange nicht ausgerechnet Frauen in den Hauptrollen sind.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Helfstyna » 05.09.2015, 00:27

Ich schwöre nun langsam den Teenie Dystopien ab.

Panem war ja noch gut, MazeRunner wurde mit jedem Teil langweiliger und langatmiger und bei Der Bestimmung, habe ich es nicht mal bis zum Ende des ersten Buches ausgehalten.

Das Genre ist für mich jetzt durch.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon schreiberling » 05.09.2015, 00:41

Vieleicht sollte mal jemand eine Vampir-Teeniedystopie schreiben zur Abwechslung... :mrgreen:
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Gin » 09.09.2015, 20:14

Was ich absolut nicht mehr lesen kann, zumindest wenn ich dafür Geld hinlege, ist Fantasy. Es gibt genau drei Arten von Charakteren, die ich an diesem Punkt allesamt erschießen möchte.

Charakter A: grundsätzlich männlich, auf epischer Reise/Quest/wasauchimmer, startet üblicherweise als maus und entwickelt sich während der Story zum LÖWEN

Charakter B: Teenager, coming of age-Story, beinhaltet für gewöhnlich Dreiecksbeziehungen und Eltern, denen alles egal ist (ob tatsächlich oder ob der Autor beim Schreiben nur vergessen hat, dass sein Teenager Protagonist noch zu Hause wohnen müsste, bleibt der Interpretation überlassen)

Charakter C: meist weiblich 25-35 Jahre, Stories halbwegs variabel, dienen allerdings nur dazu, dass die Protagonistin mit dem männlichen Protagonisten entweder detailliert im Bett landet, was dann exzessiv über mehrere Seiten beschrieben wird, oder dem Leser zumindest suggeriert "Ja, jetzt geht das Licht aus und wir sehen es zwar nicht, aber die beiden tun es jetzt. ... Exzessiv."


Was ich gerne mal lesen würde, wäre ein glaubwürdiger, weiblicher Charakter, 25-35 Jahre, der auf epische Reise/Quest/wasauchimmer geht und KEINEN Sex hat. Oder zumindest nur in einem Nebensatz.
Just because I don't care, doesn't mean I don't understand.
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon DerNachfrager » 02.10.2015, 02:15

Bei mir sind das zwei Sachen:

- Das der Mann und die Frau IMMER zusammenkommen und irgendwie doch noch ne Liebesgeschichte da reinmuss.

Ich hab das gefühlt, das überall und immerzu eine Liebesgeschichte mit im Buch sein muss, selbst wenn die Geschichte an und für sich genug "Fleisch" hätte, dem Leser auch selbst genug zu bieten.
Noch schlimmer wirds wenn das ganze Buch über, die Charaktere miteinander arbeiten, ganz ohne Romantik und mit so viel funken in der Luft, als würde man zwei nasse Stücke Pappe aneinander reiben, diese dann aber doch am Ende des Buches ihre Liebe füreinander erklären, weil das sind ja schließlich Mann und Frau und die arbeiten länger als 5min. zusammen ... das muss wahre Liebe sein.


-Bücher mit und über Juden

NICHT FALSCH VERSTEHEN ich hab nix gegen unserer Freunde aus Israel, doch bin ich gestraft von jedem einzelnem Pflichtbuch in der Schule, was immer und immer wieder die Judenverfolgung im dritten Reich als Thema hatte. Wir hatten den zweiten Weltkrieg in der Schule so oft, dass wir mit Kriegsmüdigkeit die Schule verließen.
Nicht nur das! sondern die Bücher waren alle samt totaler Mist, wenn ich die nicht hätte Lesen müssen, hätte ich einen weiten Bogen um solchen Schund wie "U-Boot im Untergrund" oder so gemacht.
Also echt ... dat geht gar nicht!
Das Risiko war kalkuliert! ... Doch verdammt bin ich schlecht in Mathe!
- Mincing Mockingbird
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Blackspot » 13.10.2015, 17:46

DerNachfrager hat geschrieben:Bei mir sind das zwei Sachen:

- Das der Mann und die Frau IMMER zusammenkommen und irgendwie doch noch ne Liebesgeschichte da reinmuss.

Ich hab das gefühlt, das überall und immerzu eine Liebesgeschichte mit im Buch sein muss, selbst wenn die Geschichte an und für sich genug "Fleisch" hätte, dem Leser auch selbst genug zu bieten.
Noch schlimmer wirds wenn das ganze Buch über, die Charaktere miteinander arbeiten, ganz ohne Romantik und mit so viel funken in der Luft, als würde man zwei nasse Stücke Pappe aneinander reiben, diese dann aber doch am Ende des Buches ihre Liebe füreinander erklären, weil das sind ja schließlich Mann und Frau und die arbeiten länger als 5min. zusammen ... das muss wahre Liebe sein.


-Bücher mit und über Juden

NICHT FALSCH VERSTEHEN ich hab nix gegen unserer Freunde aus Israel, doch bin ich gestraft von jedem einzelnem Pflichtbuch in der Schule, was immer und immer wieder die Judenverfolgung im dritten Reich als Thema hatte. Wir hatten den zweiten Weltkrieg in der Schule so oft, dass wir mit Kriegsmüdigkeit die Schule verließen.
Nicht nur das! sondern die Bücher waren alle samt totaler Mist, wenn ich die nicht hätte Lesen müssen, hätte ich einen weiten Bogen um solchen Schund wie "U-Boot im Untergrund" oder so gemacht.
Also echt ... dat geht gar nicht!


DANKE Endlich mal jemand, der mich versteht. Manchmal frage ich mich, ob hinter der X. Wiederholung von "Arme, ungerechtfertigt verfolgte Juden werden wie durch ein Wunder von mitleidigen Halbnazis gerettet/sterben" nicht irgendeine Form von Folter steckt. Mal ehrlich. Es war schrecklich und ungerechtfertigt aber spätestens seit Anna Sehgers sind es die Bücher auch. Nicht jeder Krebspatient schreibt schließlich ein Krebsbuch (Obwohl es auch davon genügend gibt. Ganz schrecklich: die, die nach dem Tod des Betroffenen von Verwandten verfasst werden).
Naja und für zusammenhangslose, nicht ins Grundkonzept passende Liebesgeschichten bin ich eh nicht zu haben. Das gleiche gilt für meinen Dritten Todfeind:HAPPY ENDS
Nicht, dass ich prinzipiell die große Katastrophe bevorzuge. Aber wenn die Handlung bis 20 Seiten vor schluss einfach nur auf selbige zusteuert, finde ich, sollte man sich trauen, die nötige Endkonsequenz mit all ihrer Tragik zu ziehen und den in letzter Sekunde auftauchenden, rettenden Riesenadler/Dumbledore/Gandalf/Rettungsdienst/Polizist/Arthur der Engel samt obligatorischer, lorbeerumkränzter Siegesfeier unter den Tisch und in den Papierkorb fallen lassen.
ALLES kann vorausgesetzt werden, ALLES ist annehmbar
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Re: Was wollt ihr NICHT mehr lesen?

Beitragvon Angaram » 01.11.2015, 03:33

Hier fällt mir auch einiges ein.

Als erstes wäre da der Standard Fantasy Charakter, der innerhalb von 2 Tagen aufeinmal Chuck Norris wird. Außer natürlich gerechtfertigt.

Dann diese schönen Nebencharaktere, mit wallendem Haar und schönem Gesicht. Ohne jede Plot Relevanz natürlichsondern nur um neben dem Held schön auszusehen.

Glück Happy ends kann ich am wenigsten ausstehen. Durch Zufall wurde der Anta von einem Stein gegen den Kopf getroffen, den der Prota im ersten Kapitel durch ein Wurmloch trat und aufeinmal ist Friede Freude Eierkuchen.

Und zu guter letzt: Jammernde, dauerheulende Protagonisten. Vielleicht sagt jemandem Shinji aus Evangelion etwas. Ich würde ihn am liebsten jedesmal erwürgen wenn er anfängt rumzuheulen. Just get in the fucking robot! Ein Buch mit so einem Prota habe ich sehr schnell aus der Hand gelegt. Hier sind auch Emo Protas mit eingeschlossen. Ööööööhhh... die Welt ist so böse, und traurig.

lg, Anga
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