Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon Julestrel » 27.03.2013, 10:02

Wenn man so die Antworten zum Thema "Stromausfall" durchliest, geht es um zwei Szenarion:

- Es fällt nur das normale Stromnetz aus, d.h. Notstromaggregate, USV, etc. springen ein und gerade bei kritischen Situationen wie z.B. Intensivstation passiert im Grunde gar nichts, solange das ganze nicht zu lange dauert.

- Die andere Möglichkeit ist, dass es weltweit keinerlei Elektrizität mehr gibt, d.h. auch USVs und dergleichen funktionieren nicht. Dann dürften die wenigen Minuten reichen, um ein gewaltiges Chaos anzurichten.

Da solltest du dir überlegen, welche der beiden Optionen für deine Geschichten die bessere ist bzw. wie viel Chaos du brauchst :)

Noch ein paar Anmerkungen:
Dann Gefängnisse. Hochsicherheitstrakts. Ich könnte mir vorstellen, dass viele mit automatischen Sicherungssystemen ausgerüstet sind, die ausfallen würden.

Die Frage ist, wie das System konzipiert ist. In öffentlichen Gebäuden müssen bei Stromausfall Türen und Fenster offen sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass in Gefängnissen genau das Gegenteil gemacht wird: Die Türen bleiben zu, auch wenn der Strom weg ist.

Wie sieht es in Kraftwerken aus? Falls auch keine Generatoren mehr funktionieren, weiß ich nicht, wie schnell in einem Atomkraftwerk die kritische Schwelle überschritten ist.

Bei einem kompletten Stromausfall in einem Kraftwerk, wenn auch kein Notstrom mehr vorhanden ist, bricht die Kernfusion zusammen und es passiert nichts. Das einzige "Problem" ist meines Wissens, dass man anschließend das Kraftwerk nicht mehr so einfach hochfahren kann.


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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon adventuress » 31.07.2013, 11:27

Hi CrazyTeebeutel,

zu der Sache mit dem Halbengel:

1. (Wie einige schon erwähnt haben) werden wahrscheinlich Elternteil und Kind als verrückt abgestempelt.

2. Die Bösen könnten zu früh auf den kleinen Schatz aufmerksam gemacht werden.

3. (ebenfalls bereits erwähnt) Argon... Nicht so cool.

4. Wenn der Vater/ die Mutter nicht da ist könnte der/die Kleine versuchen den Engel zu suchen... dann würde das andere Elternteil seinen Schützling verlieren.

5. Ist der Engel da, würde das die Aufmerksamkeit nicht nur auf das Kind sondern auch auf das besondere Elternteil lenken... auch nicht so prickelnd.

6. Es könnte dem alleinerziehenden Elternteil wie ein böser Traum vorkommen und wenn nichts auffälliges passiert glaubt er/sie nicht mehr das das Kind ein Halbengel ist.

7. "Wenn ich es ihm/ihr nicht sage bleibt sie wahrscheinlich normal und ich muss sie nicht verlieren"

8. Es könnte auch sein, dass sie/er es dem Kind erzählt hat und das Kind hat dann sowas geantwortet wie: Du bist doch verrückt, Engel haben Flügel und ich nicht!

Tja und jetzt fällt mich nichts mehr ein... :D

lg adventuress
Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das Eigene leuchten zu lassen.
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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon BlinkyBill » 31.07.2013, 11:53

1: Weil ich meinem Kind soetwas erst sagen würde, wenn es etwas älter ist. Viele Eltern verschweigen ihren "Kindern" die ersten Jahre ja auch wenn sie adoptiert sind. Einige vielleicht sogar so lange, bis das Kind es zufällig selbst herausfindet. Als kleines Kind versteht man soetwas mit "Halbengel" ja bestimmt noch nicht und macht damit irgendwelchen Blödsinn.

2: Auch die Notstromversorgung in Krankenhäusern?

Wenn Nicht, dann wird es bestimmt nicht ganz so viele tote geben, wenn überhaubt.
Mal 2 oder 3 Minuten ohne TV, Radio, Computer wird wohl zu verkraften sein.
Ok, vielleicht ein paar Unfälle wenn die Ampeln den Geist aufgeben aber sonst eigentlicfh nicht so viele.

Wenn die Krankenhäuser jedoch auch ohne Storm sind, wird die Anzahl der toten weltweit bestimmt in die 10.000 gehen wenn nicht sogar in die Millionen.
"Viele" Menschen werden ja bloß noch durch Maschinen am leben erhalten und die laufen nun mal mit Strom.
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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon bumblebeee » 05.08.2013, 20:34

1. Aus Liebe. Ich denke mal, mit einem Leben als Halbengel oder so kommt weil Vorderung mit ein. Da will das Elternteil dem Kind vielleicht nichts sagen, um ihr :roll: eine normale Kindheit zu schenken.

2. Jetzt wird's lustig.
Ok. 2-3 Minuten ist nicht lange, aber da kann schon was passieren.
1. Minute: Der Strom ist gerade ausgefallen und nun sind die Züge weg vom Strom. Und wuuuusch, sie halten an. Haushaltsgeräte funktionieren nicht. Der Kontakt über Funk könnte, glaub ich, abbrechen, weil bei den ganzen Stellen der Strom weg ist. Zum Beispiel Flugzeuge können nicht mehr mit dem Tower in Verbindung treten und so fliegen sie vielleicht zu tief und kabuum krachen sie in die Städte. Ampeln fallen aus und deshalb können die Autos (wenn es Nacht ist) nicht mehr sehen, wo sie hin fahren.
2. Minute: Das Fernsehen - weg! Das wäre schon für mich ein Grund zu sterben (Spaß).
3. Lichter sind aus. Die Menschen geraten in Panik, renen durch ihre Haus und werden von ihren eigenen Sachen aufgespießt.
4. Minute: WIE VIELE TOTE?!?! Das kommt auf die Katastrophe an.
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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon Badabumm » 05.08.2013, 22:47

Julestrel hat geschrieben:Bei einem kompletten Stromausfall in einem Kraftwerk, wenn auch kein Notstrom mehr vorhanden ist, bricht die Kernfusion zusammen und es passiert nichts. Das einzige "Problem" ist meines Wissens, dass man anschließend das Kraftwerk nicht mehr so einfach hochfahren kann.
Julestrel


Da hat uns Japan leider gezeigt, dass sehr wohl etwas passiert. Wenn die Kühlung komplett ausfällt, ist der Supergau vorprogrammiert. Die Reaktionsmasse heizt sich nämlich von alleine auf, das ist ja gerade der Gag bei einem Atomkraftwerk. Man kann zwar die Stäbe runterfahren, das Werk auch "abschalten", das erhitzte Wasser (oder ein anderes Kühlmittel) muss aber durch kühles erneuert werden, was durch Pumpen geschieht. In Fukushima hat die Abkühlung durch die Not-Wasserfontänen ja auch Monate (!) gedauert. OK, ein minutenlanger Ausfall mag zu verschmerzen sein :-) Aber einige Tage nicht.

Übrigens haben wir keine Kernfusion in den Kraftwerken. So weit sind wir (leider) noch nicht (das Energieproblem wäre sonst längst gelöst...).

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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon CandyMcK » 06.08.2013, 02:07

Wenn nach einem 3 minütigen Stromausfall der Status Quo wieder hergestellt ist passiert da verhältnismäßig wenig.
Es gibt auch in Großstädten immer wieder Stromausfälle die erheblich länger andauern, ohne das gleich Panik ausbricht und der Katastrophenschutz mobilisiert werden muss.
Gefängnisse - passiert nix
Kraftwerke - genausowenig
Fahrstühle - haben mechanische Sicherungssytheme

Aber selbst wenn es nicht zu einem Katastrophenszenario käme, und man es in weiten Teilen der Welt ist mangels umfassender Stromversorgung nichtmal bemerken würde, so würde es dennoch eine nicht unerhebliche Anzahl an Todesfällen geben.

Ich bezweifle zwar, dass ein Verkehrsflugzeug wie ein Stein vom Himmel fällt, wenn der Strom für so kurze Zeit mal weg ist. Allerdings wären einige ungünstige Konstellationen denkbar. Flugzeuge im Landeanflug könnten schon Schwierigkeiten bekommen wenn das Fahrwerk nicht ausfährt, vielleicht gäbe es auch eine Kollision in der Luft, weil der Tower ausfällt und im entscheidenden Moment die Leitung des Fluglotsen fehlt.
Millitärjets hätten noch mehr Probleme. Ein 3 Minütiger Kontrollverlust führt da mit Sicherheit zu einem Absturz.
Hubschrauber die sich nicht lenken lassen, vor allem bei geringer Flughöhe, böse gefährlich.
Der eine oder andere Verkehrsunfall würde wohl tödlich enden. Es könnte auch ein Zugunglück geben, wenn eine Weiche nicht rechtzeitig gestellt wird.

Das Hauptproblem läge hier aber sicherlich bei den Krankenhäusern.
3 Minuten ohne eine notwendige, künstliche Beatmung und man ist definitiv tot. Den einen oder anderen kann man vielleicht reanimieren, aber sicherlich nicht alle.
Frage ist - wie viele Krankenhäuser gibt es weltweit? Ich hab ehrlich keine Ahnung - da kommt schon so einiges an Opfern zusammen.
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Re: 2 kleine süße Fragen, die eine Antwort brauchen

Beitragvon Rooibos » 06.08.2013, 12:15

CandyMcK hat geschrieben:Ich bezweifle zwar, dass ein Verkehrsflugzeug wie ein Stein vom Himmel fällt

Dito. Die haben Bordstrom, und solange die Aerodynamik nicht versagt, fallen sie nicht vom Himmel. Die Aerodynamik versagt solange nicht, wie die Triebwerke laufen - und die laufen, von wenigen Ausnahmen mal abgesehen, rein mechanisch, durch Kerosin angetrieben. Ältere Flugzeuge werden rein mechanisch gesteuert, sodass ein Stromausfall - wenn es den bei Bordstrom überhaupt gäbe - zum Ausfallen einiger Instrumente führen würde, aber wer nicht gerade Fluganfänger ist, kann die Maschine dann immer noch manövrieren und halbwegs sicher landen. In modernen Verkehrsflugzeugen sind Instrumente aus Sicherheitsgründen doppelt und dreifach vorhanden und die Steuerung läuft sicher elektrisch, aber wohl mit der Möglichkeit, aufs mechanische umzuschwenken. Sogar ein Airbus kann mit totalem Instrumentenausfall noch sicher gelandet werden, auch wenn es sicher schwierig ist.

Das Hauptproblem läge hier aber sicherlich bei den Krankenhäusern.
3 Minuten ohne eine notwendige, künstliche Beatmung und man ist definitiv tot. Den einen oder anderen kann man vielleicht reanimieren, aber sicherlich nicht alle.
Frage ist - wie viele Krankenhäuser gibt es weltweit? Ich hab ehrlich keine Ahnung - da kommt schon so einiges an Opfern zusammen.

Jedes Krankenhaus hat seinen eigenen Notstromgenerator, der schon wesentlich mehr als 3 Minuten aushält.
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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon Badabumm » 06.08.2013, 16:18

Wenn man so die Antworten zum Thema "Stromausfall" durchliest, geht es um zwei Szenarion:

- Es fällt nur das normale Stromnetz aus, d.h. Notstromaggregate, USV, etc. springen ein und gerade bei kritischen Situationen wie z.B. Intensivstation passiert im Grunde gar nichts, solange das ganze nicht zu lange dauert.

- Die andere Möglichkeit ist, dass es weltweit keinerlei Elektrizität mehr gibt, d.h. auch USVs und dergleichen funktionieren nicht. Dann dürften die wenigen Minuten reichen, um ein gewaltiges Chaos anzurichten.


Julestrel hat gemeint: wir können eigentlich keine Tipps geben, solange wir nicht wissen, wie genau Du Dir diesen Stromausfall gedacht hast. Alles, was mit Notstrom, Akkus oder sonstwie am Laufen gehalten wird, würde bei Version B nämlich auch wegfallen. Das ist natürlich quasi eine "magische" Variante, denn dass Elektrizität absolut verschwindet, hat keine naturwissenschaftliche Grundlage. Auch durch einen Sonnensturm nicht (der würde auch das magnetische Feld der Erde massiv beeinflussen).
In diesem Falle müssten SÄMTLICHE Dinge, die irgendwie in irgendeiner Form mit Stromfluss zu tun haben, wegbrechen - also z.B. auch Nervenreize innerhalb unseres Körpers. Dann wäre ein ABSOLUTER Ausfall gleichzeitig der Tod sämtlicher Lebewesen :-) Bei Pflanzen weiß ich nicht so recht. Im weitesten Sinne spielen elektrische Kräfte auch im molekularen Bereich eine Rolle - wie weit soll der Ausfall denn nun gehen?

Wenn ein "normaler" Stromausfall das Chaos heraufbeschwören soll, müsste er schon länger andauern, ein, zwei Tage vielleicht. Stromausfälle von Stunden bis Tage sind in vielen Ländern normal (auch in sogenannten zivilisierten...), manchmal könnte man eher davon sprechen: "wann ist der Strom eigentlich mal an?"

ZU Frage 1: was ist ein "Halbengel"?????

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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon weltenschreiberin » 20.11.2015, 23:06

hi,
Ich weiß nicht ob ich mich hier angliedern kann, aber dieses Thema ähnelt meinem sehr und da dachte ich meine Frage passt irgendwie dazu und ich müsste nicht ein neues Thema beginnen ...
Also: Wie wäre es möglich, dass der Strom für mehrere Wochen auf der gesamten Erde ausfallen könnte?
Grüße Weltenschreiberin
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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon Badabumm » 21.11.2015, 00:42

weltenschreiberin hat geschrieben:Also: Wie wäre es möglich, dass der Strom für mehrere Wochen auf der gesamten Erde ausfallen könnte?
Grüße Weltenschreiberin

Wenn du lange genug wartest - also 50, 70 Jahre oder so -, dann passiert das ganz automatisch, weil die Rohstoffe aufgebraucht sind. Nur noch Wasserkraft, Atomkraft und Windanlagen funktionieren. Da dann alles total vernetzt sein könnte (der Trend hierzu besteht bereits) wäre ein Ausschalten der Kraftwerke durch einen "Cyberangriff" denkbar. Und bis dahin werden die Überbevölkerung, die Kriegszenarien und die Klimaerwärmung soviel Schaden angerichtet haben, dass es schwierig sein wird, einen zivilsierten Zustand überhaupt aufrecht zu erhalten. Am plausibelsten ist also ein globaler Hackerangriff, der dafür sorgt, dass der Strom nicht nur kurz ausfällt, sondern auch immense Schäden an den Kraftwerken entstehen. Dann könnte man noch so Dinge wie Sonnensturm annehmen. Es gibt (kein Quark!) rote Ameisen, die gerne in Computergehäusen hausen und schon mal Schaden verursachen...

Aber um eine postapokalyptische Ära einzuläuten, würde ich lieber einen Supervulkan oder einen Meteoriteneinschlag verwenden, denn danach wird sich ohnehin alles geändert haben... ;-)
Einen triftigen Grund zu finden, wie und warum der Strom ausfällt, wäre nämlich das Hauptproblem, um die Apokalypse zu begründen.

Einen dreiwöchigen Stromausfall könnte man sicher überleben, aber das "Mad Max"-Szenario wäre kaum vorstellbar. Sämtliche gekühlten Lebensmittelvorräte wären futsch, Wasser nicht geklärt, Kommunikation wäre extrem eingeschränkt (heute kann ja niemand mehr ohne Handy und PC, auch die Industrie nicht), Verkehrsmittel liegen brach, Versorgungen sind unterbrochen, keine medizinische Versorgung, Produktion sämtlicher Güter nicht möglich. Drei Wochen wären - nicht mal für die Privatperson - aber für Staat, Industrie und Gesellsschaft ein Horror.

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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon Ankh » 21.11.2015, 13:26

Es gibt ein Buch "Blackout - morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg, in dem genau geschildert wird, welche Kettenreaktion ein großer Stromausfall haben kann. Ist angeblich richtig gut recherchiert und ein ziemlich realistisches Szenario.
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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon weltenschreiberin » 21.11.2015, 13:36

Danke für die schnellen Antworten.
Dann werde ich die Menschheit mal weiter ärgern ...
Das Buch werde ich mir mal zu Gemüte führen, das ist bestimmt ganz interessant.
Grüße Weltenschreiberin
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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon Aradir » 22.11.2015, 15:51

Kurz: Nein.

Ein weltweiter Stromausfall für mehrere Wochen ist unter keinen Umständen möglich.

Aus ganz simplen Gründen: Die Stromsysteme unterscheiden sich von Land zu Land. Ein Cyberangriff müsste also auf ein ganz bestimmtes System ausgerichtet sein; genau wie jeder andere Angriff. Dazu kommt, dass viele Systeme noch ziemlich "händisch" funktionieren. Gerade in weniger entwickelten Ländern kann man schlicht nichts hacken. Man müsste also quasi jedes einzelne Kraftwerk weltweit hochjagen. Das ist unmöglich. Klar, man kann ein Land mit genügend Feuerkraft der Stromerzeugung berauben (der Irak wurde im Zuge der Operation Desert Storm von den Aliierten ja auch lahmgelegt). Aber das kann man eben nicht weltweit machen.

Ich gehe dabei von heutigen Technologien und realistischen Organisationen aus. Wenn du irgendwelche Aliens postulierst oder eine Geheimorganisation, die in jedem Kraftwerk der Welt Leute sitzen hast, bekommst du das vielleicht hin, aber nicht wenn du in der heutigen Welt operierst.
Auch in "Blackout" war der Stromausfall die Ausnutzung einer ganz bestimmten Technologie, die so nur in Europa und den USA vorhanden war. Womit ein erklecklicher Teil der Welt ja weiter lief.

@Badabumm: Du machst es dir aber auch ein bisschen arg einfach.
Wenn du lange genug wartest - also 50, 70 Jahre oder so -, dann passiert das ganz automatisch, weil die Rohstoffe aufgebraucht sind. Nur noch Wasserkraft, Atomkraft und Windanlagen funktionieren. Da dann alles total vernetzt sein könnte (der Trend hierzu besteht bereits) wäre ein Ausschalten der Kraftwerke durch einen "Cyberangriff" denkbar. Und bis dahin werden die Überbevölkerung, die Kriegszenarien und die Klimaerwärmung soviel Schaden angerichtet haben, dass es schwierig sein wird, einen zivilsierten Zustand überhaupt aufrecht zu erhalten. Am plausibelsten ist also ein globaler Hackerangriff, der dafür sorgt, dass der Strom nicht nur kurz ausfällt, sondern auch immense Schäden an den Kraftwerken entstehen. Dann könnte man noch so Dinge wie Sonnensturm annehmen. Es gibt (kein Quark!) rote Ameisen, die gerne in Computergehäusen hausen und schon mal Schaden verursachen...

Alle von dir genannten Faktoren sind nicht in der Lage die gesamte Welt lahmzulegen. Aus von mir oben genannten Gründen.
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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon Badabumm » 23.11.2015, 03:27

Natürlich... schon klar. Ich hatte schon weiter oben angemerkt, dass ein kompletter Stromausfall naturwissenschaftlich nicht erklärbar wäre und nur eine Art von Magie sein könnte. Die Ursprungsfrage lautete ja:
2. Frage: Was wären die Folgen, wenn für 2 - 3 Minuten der Strom auf der ganzen Welt ausfällt und auch kein Generator funktioniert?
Und wie viele Tote würde es ungefähr geben? (Das habe ich erst später hinzugefügt)

Dann kam Weltenschreiberin mit:
hi,
Ich weiß nicht ob ich mich hier angliedern kann, aber dieses Thema ähnelt meinem sehr und da dachte ich meine Frage passt irgendwie dazu und ich müsste nicht ein neues Thema beginnen ...
Also: Wie wäre es möglich, dass der Strom für mehrere Wochen auf der gesamten Erde ausfallen könnte?
Grüße Weltenschreiberin

Man müsste erstmal klären, auf was wir eigentlich antworten: 3 Minuten Totalausfall OHNE Notstrom, quasi ALLES weg (wissenschaftlich nicht möglich, sämtliche Prozesse würde beendet werden, auch das Leben...) oder 3 Wochen realisierbarer Ausfall...
Wie gesagt: ich würde eine andere Apokalypse wählen, wenn man unbedingt ein Mad-Max-Szenario haben möchte.

Anmerkung: ich fand es erstaunlich, wieviel Geschäfte in einigen afrikanischen Staaten inzwischen nur noch mit dem Handy möglich sind, ganz normale Einkäufe und Schuldentilgung- eben WEIL es keine gesichterte Stromversorgung und ein funktionierendes reguläres Bankensystem (für den Normalbürger) gibt. Dann müsste man zusätzlich auch sämtliche Kommunikationswege kappen (hab ich in meinem SF gemacht), z.B. mit dem Kessler-Effekt.

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Re: Welche Auswirkungen hätte ein weltweiter Stromausfall?

Beitragvon anby77 » 23.11.2015, 17:07

wissenschaftlich nicht möglich, sämtliche Prozesse würde beendet werden, auch das Leben...

Das ist so nicht haltbar. In technischen Geräten laufen elektrische Prozesse, indem sich freie Elektronen in Metall bewegen. In Lebewesen gibt normalerweise kein Metall und damit auch keine frei Beweglichen Elektronen. Dort werden Ladungen in Form von Ionen bewegt, die in wässriger Lösung vorliegen. Elektronen sind sehr viel leichter als Ionen und dadurch magnetisch sehr viel leichter zu beeinflussen. Deshalb bekommt man mit Magnet-Resonanztomographen von lebenden Objekten Bilder ihres Inneren und von Elektrogeräten Schrott.
Das zeigt: Dinge, die für Lebewesen harmlos sind, können Elektrogeräte sehr negativ beeinflussen.

Und zum Thema weltweiter Stromausfall: Es gibt Pessimisten, die warnen, dass Sonnenprotuberanzen Magnetstürme auslösen könnten, die stark genug sind um weltweit Umspannwerke und Trafostationen zu zerstören. So einem Magnetsturm ist egal, mit welchen Spezifikationen die Stromnetze betrieben werden und welche Rechenzentren die Energie verteilen. Technisch gesehen hindert das niemanden daran, einen Diesel-, Wasser- oder sonst einen Generator zu benutzen, um sich mit Strom zu versorgen, aber dazu muss man erst mal einen Generator haben. Und die wären nach so einer Sonnenprotuberanz heiß umkämpfte Mangelware, so dass zwar vielleicht nicht ganze Welt aber doch ein großer Teil davon ohne Strom wird auskommen müssen, bis die Umspannwerke repariert sind. Das allerdings wäre nicht innerhalb weniger Minuten möglich; auch Wochen reichen nicht, man würde Folgen jahrelang spüren, weil die Ersatzteile erst hergestellt und dann geliefert werden müssten, was ohne Stromnetz eine beachtliche Herausfoderung darstellen würde. Auch Techniker, die in der Lage sind, Umspannwerke wieder in Gang zu bringen, wären ein die Reparaturen ausbremsender Mangelfaktor.
Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.
(Karlheinz Deschner)
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