Hmm ...
Ich denke, dass Charaktere erst dann authentisch werden, WENN sie eine Freizeitbeschäftigung haben, schließlich macht das ganze Drumrum den Charakter bzw. die Persönlichkeit ja aus.
Käme zwar komisch, wenn ein Pferdeliebhaber mit Lieblingsfarbe rosa in seiner Freizeit gerne Splatter-Filme sieht, aber hey? *g*
Bei meinen Charakteren ist es meist so, dass das Hobby einen großen Teil zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Durch Hobby versuche ich meist auch noch bestimmte Eigenschaften oder Facetten hervorzuheben.
Zum Beispiel ist das größte Hobby eines sehr neurotischen Charakters von mir leidenschaftlicher Puzzler. Sein gesamtes Zimmer gleicht einem Schlachtfeld, weil überall Puzzleteile herumliegen, ihm jedoch ist noch nie eines abhanden gekommen. Durch das Puzzlen versucht er 'Ordnung' und Kontrolle zu schaffen, was ihn wiederum beruhigt.
Was Bis(s) angeht, oute ich mich jetzt einfach mal als Fan (auch wenn ich Jacob Edward definitiv vorziehe). Bei mir hat das jedoch weniger etwas mit der Komplexität der Charaktere zu tun, sondern eher damit, dass der Schreibstil auf eine eigenartige Art und Weise fesselnd auf mich wirkt.
Bei Bella saß ich regelmäßig auch dran, schwer darauf bedacht mein 'MARY SUE!'-schreiendes Hirn abzustellen. Da muss ich dir echt Recht geben, Jacky. Außer vier Bände durch in ein und demselben Buch zu lesen, zu kochen, Hausaufgaben zu machen und Edward anhimmeln ... macht sie irgendwie nicht besonders viel.
Ich finde es irgendwie seltsam, dass bei Bis(s) manche Charaktere, die nicht so im Rampenlicht stehen ausgeprägtere Hobbys haben, als die Hauptdarsteller...
Esme liebt Architektur und Restauration, Alice ist Fan von Mode und Design, Rosalie bastelt gerne an Autos, Emmet mag große Autos und Football, Jasper spielt gerne Strategiespiele, Carlisle ist ein Bücherwurm und Charlie z.B. liebt Angeln.
Bei Edward könnte man VIELLEICHT die Musik als großes Hobby hinstellen, wobei das im Buch ja auch nicht sooooo wirklich rüberkommt.
In diesem Sinne

Miststück