Welcher Prolog klingt interessanter?

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Welcher Prolog klingt interessanter?

Beitragvon Freigeborene » 20.07.2015, 20:18

Hallo :girl:

Ich bin bei meinem jetzigen Werk auf ein Probelm gestoße, dass ich gerne mit euch teilen würde. Es geht um den Prolog. Vorab sollte ich noch anmerken, dass es sich bei dem Werk um einen Fantasyroman handelt und ich auch schon 16 Kapitel geschrieben habe. Die Unzufriedenheit/Unsicherheit mit meinem Prolog hat sich erst kürzlich entwickelt.
Ich stelle euch jetzt erstmal die beiden Prologe vor.

Prolog 1:
Es herrscht Krieg und erst kürzlich hatte es den ersten schweren Angriff auf die Stadt gegeben, in der die junge Familie wohnt. Der Leser erlebt dann den Moment mit, in dem Soldaten der Europäischen Armee durch die Straßen laufen und alle kampffähigen Männer rekrutieren. Unter anderem auch den Vater des zwei jährigen Jungen, der auch noch seine schwangere Frau zu Hause zurück lassen muss.

Prolog 2:
Der Leser lernt die geheimnisvolle Avoria kennen, die mit Hilfe von Magie, den Krieger Esajas zu sich - zu den Sternen - holt und ihm etwas zeigt, dass helfen soll sein Heimatland Avorion zu retten. Er wird es später für eine Vision halten, die er während des Schlafes hatte.

Der erste Prolog spielt auf der Erde und der zweite in meiner erschaffenen Fantasywelt. Nun stellen sich mir die Fragen, ob der Prolog eines Fantasyromans auch schon fantastische Anteile haben sollte und ob dieses Kriegszenario von Prolog 1 nicht zu viele falsche Hoffungen auf einen Roman, der während des Kriegs spielt, aufwirft.

Ich hoffe ihr kommt mit den Informationen aus, die ich euch zu den Prologen gegeben habe. Wenn nicht, einfach was sagen. Ich werde versuchen eure Fragen so gut es geht zu beantworten.

Liebe Grüße,
Freigeborene :dasheye:
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Re: Welcher Prolog klingt interessanter?

Beitragvon Anchesa » 21.07.2015, 09:43

Hey!
Welche der beiden Szenen ist denn wichtiger für deinen späteren Hauptplot, also was wird noch aufgegriffen irgendwann? Der Traum (also Plot 2) ja auf jeden Fall, oder habe ich das falsch verstanden?

Also prinzipiell finde ich, dass man natürlich gewisse Erwartungen hat, wenn man ein Buch anfängt zu lesen / kaufen möchte. Ich lese mir dazu in der Buchhandlung oft die ersten Seiten durch. Wenn ich mit der Erwartung "Fantasy Roman" in einen Laden gehe und dann eine zwanzig Seiten lange Kriegsgeschichte präsentiert bekomme, würde mich das glaube ich nerven. Aber natürlich kann man das so pauschal nicht beantworten, bei anderen weckt vielleicht genau das wieder Interesse.

Ich würde erstmal schauen, wo der Schwerpunkt deiner Geschichte liegt und welcher Prolog dafür den angemesseneren Rahmen schafft.
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Re: Welcher Prolog klingt interessanter?

Beitragvon Dystopia » 21.07.2015, 11:09

Hallo :D

Wenn der Schwerpunkt wirklich auf der neuerschaffenen Welt liegen soll, dann wäre der erste Prolog nicht ganz passend^^ sicherlich könntest und solltest du die Vorgeschichte der Kriegshandlungen erwähnen, aber das Hauptaugenmerk sollte dann doch auf der mystisch neuen Welt liegen.
Oder dein Prolog spielt direkt während des Krieges aus der Sicht eines Soldaten oder ähnlichem und dann irgendwann geschehen seltsame Dinge, die er sieht/spürt/erlebt. Das zeigt auch schon mal, dass es sich nicht um einen bloßen Science-Fiction- Roman handelt. :)
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Re: Welcher Prolog klingt interessanter?

Beitragvon Ankh » 21.07.2015, 11:11

Ich denke, das hängt sehr davon ab, welche Rolle der Krieg auf der Erde in deiner Geschichte spielt. Du hast Recht, beim Lesen deines Prologs wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es später um eine Fantasywelt gehen soll. Das ist aber nicht schlimm, wenn das, was du im Prolog anschneidest, für deine Geschichte trotzdem wichtig ist.
Von Visionen bin ich nicht so ein Fan, von Träumen erst recht nicht, aber das ist Geschmackssache. Wie gesagt, wenn es essentiell für deine Geschichte ist (z.B. der Anlass, warum dein Protagonist überhaupt irgendetwas tut), dann ist es okay.

Hast du schonmal geschaut, wie deine Geschichte funktioniert, wenn du gar keinen Prolog hast? Man braucht ja nicht unbedingt einen, viele Leser überspringen ihn eh, und wenn du dir nicht sicher bist, was du reinschreiben sollst, dann fang doch einfach mit Kapitel 1 an.
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Re: Welcher Prolog klingt interessanter?

Beitragvon Freigeborene » 21.07.2015, 18:54

Zunächst erstmal Danke für eure Antworten :2thumbs:

Zu Anchesa:
Welche der beiden Szenen ist denn wichtiger für deinen späteren Hauptplot, also was wird noch aufgegriffen irgendwann? Der Traum (also Plot 2) ja auf jeden Fall, oder habe ich das falsch verstanden?


Also eigentlich werden beide Prologe nachher noch einmal aufgegriffen. Der Tod des Familienvaters im Krieg hat noch schwerwiegenden Folgen für das, was seiner Frau nach dem Krieg passiert. Zu der Zeit, zu jener die Handlung spielt. Bei dem anderen Prolog besteht die Verbindung zur Handlung des Romans darin, dass einem meiner Protas etwas ähnliches passiert. Durch den Prolog würde der Leser dann die Hintergründe dieser "Vision" verstehen und außerdem noch näheres zur "Legende von Esajas" wissen. Sich dann darüber freuen, dass er den Namen kannte und weiß, was da los war damals :XD:

Zu Ankh:
Hast du schonmal geschaut, wie deine Geschichte funktioniert, wenn du gar keinen Prolog hast? Man braucht ja nicht unbedingt einen, viele Leser überspringen ihn eh, und wenn du dir nicht sicher bist, was du reinschreiben sollst, dann fang doch einfach mit Kapitel 1 an.


Also, ich kann da ja jetzt erstmal nur für mich sprechen, aber ich lese gerne Prologe. Deshalb hätte ich auch gerne einen für meine Story :roll:

Ich würde mich über noch mehr Meinungen freuen,
Liebe Grüße,
Freigeborene :girl:
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Re: Welcher Prolog klingt interessanter?

Beitragvon Ankh » 21.07.2015, 22:01

Also, ich kann da ja jetzt erstmal nur für mich sprechen, aber ich lese gerne Prologe. Deshalb hätte ich auch gerne einen für meine Story :roll:


Ganz doofe Idee: dann schreib sie doch erstmal fertig und schau dann nach, was noch fehlt :wink: Eigentlich sind Prolog und Epilog ja eine Klammer, die die Geschichte einrahmen sollen, sie vielleicht nochmal kurz aus einer anderen Perspektive betrachten. Das fiele mir leichter zu schreiben, wenn alles andere gesagt ist.
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