Hi,
Wie lüftest du die Geheimnisse, die du in deine Geschichten einbaust? Also ich habe ein großes "Übergeheimnis" auf dem Weg dahin muss mein armer Prota mehrere herbe Wahrheiten erfahren bis er am Schluss des Rätsels Lösung erfährt.
(so ist es zumindest geplant)
Am Anfang steht ein großes

Er macht sich auf die Suche und stößt auf Dinge die ihn zuerst gar nicht betreffen, sondern eine Person in seinem Umfeld. Doch dann, je weiter er forscht desto enger wird die Spirale die bei ihm selbst endet und er erkennt, dass er Außlöser des ganzen ist. (so ist es zumindest geplant).
Ich hab mir alle 8 Staffeln von 24 angeschaut, weil ich glaube, dass diese Autoren wahre Meister im Geheimnisse verstecken sind. In der Serie waren soviele ungeahnte Wendungen drinn, dass mir manchmal die Kinnlade runtergefallen ist und ich auf der Couch auf und ab gesprungen bin und "das gibts doch nicht...NEIN das kann nicht sein" geschrieen habe.
Zum Aufbauen solcher Megageheimnisplots hab ich ein (hoffentlich wirklich cooles System) entwickelt. Von innen nach außen, wie eine Matroschka
Ich schreibe zuerst des Rätsels Lösung in die Mitte von einem Blatt Papier.
z.B.: der heilige Gral liegt im Louvre versteckt (sorry Dan Brown)
So dann frage ich mich, wie würde ich dieses Geheimnis schützen, nächster Kreis
z.B.: Ich lege eine falsche Fährte zu anderen Orten an denen er sich früher befunden hat (Rosslyn Chapel)
Nächster Kreis: Wie beschütze ich den ursprünglichen Ort, nächster Kreis => wer beschütz es (geheimer Orden z.B. die Prieure von Sion) und so weiter und so weiter. Die winzigen Details kommen dann beim Plotten ganz automatisch.
Hast du überhaupt schon einmal welche aufgelöst? Japp sowohl hier als auch in "früheren Projekten" allerdings kamen mir die meisten Auflösungen sehr plump und irgendwie gewollt vor. Oder man konnte sie sehr schlecht nachvollziehen, weil sie nur in meiner eigenen ganz speziellen Logik Sinn gemacht haben
Auf was für Stolpersteine bist du dabei gestoßen? Ich glaube meine größte Angst ist a) gleich zuviel zu veraten b) es so simpel zu gestalten das der Leser schon auf seite 10 weiß wohin der Hase läuft und das Geheimnis gar keins mehr ist c) das wenn ich es etwas verate die Spannung flöten geht.
Wie hast du sie überwundenIch lese Thriller und zwar nicht nur zur bloßen Unterhaltung weil ich gerne Thriller lese sondern schaue mir an wie die "Profis" das machen. Einen Thriller schreiben ist eigentlich total einfach. Es geht immer von Hinweis zu Hinweis zu Hinweis und am Ende die Auflösung. Ich glaube die Krux ist, diese "Schnitzeljagd" so zu gestalten, dass der Leser a) nicht weiß wohin die Sache führt b) gebannt an den Seiten klebt, um endlich zu erfahren was hinter allem steckt.
lg
Anell