Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [1]

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Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [1]

 
Nutze dieses Thema, um über einen Beitrag aus Jackie´s Blog zu diskutieren:

Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [1]

Was hälst du von der Schneeflockenmethode?
Hast du sie schon einmal ausprobiert? Wenn ja, wie gut lief es?
Fällt es dir schwer, eine Ein-Satz-Zusammenfassung deines Romans zu schreiben?

von © Alessa

 
Der Artikel ist durchaus interessant, aber diese Methode wirkt auf mich im ersten Moment ein wenig kompliziert. Das mag natürlich täuschen, und ich werde es auf jeden Fall einmal ausprobieren. Genügend Projekte hätte ich ja in meinem Kopf.^^
Wenn ich ehrlich bin, bin ich bei meinem "Lieblingsprojekt" auch wirklich ähnlich vorgegangen. Auf der anderen Seite habe ich aber festgestellt, daß es mich eher behindert, wenn ich zuviel vorausplane. Eigentlich entwickeln meine Geschichten immer ein Eigenleben und gehen dann in eine ganz andere Richtung als geplant. Wenn ich nun zwanghaft versuche meinen geplanten Weg einzuhalten, kommt mir das Ergebnis unnatürlich vor. Viel lieber lasse ich mich von der Handlung treiben.

von © AlexL

 
hi,

Ich danke dir enorm, das du diese Methode hier aufgreifst. :)

Ich habe sie vor einigen Wochen entdeckt und nutze sie, um meinen Roman zu designen. Vorausschicken möchte ich, das ich meine Erstfassung geschrieben hatte - damit nicht glücklich war wegen der schwachen Charaktere und durch die Überarbeitung derselben eine völlig neue Geschichte entstand.
Also dachte ich, kann ich gleich mal versuchen, wie diese Methode funktioniert - da ich entdeckt habe, das meine "Hilfsdateien" die ich neben dem Schreiben entwickle der Methode ziemlich ähneln. Auch habe ich vor einem Jahr mal so für mich die Übung gemacht, Romanideen von mir selber - aber auch Romane von anderen Autoren die ich gerne gelesen habe folgendermaßen aufzuschreiben: Die Geschichte in einem Satz. Dann die Geschichte in drei Sätzen. Dannach die Geschichte in zehn Sätzen. Ich machte das, um zu entdecken - wie beschreibt sich ein bereits verkaufter fesselnder Roman - und wie meine eigene Idee. Es war eine inspirierende - aber auch anstrengende Übung.

Als ich gelesen habe, das man eine Stunde für den einen Satz braucht, dachte ich dennoch, das es übertrieben sei. Mittlerweile ist mein erster Satz ein Monat her und wurde seitdem mindestens fünfmal umgeschrieben. Es war gar nicht so leicht - diesen Kernpunkt - diese eine Linie zu finden, wenn man gerade tausend Ideen und etliche Handlungsstränge und Szenen im Kopf hat und der Meinung ist - das alles so wichtig wäre, in diesem einen Satz mitzuteilen. Ich gebe zu, ich habe es anfangs nicht geschafft, den Satz mit fünfzehn Worten zu beenden und ließ ihn dann auch mal so unvollkommen stehen, wie er war. So gut wie ich ihn eben in diesem Stadium der Arbeit hinbekommen hatte. Ich habe die Dateien aufgehoben und auch ein paar Versionen und es ist interessant - wie von einem holprigen trägen Satz ohne echtem Ziel am Ende dann doch ein kleiner "Aufreißer" wurde. (Und ich behalte mir vor, ihn dennoch zu ändern, wenn die Entwicklung es verlangt).

Weitere Anmerkungen schreibe ich dann, wenn die Methoden erläutert wurden - will da nicht vorgreifen. Nur, das ich bis jetzt von dieser Methode ziemlich begeistert bin, weil sie mir ermöglicht, auch nach einem harten Tag stets unmittelbar in meine Geschichte einzusteigen. Auch wenn ich nur ein oder zwei Stunden habe - so kann ich diese immer produktiv nutzen. Der kreative Prozess führt bei mir dazu, die Punkte nicht unbedingt der Reihe nach abzuarbeiten - irgendwann gehen mehrere Arbeiten so Hand in Hand, das man sie parallel entwickelt.

von © Rezna

 
Zuerst war ich beim Lesen des Blog-Eintrags etwas skeptisch. Kann die Schneeflocken-Methode wirklich funktionieren?, habe ich mich gefragt. Ich habe bisher schon einige theoretische Bücher gelesen, was im Nachhinein ein Fehler war, wie ich inzwischen erkannt habe :(

Die vielen Theorien und die Sachen, die sich immer wiederholt und wiederholt haben, halfen mir nicht wirklich weiter und verwirrten mich leider nur :cry:

Aber heute habe ich die Schneeflocken-Methode ausprobiert und muss sagen, dass ich ziemlich positiv überrascht bin :D
Ich habe die beiden ersten Schritte der 10 Schritte befolgt und auf mein momentanes Projekt (über welches ich hier in der Schreibwerkstatt schon öfters geklagt und nachgedacht habe :oops: und manchmal schon am Rande der Verzweiflung stand ...) angewendet.

Natürlich muss ich noch an den Sätzen arbeiten (perfekt sind sie noch lange nicht xD), aber jetzt scheint es so, als würden sich mir endlich neue Möglichkeiten eröffnen, als würde ich endlich die Schwierigkeit, Schwerpunkte zu setzen und zu verknüpfen, hinkriegen (natürlich liegt das nicht nur am Schneeflocken-Prinzip, ein wenig eigene Fantasie und viel zu viele Ideen meinerseits waren ja im Vorfeld schon da :) ).

Aber immerhin bin ich jetzt viel schlauer als noch vor einiger Zeit, wobei ich gar nicht so genau erklären kann, wie das jetzt so schnell passiert ist...

Ist die Schneeflocken-Methode gar eine Wunder-Methode? :o

Na ja, jedenfalls bin ich bis jetzt sehr begeistert davon und freue mich schon auf deine nächsten Blog-Einträge und Übersetzungen von Randy Ingermanson, Jacky!
(Bitte, mach schnell weiter! :) )

Liebe Grüße,
Hachi

von © Hachi

 
AlexL hat geschrieben:Auf der anderen Seite habe ich aber festgestellt, daß es mich eher behindert, wenn ich zuviel vorausplane. Eigentlich entwickeln meine Geschichten immer ein Eigenleben und gehen dann in eine ganz andere Richtung als geplant. Wenn ich nun zwanghaft versuche meinen geplanten Weg einzuhalten, kommt mir das Ergebnis unnatürlich vor. Viel lieber lasse ich mich von der Handlung treiben.


Das geht mir auch so, allerdings sehe ich auch einige Vorteile in dieser Schneeflocken-Methode - und mal ausprobieren kann ja wohl nicht schaden, oder? :wink:

Mein Problem bestand bisher darin, dass ich zu wenig geplant habe und das mit ewigem hin- und herschieben, neuschreiben, überarbeiten, löschen und dergleichen wieder ausbügeln musste. :roll:

Auf jeden Fall ein interessanter Artikel.
An der Stelle ein herzliches Danke an Jacky!
8) Ich hab ihn gleich ganz gelesen, weil ich nicht auf die Übersetzung warten wollte.


Ich denke, es ist einen Versuch wert.

LG Holly

von © Holly

 
Freut mich sehr, dass die Sache so gut bei euch ankommt :D
Ich kann ja vielleicht schonmal verraten, dass ich am Ende wirklich sehr interessiert daran bin von euch zu hören, was für Erfahrungen ihr so beim Ausprobieren gesammelt habt. Dann würde ich das Ganze mit einer Zusammenfassung komplettieren, so als Sahnehäubchen. Ich finde nämlich, nichts geht über einen soliden Praxistest 8)
lg
Jacky ;)

von © Jacky

 
Also ich habe mir eben mal die ganze Seite durchgelesen. Ich weiß auch noch nicht so recht, ob es was für mich wäre.

Es kommt mir alles so kompliziert vor. An sich finde ich die Idee sehr gut und es hilft sicherlich, viel zu strukturieren und zu planen. Im Grunde genommen tue ich das ja auch schon. Nur eben anders.

Ich denke aber, ich werde sie auch mal ausprobieren und dann berichten. Probieren geht über studieren.

lg Alessa

von © Alessa

 
Mir hat der Blog-Beitrag gestern auch sehr gut gefallen.

Im Grunde gehe ich bei meinen Projekten ähnlich vor, vielleicht nicht ganz so ausgereift, deswegen werde ich die Emthode in jedem Fall mal versuchen umzusetzen. Könnte wirklich gut klappen bei mir.

Danke schon mal :)

LG
Jule

von © jule17

 
Oh wie viel ich schon über das Schreiben gelesen habe, wie viele Methoden ich schon ausprobiert habe... mir hat keines von all den Hilfen geholfen. Ich habs echt versucht, immer wieder, immer andere Methoden, und zum Schluss blieb mir die Ein und die Selbe: Die Drachenfeder-Methode (Der Drache beherrscht sein Federchaos) :D

Wer weiß, vielleicht ändert sich das irgendwann mal

von © Drachenfeder

 
Ich finde die Idee ganz gut, aber ich weiß nicht, ob eine gute Geschcichte drei Katastrophen haben muss. Kann mir einer weiterhelfen?

von © Kaito

 
Ich sage nein. Ich bin generell der Meinung das Kretives Schreiben kein "muss" enthält. Wenn du nur eine Katastrophe oder sonstiges hast und es gut ausbaust ist wenn du als Schreiber es nicht für wichtig findest keine weitere Katastrophe nötig. Es kommt auf dich und den Lauf deiner Geschichte an. Beschrieben wurde eine Methode, ob du sie 1 zu 1 übernimmt ist deine eigene Sache.

von © Drachenfeder

 
Halli hallo,
ich stimme Drachenfeder zu. Das schreibt der Autor ja auch immer wieder. Es ist seine Methode, so wie es für ihn funktioniert. Wenn du etwas ändern musst, dann sollst du es tun :)

Und ich mich zuweilen auch gerne in diesem Punkt wiederhole auch nochmal in meinen Worten:
Übernimm das, was für dich funktioniert und vergiss den Rest.

lg
Jacky ;)

von © Jacky

 
Drei Katastrophen - naja - das ist für mich nur eine art Richtlinie. Wenn der Roman zu flach daherkommt auf jeden fall ein guter Anhaltspunkt. Bei mir sind es aber weniger "Katastrophen" an sich sondern eher überraschende Wendungen.

Man sollte sich keinesfalls sklavisch an diese Punkte halten.

Interessant bei mir war auch, das ich zb. Personen geplant hatte - und beim Verfassen der persönlichen Motive und Storylines derselben kam ich drauf, das diese Personen keine Funktion hatten. Ich mochte sie nur - aber sie waren unnötig. Schweren Herzens habe ich sie also aus dem Roman gestrichen - und interessanterweise folgten ihnen neue Personen die wichtig für die Geschichte sind und die ihr mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen. Ich musste diesen Figuren vorher also erst Platz machen - und dadurch wiederum ergaben sich sinnvolle weitere Handlunsgstränge.

Fehler in der Logik oder mangelnde Authentizität wird also relativ rasch sichtbar, finde ich. Spätestens wenn man die Storylines der einzelnen Figuren entwickelt erkennt man, das die Personen sich vielleicht hier nie so verhalten würden, wie die Geschichte das vorgibt. Also muss die Geschichte geändert werden oder der Anreiz der Person, sich genau so zu verhalten - muss schon früher gesetzt werden.

Beim entwickeln der Szenen setze ich auf den "Trick": Jedes "überraschende" spätere Element muss ein paar Szenen weiter vorne bereits angedeutet werden - wie ich das aus einigen anderen Schreibratgebern bereits erfahren habe. Nur - mit dieser Methode lässt sich das spannender und besser planen. An Punkt X tritt ein "Phänomen" auf? Dann erlebt der Leser es ein paar Szenen weiter früher als eine art "Hintergrundgeräusch". Somit wird das Phänomen nicht als plötzlicher unglaubwürdiger notgriff des Autors empfunden (auch wenn dem vielleicht sogar so ist) sondern ergibt eine gewisse Logik. (Wenn das im normalen Schreibfluss nötig wird, muss man in der Geschichte davor viel zu viel herumpfuschen - und schlimmstenfalls entwickelt sie sich dadurch wieder ganz anders... so etwas kann halt so vermieden werden).

Ich stehe jedenfalls kurz vor der "Ersten Fassung" (ab 1. Oktober) und bin schon sehr gierig aufs losschreiben.

von © Rezna

 
Ja also, ein wenig verwirrend finde ich diese Methode schon, zumindest gegen Schluss, da hab ich dem Ganzen dann irgendwann nicht mehr folgen können!

von © Berluca

 
Ich bin immer noch begeistert, von den verschiedenen Sichtweisen.

@Berluca:
Was genau verwirrt dich denn?
Ich versuch es Mal ganz kurz zu machen. In den ersten zwei Schritten sollst du bisher eigentlich nur
1. Die Geschichte in einem Satz zusammenfassen
2. Die Zusammenfassung auf fünf Sätze erweitern

von © Jacky

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