Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [2]

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Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [2]

 
Nutze dieses Thema, um über einen Beitrag aus Jackie´s Blog zu diskutieren:

Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [2]

Wirst du dir die Zeit nehmen, bis Schritt 7 durchzuhalten?
Wie ist es dir nach Schritt 7 ergangen?

von Alessa

 
Wow, das klingt ja um einiges komplizierter als der 1. Teil O.o

Bin gespannt, ob ich das hinkriegen werde.
Ich möchte es auf jeden Fall versuchen, zweifle aber, ob ich bis Schritt 7 wirklich durchhalten kann ...

Nach mehrmaligem Lesen des Blog-Eintrags sind nämlich einige Fragen aufgetaucht:


-(Schritt 3) Was genau ist mit "Storyline" gemeint? Ungefähr weiß ich das zwar, aber was soll denn da alles mit rein?


-(Schritt 5) Wie soll man die Geschichte aus der Sichtweise des jeweiligen Charas erzählen? Soll man eine bestimmte Erzählperspektive wählen, vllt die Ich-Form? Und soll man Eindrücke des Charas miteinbringen?


Ich möchte nicht, dass meine Fragen falsch verstanden werden. Mir ist schon klar, dass man nicht zwanghaft versuchen sollte, die Schneeflocken-Methode anzuwenden und dass man das nehmen sollte, was für einen am besten geeignet ist :wink:

Es wäre einfach schön, wenn mir jemand eine genauere Erläuterung und eine ungefähre Richtlinie (eventuell mit Beispielen?) zu den beiden Punkten geben würde :)

Liebe Grüße,
Hachi

von Hachi

 
Hi Hachi,

und dann geht es ja im dritten Teil auch noch weiter 8)
Ich könnte mir vorstellen, dass sich einiges ganz von selbst ergibt, auch wenn es im ersten Moment sehr komplex erscheint. Ich wiederhole mich, aber ich bin wirklich sehr gespannt auf eure Ergebnisse :)

Aber zu deinen Fragen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann bezeichnet die Storyline in Schritt 3 sowas wie "Die Geschichte aus der Sicht des jeweiligen Charakters". Z.B. Wäre "Herr der Ringe" aus Sicht von Sauron in etwa so:
Der Ring geht verloren, die Nazgul werden auf die Suche geschickt, Saruman wild infiltriert, eine Orkarmee wird aufgebaut ...

Tja und Schritt 5 ist dann eigentlich dasselbe, nur eben ausführlicher.

Ich persönlich musste mich gerade sehr zusammen reißen, um es nicht in der ich-Perspektive zu schreiben. Aber ich denke, das ist jedem selbst überlassen, ganz so wie es eben am besten funktioniert (genau wie du's auch schon geschrieben hast)

Hilft dir das schon weiter, oder hab ich dran vorbei geredet?
lg
Jacky ;)

von Jacky

 
Ja, danke, Jacky. Das hilft mir tatsächlich weiter :)
Du hast also nicht dran vorbeigeredet :wink:

Habe heute Nachmittag ein bisschen rumprobiert, und irgendwie ergibt sich das alles wirklich von selbst O.O Ich war ganz überrascht :o
(Schon zum 2. Mal positiv =)

Bin gespannt, wie sich das mit den nächsten Schritten entwickelt.
So richtig "weit" bin ich noch nicht, habe Schritt 3 noch nicht mal ganz fertig. Aber so wie Ingermanson schreibt, ist das im Nachhinein wohl nur positiv :D

Allerdings bin ich nicht sicher, ob ich die Schritte wirklich in der "vorgegebenen" Zeit absolvieren möchte (mir wär's lieber, wenn ich alles ganz schnell schaff und endlich anfange zu schreiben *ungeduldig*^^)

Na ja, ich muss mal sehen, wie's weitergeht und lass mich einfach mal überraschen :wink:

von Hachi

 
Schön :)

Das mit der Ungeduld kenne ich nur zu gut. Aber wenn es wirklich so ist, wie er beschreibt, dann sollte es so viel Spaß machen, dass die Ungeduld auszuhälten sein müsste. Ich bin gespannt :D

von Jacky

 
Achja, die Ungeduld. Ich habe auch - als ich die Methode frisch kennenlernte, quasi geplant die in einer Woche durchzuziehen um dann sofort zum Schreiben anzufangen... war dann aber doch nicht so, weil ich dann doch mehr an der Logik der Geschichte und Charaktere rumfeilen musste, als sich das so nach diesen fünf Sätzen anfühlt.

Als ich das erste mal aus der Sicht der Charaktere schrieb, da habe ich sogar bewusst die Ich-Perspektive gewählt. Interessant war dabei, das ich mich in jede Figur so hinein lebte, das diese Texte völlig unterschiedlich klangen. Einfach weil ein älterer Herr sich ganz anders ausdrückt als ein kleines Mädchen. Ich hab dabei auch ausschließlich aus der Perspektive der Figur den Blick auf die Geschichte geworfen - die Person kann also nur das wissen, was sie auch miterlebt. Ich bin also in die jeweiligen Rollen geschlüpft und habe so getan als erzähle ich jemandem, was passiert ist.

Ich habe dann aber später - nachdem sich mein Plot mehr entwickelt hatte - die Charaktere auch noch aus der Erzählperspektive geschrieben - um das etwas sachlicher zu beschreiben (weil meine Figuren sind ja alles andere als objektiv).

War lustig.

von Rezna

 
Hallo Leute!

Also ich bin auch gleich an Schritt 3 hängengeblieben.

Ich hab das so gemacht.
Eine txt-Datei für jeden Charakter.
Mit dem Hauptcharakter angefangen, Name hingeschrieben, die Fragen zu Motivation und Konflikt etc beantwortet und dann die ein-Absatz-Zusammenfassung.
Für den Hauptchara ging es auch noch ganz leicht, ist ja schließlich die Geschichte, die ich schreiben will, also ähneln sich die Geschichte des Charakters und die Geschichte an sich sehr.

Beim 1. Hauptnebencharakter (bester Freund) ging es dann schon los.
Name, alles klar.
Was er will und warum es nicht geht, ok...
Die Erleuchtung? Ach du Panne, keinen Plan. Den Mann kenn ich ja noch gar nicht richtig!??!?! oO

Die ein-Absatz-Zusammenfassung von diesem Chara ging auch auf einmal nicht mehr um die Geschichte an sich, sondern um den Hintergrund dieses Charakters. Was macht ihn zu dem, was er ist!

Ich mein, wenn ich mir in dem Absatz nicht diese Fragen beantworte, dann hab ich keine Ahnung wer er ist und was ihn dazu bringt, dass zu tun, was er tut.....

Hm..... meinte der gute Schreiber des Artikels jetzt nun eine Nacherzählung der Geschehnisse im Buch aus der Sicht der Charaktere, oder eben die Storyline/Bio der Charaktere ????

Ich bin ratlos. Naja, ich werd einfach weitermachen, mal sehen, was dabei umkommt.

LG Liyah

von Liyah

 
Hi Liyah,
ich persönlich gebe dir völlig recht. Bei meinem momentanen Projekt hab ich mit kompletten Charakterbeschreibungen angefangen, hatte ich mir ja vorgenommen, deshalb wird mein Test der Methode auch etwas semiprofessionell :D

Aber ich denke im Artikel ist bei diesem Schritt wirklich erst Mal nur die Geschichte aus seiner Sicht gemeint, in Punkt 5 wird das ja nochmal genauer aufgegriffen und in Schritt 7 geht er dann so richtig ans Eingemachte, mit Hintergrund und so.

Ich denke der Grund ist folgender.
Bei der Schneeflockenmethode geht es ja darum, vom Groben ins Kleine, also ins Detail zu kommen. D.h. an dieser Stelle guckst du erst Mal, wozu brauche ich die Figur überhaupt, was macht sie wichtig für die Geschichte (oder um deinen Punkt aufzugreifen "die Erleuchtung", was lernt sie in der Geschichte, wie verändert sie sich durch die Geschichte?). In den weiteren Schritten lernst du wieder die Geschichte besser kennen, kommst zurück zu den Charakteren und wenn du dann bei Schritt 7 ankommst, weißt du schon einen haufen Dinge, die einfach sein müssen (sie müssen sich schon im Kindergarten kennen gelernt habe, die Mutter/Schwester/Bruder muss ertrunken sein .. was weiß ich) weshalb es vielleicht einfacher wird die Lücken zu füllen.

Und dann setzt das ein, was der Autor die ganze Zeit immer wieder wiederholt: Wenn du merkst, dass etwas nicht passt, dann geh zum entsprechenden Schritt zurück und ändere es genau dafür ist das Designdokument gut!

Also sagen wir, du findest bei Schritt sieben raus, dein "bester Freund" muss Höhenangst haben. Aber in Schritt 3 hattest du ihn über eine Hängebrücke laufen lassen. Jetzt atmest du erst mal erleichtert auf, dass du die Schneeflocken Methode benutzt und noch nicht 500 Seiten "Entwurf" geschrieben hast, anschließend gehst du zurück zu Schritt 3. Dann fängst du an zu basteln, denn der beste Freund muss ja trotzdem über die Schlucht, also entweder muss er an dieser Stelle über sich hinaus wachsen (womit du eine weitere hübsche Erleuchtung für ihn hättest) er muss einen anderen Weg über die Schlucht finden (drunter her?), oder er muss das, was auf der anderen Seite der Schlucht zu tun ist, anders erledigen. Vielleicht stellt sich auch ganz schlicht heraus, dass er der Falsche für den Job war, und du kannst dem Hauptcharakter eine weitere Chance geben zu wachsen, oder die Rolle der kleinen Schwester ausbauen ... wie auch immer, es geht eben darum das Designdokument dynamisch wachsen zu lassen, das heißt an allen Stellen gleichzeitig und eben nicht nur an einem Ende.

Hilft das?

von Jacky

 
Hmm..... naja.

Ich soll schreiben, wofür ich ihn in der Geschichte brauche...
Naja, er soll der Hauptcharakterin nachtrauern....

Nichts besonders dolles.... deswegen muss ich mir mal einfallen lassen, was er noch so macht, mal sehen.

LG Liyah

von Liyah

 
Hallo!

Auch ich habe mich an die Schneefockenmethode gewagt. Allerdings kamen mir einige Fragen bei der Charakterentwicklung auf.
Wie viele Charaktere soll man denn beschreiben? Nehmen wir jetzt z.b. Herr der Ringe, müsste man da jetzt jeden der neun Gefährten beschreiben oder genügt es nur die zwei Wichtigstens genauer unter die Lupe zu nehmen?
Würde mich sehr auf eine Antwort freuen.

LG Tenarius

von Tenarius

 
Ich glaube, diese Methode ist kein Muss, sondern ein Kann.

So viele wie du für deine Geschichte brauchst würde ich sagen.
Bei Herr der Ringe wären das ne Menge! Die 9 Gefährten, die Bösen, Sauron, Sarumarn, Gollum, dann die Elben, die Zwerge, die Rohaner....

Und wenn du hier an dieser Stelle nur mit 2 Charakteren anfängst, dann werden es in den weiteren Schritten mehr werden.
Du sollst auch immer zurückkommen und verbessern oder ändern.

Aber mal ehrlich, ich glaube für ein Herr der Ringe ist diese Methode zu klein. Der hat sich ja eine komplette Geschichte über verschiedene Jahrhunderte ausgedacht, mehrere Sprachen etc.... Damit solltest du wohl eher nicht vergleichen. ;)

LG Liyah

von Liyah

 
Hallo!
Ich melde mich mal wieder, um von meinem Vorankommen mit der Schneeflocken-Methode zu berichten...


Nachdem ich nun einige Tage an Schritt 3 gesessen und viel darüber (und über meine Story, verschiedene Ideen und so weiter...) nachgedacht habe, bin ich heute endlich zu einem Ergebnis gekommen :)

Die Storyline in einem Satz wollte mir nun doch nicht so richtig gelingen, besonders nicht für jeden Chara. Ich hatte nämlich so viele Ideen, weil ich -wie schon geschrieben- in den letzten Tagen echt viel überlegt hatte. Wie mache ich was? Geht das so? Ich war (und bin) irgendwie schon viel tiefer in der Story drin, obwohl ich das gar nicht beabsichtigt hatte... :oops:

Darum war die 1-Satz-Storyline undenkbar und ich bin gleich zur 1-Absatz-Storyline übergegangen. Für die Protagonistin habe ich einen richtig ausführlichen Absatz geschrieben, wo schon fast alles drin ist; bei den anderen Personen hat sich der Absatz dann wie von selbst ergeben :wink:

Beim ständigen Hin- und Her-Überlegen habe ich auch festgestellt, dass es gar nicht so schwer ist, neue Sichtweisen und Wege zuzulassen. (Bisher war es leider immer so, dass meine Fantasie immer sehr blockiert und festgefahren war :( ) Warum sie das nun nicht mehr ist, kann ich nicht genau erklären. Liegt wahrscheinlich auch irgendwie an der Schneeflocken-Methode =)

So weit, so gut :wink:
Bin sehr froh, dass meine schlummernde Kreativität endlich angekurbelt wurde.
Für Schritt 4 habe ich mir überlegt, eine Art Skizze der Schwerpunkte (oder Katastrophen, wie es in der Übersetzung genannt wurde) zu machen und erst dann zur 1-Absatz-Storyline zurückzukehren, um die Sätze auszuformulieren.

Wenn man sich -wie ich- grafische Darstellungen, Bilder, Zeichnungen o.Ä. besser merken kann, hat man vorher schon mal eine grobe Übersicht, sodass das beim Schreiben hilfreich sein kann (zumindest hoffe ich das *grins*).

Ich wünsche noch allen viel Spaß bei der "Arbeit" mit der Schneeflocken-Methode! :wink:

Und wie Liyah es schon so treffend formuliert hat:

Ich glaube, diese Methode ist kein Muss, sondern ein Kann.


Das stimmt wirklich!
Wie ich heute gelernt habe, muss man wirklich die Methode für sich finden, die am besten passt - und mit der man am besten zurechtkommt :) Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man sich nicht genau an die vorgeschriebenen Schritte hält oder sie abwandelt, etwas Neues dazu erfindet oder sonstwas - also nicht aufgeben! :wink:

Viel Spaß und viel Glück noch allen anderen, die sich daran versuchen!

von Hachi

 
Heyho,

So nun wollte ich doch auch mal meinen Senf zu der ganzen Methodensache hier geben.

Eigentlich hat es mir die Methode sofort angetan, weil sie meinem Übersichtenerstellen doch n bissl Nahe kommt, also hab ich das Ganze mal ausprobiert.

Schritt 1 ist mir ziemlich leicht gefallen, weil ich immer mit einer 1-Satz Zusammenfassung und einer Prämisse anfange, von daher konnte ich diesen Schritt schonmal wunderbar abhacken und mich nicht weiter damit beschäftigen.

Schritt 2 ist mir dann schon schwerer gefallen, weil ich eine so knappe Zusammenfassung noch nie geschrieben habe. Es dauert wirklich knapp 1 Stunde bis ich das so stehenlassen konnte, wie es mir irgendwie gefiel. Ich glaube dass es wirklich von Vorteil ist, wenn man das Elementare in 1 Absatz zusammengefasst hat.

Dann bin ich zu Schritt 3 rüber. Erstmal habe ich mich entschieden Schritt 3 für 16 Charaktere anzuwenden, da in denen alle bis auf die Statisten enthalten sind.
Hierzu wollte ich mal euren Rat wissen und zwar ob ich Schritt 3 wirklich nur für die wichtigstens Charaktere benutzt, oder auch für die Nebencharaktere oder sogar für Statisten wie z.B. der Tratschsüchtige Nachbar, der nur auftaucht um die Atmosphere einer hellhörigen Nachbarschaft bereits im ersten Kapitel zu geben oder so?

Jetzt bin ich bei Schritt 4, den ich irgendwie sehr abschreckend finde. Meine Absätze aus Schritt 3 sind zwar jeweils nur 5 Sätze, aber doch sehr schachtelig,sodass ich das Gefühl habe, dass ich mit Schritt 4 sowieso gleich bei Schritt 5 landen würde. Daher werde ich Schritt 4 für mich wohl einfach ignorieren und gleich zu Schritt 5 übergehen.

Dann wollte ich noch wissen ob von euch schonmal jemand mit Karteikarten gearbeitet hat?
Schritt 8 erinnert mich sehr stark ein das System was ich bisher benutzt habe.
Dabei habe ich für jede Szene eine Karteikarte genommen und mir für die Perspektiven in der es geschrieben werden soll vorher eine bestimme Farbe zurecht gelegt. Dann habe ich die Szene, Personen, Ort, Ereigniss in einem Satz draufgeschrieben und zum Schluss geschaut wie sie am besten in eine Reihenfolge passen, konnte erweitern, wenn ich gemerkt habe, dass irgendwas nicht passt etc.

Natürlich bin ich noch etwas von Schritt 8 entfernt, aber vielleicht gibt es hier ja ein paar Leute, die auch mit Karten oder ähnlichem gearbeitet haben und sich auch am überlegen sind jetzt mit einer Tabelle zu arbeiten.
Mein Problem mit der Tabelle ist, dass ich alle vorarbeiten handschriftlich erledige und mich da irgendwie eine Tabelle abschreckt.

Anyways, bis jetzt gefällt mir die Methode jedenfalls sehr gut!

Gruß und Peace


Kinki

von Kinki

 
Hui!

Das sind aber viele Fragen!

Vorneweg, ich bin noch lange nicht so weit wie du, hänge noch bei Schritt 3.

Dann als ganz große Prämisse:
Es gibt nicht nur eine Lösung zu dem Problem wie man einen Roman schreibt, es gibt viele. Nutze die Methode, die für dich funktioniert.


ob ich Schritt 3 wirklich nur für die wichtigstens Charaktere benutzt, oder auch für die Nebencharaktere oder sogar für Statisten wie z.B. der Tratschsüchtige Nachbar, der nur auftaucht um die Atmosphere einer hellhörigen Nachbarschaft bereits im ersten Kapitel zu geben oder so?

Ähm... du kannst das für soviele wie du magst benutzen, allerdings halte ich es nicht für sinnvoll für jeden Statisten soviel Arbeit zu investieren. Du sollst ja zu jedem Charakter die Geschichte aus seiner Sicht erzählen, da kommen ganz schön viele zusammen. Macht es denn Sinn, so etwas für jemanden zu schreiben, der gar nur in einem Kapitel ist oder nur in einer Szene?
Wenn du Spaß daran hast, dann hindert dich aber auch keiner. ;)

Jetzt bin ich bei Schritt 4, den ich irgendwie sehr abschreckend finde. Meine Absätze aus Schritt 3 sind zwar jeweils nur 5 Sätze, aber doch sehr schachtelig,sodass ich das Gefühl habe, dass ich mit Schritt 4 sowieso gleich bei Schritt 5 landen würde. Daher werde ich Schritt 4 für mich wohl einfach ignorieren und gleich zu Schritt 5 übergehen.

Stop!

Gemeint ist, so wie ich es verstehe, in Schritt 4 sollst du deine ein-Absatz-Zusammenfassung aus Schritt 2 benutzen. Die zur Story nicht zu den Charakteren. Glaube ich.... ich bin jetzt auch durcheinander. Aber so hätte ich es gelesen, gemacht.

Aber wie gesagt, mach es so, wie es dir liegt. Die Schritte sind nur ein Tipp vom Schriftsteller. Du kannst sie benutzten, abändern, auslassen, erweitern, eben das, was für DICH funktioniert.
Das ist ganz wichtig, gezwungen etwas abzuarbeiten bringt es nicht, da es kein Spaß machen würde und da man Spaß zum Schreiben braucht. (Siehe auch Jackies Versuchsaufbau.)

Dann wollte ich noch wissen ob von euch schonmal jemand mit Karteikarten gearbeitet hat?

Soweit war ich noch nie. :D
Allerdings, was ist an Tabellen schlimm? Ist das selbe wie Karteikarten. Abschreiben müsstest du doch auch auf diese oder nicht?
Dann kannst du es gleich am PC machen, denn da funktioniert auch schon Copy und Paste. ;)
Ich habe dafür ein monstergeiles! (ist wahr, meine Reaktion war "uuhhh-ahhh", als Jackie mir das gezeigt hat) Programm von Jackie empfohlen bekommen. Von einem Schriftsteller für Schriftsteller geschrieben.
Literatur dazu hier:

Ich habe noch nie mit Karteikarten gearbeitet, aber wie gesagt war ich noch nie soweit. Ich benutze den YWriter (Programm von oben). Aber auch eine Excel Tabelle täte seinen Dienst. Das gäbe es auch als freeware von Open Office.

So ich glaube alle Fragen abgearbeitet zu haben.
Ich hoffe ich konnte helfen.

LG Liyah

von Liyah

 
Hey Liyah,

vielen dank für die schnelle Antwort! das hat mir wirklich sehr geholfen!

Du sollst ja zu jedem Charakter die Geschichte aus seiner Sicht erzählen, da kommen ganz schön viele zusammen.


Nun hierzu hatte ich mir für mich überlegt diesen Schritt wirkich nur für die Hauptcharaktere zu machen und Nebencharaktere, bei denen ich das irgendwie für sinnvoll erachte. Mir ging es tatsächlich nur um Schritt 3 ^^

Gemeint ist, so wie ich es verstehe, in Schritt 4 sollst du deine ein-Absatz-Zusammenfassung aus Schritt 2 benutzen. Die zur Story nicht zu den Charakteren. Glaube ich.... ich bin jetzt auch durcheinander. Aber so hätte ich es gelesen, gemacht.


Ahhhhhhh *lichtaufgeh* natürlich ist es so gemeint wie du es schreibst *lol* Manchmal ist man auch einfach blind :D
Irgendwie habe ich automatisch an die Absätze aus Schritt 3 gedacht, weil Schritt 4 direkt danach kam, aber so macht es natürlich viel mehr Sinn, zumal ich gerade an Schritt 5 saß und mir dachte: "Puh, irgenwie weiß du Anfang und Ende, aber über die Mitte nüschts im Detail!"
Ich denke da wird mir die Erweiterung des Schritt 3 Absatzes sehr helfen!

Und danke auch für die Programme! Werde mir das, wenn ich denn dann endlich bei Schritt 8 irgendwann ankommen sollte angucken.
Danke aber, dass ich auf meine Karten zurückgreifen werde, weil ich einfach beim entwickeln gerne was in der Hand habe und das hin und her und rumschrieben von Karteikarten meinem denkprozess immer sehr geholfen hat ^^

Also nochmal vielen dank!


Eine Frage habe ich aber noch:

Hat jemand schon eine Idee wie er Schritt 7 angehen wird? Bis jetzt habe ich es immer so gemacht, dass ich den Charakter vorher gezeichnet habe um ein wirkliches Bild von ihm im Kopf zu haben (leichte Bleistiftskizze mit den wichtigsten Details wie z.b. ein Messer an einem Gürtel oder so was) und dann einen Steckbrief angelegt, in dem ich aber mit ganzen Sätzen gearbeitet habe.
Hat jemand sonst vielleicht einen Tipp für mich, wie man eine Charakterbeschreibung als ganzen Text schreiben kann? Bei mir ist es nämlich so, dass ich dann hier mal wieder was zu seiner Hintergrundgeschichte vergesse, mir doch noch eine Macke einfällt und hier und da und keine Ahnung und mein ganzer Text dann sehr sehr konfus wirkt. Würde mich einfach mal interessieren ob da jemand weiß wie man es besser machen kann, d.h. ob ihr z.b. vorher einen steckbrief skizziert und dann einen Text schreib (vielleicht sogar in der Ich-Perspketive?). Habe das gefühl, dass wenn ich eine Ganz-text-Version in Schritt 7 anlegen würde mein charakter vielleicht etwas lebendiger werden könnte, als wenn es einen plumpen Steckbrief gibt (ich hoffe hier versteht jeder was ich meine *gg*).

Vielen dank schonmal für alle gloreichen Tipps ;-)


Gruß und Peace


Kinki

von Kinki

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