Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

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Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon vonKinkerlitz » 23.08.2015, 19:56

Hallo,

ich komme mir mit meiner Frage ja schon ein wenig daneben vor, aber ich habe andernorts nichts dazu finden können. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen.

Im Moment schreibe ich an (um nicht zu sagen, kämpfe ich mit..) einer Szene, in der es um eine Rangelei zwischen einem Mann und einer Frau geht. Wahrscheinlich ist es schon eher ein Kampf denn eine Rangelei. Statt findet das ganze auf einem Gehweg bei Nacht, er würgt sie (nicht in Tötungsabsicht, aber durchaus mit der Absicht, ihr nichts Gutes zu tun), Polizei ist alarmiert, unterwegs, trifft ein - und dann?

Was tut ein Polizeibeamter, wenn er zu dieser Szene kommt und aus seinem Dienstfahrzeug springt?

Ruft er tatsächlich "Hände hoch, Polizei!"? Das klingt für mich so platt, dass ich es gar nicht schreiben mag.
Rennt er lieber hin und versucht den Mann von der Frau zu ziehen?
Oder zieht er vielleicht sogar seine Waffe? Kann ich mir nicht recht vorstellen.

Es scheitert bei mir gerade wirklich daran, wie sich die Polizisten bemerkbar machen. Die üblichen Floskeln wie "Halt, Polizei!" oder "Hände hoch!" klingen in meinen Ohren so abgedroschen. Mir fällt aber auch nichts besseres ein und ich habe auch keine, ähm, praktischen Erfahrungen in dieser Hinsicht :lol:

Kann mir da vielleicht jemand von Euch aushelfen? :)

Danke,
lg, vonKinkerlitz
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon HappyMephisto » 23.08.2015, 20:28

Das hängt von der Situation und dem Beamten ab.
Im Fall einer Rangelei mit gefährlicher Körperverletzung (Würgen ist meines bescheidenen Wissens nach in wissender Inkaufnahme gefährliche Körperverletzung) würde man durchaus Gewalt anwenden, um das auf der Stelle zu unterbinden. Nach einer Warnung und der Chance auf friedliche Lösung, versteht sich.

Meiner Erfahrung nach (die sich in Opposition zur Polizei nur auf relativ harmlose Rangeleien, Lautstärke und übliche Jugendstreiche erstreckt..,) macht die Autorität sich mit Blaulicht bemerkbar. In einer unübersichtlichen Situation (mehrere Leute, Rangeleien) wird mit der Stimme und Sirene auf sich aufmerksam gemacht.
Der Mann würde mehrmals (2-4 Mal ca.) mit fester Stimme darauf hingewiesen, dass seine Handlung sofort einzustellen seien, sonst würde man Gewalt anwenden. D.h. ¨Aufhören, Polizei!¨
Bei Unterlassung würde die Polizei, meines Wissens nach, Hand anlegen und sie trennen - d.h. die beiden (! Keinesfalls wird nur einer bei einem Streit niedergeknüppelt und der andere ignoriert. Ein Partner bleibt bei der Frau) Parteien werden halt mit Körpergewalt getrennt. Wenn die nicht reicht kommt irgendwann der Taser.
¨Die Waffe¨, sprich Dienstschußwaffe, wird nur bei drohender Gefahr für Leib und Leben eingesetzt, sofern dadurch keine Gefährdung für Passanten entsteh - schonmal nicht auf einem Gehsteig wo evtl. Schaulustige sind..

Kreativ darfst du aber werden, wie genau der Polizist sich an diese Vorschriften hält.
Es gab Fälle - hauptsächlich in Bayern, da sind die Bullen noch etwas faschistoider - da wurde Waffen in Wohnblocks abgefeuert und Unbewaffnete in den Rücken geschossen, Verdächtigen mal ¨versehentlich¨ die Nase gebrochen oder der Schlagstock ¨im Eifer des Gefechts¨ etwas höher als in die Kniekehle angesetzt (heißt: in die Genitalien).
Wenn der Beamte mies drauf ist, ist es durchaus denkbar, dass er dem Würger einfach direkt den Taser in die Seite haut oder ihn selbst in den Schwitzkasten nimmt, mit Unterstützung eines (unsanft applizierten) Knies in die Nierengegend.
Im Bericht steht eh eine mit dem Partner abgesprochene Version und etwaige Passantenvideos zeigen nie ¨das ganze Bild¨.
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon vonKinkerlitz » 24.08.2015, 20:03

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort :) Das hilft mir schon mal gut weiter. Die Szene ist zwar nur eine recht unwesentliche Nebenhandlung in einer Kurzgeschichte, aber auch mit diesen, wenn sie unrealistisch sind, kann ich schlecht leben.

Deswegen, denke ich, werden sich die Beamten einfach mal vorschriftsmäßig verhalten (die KG spielt im Übrigen in Berlin; von Berufs wegen sind mir die von Dir beschriebenen Szenarien in Bayern ein Begriff...), sonst fabriziere ich damit noch einen zusätzlichen Handlungsstrang, den keiner brauchen kann.


Was mir nun allerdings noch nicht geläufig war, ist, dass Polizeibeamte mit Tasern ausgestattet sind; das kannte ich bisher allenfalls vom SEK. Ist das auch bei Streifenbeamten der Fall?

Ich frage deshalb, weil es - unwesentliche Nebenhandlung hin oder her - dann doch wieder ganz wesentlich für die Handlung ist, dass der Täter flüchtet. Es wäre aber anzunehmen, dass ihm das nicht gelänge, wären die Streifenbeamten mit einem Taser ausgestattet (wenn er auf entsprechende Anweisung hin nicht stehen bleibt).
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon HappyMephisto » 24.08.2015, 21:11

Öhhhh...gute Frage mit dem Taser. Die Österreicher haben den seit Jahren2 im Einsatz, soweit ich weiß. Wie das bei uns aussieht weiß8 ich grade auch nicht. O.o

Eine Wikisuche später:
Also in Berlin echt nur beim SEK. Da kann der Würger also gut Fersengeld geben, sobald die Polizei kommt. :)
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon Feindesland » 25.08.2015, 21:42

Hallo,

ich hatte in meiner beruflichen Praxis schon öfters ähnliche Szenen.
Die Antwort ist einfach. Die Mann wird sofort mit Gewalt von der Frau heruntergezogen, fixiert und gefesselt. Das dabei "Polizei!" geschrien wird ist normal. Im Grunde kann man sich das, was die Polizei darf, oder wie sie sich verhalten soll recht einfach herleiten. Man muss sich nur überlegen, was der Situation angemessen ist. Warum sollte man mehrmals "Polizei! Lassen Sie die Frau los!" rufen? Sinn und Zweck des Einschreitens ist es, die Frau zu schützen. Ich kann als Polizist nicht einschätzen, ob sie vielleicht schon fast tot ist, ob das ganze nur eine gutes Bühnenstück darstellt oder Teil eines sexuellen Rituals ist. Ich sehe nur einen Mann, der eine Frau würgt. Eine Handlung die zum Tod führen kann. Diese Handlung ist sofort zu unterbinden. Da darf man keine Sekunde zögern.
Was das ziehen der Waffe angeht. Das gibt es in solchen Situationen nur im Film. Selbst wenn ein Schusswaffengebrauch gerechtfertigt wäre, wäre es diesem Fall viel zu gefährlich für das Opfer. Die Wahrscheinlichkeit die Frau zu verletzen wäre viel zu groß. Das einzig sinnvolle wäre (was Waffen oder sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt angeht) ein Schlagstockeinsatz.
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon julia89 » 26.08.2015, 08:55

So, ich melde mich mal als Frau eines Polizisten zu Wort… ;-)

In der Regel (es mag in manchen Fällen sicher anders laufen) würden die Polizisten bereits während sie aus dem Auto steigen, mit Rufen wie „Polizei, lassen Sie die Frau los“ auf sich aufmerksam machen. Wenn der Mann sie tatsächlich schon an der Kehle festhält und würgt, würden die Polizisten die beiden – wenn das Anrufen nichts bringt – recht schnell trennen. In der Regel den Mann von der Frau losreisen, sobald er Anstalten macht sich zu wehren, direkt auf den Boden drücken, Hände auf den Rücken, Handschellen.

Happy Mephisto hat geschrieben: Keinesfalls wird nur einer bei einem Streit niedergeknüppelt und der andere ignoriert. Ein Partner bleibt bei der Frau.

Jein. Prinzipiell wird natürlich nicht eine Seite ignoriert, sondern tatsächlich beide Seiten getrennt. ABER wenn der Mann, der in diesem Falle ja eindeutig der Haupttäter ist, sich gegen das Festhalten sperrt, werden definitiv auch beide (!) Polizisten zu ihm gehen und ihn in Handschellen legen.
Sollte der Mann betrunken oder vielleicht sogar unter Drogen stehen, muss man bedenken, dass das Schmerzempfinden z.T. bis zum Nullpunkt sinkt. Ein Polizist allein kann dann oft nichts ausrichten.

Happy Mephisto hat geschrieben: Parteien werden halt mit Körpergewalt getrennt. Wenn die nicht reicht kommt irgendwann der Taser.

Den Taser benutzen deutsche Polizisten so gut wie nie, wenn sie überhaupt einen besitzen. Davor kommt erst mal der zweite Kollege zu Hilfe, oder evtl. der EKA (Teleskopschlagstock).
vonKinkerlitz hat geschrieben: Was mir nun allerdings noch nicht geläufig war, ist, dass Polizeibeamte mit Tasern ausgestattet sind; das kannte ich bisher allenfalls vom SEK. Ist das auch bei Streifenbeamten der Fall?

Also mein Mann besitzt keinen. ;-) So viel ich weiß gibt es den in Deutschland nur beim SEK, nicht bei der Streifenpolizei.

Happy Mephisto hat geschrieben: Es gab Fälle - hauptsächlich in Bayern, da sind die Bullen noch etwas faschistoider - da wurde Waffen in Wohnblocks abgefeuert und Unbewaffnete in den Rücken geschossen, Verdächtigen mal ¨versehentlich¨ die Nase gebrochen oder der Schlagstock ¨im Eifer des Gefechts¨ etwas höher als in die Kniekehle angesetzt (heißt: in die Genitalien).

Zum Thema „versehentlich die Nase gebrochen“ … das ist in manchen Fällen schlichtweg notwendig und kein Versehen (siehe Anmerkungen oben zum Thema Widerstand unter Drogen).

Happy Mephisto hat geschrieben: Wenn der Beamte mies drauf ist, ist es durchaus denkbar, dass er dem Würger einfach direkt den Taser in die Seite haut

DAS sollte definitiv nicht vorkommen und wird es bei einem erfahrenen, umsichtigen Polizisten auch nicht. Abgesehen davon würde ich das niemals (!) in einem Buch schreiben, da es schlichtweg ein schlechtes Licht auf die Polizei wirft!

Happy Mephisto hat geschrieben: Im Bericht steht eh eine mit dem Partner abgesprochene Version und etwaige Passantenvideos zeigen nie ¨das ganze Bild¨.

Und dass Passantenvideos das „ganze Bild“ zeigen vage ich stark zu bezweifeln. Meinen Erfahrungen nach zeigen die vielmehr meist nur „die bösen Bullen“.

Feindesland hat geschrieben:Was das ziehen der Waffe angeht. Das gibt es in solchen Situationen nur im Film. Selbst wenn ein Schusswaffengebrauch gerechtfertigt wäre, wäre es diesem Fall viel zu gefährlich für das Opfer. Die Wahrscheinlichkeit die Frau zu verletzen wäre viel zu groß. Das einzig sinnvolle wäre (was Waffen oder sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt angeht) ein Schlagstockeinsatz.

Stimme ich voll zu.
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon Beast » 26.08.2015, 10:57

julia89 hat geschrieben:
Happy Mephisto hat geschrieben: Wenn der Beamte mies drauf ist, ist es durchaus denkbar, dass er dem Würger einfach direkt den Taser in die Seite haut

DAS sollte definitiv nicht vorkommen und wird es bei einem erfahrenen, umsichtigen Polizisten auch nicht. Abgesehen davon würde ich das niemals (!) in einem Buch schreiben, da es schlichtweg ein schlechtes Licht auf die Polizei wirft!

Das kommt doch sehr darauf an, wie es geschrieben ist. Wenn es in einem ansonsten realen Setting vorkommt und der Leser den Eindruck erhält, daß es bei sämtlichen Beamten an der Tagesordnung ist, so zu handeln, kommt die Polizei dabei sicher nicht gut weg.

Aber bei der Polizei ist es im echten Leben doch auch nicht anders, als in anderen Berufen: dort arbeiten zumeist nette Menschen, es gibt aber auch unangenehme Zeitgenossen und vereinzelt gibt es auch richtig miese Vertreter, die ihre Macht missbrauchen.

Ein obiges Szenario ist also nicht undenkbar. Je nachdem wie eine Szene mit diesem Inhalt geschrieben ist, können sich sehr interessante Varianten ergeben, die keinesfalls pauschal die Polizei verunglimpfen.
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon Feindesland » 26.08.2015, 13:17

Hallo,

Julia89 hat völlig recht. Taser hat nur das SEK. Die Dinger sind in ihrer Wirkung ohnehin fragwürdig. Genauso wie das völlig überschätzte Pfefferspray. Wenn es wirklich mal knallt, dann bekommt man das Zeug selber ab. Der Strahl hat nämlich die unangenehme Eigenschaft, das er zB von Lederjacken abprallt. Ich habe sicherlich ein dutzend Mal Pfefferspray von Kollegen abbekommen. Außerdem ist die Wirkung längst nicht so furchtbar, wie viele glauben. Ist man voller Adrenalin, spürt man die Wirkung erst hinterher.
Das mit dem versehentlich die Nase gebrochen ist so eine Sache. Viele (gerade Junge Kollegen) haben Angst und schreiben in ihren Berichten irgendeinen Müll, weil sie fürchten etwas falsch gemacht zu haben. Darum sollte man aufschreiben was geschehen ist. Wenn ich eine unmittelbare Gefahr für eine Person nur dadurch abwenden konnte, indem ich dem Täter mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe, dann muss ich das auch so schreiben. Warum auch nicht? Wenn, wie in deinem Fall, ein Mann eine Frau würgt, dann muss er mit möglichen Konsequenzen leben. Das will in unserer Gesellschaft natürlich niemand.
Mal ein Fall aus der Praxis. Ein Mann kündigt unter Zeugen an, das er in eine Bar gehen will und dort mit seinem Messer ein Blutbad anrichten möchte. Dabei zeigt er den Zeugen ein Fleischermesser und macht sich auf den Weg. Die Zeugen informieren die Polizei. Wir kommen an und können den Mann in der Nähe einer Bar identifizieren. Ich habe mich von hinten (in Zivil) angenähert und ihm ohne ein Wort zu sagen, die Beine weggetreten. Dann wurde er gefesselt. Bei der Gerichtsverhandlung wollte der Anwalt des Angeklagten mir unterstellen, ich hätte seinen Mandanten grundlos Schmerzen zugefügt. Außerdem hätte ich mich nicht als Polizist zu erkennen gegeben. Natürlich habe ich nicht Polizei geschrien. Das wäre auch reichlich dämlich. Der Kerl könnte sich im letzten Moment umdrehen und mich mit dem Messer angreifen. In bestimmten Situationen muss die Polizei sich nicht zu erkennen geben. Ziel ist ja die Festnahme und nicht das "Polizei" schreien. Mit anderen Worten, wenn ich andere oder mich selbst einer Gefahr aussetze, wenn ich mich als Polizist zu erkennen gebe, dann muss ich das nicht tun.
Was das einfache "umhauen" angeht. Dazu hat der Richter folgendes gesagt: "Wenn Sie damit drohen ein Blutbad anzurichten, dann dürfen Sie nicht beleidigt sein, wenn man sie von den Füssen holt."
Es muss einem klar sein, das der Job nur sehr wenig mit den Darstellungen im Fernsehen zu tun hat.
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Re: Wie macht sich die Polizei bemerkbar?

Beitragvon vonKinkerlitz » 27.08.2015, 08:43

Hallo,

hier ging es ja noch richtig rund :) Bin leider gestern Abend nicht mehr zum Antworten gekommen.

Ich umreiße nochmal kurz, was ich mir bei der betreffenden Szene so gedacht habe:
Die Prota (die gewürgt wird) gerät da eigentlich in eine Situation hinein, die sie so direkt gar nicht betrifft (Stichwort Zivilcourage). Der Angreifer wendet sich dann ihr zu, wodurch wir der Sache mit dem Würgen gegenüberstehen.

Es ist für die Handlung wie gesagt wesentlich, dass der Angreifer flüchtet, sobald die Polizei aufkreuzt. Den Teil halte ich nach Euren Beschreibungen für realistischerweise denkbar, vor allem aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (~ 3 Uhr morgens in einem Berliner Wohngebiet, sehr eingeschränkte Beleuchtung, Hauseingänge, Innenhöfe, Bäume, Gebüsche, Spielplätze, etc.). Einer der Beamten verfolgt ihn ein Stück, verliert ihn aber aufgrund o.g. Voraussetzungen aus den Augen.

Es ist also zweitrangig, ob und wie sich die Polizeibeamten nun vorschriftsgemäß verhalten oder nicht (weil zumindest der Punkt, also ob jemandem der Schlagstock ausrutscht oder nicht, nicht zur Diskussion steht) und ob und wie man das in ein Buch gießen sollte, auch wenn ich sagen muss, dass ich Eure Diskussion dazu echt interessant finde :)
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