Wohl der Nacht?

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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Maybetaining » 13.07.2010, 09:37

Welch Erleichterung, welch sonnige Wohltat - ich bin nicht alleine :D

Ich muss gestehen, meine Schreibaktivität ist unabhängig der Tageszeit, jedoch bemerke ich vermehrt nachts die größere Inspiration.
Vielleicht kann man das von routiniertem Tagesablauf ableiten. Früh morgens bis spät am Nachmittag arbeiten, ein wenig ausgleichende Freizeit genießen und schließlich Abends/Nachts zu Ruhe kommen, in sich hören und das Erlebte verarbeiten.

Möglichweise küsst mich die Muse auch nur nachts :D

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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon factory » 21.07.2010, 23:06

Ich bin ein totaler Nachtmensch.
Ich habe abends öfter "Anfälle", dann will ich die Möbel umstellen, eine neue Sprache lernen, einen Roman schreiben, Sport betreiben usw.

Egal um was es sich handelt, Projekte starte ich meistens in der Nacht, wenn dann mal was steht bin ich aber auch am nächsten Tag noch begeistert. Bei mir liegts aber auch an der Zeit, jetzt habe ich Sommerpause und war sowieso ein Jahr lang weg, da findet man viel Zeit tagsüber. Danach geht aber die Schule wieder los und wenn man dann 41 Stunden in einer 6-Tage-Woche hat und hinzu noch Notizen aufarbeiten und lernen muss, dann gehts einfach nur nachts.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Samira-Jessica » 30.07.2015, 15:39

Maybetaining hat geschrieben:Welch Erleichterung, welch sonnige Wohltat - ich bin nicht alleine :D

Diesen Gedanken hatte ich auch gerade, bei der Entdeckung dieses Themas (schade dass so tollen Themen so weit unten sind)!

Ich kenne das zu gut, ich setze mich Nachmittags hin mit dem Vorsatz, wenn ich mich früher hinsetze, schaffe ich mehr. Aber das Gegenteil ist meist der Fall.
Je später es wird, desto kreativer werde ich (außer jetzt in meine schreibwütigen Phase..). Das Problem ist halt, dass ich solche Phasen immer dann habe, wenn ich's mir eigentlich nicht erlauben dürfte nachts zu schreiben weil ich wieder früh aufstehen muss.

Ihr kennt das?

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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon IPatricia » 30.07.2015, 16:02

Kenne ich mehr als gut. :)

Es liegt einfach daran, dass es nachts sehr ruhig ist und ich dann die richtige Atmosphäre habe. Wenn man in der Stadt wohnt, gibt's tagsüber zu viele Außengeräusche. Ungeduldige Autofahrer, die ständig hupen. Schreiende Kinder und schreiende Erwachsene. Hunde. In den Wohnungen über und unter einem geht es ab. Flugzeuge (Danke, Einflugschneise). Nachts sind diese ganzen Geräusche weg und man kann sich richtig entspannen und konzentrieren. :D

Was ich mache: Wenn ich tagsüber an s´meinem Projekt arbeiten möchte, aber die Kreativität zum Schreiben sich einfach nicht einstellen will, dann korrigiere ich das, was ich schon fertig habe. Tagsüber läuft das viel besser.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Samira-Jessica » 30.07.2015, 17:19

Ja, da ist was dran, aber ich mach dann immer die Tür von meinem Zimmer zu, weil in einer WG ja auch immer was los ist. Trotzdem überkommt mich die Kreativität nicht...

Das mit dem Korrigieren ect. ... Da habe ich eigentlich auch noch was zutun, bzw. Lücken in der Logik schließen und so halt. Aber dafür fehlt mir auch iwie die Kreativität und die Motivation....
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Drachenschwinge » 30.07.2015, 17:56

Ich nutze auch bevorzugt die Nacht.
Es geht dabei weniger um die Ruhe vor Außengeräuschen (die hab ich dank "toller" Nachbarn ohnehin nicht immer), von denen kann ich abschalten. Zumal ich auch in einer Bahn stehend schreiben kann, Musik ist mein ständiger Begleiter und überdeckt den Rest.
Nachts habe ich aber Ruhe vor Anrufen etc. Außerdem bin ich Nachtmensch und habe da einfach mehr Konzentration und vor allem Leistungsfähigkeit, weil ich mich weniger müde fühle als tagsüber.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Sanjar » 30.07.2015, 23:53

Ich kann auch nachts am besten schreiben. Früher ausschließlich dann, inzwischen kann ich es eigentlich zu jeder Tageszeit, meist aber nur dann, wenn ich weiß, dass ich Zeit habe. Muss ich in drei, vier Stunden weg, klappt es meistens nicht. Ich muss das Gefühl haben, dass ich mich die nächsten acht, neun, zehn Stunden ungesört an den Laptop setzen und schreiben kann. Kreativität braucht Zeit :D
Inzwischen schreibe ich meist Nachmittags und Abends, da ich nachts leider meistens zu müde bin.
Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Samira-Jessica » 31.07.2015, 00:02

Das mit der Musik ist bei mir auch so (abgesehen davon, dass diese bei mir eigentlich immer läuft), da kann ich mich auch besser konzentrieren als wenn es still ist, war schon früher in der Schule so!

@Sanjar: Geht mir ganz genauso! Zeitdruck kann ich so oder so nicht ab!
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Shadowfly » 15.08.2015, 21:56

IPatricia hat geschrieben:Was ich mache: Wenn ich tagsüber an s´meinem Projekt arbeiten möchte, aber die Kreativität zum Schreiben sich einfach nicht einstellen will, dann korrigiere ich das, was ich schon fertig habe. Tagsüber läuft das viel besser.


Da kann ich nur zustimmen. Ich bin auch eher Nachtaktiv und gerade dann auch kreativer, doch zugleich wirken meine Gedanken zu später Stunde immer recht wirr, weswegen ich am Tag dann gewisse Ausdrücke, den Satzbau oä. korrigiere, schon allein wegen dem Lesefluss.
Allerdings kommt mir auch die ein oder andere Idee während ich unterwegs bin. Das sind dann die Momente, in denen ich mich aufrege, dass der Bus ausnahmsweise mal pünkltich ist, da ich noch nicht fertig geschrieben habe. Aber dafür kann ich jetzt auch im Laufen schreiben :mrgreen:
Dementsprechend habe ich immer tausende von Notizbüchern in allen möglichen Taschen, sowie zwei Apps auf dem Handy damit ich ja nichts vergesse und jederzeit an ein Notizbuch komme. Fühle mich ohne das schon beinahe nackt.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon HannahBoll » 27.08.2015, 15:43

Ich glaube, das ist so, weil unsere linke Gehirnhälfte müde wird. (Die war ja für logisches Denken da, oder?) Jedenfalls hat dann die kreative Seite des Gehirns Zeit, sich zu entfalten und zu arbeiten, ohne sich den Kopf teilen zu müssen.

Ich kann aber immer schreiben, solange ich weder geistig noch körperlich völlig erschöpft bin. Wenn's nicht klappt, höre ich entsprechende Musik, die mich in die jeweilige Stimmung der Szene bringt. Meistens ist das irgendwas Klassisches ... Ich bin Tschaikovsky verfallen und Hans Zimmermann hat auch was aufm Kasten.

Nachts habe ich das Problem, dass mich ab 11 die Müdigkeit packt und in ein Koma schmeißen will, wenn ich nicht sofort schlafen gehe ... Also muss ich wohl tagsüber schreiben. Wenn ich keine Schule hab, fange ich noch im Bett an, zu schreiben am Morgen, ohne einmal aufzustehen ... :XD:
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Samira-Jessica » 15.10.2015, 14:46

Ich war die letzten zwei Nächte, bis 3:00, 4:00 Uhr hellwach :shock:
Aber um 0 Uhr habe ich meinen Laptop runtergefahren, weil ich versuchen wollte zu schlafen ... Und irgendwie hatte ich aber auch keine Motivation an meinem Projekt zu arbeiten .. Nur zwei Blogartikel habb ich vor dem Ausschalten noch geschrieben ..
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Kelpie » 15.10.2015, 17:56

Ist bei mir ziemlich ähnlich. Ab fünf (v.a. in den kalten Jahreszeiten) funktioniert bei mir das Schreiben am besten. Dann fließt es richtig und die Motivation und der Spaß dabei ist auch am höchsten.
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Samira-Jessica » 15.10.2015, 19:18

Immer zu falschen Zeit .. :(
Gerade dann, wenn man am nächsten aufstehen muss!
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon lucarius » 08.11.2015, 23:06

Och wie oft hab ich meinen Freunden auf Facebook geschrieben, ich gehe jetzt offline und ins Bett. Meistens geh ich dann auh wirklich offline, aber Bett? Weit gefehlt. Beim schließen des sich bereits gelangweilten Schreibprogramms, wo ich eigentlich den ganzen Abend noch was hineinschreiben wollte, macht es plötzlich "KLICK" und meine Finger jagen über die Tastatur. Meine Augen schon halb im Streik, weil sie sich kaum noch offen halten können. So hab ich schon das ein oder andere mal noch gegen ein Uhr Morgens mein Tagesziel von 300 Worten geschafft, auch wenn ich den ganzen Tag kaum mehr als 100 geschrieben habe. Dagegen etwas zu machen ist sicher nicht unmöglich, aber ich hab noch keinen Weg gefunden. Die besten Worte kommen bei mir dann wenn sie kommen (in der Regel entweder eine Minute vorm ins Bett gehen, oder wenn ich unterwegs bin und nix zum schreiben habe). Weil dann hat mein Hirn ja Zeit sich was auszudenken und steht nicht unter dem Druck einer leeren (oder verkorksten) Seite... :twisted:
Mein Bruder verkauft einen Gedichtesammelband "Die besten Gedichte 2009/2010", wo auch eins seiner Gedichte mit drin ist. Den Band gibt es zwar auch woanders zu kaufen, aber mein Bruder hat selbst auch einige Exemplare zum Verkaufen erhalten
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