Wohl der Nacht?

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Wohl der Nacht?

Beitragvon BlurryCow » 02.02.2010, 23:31

Kennt ihr das?
Da gibt es einmal einen dieser seltenen Nachmittage, an denen man nichts zu tun hat und möchte etwas schreiben. Man setzt sich vor seinen Laptop, öffnet das Schreibprogramm und - nichts. Die totale Blockade. Man ärgert sich, vertreibt sich die Zeit anderweitig...und wenn man es abends von neuem probiert, dann funzt es plötzlich, und wie!
Ich hab das schon des Öfteren bei mir bemerkt und wollte fragen, ob es euch auch so geht. Manchmal? Immer? Nie?
Und wenn ja, was kann man dagegen tun?
Vielen Dank für's Lesen und Antworten,
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Gedankenstrom » 03.02.2010, 23:13

Mir gehts eigentlich auch öfter so. Ich brauch die richtige Stimmung zum Schreiben zum Schreiben und die besteht bei mir meistens abens im Bett. Was dann natürlich besonders toll ist, wenns am nächsten Morgen wieder früh losgeht. :D

Alerdings gehts mir auch bei Aufsätzen und Hausarbeiten öfter so. Das ganze Wochenende nichts vorgenommen, um endlich mal was zu schaffen und trotzdem komme ich erst Sonntag zum Arbeiten. Ich habe gemerkt, dass es, zumindest bei Arbeiten, klappt wenn ich mich zusammenreiße und wenigstens kleinere Änderungen vornehme. So komm ich dann doch irgendwie in Arbeitslaune und dann geht das mit dem Weiterschreiben.

Beim kreativen Schreiben fällt mir das aber stellenweise sehr schwer. Dennoch denk ich, dass kleine Übungen zum Schreiben, die nicht so zeitintensiv sind und bei denen man nicht so viel denken muss, einen helfen können in die richtige Schreibstimmung zu kommen. Aber generell finde ich, dass man sich nicht zu sehr zwingen sollte. Wenns nicht geht, dann gehts nicht. Zumindest wenn ich auf Krampf schreibe kommt da nur Mist raus.

LG Gedankenstrom
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon aluengel » 04.02.2010, 09:54

Mir gehts eigentlich immer so, Tagsüber bekomm ich nichts geschrieben und wenn doch, dann ist es meistens so ein Mist, dass ich es gleich wieder lösche.
Wenn ich mich Abends hinsetzte geht es schon etwas besser, die richtigen Ideen hab ich meistens allerdings erst ab ca 2300 Uhr, so das es auch schon mal vorkommt, das ich eine Nacht durchmache und mich gar nicht hinleg zum schlafen.
Vor allem, weil es sich nicht mehr lohnt, wenn es sich dabei nur um ein, zwei Stunden schlaf handelt.
Was man dagegen machen kann, weiß ich leider auch nicht. Ich hab auch schon mal versucht, mir Tagsüber das gefühl von Nacht zu erschaffen. Also den Raum abdunkeln, müde bin ich meistens sowieso, ect. Das hat allerdings auch nicht so gut geklappt.

lg
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon BlurryCow » 04.02.2010, 20:31

Vielen Dank für eure Antworten!
Es ist nicht so, dass ich um jeden Presi auch Tagsüber schreiben möchte, ich ärgere mich nur manchmal über die verloren gegangene Zeit.
Wie schon Gedankenstrom schrieb, kommen die besten Ideen je später es wird, und wenn man wochentags in der Schule antanzen muss ist das doch ziemlich unpraktisch. An Wochenenden setzte ich mich meist ein wenig selbst unter Druck, weil ich unbedingt meine Zeit nutzen möchte und meistens kommt dann wirklich nichts bei rum.
Liebe Grüße,
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Majha » 22.02.2010, 23:19

Mir gehts genauso.
Letztes Wochenende beispielsweise saß ich mittags am PC, bereit ordentlich in die Tasten zu hauen.
Nur hab ich ewig gebraucht um einen anständigen Satz zu schreiben. Hab dann irgendwann frustriert den PC ausgemacht und mich mit Kopfschmerzen schlafen gelegt.
Um halb fünf abends hab ich mich wieder dran gesetzt und bis fünf Uhr am nächsten Morgen geschrieben. Ich hab zwar ein schlechtes Gewissen meinen Augen gegenüber, da ich wenn ich Nachts schreibe auch das Licht auslasse und ich nur durch das Licht des Bildschirms die Tasten erkenne...aber auf diese Art bring ich schnellere bessere Ergebnisse.

Bin aber auch sonst eher Nachtaktiv, vielleicht hat das auch was damit zu tun.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Alana » 23.02.2010, 20:48

Eindeutig nachtaktiver Mensch. Aber ich habe auch schon lange aufgegeben tagsüber zu schreiben, da ich dann einfach nichts zustande bekomme. Jeder Satz wird tausendmal abgeändert und langsam schleicht sich die Frustration an. Nachts fließen die Ideen nur so, dass ich kaum mit dem Schreiben hinterher komme. Deshalb schreibe ich auch nur nachts.
Ist zwar eher kontraproduktiv für die Schule, aber mit viel Kaffee schaff ich auch die. Nachmittags wird dann geschlafen und abends geht es weiter.
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon phileceed » 23.02.2010, 20:56

Ich glaube, dass amn am Abend schon viel mehr erlebt hat und deshalb auch mehr Ideen hat, als am tag, wo man ja am Eindrücke sammeln ist. Naja bei mir ist es zumindest auch so, dass ich nachts mehr und von der Qualität her besseres schreibe als am tag.
Thomas Mann: "Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen."
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon redbrodi » 25.02.2010, 12:18

Meine Ideenhochphase ist meistens dann, wenn ich in der Stadt mit der Bahn unterwegs bin. Ganz egal, ob S-, U-, Straßen- oder Regionalbahn. Wenn ich auf dem Bahnhof stehe, vor mich hin träume und völlig in meine Gedanken versunken bin und genauso, wenn ich in der Bahn sitze/steh, dann habe ich so tolle Ideen und kreative Gedanken, dass ich die eigentlich gleich aufschreiben müsste. Doch oft ist es in Berlin so, dass v. a. in der Berufsverkehrszeit die Bahnen brechend voll sind. Da habe ich - ein bisschen eingequetscht zwischen anderen Fahrgästen - nur äußerst selten die Chance meinen Rucksack abzunehmen, darin herumzukramen, einen Block und Stift herauszufummeln, Rucksack wieder aufzusetzen und etwas aufzuschreiben. Das wäre sehr oft mit sehr unangenehmer Rumfriemelei verbunden, die ich den anderen, oft mürrisch blickenden Fahrgästen nicht zumuten möchte.

Kaum bin ich dann im wohligen Zuhause angekommen, werde von meinem Liebsten und meinen süßen Katzen begrüßt, sind meine spannenden Ideen so weit in den Hintergrund getreten, dass ich keine hilfreiche Muse mehr in der Nähe habe, um alles wieder hervorzukramen und auf meinem PC zu bannen. Das bedarf an einem ruhigen Abend (an dem ich mich dann tunlichst nicht zum gemütlichen Kuscheln vor der Röhre niederlassen darf) großer Anstrengung, diesen Prozess doch einzuleiten. Bin ich dann erstmal drin, läufts sowas von geschmiert, dass ich mich hinterher wundere und frage, wer die vielen Seiten soeben geschrieben hat.
Aber eben diese Überwindung, den ersten Anstoß zu bewältigen, kostet mich so viel Energie, dass ich echt ne Weile brauche um mich zu motivieren. Gäbe es zwischendrin nicht noch die Verpflichtung Studium und Job, gelänge mir das Schreiben sicherlich auch öfter. :lol:
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Livina » 31.03.2010, 17:19

Ist bei mir auch so... das dumme ist nur, das ich Nachts nicht schreiben darf!
Setze ich mich um acht hin, kann ich bis neun schreiben und fertig.
Aber wenn ich ersteinmal eine Idee habe, geht das eigentlich schon recht flott...
wenn ich alles später mal nacharbeite,...
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon 90Grad » 31.03.2010, 17:58

Mir geht's auch immer so. Ich bin ein totaler Nachtmensch. Nachts bin ich in ganz anderer Stimmung als tagsüber und kann viel besser schreiben, weiß auch nicht, warum das so ist. Da ich noch zur Schule gehe, kann ich leider nur am Wochenende und in den Ferien nachts schreiben, das ist ein bisschen doof.

lg,
90Grad
Was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Amixor33 » 03.04.2010, 15:32

Seit dem ich angefangen hab Nachts zu schreiben, kann ich tagsüber meist gar nichts mehr schreiben. Ideen hab ich durchaus... aber es fehlt einfach die Stimmung dafür. In gewisser Weise brauch ich auch Ruhe, die ich am Tag nicht hab.
Meine kreativste Zeit liegt zwischen 1:00 und 4:00 Uhr mit desaströsen Folgen für den nächsten Tag, denn wenn ich eine gute Idee hab, ist's mir auch egal, ob ich am nächsten Tag Schule hab. :o
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And with strange æons, even death may die -Cthulhu
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon PipsII » 03.05.2010, 10:32

Hallo!

Ja, es hängt wohl mit der Ruhe zusammen, kein Telefon, keine Messages, man kann sich nachts einfach besser konzentrieren! Wenigstens einigen von uns geht das so!
Und da ich ein nachtaktiver Mensch bin, gehöre ich auch dazu!
Die Besten Einfälle für neue Gedichte, die besten Kommentare, die schreibe ich meist in der finsteren ruhigen Nacht!

LG
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Ich schreibe keine Gedichte, ich bringe nur meine Gedanken auf ein Stück Papier!
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon moon » 04.05.2010, 19:38

Hallo,

mir ist das auch schon oft aufgefallen. Langsam glaube ich, dass es wirklich an der absoluten Ruhe liegt. Mit absoulut meine ich, dass nicht nur das Haus still ist, sondern auch die Umgebung. Kaum Autos, keine Rasenmäher und Bauarbeiten.

Außerdem habe ich fest gestellt, dass ich die Dunkelheit mag (obwohl ich als ich gaaaanz klein war wohl eher Angst davor hatte ;). Ich mag es wenn Gestalten nur zu Schemen werden. Und ich mag das Unheimliche. Nachts läuft meine Kreativität auf hoch touren (leider auch wenn ich irgendwo unterwegs bin... :wink: )

Hilfreich wäre es vielleicht einfach einen Moment abzupassen, wo kein anderer zu Hause ist und es sonst auch relativ ruhig ist und man dann einfach schreibt. (Auch wenn da immer noch die Klinge und das Telefon bleiben :roll: Da hilft dann wohl nur Stecker raus oder laute Musik, auch wenn es dann nicht mehr ruhig ist...)

Ansonsten zwinge ich mich, manchmal einfach zu schreiben, irgendetwas und meistens nervt mich dieses irgendetwas so sehr, dass ich dann doch lieber an meiner Geschichte schreibe.
aber manchmal ist echt der Wurm drin und gar nichts hilft :(

lg moon
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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Livina » 06.05.2010, 18:04

Außerdem habe ich fest gestellt, dass ich die Dunkelheit mag (obwohl ich als ich gaaaanz klein war wohl eher Angst davor hatte ;). Ich mag es wenn Gestalten nur zu Schemen werden.


Ja, so kann man das direkt erklären. Ich mag die Dunkelheit auch, aber ich fürchte mich doch. Und weil ja alles dann so unscharf ist, kann man sich die Szenen, die man schreibt viel besser vorstellen, man wird von nicht abgelenkt. Klar kann man sich das alles auch vorstellen, wenn man woanders ist, aber wenn es dunkel ist ... geht das besser.
Ich muss die Veränderung sein, die ich in der Welt sehen will.

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Re: Wohl der Nacht?

Beitragvon Peter » 09.05.2010, 01:01

Ich schreibe Nachts, weil ich tagsüber keine Zeit dazu habe. Kann aber am Tag genauso gut schreiben wie in der Nacht.
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du"
Mahatma Gandhi
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